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.frei für die Besichtigung der Au-stellung T,lSrene und Blume" die eine sinnvolle Anein­anderreihung darstellt und einen ansprechen­den Eindruck bereitet. Kaufmann Meier- Biedenkopf hat hier mit seiner Helferschar ein seltenschoues Schmuckkästchen einer Ausstellung aufbauen lassen und Gartenarchitekt VDG. Wilh. Schmidt-Essen, bekannt von derEru- ga"-Ausstellung Essen her, hat gemeinsam mit Gärtner Job. Balzer-Buchenau an der Lahn den vorherrschenden Ideen eine künstlerische Kleidung gegeben. Die Vielseitigkeit der Honigverwertung wurde durch Honiggebäck, Kuchen, Weine usw. plastisch dargestellt und eine technische Abteilung bot einen Einblick in die Beanspruchung des Handwerks durch die Bienenzucht zur Herstellung der notwen- bigen Gerätschaften. Der wissenschaftlichen Bienenkunde dienten ausgesuchte Leikaauf- nahmen des bienenwirtschaftlichen Instituts Marburg. Bei der P r e i s v e r t e i l u n g erhielten den 1. Preis für lebende Völker in der Ausstellung, zugleich Wanderpreis zum 2. Male und damit endgültig Lehrer Wenig- Oberseelbach, den 1. Vreis für lebende Völ­ker am Stand einen Ehrenpreis gestiftet von dem volksparteilichen Reichstagabgeord­neten Dr. Kalle-Biebrich Kaufmann Meier-Biedenkopf. 1. Preis für Königinnen, Wanderpreis des Untertaunus-Kreises: Mau­rermeister Rosbach-Wallau; Honig, Wander­preis und zum 2. mal, Lehrer Wenig-Ober- seelbach. Unter gleicher Punktzahl erhielt Kaufmann Meier-Biedenkopf einen 1. Spitzen­preis. Wachs, Wanderpreis des Unterlahn­kreises zum 3. mal und endgültig Lehrer We- nig-Oberfeelbach; Mittelwände^ Spitzenpreis gestiftet von Bürgermeister Stuckrath-Bieden- kopf Lokführer Üöffert-Riedernhausen i. T. Getränke aus Honig Hüttenbeämter Bäumer- Ludwigshütte, Honiggebäck Spitzenpreis Kauf­mann Meier-Biedenkopf, Scheibenhonig Wilh. Heimbach-Ludwigshütte. Den Spitzenpreis für den bestbewerteten Verein, der 2. mal und endgültig Idstein zugesprochrn war, wurde erneuert unb Biedenkopf zuerkannt. Auch die Rachmittagsveranstaltungen zeigten die Geschlossenheit der Bienenzüchter, deren Wahr- spruch, der auf einem Veierschen Bienenhaus in Biedenkopf zu lesen steht, größere Beach­tung finden dürsten? Ein Haus, ein Volk, ein Heer, einig zu Arbeit, einig zur Wehr!"

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Äenerefle und Tagungen

Neichsverbandstag 6ee Deutschen Echuh- macherhandwerks.

Darmstadt, 27. Juli. Vom 26. bis 28. Juli fand in Deutschland die Tagung des Reichsverbandes des Deutschen Schuh- macherhandwerks statt. Der Vorsitzende des Reichsverbandes, Ehrenobermeister Stoffer, eröffnete den Kongreß mit einer Begrüßungsansprache der sehr zahlreich erschienenen Ehrengäste. In längeren Ausführungen sprach der Syndikus des Reichsverbandes, Dr. Schild überDie Rot des deutschen Schuhmacherhand­werks", in denen er neben der Forderung nach Selbsthilfe für Beschränkung des Nachwuchses angesichts der erdrückenden Konkurrenz der Industrie, aber für die Erhaltung und Vermehrung des Auftrag­bestandes des Schuhmacherhandwerks ein­trat. Er wandte sich namentlich gegen das Ueberhandnehmen der Regiebetriebe und gegen die das Schuhmacherhandwerk schädigenden Maßnahmen der Verwal­tungsbürokratie, und forderte Berücksich­tigung des Schuhmacherhandwerks beider Vergebung von staatlichen Aufträgen, namentlich für Schutzpolizei und Reichs­wehr. In der heutigen Notlage habe das Schuhmacherhandwerk genau so wie die übrigen Verufskreise ein Recht auf die Hilfe des Staates. Nach dem mit großem Beifall aufgenommenen Referat sprach der Geschäftsführer des Sächsischen Schuh­macherverbandes, Riesenbeck, überDie Preisgestaltung im Schuh­macherhand w e r^', die er als kata­strophal bezeichnete. Schuld daran sei die starre Auslegung des § 100 der Jnnungs- satzungen, welche die Schmutzkonkurrenz geradezu fördere. Unbedingt notwendig sei es, im Wege der Selbsthilfe mit Un­terstützung der aufzuklärenden Oeffentlich- keit zu Mindestpreisen zu kommen, unter denen jedoch die Ausführung von Quali­tätsarbeiten nicht notleiden dürfte. Mit herzlichen Dankesworten schloß der Vor­sitzende den Empfang, an den sich die Er­öffnung der Fachausstellung anschloß, die in übersichtlicher Weise Zeug­nis ablegt von der überaus hohen Lei- stungsfährgkeit des deutschen Schuhmacher­handwerks.

Nachdem am Sonntag abend ein glän­zend verlaufener Festabend der Darm­städter Schuhmacher-Innung im Städti­schen Saalbau vorübergerauscht war, wurden am heutigen Montag die Bera­tungen des 5. Allgemeinen deutschen Schuhmachertages mit der Generalver­sammlung des Reichsverbandes des deut­schen Schuhmacherhandwerks abgeschlossen. Anschließend fand die Prämiierung mit Preisverteilung auf der Reichsfachaus­stellung des Schuhmacherhandwerks in der Fefthalle statt. Mit goldenen Medaillen ausgezeichnet wurden 31 Jndustriefirmen, silberne Medaillen erhielten acht Firmen, an Maßgeschäfte wurden vier goldene Medaillen verteilt, an Maßschuhmacher fielen 13 goldene Medaillen, 15 silberne Medaillen und sieben bronzene Medaillen. Außerdem erhielten orthopäidische Firmen 6 goldene, 12 silberne und 6 bronzene Medaillen.

Oberhessische Zeitung, Marburg a. L., Dienstag, den 29. JrSi 1930

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Turnen, Spiel und Sport

Motorrad-MeisterschaftslaufRund um Schotten". Klein-Frankfurt (Hör«)

Schnellster des Tages.

Das am Sonntag von der Landesgruppe Hessen des Deutschen Motorradfahrer-Ver­bandes veranstaltete RennenRund um Schotten" Vierter Lauf zur Deutschen Motorrad-Meisterschaft hatte unter der Ungunst der Witterung sehr zu leiden. Zu Beginn der Rennen gingen starke Regen­güsse nieder dichter Nebel verhüllte das Landschastsblld und erst gegen Ende Härte sich der Himmel auf. Trotzdem war das Interesse des Publikums außerordentlich rege, die Rekordzuschauermenge, die die Rennen mit lebhaftestem Anteil verfolgte. betrug schätzungsweise etwa 50 000. Die Organi­sation klappte ausgezeichnet und trotz des starken Nebels ereigneten sich keinerlei Un­fälle. Die Rennen hatten auch eine gute Besetzung gefunden. Das erste Rennen über nur zwei Runden bestritten die Bei- wagen-Lizenzfahrer, wobei sich der Frank­furter Bernhard Schneid (Hecker-Iap) in der großen Klasse den Sieg holte, nachdem der favorisierte Kürten (Düsseldorf) ausgeschie­den war. In der 600er Kategorie erzielte der Sieger Kahrmann-Fulda auf Hörer mit 23:50 Minuten die beste Zeit der Beiwagen, während Franke-Frankfurt (AIS.) und Ro- senbeck-Frankfurt die Plätze hinter ihm be­setzten. Das sehr gut besetzte Rennen der Ausweisfahrer, ebenfalls über 35 Kilometer Distanz, brachte für den Standardfahrer Schmmke-Ludwigsburg mit 24:54 die beste Zeft und zugleich den Sieg in der Halbliter- llasse, während bei den Tausendern der Frankfurter Dörr als Erster endete. Das Hauptinteresse konzentrierte sich auf den nun folgenden vierten Lauf zur Deutschen Mo­torrad-Meisterschaft für alle Klassen, der nrit nur 23 Startern sehr dünn besetzt war. dafür war aber die Elfte vertreten. Nach­dem auf der 12 Runden (211 Kilometer) langen Reise der wegen Kettenbruchs in der 8. Runde ausgeschiedene und weit vorge­legene Engländer Bullus auf NSU. um seine Slegeschancen gekommen war, schien für den Hannoveraner Fritz Wiese (BMW.) die Bahn für einen sicheren Sieg frei. Aber kurz vor dem Ziel wurde er von einem Kerzen­schaden Betroffen, sodaß der Frankfurter Horerfahrer Klein an ihm vorbeiziehen und mft 10 Sekunden Vorsprung als Erster das Ziel passieren konnte. Klein beendete rn 2:22:26 das Rennen und erzielte damft bte beste Zeft des Tages. Hinter ihm be­legten Wiese und Rüttchen-Erkelenz (NSU.) bte Plätze. In der mft nur drei Fahrern be­setzten Halblitterllasse kam nach dem Aus­scheiden des Brften Bullus der Münchener

DKW.-Fahrer Bauhofer zu einem leichten Siege. Die 350er-Klasse war von Anfang an eine sichere Sache für Dom-Ludwigsburg (Standard). In der kleinsten Kategorie kam nach anfänglicher Führung von Kohfink der Pforzheimer Geiß (DKW.) zum Erfolg. Die Ergebnisse:

Beiwagen Kl. F. 600 ccm, 2 Rd. --- 35 Kim.: 1. Kahrmann-Fulda (Hörer) 23:50; Kl. G. Beiwagen über 600 ccm, 2 Rd. = 35 Klm.: 1. Beruh. Schneid - Frankfurt (Hecker-Iap) 24:25; Vogelsberglauf: Aus­weisfahrer, Kl. DE, 5001000 ccm: 1. Ludwig Dörr-Frankfurt (BMW.) 27:02; Kl. C 500 ccm (Ausweks-F.): 1. August Schminke-Weimar (Standard) beste Zeft der Ausw.-Fahrer: 24:54; Kl. B 350 ccm (Ausw.-F.): 1. E. Franke-Dresden (OD) 27:30; Kl. A, 250. ccm (Ausw.-F.): 1. Kramer-Bietigheim (Montg.-Jap) 29:49. 4. Lauf zur Deutschen Motorrad-Meister­schaft (izenzfahrer) Kl. DE 1000 ccm, 12 Rd. = 211 Klm.: 1. Jos. Klein-Frankfurt (Hörer) 2:22:26 (beste Zeit des Tages); Kl. C. 500 ccm: 1. Toni Bauhofer-München (DKW.) 2:29:25; Kl. B. 350 ccm: 1. Dorn- LudwigsburglStandard) 2:27:37; KI. A. 250 ccm: 1. Eem-Pforzheim (DKW) 2:31:07.

Die Handballmannschast des Kasseler JSger- Bataillons schlägt di« Elf der Marburger Universität mft 8:3

Eigentlich hatten wir mehr Zuschauer am Sonnabend nachmittag erwartet, aber an­scheinend ist der Marburger für das Hand­ballspiel nicht zu erwärmen. Dabei hat es auch seine Reize, sodaß es in manchen Mo­menten dem Fußballspiel nicht nachsteht. Aber auch aus den Reihen der Studenten und den Bataillonsangehörigen waren verhältnis­mäßig wenig vertreten.

Der Kasseler Mannschaft geht ein guter Ruf voraus; man bezeichnet sie nicht mft Un­recht als einen der besten Vertreter der Pro- oinzhauptstadt. Marburg hatte dagegen Pech. Die Elf mußte vier der besten er­setzen und zwar ausgerechnet alle im Sturm, der dadurch neu zusammengestellt werden mußte und infolgedessen nicht harmonierte. Die Studenten waren auch körperlich den Soldaten unterlegen; auch in technischer Hinsicht zeigten die Kasseler Säger be­deutend mehr.

Man mertte diesen Leuten das jahrelange Zusammenarbeften deutlich an. Gleich von Beginn weg sind sie vor dem Marburger Tor, aber dort steht eine ganz gute Ver­teidigung; auch der Hüter weiß einige Male ganz geschickt abzuwehren. Nach ungefähr 10 Minuten gehen die Soldaten in Führung.

Etwa zwei Minuten später können die Stu­denten durch ihren Rechtsaußen ausgleichen. Er ist der emsige, der kurz entschlossen wirft; der Snnensturm zögern viel zu lange, als daß Erfolge dadurch' kommen könnten. Un- mfttelbar nach dem Ausgleichstteffer geht Kassel wieder in Führung, om Anstoß weg geht der Halbrechte durch und wirst unhaltbar ein. Einen 3. Erfolg konnte der Hüter vermeiden; Unsicherheft in der Abwehr ließ ihn den Ball ins eigene Netz schlagen. Marburgs Rechtsaußen konnte einen zweiten Treffer erzielen, wegen Absefts konnte er aber nicht gewertet werden. Dann ist Pause. Die Soldaten kommen dann ziemlich auf. Sn genauem Zuspiel kommen sie immer wieder in gefährliche Nähe des Marburger Tores. Dort wehrt aber eine gute Verteidigung viel ab, wenn auch manchmal etwas zu robust. Auch der Hüter zeigt manche gute Leistung, aber manchmal macht er auch be­denkliche Schnitzer, die zu Toren der Soldaten führen. Diese erhöhen die Zahl bis auf acht, während die Studenten nur noch zweimal erfolgreich sein können, womft die Niederlage der Hiesigen besiegelt war.

Ein schöner Kampf wurde von beiden Parteien geboten; mehrere solche Spiele könn­ten als Propaganda für diese Sportart wirken, damft sie auch endlich beachtet wftd.

Hn.

Di« Meisterschaft der Deutschen Meer«. Steinhauff-Berlin holt sich den Tftel zurück.

Sn Zoppot wurde am Sonnabend die Meisterschaft der deutschen Meere" ausge» tragen. Die Strecke war diesmal auf 1200 Meter ermäßigt. Den Tftel sicherte sich wie­der Steinhauff-Berlin, der ihn bereits früher innchatte. Er schlug den vorjährigen Sieger, den Breslauer Maletki, mit großem Vor­sprung in 28:11,8 Minuten. Maletft mußte außer dem Berliner auch noch Siebert* Danzig (28:47,8) und Sung-Berlm 25:58,6) vor sich lassen und sich mft dem viert«! Platz in 35:26 Minuten zufrieden geben. Bei den Damen war Berlin durch Frl. Runz­ler in 34:21 Minuten ein zweites Mal erfolgreich.

Handball-LSnderkampf gegen Oesterreich in Breslau.

Entgegen den bisherigen Meldung«i, nach denen Darmstadt als Austragungsort für den diesjährigen Handball-Länd erkämpf gegen Oesterreich am 14. September in Aussicht genommen war, kommt jetzt die Nachricht, daß die DSB. mft Breslau verhandele. Die endgültige Zusage soll von der Stellung einer Garantiesumme abhängig gemacht werden.

HefienNassau uni Nachbargebiete

Tödlicher Messerstich ans einen Stadtver­ordneten.

Kassel, 28. Juli. In der Nacht zum Sonntag starb im hiesigen Landeskran­kenhaus der Stadtverordnete M e s for­sch m i d t an den Folgen der schweren Verletzung, die er bei dem lleberfall auf die Teilnehmer der nationalsozialistischen Versammlung am 4. Juni im Saale der Stadt Stockholm" erlitten hatte. Der Verstorbene, der im Alter von fast 60 Jahren stand, war auf dem Heimweg von der Versammlung durch einen Messer­stich in den Rücken schwer verletzt worden, an dessen Folgen er nunmehr verstorben ist.

Aus der Straße erstochen.

Frankfurt a. M., 26. Juli. Heute nacht gegen 2 Uhr wurde der 53jährige Schreiner Hermann Dietrich, Löwengasse 14 wohnhaft, mit einem schweren Hals­stich, der die Halsschlagader verletzte, an der Ecke BorgerstraßeLöwengasse aufge­funden und von der Rettungswache nach dem Krankenhaus verbracht, wo er kurz nach der Einlieferung starb. Die Ermitt­lungen nach dem bisher unbekannten Tä­ter sind im Gange.

Von bet Hochzeitsfeier in den Tod.

Hanau, 28. Juli. Der 21jährige Kaufmann Adolf Hofmann aus Kahl

wurde gestern morgen zwischen 7 und 8 Uhr unweit von Kahl von einem Motor­radfahrer in schwerverletztem Zustand aufgefunden. Der Verletzte wurde von der Sanitätskolonne vom Roten Kreuz ins Landeskrankenhaus nach Hanau verbracht, verstarb aber eine halbe Stunde nach der Einlieferung. Er hatte einen komplizier­ten Schädelbruch und innere Verletzungen erlitten. Der junge Mann, der mit fei­nem Motorrad von einer Hochzeitsfeier kam, rannte vermutlich gegen eine Tele­graphenstange.

Nach frohen Standen vom Leben genug.

Offenbach, 28. Juli. Der 25 Jahre alte Feinmechaniker Anton Bode und die 22 Jahre alte Stepperin Rosa Milani unternahmen vor etwa acht Tagen eine Tour an den Rhein. Sie waren nach Rüdesheim gefahren und hatten dort bei rheinischem Wein den Becher der Freude noch einmal in vollen Zügen geleert. Von einer Gastwirtschaft hatten sie bann an, ihre Eltern geschrieben, daß sie so recht' frohe Stunden verlebt und nun auch vom Leben genug hätten. In den Wellen des Rheins würden sie den Tod f u che n und auch finden. Die Leiche Bodes wurde bei Aßmannshaufen geländet, während die der Milani noch nicht geborgen wer­den konnte.

Wirtschaft unb Sandel

Berliner Börsenbericht vom 28. Juli.

Der Sonnabendausfall des Effektenver­kehrs hat die Börse zum dritten Male vor erner stärkeren Erschütterung bewahrt, es wäre wohl kaum zu vermeiden gewesen, daß die achricht von den Siemenskündi- ।jungen einen ungünstigen Einfluß auf die Tendenz genommen hätten. Heute wurden diese Maßnahmen auf die Pressekomen- tare etwas ruhiger beurteilt vor allem, da man glaubt, daß in dieser Angelegen­heit das letzte Wort noch nicht gesprochen ei. Die am Sonnabend auf Grund der Notverordnung veröffentlichten Steuer- gefetze brachten keine Uebenaschung. So richtete sich im Heufigen Vormittagsver­kehr die Hauptsorge darauf, ob noch Exe- cutionen vorgenommen werden würden, ober ob die Ültimoglattstellungen im We­sentlichen beendet seien. Vorbörslich sah es etwas freundlicher aus. Zu den ersten

Kursen gelangte aber doch noch Ware an die Märkte, sodaß sich die Kurse meist um 1 bis 2 Prozent senkten. Im Verlaufe wurde es etwas freundlicher und es kam überwiegend zu kleinen Besserungen. Geld zum Ultimo etwas versteift; Tagesgeld 2%434%, vereinzelt 2y2%, Monatsgeld 4)45%;%, Warenwechsel 3%%.

Warenmärkte

Getreide in 1000 Kilogr., Mehl und Futter- mittel je 100 Kilogramm.

Berliner Getreidemarkt vom 26. Juli.

Weizen 291,50, Roggen 160163, Gerste 174197, Hafer 176183, Weizenmehl 31,7539,50, Roggenmehl 22,7539,50 Weizenkleie 10,0010,50, Rvggenkleie 10 bis 10,60.

Frankfurter Getreidemarkt vom 28. Juli.

I Weizen 275, Roggen 175, Hafer 183185, I Weizenmehl 43,5044,50, Roggenmehl 2728, 1 Weizenkleie 88,15, Roggenkleie 8,258,50.

Berliner Börsen-Ztnrszetlel

der »Oberhessischen Zeitung-.

28.7. 25.7. 28.7. 25.7.

1011, 76/.

77*1. 90*L

213 230

73»|« 337 186 195 149,. 177»/, 138

106*/, 49* 63|. 73

186*/, 126 126

249

133

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88

88

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193 152*1, 172

185 126

126 245=i, 132

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138«), 197*1. 153/.

172 109®/s 104*,, 76',.

77*/. 90

213 223

72/. 321*/, 185 188

150*|. 180 138 105

49*/. 61

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Ver.Stahlw. Rh. Stahlw. Rh. Staunt Ilse Bergb. Dtsch. Erdöl Kaliw. Salz. Kali. Mckrs. Kaliw. West. I.G.Farb.S. Dtsch. Linol. Eold-u.Silb. Metallges. Rütgersw.

Buderus Phil. Holzm.

Darmft.Bnt Dtsch.B. u.D. Dresdn.Bnk. Reichsbank Gommerzbk. 7-/.D.R.V.A. Samb. A. P. Nord. Lloyd Allg.El.-Ges. Siem. & ö. Schuckert El. Bergm. El. Gelsent Vb. Sarp.Bergb. Phönix Bgb.

,102*1. , 88*/, 95'/, 60

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7*1« 59*/, 99 96*/, 101

99 101*1. 101/,

99 102'/, 98*/,

Weitere Kursmeldungen:

7°/o Deutsche Reichsanleihe von 29 6°/0 .. .. 27

6°/0 Preußen-Anleihe von 28

Deutsche Abl.-Anl. m. Ausl.-R.

Deutsche Abl.-Anl. oh. Ausl.-R. Dtsch. Kom.Sam. Äbl. I m. A.-R. 8°/o Kass. Landeskr.-Eoldvfbr. R. 10 8°/0 bergt Eoldschuldverschr. R. 3 8°/°Naff.Landesbk. Eoldvfbr. R. 11 8 X bergt Eold-Komm.-Ool. R. 8 8 °/0 Fktt. Svv.-Bk. Eolb-Pfbr. R. 13 8 Fkft.Pfandbr. Eolb-Pfbr. E. 15 8"/,dergl.GoIdschuldverschr. Em. 16 8 '/» Meining. Hyv.-B. Eoldpfbr. E.22 8 0/0 bergl Gold-Kom.-Obl. Em. 21

Frankfurter Schlachtoiehmartt vom 28. Juki.

Auftrieb bes Hauptmarktes: 1321 Rinder, darunter 362 Ochsen, 132 Bullen, 445 Kühe, 321 Färsen, ferner 460 Kälber, 81 Schafe, 4400 Schweine. Verglichen mit dem Auftrieb des Hauptmarktes der vergangenen Woche waren 232 Rinder, 120 Kälber, 7 Schafe und 1040 Schweine weniger angetrieben. Marktverlauf: Rinder ruhig, ausverkauft; Schweine rege, am Schluß stark abflauend, geräumt; Kälber unb Schafe ruhig ausverkauft. Bezahlt würbe je Zentner Lebendgewicht: Ochsen al) 5861, a2) 5457, bl) 5053; Bullen a) 53-57, b) 4852; Kühe a) 4851, b) 43-47, c) 39 dis 42, d) 3238; Färsen a) 6063, b) 6772, c) 5055; Kälber b) 73-77, c) 6772, d) 60 bis 66; Schafe nicht notiert; Schweine b) 71 bis 73, c) 7375, d) 73-75, e) 7173. Jrn Vergleich mit den Notierungen des letzten Hauptmarktes waren Rinder unverändert, während Schweine bis zu 5 M anzogen. Ge­genüber den Notierungen des letzten Reben­marktes waren Kälber unverändert.

Verlag von Dr.C.Hitzervth.

Verantwortlich für die Schriftleitung und den politischen Dell: Dr. Ern st Scheller; für Kommunalpolitik und Feuilleton: Loth. Schneider; für den lokalen und pro­vinziellen Seil: Wilhelm Wihner; sämtlich in Warburg^