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OberhesstsKe Zeitung. Marburg «. L.. Sonnabend, den 26. Juli 1930
Marburger Elabtzeitung
Auw- Md zahrrad-iebttahl hi Cölbe
Heute nacht wurde aus einer Garage in Cölbe ein Auo gestohlen. Der Wagen (Zweisitzer, dunklegrüne Lak- kierung) trägt die Nummer I. T. 39442, das Fahrgestell die Nummer 70679. Sachdienliche Mitteilungen an die Polizei in Cölbe.
Ferner wurde in gleicher Nacht in Cölbe auch ein Fahrrad gestohlen: Marke „Adler" mit neuer Bereifung, Nr. 603947.
Marburger Schwurgericht
Am Dienstag, dem 5. August, tritt das Marburger Schwurgericht zu einer Sitzung zusammen. Angeklagt ist der Arbeiter Konrad Bott aus Borken wegen Meineides.
Aus -em Gerichtsfaat
Drei Landwirte aus der Schwalm fuhren im Jahre 1927 aus dem Walde Holz ab, ohne dazu berechtigt zu fein. Die Sache blieb auch fo lange verborgen, bis sich die drei vor einiger Zeit uneinig wurden und einer Anzeige erstattete. Das Urteil der ersten Instanz lautete auf Freispruch, während in der gestrig. Berufungsverhandlung vor der Strafkammer für jeden der Angeklagten auf 30 Mark Geldstrafe erkannt wurde. — Ein schon mehrfach vorbestrafter Mann aus der Gegend von Gladenbach wurden wegen Jagdvergehens zu 1 Monat Eefängns verurteilt. — Ein Kraftfahrer aus Winterberg hatte sich wegen Vergehens gegen die Kraftfahrzeugverkehrsordnung zu verantworten. Er sollte einen llnglücksfall mit feinem Auto dadurch verursacht haben, daß et mehr Personen als zulässig darin untergebracht hatte. Der Vorderrrchter hatte auf 50 Mark Geldstrafe erkannt. Die eingelegte Berufung endete mit Freispruch, weil das Glicht, annahm, datz der Unfall auch ohne die übermäßige Belastung hätte passieren können. — Wegen Betrugs stand ein Mann vor Gettcht, der wisientlich ein krankes Kalb verkauft hatte. Es blieb bei der vom Vorderrichter erkannten Geldstrafe von 150 Mark.
* PvktAekkicheS. 2km 23. Just wurde hier ein Herrenfahrrad gestohlen. Marke „Taunus" Fabr.-Rr. 24850, schwarzer Rahmen, schw. Felgen, hochgebvgene Lenkstange, Kstngel mit Aufschrift: Hermann Düx, Marburg. Wett: 90 Mark. Sachdienliche Mitteilung erbittet die Kriminalpolizei.
* Schloßbesichtigung durch Ta- gote. Der indische Dichter Rabindra- nath Tagore, der in diesen Tagen als Gast der Universität in Marburg weilt, wird voraussichtlich morgen (Sonntag) nachmittag um 4 Uhr das hiesige Schloß besichtigen und bei dieser Gelegenheit im Schloßhof von dem Akademischen Chor mit einigen Liedern begrüßt werden-
* Reichswehr-Biwak bei Cyriaxweimar. Vom 30.—31. Just 1930 biwakiert anläßlich einer llebung das 1. Batt. 15. Inf. Regt, auf dem Exerzidr- platz Cyriaxweimar. Bei Anbruch der Dunkelheit findet durch die vereinigten Musikkorps des 1./15 und A./15 ein Zapfenstreich statt.
• Museum. Die Ausstellung „Kunstwerke aus Marburger' Privatbesitz" ist am morgigen Sonntag letztmalig geöffnet.
ermöglichen können, uns, die wir schwach sind, Hilfe angedeihen zu lassen."
„Was die Jugend Indiens anbelangt", antwortete er auf eine Frage, „so ist sie heute von den politischen Problemen völlig in Anspruch genommen. Der Geist des Antagonismus scheint an Boden zu gewinnen. Ich beklage es sehr, daß sich übertriebene Vorstellungen über Europa und seine Kultur der indischen Jugend bemächtigt haben. Ferner sind es gewisse konventionelle Ideen gegen Europa, die unsere jungen Leute beeinflußt haben. Eine ähnliche Welle Konventtoneller Ideen gegen Asien scheint durch Europa zu gehen. Was ober unsere Jugend betrifft, so bitte ich meine europäischen Freunde, Geduld mit ihr zu haben, ihr gegenüber großmütig zu fein, m ihr Verstauen zu gewinnen. Es ist ein Leichtes für die Europäer, dies zu bewerkstelligen. Die indifche Jugend hat unter dem Hochmut mancher Europäer viel zu leiden gehabt, und sie ist fo dankbar für die geringste Wohltat. Ich freue mich, zu konstatieren, daß es eine Anzahl von Europäern gibt, die ohne jedwede Voreingenommenheit an die indische Frage Herangehen und ihr das richtige Verständnis abzugewinnen bestrebt sind. Das sind die edelsten Vertreter der Menschheit."
„Wir haben", sagte Rabindranath Tagore mit einem in die Ferne gerichteten Augenaufschlag, . bis jetzt ohne aktive Sympathien der Welt unseren Weg zurücklegen müssen, aber wir bedürfen nun (hier wurde fein Ton bestimmender) der Kooperation anderer Völker. 2n der gegenwärtigen Zeit sind rote alle auf
Rabindranath Tagore zum Willkomm
Marburg wird in diesen Tagen Rabindranath Tagore in seinen Mauern sehen, liniere Universität gehört zu den wenigen deutschen Universitäten, die der indische Dichter- Philosoph bei seinem kurzen Aufenthalt in unserem Vaterland besuchen will. R. Tagore kommt nicht zum ersten Male nach Deutschland Wie in anderen Ländern und Erdteilen, so ist auch bei uns seine Erscheinung Tausenden bekannt und wer ihn einmal persönlich sehen und hören durfte, begreift alsbald, weshalb sich die Menschen um ibn drängen. Natürlich hat das nicht bloß einen einzigen Grund. Seine Werke sind in der ganzen Welt berühmt und haben Tagore's Mutersprache, das melodische Bengali, in den Kreis der unsterblichen Sprachen gerückt: feine spannungs- reiche geistige Stellung im Brennpunkt zweier Weltkulturen, der indischen und der britischen, seine Zugehörigkeit zur führenden Schicht des indischen Volkes, das in Deutschland fo viele Sympathien besitzt, — solche und noch andere Umstande wecken Interesse für den ehrwürdigen East. Aber der tiefste Grund liegt nicht in dem Gesagten.
Will man auf einen guten deutschen Ausdruck bringen, was der Mensch Rabindranath Tagore durch sein persönliches, lebendiges Wott an Besonderem bietet — sogar noch über den reichen Gehalt feiner Werke hinaus —, so drängt sich der tm Sinne Goethes verstandene Begriff auf: edle Menschlichkeit!
Wie selten sind solche Gestatten heute! Aber obald man Tagore aus seinen Werken vor- esen oder über die Röte des heutigen Ee- chlechtes reden hört, sobald dann das Feuer einer Seele in Mund und Auge aufflammt, sobald einmal die tiefe Lebendigkeit seines Wesens einen Hörerkreis innerlich packt, — dann versteht jeder Unbefangene, was die Menschheit an einem solchen Menschen besitzt. Ueberdies ist die körperliche und geistige Frische bewundernswert, die dieser bald Siebzigjährige bewahrt.
R. Tagore läßt sich nicht in ein Schema pressen. Das bat nicht selten unter abendländischen — wie übrigens auch unter indischen — Beurteilern Verwirrung gestiftet. Er ist I n d e r mit Leib und Seele und liebt sein Land heiß, aber fein Patriotismus macht ihn nicht blind, und so kommt es, daß er dem einen zu nationalistisch, dem andern zu,n>elt- bürgerlich erscheint. Er achtet die b r i t, s ch e Kultur und erkennt ihre Bedeutung, auch für Indien an; aber dies wiederum hindert ihn nicht, für die Freiheit seiner Heimat em- B so daß auch da gegenseitige Mitzver- e aufkommen konnten. Er lichtet Wesen, wo es ihm echt und menschlich wertvoll erscheint, zum Geistesleben und zum Christentum des Abendlandes steht er nicht in absolutem Gegensatz. Aber er kämpft mit Leidenschaft gegen die dunklen Machte, die der Westen auch in sich birgt, und vor
allem dagegen, daß vom Westen her der Osten so oft vergewaltigt wird. Wer also nichts weiter als bloß Partei ist in den großen Konflikten der gegenwärtigen Menschheit, der muß von R. Tagore unbeftiedigt bleiben. Das richtige Verhältnis- zu ihm findet man nur dadurch, daß man seine über alle Engigkeit hinausgewachsene edle Menschlichkeit anerkennt. Wie einer so sein kann, ohne darüber verwaschen und farblos zu werden, dies eben ist das Geheimnis. Und R. Tagore verkörpert solche Art in seinem Wort wie in seinem Wesen. Es ist also wohl ratsam, ihn weder allzu nahe an uns Vertrautes heranzu- rücken, noch allzu weit von uns abzuheben, sondern das Veste wird sein, ihn vor allem in seiner persönlichen Erscheinungsweise gelten zu lassen.
Einen Schlüssel zum Verständnis — sofern es überhaupt einen gibt — liefert noch am ehesten die Erinnerung an verwandte Gestalten im Abendland. Romain Rolland hat sich aus innerem Eleichklang des Wesens heraus zu R. Tagore bekannt. Und auf deutschem Boden liegt es nahe, einen Doppelzug im Wesen Goethes zur Veranschaulichung zu benutzen. Nämlich Gleichzeitigkeit einer Verwurzelung in den Tiefen der Frömmigkeft und einer Bewährung der Gedanken am tätigen Leben! Vers en tun g und Werk, Versenkung in das Göttliche und zugleich der Welt und den,Menschen zugewandtes Werk, also letzte Einsamkeit und höchste Publizität des Lebens, das ist es, was R. Tagore ko anziehend macht. Eehenmns ohne Geheimnistuerei, und Aktualttät ohne Wichtigtuerei: edle Menschlichkeit!
Als kennzeichnend für diese Zusammenhänge sei angeführt em Gebet für Indien, entnommen der deutschen Ausgabe von 2agore's Eitanjali (Sangesopfer), bei ft. Wolff- München. Dieses Gebet ist sogar in das christliche Gebetbuch einer britischen Missionsbruderschaft (Oremus, London, Verlag der S. P. C. ft. 1921) aufgenommen worden. Es lautet:
Wo der Geist ohne Furcht ist, das Haupt man hoch trägt,
Wo Erkenntnis frei ist.
Wo die Welt nicht zum Bruchstück von engem, häuslichen Mauern wird,
Wo Wotte aus Tiefen der Wahrheit kommen,
Wo unermüdet das Streben den Arm zur Vollkommenheft ausstreckt,
Wo der klare Strom der Vernunft feinen Weg nicht verliert kn dem trockenen Sand der Gewohnheit,
Wo der Geist, von Dir geleitet, zu immer sich wettendem Denken und Handeln geführt wftd —
Zu diesem Himmel der Freihett laß, Vater, mein Land Du erwachen!
Prof. Heinrich Frick.
Film-chau
• Kamera. Sehr angenehme Stunden der Unterhaltung und der Freude bietet für einige Tage das Lichtspielhaus Kamera, wo zur Zeit der Tonfilm „Das Rheinlandmädel" über die Leinwand geht. Der Film, der nach dem Schlagerlied „Und sollt ich im Leben ein Mädel mal frei’n“ usw., hergestellt ist, spielt in Bonn und Köln und gibt die Ro-, mantik des Studentenlebens ganz vortrefflich wieder. Auf einem Maskenball in Köln lernte ein Student, bet Sohn eines reichen Industriellen, eine Studentin kennen, die mit ihren Kolleginnen als Husaren an dem Maskenball teilnahmen. Es entspann sich an dem Abend ein Liebesverhältnis. Am anderen Tage erwachten die vier Studentinnen, die zusammen eine „Bude" bewohnten, aus ihrem Traum und die Kasse zeigt, daß auf dem Maskenball das ganze Kolleggeld verloren gegangen ist und die Maskenkostüme auch noch nicht
einander angewiesen. Man kann vieles voneinander lernen. Indien hat den Gedanken der politischen Freiheit von Europa übernommen, aber er ist durchglüht vom Geiste des alten, ehrwürdigen Indertums. Nach der Erlangung der Freiheit wird Indien die feiner Eigenart angemessenen Ideale wählen können. Ich würde die industrielle Entwicklung meines Heimatlandes sehr begrüßen. Nur Landwirtschaft, die zumeist mit primitiven Mitteln und Methoden getrieben wird und von den Zufällen der Natur abhängig ist, reicht nicht mehr aus. In der Induftrie müßte bas Kapital zentralisiert werben. Das Gelb ist augenblicklich sehr ungleichmäßig verteilt. Ich wünsche, baß vermittels bet Errungenschaften bet Wissenschaft auch in Indien bie Kräfte der Natur in ben Dienst bet nationalen Entwicklung gestellt werben."
Rabindranath Tagore lehnt es ab, als Politiker angesprochen oder bewertet zu werben. Er arbeitet für den kulturellen Zusammenschluß der Völker. Don diesem Standpunkt aus würde er es sehr begrüßen, wenn die besten Geister Englands und Indiens zu- sammenkämen, um eine friedliche Aussprache über die gegenwärtige Lage herbeizusühren. England, fügt er hinzu, dürfe Indien wegen seines Verlangens nach Freiheit nicht böse fein, denn der Wunsch Indiens nach Freiheit sei das größte Kompliment an die englischen Grundprinzipien der Freihell. Er sei ein Kind der Erziehung, die Indien von England empfangen habe.
bezahlt sind. Eine der Studentinnen findet Rat. Sie schlägt vor, im Restaurant „Zum Kölnischen Soup“ als Kapelle der „Rhein- landmädel" aufzutreten, um fo das Geld für die Schulden beizubringen. Die Kapelle hat einen großen Erfolg. Bei einer Abfchieds- feier des Korps Borussia in Bonn fpielt auch diese Kapelle und habet sieht die Lotte ihren Kavalier vom Maskenball wieder. Gemeinsame Dampferfahrten auf dem Rhein folgen. Die herrlichsten Rheinlieder bekommt man zu hören und der befreite Rhein zieht stolz vor den Augen der Zuschauer seine Straße. Lotte und Hans werden nach anfänglichem Sträuben des Vaters ein Paar. So endet der Film, der in Werner Füriterer als Hans, und Gretel Berndt als Lotte, bie richtigen Darsteller gefunben hat. Das „Rheinlandmäbel" war ein Erfolg für^das Lichtspielhaus Kamera, bas bewies ber gewaltige Besuch am gestrigen Abenb. G.
Originelle Sansinschrist
Daß der urwüchsige Humor in unseren hessischen Hausinschriften noch nicht ausge- storben ist, bezeugt ein erst neuerdings an einem Hause im Kreis Marburg angebrachter Spruch:
Trotzdem man mich auch drückte hierher in dieses Eck so wird doch mancher sagen.
Er wohnt schön trotz dem Dreck.
SorstaMitzung des MnveML verkln)es
Der Vorstand des Verkehrsverbandes für die Lahn hielt in Limburg eine Vorstandssitzung ab, in der eine Anzahl wichtiger Verkehrsfragen zur Verhandlung standen. Der Lahnverkehrsverband wird sich dem Nassauischen Verkehrsverband als Mitglied anschließen. Zur Frage des Fremdenverkehrs in der diesjährigen Saison wurde mitgeteilt, daß die Anzahl der Besucher verhältnismäßig als gut zu bezeichnen ist, dagegen fei die Aufenthaltsdauer der Sommergäste im Gegensatz zu früheren Jahren kürzer, was wohl auf bie allgemeinen ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse zurückzuführen ist. Um den Fremden im Lahngebiet den Aufenthalt angenehm zu gestalten, ist in Aussicht genommen, durch Ausarbeitung von sog. Kurzreisen inner» bald des Layngebiets die Gäste auf die Schönheiten noch besonders aufmerksam zu machen. Zu dem Punkt Eisenbahnfragen stand im Vordergrund der Besprechung die Beibehaltung des Nachtschnellzugpaares Trier—Berlin. Die Reichsbahn beabsichtigt bekanntlich, das D- Zugpaar 245/46 im Winter aussallen zu las-
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fett. Auf Grund der erhobenen Einsprüche wird die Reichsbahn diese Frage nochmals prüfen.
Keine Getreidekörner kauen!
Wett verbreitet ist die Gepflogenheit, beim Gang durch die sommerlichen Aehren- felder Getreidekörner zu essen. 2ln den Gräsern, Aehren und besonders auf den unreifen Gerstenkörnern entsteht aber zu dieser Zeit ein Heiner, mit bloßem Auge nicht erkennbarer Pilz, der gefährliche Sneger der Strahlenpilzkrankheit. Durch Kauen der von dem Pilz befallenen Pflanzenteile wird er in den Körper übertragen, es entsteht die Krankheit, bei der sich eine hatte Geschwulst üit Gaumen oder Verdauungskanal bildet, worauf ein Zerfall des Zellengewebes folgt. Dieses Leiden breitet sich, wie der Rame sagt, strahlenförmig im Körper aus, *unb wenn nicht beizeiten jeder Rest der Krankheitserreger durch Operation entfernt wird, endet die schmerzliche Krankheit mit dem Tode.
Personalien — Jubiläen.
* Aus der Landeskirche. Sn den Ruhestand wurden auf ihren Antrag versetzt Pfarrer D. Dr. W. Frankenberg in Marburg und Pfarrer Waas in Sterz- Hausen. — Auf seinen Antrag entlassen wurde Pfarrer Schmidt in Röddenau. — Gestorben ist Pfarrer i. R. Schaefer in Wächtersbach und Pfarrer i. R. Otto Weiß in Hofgeismar.
—
Wocheumarkt-Preise.
Butter 160—170, Matte 25, Kochkäse 30 bis 70, Kartoffeln 10—12, Wirsing 20 bis 25, Weißkohl 10—15, Rotkohl 20—25, rote Rüben 20, Tomaten 40—70, Rhabarber 10—15, Aepfel 25 bis 30, Bohnen grüne 25—30, Bohnen gelb 35—40, große Handkäse 20, Handkäschen 7, Blumenkohl 50—100, grüner Salat 10—20, Rettich 15—20 Sellerie 30—40, Knoblauch 5—10, Lauch 10, Tauben 60—80 das Stück, Kirschen 30—40, Stachelbeeren 20—25, Heidelbeeren 30-—35. Johannisbeeren 20—25, Himbeeren 50—60, Hähnchen 100—120, Hühner 90—100, Reh 100 L das Pfund, Eier 11—12, Tauben 50—70 das Stück. ,
Tagesanzeiger.
Sonnabend, den 2 6. Juli.
Vergnügungsauzeiger.
Cafe Markees, Deitgafse: 2lb 16 und 20 Ahr: Konzert.
Schloß - Cafe. Marburg: Ab 20 Ahr: Sommerball.
Cafe Vetter, Reitgasse: 20 Ahr: Konzert.
Stadtkeller: 20 Ahr: Künstlerkonzert.
Capitol, Biegenstraße: 16.30 u. 20.15 Ahr: „Die Somme".
Kamera, Kasernenstr.: Ab 17 u. 20.15 Ahr: „Das Rheinlandmädel".
Sonntag,,den 2 7. Juli.
O. H.G. V.: 30. Zubelfeier der Errichtung des Rimbergturmes. Abmarsch: 7.45 Ahr beim Ritter.
Hersfelder Klosterschüler: Ausflug nach dem Schröcker Brunnen. Abmarsch: 15 Ahr E.-Werk.
Capitol, Biegenstraße: 15.30, 17.30 und 20.15 Ahr: „Die Somme".
Kamera, Kasernenstr.: Ab 15.30, 17.30 und 20.15 Ahr: „Das Rheinlandmädel".
Schloß-Cafe, Marburg: Ab 15.30 Ahr: Konzert; ab 20 Ahr: Tanz.
Cafe Markees, Reitgasse: Ab 16 und 20 Ahr: Konzert.
Cafe Vetter, Reitgasse, Ab 16 und 20 Ahr: Konzert.
Stadtkeller: 20 Ahr: Künftterkonzett.
Auswärtige Veranstaltungen.
Wehrda, auf dem Lindenplatz: Sommerfest mit dem 6. Bundesfest des L. R. B. Veranstalter: Radf.-Verein 1926, Wehrda.
Montag, den 28. Juli.
Wehrda, auf dem Lindenplatz: Sommerfest mft dem 6. Bundesfest des L. R. D. Veranstalter: Radf.-Verein 1926, Wehrda.
Graue Kaare nicht färben!* fl Entrupalt ye* gesdu, das seit Jahren bewahrte biolo- ■ 11 rUche Haarst arkunrswasser fuhrt den geschwächten ■ | I Haarwurzeln die verbrauchten Pigmente (Farbstoffe) xe, W | I 'sodaß graue Haare and Nachwuchs auf natürliche k I I Weise die ehemalige Farbe wiedererhalten, daher Fehl« F y (erben ausgeschlossen. Kopfschtippen verschwinden & nach Kurzem Gebrauch. Anwendung einfach. Garantiert M eoschidlich. Original-Flasche M. <80 Prospekt kostenlca. ■
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MillciluiWN am dem Leserkreise
Der Herr Verfasser des Eingesandts in Nr. 172 S. 4 ber „Oberhess. Zeitung" vom 25. d. Mts.irrt, wenn er das Wott „Bestätterei" für eine verunglückte Neubildung hält. In Sübbeutschlanb. z. B. in Baden sind die Ausdrücke „Güterbestätter" und „Güterbesiätte- rei“ von Alters her in der Volkssprache gebräuchlich anstelle der häßlichen Fremdlinge „Spediteur" und „Speditionsgeschäft".
Dr. M.