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CberbemiAe Zeltanq, Marburg o. L. Freitag, den 14. November 1930

Nr. 268

städtebaulicher

* Oratorium. Am Sonntag, dem

dem Orchester Pauli wirken als Solisten mit: Kammersänger Wuzsl von der

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Beschlagnahme-

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Durch die Annahme des Gesetzentwurfes über die Erweiterung des Stadtkreises Marburg werden aus dem Landkreis

mit: Kammersänaer Wuzöl ____

Staatsoper Kassel (Bariton), Konzert-

rung eine Andacht und Erbauung bieten. :

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Art waren, die der Stadt Marburg die Eingemeindung von Ockershausen wün­schenswert erscheinen liehen.

Die nach dem Ergebnis der letzten Volkszählung 1366 Einwohner zählende, 301 Hektar grohe Landgemeinde Ockers­hausen wird, wie auch unsere Skizze zeigt, vollständig von der Stadt Marburg ein­geschloffen. Das Dorf selbst steht in un-

Marburg in die Stadt Marburg einge­gliedert.

1. Die Landgemeinde Ockers­hausen.

2. Teile der Landegemeinde Kappel.

Was zunächst

die Eingemeindung non Ockershausen anbelangt, so ist zu sagen, dah es vor

eiaMflitaltr

Der Schinderhannes?

allem Gründe

Z« der heutigen Plenarsitzung des Land­tages wurde die Eingemeindung der Ort­schaft Ockershausen und einzelner Ge­bietsteile der Gemeinde Cappel be- schloffen. Die Ausschuhanträge wurden angenommen, mit einer Ergänzung dahin, dah de, Schlachthofzwang auf das Ge­biet der bisherigen Gemeinde Ockershau- sen für nichtgewerbliche Schlachtungen auf die Dauer von 15 Jahren nicht ausgedehnt werden soll.

Das Gesetz tritt mit dem 1. Zanauar 1931 in Kraft.

die Eingemeindung

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Fr. Löw, Walldorf F.112 (Hessen)

Eingemeindung von Ockershausen

Bom Landtag beschlossen Das Gesetz tritt am 1. Januar 1931 in Kraft

.... der Pause, in derWandelhalle", tonnte man hören, dah einige Zuschauer Pech" gehabt hatten und in einganz ordinäres Stück" geraten waren das

Dichtung von Pastor Georg Berleites zu­sammen gestellt. Die Musik beginnt mit einem stimmungsvollen Vorspiel und lei­tet über zu einer Bekenntnishymne der christlichen Glaubens- und Gotteszuver- icht. In wohl abgewogener Gliederung des Textes von dem verlorenen Schn nach dem Lukasevangelium wird dieses durch den Chor, Quartette, Orgel und . Cello-Einlagen sinnfällig illustriert. Für Freunde ernster Musik wird die Aufsuh-

hätten sie denn doch nicht erwartet. Nun, wer Zuckmayer liest, darf nicht prüde sein, und wer den Schinderhannes und seine Leute auf der Bühne sehen will, der darf vom Intendanten nicht erwarten, dah er diesem volkstümlichen Stück, auf das wir gerade wegen seiner urwüchsigen und natür­lichen Kraft stolz sein dürfen, sein Leben und seine Grobheit nimmt. Wir meinen, die Marburger Bühne habe gestern einen grohen.und berechtigten Erfolg errungen, der nach der unglücklichen Wahl der ersten Auf­führung zu den schönsten Hoffnungen für diese Spielzeit berechtigt. DerSchinderhannes" ist ein Zugstück, ein realistisches Drama mit einer Szenenentwicklung sondergleichen, mit wahrhaften grohen Typen und meister­haft gezeichneten Gruppen, deren bunteste und verworrenste sich wohl einmal in Ab­trünnigkeit und Verzagtheit lockert, die aber unter dem dämonischen Einfluh ihres Führers zu totbereiter Solidarität zusammengeschweist

Letzte Wtrtichattsmechungen

r. Berlin, 14. Noo. Die Auslands­offerten sind am Produktenmarkt ziemlich unverändert. Die Tendenz für Jnlandsbrot- getteide ist stetig. Das Angebot rn allen Getreidesorten ist ziemlich gering. Die Liefe­rungspreise für Roggen und Weizen sind gegen gestern unverändert gesprochen. Hafer neigt zur Schwäche. Gerste dagegen fest trotz des grohen Angebotes.

r. Frankfurt, 14. Aov. Im Heuti« gen Dormittagsverkehr war das Geschäft an der Börse zuversichtlich. Anregungen lagen jedoch nicht vor. Das Geschäft be­wegt sich in engen Grenzen. Farbenindu­strie 1401/4, Siemens 177Vs.

N-r Ockershausen selbst kann die Eingemeindung nur Vorteile bringen. Bekanntlich hat die Gemeinde selbst den Wunsch geäußert, nach Marburg ein­gemeindet zu werden und ihren Stand­punkt damit begründet, daß Ockershausen aus eigener Kratf nicht im Stande sei, all die Maßnahmen und Einrichtungen zu treffen, die für die Weiterentwicklung der Gemeinde notwendig seien, wobei als Hauptaufgaben der nächsten Zukunft an« Seführt wurden: die Verbesserung der Lafferversorgung, die Beschaffung von Baugelände und Wohnungen, die Regu­lierung der durch den Ort führenden Bach­läufe, der Ausbau vorhandener und die Anlegung neuer Straßen innerhalb der Gemeinde und die Umlegung der Feld-

von Ockershausen ist die Ein­wohnerzahl der Stadt Mar­burg auf rund 27000 geftiegen.

Die Eingemeindung von Tellen der Landgemeinde Kappel.

Durch das Gesetz über die Erweiterung des Stadtkreises Marburg ist weiter auch der etwa 1700 Hektar umfassenden Land­gemeinde Kappel ein Teil in Gesamtgröße von 199,56 Hektar aus dem Grunde nach Marburg eingegliedert worden, weil auf diesem Gelände bekanntlich die Landes­oersicherungsanstalt in Kaffe! eine Lun­genheilstätte errichtet, die in engster Be­ziehung zur Marburger Universität stehen wird. Die Anstalt wird Hörsäle für die Marburger Studenten enthalten. Die Direktoren der medizinischen und chirurgi­schen Universitätskliniken werden Leiter der Anstalt sein. In ihr wird eine grö­ßere Anzahl von Aerzten Beamten und Pflegepersonal tätig sein, die zum größten Teil ihre Wohnungen in der Anstalt haben werden. Alle diese Einzelpersonen und Familien werden ihre gesamten Be­ziehungen ausschließlich zu Marburg haben, nicht aber zu der viel weiter ent-

Herzliche Bitte!

Wer hilft einer älteren, unver­schuldet in sehr grobe Not gerate­nen Frau mit einet einmaligen Geldspende von 100 bis 200 Mk. ? Ev. spätere Rück­zahlung. Spenden werden u. P- 60 in bet Geschäfts st. der Oberbest. Ztg. dankbar entgegen- genommen. Edel sei der Mensch. hilfreich und gut.

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wird. Wer ist dieser Führer, dieser Schin­derhannes? Ein Held und ein Kind zugleich, jeder Gefahr trotzend, alles Bestehende, ge­sellschaftlich Geordnete verachtend, über alles hinwegstürmend, völlig unbesonnen, sich an seiner eigenen Kraft und seinem Einfluß be­rauschend. Für diesen Führer ohne Feld- zugsplan, ohne jedes Abwägen der Gefahr gibt es nur den Weg zum Galgen, und als die menschlich reifere und klügere Braut sich ihm einmal in den Weg stellt, ihm zuruft: Du hebst aus der falschen Schulter!" da wirft er sie zu Boden. Und ein Kind zu­gleich in seiner Zartheit, seiner feigen«

unterbrochenem baulichen Z u - s a m m e n h a n g, so daß eine Grenze äußerlich nicht mehr erkennbar ist. Von den rund 300 in Ockershausen wohnhaf­ten gewerblichen Arbeitnehmern finden mehr als 250 ihren Erwerb in der Stadt Marburg. Auch sonst steht der größte Teil der Bevölkerung zu Marburg in engen wirtschaftlichen und kulturellen Be­ziehungen. Schon diese Umstände liehen ote Eingliederung von Ockershausen nach Marburg geboten erscheinen. Es kam hinzu, dah die bauliche Entwick­lung der Stadt, wenn auch nicht ausschließlich, nach Südwesten gerichtet ist, wo sich bisher einer weiteren Auf­schließung von geeignetem Baugelände die in Zickzacklinien in das Marburger Gebiet einspringende Grenze von Ockershausen entgegengestellt.

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Kartenskizze non der Eingemeindung

feint liegenden und nur umständlich zu erreichenden Landgemeinde Kappel. Ihre Kinder sind auf die Marburger Schulen angewiesen. Die Versorgung der Anstalt mit Gas kann nur von Marburg aus ge­schehen. Auch polizeiliche Gesichtspunkte sprachen dafür, daß die bedeutende neue Siedlung dem Stadtgebiet angehört. Die an der Lungenheilstätte interessierten Dienststellen, der Landeshauptmann und die Landesversicherungsanstalt in Kassel sowie der Kurator der Universität wünsch­ten daher dringend die Eingliederung des Anstaltsgebäudes nach Marburg.

Schließlich wurden durch das Gesetz in die Landgemeinde Marbach im Wege der Erenzberechtigung aus der Stadtgemeinde 6,49 ar eingegliedert. Hier handelt es sich um eine geringfügige Grenzberechtigung. r.

den Liebe, feinet unerschütterlichen Zuoer. sicht. Es ist im Rahmen der Weltgeschichte nur ein wenig Räuberromantik, balladenhasi verklärt, im Rahmen aber dieses Kampfes um das Lebensrecht auf angestammten Boden, gegen Ausbeutung und Unterdrückung ein ganz große» Spiel.

Ganz schnell fand sich Zöchen Hauer als Schinderhannes in feine große Rolle, um mit jedem Bilde seiner unb sicherer sein großes schauspielerisches Können zu beweisen. Wie wundervoll vereinten sich in diesem Spiel Derbheit und Trotz. Brutalität und Weichheit, Selbstüberhebung und Resigna­tion. wie ist er menschlich gewachsen aus die- fern rasenden Weg über Liebe und Leichen. Ganz ebenbürtig stand ihm Elisabeth Wie. landet als Banditenbraut zur Seite, mit fein durchdachter Auffassung der ihr anver. trauten Rolle. Ein kluges, liebendes, auf. opferungsfähiges Weib, mit natürlicher In­nerlichkeit und in jeder Phase von wahrer Größe. Sehr gut in Maske und Darstellung war wieder Ludwig L i n k m a n n als Fuhr­mann und Kaspar, Bücklers Vater. Den Verräter Benzel stattete er dagegen mit seiner individuellen Komik reichlicher aus. als es dem Dichter vorgeschwebt haben mag. Die Rollen des Wirts und Soldatenwerbers. des Metzgermeisters und des Hol-turmwirts la- gen bei den Herren Volck, Walter Bäuerle und Karl Bruck in guten Händen.

Es geht nicht an. jeden Mitspieler noch be. sonders zu würdigen. Der Dichter hat eine Reihe gut beobachteter Typen geschaffen, die in ihrer Eigenart lebendig in Aktion traten. Allen Darstellern gebührt Anteil an dem reichen Beifall, den das ausoerkaufte Haus für die sehr gute Aufführung zollte. S.

16. November, findet in der lutfyerifc1'»« Pfarrkirche das schon mit bestem Erfolge hier aufgeführte OratoriumDer ver­lorene Sohn" von Rudinck vom Lutherischen Kirchenchor unter Leitung seines Dirigenten Ermisch statt. Außer

Wer der Aufführung voriges Jahr bei­wohnte. wird nicht zögern, sich auch die­ses Jahr einen Platz zu sichern, zumal die Eintrittspreise so gering sind, daß es jedem möglich ist, der Aufführung beizu­wohnen.

sänger H- Möller, Marburg (Tenor), Or- gamft A. Wagner (Orgel) und ein Kna­benchor. Der Text des Werkes ist nach Worten der heiligen Schrift in eigener

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