Sette 6
OberSessische 3ettnitg. Marburg tu L. Freilag, den 23. Mai 1930
«r. 120
darf; 15.30 Uhr in Biedenkopf auf dem See- wasern, für Biedenkopf, Eckelshausen, Kombach, Wolfgruben und Breidenstein; 16.50 llhr in Eifa bei Bullenhalter Zissel, für Hatzfeld, Oberasphe, Frohnhausen B., Der- bach und Engelbach; 18.00 llhr in Battenberg auf dem Dreschplatz, für Battenfeld, Rennertehausen und Holzhausen/Eder.
Gladenbach, 22. Mai. Am Dienstag, 27. Mar, wird eine musikalische Schau- spielgruppe mit 23 Mitgliedern auf ihrer Durchreise nachmittags ein Märchenschauspiel in fünf Atten mit Musik aufführen. Abends wird Prinzeh Mulinka in ihren entzückenden Tänzen mitwirken. Prinzetz Mulinka ist die kleinste und zierlichste Dame aus Liliput. — Das Theaterstück „Der Säugling", von Richter, erhielt überall reichen Beifall.
Silbers, 22. Mai. Am vergangenen Sonntag wurden unsere Einwohner durch Trompetenklang aus ihrer beschaulichen Ruhe geweckt. Die Standatte IV H der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei kam auf ihrem Propragandamarsch im Nordtteis auch durch Silbers. Es hatten sich bald alle Einwohner versammelt, die der zackigen Standatte zujubelten. In einem Gasthause, in dem die S.-A.-Männer für kurze Zeit rasteten, entwickelte sich schnell ein geschäftiges Treiben. Auch hier war wie in Warzenbach, die Gaststube viel zu klein, um auch nur einen Teil der Dottbewohner aufnehmen zu können. Die wenigen Einwohner, die noch nicht der R. S. D. A. P. angehötten, traten zum größten Teil bei, sodaß heute Silbers mit zu den stärksten ländlichen Ortsgruppen zählt. Doch die Ruhepause war bald vorbei. Die S.-A. hat wieder an und marschierte durch Quotshausen, Wolzhausen, Breidenbach, Breidenstein, Wal- lau nach Biedenkopf, überall von der Bevölkerung herzlich begrüßt. Zweck des Marsches war es, den vielfach geäußerten Wünschen der Oriseinwohner nachzukommen, die schon seit langem die Braunhemden der Standarte IV L baten, sie zu besuchen. Der Marsch der disziplinierten Stürmer hat vielen, die noch heute in solcher Notzeit unschlüssig waren, gezeigt, daß « nur eine Bewegung gibt, die, allen Gewalten zum Trotz, die Freiheit aller schaffenden Stände erkämpfen wird!
ZjMeles Stedlungslan- in Mecklenburg
15000 Morgen gutes Ackerland in der schönsten Wald-- und Seelandschaft Mecklenburgs sind zur Ansiedlung von Pensionären. Kleinrentnern, Invaliden, Knegsbe- schädigten, Versorgungsanwärtern, Werkstudenten, Spottsleuten, Iagdliebhabern und Ruhebedürftigen zur Verfügung gestellt. Das Siedlungsland liegt in Lübstorf am Schweriner See, in Krakow am See, in Malchow am See, in Waren am Mütttz-See, in Plau am Plauer See tua.m. Der Stadtinspektor i. R. Mlson in Plan i. Meckl. hat alle diese mecklenburgischen Städte und Privatbesitzer zu einem Siedlungsring zusammengeschlossen, um durch einheitliche Leitung den Städten die Werbungsunkvsten zu ersparen, ande- rersetts, um den vielseitigen Wünschen der Siedler nach geeigneten Plätzen am Walde, am See, auf Inseln usw. eine Auswahl zwischen Heinen und größeren Städten zu bieten. Der Verkauf des Siedlungsgeländes erfolgt nach dem von Ril-- son zinslosen Tilgmigsshstem. Oft ohne jede Anzahlung wird dem Siedler die Höhe der monatlichen Tilgungsraten überlassen. Der Preis für Gattenland beginnt mit 0,20 RM., der für Wald- und Wasserparzellen mtt 0,70 RM. für ein Quadratmeter. Als monatliche Tllgungsraten genügen 5—10 RM. für jeden Morgen Gattenland. Die Größe des Grundstücks und dessen Lage kann sich jeder Siedler aus den Städten und Siedluugsplänen frei aussuchen. Den Farmern, o. s. Obstbauern, Kleintierzüchter, Geflügelzüchter werden Freizeiten bis 8 Monate gewährt, zur Einrichtung der Farmen. Auch während der Bauzeit ruhen die Zahlungen. Bauzuschüsse werden bereitgestellt. Ein Bauzwang wird nicht ausgeübt. Die Wegelasten sind im Kaufpreise eingerechnet. Es ist der “Beitritt weiterer Städte und Privatbesitzer zum Siedlungsring gestattet. Der geistige Urheber und orgni- satorische Leiter dieser großen mecklenburgischen Städtesiedlungen ist der Stadt- inspektor i.R. Rilson in Plau, Meckl.; er betreibt diese Siedlungen auf eigene Kosten und Gefahr mit dem Ziele, die Auswanderung deutscher Sanrilien ins Ausland zu hemmen und den vielen brotlosen Versorgungsanwärtern, Werkstudenten, Lehrern, Künstlern, Rentnern als deutschen Farmern im mecklenburgischen Lande eine einigermaßen erträgliche Lebensstellung zu verschaffen. Das Geld ist dem deutschen Volle ausgegangen. Aber die Kraft, durch Arbeit aus dem Acker die Früchte für «den Lebensunterhalt zu gewinnen, ist geblieben.
Tonfilm.
Der Gatte der Tonfilmdiva jag in der Premiere. Die Göttliche spielt eine Liebesszene mit girrenden, weichen Schmeicheltönen.
Und in die süßen Worte klang des Gatten Bagstimme.
»Komisch, zu Hause ist sie ganz anders."
Bekanntmachung
Abdruck aas dem amtlichen Äreiiblatt
Ser Saatenstand Anfang Mai im
Äteis Marburg-Land
Hessen-Nassau und Rachbaegebiete
Besucherzahl der forstlichen Hochschule.
H a n n. - M ü n d e n, 22. Mal. Es waren eingetragen insgesamt 128 Studierende gegenüber 123 im Winter und 136 im vorigen Sommersemester (ausschließlich der Hörer). Wie immer wurde somit die Winterbesuck^- ziffer überschritten, wenngleich infolge der beschränkten Anwärteflahl ein Anschwellen wie an Universitäten hier unmöglich ist.
Lin Frankfurter Gelehrter tödlich verunglückt.
Frankfurt a. M.. 22. Mai. Der seit einigen Wochen in Bad Homburg zur Kur weilende Frankfurter llniversitäts- professor Dr. Wülker ist heute Nacht aus einem Fenster der Homburger Mersheim-Stiftung abgestürzt. Wahrscheinlich hat er beim Oeffnen des Fensters das Uebergewicht bekommen. Er erlitt schwere inerere Verletzungen, denen er heute vormittag int Krankenhaus erlag. Prof. Walker stand im 45. Lebensjahr und war außerordentlicher Professor der Zoologie und erster Assistent am Zoologischen Institut in Frankfurt. Wülker war Mitherausgeber der Zeitschrift für wiffenschaftliche Biologie.
Ein Park-Flußbad für Dreißigtausend.
Frankfurt a. M., 22. Mas. Der ün vorigen Jahr in den Besitz der Stadt Frankfurt übergegangene Brentano-Park mit wundervollem altem Baumbestand und herrlichen Grünflächen ist jetzt zu einem großen Test, rund 90 000 Quadratmeter, zu einem Familienbad umgewandelt worden, das durch seine einzigartige landschaftliche Schönheit, wie das Stadion, die Bewunderung aller zur Besichtigung kommenden in- und ausländischen Fachleute findet. Die Wasserversorgung der fast 20 000 Quadratmeter großen Wasserfläche erfolgt durch einen Seitenarm der regulierten Nidda, einem Nebenfluß des Mains. Die Schwimmbahn ist etwa 400 Meter lang, das 1 bis 1,40 Meter tiefe Nichtschwimmerbecken hat eine Länge von 120 Metern, daran schließt sich ein großes Planschbecken. Die Eröffnung des Bades, das bequem 30 000 Menschen Gelegenheit zum Baden bietet, erfolgt voraussichtlich am 15. Juni.
Die Griesheimer Flugzeughalleu für 100 200 Franken versteigert.
Mainz, 22. Mai. Bei der heute nachmittag stattgefundenen Versteigerung gingen die Flugzeughallen auf dem Griesheimer Sand bei Darmstadt für den Betrag von 100 200 Franken in den Besitz eines Mülhausener Steigerers über. Die Halle in Speyerdorf in der Pfalz wurde ebenfalls versteigert.
15 Millioueu-Darlehen für die Wiesbadener städtischen Werke.
Wiesbaden, 22. Mai. Die Verhandlungen über die Aufnahme eines langfristigen Darlehens für die Städtischen Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke A.E. sind heute abend zum Abschluß ge- I
kommen. Ein Bankenkonsortium, bestehend aus der Commerz- und Privatbank und der Nassauischen Landesbank in Wiesbaden, sowie der Bank für Arbeiter, Angestellte und Beamte in Berlin, gewährt auf 15 Jahre ein Schuldschein- Darlehen von 12 Mill. Mark zu 7 Prozent bei 90 Prozent Auszahlung. Die Tilgung erfolgt vom fünften Jahre an in zehn gleichen Jahresraten.
Beschuldigungen gegen de« Direttor der Elektrizitätswerke.
Wiesbaden, 2L Mai. Heute begann vor dem Erweiterten Schöffengericht die Verhandlung gegen den Direttor der Städtischen Elektrizitätswerke, Seines. Ihm wurde zur Last gelegt, sich gegen das Gesetz über den unlauter« Wettbewerbe vergangen zu haben. Er soll von Vertretern der Kabelwerke Duisburg seit 1922 Geschenke und andere Vorteile angenommen haben. Als Gegenleistung habe er dafür Sorge getragen, daß die Kabelwerke Duisburg die alleinige Lieferantin der von der Stadt benötigten Kabel war. Schon 1923 soll Seines von dem Prokuristen Vockerodt in Duiburg bei Besprechung von Spekuklationsgeschäften auf Kupferankäufe hingewiesen worden sein. Nach der Anklage soll die Stabt Wiesbaden im Jahre 1922 eine Rückvergütung von 200 000 Mark nicht erhalten haben. Daraus folgert die Anklage, daß entweder Vockerodt, der das Geld überbracht haben soll, dieses unterschlagen hat, oder der Angeklagte den Betrag für die Stadt in Empfang genommen und veruntreut habe. Vockerodt ist wegen Unterschlagung von 167 000 Mark von den Kabelwerken später entlassen worden. Anzeige ist gegen ihn auf Anraten des Rechtsbeistan- des der Werke nicht erstattet worden. Die Angelegenheit kam zur Kenntnis der Oef- sentlichreit, als Frau Seines in einem Ehescheidungsprozeß durch den Detettv Haas und den Rechtsanwalt Soeter Material gegen ihren Mann sammeln ließ und dabei den Direktor beschuldigte, er habe Seftechungsgelder angenommen. Die Frau behauptete sogar, das Seines die Hälfte des von Vockerodt unterschlagenen Geldes erhalten habe. Für ihre Bemühungen sollen der Rechtsanwalt und der Detektiv etwa 46 000 Mark bekommen haben.
Vor Gericht bestritt der Angeklagte jegliche Schuld. Er habe nur aus rein sachlichen Gründen und im Interesse der Stadt die Beziehungen zu den Kabelwerken Duisburg aufrechterhalten.
Zu dem Prozeß, der aller Voraussicht nach fünf bis sieben Tage in Anspruch nehmen wirb, sinb eine große Anzahl von Zeugen unb mehrere Sachverstänbige geladen.
ftongnfft unb Tagungen
Bezirkstag der hessen-nassauischen Schmiede.
In Kassel fand fand vom 16.—18. Mai eine gut besuchte Bezirkstagung des Schmiedebezirksverbandes für Hessen-Nassau statt. In der Delegiertenversamm- lung wurden u. a. zur Frage der Einbeziehung der Autoreparaturwerkstätten in die Schmiedeinnungen Stellung genommen, und zu den Vorschlägen des Hufeisenverbandes bezüglich der Vereinfachung der Hufeisenfabrikation. Auch über das Meister- und Eesellen-Prüfungswesen im Schmiedehandwerk wurde eingehend gesprochen, llebereinstimmend wurde von allen Delegierten über die überaus schwierige Lage im Schmiedehandwerk berichtet und der Verbandsvorstand ersucht, sich mit allen Mitteln für eine wirksame Erleichterung des Exstenzkampfes einzusetzen. Die Hauptversammlung am Sonntag brachte Referate von Dr. Hartmann, Handwerkskammer über „Das Handwerk im Strom der Zeit" und Gewerbelehrer Wurm über das Thema „Vorn Erz zum Stahl".
zer Streifen, der sich von der Mähne zum Schwanz zieht. Sie erinnern an die Shett- landponys oder die Russenpferdchen, die man während des Krieges kennen lernte. Der Fang geht so vor sich, daß die Herde von Treibern in einen offenen Fangstall gedrängt wird. Die Fohlen werden aus- gesondert. Beim Fang der Jährlinge müssen oft vier bis fünf Mann helfen, da sie sich schwer bändigen lassen. Der Hengst- fang selbst gestaltet sich jedes Mal zu einem groen Volksfest, zu dem von nah und fern Besucher herbeiströmen. Gegen em geringes Eintrittsgeld kann man dem seltenen Schauspiel beiwohnen.
Eine Hmtdertjährig» spricht fünf Sprache« unb war nicht i« der Schule.
Recklinghausen, 22. Mai. Dieser Tage feierte die Witwe Klementine Slo- watscheck zu Scherlebeck ihren 101. Geburtstag. Das alte Mütterchen versieht noch täglich ihren Haushalt und liest die
Zeitung ohne Brille. Außerdem spricht es fünf verschiedene Sprachen, trotzdem es nie eine Schule besucht hat. Die Sprachen sind Deutsch, Rumänisch. Polnisch, Russisch und Französisch. Den größten Teil ihres Lebensunterhaltes verdient sie durch Karten legen.
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WMna*rWn
x Der ordentliche Prof, für Straf- und Prozeßrecht an der Universität Kiel Dr. Erik Wolf hat einen Ruf an die Universität Freiburg i. B. erhalten und zum 1. Oktober 1930 angenommen.
X Wie wir hören, hat Professor Dr. Johannes Lange an der Universität München den an ihn ergangenen Ruf auf den Lehrstuhl der Psychiatrie und Neurologie in Breslau als Nachfolger des Geheimen Medizinalrates Prof. Dr. Wollenberg angenommen und bereits seine Ernennung zum Ordinarius in Breslau erhalten.
X In der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Bonn ist der Privatdozent für alttestamentliche Wissenschaft Lic. tijeot, Dr. phil. Friedrich Horst zum nicht- beamteten außerordentlichen Professor ernannt worden.
x Das thüringische Staatsministerium hat beschlossen, den Schriftsteller Dr. phil. Hans F. K. Günther in Dresden-Losch- witz mit Wirkung vom 1. Oktober 1930 ab zum ordentlichen Professor in der mathematsch - naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Jena mit einem Lehrauftrag für Sozialanthropologie zu ernennen.
X Am 17. Mai verschied in München der emerit. ord. Professor der Ingenieur- Wissenschaften an der dortigen Technischen Hochschule, Geh. Hofrat, Dr.-Jng. h. c., Dr. techn. h. c. Franz Kreuter, im 89. Lebensjahre.
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Sonnabend, den 24. Mai.
6.00: Morgengymnastik. — 8.00: Konzert des Homburger Kurorchesters. — 9.30: Schul- funk. — 13.00: Werbe-Konzert. — 13.20: Schallplatten-Konzert. — 15.00: „Wlld- pferdefang m Westfalen", Mikrophonreportage. — 16.00: Reit- und Springturnier im Rahmen der Befreiungsfeiern der Stadt Koblenz. — 16.45: Konzert des Nauheimer Kurorchesters. — 18.05: „Amerikanische Musik". Vortrag. — 18.35: Stunde der Arbeit. — 19.05: Spanischer Sprachunterricht. — 19.30: Chor-Konzert. — 20.00: „Bei uns zu Lande", Gestalten und Werke des schwäbischen Schrifttums. — 20.45: Unterhaltungs- Konzert. — 23.00: Nachrichten. — 23.20: Tanzmusik.
Wetterbeobachtungen a^
23. Mal
Höchste Temperatur am 22. <r*n 2 4 Niedrigste Temperatur letz fein zf
4.7 Celsius
7.0 Celsius
Zeit
Barometers» reduziert auf N N.
zjtinmi
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ratur
Relative Luft- feuchtig. kett
22.5.2 Uhr nachm.
22. 5.9 Uhr nachm.
23.5. 7 Uhr norm.
761,3 mm
761.1 nun
760,8 mm
15.4 Tels.
14.1 Cels.
12,3 Tels.
62’J. 68*|, 801.
PHOTO-BÜHLER - BRILLEN-BUHLER
Fernruf 248 Mardnrg-L. Wettergasse 30
•
Wetterbericht.
Die sich von Südwest nach Nordost über den Kontinent erstreckende Tiefdruckrinne, in der Einzelstörungen auch unserem Gebiet örtliche Gewitter brachten, scheint sich zunächst nach Norden zu zu verbreitern. Die Folge davon dürfte etwas ausgedehntere Gewitter- tätigkeit sein, wenn auch am Südrande eines Hochdruckgebietes der freundlichere Witterungscharatter erhalten bleibt. Nach leichter Abkühlung ist bald neue Wärmezunahme wahrscheinlich.
Vorhersage für Sonnabend: Vielfach aufgeheitert, Gewitterneigung nachlassend, wieder wärmer.
Sengltfang In Westfalen
Münster, 22. Mai. In der zweiten Hälfte des Mai findet alljährlich auf der Wildbahn des Herzogs von Croy bei dem Kloster Maria Venn, das etwa 10 Kilometer von der alten westfälischen Stabt Dülmen entfernt liegt, der Fang der jährigen Hengste statt. Die Tiere leben hier vollkommen frei als Rest der einstigen, blühenden Wildpferdezucht in einem erwa 500 Hektar großen Gehege. Sie sind die letzten Wildpferde, die man in Europa noch finden kann. Die Herde ist 150 bis 200 Pferde stark. Davon werden etwa 15 Hengste gefangen, die zum Verkauf gelangen. Es handelt sich um eine verhältnismäßig kleine, Pferderasse von verschiedener Farbe. Charakteristisch ist ein schwar-
vegutachtungsziffer (Roten): 1 --- sehr gut. 2 — gut, 3 = mittet (durchschnittlich) 4 = gering, 5 — sehr gering
Fruchtarten u|e.
Durchschnittsnoten für den
Anzahl her »ort den Vertrauensmännern des Kreises abgegebenen Koten
Staat
Regierungsbezirk
1
1—2
2
2—3
3
3-4
4
4-5
5
Winterweizen
Winterspelz (Dinkel,, auch mit
2,3
2,1
3
1
v
5
2
Beimischung von Weizen oder Roggen
2,5
Winterroggen
2,4
2£
1
2
7
T
3
1
Wintergerste
2,5
2L
1
5
2
7
1
1
Gemenge aus Wintergetreide
2,6
2,5
1
2
Winterrops u. Rübsen Klee auch mit Beimischung von
2,7
2,8
2
1
3
6
1
4
>
Gräsern
2,7
2,5
8
7
2
2
Luzerne
Wiesen mit Be- oder Entwässer-
2,6
2,5
3
5
1
1
ungsanlagen (Rieselwiesen
2,5
2,3
1
4
3
3
Andere Wirsen
2,7
2,6
2
1
3
S
Of
1
Biehweiden
2.6
2,5
2
1
6
7
3
1