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Marburger Elablzeilung

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Seit einigen Tagen weht auch bei uns Binnenländern ein frischer Wind, der seit gestern einen sturmartigen Charakter ange­nommen hatte. Auch allerhand Schäden wur­den angerichtet. Co sieht es in manchen Gär­ten böse aus, denn starke Aeste find von den Bäumen gebrochen. An einer Fahne der Eli- sabethkirche brach die Stange mitten durch. Durch das vermehrte Wasser der Lahn werden die Arbeiten auf den Afföller Wiesen sehr erschwert. Dort ist man mit dem Legen von Gasrohren beschäftigt und heute früh mutzten die Arbeiter mit Wasierstiefeln daran, um die Rohre vor dem2obe des Ertrinkens" zu retten.

SMche Werden

Angeregt durch die Fülle schöner alter Motive, die sich hier in Hessen in der bäuerlichen Tracht erhalten haben, ent­stand der Gedanke, diese Muster auch auf Schmuck- und GebrauchSgegenstände des städtischen Haushalts und auf städ­tische Kleidung zu übertragen. Eine An­zahl im Sticken geübter Bauernmädchen fand sich unter der Leitung von Frau Professor A. Thielmann zusammen und hieraus entstand die Werkstätte für Schwälmer Bauernstickere» in Willingshausen.

Arbeiten dieser hessischen Werkstätte sieht man jetzt im Schaufenster von Frl. Schäfer, Elisabechstrahe. Da sieht man Tisch- und Bettdecken, Mittelstück«, ©er« viettentaschen, Taschentücher, Kissen, da­neben hessische Kinderkittel und -Hemden, Kleidchen und Häubchen. All diese Sachen sind mitMustern besttckt, die be­sonders schöne« Stücken allen bäuerlichen Hausrats entnommen sind. Mottve, die immer wiederkehren, sind vor allem Herz, Bogel. Blumenkorb u. a.jn.; besonders ent­zücken den Kenner die alten Durchbruch-- arbellen und Hohlsäume. Daneben liegen auch praktische Tischdecken aus naturfar­benen ha nogemalten Leinen mll blauen eingewebten Streifen. Neue Motive sind im Sinne der alten Aeberlieferung hinzu- gekomrnen, so daß es sich um keine tote und abgeschlossene Kultur handell, sondern auch Neues und nicht minder Wertvolles geschaffen wird.

3n der Ausstellung sind schon kleine Stücke zu haben zum Preise von 34 Mk., große Decken toften bis zu 150 Mk. Schließlich sei noch einmal darauf hin- gewiesen, daß am 14. Januar im Kreis­haus ein Kursus beginnt, in dem junge g Mädchen und Frauen die hessische Sttckerei erlernen können. Anmeldungen nimmt Frau Landrat Schwebe! entgegen, sr.

* Bubenstreiche. Drei Schüler einer mit einer bunten Mütze wurden gestern abend beobachtet, wie sie in ver­schiedenen Häusern der Orleans- und Moltkestrahe mit einer elektrischen Taschenlampe das Treppenhaus bis zum Boden ableuchteten und dabei die vor den Treppenfenstern stehenden Blumenstöcke durch Abbrechen von Zweigen beschädig­ten. Daß die Buben nicht eine kräftige Abreibung von den aufmerksam geworde­nen Hausbewohnern bezogen, hatten sie ihrer schleunigen Flucht zu verdanken.

* Stadttheater. Die Berliner Kammeroper der Gemeinnützigen Bereini­gung zur Pflege Deutscher Kunst, die an­läßlich ihres Auftretens in Berlin von der Presse ausgezeichnet krittsiert wurde, ga­stiert am 6. 11. in Marburg. Die Berli­ner Gäste bringen das Hauptwerk Dome­nico Cimarosas (17491801), die reizende Buffo-OperDie heimliche Ehe" zur Auf­führung. Die Wanderoper wird von In­tendanten Freiheit Wolff von Eudenberg geleitet, musikalischer Leiter ist Kapell­meister Harald Böhmelt. Die Truppe führt neben dem eigenen Orchester auch eigene Dekorattonen und Kostüme mit, die von dem bekannten Berliner Bühnenbild­ner Fr. Winckler-Tannenberg entworfen find.

* Stiftungsfest derLieder­tafel". Am Sonnabend feierte der Man­nergesangverein Liedertafel in den Stein­wegsälen sein 67. Stiftungsfest. Der Be­such dieser Veranstaltung war überaus gut. Zu Beginn begrüßte der 1. Vor­sitzende des Vereins, Herr Aug. Garde alle Gäste und Mitglieder des Vereins und wies dann darauf hin, daß es jetzt keine Zeit wäre um rauschende Feste zu feiern, denn wir alle ständen noch unter dem Eindruck jener entsetzlichen Eruben- katastrophen. Aus diesem Grunde sei auch das Sttstungsfeft in der schlichtesten Weise aufgezogen worden. Für die Hinterblie­benen von Alsdorf wurde eine Sammlung eingeleitet, die 50 Mark einbrachte. Ee- sangsvorträge und ein wohlgelungenes lustiges Singspiel unterhielten die Gäste auf das Beste. Geehrt durch Ernennung zu Ehrenmitgliedern wurden die beiden Sänger Wilhelm König und Heinrich Holzapfel. Beide Herren gehören schon 80 Jahre dem Verein als akttve Sänger an. Erst in den späten Abend­stunden kam auch die Jugend zu ihrem Rechte und durfte das Tanzbein schwingen.

SverettknAbenb

Misitärmusikzieht" immer das bewies wieder einmal gestern Abend das erste Win­terkonzert unserer Militärkapelle. Der Stadtsaal war gut beseht und bei einem Glase Bier erfreute man sich an den zahl­reichen Darbietungen. Sullivans Marsch Die Gondoliere" eröffnete den Reigen, dann hörte man die Ouvertüre zuIrrfahrt ums Glück" (d. Suppe), Melodien ausOrpheus in der Unterwelt", Walzer und Potpourris von Strauß, die Lehärschen Schlager,Das Land des Lächelns" undO, Mädchen mein Mädchen". Keine schwere Kost, sondern gute Unterhaltungsmusik, wie es ein Operetten« Abend ja auch will. Musikmeister Große erntete mit seinen Musikern immer wieder stürmischen Beifall und mußte manche Zugabe geben. Das Gleiche gilt von Frl. Ameln Hillder-Bayreuth (Sopran). Eine sym­pathische, temperamentvolle Sängerin, ein Carmen-Typ. Sie verstand es, das Pub­likum vor ihren Wagen zu spannen mitnecki­schen und süßen Melodien" aus derCsardas­fürstin", mit dem Lied' derMadame Pom- pabour" u. a. m. Den stärksten Erfolg er­zielte sie mit dem LiedWenn die Garde marschiert ... Sie sang nicht nur, son­dern marschierte auch mit und das Publikum tat es auch.

Alles in allem: Die Stimmung war gut und Musiker und Sängerin hatten Erfolg.

f-r.

Die Franengruppe der Deutschnatronalen Volkspar- t e i veranstaltet am Freitag, dem 14. Nov. einen Vaterländischen Abend. Eine Filmvorführung, Eesangsvorträge und eine Ansprache des Herrn Dekan Lehr- Eladenbach versprechen einen genußreichen Abend, da die Veranstaltungen der Frauengruppen sich allgemeiner Beliebt­heit erfreuen, empfiehlt es sich, Karten im Vorverkauf, Schwanallee 37, zu lösen.

* Weihnachtsmesse. Die alljähr­lich mit gutem Erfolge veranstaltete Werh- nachtsmesse des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes findet am 2., 3. und 4. De­zember in der Volksbibliothek (Philipps- Haus) statt. Möchten doch recht Viele ihre Schritte dorthin lenken und durch fleißigen Einkauf der schönen und prakttschen Gegen­stände dazu beitragen, die Not unserer einheimischen Rentnerinnen zu lindern.

* Sparkassenaufwertung. Der Sparkaffenverband für Hessen-Rassau hat nunmehr als Ergebnis der Aufwertungs- Prüfung für die Sparkaffen von Heffen-Nanau festgestellt, daß in seinem Verbandsbereiche der durchschnittliche Auswertungssatz 18 Pro­zent beträgt. Die endgültige Aufwertung hat bekanntlich der preußische Landtag durch eine Novelle zum Aufwertungsgesetz zu be- schlietzen.

Der Kasseler Sender besteht noch. In den (Erörterungen über die Ein­schränkung der Rundfunkübertragungen von der Vesprechungsstelle Kaffe! des Südwest« deutschen Rundfunks find verschiedentlich mitz- verständliche Mitteilungen veröfientlicht wor- datz der Kasseler Sender aufgehoben worden den, die zu der Auffassung führen konnten, fei. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Der Sender Kaffel ist als Nebensender mll eige­ner Besprechungsstelle im Bereich des Sud- westdeutschen Rundfunks geblieben und es ist nichts davon bekannt, daß eine Aenderung des bestehenden Zustandes in absehbarer Zert zu erwarten ist.

Dttteefnfdk Zeitung, Marburg a. L. Montag, bat 3. November 1930

Nr. 258

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Mit einem evangelischen Gemeinde- abend rm großen Saale des Philipps- Hauses nahm gestern die Hessische Missions­konferenz (Konststorialbezirk Kassel) ihren An­fang. Trotz des regnerischen und stürmischen Wetters war die Veranstaltung sehr zahlreich besucht. Nach Begrüßungs- und einleitenden Motten von Pfarrer Metz und Prof. D. Frick, des Vorsitzenden der Konferenz, in welchen u. a. auf die fruchtbringende Arbeit der früheren Konferenzvorfitzenden und auf Zweck und Ziel der Mlssion-konferenzen hin- gewiesen wurde nämlich die Kenntnis über Missionsfragen zu vertiefen und Nöte zu besprechen verbreitete sich Missions­direktor Schomerus-Hermannsburg über dir Frage:

Was gibt uns deutschen Christen ein Recht, heute Mission zu treiben?"

Hat der deutsche Christ angesichts bet furchtbaren Not des eigenen Volkes noch ein Recht, Almosen zu sammeln für Missions­zwecke? Diese Frage höre man, wie der Redner ausführte, sehr oft in unserem dar­niederliegenden Vaterlande. Freilich wäre es nicht recht, wenn an unserem eigenen Volke irgendwas versäumt und Wette in ein fremdes Volk gesteckt würden. Solle aber der deutsche Christ ausgeschlossen sein von dem Güteraustausch, auch geistiger Art, welcher die Völker der Welt untereinander verbinde? Auch bas Evangelium sei ent dem deutschen Volke von Gott anverttautes Gut, das in der Welt verbreitet werden solle. An Bei­spielen legte der Redner dar, wie die Mis- sion auch eine feste Brücke bilbet zwischen auslandsdeutschen Gemeinden und der Hei­mat. Es würde keine Ehre für Deutschland fein, wenn es sich der Auslandsmission ent­halte. Eine Kirche, die an der Mission vor­übergehe, verutteile sich heute selbst zum Ster­ben. Sie müsse immer neue Lebens­

kräfte schaffen, die in einem Erretten Strom zurückflössen in die Heimat. Deshalb sei man überzeugt, daß man dann dem deutschen Volke und ferner Kirche diene, wenn man Mission treibe. Das Gebot der Treue ge­biete auch, daß man die im fernen Missions­land schon seit langen Iahten hingereichte Hand nicht zurückziehe. Heute sei unter der gesamten Menschheit ein Kampf zwischen Glauben und Unglauben im Gange. Auch die großen Missionsfelder da draußen seien wie unsere Heimat einem Umwandlungspro- zeß unterzogen. Afrika habe z. B. eine neue Seele bekommen, eine neue Einstel­lung zu den Völkern des Westens. Anstelle der früheren, dem weißen Marme entgegen­gebrachten Bewunderung sei jetzt bei den Schwarzen eine Abwehr, eine Kampfstellung von schwarzen Agitatoren aus Amerika, teils von Sowjetsiedlungen her. Die Mission könne dieser Einstellung gegenüber nur ihr Recht wahren, wenn sie sich jeder Herren­stellung gegenüber den Schwarzen enthalte. Die große Aufgabe der Mission sei es, die Rassengegensätze zu überwinden und zu über­brücken durch die Brücke des Evangeliums. Was die Missionen teilweise in Mißkredit ge­bracht habe, sei die teilweise bei ben Schwar­zen verbreitete Anschauung, die Missionare seien Schrittmacher für ihre Nationen. Ein Indier habe gesagt, daß sich keine Natton von ihren Bedrückern bekehren lasse. Die jetzige deutsche Ohnmacht sei in die­sem Hinblick für die deutsche Auslandsmission ein Gewinn, da die Schwarzen den Deutschen gegenüber keinerlei Unterdrückungsbefürch­tungen hegten. Das Recht zur Mission komme von Gott und wir Chttsten seien berufen, die­ses Recht weiter zu fragen.

Der tiefschürfende und zum Nachdenken auf­fordernde Vortrag war umrahmt von Dar­bietungen des Posaunenchors, des lutherischen Kirchenchors und ®emeinbegefängen.

Der deutsche Landkreistag beim Kanzler

Der Reichskanzler Dr. Brüning emp­fing unter Führung des Präsidenten Dr. vonStempeldie Herren Reichsminister a. D. Dr. H a s l i n d e - Arnsberg, Dom­kapitular Jansen- Aachen, Mitglied des Staatsrats von Meibvm-Meseritz und Regierungsrat Dr. G u b a - Dresden. Die Abordnung gab einen Aeberblick über die gesamte Finanzlage der deutschen Land­kreise. Besondere Berücksichtigung fand das Problem der WohlfahrtSettverbslosen. Es wurde die Ansicht vertreten, daß für die dadurch entstehenden Lasten das Reich in erhöhtem Maße aufkommen müsse. Die dringend st e Sorge der Land­kreise sei, daß in dem kommenden Fi­nanzprogramm der Regierung die Maß­nahmen getroffen würden, die die fi­nanzielle Selbständigkeit der Landkreise in vollem Maße gewähr­leisten. Einzelheiten könnten der Landes­gesetzgebung überlassen bleiben. Die Wünsche bezüglich der Wahrung der In­teressen der Landkreise in den bevorstehen­den Steuergesetzen wurden in eingehender Aussprache zwischen dem Kanzler und den Bettretern erörtert Der Kanzler sagte die größtmöglichste Berücksichti­gung zu.

Evangelischer Filmdienst. 3m Philippshaus läuft z. 3t ein wertvoller Kultur- und Reisefilm3 m Sonnen land Brasilien", den Dr. Rudolf Roch wäh­rend eines mehrjährigen Aufenthaltes in Bra­silien gedreht hat. Der Film steht bedeutend über dem Niveau des ttockenen Kultur- und Lehffilms, man möchte ihm vielmehr ein Reisefeuilleton nennen. Buntheit und Be­wegung bestimmen den Charatter dieses Fllms, der uns aber ihm Rahmen einer flot­ten Bilderfolge nicht nur Landschaftsbilder Zeigt, sondern beachtenswette Aufschlüsse über dcm Wirtschaftsleben Brasiliens und die Ent­wicklung dieses Landes gibt Auch im Dienste der Aufklärung der Auswanderungslustigen vermag der Film eine wichttge Mission zu erfüllen. Darüber hinaus ist er aber geeignet, einem jedem wertvolle Aufschlüsse über das Sonnenland" zu geben. Heute abend wird der Film in Verbindung mll einem auf« klärenden Vortrag wiederholt

* 3agdüch es. Es find Zweifel dar­über aufgetreten, ob das Verbot des Schrot- und Postenschusses sowie des Schusses mit ge­hacktem Blei auf Rot-, Dam- und Rehwlld un 8 4 der Tier- und Pflanzenschutzoerord- mtng vom 16. Dezember 1929 (Gesetzsamml. S. 189 ff.) auch für den Fangschuß gilt Es wird darauf hingewiesen, daß nach dem Worttaut und der Absicht der Verordnung auch der Fangschuß der Verbotsvorschrift unterliegt daß also auch der Fangschuß nicht mll Schrot Posten oder gehacktem Blei ge­geben werden darf.

* Wiuterfchonzeit für Fische. Vom t November bis 26. Dezember einschließlich, ist. in den Regierungsbezirken Kassel und Wiesbaden in allen Gewässern, in denen die Bachforelle, als Hauptnutzfisch lebt, der Fisch­fang jeder Att verboten. Vom L November bis 3t Mai unterliegt ferner der Krebs einer Schonzeit.

Tagesanretgee.

Montag, den 3. Aovember.

Vergnügungs-Anzeiger.

Hauptbahnhofswittschaft: Ab 14 Ahr: Electtolakouzert

Eapitol, Biegenstraße: Ab 20.15 Uhr: »Wie werde ich reich und glücklich-.

5tim, Philippshaus, AniversitStssttahe: 20.15 Ahr: »Im Sommerland Brasi. fien.

Kamera, Kasernenstr.: 17 und 20.15 Ahr: Die zärtlichen Verwandten-.

Lichtspiele, Bahnhofftt.: Ab 15, 17.30 und 20,15 Ahr: »Schwarzwaldmädel" und Die letzten Tage von St. Francisco-.

Stadtteller: 20.30 Ahr: Künstlerkonzert Cafe-Restaurant Dteinebach, Eisselberger Sttaße: Ab 20.30 Ahr: Konzert.

Versammlungen, Vorträge usw.

Hess. Missionskonferenz: 11 Ahr in der Aula der Aniversität: Vorträge.

Volkshochschule: 20.15 Ahr in der Süd­schule: Rektor Hentze: Pädagogtt Wilhelm Rein, der Lehrer der Lehrer. Konzettvereinschor: Chor mit Orchester. Literarische Gesellschaft: 20.30 Ahr, Ani- versitätsaula: Erster Abend: Hans Gttmm.

Auswärtige Veranstaltungen.

Dettershausen: Bei Eastwitt Meier: KirrneS.

Marbach, Berggarten-Restaurant: Kirmes.

Wetter: Deuts chnattonale Vottspartei, 20 Ahr im BahnhofShotel: Oeffentl. Ver­sammlung.

Dienstag, den 4. Rovember.

Kamera, Kasernenstraße: Ab 17 Ahr: Die zärtlichen Verwandten-.

Lichtspiele, Bahnhofftt.: 15 und 17.30 Ahr: * Schwarzwaldmädel- undDie letzten Tage von St. Francisco-.

(BeftbaftUdje Mitteilung.

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halten ,ist es zu empfehlen, vor dem Weg­packen alle Kleider zu waschen. Schnell und bequem beseitigt man alle Flecke in einet Wäsche mit kalter Persillauge.

5 legen Hatten, Heiserkeit

Der Sommer geht zu Ende, mit ihm verschwinden die hübschen bunten Sommerkleider. Um die Stoffe gut zu er. ;

Letzte Mtirkmismeldlmgen

Frankfurt a. M., 3. Nov. 3m Zu­sammenhang mit dem heutigen Hauptge­treidemarkt ist ein reger Besuch festzustellen. Wie weit sich dieser Verkehr mll den Prei­sen in Einklang bringen läßt, ist noch nicht festzustellen. Die Händler sind abwartend. Die Preise sind durch das große Angebot sehr gedrückt.

r. Frankfurt, 3. Nov. Zu Beginn der neuen Woche ist an der Börse keine Belebung festzustellen. 3m allgemeinen ist die Speku­lation abwartend und zurückhaltend. Die Stimmung war im allgemeinen widerstands­fähig im Zusammenhana mit der festeren Newyorker Börse. Die Kurse find fast völlig: unverändert. Farben 141%.

r. «Berlin, 3. Nov. Der Berliner Pro- ff duttenmarkt ist noch wenig entwickelt und durch das starke Jnlandsangebot ist der Markt zurückhaltend. Am Lieferungsmarkt nennt man Unveränderte Preise. Ver­schiedentlich können aber Abschläge von 1 Mark festgestellt werden.

5055

46-49

46-49

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5055

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64-67 64-6?

63-05

75-79

6974

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40-45

3539

30-34

«ifttU»: Rinder 1440. Odilen 263. Süllen 98. Kühe 562. «atjen 459. Kälber 539- Schafe 164. Schweine 4821.

Marktverlaus: Rinder ruhig, geringer Uebetftanb; Kälber und Schafe ruhig, ge­räumt; Schweine rege, ausverkauft.

Schlachtvlchumrkt Frankfurt a. M.

3. November mittags 12 Ubr.

1. Rinder:

Odilen, oollfleischige ausgemäftete Ztr. Lbg. höchsten Schlachtwerts jüngere Mt. 5659 ältere 50 S?

lonstige oollfleischige jünger« _ Bullen.jüngere, oollfleischige

höchsten Schlachtwerts

sonstige oollfleischige od.ausgemästete fleischige -

gering genährt«

Kühe, jüngere, vollfleischige

höchsten Schlachtwerts .

lonstige oollfleischige od. ausgemästet« fleischig« . -

gering genährt«

Färsen < Kalbinnen, Jungrinder) oollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwert» -

oollfleischige .

fleischige

2. Retter:

beste Mast, und Saugkälber »

mittlere Mast, und Saugkälber

geringe Kälber -

g. Kchese:

Mastlämmer und jüngere

Majthämmel ÜLeidemast

Stallmast mittlere Mastlämmer, älter« Mast- hämmel und gut genährte Schase fleischiges Schafvieh . .

gering genährtes Schafvieh

4. Schweine:

Fettschweine über 300 Pfd. Lebendgewicht vollfleisch.Schweine o. ca.240300 Ps.Lbdg. oollfleisch-Schweine o.c<u200L40Ps^!odg. » vollfleisch.Schweine v.ca.160300Ps.Ubdg. fleischige Schwein« o. ca. 120160 Pf.Uddg. fleischige Schweine unter 120 Psd.Uddg. .

Sauen .