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Saft 27 Tage in der 8uft
NewyorK, 17. Aug. Die Flieger Jackson und O'Brine sind heute, nachdem sie mit ihrem Flugzeug 647 Stunden 28 Minuten, also fast 27 Tage, ununterbrochen in der Luft gewesen sind, auf dem Flugplatz von St. Louis gelandet und von einer begeisterten Menge jubelnd begrüßt worden. Sie haben also die bisherige Welthöchstleistung der Gebrüder Hunter, die 554 Stunden betrug, ganz gewaltig überboten.
Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen
Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg
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SbertMfche Zeitung
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Hohenelbe, 18. Aug. Am Sonntag nachmittag um 2 Uhr ereignete sich bei Spindelmühle ein schweres Antobus- un gluck. Der nach Spindelmllhle verkehrende Postantobus stürzte bei der Talfahrt, etwa 20 Minuten von Spindel- mähle entfernt, indieElve. AchtZn- jassen wurden getötet, eine Person schwer und neun leicht verletzt. An der UnglLcksstelle stellten sich sofort Gendarmerie und eine Militärabteilung aus Hohenelbe zur Hilfeleistung ein. Die Opfer des Unglücks und der Schwerverletzte wurden in das Krankenhaus nach Hohenelbe gebracht, die übrigen in hiesige Pflege entlassen.
Da der Chauffeur des Autobus unter den Toten ist, konnte eine verläßliche Aussage über die Ursache des Unglücks nicht erzielt werden. Das Unglück dürfte dadurch geschehen sein, daß der Autobus einem Automobil oder einem Radfahrer
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Rvstaulsbus in die Elbe geftürst — $ Berfonm getötet
Die MgtmMle im Schoer
Drei SM des Leichtsinns
kg zu versprechen. Don der Staffelung nach Bezirken würden gerade die Teile des Reiches betroffen, die
glückt.
C h a m o n i x, 17. August.
Flugbootes
Swinemünde, 16. Aug.
Montag, den 18. August 1«
deutsche Touristen aus Erfurt sind bei der Besteigung des Mont Blanc von einer Lawine überrascht worden. Der eine, Robert Müller, fand den Tod. Sein Begleiter wurde schwer verletzt ins Krankenhaus Chamonix eingeliefert.
Berlin, 16. August. Bor den Augen Hunderter von Personen spielte sich heute nachmittag auf dem Kurfürstendamm, der belebten Straße des Berliner Westens, eine Schreckensszene ab. Im dritten Stockwerk eines Eckhauses an der Eiesebrecht- straße öffnete sich plötzlich ein Fenster, eine grauhaarige Dame kletterte aus die Brüstung und stürzte sich mit einem Ausschrei in die Tiefe. Mit zerschmetterten Gliedern blieb sie unten tot liegen. Wenige Sekunden später kam ein älterer Herr aus dem Hause herausgestürzt und brach weinend neben der Toten zusammen. Es war der Gatte der Selbstmörderin, der 60- jährige Kaufmann Büschel, desien Frau seit längerer Zeit schwer leidend war und durch ihren unheilbaren Zustand zu der Verzweiflungstat getrieben worden war.
an der verhältnismäßig engen und abschüssigen Straße auswich. Die zur Hilse herbeigeeilte Militärabteilung versuchte, den Autobus zu heben, was aber wegen des hohen Wasserstandes nicht gelang.
Die Opfer stammen zum größten Teil aus der Umgebung. Unter den Toten befindet sich die Gattin des Berliner Arztes Mendelssohn, während Dr. Mendelssohn selbst schwer verletzt ins Krankenhaus nach Hohenelbe gebracht wurde. Bei den meisten Opfern dürfte der Tod durch Ertrinken eingetreten sein, da sie aus dem Autobus, der sich überschlagen hatte, nicht rechtzeitig befreit werden konnten.
Krastwagenunfälle in Frankreich.
Paris, 17. Aug. Nach einer Meldung aus Perpignan stürzte ein Autobus mit dreizehn Personen, die ans Meer fahren wollten, an einer Straßenbiegung um. Drei Personen wurden getötet, neun verletzt. Bei Colmar wurden bei einem Auto- zusammenstoh acht Reisende verletzt, davon drei schwer.
Sie hatten also noch die Kraft weiterzuklettern, und glaubten wohl, noch vor Einbruch der Nacht die Schutzhütte zu erreichen. Doch in der Frühe hörte man Hilferufe der Verunglückten. Es gelang aber infolgedes Unwetters einer Ret- tungsexpedrtioa nicht, sie zu bergen.
Man fand die drei, etwa 30 Meter von der rettenden Hütte entfernt, eng umschlungen erfroren auf.
Einer von ihnen wies schwere Kopfverletzungen auf. Heute morgen brach abermals eine Rettungskolonne auf, die zur Stunde noch nicht zurückgekehrt ist. Auch heute herrscht das denkbar schlechteste Wetter, im Tale gießt es in Strömen, und auf den Bergen wütet der Schneesturm. Man will trotzdem versuchen, die Bergung der Leicken heute noch durchzuführen.
men, sondern die Sätze nach Dej Berufen zu staffeln, scheint ke Aussicht auf Erfolg zu versprech
Die Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung ist, wie wir erfahren, schon jetzt gezwungen, neue Darlehen aufzunehmen, da die Gelder, die ihr von feiten des Reiches zur Verfügung stehen, bereits verbraucht sind. Run sind aber im Reichshaushalt nur 140 Millionen als Darlehen für die Versicherung veran- schlagtz die höchstens bis zum Dezember reichen werden. Dann sind wieder einmal alle Möglichkeiten erschöpftz und gerade zu einem Zeitpunkt, wo die Hauptarbeitslosigkeit erst einsetzt. Die zuständigen Stellen sehen schon heute mit größter Besorgnis diesem Zeitpunkt entgegen, da man damit rechnet, daß die Reichsanstalt vom Dezember ab bis zum Ende des Rechnungsjahres noch rund 300 bis 400 Millionen benötigt, von denen auf Grund der Notverordnung das Reich die Hälfte tragen muß. Diese Hälfte ist aber nach den heutigen Aussichten nicht vorhanden. Die andere Hälfte soll durch Einsparungen oder Beitragserhöhung oder einen Leistungsabbau auf den Ersparnissen der letzten Reform insofern verrechnet zu haben, als die Einsparungen nicht sofort, sondern erst im Laufe von mehreren Monaten fühlbar werden. — Auch die in der Aower- vrdnung vorgesehene Möglichkeit, nicht nur eine einfache Beitragserhöhung vvrzuneh-
Berlin, 16. August. Zu dem furchtbaren Bergunglück in Wilden Kaiser, dem der 26jährige Berliner Kausmann Heinz Klump, der aus Karlsruhe stammende Franz K i e n z und das Mitglied der Wiener Lehrersektion, Dr. Paul Fischt, zum Opfer fielen, werden dem „Berliner Lokalanzeiger" aus Kufstein noch folgende erschütternde Einzelheiten gemeldet: “ Die drei verunglückten Touristen, die am Donnerstagvormittag in der Eruttenhütte angekommen waren, hatten
trotz der Warnung vor dem schlechten Wetter den Aufstieg, der von geübten Bergsteigern nur unternommen wird, wenn zweifelsfrei gutes Wetter in
Aussicht steht, gemacht.
Namentlich der Weg von Elmauer-Halt zum Kopftörlgrat ist außerordentlich schwierig, und gerade an dieser Stelle gerieten die drei Touristen in ein rasendes Schneetreiben hinein, das den ganzen Nachmittag und die ganze Nacht andauerte. Eine Rettungsmannschaft, dis von der Eruttenhütte aus den Bergsteigern zu Hilfe eilen wollte, konnten nicht vorwärts kommen. Als der Sturm sich etwas legte, sah man, wie die drei Mann in den sechsten, und zwar den letzten Turm vor dem Elmauer-Halt-Wipfel einstiegen.
SageSfetegel
Wie berichtet, hatte der Beigeordnete Haas auf das dringende Verlangen der von der Stadtverwaltung empfangenen Mitglieder der „Internattonalen Liga für Frieden und Freiheit" versprochen, die Inschrift der Statue, die im Empfangssaal des Rathauses zu Straßburg seit zehn Jahren steht, zu beseitigen. Es handelt sich um ein Geschenk der Pariser Zeitung „Le Mattn". Eine symbolische Statue des französischen Bildhauers Guillaume verherrlicht den französischen „Sieg" mit folgender Inschrift: „Zur Erinnerung an den Sieg des Rechts über die Gewalt und der Zivilisatton über die Barbarei". Das Versprechen des Beigeordneten Haas hat aber sofort große Entrüstung bei dem Straßburger französischen „Journal d'Al- sace et de Lorraine" und erst recht beim „Mattn" ausgelöst. Die Redaktion des nattonalisttschen Blattes hat sofort den Bürgermeister von Straßburg von seinem Willen in Kenntnis gesetzt, „die Befreiungsstatue in ihrem ganzen Aeußeren respekttcrt zu sehen, so wie sie am 19. Oktober 1919 vom Straßburger Gemeinderat angenommen worden ist." Andere Städte, die diese Statue gleichfalls erhalten hätten, täten desgleichen. Anter diesen beschenkten Städten werden neben Lille, Verdun und Brüssel auch Colmar und Metz genannt. Der „Mattn" droht damit, daß er sein Geschenk zurückfordern werde, wenn seiner Forderung nicht entsprochen werde, und ruft das Urteil der französischen Oeffent- lichkeit darüber an, ob er da nicht in seinem Recht sei.
Während das „Journal d'Alsace" diese Möglichkeit wie überhaupt diesen ganzen Fall als „eine Schande für Straßburg" empfindet für „diese alte demokratische Stadt", meint die autonomisttsche „Elsaß- Lothttnger Zeitung", daß man das Mng schön verpackt dem „Mattn" zurückschicken solle. „Denkmäler des Hasses will Straßburg nicht". Aeber die bombasttsche In- schttft könne man nur lachen, wenn man die Folgen des „Rechtssttedens" von Versailles sehe und insbesondere am elsässischen Schicksal feststelle, wie hohl alle die Reden vom Selbstbestimmungsrecht der Völler waren. Es werde sich im Gemeinderat leicht eine Mehrheit finden, um die Beseittgung dieses „Aeberbleibsels des Kttegsgeistes" zu beschließen.
Pasiagiere und Besatzung der „Tahiti" von einem amerikanischen Dampfer übernommen.
fk. Wellington (Neuseeland), 18. August. Die Passagiers und die Besatzung des sinkenden Dampfers „Tahiti" wurden heute früh von dem amerikanischen Dampfer „Ventura" an Bord genommen. Auch die Poft ist geborgen.
ßehrsflugzeug der Deutschen Lufthansa Dornier-Wal „D. 1648“, das flugplan- mätzig am Samstag 13 Uhr in Stettin eintreffen sollte, mußte auf der Höhe von Mistroy auf hoher See eine Notlandung vornehmen. Es wurde von dem Dampfer „Triton" der Hafenverwaltung Swinemünde gegen 19 Uhr in Swinemünde ein- ichleppt. Wie der Flugßaptän Gundek- finger erklärt, kann die Ursache der Notlandung nur auf einen Kurbel- wellenbruch zurückzuführen fein. Der Kapitän hatte zunächst versucht, mit dem Hinteren Motor den Flug fortzusetzen. Da aber der Motor nach zehn Minuten glühte, war er zur Notlandung gezwungen. Die Passagiere wurden dem Dampfer „Triton" übergeben, während die Besatzung an Bord des Flugbootes blieb.
17 Manen ertrunken
Belgrad, 16. August. Wie erst jetzt bekannt wird, ereignete sich am Freitag auf der Drau in der Nähe des krotischen Dorfes Djurdjewitz ein schweres Unglück mit einer Fähre, wobei 17 Menschen ertrunken sind. Im Dorfe hatte vorher eine große Betprozessiou stattgefunden, an der auch zohlreiche Bauern von den Dörfern am anderen Ufer des Flusses teilnahmen. Diese wollten auf dem Heimwege mit der Fähre über den Fluß setzen. Trotz stürmischen Wetters und hohen Wellenganges hatten sich mindestens 20 Personen auf die kleine Fähre gedrängt, die in der Mitte des Flusses kenterte. Drei Personen konnten gerettet werden, die übrigen verschwanden in den Wellen und ertranken. Die Katastrophe spielte sich vor den Augen der am Flutz- ufei stehenden Dorfbewohner ab. ■
®u etfenWmug fährt in die Wouetmenge
Agram, 16. Aug. Zm Zusammenhang mit dem Eucharistischen Kongreß ereignete sich heute abend hier ein furchtbares Unglück. Um einem aus Anlaß des Kongresses veranstalteten Feuerwerk beizuwohnen, waren etwa 60 000 Personen zusammengeströmt, von denen mehrere tausend auf einem Bahndamm Anfstellung genommen hatten. Plötzlich nahte ein I Eüterzug und fuhr in die Zuschauermenge hinein. Drei Personen wurden auf der Stelle getötet und 15 schwer verletzt. Davon sind drei heute vormittag gestorben, | während die anderen in Lebensgefahr | i schweben.
[f Der Zug fuhr nur mit geringer Gell schwindigkeit. Der Lokomotivführer gab L‘ wiederholt Signale, um die Leute auf die U. nahende Gefahr aufmerksam zu machen.
Die Zauschauer waren aber , von dem Schauspiel zu sehr in Anspruch genommen. Der Lokomotivführer konnte infolge der abschüssigen Strecke den Zug nicht mehr zum Halten bringen. Trotz der geringen Fahrgeschwindigkeit geschah ein furchtbares Unglück. Der Zug fuhr in die Menge hinein. Zahlreiche Menschen wurden erfaßt. Man hörte entsetzliches Schreien und Wehklagen.
Nach dem Feuerwerk kam es auf dem Platz selbst zu einer Panik. Die abströmende Zuschauermenge hatte den Ausgang so verrammelt, daß -in furchtbares "Gedränge entstand. Zahlreiche Personen wurden dabei verletzt.