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Nr. 202

C»et6elffl»e Zrttuns, Marburg a. L. Freitag, den 29. August 1330

Mit fünfzehn Zahven an die Fvont Ein Kriegsbuch der deutschen Iagertruppe

Mitte September wird im Buch­handel das BuchMit fünfzehn Jahren an die Front" er­scheinen. Es ist das Kriegsbuch - der deutschen Jägertruppe und wird in M ar b u r g, wo vor dem ftriege Jäger in der Garnison standen, auf ganz besonderes Interesse stoßen, gibt es doch, im Gegensatz zu allen bisher erschienen Kriegsbüchern nicht nur Darstellungen der schweren Kämpfe an der Westfront, sondern vor allem eine packende Schilderung des Eebirgskrieges in den Karpathen nnd Alpen, also dem eigentlichen Element der Jägertruppe. Auch die aktiven 11 er Jäger werden in dem Buch wiederholt erwähnt, das ein schlesischer Jäger, Richard Arndt schrieb, um der deutschen Jugend zn zeigen, daß auch in den Wäldern und schneebedeckten Bergen der Karpathen und den Felsenwüsten der Hochalpen Gräber vieler tapferer Deutscher liegen, die mit der Waffe für Deutschlands Ehre und Freiheit kämpften. Mft Genehmigung Les Verlags (Koehler u. Amelang- Leipzig) bringen wir nachstehend eine kleine Schilderung aus dem italienischen Feldzug, an dem be­kanntlich auch unsere Her Jäger teilgenommen haben.

Don Alpengipfeln ins italienische Land.

Der 24. Oktober 1917! Mit goldenen Lettern mühte dieser Tag eigentlich in den Annalen des Krieges und der Siege ver­zeichnet stehen. Der Tag, an dem die ver­bündeten österreichischen und deutschen Trup­pen die ttalienische Armee vor sich her­trieben. i

Die Nacht vom 23. zum 24. Oktber ver­läuft unruhig. Unsere Attillerie unterhält nein lebhaftes Störungsfeuer. Deutlich kann man aus dem Getöse die Abschüsse der öster­reichischen 30,5 cm-Motor-Mörserbatterren heraushören, die hinter dem Santa Maria stehen.

Gegen Morgen verstärkt sich das Artilkerie- feuer zum Trommelfeuer. Ueber 1000 Ge­schütze, die allein in unserem Tolmeier Ab- gjnitt stehen, lassen ihre Stimme erschallen, n unserem Graben stehen mehrere öster­reichische 2 Zentner-Minenwerfer, die jetzt das Tal, die feindlichen Gräben und die Drahtverhaue unter Feuer nehmen. Der Luftdruck ist ungeheuer, wenn das über mannshohe Geschoß das Rohr verläht. Taumelnd fliegen die riesigen Mmen zum Morgenhimmel. Fast sieht es aus, als ob sre an dem Schcitelpuntt der Kurve einen Augenblick stehenbleiben. Plötzlich kippen sie nach vorn über und faulen mit unheim­licher Eeschwinddigieit in das Tal, eine ge­waltige Rauchwolke und Erdfontäne Beim En- schlag emporschleudernd. Der ungeheure Donner der Explosion bricht sich in viel­tausendfachem Echo an den Felswänden.

Ich werfe einen Blick in das Tal. Eine dicke Pulverwolke, mit zuckenden Feuerstrah- len durchsetzt, füllt es aus. Ein Brodeln und Kochen, als ob das Innerste der Erde sich aufgetan hat, um die ganze Welt zu verschlingen. Ein Hexenkessel! Heute möchte ich nicht Italiener sein, denke ich.

6.30 Uhr. Fertigmachen! ertönt das Kom­mando. Ich gebe den Befehl an meine Gruppe werter. Wir laufen in die Kase­matten, um uns das Sturmgepäck zu holen. Stahlhelm auf, Gasmaske umgehangen, die beiden Sandsäcke mit den Stielhandgranaten um den Hals, das Sturmgepäck auf den Rücken!

6.50 Uhr. Noch 10 Minuten, dann geht es los. Ich werfe einen Mick zu dem Gipfel der drohenden Jeza und atme auf. Von der Kuppe ist nichts zu sehen ein Nebelschleier hält sie eingehültt. Wenn nur der Wind den Nebel nicht zu früh zerreiben möchte!

6.55 Uhr. Wir stehen an dem Sturmaus- gangstor, neben dem bereits unser Batail- konskommandeur, Major v. B., wartet, um den Befehl zum Sturm zu geben. Vor mir steht Leutnant Robitscheck, hinter mir mein Sturmtrupp, daran anschließend die der 2. und 3. Kompanie.

6 58 Uhr. Ich werfe einen Blick in die Tiefe. Direkt unter uns sehe ich das Helle Band der Chaussee. Mechanisch tastet meine Hand die Sachen ab, ob auch alles festsitzt.

7 Uhr! Los! ertönt das Kommando. Los! rufe ich meiner Gruppe zu und bin mit einemSprung aus dem Graben, rutsche aber sofort aus, und nun geht es mit unheimlicher Geschwindigkeit die Wand hinunterr. Da sehe ich plötzlich den abgeschosienen Stumpf eines Strauches neben mir. Blitzschnell greise ich danach und halte mich fest. Der Arm knackt in den Gelenken. Ein Gewehr, Hand­granaten und Stahlhelme fliegen, an mir vorüber in das Tal. Um nicht wieder den Halt zu verlieren, steige ich jetzt langsam talabwärts. Endlich lange ich am Fuße des Berges an und bleibe aufatmend stehen, um auf meine Gruppe zu warten. Zwei meiner Leute bleiben mft gebrochenen Seinen hegen. Gemeinsam mit Leutnant Robitscheck stürmen wir jetzt quer durch das Tal, bis uns die un­durchdringliche Wand aus Feuer und Qualm ein Halt gebietet. Ich schiebe eine weihe Leuchkugel ab. Schlagartig legt sich das Feuer um 200 Meter weiter nach vorn.

Hier müssen wohl die ersten Gräben ge­wesen sein. Gräben? Diese sieht man nicht mehr. Trichter liegt neben Trichter, alles ist zertromrnelt. Einzelne zerrissene Stachel- drahtfetzen liegen umher, das ehemalige Drahtverhau anbeuieob. Wieder sind rott

an die Feuerwand heran. Die Splitter surren um uns herum. Ich schiebe eine zweite Leuchtkugel ab. Plötzlich hört das Feuer auf, der Pulverqualm lichtet sich etwas, und nun geht es im Laufschritt weiter. Wir springen über Löcher und Balken ehe­maliger Unterstände. Links von uns, am LFuße der Jeza, liegt ein wüster Trümmer­haufen, das ehemalige Dorf Ciginj. Doch kein Italiener ist zu sehen. Feindliches M.- E.-Feuer aus den Felsennestern der Jeza und Artilleriefeuer der Kavernen-Batterien setzt jetzt ein und beschießt unsere soeben ver­lassene Stellung. Da wir uns jedoch schon im toten Winkel befinden, kann uns das Feuer nichts mehr anhaben.

, So kommen wir Sturmtrupps ohne Ver­luste weiter. An halb zusammengebrochenen Buden und Unterständen geht es vorbei. Ueberall liegen mit Sttoh umflochtene Wein­

flaschen des edlen Einzckno umher. Wir haben die ersten Gräben hinter uns. Da die steilen Wände der Jeza ein Hinaufklettern unmög­lich machen, wenden wir uns nach rechts. Am Fuße der Jeza, liegt ein wüster Trummn- leneingänge, aus denen schreckersbleicye Italiener auf uns zustürzen.. Sie fallen vor uns auf die Knie, reihen, ihre Uhren und Ringe heraus und bieten sie uns nut schreck- erfüllten Blicken an. Wir sollten ihr Leben schonen. Wir Hunnen! Ptm Teufel, was mub die Hetzpropaganda gegen uns -oar« baren gewirkt haben! Doch wir haben tetne Zeit, uns um sie zu kümmern. Auf emem sehr gut gebauten Wege biegen rotr um bie Jeza. Da sehen wir mitten auf dem Wege zehn schwere Minenwerfer abfahrberett stehen, jedoch von der Bedienungsmannschaft ist nichts zu sehen. Immer mehr und mehr Ita­liener kommen uns mit hocherhobenen Armen

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Oben: Der Assistent Piccards, Kivfer, vor der kugelartigen Alluminiumgondel. Unten: Das Innere der Alluminiumgondel. ,

In den nächsten Tagen findet der sensationelle Ballonaufstieg des Brüsseler llniverfitatspro- fessors Piccard und seines Assistenten in Augsburg statt, bei dem Piccard die noch nie erreichte Höbe von 15000 m zu erreichen bofft. Die Insassen befinden sich in einer leichten ailununnim* ^gel von 2,10 m Durchmesser und einer Gewandung von 3 mm Dicke, die unterhalb des Gas­

ballons angebracht ist.

entgegen und laufen auf unsere Stellung ZU.

An der Seite von Leutnant Robitscheck laufe ich weiter auf dem Wege, der nun berg« an führt. Links des Weges liegen m den Berg eingebaute Unterstände. Aus allen Löchern quillt ein blaugrauer Strom von Stenern. Hinter den Unterständen steht am Wege eine große Holzbaracke, aus der bet unserem Erscheinen ein Italiener heraus« stürzt und in wilder Flucht davoniagt. Mehrere hinter ihm hergeiagte Schüsse treffen nicht, denn er springt m demselben Augenblick in die rechts von dem Wege liegende Schlucht.

Leutnant Robitscheck gibt mir den Befehl, mit meinem Sturmtrupp den linken Abhang aufzuklären. In Schützenlinie ausgeschwarmt, klettere ich mit meinem Trupp den Abhang hinauf. Nach ungefähr 100 Meter stehen rotr plötzlich vor einem in dem hohen Gras» fast unsichtbaren Drahtverhau. Erstaunt über den uns vollkommen unbekannten DraM- derbau blicke ich nach oben und sehe dicht hinter ihm die mft Gewehren gespickten Schießscharten eines überdeckten Schützen­grabens. 3n demselben Augenblick schlagt uns aus dem Graben ein wahnsinniges Ee- wehrfeuer entgegen. Wir werfen uns zu Boden und lassen uns den Abhang hinunter rollen. Mehrere Kameraden meines Trupps , sind verwundet und rufen um Hilfe. Pfeifend und prasselnd schlagen die Kugeln neben uns ein. Neben mir schreit Jensch auf und bricht mit einem Bauchschuß schwerverwundet zu­sammen. Auf ihn zuspringend, fasse ich ihn am Bein an und schleife ihn den Abhang hinunter.

Im selben Augenblick, als ich auf dem Wege anlange, erhalten wir ein wahnsinniges Feuer von mehreren M.-E., die auf dem jenseitigen schroffen Abhang eingebaut sind. Ich trage meinen Verwundeten in die Holz­baracke, rtt der schon mehrere Kameraden Schutz gegen die Kugeln suchen. Klatschend schlagen die Kugeln durch die dünnen Holz- wände. Verwundete schreien aufjinb brechen zusammen. In der Baracke wird es nur unheimlich. Ich rernte wieder auf den Weg zurück und werfe mich hinter eine niedrige Steinmauer, die jenen nach der Schlucht zu abgrenzt. Zurück kann keiner, denn der Weg wftd dicht von dem nachdrängenden Ba­taillon ausgefüllt. Neben mir brüllt ein Schweroerwundeter, mft einem Querschläger

durch den Bauch. Zufällig bücke ich mich, um und sehe wenige Zentimeter hinter meinen Hacken die Maschinengewehrgarbe, knallend auf die Steine aufschlagen. , Sie, Kugeln spritzen von den Steinen wieder hoch und schlagen als Querschläger durch die Wand« der Baracke. Die Schreie m.berfelben sind verstummt, anscheinend ist keiner mehr am Leben. Plötzlich neben mir ent Knall! Leut­nant Robitscheck, welcher rechts von mir liegt, ist tödlich getroffen. Herrgott, rote lange soft das Feuer noch anhalten?!

Ich ziehe meine Beine an und.mache mich so klein wie möglich. Ein zweiter Knast! Ich erhalte einen Schlag, der mich $ur Seite wirft. Eine Kugel durchschlug mein, Koch­geschirr und die in demselben sich befindende Eiserne Portion. Die 30 bis 40 Zentimeter hohe Mauer bietet keinen Schutz, weil das Feuer von schräg oben kommt. Als ich einen Blick über die Mauer werfe, kamt ich deutlich das Mündungsfeuer der M.-G. aus einem Felsennest, hoch oben an der lenseittgen

Wand, sehen.

Jetzt wird mir die Sache zu bunt. Rrrrrrattttt jagt das Maschinengewehr seine Schüsse aus dem Lauf. Bis der nächste Pattonenstreften eingeführt wird, entsteht eine kleine Pause. Diese.benutzend, springe ich auf und renne zurück, bis ich m eine xtes« grübe komme, in der auch der Bataillonsstab Deckung gefunden hat.

Wie sieht es vorne aus", fragt mich Major v. B.

Alles zusammengeschossen, .fieuinant Ro­bitscheck ist tot?', antwortete ich W- Em Gefechtsläufer eilt nach vorn und holl die wenigen Ueberlebenben zurück.

Mit der Artillerie haben wir keine Ver­bindung. Die Felsennester $u sturmen ist unmöglich. Also heißt es m Deckung liegen- bleiben, bis die Nachbartruppen rechts und links vorgestoßen sind.

Tas M.-G.-Feuer verstummt , allmählich. Sowie sich aber jemand unvorsichtig sehen läßt, pfeifen die Kugeln wieder den Weg entlang. So vergeht der Nachmittag m un­tätigem Warten. Jetzt können wir auch un­sere Verluste feststellen. Von meinem Trupp sind außer mir nur noch drei Kameraden übriggeblieben. 3m ganzen Haben wir duvch diese Falle 19 Tote und 76 Verwundete verloren.

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QTIc'anber Lernet Holenia, her vor kurzem wegen seines StückesQIt» traftion des Plagiats beschuldigt wurde und reichlich unbekümmert auf diesen Vor­wurf antwortete, soll plötzlich den Kleist- Preis zurückgegeben haben, den er vor 4 Jahren erhielt. Man fragt sich, ob die­ser Schritt als Schuldbekenntnis aufzu-»- fassen ist, da seltsamerweise ein Prozeh gegen Lernet Holenia bisher nicht an­gestrengt wurde.

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Prof. Freud Trager des Frankfurter Eoethepreises. Das Kuratorium für den Eoethepreis der Stadt Frankfurt a. M. hat den Eoethepreis für 1930 an Professor Dr. Sigmund Freud in Wien, den berühmten Nervenarzt und Psychoanalytiker, ver­liehen.

80. Geburtstag der Tochter Karl Gutzkows. Aus Hanau wird uns gemeldet Frau Klara Osius Ww., die älteste Toch­ter Karl Gutzkow, feierte am 28. August rn geistiger und körperlicher Rüstigkett ihren 80. Geburtstag.

Spielschluh des Harzer Bergtheiftrrs. Das Harzer Bergtheater hat seine diesiahrrge Spielzeit beendet. Intendant Erich Pabst, der fähige Leiter dieser Grünen Bühn«, nimmt einen Teil des Ensembles mit nach Osnabrück, dessen Stadttheater er leitet. Rückblickend muß gesagt werden,, daß die Grüne Bühne im Harz auch in diesem Sagre ihren Ruf neu begründet und gefestigt hat. Die Neuinscenierung vonWilhelm TelI,Peer Eynt", und Eoldoms Diener zweier Herren" haben ttotz der vielen Regengüsse immer ein zahlreiches und dankbar das Gebotene hinnehmende Publikum gefunden. Der Beifall verstärkte sich bei der letzten Vorstellung, die Bren- tän o s LustspielPonce de Leon" rtn Spiel­plan sah, zu unerhörter Wucht. Die Harzbe­wohner, denen die Grüne Bühne schon so viel gegeben hat, freuen sich bereits auf den näch­sten Sommer.

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DMs man eine Mumie falten?

Düffeldorf erlebt einen der interessantesten Rechtsfälle der letzten Jahre. Sein Ausgang mag im allgemeinen wenig Bedeutung haben, da er sich sicherlich nicht oft wiederholen wird. Aber er erregt dennoch einiges Aufsehen.

Seit vielen Jahren lebt in Düsseldorf der italienische Rechtsanwalt R. Er hatte, ernte Düsseldorferin kennen gelernt und geheiratet es war eine richtige Liebesheirat und der Italiener blieb wohl auch deshalb in Düssel­dorf, weil sich seine Frau nicht von der Hei­mat trennen mochte. 5m Februar 1928, cllso vor zweieinhalb Jahren, ist die Gattin bes Rechtsanwalts gestorben. Der Mann wurde vor Schmerz fast irrsinnig. Er wollte sich von der Leiche seiner Frau nicht trennen, be­rief Spezialisten in seine in der Königsallee gelegene Wohnung und ließ die Leiche mu­mifizieren. Seither bewahrt er die Mumie in eben dieser Wohnug auf. Sie ist, une mitgeteilt wftd tadellos erhalten.

Die Behörden waren durch diesen Fall zu­nächst so überrascht, daß sie geraume Zeit brauchten, ehe sie sich entschlossen. die uner­läßlicheStellung zu nehmen". Sie beriefen sich auf die in Deutschland geltenden Bestat­tungsvorschriften und forderten den Italiener auf, die Leiche innerhalb einer bestimmten Frist bestatten oder verbrennen zu laffen. Der Italiener war aber nicht nur ein treuer Gatte, sondern auch ein guter Rechtsanwall Er machte Einwand über Einwand. So ver­gingen die Monate.

Jetzt ist der Fall in das akute Stadium getteten. Denn die .Behröed hat sich aufge- rafft und für den vergangenen Dienstag die zwangsweise Beerdigung angeordnet. Dem Italiener eglang es noch, Beim Regierungs­präsidenten eine Gnadenfrist von drei Tagen zu erwirken. Er will nun die Entscheidung des Oberpräfidenten anrufen.

Die rechtliche Stellungnahme des Jtalie- ners ist recht interessant. Er meint, daß sich die Beftattungsvorschriften lediglich auf Lei­chen beziehen. Eine Mumie sei jedoch keine Leiche. Sie sei ein Gegenstand geworden, den der Eigentümer nach Gutdünken behan­deln könne. Die Bestattungsvorschristen wur­den ja auch nicht für präparierte Organe von Menschen und Tieren gelten, die in den ana­tomischen Instituten aufbewahrt werden.,

Da in einer solchen Streitfrage noch keine Entscheidung eines deutschen Gerichts vor- liegt, wird es nicht leicht sein, den Fall des Italieners einem befriedigenden Ende zuzu­führen.