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Mr jDbetfeeffitoe S<fhing" er- «eint sechsmal wöchentlich. De- zvgsptelrwonatlict 2.2C<S9R.au<- schiteßl. 3uflellunp#getitt, durch jie To ft 2.45 GM. Für etwa durch Htreit Maichmendefekl »der eie» yentare Lreipnipe eiKtnCente Aummern wird lebt 6rfct pe» Irtstet. Derlap Dr. §. HWeroth. Druck der Unib.-Buchdruckeret Zoh. Aup» Koch. Markt 21/23. Fernsprecher: Rr. 54. tu Sir. 55 Postscheckkonto: Amt Frankfurt

9K. Rr. 5015. Svrechzeit Redaktion von 1011 und

»1,11 Uhr.

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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

St. 237 65. W(|.

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Ser Anzeigenpreis beträgt für den 11 gespalt. Zeilenmillimeter &08 GM , sog. kleine Anzeigen nnd Familienanzeigen bei Barzahlung 0.07 GM amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierige« Satz sowie bei Platz» Vorschrift 50°,, Aufschlag. Sammelanzeigen 100 0|0 Auf» schlag. Reklam.-Millim. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt.

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Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Dreißig neue Emzelvefetze

Mi den Entwarfen wirt noch sembeilet - Nie MI der ArbeMosen ist auf über 3 RiMenen gestiegen

Vortrag des Reichskanzlers beim Reichs­präsidenten.

Berlin. 8. Okt. Reichspräsident von Hindenburg empfing heute den Reichs­kanzler Dr. Brüning zum Vortrag.

Zur Durchführung des Wirtschafts- und Finanzplanes der Reichsregierung ist die Ausarbeitung und parlamentarische Ver­abschiedung von 30 Gesetze« er­forderlich. Mit der Ausarbeitung dieser tzesetze, die, bevor sie dem Reichsrat und dem Reichstag zugehen, noch das Kabi- «tt passieren müssen» ist man gegenwär­tig beschäftigt. An erster Stelle steht das Gesetz über den Reichshaushalt für das Rechnungsjahr 1931, das u. a. die Er­mächtigung zur Aufnahme des lleberbrückungskredits enthalten wird.

Heber 3 Millionen Arbeitslose.

Berlin, 8. Okt. Nach dem Bericht der Reichsanstalt für die Zeit vom 16. bis 30. September, hat sich der Rückgang in der Belastung der Arbeitslosenversiche­rung etwas verstärkt, während im Sep­tember des Vorjahres ein ständiges An­steigen stattfand. Da einer Abnahme der Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Versicherung um über 10 000 eine Zunahme der Zahl der Krisenunterstützten um knapp 14 000 gegenllbersteht, ist die Belastung beider Ünterstützungseinrichtun- gen mit einer Gesamtzahl von rund 1966 000 Ende September nur um wenig höher als Mitte des Monats.

A« verfügbaren Arbeitsuchenden waren bei den Arbeitsämtern am 30. September rund 3 088 000 gemeldet.

Die Zahl der Arbeitslosen, die nach Ab­zug der noch in Stellung oder in Not­standsarbeit befindlichen' Arbeitsuchenden auf rund 3 030 000 einzusetzen ist, hat ge­genüber dem letzten Bericht um rund 47 000 zugenommen; wie immer sind in der Zahl sowohl die normale Fluktuation des Marktes wie ein gewisser Bestandteil an Erwerbsbeschränkte« eingeschlossen.

Ser ReiMerbanb der Muftrle zum Sanierungsprogramm

Das Präsidium des Reichsverbandes der Deutschen Industrie hat sich in einer außerordentlichen Präsidialsitzung mit dem Wirtschafts- und Finanzplan der Reichsregierung beschäftigt und dazu fol­gende Stellung eingenommen:.

Der Wirtschafts- und Finanzpla« der Reichsregierung ist als ein erster Schritt z« würdigen, die öffentlichen Finanzen Deutschlands in, Ordnung zu bringen und die deutsche Wirtschaftspolitik den Verhältnisse« anzu­passen, die durch die Veränderungen auf dem Weltmarkt, durch die hohen Repara­tionsverpflichtungen Deutschlands und die verfehlten Maßnahme« der Vergangen­heit entstanden sind. Der Plan ist geeig­net, das öffentliche Vertrauen wieder her- sustellen, wenn er tatkräftig durchgeführt wird, und wenn alle Volksteile in dem Wunsche einig sind, unter Vermeidung von Experimenten den völligen Wirt­schaftszusammenbruch abzuwehren.

Es ist nicht Aufgabe des Augenblicks, zu den Einzelheiten des Planes Stellung zu nehmen und auf die an manchen Stel­len vorhandenen Lücken und Unstimmig­keiten hinzuweisen, weil die Gesetzent­würfe erst abgewartet werden müssen. Der Grundgedanke der Propaganda ist richtig,

wenn er davon ausgeht, daß in erster Linie unter äußerster Sparsamkeit und unter Eindämmerung der wirtschafts­schädlichen Steuern eine einheitliche und zielsichere Gestaltung der öffentlichen Finanzpolitik und eine

vollständige Ordnung der öffentliche« Finanzen, insbeondere auch der Finanzen der Länder und Gemeinden, geschaffen werden muß. Das kann nur erreicht werden, wenn die öffentlichen Ausgaben denjenigen Einnahmen ange­paßt werden, die unter Berücksichtigung der Veränderungen in den Preisverhält­nissen auf dem Weltmarkt von Wirtschaft und Bevölkerung aufgebracht werden

können, ohne daß die Grundlagen ihres Daseins und eines Wiederaufbaues zer­stört werden.

Die Wiedereinführung der Arbeits­lose« in den Arbeitsprozeß ist nur. möglich, wenn die Höhe der öffent­lichen Ausgaben und aller Bestand­teile der Produktionskosten nicht mehr hemmend im Wege steht.

Nur so kann auch der Preisabbau der Verbrauchsgüter und Produktionsmittel verwirklicht werden. Neben der Ein­schränkung der Personalausgaben der öf­fentlichen Versorgung ist dabei eine der Lage des jeweiligen Wirtschaftszweiges

Ale Revolution in Brasilien

Rach bet Einnahme PernanibmoS

Buenos Aires, 8. Ott, In dem Communiqnch das die brasi.mischen Re- bellensührer, wie bereits berichtet, über die Eroberung Perna mbucos ausgaben, heißt es weiter: An der Spitze vo« 8000 Mann eroberte General Tavora die Stadt Pernambuco. unterstützt von der tapferen Bevölkerung von Parahyba. Eine Abteilung bestehend aus hundert Automobilen und Lastwagen verließ Pa­rahyba mit dem Leite, der Polizei. Der Kampf selbst war sehr heftig und währte 24 Stunde« «nd endete mit dem Siege der Rebellen. Die Bevölkerung durchzieht singend und jubelnd die Stra­ßen.

Dr. Carlos Lima Cavalcanti hat die Regierung in Pernambuco übernom­men. Die ZeitungenJournal" und das AmtsorganProvincia" sowie die Fabri­ken und Wohnhäuser der Familie« der Deputierten Pessoa und Queiroz, des Be­sitzers desJournals", wurden niederge­brannt.

Der. bisherige Präsident des Staates Pernambuco Estacio Coimbra, floh auf dem DampferJtanage" nach Norden.

angepaßte Herabsetzung der Löhne und Bezüge aller in der Privatwirtschaft Tä­tigen wichtigste Voraussetzung.

Wenn es gelingt, auf diesem Wege die Produktionskosten zu vermindern und den Preisabbau zu sichern, dann bedeuten bie Herabsetzung von Lohn und Gehalt keine Verminderung der Kaufkraft und keine Beeinträchtigung der Lebenshaltung? Vielmehr bewirkt die dadurch ermöglichte Wiedereingliederung der Arbeitslosen in das Erwerbsleben eine Erhöhung der Ge­samtkaufkraft und der des Einzelnen.

In keinem Programm für die Gesun­dung der innerdeutschen Verhältnisse darf die Verwaltungs- und Derfassungsreform fehlen. Sie ist von entscheidender Bedeu­tung und darf nicht aufgehoben werden.

Die Förderung der nationalen Wirt­schaft bedingt nicht nur die Pflege des in­neren Marktes, sondern auch die

Fortführung der Haudelspolittk auf der bisherigen Linie.

Die Ordnung der öffentlichen Finanzen' und die Beseitigung der Schwächepunkte der deutschen Volkswirtschaft ist auch die Voraussetzung für eine vernünftige Repa­rationspolitik mit dem Ziele, die deutschen.

Infolge der eiligen Flucht des Prastden- den des Staates Rio Grande Norte fiel die Stadt Natal ohne einen einzigen Schuß in die Hände der Aufständischen.

Die Gegenoffensive der brasilianischen Regierung.

Newyork, 8. Okt. Wie Associated Preß aus Rio de Janeiro meldet, hat die brasilianische Regierung Kriegsschiffe mit Truppenverstärkungen nach Pernam­buco entsandt. Desgleichen sind nach Florianopolis Verstärkungen abgegangen. Ein genauer strategischer Plan zur ener­gischen Bekämpfung der Rebellen im Staate Rio Grande do Sul ist ausgear­beitet worden. Die Massierung starker Truppenteile in Santa Catharina deutet darauf hin, daß die Regierung beabsich­tigt, ihre Aktion zunächst auf den äußer­sten Süden zu konzentrieren. Inzwischen werden die Fliegerangriffe auf Minas Eeraes for^efetzt. Nach einer weiteren Meldung aus Sao Paolo haben die Vun- bestruppen auch die Stadt Palmyra in Nimas Geraes erobert, und rücken auf Barbacena vor, das sie bald ebenfalls zu entsetzen hoffen. Die Zahl der bei den Kämpfen um die Stadt Per­nambuco Gefallenen soll sich auf 150 be­laufen.

Verpflichtungen auf ein erträgliches Maß zurückzuführen.

Setlto SchulbriiW

Berlin, 8. Okt. In einer Sitzung des Finanz- und Steuerdeputation des Berliner Magistrats wurde vom Stadtkämmerer über den Haushalt für das Jahr 1930 berichtet. Danach würde trotz der weitgehenden Aus­gabeneinschränkung ein Fehlbetrag von 60 Millionen SR.Ä vorhanden sein, der durch die Einführung neuer Steuern um 20 Millionen ermäßigt werden könnte. Die Ursache dieser furchtbaren Finanzlage der Stadt Berlin liegt in den erhöhten Wohlfahrtslasten und der Verringerung der Steuereingänge begründet.

Starks Zunahme der Arbeitslosigkeit i« England.

London, 8. Okt. Die Zahl der Ar­beitslosen in England betrug am 29. Sep­tember 2161689. Sie hat damit die höchste Zahl seit 1921 erreicht. Die Zu­nahme gegenüber der Vorwoche betrug 52 031 und gegenüber der gleichen Woche des Vorjahres 979 827 Personen

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Wie Wir erfahren, ist der Rücktritt des litauischen Außenministers Zaunius auf Meinungsverschiedenhei­ten über die Stellungnahme der litauischen Delegation bei den Genfer Verhandlungen über die Memelfrage zurückzuführen.

In Kownv hat das Bekanntwerden der in Genf getroffenen Vereinbarung zwischen Dr. Curtius und Zaunius in Sachen der Behebung der memelländischen Beschwer-. den von vornherein starken Protest her­vorgerufen. Sv hieß es denn auch, daß die Studenten eine Protestdemonstration bei der Rückkehr des Ministers aus Genf beabsichtigen. Minister Zaunius hat des­halb von Wirballen aus die Rückfahrt nach Kownv im Kraftwagen gemacht. Gleich nach feiner Ankunft in Kownv ist unter dem Vorsitz des Staatspräsidenten ein Ministerrat zusammengetreten, zu dem sich mit dem Ministerpräsidenten alle Mit­glieder des Kabinetts einfanden. Gegen­stand der Erörterung War die Memelfrage. Es fand ein sehr lebhafter Gedankenaus­tausch statt, der mit der RücktrittserklSrung des Ministers des Aeuheren Zaunius vor­läufig endete. Wie Weiter verlautet, soll auch der litauische Gesande in Berlin, Sidzikauskas, der der stellvertretende Vorsitzende der litauischen Delegatton in Genf war, nach Kownv berufen werden, und. Wie man hört, nicht mehr auf seinen Posten zurückkehren. Als Kandidaten für die Nachfrage von Zaunius Werden zu­nächst genannt der litauische Gesandte in Paris, Klimas, und der litauische Ge­sandte in Washington, Dalutis. In den Kommentaren der Blätter, die sich mit den Genfer Verhandlungen und Verein­barungen beschäftigen, Wird Deutschland heftig angegriffen mit der Behauptung, es habe die lttauischen Zugeständnisse in Sache« der memelländischen Beschwerde erzwungen.

Mit der Eroberung von Pernam­buco scheint der Auf st and in Bra­silien sich nun seinem Höhepunkt zu nähern. Die letzten Nachrichten lassen zweifellos erkennen, daß die Revolutto- näre außerordentliche Fortschritte machen. Allerdings Wird die große Entscheidung nicht im Norden, sondern in südlicheren Staaten fallen. Wo die Hauptkämpfe be- vvrstehen, die recht bitter zu werden ver­sprechen. Der Grund der brasilianischen Revolutton liegt in dem Streit um die Präsidentschaft. Nach der bisherigen Ge­pflogenheit stellten die Staaten Sao Paolo und Minas Geraes abwechselnd den Prä­sidenten. Von diesem ungeschriebenen Ge­setz ist bei'der Kandidatenaufftellung für die letzte Wahl im Frühjahr d. I. abge­wichen Worden. Obwohl der jetzige Präsi­dent Dr. Pereira Repräsentant und früherer Staatspräsident von Sao Paolo War, wurde von dieser Sette Wieder ein Kandidat nominiert, nämlich der bisherige Staatspräsident von Sao Paolo, Julio P r e st e s. Der Staat Minas Geraes hatte unter heftigem Protest auf die Auf­stellung eines eigenen Kandidaten ver­zichtet, so daß als Gegenkandidat Pe- tulioVargas übrig blieb, der Staats­präsident von Rio Grande do Sul ist. Wie zu erwarten war, unterlag er. Julio Prestes wurde gewählt. Er mühte im No­vember sein Amt antreten. Schon wäh­rend des mit außerordentlicher Erbitte­rung geführten Wahlkampfes hatte die Partei von Minas Gerares angekündigt, daß es zu einer Revolutton kommen werde, wenn Prestes gewählt werde.

Nachdem die Erregung des Wahlkamp­fes vorbei War, schienen ernsthafte Folgen auszubleiben. In dieser Zett haben die Unterlegenen aber offenbar unter der Hand die Revolutton vorbereitet, die sich nun gegen den noch amtierenden Präsidenten Dr. Pereira richtet. Ihm wird der Vor­wurf gemacht, die von Minas Geraes als ungerecht empfundene Entwicklung unter­stützt zu haben. Dabei Wurde auch be­hauptet. daß der Wahlvorgang nicht reell

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