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Die .Obrrkxfllsch« Zrikmg' et- sechsmal wöchenllich. Br- ,«g<pkeiv monatlich 2.20SM.auv- schließl. Zustellnngvgebühr. durch Post 2.45 GM. Für etwa durch chtretk. Maschlnendefekt oder tk- ^entart Lreigniff« auffallend« Anawlern wird kein Ersatz ge- y|kt. Verlag. Dr. ff. Hitzeroch, Druck der Untd-Vuchdrnckerel q,h. Aug. «och, Mar« 21/23. A«ruspreche!: Rr. 54 uub Rr. 55. Postscheckkonto: Statt Frankfurt «.M. Rr. 5015. Sprechet »er Redaktion von 1011 **6 */»l1 Uhr.

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Anzeiger für (das frühere knrhefsische) Oberhessen

St. 270 65. »0-

Makdarg a.Lahn

S«t Anzeigenpreis beträgt für Oen 11 gespult. Zeilenmillimeter 0.08 SM., sog. kleineAnzeigen und Famllienanzeigen bei Barzahlung 0.07 SM., amtlich« und an«- «värtig« Anzeigen 0.10 GM. Bet schwierigem Sah sowie bet Platz- tzorschrtft 60*1. Auffchlag. - Sammelanzeigea 100°/, Auf­schlag. Reklam.-Millim. 0.40 GM Zeder Rabatt gilt al« Barrabatt."

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Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

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Der preußische Minister für Handel und Gewerbe, Dr. Schreiber, veröffentlicht

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fk. Warschau, 17. Rov. Der gestrige Lahlsouutag i« Polen hat $u einer Reihe w« Zusammenstöhe« geführt. Zn War­schau wurde« 2 Tote und 80 Ver­letzte gezählt. Wahlbeteiligung war i« allgemeinen gut. Allen Anschein nach hat die Negierung die meisten Stimmen aufzuweisen. Der polnische Wahlterror t« Oberschlesien hat zu einem starken Rückgang der deutsche« Stim­men geführt.

f fk. Warschau, 17. Rov., 6.20 Uhr früh. Die ersten polnischen Wahlergeb- «isse zum Sejm liegen jetzt vor. Von den

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Marschall Pilsu-ski

insgesamt 64 Wahlkreisen sind die Er­gebnisse aus 12 Wahlkreisen bekannt, die Warschau, das Gebiet von Posen und Oberschlefien umfassen. In diesem Gebiet wurde der Sieg des Regierungsblocks voll­auf bestätigt. 'Der Regierungsblock erhielt in den genannten Bezirken 25 (bei den letzten Wahl 15) Mandate.

Die Hauptstadt Warschau hat sich klar für die Regierung Pilsudski ausge- sprocheu.

Son den 14 Mandate, die auf Warschau entfallen, erhielt nämlich der Regierungs­block 8 Mandate, was einen Zuwachs von zwei Mandaten bedeutet. Die Juden konnten ihre zwei Mandate behaupten. Die Kommunisten erhielten 1 Mandat, verlieren 1 Mandat), die Oppositions- Sozialisten haben ihr einziges Mandat verloren.

*

Der Maudatsverlust der Deutsche« i« Oberschlesien.

fk. K a t t o w i tz, 17. Rov. Rach dem vorläufigen Endergebnis der Sejmwah­len, verteilen sich die in den drei ober­sch! e s i s ch e n Wahlkreisen abge­gebenen Stimmen wie folgt:

Deutsche Wahlgemeinschaft 128 458 Stim­men (1928: 175113), 3 Mandate (bis­her 6),

^kegierungsblock 196 148 Stimmen (172 037) 6 Mandate (7),

Korfanty-Partei 210 352 Stimmen (109 606) 7 Mandate (3),

Wlnische Sozialisten 54 747 Stimmen (77 301) 1 Mandat (1).

Die Kommunisten bleiben wie bisher ohne Mandat.

Der Rückgang der deutschen Stim­men beträgt im Durchschnitt

etwa 27 vom Hundert. Der Man- datsverluft dagegen 5 0 von? H^rn- bett.

Vorläufiges amtliches Gesamtergebnis der Warschauer Sejmwahlen in der Woywod- schaft Schlefie«.

fk. K a t t o w i tz, 17. Rov. Das Er­gebnis der Wahl zum Warschauer Sejm in der Woywodschaft Schlesien stellt sich in den drei schlesischen Wahlkreisen wie folgt:

Wahlkreis Königshütte: Sanacja 59 543 Stimmen, 2 Mandate: Deutscher Wahlblock 54 382 Stimmen, 1 Mandat; Korfanty-Partei 60 467 Stimmen, 2 Man­

date; Sozialisten 9126 Stimmen, kein Mandat.

Wahlkreis K.attowitz: Sanacja 25 834 Stimmen, 2 Mandate; Korfanty- Partei 58 389 -Stimmen, 2 Mandate; Sozialisten 12 457 Stimmen, kein Man­dat; Kommunisten 13 416 Stimmen, kein Mandat.

Wahlkreis Bielitz-Pleh: Sanacja 82 771 Stimmen, 2 Mandate; Deutscher Wahlblock 32 536 Stimmen, 1 Mandat; Korfanty-Partei 91416 Stimmen, 3 Man­date, Sozialisten 30 862 Stimmen, 1 Man­dat.

Die Woywodschaft Schlesien stellt danach im neuen Warschauer Sejm wiederum 17

Do x io Bordeaux

Sie Met ton La Rochelle nach Bortoauk - Begeijletter Empfang

An Bord desDo. X, 15. Nov. Von unserem Sonderberichterstatter. Sn der Nacht zum Sonnabend wargroße Aufregung. Man glaubte, daß unserem Flugboot ein Un­glück zugestoßen wäre, und dabei sind wir doch nur wegen der Dunkelhet und des Ne­bels draußen auf Hoher See ge- land et, um der Gefahr einer Kollision mit anderen Schiffen auszuweichen. Während der Nacht rollte das Flugschiff zum Hafen von La Rochelle. Das Erstaunen dieser al­ten Hugenottenstadt war groß, als sie im Morgengrauen wenige Meter vom Ufer ent­fernt, denDo. X" auf den Wellen des Ozeans schaukeln sah.

Die ganze Nacht habe ich am Telephon verbracht, um den sorgenden Menschen in allen Teilen der Welt Auskunft über das Schicksal unseres Flugschiffes zu geben. Lon­don, Paris, Madrid, Berlin, Zürich, New- york versuchten durch den Draht zu erfahren, warum wir plötzlich bei Nacht und Nebel auf dem Ozean niedergegangen waren. Sm Auftrage der französischen Regierung be­grüßte uns der Bürgermeister von La Rochelle.

Ein kleines Boot brachte die Passagiere, die hie Nacht in einem Hotel in La Rochelle verbracht hatten, an Bord, außerdem noch das lang entbehrte Trinkwasser und Pro­viant. Gegen 12 Uhr war die Einschiffung beendet, derDo. X" flugklar. Rasch wer­den die Motors angeworfen. Punkt 11.44

Uhr hebt sich nach 800 Meter Start unser geflügeltes Schiff über die Wasser der Bucht rpn La Rochelle. 30 Sekunden Startzeit. W i r fliegen in Richtung Bor­de au r, eine Höhe von 30 Metern haltend, in einem Abstand von einer Meile der Küste entlang nach Süden. Das Wetter ist mittel­mäßig, die Wolken hängen tief.

Kaum haben wir uns an Bord recht ein­gerichtet, so ist schon die Mündung der Gi­ronde in Sicht. Große tilometerlange Inseln kommen in Sicht.

Die Landung auf der Gironde erfolgte nach einstündigem Fluge von La Rochelle um 1.02 Uhr bei Roane de Thau, 30 Kilo­meter vor Bordeaux. Wir wurden herzlich empfangen. Wir rollen mor­gen nach Bordeaux, wo am Montag die Vorführung des Flugbootes statffindet. Am Dienstag Start nach La (Koruna.

Sie Einwohner von Bordeaux besichtige« So. X-

Arn Sonntag pilgerten Tausende von Einwohnern aus Bordeaux an den Strand, um das auf der Gironde verankerte deutsche FlugschiffDo. X" zu sehen. Dem bekannten französischen Fliegerkapitän Le Brir wurde die Erlaubnis erteilt, das Flug- schiff zu besichtigen.

Die Pariser Presie ist der Meinung, daß sich der Flug nach Amerika infolge der un­günstigen Witterung verzögern werde.

Abgeordnete; jedoch hat der deutsche Wahl­block je ein Mandat in den drei Wahl­kreisen gegen 1928 aus dem bereits ge­meldeten Grund verloren, während die Korfanty-Partei in dem Wahlkreis Königshütte-Kattowitz je ein Mandat, im Wahlkreis Bielitz-Pleh sogar 2 Man­date gewonnen hat. Der Regierungsblock hat im Wahlkreis Bielitz-Pleh trotz ihrer großen Anstrengungen und der behörd­lichen Unterstützung 1 Mandat eingebiiht, während den Sozialisten ihr einziges Mandat im Wahlkreis Bielitz-Pleh be­haupten konnte. Die Korfanty-Partei hat also nicht nur die Verluste der deutschen Wahlgemeinschaft sondern auch ein Sanacfa-Mandat erobert. Von der deut­schen Wahlgemeinschaft find im Wahlkreis Königshütte Gewerkschaftssekretär Jan­kowski, im Wahlkreis Kattowitz Ingenieur Rosumek und Wahlkreis Bielitz-Pleh Ge­schäftsführer Franz gewählt.

*

Der Wahlterror i« Ostoberschlefie«.

Kattowitz, 16. Rov. Gestern wur­den in Lublinitz bei zahlreichen deut­schen Minderheitsangehörv- gen von der Polizei Revision nach Waffen vorgenommen. Ein Gastwirt,

bei dem ein französisches Bajonett vorge­funden wurde, wurde verhaftet, ebenso zwei Handwerksmeister, bei denen je ein alter Karabiner gefunden wurde. In Eollasowitz wurden gleichfalls Revisionen nach Waffen vorgenommen, und zwar hauptsächlich in der evangelischen Pfarr­kirche und auf dem Friedhof. Es wurden natürlich keinerlei Waffen vorgefunden, lediglich zwei Eewehrpatronen, die aber anscheinend frisch dort­hin gelegt worden sind. In Myslowitz wurden in de« Büros der Deut­schen Wahlgemeinschaft sämtliche Fen­sterscheiben eingeschlagen. In Nikolai wurde ein Akquisiteur derKatto- witzer Zeitung", der Stimmzettel verteilte, durch die Polizei mit der Begründung ver­haftet, dah er hierzu keinerlei Vollmacht hätte. In Mokrau wurden die Reisenden eines Pevsonenzuges von zwei Polizei­beamten und zwei Zivilisten revidiert. Mehrere hundert deutsche Zei­tungen sowie 60000 Stimmzet­tel der Deutschen Wahlgemein­schaft wurden beschlagnahmt. Mehrere Personen wurden zur Wache ge­bracht, aber nach Feststellung ihrer Per­sonalien wieder entlaßen.

in derVoss. Ztg." einen Artikel: Pro­bleme des Preisabbaus. Der Minister legt u. a. dar: Was das Zeitmaß anlangt, in dem ein wirksamer Preisabbau sich voll­ziehen kann, so ist ganz allgemein davon auszugehen, daß diejenigen Preis­senkungen, die nach Lage der Verhält­nisse jeweils durchführbar sind, im Inter­esse der Lebenshaltung unseres Volkes selbstverständlich so schnell wie irgend mög­lich herbeigeführt werden müssen. Nach amtlichen Feststellungen betrugen die Le­benshaltungskosten im Durchschnitt des Jahres 1929 153,8 Prozent des Vor­kriegswertes. Unter diesen Lebenshaltungs­kosten sind die meisten jetzt geltenden Lohnregulierungen erfolgt. Seitdem ist der Lebenshaltungsindex unter dem Einfluß der schweren Wirtschaftskrise und der Sen­kung vieler Rohstoffpreise bis auf 145,3 Prozent im Oktober d. I. gewichen. Das bedeutet eine Senkung unseres Se - samtpreisniveaus um 8,4 Punkte oder um 5,4 Prozent. Wenn sich die Ge­samtlebenshaltungskosten in dem angegebe­nen Umfang gesenkt haben, so ermutigt das zu der Aeberzeugung, dah die Tendenz un­serer Preisentwicklung auf eine allgemeine Senkung gerichtet ist, und daß deshalb tne Bemühungen der Regierung, diese Tendenz in der Preisgestaltung auf allen wichtigen Gebieten ftärfer als bisher zum Ausdruck zu bringen, von Erfolg beglei­tet fein werden, weil sie mit der natür­lichen Entwicklungsrichtung des Welt- und Binnenmarktes in Einklang stehen. Es kann nicht Wunder nehmen, wenn die Mit­teilung über die Senkung des Schweine- fleischpreises um 5 Pfennig das Pfund in der Oeffentlichkeit wenig befrie­digt hat. Dabei ist aber nicht zu über­sehen, daß nach den amtlichen Feststel­lungen der Preis des Schweinefleisches in in Parallele zu der Entwicklung auf den Schweinemärkten seit dem Herbst vo­rigen Jahres bereits um etwa 30 Prozent zurück gegangen war, ehe die neue Preissenkung erfolgte. Auf dem besonders wichtigen Kartvffelmarkt hat die Regierung eine Senkung der Klein- Handelsspanne um 60 Pfennig für den Zentner erzielt. Auch hier ist es wichttg, daß nach den Fesfftellungen des Reichs- ernährungsministers Schiele der durch­schnittliche Kleinhandelskartoffelpreis im Oktober dieses Jahres bereits 1,33 Mark je Zentner niedriger war als im Durch­schnitt der Jahre 1924/30. Die jetzt er­stelle weitere Senkung der Handelsspanne bedeutet daher, daß der durchschnittliche Kleinhandelskartoffelpreis in Berlin bei etwa drei Mark liegen wird, gegenüber 4,90 Mark im Durchschnitt der letzten sechs Jahre. Besonders wichtig wird es sein, auf den Gebieten der Verkehrs-und Versorgungstarife möglichst bald eine Erleichterung zu erzielen. Es ist ein unmöglicher Gedanke, dah die beteiligten Unternehmungen die Verteile, die sie durch die Senkung der Kohlen-, Holz- und Eisen­preise haben und die Ersparnisse, die sie demnächst durch eine anbertoeite Regu­lierung von Löhnen und Gehältern er­zielen werden, in die eigenen Taschen lei­ten, statt sie der Allgemeinheit zuzuführen.

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Neueste Preissenkungstafel.

Berlin, 15. Nov. Die Bäckerinnung in Stettin hat beschlossen, den Brotpreis für das 2»/--Pfund-Roggenbrot von 47 Reichspfennig auf 44 Reichspfennig her­abzusetzen, das find 6,3 Proz.

Die Organisation der Kartoffelklein­händler in Stettin hat ihre Mitglieder aufgefordert, die bisher für 30 Reichs­pfennig je zehn Pfund verkauften Kar­toffeln künftig für 26 Reichspfennig ab­zugeben, das sind 13 Proz.

Die Schlachterinnung in Lüne­burg gibt einen Preisnachlaß auf Fleisch in Höhe von 5 Reichspfennig auf das