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zusammen. Die Beratungen gehen auch am Sonnabend noch weiter, verlautet, hofft man, sie im Lanfe morgigen Tages zu Ende führen zu nen, sodaß die Veröffentlichung des

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Berlin, 28. Sept. Das Reichs­kabinett hat heute abend von sechs bis acht Uhr getagt und tritt nach einer Pause um neun Uhr zu einer Nachtsitzung

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weisweserr seien entgegen den dringenden Vor­stellungen der Städte geschaffen worden. Bei einer kommenden

Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberheffen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburgs

ÄbechMsche Zeitung

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pro» unftj den- len; Dio» stör, 11.

Oer Anzetgenprei« beträgt für seit 11 qesvali. Zeilenmillimcter 0.08 GM., sog. kleine Anzeigen und Familienanzeigen bei Barzahlung 0.07 392t, amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bet Platz» Vorschrift 50°(, Aufschlag. Sammelanzeiqen 100 "l, Auf­schlag. Reklam.-Millim. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt Ziel 5 Tage.

vierten-Gebühr 25 Vfg

Belege werden berechnet. Erfüllungsort Marburg.

gewirkt.

Rach zweistündiger Aussprache nahm der Deutsche Städtetag

eine Entschließung

des Vorstandes zu dem Referat von Dr.

Luppe an, in der es u. a. heißt:

Die geltenden Bestimmungen über die Ar­beitslosenversicherung und das Arbeitsnach-

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Job. Aug. Koch, Markt 21/23 Fernsprecher: Nr. 54. u. Nr. 65. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Nr. 6015. Sprechzeit et Redaktion von 1011 und 1,11 Uhr.

DieDaily Mail" bringt eine Un­terredung mit Adolf Hitler, der u.a. folgendes erklärte: Eine starke Partei in Deutschland zu haben, die ein Bollwerk gegen' den Bolschewismus bilde, liege nicht nur im Interesse Englands, sondern in dem aller Stationen. Die Engländer könnten möglicherweise einmal ©dytoierig« feiten haben und die Zeit könnte kommen, wo die deutsche Freundschaft für England nicht wertlos wäre. Der Hauptpunkt, der vielfach ganz übersehen werde, sei der, daß neues Leben und neue Energie in Deutschland pulsierten.

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Sonnabend, den 27. Sept ISA

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Bor BerMntMung des Resmungsprogramms

Eine Miniarde SeMirag im Reichst,ansbatt

Neugestaltung der Arbeits­losenversicherung müßte die Einheitlichkeit der

Der Rücktritt Schobers wird in der gesamten Presse unterBetonung seiner Verdienste um den Wiederaufbau Oester­reichs besprochen, wobei die Blatter mit Ausnahme der Christlich-sozialen und des Reuen Wiener Journals ihremBedauern über das Ausscheiden des Bundeskanzlers Ausdruck geben und die Frage aufwerfen, ob es notwendig gewesen sei, daß es dazu kam.

In derReichspost" erklärt ihr Her­ausgeber, Dr. Funder, die jetzige Re­gierungskrise sei nicht ausgebrochen, weil die Lösung der Perfonalfrage auf Wi­derstände gestoßen sei, sondern weil der Führer des Kampfes gegen die Korrup- tionserscheinunaen, Vizekanzler V a r «

gierungsprogramms im Laufe des Spät­nachmittags oder abends zu erwarten fein dürfte. Bis dahin wird über Inhalt und Ergebnis der Beratungen weiter streng­stens Stillschweigen bewahrt.

Man erwartet in unterrichteten Kreisen, das anläßlich der Bekanntgabe des Sanie­rungsprogramms der Reichsregierung auch genaue Mitteilungen über den zu erwar­tenden Fehlbetrag im Reichshaushalt gemacht werden. Die Ziffern, die zur Zeit in den Kreisen, die der Reichsregierung nahestehen, genannt werden, belaufen sich auf etwa eine Milliarde Mark. Damit wird die Meldung, die noch vor einigen Tagen offiziös bestritten wurde, bestätigt. Im einzelnen schätzt man den Fehlbetrag bei der Arbeitslosenversiche­rung, wie bereits gemeldet, auf rund 400 Millionen Mark, während die Minderein­nahmen aus Steuern, Zöllen usw. infolge der Wirtschaftskrise auf 400 bis 500 Millionen Mark beziffert werden. Hinzu treten dann noch zumindest weitere 100 Millionen Mark als Mehraufwendung für die Krisenfürsorge. Insgesamt glaubt man, daß ein zu deckender Betrag für den Reichshaushalt in Höhe von 600 bis 700 Millionen Mark verblei­ben wird, wenn die Erhöhung der Ar­beitslosenversicherungsbeiträge um 2 v. H. die erhofften Mehrerträge in vollem Um­fange bringt. Da die Reichsregierung ein weiteres Anziehen der Steuerschraube für wirtschaftlich, wie politisch unmöglich hält, bleibe somit kaum etwas anderes übrig, als den Fehlbetrag in feiner gesamten Höhe von voraussichtlich 600700" Millio­nen R°K durch einen kurzfristigen Kredit abzudecken, soweit nicht kaffen­technische Mittel zur Verfügung stehen. Falls ein derartiger Ueberbrückungskredit, der natürlich über das Ende des laufenden Haushaltsjahres ausgenommen werden müßte, sich als unvermeidlich erweist, dürfte die Reichsregierung die lex Schacht, die den laufenden Etat um 450 Millionen

Appell der EtMe an dir Rrichsrrgierung

Ser Seuliche 6täMtlng in Resten - öeforlige Msmaßnahmen unttläW

Verwaltung in der örtlichen Instanz soweit als möglich wieder hergestellt werden. Das Ausmaß der Lasten, das im Verlauf dieses Jahres erwachsen ist. sei für die Gemeinden völlig untragbar geworden. Die durch die Notverordnung vom 26. Juli 1930 den Ge­meinden neu erschlossenen (Einnahme« Quellen seien im Hinblick auf diese Ent­wickelung umso mehr völlig unzurei­chend, als die Wirtschaftskrise sich in den letzten Wochen erneut außerordentlich ver- «und die sonstigen Einnahmen hinter Voranschlägen stark Zurückbleiben. Die Hauptversammlung des Deutschen Städte­tages weise deshalb die zuständigen Stellen darauf hin, daß sofortige und ausreichende Abhilfsmaßnahmen unerläßlich sind, wenn nicht die deutschen Städte einer auch für das Reich und die Eesamtwittschast untrag­baren Finanzkatastrophe entgegengehen sollen.

i DieTime s" bringen einen Leitartikel, der offenbar als Antw ort an R o - thermere gedacht ist. Der Ättikel be­handelt Hiller nicht unfreundlich. Unter Anerkennung der Stellung Hitlers als Führer einer Sechs-Millionen-Part:i wendet sich der Arllkel gerade deshalb gegen die Art, in der Hitler sich über seine außenpolittschen Ziele äußert, auf die man natürlich hören müsse. Die Stel­lungnahme zu den übrigen Bemerkungen Hitlers könne man dem deutschen Volke überlassen. Die reihende Entwick­lung der Nativnalsozialisti- schen Partei erlaube die Schlußfolge­rung, daß sie sich ihrer Verantwortung doll bewußt sei. Hitlers Worte würden daher im Augenblick auch noch nicht ganz ernst genommen. Sie seien jedoch viel­leicht geeignet, im Auslande eine gewisse Verwirrung hervorzurufen. Angesichts des Einflusses Hindenburgs auf das Heer fei die Stabilität Deutschlands gesichert.

liche Beitragserhöhung werde weitere Reichs­hilfe nicht entbehrlich machen. Die jetzige Dreiteilung (Arbeitslosen-, Krisen- und Wohl­fahrtsunterstützung) müsse einer Zweiteilung Platz machen. Grundsätzlich , müsse der Reichsfinanzausgleich die Gemeinden instand setzen, diese Lasten zu tragen. Man werde daher einen objektiven Maßstab für die Zu­schüsse des Reiches suchen müssen., Die Zer­reißung von Versicherung, Arbeitsnachweis und Fürsorge habe sich aufs bitterste gerächt und für beide Teile finanziell ungünstig aus-

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In einer Unterredung des früheren Bundeskanzlers Seipel, der augenblick­lich in Oslo Weill, äußerte sich dieser einem Vertreter desAftonblades" ge­genüber über den Ausfall der deutschen Wahlen. Er sagte, daß er persönlich nicht überrascht sei über den Ausfall der deut­schen Wahlen. Er sei viel in Deutschland gewesen und habe besonders unter jungen Menschen geweilt. Unter den jungen Ka­tholiken gebe es große Massen, die An­hänger der Nattonalsozialisten seien. Er kenne Hitler nicht, sei aber davon über­zeugt, daß viele von den jungen Leuten für ihn gestimmt haben; größtenteils ideell veranlagte Menschen, die durchaus nicht gegen den jetzigen deutschen Staat an sich sind, aber die nicht anders ihrem Miß­vergnügen mit der Polittk Ausdruck ge­ben konnten. Es sei undemokratisch, zu sagen, daß man nicht mit einer Partei zusammenarbeiten wolle, die durch die Wahlen gewonnen hat. Ebensowenig glaube er, daß eine Partei, die über 100 Mandate gewonnen hat, wei­ter als eine anttparlamentarische Partei bezeichnet werden kann. Es solle deshalb für andere Parteien möglich sein, mit ihrzusammenzugehen, damit auch die Rattonalsozialisten das Mögliche vom Unmöglichen unterscheiden lernen. Er empfinde es als ein gutes Zeichen, daß seitens der Nationalsozia- ilisten gesagt worden ist, daß sie keinen Einfluß auf die Außenpolitik ausüben wollen, sondern nur auf die Innen­politik.

belastet, auch im neuen Haushaltsjahr weiter durchführen müffen.

Die Ziele der Wirtschaftspartei.

Berlin, 26. Sept. Die neue Reichs­tagsfraktion der Wirtschaftspartei hielt heute ihre erste Sitzung ab, in der die po­litische Lage erörtert wurde. Im An­schluß daran trat der Reichsausschuß der Wirtschaftspartei zu einer Sitzung zusam­men. Die Auffassung der Reichstagsfrak­tion, sich an einer Regierung, auf die die Sozialdemokratie direkten oder indirekten Einfluß nimmt, we­der aktiv noch duldend zu betei­ligen, fanddieZu st immungdes Reichsausfchuffes. Das Verbleiben der Wirtschaftspartei in der bestehenden ober ihre Mitwirkung an einer neuzubil­denden Regierung wird die Partei aus­schließlich davon abhängig machen, ob bte im Interesse der Wiedergesundung von Wirtschaft und Volk zu stellenden Forde­rungen berücksichtigt werden. Von aus­schlaggebender Bedeutung für die endgül­tige Entscheidung der ' Wirtschaftspartei wird die Tatsache fein, ob sich aus dem Eesamtprogramm der Regierung der uner­schütterliche Wille ergebe, daß mit der so­zialistischen Wirtschafts-, Finanz- und Kul­turpolitik ein Ende gemacht wird. Zn den der Regierung zu überreichenden Forde­rungen wird auch eine Aenderung der Außenpolitik mit dem Ziel der Revi­sion des Poung-Planes und des Versailler Vertrages verlangt werden.

Abschiedsbesuch des russischen Botschafters beim Reichspräsidenten.

Berlin, 26. Sept. Der russische Bot­schafter Krestinski hat heute vormittag dem Reichspräsidenten von Hindenburg sei­nen Abschiedsbesuch abgestaüet. 3m Anschluß an den Empfang gab Reichspräsident von Hindenburg zu Ehren des scheidenden Bot­schafters ein Frühstück.

Blättermeldungen zufolge, ist zum Nach­folger des Botschafters Krestinski, der bis­herige stellvertretende Volkskommiffar für Handel, Ehintchuk, von der Sowjetregie- rung in Aussicht genommen.

Vaugoin mit der Bildung des Kabinetts betreut.

Wien, 26. Sept. Der Bundespräsiö- dent hat heute nachmittag den Vize­kanzler Karl Vaugoin nach einer längeren Aussprache mit der Neubildung des Kabinetts betraut und ihn aufgefor­dert. umgehend die hierzu nötigen Ver­handlungen aufzunehmen.

Dresden, 26. Sept. Die Haupt- versa mmlung des D eu t sch en St äd te- tages wurde heute vom Präsidenten Dr. Mulert eröffnet, der die zahlreichen Ehren­gäste begrüßte. In seiner Ansprache25 Jahre Deutscher Städtetag" führte Präsi­dent Dr. Mulert sodann u. a. aus: Aus den 144 Mitgliedsstädten und sieben Städte­bünden des Gründungsjahres 1905 mit einer Einwohnerzahl von 16,2 Millionen sind bis zur Gegenwart 279 unmittelbare Mitglieder mit 26,5 Millionen Einwohnern geworden, zu denen noch 913 mittelbare Mitglieder mit 5,4 Millionen hinzukommen. Der Deutsche Städtetag erfaßt demnach 32 Millionen Menschen.

Aufgabe des Deutschen Städtetages ist es, darauf hinzuwirken, daß bei der kom­menden Reichsreform die jetzigen Män­gel im Reichsaufbau, auch soweit sie die Gemeinden in der untersten Instanz be­treffen, besettigt werden und daß damit den Gemeinden neben dem Reich und den Länder« eine staatsrechtliche Stellung eingeräumt wird, die sie voll zur Er­füllung ihrer öffentlichen Aufgaben fähig macht.

Die stärkste Einschränkung der Selbstverwal­tung liegt nach wie vor auf dem Gebiete der Finanzen. Die Gemeinden müssen wieder die Fähigkeit erhalten, Einnahmen und Ausga­ben m eigener Verantwottlichkeit in ein rich­tiges Verhältnis miteinander zu bringen.

Die Grüße und Wünsche der preußischen Staatsregierung überbrachte der preußische

Minister des Innern Prof. Dr. Waentig, der in seiner Rede u. a. ausführte: Das preußische Ministerium des Innern hat in langer Tradition stets die Auffassung vertre- ten, daß die vornehmste Aufgabe der Kom­munal aufsicht nicht der staatliche Ein­griff bei Versagen der Selbstverwaltung, sondern die verständnisvolle Betreuung der Interessen der Selbstverwaltungskörper sei. Wenn es galt, kommunale Interessen zu ver­fechten, ist ihre Organisation imstande, den staatlichen Stellen schnelle und zuverlässige Auskunft darüber zu geben, welches die Auf­fassung der Gesamtheit der deutschen Städte ist. Und diese Ergänzung der Arbeit ist für uns von immer steigendem Wert gewesen.

Nach den Begrüßungsansprachen ergriff Oherbürgermeister Dr. Luppe- Nürnberg das Wort zu einem Vortrag über das Thema Arbeitslosenversicherung und Gemeindehaushalt". Dr. Luppe wies einleitend auf die rapide und unaufhörliche Zunahme der Wohlfahrtserwerbslosen in den letzten Monaten hin, die die Haushaltspläne aller Gemeinden über den Haufen geworfen habe und sich zur Finanzkatastrophe auszu­wachsen drohe.

Bis Ende des Jahres würden die Mehr­ausgaben des Wohlfahrtsamtes minde­stens 850 Millionen Reichsmark betragen. Die für die Wohlfahrtserwerbslosen in den Etats vorgesehenen Beträge seien jetzt bereits verausgabt. Die erste Forderung sei, daß den Gemeinden sofort finanzielle Hilfe durch Entlastung von den Wohlfahrts- erwerbslosen zuteil werde. Heute steht schon fest, daß die Reichsoorschüsse für die Arbeitslosenversicherung Mitte Oktober völlig erschöpft sein werden. Auch die unvermeid-

Als sofortige Abhilfsmaßnahmen bis zu einer endgültigen Regelung befürwortet ine Ent­schließung dann dringend die unbefristete Ausdehnung der Krisenfürsorge auf alle Berufe gemäß § 111 A. P. A V. E. und die Uebernahme des Gememdefunftels bei der Krisenfürsorge auf das Reich. Nur unter der Voraussetzung, daß die geforderte finanzielle Entlastung in vollem Umfange ge­währt wird, seien die Gemeinden in der Sage, hn Falle der Neuregelung der Bedürftigkeits­prüfung in der Krisenfürsorge und bet einem Ausbau der Arbeitslosenversicherung ihre Em- richtungen und Erfahrungen zur Verfügung zu stellen. Auch die Lage der Arbeits­losenversicherung zwinge zu neuen Maßnahmen. Es sei erneut darauf hmzu- weisen, daß zwischen Versicherung. Krtsen- fürsorge und gemeindlicher Wohlfahrtspflege ein unlösbarer Zusammenhang be­stehe, und daß Einschränkungen der Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung keine Erspar­nisse am Gesamtaufwand, sondern nur eme Lastenverschiebung bedeuten.