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- Ser Streik »er Melallwbeiler
r«r Verband Berliner Metallindustrieller
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»as yauptsachlich von Row-
Ladendieben, Plünderern und Kom- mumstrschen Provokateuren vollführt sei. Es habe nichts mit der nationalsozialistischen Bewegung zu tun, die jede Gewaltanwendung mit Ausnahme des von Gott gegebenen Rechtes der Selbstverteidigung verwerfe. Die weitere Ent-
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Sommstag, »en 16. SN. 1930
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l»enfe. Deutschland wolle vielmehr den Youugpla« erfüllen.
Fiaaazmiaister Dr. Dietrich verbreitete fich insbesondere über den Young- plan und erklärte mit Nachdruck, daß
St243 65.to fltg.
Marburg a.8a»n
f 3« Ergänzung der Meldung über Be- l fprechungen des Staatssekretärs Tren- I d-'-nburg mit dem preußische« Handels, I Minister Dr. Schreiber berichtet die | „D.A.Z." von Bestrebungen im Ruhrkoh- lenbergba«, die Entscheidungen in der Frage des Berliner Metallarbeiterkon- flikts mit einer Ermäßigung der Ruhrkohlenpreise in Verbindung rl« bringen. Mit dem Reichswirtschafts- «inister seien über den Zeitpunkt und das Ausmaß einer Preissenkung n o ch k e i n e ^Verhandlungen geführt worden, wohl aber werde inerhalb des Kreises aller Bergbantreibenden die Preisfrage gegenwärtig erörtert.
Z« Bergbaukreisen verstärke fich die «uffassung, daß das Lohn- und Eehalts- Niveau im Wanken «nd daß die Regie- I entschlossen sei, diesem Eesundungs- Mrozeß nicht von der lohnpolitischen Seite in die Arme zu falle». Eine Bor- kleistung des Bergbaues mit den Preise« lwürde eine außerordentliche Bertrauens- stnndgebnng für eine konsequente Regie- I rungspolitik bedeuten. Mit der Kohlen- preisfeakung würde wohl eine weitere kisenpreissenkung ermöglicht werden, wie auch eine Verbilligung der I Transportkosten für die Eisenbahn. Ferner scheine auch die Metall- I industrie bereit, aus der Kohlenpreis- I Iknkung weitere preispolitische Konse- Vlenze» z« ziehen.
SaS Urteil »er 6»nelljuto
Aus der Urteilsbegründung.
Berlin, 15. Oft. In der Urteilsbegründung im Schöffenschnellgerichts- Prozeß führte der Vorsitzende aus. daß die Angeklagten an einer Versammlung teilgenommen hätten, aus deren Kreisen heraus Gewalttätigkeiten begangen worden seien. Daß die Angeklagten selbst Ge- walttättgkeiten begangen hätten, hätten die Verhandlungen nicht ergeben. Aber es müsse immer wieder gesagt werden, daß die Täter mit einer derarttgen Handlungsweise nicht das geringste erreichten. Wenn derartige Sachen angezettelt würden, dann wäre es Aufgabe jedes anständigen Staatsbürgers, sich davon fern zu halten und deshalb sei das Gericht auch über die zulässige Mindeststrafe hinausgegangen
Der A»z«igenpr«i- beträgt für »en 11 qespalt. Zeilenmillimeter 0.08 GM., sog. kleine Anzeigen nnd Familieaanzeige« bei Barzahlung 0.07 GM„ amtliche und auswärtige Anzeige« 0.10 GM. Bei schwierigem Sah sowie bei Platz» Vorschrift 50»s, Aufschlag. — Gammelan,eigen 100 Aufschlag. Reklam.-Mklllm. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt aw Barrabatt.
Ziel 5 Tage. 0fferte«.Seb»hr 25 Pfg. Belege Serben berechnet, «rfüllmg-ort Marburg.
Die sächfische Regierung für baldige Revi- fion des Youngplanes.
Berlin, 18. Oft. «ei Beratung eines deutschnationalen Antrags auf Revifion der Tributverträge erklärte, einer Meldung des Lokal-Anzeigers zufolge, Ministerpräsident Schieck im Sächfische« Landtag, die Regierung wäre gern bereit, fich nachdrücklichst bei der Reichsregierung dafür einzusetzen, daß fie, um des Lebens- interefies des deutschen Bolles willen, sobald wie möglich zur Nachprüfung dessen, was ung im Haag auferlegt worden ist, die notwendigen Schritte unternimmt.
Weber Revifion noch Moratorium!
ertlnrungen KuIhtrS un» Dietrichs
?^wehr die Berbindlichkeitserllärung des Schiedsspruchs beantragen.
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Die ^Sberhesfifche Zeitung- erscheint sechsmal wöchenUich. «e- zugspremmonatlich 2LVEM.aus- schließt. ZustellungSgedtzhr, durch die Post 2.45 «M. Mir etwa durch Streik Maschinendefekt »der elementare Ereignisse «wtavende Rümmer« wird kein Srso» geleistet. Verlag Dr. §. $>tt«*»tfc Druck der U«ld>-D«chdruckerei Job. Ang. Rod», Markt 21/23. Fernsprecher: Rr. 54. tu Rr. 55 Postscheckkonto: Amt Frankfurt eu M. Rr. 5015. — Sprechzeit der Redaktion von 10—11 «nd »fel-1 Uhr.
«er winkl ein SeWft!
Amerika unterstützt die brasilianische Regierung.
Washington, 15. Okt. Staats- kEkretär Stimson hat bekanntgegeben, daß die Regierung der Bereinigten Staaten die brasilianische Bundesregierung voll und ganz unterstützen und amerikanischen Fabrikanten gestatten werde, Munition' an die Bundesregierung, aber nicht an die Aufständischen zu verkaufen.
„Wir verwerfen", so fuhr Hitler wörtlich fort, „alle politischen Tribute und werde« sie «jemals bezahle«. Versailles. Dawes- uad Y-ungpla« find lediglich ungedeckte Schecks und Deutschland kann niemals die Deckung aufbringe«.
Wir werden niemals etwas unterzeichnen was wir nicht halten können. Aber wir
ist möglich, daß die Vertrauensleute des Verbandes die Verbindlichkeitserklärung durch den Reichsarbeitsminister Beantragen. Die weitere Entwicklung liegt dann beim Reichsarbeitsminister. Wenn die Ver- bindlichkeitserklärung erfolgen sollte, fo würde die Lohnkürzung am 3. November wirksam werden. Don diesem Datum ab würden die Gewerkschaften rechtlich außerstande sein, den Streik finanziell oder moralisch zu unterstützen, da die Derbind- lichkeitserklärung eines Schiedsspruchs gesetzlich die Friedenspflicht in sich schließt.
Werden die Kohlen billiger?
Man erörtert »en SreWmi im Mmmentang mit &>6n- un» ßeMltefenhinoen
b°6 die französische und polnische Regie.
rang mit ihrer Hilfe in Deutschland die I Theorie von der Alleinschuld Deutschlands I am Weltkrieg fördern wollten, weiter daß
eine Politik gegen die Reichswehr getrieben und daß dafür Propaganda gemacht werden sollte, daß der Versailler Vertrag I erhalten bleibe und Deutschland auf die । Rückgabe des polnischen Korridors verzichte. | . Tr. Hiller schloß seine Ausführungen u. a. damit, daß er erklärte, daß die Deutsche Frie- densgesellschaft sich durch die Zuwendungen, die ihr von Frankreich, Polen und der Tschechoslowakei zugeflossen seien, von diesen Regierungen abhängig gemacht und sich da- durch verpflichtet habe, die antipazifistische Richtung Frankreichs niemals zu kritisieren.
Programmatische Erklärungen Hitlers.
In eine dem Berliner Vertreter des »3 nternational New Service" gewährten Unterredung äußerte sich Adolf Httler zu dem am Tage der Reichstags- eroffnung erfolgten Zerschlagen der * sterschetben, das —
I ex* weisen der Berliner Metall- I ^ustr teilen rechnet man nach der I Men Entwicklung der Stteiflage da- ?,daß im Laufe des Tages so ziemlich Milche Betriebe stillgelegt werden. Cs
Fusion des Bayerischen Bauernbundes mit dem Landvolk.
Berlin. 15. Ott. Die Abgeordneten des Bayerischen Bauernbundes im Reichs- ! . haben sich der Frattion Deutsches
Landvolk (Christlich-nationale Bauern- “r!It-ßran^00IfPartei) angeschlossen. Damit ist diese Fraktion, der schon vorher die drei Abgeordneten des Württembergischen Bauern- und Weingärtnerbundes beigetreten sind, nunmehr mit 27 Abgeordne- ten, die drittstärkste Fraktion der bürgerlichen Parteien im Reichstag.
Die Nattonalsozialisten haben im Reichstag einen Antrag eingebracht, der eine Kürzung der Eesamtbezüge des Reichspräsidenten, der Reichsminifter und
Dmten der Reichstagsabgeordneten um 50 Prozent verlangt. In den hohen Beamtengruppen soll eine stufenweise durchgefuhrte Verminderung der Bezüge sa 1L?r.°Sent und ein völliger Weg- ^ll der Ministerzulagen ftattfinden. Die wehalter der unteren und mittleren Be- amten find grundsätzlich unangetastet zu
.Höchstpensionen sollen 12 000 Mark nicht übersteigen.
I !ind bereit, als Ehrenmänner vor die I Welt hinzutreten und mit ihr auf geficher- I ter Grundlage zu verkehren. Wir et» | kennen die privaten Schulden I ~n uuö die in Deutschland investierten I Kapitalien. Es besteht für sie von unse- I rer Seite keine Gefahr, llnsbre ganze Be- I wegung zielt auf eine deutsche Monroe- dottrin, sie fordert Deutschland für die Deutschen, wie Amerika Amerika für die Amerikaner fordert. Wir sind bereit, auf freundschaftlicher Basis mit allen zu verhandeln, die die Gerechtigkeit dieser For-
I derungen anerkennen. Wenn der Welt j das nicht paßt und sie uns zwingt, weiter zu zahlen, so wird sie sich mit dem Gedanken eines bolschewistischen Deutschland ab- ftnden müssen. Dann werden nicht nur ote politischen Tribute verloren sein, sondern ebenso die privaten Schulden."
Sie gibt der Gegensette das Recht, Re- greßansprüche zu stellen. Dis zum 3. November ist die Lage anders, da der alte Tarifvertrag am 5. Oktober abgelaufen ist. In der Berliner Metallinduftrie herrscht also gegenwärttg ein tarifloser Zustand. In Kreisen der Industriellen wird angesichts der Rechtslage .die Stellungnahme des „Vorwärts" stark beobachtet, wonach die Derbindlichkettserflärung des neuen Schiedsspruches keine Lösung, sondern nur eme Verschärfung des Kampfes bedeuten wurde.
Wicklung im Reich hänge von der Regierungsbildung ab. Die parlamentarische Lage erzwinge rasch zur Bildung zweier großer Rechts- und Linksblocks. Die Mittelparteien würden bald die eine oder die die andere Seite zu wählen haben. Die Welt werde zu entscheiden haben, ob fie
. "afionalsozialistisches oder bolschewistisches Deutschland haben wolle
MmMsrt» ffit »MW Mfiiten
ÄS"? ßen die „Rote Fahne", die die Pazifisten beschuldigt hatte, 50 000 Franken Be- aechu n g sg e l d e r erhalten zu haben, machte am Mtttwoch Dr. Siller , ein frühes AuMen Friedensgesell. Ichast, unter Erd die Aufsehen erregende Aus- läge, daß
di« Deutsche Friedensgesellschast und die Liga für Menschenrechte vom Ausland Gelder erhalten hätten.
. ®r ^ämre unter seinem Eid bekunden, daß ewe Abteilung der Deutschen Friedensge- sellschaft ausländische Gelder erhalten habe denen man den starken Verdacht haben Eik'mÄ \ Negrerungsgelder seien.
bestehe aus Mitgliedern der Deutschen Friedensgesellschast und aus Mit- gliedern der Liga für Menschenrechte. Auf eise sei ihr f r a n z ö s i. sches, tschechisches und polnisches Regierungsgeld zugeflossen. Der Vorsitzende W1 Menschenrechte, Schwann,
em Susfreunt» oon Professor Förster und erhalte von btejem aus Frantteich Zuwendungen. Schwann sei übrigens Mitarbeiter der Zeitschrift „Das andere Deutsch- l°nd" und unterschreibe seine Astikel mit dem Pseudonym Hans Tiefbauer.
Auf die Frage des Vorsitzenden, welche «^""bvsrschen, tschechischen und polnischen Gelder haben sollten, erflärte Dr. Silier,
lUbcrhesUche Zeitung
Anzeiger für (bas frühere kurhessische) Oberhessen
Anzeiger der amtlichen Bekanntmachung«« siir Stadt und Kreis Marburg.
für Annahme des Schiedsspruchs.
Der Verband Berliner Metallindn- ftn-ll-^ der gestern nachmittag zu einer -------------- «... OttB
«sprechnng der Lage znsammentrat, hat Deutschland weder an eine Revifion des
Jeu tn Lohnstreik der Berliner Metallin- Yuongplanes noch an ein Moratorium
Mrte gefällten Schiedsspruch, der eine *" ' Herabsetzung der Mindesttariflöhne von M Prozent für die Arbetter über 18 Sauren und eine Lohnkürzung von sechs Prozent für die jugendlichen Arbeiter un- *r 18 Jahre« und die Arbeiterinnen vor- l»h, angenommen. Der Verband wird
Der Berliner Berichterstatter der „V o i. l o n t ä" veröffentlicht am heutigen Tage eine Unterredung mit dem Reichsbankpräsidenten Dr. Luther und dem Reichsfinanzminister Dietrich. Ueber das Mnanzprogramm Brünings befragt erklärte der Reichsbankpräsident. daß dieses Programm einzig und allein dazu be- stlmmt sei, Deutschland von den Finanz- schwierigkeiten, in denen es sich augenblicklich befindet, zu befreien Für Deutsch- land sei eine Anleihe unumgäng- 11^ 3)05 neue Programm sehe außer- dem schon jetzt die Tilgung dieser neuen Anleihe zusammen mit den alten vor Auf alle Fälle würden die von Dr Vrü- mng vorgeschlagenen Maßnahmen dem deutschen Kredit eine sichere und solide Grundlage geben. Dr. Luther fügte diesen Erklärungen hinzu, daß das Finanz- programm Brünings die Achtung der ausländischen Verpflichtungen zur Basis habe.
JBor dem Zndustriegebäude in der 2in= J^er Straße sammelten fich gestern nach- «ttag nach einer Mitteilung der Polizei «en 250 Personell an, die bei Arbeits- Hlug die Arbeitswilligen zu belästigen «rfuchten. Da der wiederholten Auffor- der Polizei, auseinanderzugehen, Mt (yolge geleistet wurde, mußten die *«mten unter Anwendung des Eummi- TUrppels die angesammelte Menge aus- Mndertteiben. Des weiteren wurden in
Quitzowstraße vier Arbeiter der All- feinen Transportgesellschaft, die mit
Verladen von Motoren beschäftigt f«n. von Streikenden belästigt, wobei Mr von ihnen am Kopfe verletzt wurde, streikenden Arbeiter hatten irrtümlich genommen, daß es fich bei den vier Ariern um solche einer bestreikten Firma