Einzelbild herunterladen
 

Seite 4

DberBeflW Zeitung. Marburg e. L. Donnerstag, den 18. September 1930

At. 219

Marburger Etabtzeitung

MW des A.V.A.L. nach Marburg

Grotzfeuer in Cappel

Eine Scheune mit Nebengebäuden niedergebrannt

r

M'W

Kein Altweibersommer in diesem Mr?

Der September, sonst der zuverlässigste Mo­nat des Sabres, zeigt diesmal einen ganz anormalen Witterungsverlauf. Die zur Zeit bestehende Wetterlage, die den bei England erscheinenden Tiefdruckwirbeln ein Vorbei­ziehen dicht nördlich von Deutschland gestattet, läßt befürchten, daß der in andern Jahren regelmäßig im September eintretende und etwa ein bis zwei Wochen anhaltende Alt­weibersommer diesmal eine sehr starke Ver- Erung erleidet und im günstigsten Falle estens erst zum Monatsende erwartet wer­den kann. Vorläufig kann jedoch mit der Fort­dauer der unbeständigen und zeitweise auch stärker regnerischen Witterung gerechnet wer­den, .in die höchstens gelegentlich und ganz vorübergehend Besserungen einziehen werden.

Wie die Frauen wühlen

Wiesbaden haben bei der Reichstagswahl in den einzelnen Stimm­bezirken Männer und Frauen getrennt abgestimmt, sodaß sich diesmal der Anteil der Frau an den Wahlen ziffer­mäßig feststellen ließ. Es hat sich dabei gezeigt, daß die Frauen ein ganz erheb­liches Jnteresie an den Wahlen nehmen und ihre gewichtige Stimme ebenso ge- wisienhaft abgeben wie die Männer, was zum Teil noch über den ziffermäßigen rleberschutz der Frauen über die Männer Ausdruck findet. Ungefähr gleich war das Verhältnis der Männer zu den Frauen bei den Sozialdemokraten und den Na­tionalsozialisten. Nicht unerheblich nie­driger war der Anteil der Frauen bei den Kommunisten. Bei fast allen übrigen Par­teien war er höher, zum Teil kogar erheb­lich höher als die Wahlziffer der Männer. Beim Zentrum war er doppelt so hoch und beim Christlich-Sozialen Volksdienft sogar dreimal so hoch als die Männerstimmen.

Anläßlich der 25jährigen Wiederkehr der Gründung des Gaues Illb, Hessen und Hessen- Nassau-Nord, des Allgemeinen Deutschen Auto­mobilclubs, veranstaltet derselbe, wie schon kurz gemeldet, eine Jubelfeier am 27. und 28. September 1920. Am 27. 9. abends findet ein Festkommers im Kurhotel am Ortenberg und am 28. 9. eine Zielfahrt nach Marburg, Ziel Hotel Ritter, mit anschließender Eeschicklich- keitsprüfung auf dem Kämpfrasen statt. Be- fitnn der Veranstaltung 14 Uhr, während bet« elften sorgt ein Platzkonzert für fröhliche Stimmung.

Der aus kleinsten Anfängen hervorgegan- aene Gau jHIb besitzt heute weit über 1000 Mitglieder, die in 15 Clubs eingeteilt sind. 2m Laufe dieser Jahre hat der Gau eine Reihe größerer Veranstaltungen (u. a. Bergrennen) hauptsächlich in Marburgs Mauern, der Eründungsstadt" durchgeführt. Mancher her­vorragende Automobilsportmann wie Kappler Caraciola, Momberger u. a. beteiligten sich hier und halfen dazu, daß das Marburger Bergrennen in der Sportwelt als erstklassig bewertet wurde.

In den 25 Jahren wurde der Gau von nur zwei verschiedenen Vorsitzenden geleitet, die es verstanden, denselben zu dem heutigen hohen Aufschwung zu bringen. Neben den an« Geführten sportlichen dürfen die wirtschast- ichen Aufgaben des Gaues nicht unerwähnt bleiben. So wurde z. B. stets auf die Ver­besserung der Straßen hingewirkt. Die Orts­und Wegemarkierung dürfte mit ein Verdienst des Gaues sein. Ferner wurde in den Gren­zen des Gaues ein umfangreicher Hilfsdienst eingerichtet, der manchem auf der Straße fest- liegenden Auto- und Motorradfahrer aus der Not half. Noch viele andere Annehmlichkeiten und Einrichtungen hat der Gau für seine Mit­glieder geschaffen, es würde jedoch zu weit führen, diese vielen segensreichen Einrichtun­gen hier noch zu erwähnen.

3n der langen Zeit, besonders durch den Weltkrieg hat der Gau viele Mitglieder durch den Tod verloren und soll der Dahin­gegangenen oft waren es die Besten in Dankbarkeit hier gedacht werden.

Möge durch gutes Wetter das Jubiläum recht viele nach Marburg ziehen und viele Freunde und Gönner von Marburg und der Umgebung der Veranstaltung beiwohnen.

Cappel, 18. Sept. Heute nacht ge­gen 1.30 Uhr gellte das Feuerhorn durch die Straßen unseres Ortes und schreckte die Einwohnerschaft aus dem Schlafe.

Auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weif« war im Anwesen des Landwirts Adam Carl« Feuer ausgebrochen, das mit riesi­ger Schnelligkeit um sich griff und Solzauf- bewahrungsschuppen, Scheune und Dichstall erfaßte.

Trotz der Regens schlugen die Flammen hoch zum Himmel empor und beleuchteten weithin die Gegend. Sie fanden ja auch in den dort lagernden großen Holzvorräten und der völlig eingebrachten Ernte reiche Nahrung. Im letzten Augenblick gelang es noch, sämt­liches Vieh zu retten.

Die Ortsfeuerwehr war alsbald an der Brandstätte und nahm mit der überraschend schnell eintreffenden Marburger Motorspritze den Kampf mit den Elementen auf.

Um 1.58 Ilhr wurde die Motorspritze alar­miert und traf bereits 2.10 Uhr auf der Brandstelle in Cappel ein. Beim Eintreffen der Feuerwehr aus Marburg arbeitete die Cappeler Feuerwehr bereits mit 2 Strahl­rohrleitungen. Die Motorspritze wurde aus dem in der Nähe der Brandstelle befindlichen Feuerteich gespeist und arbeitete vorzüglich

mit gleichfalls 2 Stahlrohrleitungen. Die Wasseroerhältnisse in Cappel müssen als ganz vorzüglich bezeichnet werden, desgleichen der Angriff des Feuers seitens des Orts­brandmeisters C l a r. Wie in anderen länd­lichen Ortschaften, so war auch das Schlauch­material tn Cappel nicht ausreichend. Die Disziplin der Feuerwehren war ausgezeichnet. * An den brennenden Gebäuden war nichts mehr zu retten, man mußte vielmehr mit aller Macht den Schutz der schwer gefähr­deten umliegenden Gebäude aufnehmen. Der Dachstuhl des Carleschen Wohnhauses hatte bereits Feuer gefangen und wurde leicht beschädigt. Emer zwischen der brennenden Carleschen Scheune und der Scheune des angrenzenden Brunnetschen Ge­höftes aufgeführten Brandmauer war es wohl zu verdanken, daß das Feuer nicht auch auf diese Übergriff. Die Marburger Motorspritze arbeitete in Gemeinschaft mit der Ortsfeuer­wehr sehr gut, so daß gegen 3 Uhr die Ge­fahr eines weiteren Umsichgreifens des Feuers beseitigt war.

Scheune, Vieh- und Holzstall sind bis auf die Grundmauern niedergebrannt und sämt­liche Erntevorräte vernichtet.

Wie man hört, sind die abgebrannten Gebäude versichert.

Der Lau-esauöschuß tagte

Am 14. Oktober tritt der Kommunal- landtag zusammen.

Der Landesausschuß des Bezirksver­bandes für den Regierungsbezirk Kassel war Dienstag und Mittwoch zu einer Sitzung zusammengetreten ,die sich aus- schließlrch mit laufenden Angelegenheiten der Verwaltung beschäftigte. Soweit über die Finanzlage des Bezirksverbandes ge­sprochen wurde, konnte die Verwaltung mitteilen, daß alle Aufgaben im Rahmen des Voranschlags durchgeführt werden können. Die Finanzlage sei nicht schlechter als bei anderen Verwaltungen. Am ersten Tage nahm der Ausschuß eine Besichtigung der Heilstätte Lindenberg vor.

*

Am 14. Oktober tritt der Kommunal­landtag zu einer auf drei Tage berech­neten Tagung zusammen, der sich am 17. eine kurze Sitzung des Provinzialland­tages anschließt. Auf der Tagesordnung beider Sitzungen steht an erster Stelle die lTeuwahl des Landeshauptmanns, für die bekanntlich allein Landrat von Pappen­heim kandidiert. Die Frage der Wieder­besetzung der vakanten Landesratsstelle wird erst mit dem Zusammentritt des Kommunallandtages zwischen den Par­teien erörtert werden.

* Polizeiliches. Vermißt wird seit dem 1. Äug. d. I. der Invalide Franz Albert Wilhelm Richter, geb. 25. Juli 1881 zu Viersen (Rhld.), etwa 1,65 Meter groß, Haare dunkelblond, grau ge­mischt, Stirnglatze, kurz geschnittener dun­kelblonder Schnurrbart, blaue Augen, wul­stige Lippen, breites Gesicht, vorstehende Backenknochen, rechter Arm vom Schulter­gelenk ab amputiert. Kleidung: hellgraue Sportmütze, dunkelgrauen weihgestreiften Anzug, weißleinene Anterhose, blau- und weißgestreiftes Hemd, graue Socken, schwarze Schnürschuhe. R. treibt sich seit mehreren Jahren als Gelegenheitsarbeiter auf der Landstraße umher. Er war im städt. Wohlfahrtshaus untergebracht, von wo er sich entfernt hat. Am Nachricht er­sucht die hiesige Kriminalpolizei.

* Verbesserte Geschäftsräume^ Unter den modern eingerichteten Geschäftsräu­men bei Nahrungsmittelbranche stellt wohl bet eben fertig gestellte bet bekannten Firma Martin Schmibtmann hier, Kafernen- straße 11, einen bet interessantesten bar. In geschmackvollen schlichten Formen gehalten, ist derselbe mit allen modernen Einrichtungen, baiunter eine elektrische Kühlanlage, ausge­stattet. Den erweiteren Räumen schließen sich auch bie einzelnen Abteilungen an. Eine Be­sichtigung bet Anlagen allein ist schon loh- nenb. Die gesunde Tiadition bet Firma, alles für bie Kundschaft" wird auch in den erweiteren Räumen zum Erfolg fübren.

* Der Hauptverein des Evange­lischen Bundes für Kurhessen und Wal­beck hält am 5. unb 6. Oktober d. I. in Kas­se l seine Jahreshauptversammlung, bie aus Anlaß seines 40jährigen Bestehens ihr beson- beres Gepräge erhalten soll.

* Ein Zusammenstoß zwischen Auto und Straßenbahn ereignete sich heute früh gegen 6.30 Uhr an der Ecke Frankfurter Straße- Eisielberger Straße. Das aus Richtung Frankfurter Straße in die Eisielberger Straße kom­mende Auto nahm den Bogen etwas zu groß und prallte gegen einen daherkom­menden Straßenbahnwagen, wobei es er­heblich beschädigt wurde. Auch der Stra­ßenbahnwagen erhielt Beschädigungen. Verletzt wurde niemand.

Die scharfe Straßen kurve am unterenRotenberg. hat in den letz­ten Tagen eine Abrundung erfahren, um den gesteigerten Derkehrsbedürfnissen ge­recht zu werden. Besonders schwierig ge­staltet sich dort der Verkehr zur Festspiel­zeit, wo sämtliche Autos ihren Weg nach dem Schloßparktheater über Shbelstraße, Lutherstraße nehmen. Wenn auch die Schwierigkeiten der Kurve noch nicht ganz behoben sind, so dürfte doch die jetzige Ge­staltung mehr ließ sich aus finanziellen Gründen nicht machen eine Ver­besserung bedeuten.

Die Herbstferien. Für alle höheren, mittleren und Volksschulen in Kassel, Eschwege, Frankenberg, Fritzlar, Fulda, Gelnhausen, Hanau, Hersfeld, Hof­geismar, Homberg, Marburg, Mel­sungen, Rinteln, Rotenburg a. d. Fulda, Schmalkalden, Corbach, Bad Wildungen und Arolsen (ausgenommen die israeliti­schen Schulen in diesen Städten) sind die Herbstferien wie folgt festgesetzt worden: a) Schluß des Anterrichts Freitag, den 3. Oktober, b) Wiederbeginn des Anterrichts Mittwoch, den 15. Oktober (Dauer 11 Tage). An allen israelitischen Volksschulen beginnen die Herbstferien Donnerstag, den 15. Oktober (Dauer 14 Tage). Der Schluß des Anterrichts hat am letzten Schultage vor den Ferien nach Beendigung der drit­ten Schulstunde stattzufinden.

Filmfchau

Capitol. Mit demT a n g o der Liebe" ticket das Lckpckol einen wckk.il; gu en Unterhaltungsfilm. Gewiß ist ber, Stoff nicht neu, denn arme Musiker, die plötzlich Karriere machen, sind uns keine Unbekannte mehr. Aber es kommt wie bei so vielem auch hier auf das Wie" an unb Walther Rilla unb Lotte Lowing sind zweifellos die geeigne­ten Kräfte, um dieser Handlung einen eigenen Reiz, eine eigene Note zu geben. Man freut sich mit diesen armen Künstlern unb gönnt der hübschen Lotte von Herzen, daß sie sich ihren Kapellmeister von V i v i a n Gibson, bie gefährlich Feuer zu legen versteht, nicht nehmen läßt. Die Musik ist gut und derrote Faden" bet Tango der Liebe. Auch bas Beiprogramm mit einem Lustspiel fand offenen Beifall. fr.

Personalien Jubiläen.

* Personalnachrichten. Gestorben: Reservelokomotivführer Sybow in Marburg. Entlasten ein wegen Hehlerei bestrafter ap. Zugführer. In ben bauernben Ruhestand versetzt: der Reichsbahnobersekr. Bonck in Mar­burg, Oberzugschaffner Dersch in Marburg, Ladeschaffner Kuhm in Neustadt (Kr. Kirch­hain). Versetzt: Bahnhofsvorsteher Kinkel von Rauschenberg nach Marburg.

* Beamten- Personal Nachrich­ten. Hebertragen: den Hilfsfstrn. Krach zu Herolz, OF. Mottgers-Süd, unter Ernen­nung zum Fsti. bie FstrSt. Tann, OF. Hersfeld-West, Metz zu Cappel, OF. Fritzlar, die FstrSt. Warzenbach, OF. Wetter-West, dem üben. Fstr. Körnig zu Halsdorf, OF. Bracht, die FstrSt. Wölkersdorf, dem Fstr. Kuba zu Hemberg, OF. Schönstem, die FstrSt. Merzhausen, OF. Neustadt. Ver­setzt: OReg.- u. Forstrat ©erlaub als Ober­forstmeister an die Reg. zu Gumbinnen, die OLdj. Kosels von Rothemann nach Lehnerz und Vier von Zierenberg nach Gilserberg.

Tagesanzeiger.

Donnerstag, den 18. Sept. Bergniigungsanzekger.

Schloß-Cafe, Marburg: Ab 15V0 Ahr: Anterhaltungskonzert.

Cafe Markees. Rettgasse: Ab 20 Ahr: Konzert.

Cafä Vetter, Rettgasse: 20 Ahr: Konzert.

Stadtkeller: 20 Mr: Künstlerkonzert.

Cafe Spangenberg, Bahnhofstt.: Ab 20 Ahr: Anterhaltungskonzert.

Capitol, Diegenstraße: Ab 20.15 Ahr: Karriere, Tango der Liebe".

Kamera, Kasernenstr.: 17 und 20.15 Ahr: Skandal um Eva".

Versammlungen. Vortrage usw. Bauwirt-Hessenland", Bau- und Witt» schaftsgemeinschaft, Kassel: 20 Ahr im Hess. Hof öffentt. Dorttag.

O. H. G. V.: 20.30 Ahr im Hotel Freid» Hof Monatsversammlung.

---8t----

Ser deutsche MtwiM-ZM tu LeWs

Leipzig, 16. Sept Der deutsche East- wirte-Verband hielt hier seinen 55.' deutschen Eastwirte-Tag ab. Die Einleitung bildete die ordentliche Hauptversammlung, auf der der Präsident des Verbandes, Reichstags­abgeordneter Köster-Berlin den Tätig­keitsbericht für das Geschäftsjahr 1929/30 erstattete. Der gesamte Geschäfts- bericht ist eine laute Klage über den Druck der Steuern und über die schweren Wirkungen des wirtschaftlichen Niederganges. Geklagt wird über das Anwachsen der Nutznießer der öffentlichen Hand, früher 8 v. H. der deut­schen Wirtschaft, heute 20 v. H. Geklagt wird feiner darüber, daß bie sommerli ch e Reisezeit im allgemeinen für bas East- wirtsgewerbe keine Befriedigung ge­bracht habe. Aus dem früheren Pensions- Verkehr sei ein Passanten-Verkehr geworden, der teurere Gestehungskosten verursache. Die dem deutschen Volke aufgezwungene Spitt- samkeit habe auch auf den Verkehr gedruckt. Das Rohvermögen der 165 963 East- unb Schankwirtschaften Deutschlands betrage 2,79 Milliarden Mark. Dieses Vermögen sei mit 556 Millionen Mark Schulden belastet. Die Hotels seien in Deutschland mit etwa 200 Mark je Bett verschuldet. Die Sage der Saalbesitzer sei überhaupt verheerend. Ob- wohl diese Tatsache in allen mafegebenben Kreisen bekannt sei, habe man bas neue Gast­stättengesetz geschaffen. Es weide von den Gastwirten als der erste Schritt auf dem Wege zur Zwangstrockenlegung Deutschlands angesehen. Das Eastwirksgesetz dürfe nicht noch mehr beengt werden. Heute noch be­zögen über 723 000 Angestellte über 1 Milliarde Mark Lohn jährlich aus dem East- wirtsgewerbe. Das Eastwirtsgewerbe, bas einen Jahresumsatz von 5,2 Milliarden Mark habe, verschaffe dem Reich Steuern m Hohe von etwa 2 Milliarden Mark. Der Fremden, verkehr aus dem Ausland sowohl als auch der innere deutsche Fremdenverkehr müsse belebt werden. Allein aus dem Auslande konnten 3 bis 400 Millionen Mark jährlich herein- gezogen werden. Ein Eintrag, eine Ginheits- organisakion aller gastgewerblichen Verbände in Deutschland zu schaffen, fand emfUmmtge Annahme.

Voranzeige«

* Hexenküche unb 3 a u b erwetf statt Bunte Bilder, Plakate unb Anzeigen tünbigen bie Zauberrevue Vandredi an, die am 20., 21. unb 22. September in ben Stabt« sälen gastiert. Nach Berichten auswärtiger Zeitungen hanbelt es sich um ein großzügiges Unternehmen, bas bem Marburger Publikum mit vielen Neuheiten aufwarten wirb.

mit äBirWiSimtoimotn

r. Berlin, 18. Sept. An dem heu­tigen Produktenmarkt bieten die Aus­landsofferten keine Anregung. Jnlands- weizen ist hei dem gegenwärtigen Preis­niveau etwas weniger dringlich angeboten» da man die Erhöhung der Vermahlungs­quote erwartet. Die Preise sind kaum ver­ändert. Roggen ist reichlich offeriert bei 67 Mark niedrigeren Forderungen. Die Käufer sind zurückhaltend. Hafer bei klei­nem Geschäft ziemlich behauptet. Die übrigen Futtermittel still.

x. Frankfurt, 18. Sept. Die Stim­mung ist an der Börse nach der gestrigen Zurückhaltung der Banken heute wieder freundlich. Das Geschäft ist noch klein und die Kurse sind gegen gestern kaum verändert. Farben 149,50, Siemens 191,50.

SchlaKtMmarkt Frankfurt a.«.

18. September mittags 12 Uhr.

i. Kälber:

Veste Mast- und Saugkälber 8083 mittlere Mast- und Saugkälber 7479 geringe Kälber . 6873

3. Schafe:

Mastlämmer und jüngere

Masthämmel Weidemast 4951

Etallmast 42-48 mittlere Mastlämmer, ältere Mast- hämmel und gut genährte Schafe

fleischiges Schasvieh .

gering genährtes Schasvieh

4. Schweine:

Fettschweine über 300 Pfd. Lebendgewicht

vollfleisch.Schweine v. ca.240300 Ps.Lbdg. vollfleisch.Echweine o. c<u200240 PfLddg. vollfleijch.Schweine v. ca-160200 PsLbdg. fleischige Schweine o. ca.120160 Pf.Ldhg. ,

fleischige Schweine unter 120 Psdckkdbg. .

Sauen . . - .

Auftrieb: Rinder 111. Ochsen Lullen Kühe. Färsen. Kälber 1036. Schafe 377. Schweine 562.

Marktverkauf: 3n allen Gattungen rege, ausoerkauft.