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Sette 4

* DFertefiW Setteefl. Marders a. L, Freitag, den 13. Juni 1930

Nr. 136

Marburger Staölzettung

zwischen 2.30 und 3.30 tibr nachts

Hier: Königswufterhaufen.

Es ist V-3 Uhr nachts. Marburg schläft oder auch nicht, da eine Bruthitze in den Zim­mern lastet. Der Sender schnurrt und es meldet sich Königswusterhausen.

In dem Dankeestadion zu Newyork treten Sharkey und S ch m e l i n g in den Ring, um die Weltmeisterschaft im Borkampf aus­zutragen.

Was sich in Newyork ereignet, interessiert auch bei uns. Die Straßen werden lebendig, die Anhänger des Borsportes oder auch Men­schen, die nicht schlafen können, suchen die Stätten auf, wo der Kampf durch den Sen­der übertragen werden soll. Vor der Phyma in der Hindenburgstratze zählt die Zahl der Hörer nach Hunderten, Autos sind in einer langen Kette aufgefahren. Im übrigen ist es Nacht, so wie es bei den Amerikanern ge­rade Abend ist. Eespensterhaft hängen die Fahnen in die Straßen. Studenten ziehen heimwärts und die Vögel beginnen ihr Morgenlied.

Und der Sender schnurrt. Königswuster- hausen gibt Konzert, spielt den Schmeling- Marsch und man weih noch nicht, dah der Kampf bereits begonnen hat. Man hat ihn früher gelegt, da Newyork Regen erwartet.

Wenige Minuten vor 3 Uhr kommt die erste Nachricht. Der Kampf ist im Gang, die erste Runde klar für Sharkey.

Kurz nach 3 Uhr hört man mehr: Nach einer Prioatmeldung hat Sharkey in der 4. Runde einen Tiefschlag gemacht und soll disgualifiziert werden. Skandalszenen im Stadion, das Publikum verlangt die Fort­setzung des Kampfes.

Und kurz vor Uhr nachts weih man das Letzte: Schmeling ist bewuhtlos, aber Weltmeister: Sharkey disgualiftziett. Die Amerikaner jubeln Schmeling zu. denn das Urteil des Ringrichters war gerecht . . .

Der Sender schnurrt, viel konnte er nicht berichten, da durch atmosphärische Störungen eine direkte Verbindung nicht zu erreichen war.

Dann bricht Königswusterhausen ab mit dem Deutschlandlied und einemGute Nacht.

Schmeling hat's geschafft. Er ist Welt- 'meister im Borkampf geworden. Aber ehe die Nacht anbricht in Newyork, spricht man be­reits von Revanche, die Schmeling geben soll.

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Sommerliche Sitze

Obwohl wir uns noch kalendermäßig im Frühling befinden, herrscht seit eini- gen Tagen eine hundstagsmäßige Hitze, die zwar für die in vollem Gange be­findliche Heuernte sehr günstig ist, an- oernteils aber die jungen Gemüsepflan­zungen sehr schädigt. Im Gemüsegarten macht sich besonders der Erdfloh sehr un­angenehm bemerkbar.

Heute früh wurden bereits annähernd 20 Grad Celsius Wärme gemessen, in den Mittagsstunden stieg die Quecksilbersäule teilweise bis 31 Grad im Schatten. Nach dem Wetterbericht ist mit einer Fort­dauer der schwülen Witterung zu rech­

nen.

8m letzten Stutze

Trauerfeier für Landeshauptmann v. Gehren.

Gestern wurde in Kassel der verstorbene Landeshauptmann o. Gehren zur letzten Ruhe gebracht. Im Sitzungssaale des Stände­hauses, wo man den Sarg aufgebahrt hatte, und Beamte die Totenwache hielten, fand eine ergreifende Trauerfeier statt, der u. a. auch die Chargierten des Marburger Corps Hafso-Nassovia, dem der Verstorbene ange­hört hatte, beiwohnten. Die geistliche An­sprache hielt Konsistorialrat Dr. Trepte. Dann folgten Abschiedsworte von Oberprä- sident Haas, dem Präsidenten des Kom­munallandtages, Dr. Becker, dein Vor- sttzenden des Landesausschusses und Präsi­denten des Kommunallandtages, Thöne, des Vertreters der Beamtenschaft, Landesrat Stöhr. Vertreter des Staatsrates und des Nassauischen Kommunallandtages, der Landeshauptleute, des Kreises und der Stadt Homberg, des llnterverbandes Hessen im Preußischen Landkreistag hoben noch einmal die hohen Verdienste des Entschlafenen her­vor, der von asten geschätzt und verehft wurde. Oberbürgermeister Dr. Stadler als Vertreter der Stadt Kassel, des Hessisch- Waldeckischen Städtetages ,des Verkehrsver­bandes für Hessen und Waldeck, des Mu­seumsverbandes für Hessen und Waldeck und des Vorstandes der Heilstätte Lindenberg würdigte ebenfalls die seltenen und zur allsei­tigen Anerkennung zwingenden Eigenschaften dieses Sohnes unseres Hessenlandes. Dann fand die Beisetzung auf dem Militärftiedhofe statt.

* Uebermut tut selten gut! Als heute nacht ein junger Mann aas Aeber- mut auf dem Eisengeländer der Plantage am Steinweg herumbalanzierte, stürzte er ab und zog sich erhebliche Verletzungen zu.

'Reformierte Gemeinde.Die Auf­nahme der Konfirmanden des Nordbezirks findet noch heute und morgen im Pfarrhause statt.

* Goldene Hochzeit feiern heute die Eheleute Schrrinermeister Wilhelm Fuchs «n Hrrichberg. _

Gin Besolöungssperrgesetz für die t Kommunalverwaltungen

Don parlamentarischer Seite wird uns geschrieben:

Die Entwürfe zu den n e u e n Re i ch s- gesetze n, die zur Wiedersanierung der Arbeitslosenfürsorge und im Zusammen­hang damit vom Reichskabinett grund­sätzlich beschlossen worden sind und dem­nächst den gesetzgebenden Körperschaften zugehen werden, berühren mittelbar und unmittelbar auch die deutschen Gemein­den in sehr starkem Matze. Wieweit die Wünsche des Deutschen Städtetages auf andere Regelung der Krisenfürsorge be­rücksichtigt werden, läßt sich im Augen­blick noch nicht sagen, da der Wortlaut der Gesetzentwürfe, wie sie dem Reichs­rat und Reichstag zugeleitet werden sol­len, noch nicht in allen Einzelheiten ge­nau festgelegt ist und sich ja auch noch nicht übersehen lätzt, ob und welche Aenderungen in den Reichstagsverhand­lungen zustande kommen. Dagegen ist bereits jetzt sicher, datz z. B. die Forde­rung der deutschen Städte auf Aende- rung der Biersteuer und deren generelle Uebertragung auf die Gemeinden einst­weilen nicht erfüllt wird.

Mittelbar werden die neuen Reichsgesetze für die Gemeinden insofern bedeutungsvoll werden, als das Not opfer für die Beamten und Angestell­ten aller öffentlichen Verwaltungen, also auch der Gemeinden, gilt und die Mehr­belastung, die durch das Notopfer, die Ledigensteuer und die Erhöhung des Bei­trages Zur Arbeitslosenversicherung für alle Kreise der Bevölkerung entsteht, naturgemäß die Konsumkraft und damit das geschäftliche Leben auch in den Gemeinden erneut schwächen muß. An­dererseits werden einzelne Zweige der Industrie durch die zwischen Reichsregie­rung, Reichspost und Reichsbahn verein­barte Auftragserteilung wieder mehr be­schäftigt werden, so daß ein gewisser Ausgleich für den Ausfall nicht ausblei­ben dürfte.

Unmittelbar dürfte für viele Ge­meinden von allergrößter Wichtigkeit das Ausgaben fenkungsgefetz werden, das alle irgendwie erdenklichen Sparmaßnahmen für Reich, Län­der und Gemeinden und alle Körperschaf­ten öffentlichen Rechtes grundsätzlich zu- sammenfassen und anordnen soll. Ge­rade dieses Gesetz wird aber außeror­dentlich umstritten werden, und schon deshalb ist es verständlich, daß über In­halt und Form des endgültigen Entwurfs das Kabinett selbst sich noch nicht schlüssig geworden ist. Eine maßgebliche Bestim­

mung des Entwurfs dürfte sich zu einem besonderenB e s o I d u n g s s p e r r g e - s e tz" verdichten. Durch dieses Gesetz soll erreicht werden, daß die Besoldungen, Pensionen, Wartegelder und Hinterblie­benenbezüge in den Ländern, Gemeinden und öffentlichen Verwaltungen (Provin­zen usw.) nicht höher bemessen werden, als sie für die g l e i ch g e a r t e t e n Stel­lungen vom Reiche bezahlt werden. Ge­gen eine solche Vorschrift wird keine ob­jektiv denkende Gemeindeverwaltung etwas Ernstliches einzuwenden lzaben, zu­mal die Wirkungen der verschiedenen Neuregelungen der Reichsbeamtenbesol­dung auf die Gemeinden noch in nicht sehr angnehmer Erinnerung sind. Es wird auch von den maßgebenden Kom­munalpolitikern zugegeben, daß vielfach Kommunalbeamte höher eingestuft sind als die nach Vorbildung und Be­schäftigungsart gleich rangierenden Be­amten im Reich. Zum Teil ist diese höhere Einstufung unter der Befürchtung erfolgt, daß die betreffenden Beamten von Han­del und Industriewegengagiert" wer­den könnten eine nicht ganz unbe­gründete Befürchtung/ denn Handel und Industrie pflegten bisher wenigstens nicht selten höhere Gemeindebeamte durch entsprechende Gehälter für sich zu ge­winnen. Vielleicht wird das in Zukunft nur noch ein Ausnahmefoll fein; aber diese Konkurrenz besteht ja auch für Län­der und Reich, und so ift gar kein Grund zu ersehen, weshalb sich Reich, Länder und Gemeinden auch untereinander eine solche Konkurrenz machen sollten. Wie der Reichsfinanzminister dieser Tage in einer Pressekonferenz bemerkte, soll auch vorgesehen fein, daß Länder und Ge­meindenüb er erhöhte" Einstuf­ungen von Beamten rückgän­gig machen sollen. Das würde zum Teil eine nicht unwesentliche Beeinträch­tigung erworbener Rechte für die in Frage kommenden Beamten bedeuten, und deshalb würde das Gesetz ohne Zweifel in diesem Punkte verfassungs- ündernden Charakter erhalten, also einer qualifizierten Mehrheft im Reichstage be­dürfen. Darüber hinaus würde vielleicht die Anrufung des Staatsgerichtshofes und eine Reihe von Zivilprozeffen die Folge fein.

Aber, wie gefügt, das Ganze ist zur Zeit noch sehr problematisch. An sich 'beint die Reichsfinanzverwaltung auf dem unseres Erachtens sehr vernünfttgen Standpunkt zu stehen, daß ein Zwang in derartigen Einzelheiten möglichst ver­mieden werden müsse.

Ms der ewdenIeMoft

Saarfahrt Deutscher Sängerverbindunge,

Die Westdeutschen Verbindungen des Sondershäuser Verbands Deutscher Sänger­verbindungen (S. V.) unternahm an Pfingsten eine Erenzlandsängersahrt nach Dillingen im Saargebiet. Zwei Vorträge von Asiessor Lüdtke und Dr. Eartellerieie über Wirtschaftsfragen und Geschichte des Saargebiets leiteten das reiche Programm der Tagung ein. Begrüßungsabend, Kon­zert und Kommers, bei denen teilweise auch Gesangvereine des Saarsängerbundes mitwirkten, brachten die Studenten in enge, freundschaftliche Fühlung mit allein Schichten der Bevölkerung und eine große Rundfahrt vermittelte ihnen einen Ueber- blick fast über das ganze Land. Einen Höhepunkt der viertägigen Tagung bildete ein hochinteressanter Vortrag von Kom­merzienrat Dr. Röchling-Dölkingen über die polittschne Verhältnisse des Saarge­bietes, der sich der Besichtigung der Röch- ling'chen Hüttenwerke anschloß.

S-chschrrlnaKrichten

X In W i e n ist am 7. Juni der außer­ordentliche Professor der Psychiatrie und Neuropathologie an der dortigen Univer­sität, Direktor der Nervenheilanstalt der Stiftung für Nervenkranke, Dr. med. Nathaniel Frhr. von Rothschildschen Emil Redlich im Alter von 64 Jahren gestorben.

X Wie wir erfahren, ist die Ernen­nung des o. Prof. Dr. Hermann W e y I von der Technischen Hochschule in- r i ch zum ordentlichen Professor der Ma­thematik an der Universität Göttin­gen als Nachfolger David Hilberts er­folgt.

Lew StoWtWhtmgtn

r. Frankfurt, 13. Juni. Im heu- tigen Vormittagsverkehr ist das Geschäft an der Börse ruhig. Anregungen lagen nicht vor, ebenso auch keine Aufträge. Die Spekulation ist zurückhaltend. Die Grundstimmung war unfreundlich. A. E. S. 158, I. G. Farben 164, Siemens 239.

r. Berlin, 13. Ium. Am Produkten­markt sind die Auslandsofsetten ermäßigt. Das Geschäft ist reichlich unentwickelt. In Effektivware ist das Geschäft in Roggen klein. Die Lieferungspreise liegen für Weizen l1/* und für Roggen 1 Mark unter dem Vortags- schlutz. Hafer ruhig und hat kein Geschäft, das Angebot ist nicht dringend. In Gerste ist das Geschäft ebenfalls klein, ebenso in Kleie wo auch die Nachfrage gering ist. Weizen und Roggen je 1 Mark niedriger. Die übrigen Preise behauptet.

Seist unserer Marburger Bahnhofs, mlssion

Am Sonnabend, dem 14., und Sonntag, dem '15. Juni, findet unsere jährliche Sammlung am Bahnhöfe statt. In der Bahnhofshalle und in den Wartesälen werden unsere Sammlerinnen, die kennt­lich find an der weißen Binde mit dem rosa Kreuz, jede Gabe dankend entgegen nehmen. Weit über eine Million Rat­suchender und Schutzbedürftiger haben in­nerhalb des letzten Jahres die Hilfe der Bahnhofsmissionen und des Bahnhofs­dienstes erfahren. Auch hier in Marburg gibt es viel zu tun und zu helfen und unser Unterkunftsheim im Philippshauje, muß manche Nacht unsere Schützlinge, bes. junge Mädchen, aufnehmen. Tragt alle dazu bei, daß dieses segensreiche Werk, das seit Jahrzehnten besteht, in Zeiten schwerster, wirtschaftlicher Not zum Besten vieler Tausende von jungen Mädchen und Kindern, von Kranken und Greisen, von Heimat- und Obdachlosen in unserm Vaterlande und auch hier in Marburg erhalten bleibt. Auch an unsere Büchse, die zwischen den Fahrkartenschaltern hängt, sei freundlich erinnert. L. H.

AoS -em Gerichtssaal

Ern hiesiger Arbeitgeber hatte Versiche­rungsgelder für seine Angestellten nicht an die zuständige Kasse abgefühtt. Er wurde oom Einzelrichter in eine Geldstrafe von 25 Mark genommen. In einem hiesigen Haushalt sollte eine Angestellte verschiedene Gegenstände unrechtmäßig an sich genommen haben. Ber der Vernehmung konnte die An­geklagte die Herkunft der in ihrem Besitz Vorgefundenen Sachen nachweisen. Schließ­lich wurde das Verfahren wegen Eering- fügigkeft eingestellt.

Der evangelische Kirchenchor Siegen (Leitung Studienrat Wettig) wirb mit 120 Personen am kommenden Sonntag in drei großen Verkehrsautos unsere Stadt be­suchen. Die Teilnehmer werden dem Gottes­dienst um 10 Uhr in der Elisabethkirche bei­wohnen. bei welcher Gelegenheit der Kirchen­chor die Gemeinde mit einigen Chören er­freuen will.

* Verlust von Gegenständen auf der Eisenbahn. Hat ein Reisender einen Gegenstand im Zuge, im Wartesaal ober sonst auf dem Bahngebiet liegen lassen, so begiebt er sich zweckmäßig nach dem nächsten Bahnhof und fertigt dort eine Verlustanzeige aus. Der Bahnhof veranlaßt dann die Weitersendung der Verlustanzeige nach dem Fundbüro. Ist kein Bahnof in der Nähe, so genügt ein kurzes Schreiben an das am Platz der Reichsbahn­direktion befindliche Fundbüro. Das Schrei­ben mutz enhalten: 1. Tag des Verlustes, 2. genaue Bezeichnung der Fahrstrecke oder, ist der Gegenstand auf einem Bahnbof geblieben, nähere Angabe des Ortes, 3. die Abfahrts- und Ankunftszeit des Zuges, damit die Zugnum­mer ermittelt werden kann, 4. die genaue Be­zeichnung des verlorenen Gegenstandes, event. unter Beifügung einer kleinen Skizze, 5. An­gabe des Ortes und der Anschrift, wohin der Gegenstand, wird er gefunden gesandt werden soll. Die Reklamationen sind stets an das Reichsbahn-Fundbüro und nicht an die Reichs- bahnvirektion selbst zu richten, da sonst die Nachforschung verzögert wird.

Tasesanzcifler.

Freitag, den 13. Juni.

Bergnügungsauzeigee.

Marburger Festspiele: 17 Uhr vor der cd.« luth. Kirche:Jedermann".

Cafe MarkeeS, Rettgasse: Ab 20 Uhr: Konzert.

Cafe Vetter, Rcitgasse: 20 Uhr: Konzert. Stadtkeller: 20 Uhr: Kiinftlsrkonzert.

Schloß-Cafe, Marburg: Abends Konzett. Capitol, Btegenstraße: Ab 20.15 Uhr:

Wiener Blut" und auf der Bühne Tanz-Soubrette Erika Kehrmann".

Kamera. Kasernenstrahe: Ad 20.15 Uhr: Heilige oder Dirne".

Serfimmlungen, Vorträge usw.

Zentralverband deutscher Kriegsbeschädig­ter und Kriegerhinterbliebener e.V.: 20 Uhr im Hessischen Hof Mitgliederver­sammlung.

Sonnabend, den 14. Juni.

Universitätsbund: 12.15 Uhr, Hörsaal 1 Landgrafenhaus: Hauptversammlung: 17 Uhr: Festveranstaltung im Capitol. Bie- genstrahe.

Cafe Markee«, Reitgasse: Ab 16 Ahr: Konzert.

Stadtsäle: Ab 17 Uhr im Garten Konzert.

PT&AVOW

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Wetterbeobachtungen am 12.13 Juni

Höchste Temperatur am 12. Juni 31,0 Celsius Niedrigste Temperatur letzte Nacht 14,9 Celsius

Fernruf 248 Marbnrg-L. Wettergasj« Sv

Zeit

Barometerst. reduziert auf N. N.

Tempe­ratur

Relative Luft- feuchtig- feit

12. 6. 2 Uhr nachm.

12. 6. 9 Uhr nachm.

13. 6.7 Uhr vorm.

PHOTO-B

761.7 nun

761,1 mm

762,7 mm

ÖHLER ~

25.0 Teil.

24,0 Test.

18,3 Tels.

BRILLEN

381, 53'/.

77'/.

-BÖHLER

Wetterbericht.

Durch die nordostwärts Verlagerung des seither über dem Festlande liegenden Hoch­druckgebietes und der starken Erhitzung des Kontinents die am Donnerstag in Deutsch meist bis über 30 Grad führte, haben sich zahlreiche Wärmettefs ausgebildet. Diese brachten auch in unserem Bezirk vielfach schon Gewitter, und es kann angenommen werden, daß die Gewittertätigkeit sich zunächst noch oerbreitett. Eine anhaltende Abkühlung wird nicht emtreten, doch wird es zunächst nicht mehr so heiß, dagegen aber schwüler.

Vorhersage für Sonnabend: Fortdauer der schwülen und zu Gewittern neigenden Witte­rung.

Verlag von Dr. C. H i tz e r v t h.

Verantwortlich für die Schriftleitung und den politischen Teil: Dr. E r n st S ch e l l e r: für Kvmmunalpollttk und Feuilleton: Loth- Schneider; für den lokalen und pro* vinziellen Seil: Wilhelm WißneN sämtlich in Marburg. 1"