?»b- Aua. Koch, Markt 21/23
D.er Reichsausschutz der Deutschen | Volkspartei, bestehend aus den WaWreisvor-^ -
l TT* ATI n Art S» _ (Tn . r.t*.. • rt — • . ■ - ; 1 i
Entschließung
fit. 178 65.3o8te.
Marburg a.Lahn
CntWleßung-erAolksvattet
Segm Me NkkMchmg des Sammlungsgedankens
ausgeschlossen, daß die Landvolkpartei hmzutritt. Ihre Spihenorganisation tritt aber erst Mitte nächster Woche zusammen, und deshalb ist eine Entscheidung von dieser Serie nrcht früher zu erwarten.
Die Weiterverfolgung der Zusammenschlutz- bestrebungen entspricht auch der Stimmung, die rn der Sitzung des Reichsausschusses der Deutschen Volkspartei mit absoluter Einmü- ngkert zum Ausdruck kam. Die Führung der Deutschen Volkspartei Iaht sich dabei auch von dem Gesichtspunkt leiten, dah niemand weih, wie lange der nächste Reichstag überhaupt am Leben bleibt, und wie notwendig vom Standpunkt der bürgerlichen Mitte aus eine Sammlungsbasis gerade dann sein würde. Man glaubt, dah sogar schon morgen abend ein positives Ergebnis erreicht werden kann.
Die „Deutsche Zeitung" teilte gestern mit, sie wisse aus bester Quelle, daß die Ortsgruppen des Berliner Reichs-- b a n n e r s von der Gauleitung Berlin-* Brandenburg den Dienstbefehl erhalten' hätten, an der von der Sozialdemokratie schen Partei am 1. August in Berlin ver-* anstalteten Antikriegskundgebung und am sozialdemokratischen Aufmarsch für den Wahlkampf teilzunehmen.
Die „Germania" knüpft an diese Mitteilung folgende Feststellung: „Wir haben uns wiederholt mit dem Reichsbanner und seiner parteipolitischen Einseitigkeit beschäftigen müssen. Wir haben, nachdem die Leitung zur Neutralität mahnte und Schritte zu ihrer' Erhaltung und Durchführung ergriff, zunächst abgewartet, was kommen wird. Zst diese Mitteilung der „Deutschen Zeitung" wahr, dann haben Zentrumsleute int Reichsbanner keinen Platz mehr." Diese Erklärung ist um so bedeutsamer, als jetzt der auherparla-
der Deutschen Volkspartei nach links würde die Erreichung des Zieles der Zusammenfassung aller staatsbejahenden Kräfte für immer vereiteln.
Für die Deutsche Volkspartei bleibt der Wille zu dieser umfassenden Sammlung bestehen.
Der Anzeigend reis beträgt für de« 11 gesixrlt. Zeklenmillimeter 0.08 SM., sog.kleine Anzeigen mrd Familienanzeigen bei Barzahlung 0.07 SM., amtliche und auswärtige Anzeigen 0.10 SM. Bei schwierigem Satz sowie »ei Platzdorschrist 50%, Aufschlag. — Sammelanzeigen 100 %> Anf- schlaz. Aeklam>-Millim. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt.
Ziel 5 Tags.
Slferten-Gebähr: 25 Pfg. Belegs werden berechnet. Erfüllungsort Marburg.
das Kernstück der Einigungsbemühungen, und das ist auch der Grund dafür, dah die Verhandlungen mit der Staatspartei nicht fortgeführt werden, um wenigstens einen gemeinsamen Wahlaufruf zustandezubringen.
Nach der Auffassung der Deutschen Volkspariei würde die Einbeziehung von Zentrum und Bayerischer Volkspartei den ursprünglichen Gedanken vollkommen än- dem und die Möglichkeit des fraktionellen Zusammenschlusses im neuen Reichstag in dm Hintergrund drängen.
Unter diesen Umständm hält man den Zu- sammenschluh auf der durch das Ausscheiden der Staatspartei aus dieser Kombination nunmehr verkleinerten Basis immer noch für das vorteilhafteste. Es gilt auch nicht als ,
Graf Westarp zum Kanzlerbries
. Die Gruppe Westarp gab im Anschluh an eme am Donnerstag abgehaltene Sitzung eine Mitteilung heraus, in der sie sich mit einer Wendung in dem Brief des Reichskanzlers an Dr. Hugenberg beschäftigt, wonach die Durchführu ng der Osthilfe durch die Parteien, deren Zustimmung zu dem sozialdemokratischen, Antrag am 18. Juli die Auflösung des Reichstages herbeiführte, verzögert worden sei.. Die Gruppe Westarp legt Wert
Feststellung, dah die M eh r h ei t der 1928 gewählten deutsch-nationalen Abgeordneten der Auffassung des Reichskanzlers, die inzwischen auch in einem Brief des Relchsminlsters Dr. Schiele an den preuhi-
n —^omgsabgeordneten Dr. Eieseler zum Ausdruck gekommen ist, völlig z u st i m m t.
Braunschweiger Landtagswahl am
14. September.
Braunschweig, 31. Juli. (TA.) Der im November 1927 auf drei Jahre gewählte Braunschweigische Land
tag hielt am Donnerstag seine letzte vltzung ab. Auf der Tagesordnung standen ein volksparteilicher und ein sozialdemokratischer Initiativantrag, den Landtag vorzeitig aufzulösen und die Neuwahl zugleich mit den Reichstagswahlen auf den 14. September festzulegen. , Die beiden Anträge wurden einstimmig angenommen. Der neue Landtag wird auf Grund eines schon früher gefaßten Beschlusses statt der 48 Abgeordneten nur 40 Abgeordnete haben.
Verhaftung des Geschäftsführers der »Humanite«.
fk. Paris, 1. Aug. Außer dem Chefredakteur der „Humanite", dessen Verhaftung gestern gemeldet wurde, ist auch der Geschäftsführer dieses Blattes in seiner Wohnung verhaftet worden.
eist«. Verla« Dr. §. Hitzeroth. Druck der Untb.-Buchdrvckerei
ja. M. Rr. 5015. — Sprechzeit '.er Redaktion bon 10—11 und *(,1—1 Uhr.
! MkWtgtt
Zu der Erklärung bon Koch-Weser über die Haltung der Deutschen Staatspatter in der Frage der Sammlung der bürgerlichen Mitte bemerkt die Nationalliberale Correspondenz, das parteiamtliche Organ der Deutschen Volkspartei: Die Erklärung des Herrn Koch-Weser geht an den entscheidenden Punkten vorbei. Koch-Weser' hat für die Deutsche Staatspartei nicht nur jede fraktionelle Bindung für den kommenden Reichstag, sondern auch die Beteiligung an dem in Aussicht genommenen gemeinsamen Wahlaufruf abgelehnt. Die neue Lage, die er Dadurch geschaffen hat, charakterisiert sich in dem Aebereinkommen der anderen Parteien, nun ohne die Deutsche Staatspartei zu versuchen, das begonnene Werk der Sammlung fortzusetzen. Dah für die Zwecke des hier in Aussicht genommenen Wahlaufrufes, die auch darin bestehen, die Sammlungsbestrebungen zu fördern, das Zentrum überhaupt nicht in Betracht kommen kann, geht ohne weiteres aus der jedem Deutschen bekannten eigenartigen Struktur dieser Partei hervor. Dasselbe gilt von der Bayerischen Volkspartei. Die übrigen Parteien hörten aus den Darlegungen von Koch-Weser immer wieder nur das Nein, mit welchen Worten er es auch zu begründen versuchte.
sitzenden und den Wahlkreisgeschäftsführern der Partei, ist am Donnerstagmittag im Reichstagsgebande vollzählig zusammengetre- J,en;, , Zu -Argmn der Verhandlungen er= ftattete der Parteiführer Dr. Scholz einen Sentft über die politische Lage. Daran (chlotz, sich eine längere Aussprache an, in öer_ einmütig das schwere Bedauern über die Gründung der Den tschen Staatspar- u1KJe* Umgebung der D eut- schen Volkspartei und die Ableh- n4ui,9°tefer Parteineugründung
Ausöru^ kamen. Der Reichsausschuß schloß, seine Beratungen mit folgender einstimmig angenommener
2n Kreisen der DeutscheVolkspar- tei wird das Scheitern der Verhandlungen über die Sammlung der vicParteien der Mitte außerordentlich bebauet Wie wir erfahren, werden die Bestrebum aber fort- seführt werden, freilich
unter Ausschluß der Stapartei.
Die Vertreter der drei Parin haben sich naturgemäß noch freie Hand Gehalten: sie haben aber übereinstimmend verkennen gegeben, daß sie ernstlich auein engeres Z u samm eng eh en zinarb ei- t e n wollen. Dieses Zusamnhehen dürste Uch. wie es zunächst für die er Parteien beabsichtigt war, ebenfalls awen gemeinsamen Wahlaufruf erstrecken, iüber hinaus aber auch auf die fraktionlen Kon- seg uenzen, von denen gen die Rede war. Alle drei Parteien sehererabe hierin
3« der Antwort des Äbgorön. Koch- Weser an die Deutsche Volkspartei, die Staatspartei würde einen gemeinsamen Wahlaufruf zur Unterstützung der Regierung in der Finanzreform nur dann unterzeichnen, wenn, auch die Zentrumspatter und die Bayerische Volkspartei zur Mitunterzeichnung bereit seien, schreibt die „Germania": Diese Antwort der Deutschen Staatspartei möchte also auch uns in diese Angelegenhest verwickeln. Für die Bayerische Volkspartei können wir nicht antworten. Soweit aber das Zentrum in Frage kommt, sind wir der Meinung, daß sich bas Zentrum an einem Wahlaufruf von Parteien nicht beteiligen wird, deren politisch-geistige Grundlage mit der des Zentrums nicht übereinsstmmt. Daß das Zentrum hinter Dr. Brüning und seinen Maßnahmen steht und daß es eine durch-' greifende Finanzreform mit seinem Reichskanzler will und erstrebt, ist klar. Es ist sogar klar, dah das Zentrum seit langer Zeit dafür kämpft und daß andere Parteien diese vernünftige Forderung bisher einfach zunichte gemacht haben. Im übrigen können wir uns nicht verhehlen, daß der Wunsch der Deutschen Staatspartei, das Zentrum zur Mitunterzeichnung aufzufordern, nur taktischen Erwägungen entspricht. Die Deutsche Staatspartei will sich dem Rufe des Herrn Dr. Scholz entziehen und sucht einen Vorwand, um aus der ihr unangenehmen Situation herauszukommen. Dafür scheint ihr das Zentrum gut genug z« sein.
Als Vertreter der Konservativen Volkspartei, der Christl.-Naiional. Bauern-und Landvolkparei und bet Wirschaftspartei traten am Donnerstag nachmittag die Abgeordneten von Lindeiner-Wildau Eereke Koch-Weser, Kempkes und Sachfen'berg zusammen, um sich übet ein Programm zu einigen, das die Zrundzüge zu einer Zünftigen staatsbürKrlichen Arbeitsgemeinschaft zur Behebmg der Staats- und Wirtschaftskrise enthalten sollte. Zu Beginn der Sitzung rourie zu der Anregung des Abgeordneten Dt Scholz, in einem gemeinsamen Wahlaufruf die Bereitwilligkeit zur Uiterstützung der Regierung in der Finmzreform und zur Bildung einer Fraktimsgemeinschaft im neuen Reichstag auszwriicken. vom Abgeordneten Koch-Weser f r
ab:
„Staat und Volk sind in Gefahr! Abwehr der den Staat zerstörenden Kräfte der radikalen Linken und Rechten fordern den Zusammenschluß aller, die bereit sind, Reich und Volk unter der Führung H in- denburgs zu retten. Rur eine wirklich umfassende Sammlung der Parteien unter Zurückstellung aller unzeitgemäßen Unter« l^wde entspricht der Not des Staates und dem Willen des Volkes. Der Reichsausschuß dankt dem Parteiführer Dr. Scholz, daß er in zäher Arbeit unter Ausschöpfung aller gegebenen Möglichkeiten diesen Gedanken m die Tat umzusetzen bemüht war.
Di« Eründmig der Deutschen Staatspartei durch di« Führer der Demokratischen Partei unter bewußter Ausschaltung der anderen Parteien der staatsbürgerlichen Mitte bedeutet eine bedauerliche Verfälschung dieses Sammlungsgedankens. Eine «inseitige Anlehnung
Fernsprecher: Rr. 54. u. Rr. 55. .'Postscheckkonto: Amt Frankfurt
unsere Finanzen, nicht nur die beut« Idje Wirtschaft sind in ihren Fundamenten bedroht. Die Gegensätze in unserem Volke haben sich unter dem Druck einer sich stetig verschlechternden wirtschaftlichen Lage und infolge der Unfähigkeit des letzten Reichstages, der. Schwierigkeiten Herr zu werden, derart verschärft, daß die ernstesten Gefahren für den inneren Frieden Deutschlands herauf- ziehen. Die Notverordnungen der Reichsregierung suchen den brmgenbften Forderungen gerecht zu werden. Die Deutsche Volkspartei will nicht bet diesen provisorischen Lösungen stehen bleiben, sondern verlangt die notwendigen, von der Nation längst geforder- «n ^formen zur Konsolidierung des Reiches und zur Herstellung einer georbneten Fin anz wi r t sch af t, um der deutschen Arbeit die Ruhe und Sicherhett zu gewähren, die allein eine stetige Weiter- entroidJimg und die Wiederaufnahme bet ^ftdertsloien m den Arbeitsprozeß gewähr-
Der Reichsausschuß setzt sich mtt Nachdruck bafur etn,_ daß beim Aufmarsch zur 2MI für die Deutsche Volkspartei die Her- ausstellung verantwortungsfreudiger Persönlichkeiten, auch aus der jungen Generation, maßgebend |em muß.
1^-' Reichsausschuß stellt fest, daß die gesamte Partei die gefährdete Lage des Staa- » r. erkennt und entschlossen ist, in dem bevor- stehenden Wahlkampf in voller Einmütigkest ihre Pflicht zu tun."
di« Deutsch« Staatsprrtei erklärt, daß sie einen gemeinsam« Aufruf unterzeichnen werde, der mgesichts der Gefahre« für Reich «i» Volk die Notwendigkeit einer duchgreifende» Finanzreform betont, wen» auch die Zentrnmspartei und die Bayerische Bolkspartei zur Litunterzeichnung bereit std.
Entscheidungen über Fraktionsgemeinschaften tonnen von der Deutschen Staatspartei nist heute, sondern erst nach den Wahlen in Ansehung der Zusammensetzung des idichstages getroffen werden. Das sei ussomehr der Fall, als auch am Mittwoch hon unsere Forderung, festzulegen, daß
auf keinen Fall ein usammengehen mit den Rattonalsoziasten in Frage kommen düse.
abgelehnt wurde. Die deutsche Staatspartei hat bereits die Tlärung abgegeben, daß sie als ihre näste Aufgabe im neuen Reichstag die Unrstützung einer Regierung ansieht, die >ie Finanzkrise durch entschlossene und wksame Maßnahmen beseitigt. Sie versct sich also nicht der Mitwirkung in einer staatsfront Sie ist der Ansicht, daß die wtwendige' Geschlossenheit im Wahlkanf sich nur erreichen läßt, wenn vsntwortungsbe- wußte, staatsbejahende Kiste in einer großen Partei gesammel sich einsetzen. Sie betont nochmals, daß e es begrüßen würde, wenn führende Kise der Deutschen Volkspartei sich dem schritt, der zur Staatspartei führt, in vor Eleichberech- ttgung in Führung uni Mitgliedschaft anschließen.
Hierauf erklärten die tilgen Parteien, daß eine neue Situationreschaffen sei' und beschlossen,
am Freitag «achmitta ohne die Staatspartei zusammeukommeu, um einen gemeinsamen hhlausruf zu beschließen und über ein Frakttonsge- meinschaft eine Einigung rbeizustihren.
Die Staalspstttei völlig isoliert
Sie verhindert die Sammlung der Milte — Reue Serdundiungrn unter AuMIuß der StzrnWnrtei
Freitag. .
denI.AugustMv g|
| Die -Oberbe,st,Zeitung- er- II I KA ■ AJL1
«eint sechsmal wöchentlich. De- HB I 9y MV ■ M W M
UgSPreio monatlich 2^0EM.auo- ■ H W ■/ H 7 ■ ■ ■/ W W W K M H M
schtteßl. Zustellung-gedühr, durch Hfl/. M.W > W . I M > > M | ■ MZ
s die Post 2^5 SM. Für etwa durch MW BWHl M MB»/ ■ H < ■ UC
streik, Maschinendefekt oder eie- H
«eetate Ereigniste mißfallend« W f
I Nummern wird kein Ersan ge- V
- Zeitung -
Anzeiger für (das frühere knrheffifche^Vberhefsen
Anzeiger der amtliche« Bekanntmachungen filr Stadt ««d Kreis Marburg