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vSWege werden berechnet.

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt «nd Kreis Marburg.

und den Fortschritt behindern werde.

den

Sl.M8 65.fota. Marburg a. Laba

Der Kongreß ritt den Mohammedaner«, sich von der Bcmegvng fern zu halte«.

Ämöröz-ÜM-

»Vberhesfisch« Zettmig" er- scheint sechsmal wLchrntlich. «e- zngspreis monatlich 2.20 GM.auv» schveßl. Znstrllungegebübr, durch di« Post 2.45 GM. Mir etwa durch Streik. Maschinendefett oder de- mentestsefgnfffe <ntff<inciite

3* Ang. Koch. Markt 21/23 Fernsprecher: Nr. 54. u. Rr. SS Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Nr. 5015. Sprechzeit der Redaktion von 1011 «nb

Sretlag. taS.RatlK»

Reue Anruhen in Sn-len

ÄimnMnarbeil mit ben Mörbm abgeleW

WeWigermg in Vrmßen?

»erlia, 8. Mai. Die Sitzung des preu­ßische« Kabinetts, die sich «tt der Frage der Deckung des Haushaltsfehlbettages von rund 110 Millioue« 9LÄ. beschäftigen soll, wird am Freitag vormittag stattfindeu. Zur Erörterung werde« Vorschläge stehe«, entweder di« staatliche Sruuftfteuee ,» »erdop. pel« »der die Hausziussteuer «* 10 «. S. ,« erhöhe«. Das preußische Fi- naazmmifterium hält, wie die Tel.-Uniou hört, de« erste« Vorschlag für den am beste- geeigneteu, weil infolge der Umlegung der Grundsteuer auf die Mieter dabei im allge- meiaen mtt einer Steigerung derFrie» densmiete «« 4 $toj. ,» rechne«! «> der Kreis derer, die diese neue Belastung $» tragen haben, möglichst weit gezogen seftr wurde. Segen diese- Vorschlag werden jedoch lebhafte Bedeuken gelteud gemacht. Rach der K-binettsfitzuug werden noch am Freitag die Regierungspatteie» erneut zu Frattioussitzuv. gen zusammentrete«, um zu dem Ergebnis der «abinettsberatunge» Stellung zu «ehmen, nachdem heute bereits der interfraktionelle Ausschuß mit dem Finaiqminister Besprechun-

wahren Interessen der Mohammedaner In­diens bezeichnet und ferner erklärt wird, daß sie das Land in eine chaotische Lage bringen

wSrtige SbyejWr «rlv SM. Bek schwierig«, ©90>!tÖe bei Platz-' Vorschrift SS-j, 'Aufschlag.' Gauuaelauzdg«, ? lüv 's. Auf- schlag. Reklgm.^kMm.0,40 GM. Jeder. RabEg« al- Barrabat^

Die Reichsregierung wird ihrerseits de« Beschluß der frühere« Reichs­regierung in dieser Frage aufrecht er- halte». *

Abg. Ersing (Ztr.) hielt als Mitbe­richterstatter die Zahl der Beamten und Angestellten für viel zu hoch. Bei den Ein­sparungen für die erste Rate des Panzer­schiffs B handele es sich um eine Ver­schiebung im Bauplan.

Abg. Kuhnt (Soz.) sprach sich scharf gegen die Rate für das Panzerschiff B aus.

Abg. Francois (Wirtschaftspartei) erklärte, die Schiffe der deutschen Kriegs­marine seien überaltert und erfcrderten

Reparaturkosten, die in die Millionen gingen. Daher sei es schon aus kaufmännischen Gründen ratsam, die alten Schiffe durch neue zu ersetzen. Die Frage des Panzerschiffes B dürfte nicht zum Spielball innenpolittscher Par­teikämpfe werden.

Abg. Brüninghaus (D. Vp.) führte aus: In der Regierungserklärung der Reichskanzlers Brüning sei garq zweifelsfrei zum Ausdruck ge­kommen, daß das frühere Kabinett mit Einschluß der vier sozialdemokrattschen Minister entschlossen gewesen sei, die Serie der Panzerschiffe unter allen Umständen zu bauen. Lediglich über den Zeit-

punkt habe Meinungsverschiedenheit ge- herrscht. Der springende Punkt sei, wo die Kosten für die erste Rate gespart wer- den; und hier greife man nicht zu den lau­fenden Mitteln, sondern nehme von den für den Bau des KreuzersLeipzig" be­willigten 2,9 Millionen Mark''um eine ge- wlsse Stetigkeit in der Werstbeschäftigung herberzufuhren. Aus diesem Grunde sei es auch bringend erwünscht, daß dem Reichstag em Plan vorgelegt werde, wie sie sich in den nächsten Jahren den Weiter­gang der Bauten denkt. Bis zum Vor­liegen dieses Planes beantrage

KaushMtmsschuß gegen Ptmzcrknum

Ar erste Bamcke für bei, Wnzerkreuzer B mit 19 men 13 stimmen nbselefot

Die Londoner Blätter melden über einen seltsamen auf Weisung von Downing Street erfolgten Eingriff der Polizei in die Tätig­keit der Presse. In diesen Berichten heißt es: Letzten Donnerstag meldeten drei Londoner Moraenblätter, daß das Kabinett sich dahin entschieden habe, Gandhi könne verhaftet wer­den und die indische Regierung sei unterrichtet worden, die britische Regierung werde sie bei loder Aktion, die sie für notwendig erachte, unterstützen.News Leader", das offi­zielle Organ der unabhängigen Arbeiterpartei, teilt mit, daß die Polizei sich auf diese Mel­dung hin in das Privathaus eines gewissen Parlaments-Journalisten begeben und ein scharfes Kreuzverkör angestellt habe. Laut ,,M o r n i n g Po st" war der Premierminister über die Meldung bezüglich der bevorstehenden Verhaftung Gandhis sehr aufgebracht und for­derte Scotland Bord auf, festzustellen, wie die -Information in die Presse gelangt sei. Einer der in Bettacht kommenden Eheftedakteure wurde von einem Geheimpolizisten besucht, lehnte es jedoch ab, die Quelle seiner Infor­mation zu nennen, obwohl ihm gesagt wurde, daß auf die Weigerung, dies zu'tun, Gefäng­nis siehe. Dasselbe geschah bei einem zweiten Chefredakteur. Im dritten Falle war der Chefredakteur abwesend. Geheimpolizei besuchte daher zweimal das Haus des Parla­mentsberichterstatters, der unter dem Einfluß feiner Frau mitteilte, daß er die Information von einem Kabinettsmitglied er­halten habe.

Die Angelegenheit Rethbevg, die jetzt die Oeffentlichkeit in hohem Maße be­schäftigt, scheint verwickelter zu liegen, als es anfangs den Anschein hatte. Es gibt eine ganze Reihe von Widersprüchen, die noch aufgeklätt werden müssen. So be­hauptet Frau Elisabeth Rethberg, der Arrestbefehl gegen sie sei auf Grund fal­scher eidesstattlicher Versicherungen erreicht worden und auch die Zahlen, die der Kläger angegeben habe, seien unrichtig. Höchstenfalls könne ein Strettobjett von 300 Dollars in Frage kommen. Die Sänge­rin erwartet stündlich die Aufhebung des Haftbefehls und hofft, von der Klinik aus sofott ins Theater fahren zu können, um dott im Tannhäuser zu singen. Aach der Darstellung der Iustizpressestelle Berlin scheint aber das Vorgehen der Direktion Aufrecht nicht ganz ungerechtferttgt zu sein. Danach zerfällt der Prozeß zwischen der Direttion Aufrecht und Frau Rethberg, der bereits in den Znflationsjahren be­gann, in zwei Teile. Zunächst war Frau Rethberg durch das Landgericht II Berlin zur Zahlung von 57 000 Mark verurteilt worden. Als Berufungsinstanz erkannte zwar das Kammergericht den Anspruch der

fk. London, 9. Mai. In dem Bombayer Bezirk Bardoli Toluka hat der Feldzug für Verweigerung der Landabstat den erheblicheAusdrhnnng angenommen. Die Bevölkerung lehnte es ab, mit den Behörden zusammen zu arbeiten. Ein Mitglied des ge­setzgebenden Rats in Bombay hat an den Vize- köni, einen Brief gerichtet, in dem er auf seinen Sitz in dem gesetzgebenden R a t v e r z i ch t e t und gegen die rücksichtslose Unterdrückung der Inder protestiert. Die indische Handelskammer in Kalkutta und eine große Anzahl anderer führender wirtschaft­licher Körperschaften haben ähnliche Briefe an de» Vizekönig gerichtet, in denen ersucht wird, der Politik der Unterdrückung schleunigst ein Ende zu machen. Die Ueberführnng Gandhis in ein anderes Gefängnis wird amtlich in Ab­rede gestellt.

3« Sholapur, in der Präsidentschaft Bombay, ist es jn einem außerordentlich etKjten Tumult gekommen, bei dem 25 Personen getötet «nd 100 verletzt mürben. Sechs Polizeireviere, das Gerichts- gebäude und sämtliche Läden, in denen alkoholfreie Getränke feilgeboten wurden, sind in Brand gesetzt worden. Eine englische R i - litärabteilnng ist auf dem Wege nach Sholapur.

Abbeförderung der europäischen Frauen und Kinder aus Sholapur.

Daily News" berichtet aus Bombay: Jmet Sonderzüge beförderten die europäischen Frauen und Kinder aus Sholapur ab, da entschreden worden sei, daß sie beim weiteren Verbleiben tn der Stadt gefährdet wären. Der Korrespondent bemertt, die dortigen Unruhen bedeuten mehr als je seit Beginn des pas­siven Widerstandes.

Nack einer Meldung aus Bombay sind nach den schweren Unruhen in Sholapur noch

6 Polizisten von der Menge ermordet worden. Ihre Leichen sollen mit Petroleum begosien und verbrannt worden sein.

ebg. SetH«, 8. Mai. Im Haushalts, «msschuß wurde die erste Baurate für das Pauzerschiff B i« Höhe vo« 2,9 Mill. 9UC mit 19 gegen 13 Stimmen bei drei Ent­haltungen abgelehnt. Gegen die Baurate stimmten die Sozialdemokraten, Demokra­ten, Kommunisten und zwei Zntrumsabge- orduete. Der Stimme enthielten sich die Bayerische Bolkspartei und ein Zentrums­abgeordneter. Für die erste Rate stimmten die übrigen Fraktionen «nd ein Zentrums­abgeordneter. Ein Zentrumsantrag, die zugunsten des Panzerschiffes B vom Reichsrat bei de» übrigen Kreuzerbautea gemachten Abstriche wieder herzustellea, «arde abgelehnt. Zm übrigen wurde der Marinehaushalt angenommen.

Der Haushaltsausschuß des Reichstages ging am Donnerstag zu der Beratung des Marineetats über.

Abg. Stückle« (Soz.) wies als Be­richterstatter darauf hin, daß er in der Frage des Panzerschiffes B mit Rücksicht aus die ungeheuere Notlage des Reiches die Streichung der eingesetzten ersten Rate beantragen müsse.

Groners Erklärung.

Neichswehrminister Eröner führte folgendes aus: Im Einvernehmen mit dem Herrn Reichskanzler möchte ich zur Frage des Panzerschiffes B folgende E r - klärung abgeben: Die Mitglieder des Reichstages wissen, daß ich durchaus kein kritikloser Flottenschwärmer bin. Sie wissen aber auch, daß ich den Ersatz unse­res gänzlich veralteten Schiffsmaterials für unbedingt notwendig erachte. Diesen Standpunkt habe ich auch bei der Bera­tung meines Etats im vorigen Reichskabi­nett vertreten und

auf die Einsetzung einer ersten Rate für das Panzerschiff B in Anbetracht der besonders angespannten Haushalts­tage. also nur aus finanziellen Grün­de«, erst verzichtet, «achdem vom Reichs- kabinett einstimmig, also auch unter Zu­stimmung der vier sozialdemokrattschen Minister, in einer besonderen Entschlie- ßung sestgelegt wurde, daß mit dem Etat 1931 ein Schiffsbau-Ersatzplan, der auch deu Ersatz der Liuieuschiffe euthalteu sollte, vorgelegt würde.

Bei dieser Einstellung war es eigentlich selbstverständlich, daß ich dem Anttage Ostpreußens im Reichsrat, der eine kleine erste Rate für das Panzerschiff B vorsah ohne die Endsumme des Marineetats zu erhöhen, sympathisch gegenüberstand. Die Reichsregierung wollte allerdings in die­ser Frage, wie in der entcheidenden Reichs- ratsfitzung Reichsfinanzminister Dr. Mol­denhauer erklärte, keine Jnittattve er­greifen oder eine Beeinflussung vornehmen Eie hat aber auch keinen Anlaß, nachdem der Reichsratsbeschlutz für Ein­setzung einer Baurate vorlag, dem Reichs­tag eine Doppelvorlage zu machen, da ja eine Mehrausgabe durch den Be­schluß des Reichsrates nicht eintrat, und weil die Reichsregierung in Uebereinstim- muna mit dem vorigen Reichskabinett grundsätzlich der Meinung ist, daß im Rah­men der finanziellen Möglichkeiten für die Erneuerung unserer Flotte gesorgt werden muß. Rur um den Zeitpunkt des Baubeginns handelt es sich also und die Entscheidung hierüber bittet die Reichs- regierung dieses hohe Haus, selbst zu tref- fen. Ich nehme an, daß der Reichstag an ferner früher gefaßten Entschließung auf Vorlage eines langfristige« Planes für Ersatzbauten festhätt

öberhMfche Zeitung

Anzeiger für (das frühere knrhefstfche) Oberhessen

er, die Abstimmung über die erste Rate für das Panzerschisf D auszusetzen.

Abg. Stöcker (Ztr.) polemisierte gegen die Sozialdemokraten, die im vorigen Ka­binett dem Bau des Panzerschiffes B zu- gcstimmt hätten, jetzt aber aus der ganzen Lrme zurückgingen.

Abg. Graf Westarp (Dntl.) befür­wortet dringend die Bewilligung der Pan- zerkrcuzerrate. Die Erklärung des Wehr- mrnisters hält zwar an dem Bau fest, will

(Fortsetzung lieh« Beite 2.)

Der Rat nahm weiter eine Entschließung an, in der die Besorgnis der Mohammedaner in K Indien wegen die jüngsten Unruhen in awar und den damit verbundenen Ver­lusten an Menschenleben ausgedrückt wttd.

A Bomba», 9. Mai. Der Rat des Ml» |

schon Mohammedaner-Verbandes nahm gestern I Mtt dem Verschwinden des Reparatrvrrs- eine Entschließung an, in der die passive agenten Parker Gilbert aus Deutschland ......StÄSÄ 6,6inbe'n"» 1 « 5&ÄÄ Zf,

im Ausland eine große Popularität er­langt, sondern sie sind auch wertvoll ge­wesen als Spiegelbild der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung Deutschlands. Aus diesem Grunde hat die Reichsregie­rung beschlossen, diese Berichte auch nach dem Weggang Gilberts fortzuführen. Am eine sachliche Abfassung der Berichte zu gewährleisten, wird die Reichsregierung, wie wir hören, mit dieser Aufgabe einen Kreis von Persönlichkeiten beauftragen, deren Ramen für die neutrale Durchfüh­rung der Halbjahrsübersichten bürgen. Rach unseren Informationen werden der Kommission Reichsbankpräfident Dr. Luther, Reichssparkommissar Sae- misch, der Dir-cktor der Statistischen Reichsamtes und zwei Wissenschaftler an­gehören, deren Ramen noch nicht endgülttg feststehen. Die Zusammensetzung dieser Kommission bietet also dem Inland und dem Ausland die Gewähr, daß die schwie­rige Aufgabe der Beurteilung der deut­schen Wirtschaftslage einwandfrei durch- gefühtt wird.