Sette 4
Oberhesstsche Zeitung, Marburg a. L- Montag, den 5. Mai 1930
Rr. 104
Marburger Stabtrettuag
Smaus in die blühende Seit!
Jetzt hinaus!
Ihr, die ihr die ganze Woche in einem Büro oder Geschäft tätig seid und bei dem kleinsten Lüstchen schon rüst: „Tür zu!"
Ihr, die ihr von eurer Wohnung aus in dicht gefüllten Straßenbahnen oder Zügen nach eurer Arbeitsstätte fahtt, wo schlechte Lust ist und die Mttfahrenden euch schief ansehen, wenn ihr das Fenster etwas herunter- lassen wollt.
Ihr, die ihr euch einschlieht in eure Wohnstube, die Gardinen zugezogen, die Rolladen herunter, aus Angst vor der Sonne, aus Angst vor Wind und Regen. Geht hinaus an die frische Lust!
. Man hat es euch in der Schule gelehrt, m Vorträgen immer wieder gesagt, ihr lest es in Büchern und Zeitungen, wie heilsam frische Luft wirtt, wie unentbehrlich sie für eure armen Lungen und euer Blut ist: es wird euch immer wieder vorgehatten, welchen Einfluß Spaziergänge in frischer Luft auf die Muskeln, Nerven, die Laune und den ganzen Menschen haben. Geht deshalb hinaus!
Wer einen Gatten besitzt ist reich. Wer keinen besitzt, kann ebenfalls reich sein: Er mache sich auf und gehe spazieren. Aber nicht in die Stadt, zwischen Autos. Eletirt- schen und jagenden Menschen.
Hinaus, wo Bäume sind, Blumen, Vögel, Bächlein, und wo die Sonne auf alte Mauern scheint — lauter einfache, sehr banale Dinge, aber die herrlichsten von allen. Dinge, die ihr nicht missen könnt, aber die nicht geschätzt werden: vielleicht weil sie ohne Mühen und Kosten zu erreichen sind.
Kommt alle, die ihr bleich und abgespannt ausseht, die ihr klagt über Kopfschmerzen, Nerven und häusliche Sorgen, alle, die ihr innerhalb der vier Mauern vergebens das Leben sucht. Geht hinaus an bte Lust, in die Sonne, den Segen, nur immer nach draußen!
Einführung des neuen SbemWenten der Provinz Men-Rnfjau
Am Sonnabend vormittag wurde in Kassel der neue Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau, Haas, von dem preußischen Minister des Innern Dr. Waentig in sein Amt eingesührt. Bei dieser Gelegenheit hielt der Innenminister eine Rede. Er sprach zunächst dem ausgeschiedenen Oberpräsidenten Dr. S ch w a n- der den Dank des Staatsministeriums aus und führte sodann u.a. aus: Ihre bis- hettgen Leistungen, Herr Oberpräsident Haas, rechserttgen die Annahme, daß Sie nun als Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau auch von der Seite des Staates aus gesehen alle Erwartungen erfüllen werden, die die preußische Regierung wie die Bevölkerung der Provinz in Sie setzen. Sie übernehmen die Derwal- tung einer Provinz, die da» Bindeglied darstellt zwischen dem Norden und dem Süden unseres Vaterlandes. Staatlich bildet der Main die Grenze. Lassen Sie es sich angelegen sein, dahin zu wirken, daß diese staatliche Grenze nie wieder die Beoeutung erhalte, die mit dem Wort ..Mainknie" gekennzeichnet wird. Darauf sprach der neue Oberpräsident. Er führte u. a. aus: Wie bisher als Kommunalbe- amter, so wird es auch auf dem neuen Posten stets mein Bestreben sein, ganze Arbeit zu leisten; denn es ist Dienst am Volk und am Staat.
• Die Marburger Frühjahrsmesse ift im Verhältnis zu den Messen der früheren Jahre diesmal recht dürftig beschickt. Größere Schaustellungen fehlen ganz. Am meisten Interesse beansprucht das Mollino-Theater, dessen Besucher mit einem abwechslungsreichen Programm überrascht werden. Dr. Faust betätigt sich als Zauberkünstler, während Ben Agosto durch sein Riesengedächtnis verblüfft und Direktor Mollino dafür sorgt, daß auch die Lachmuskeln in Bewegung kommen. Die größte Sensation bildet das Verschwinden eines lebenden Pferdes von der Bühne. Don den übtt- gen Darstellungen interessieren besonders die verschiedenen Karussels. Der Besuch der Messe war während des gestrigen Sonntags sehr gut.
* Decke hrsunfälle. An der Ecke Rudolphsplatz—Universitätsstraße brach am Sonnabend nachmittag das Hinterrad eines mit langen Straßenbahnschienen beladenen Wagens. Dieser hatte eine so unglückliche Lage, daß der Verkehr für kurze Zeit lahmgelegt war. Man mußte den Wagen umladen. — An der Ecke Hindenburgstraße—Bahnhofstraße rannte am Sonnabend mittag ein Kleinauto gegen die Straßenbahn und wurde erheblich beschädigt.
* Der Landesausschuß tritt am . eustag, dem 6. ds. Mts., vormittags 9 Uhr, tm Etadehaus in Kassel zur ordentlichen Mai- mgung zusammen.
Die Vereinigung Marburger Festspieler traf sich gestern abend zu einem gemütlichen Zusammensein in Eingeleitet wurde •et Abend durch Konzertstücke der Kapelle
Turnen, Spiel und Sport
Fußball.
DfB.-Kurhessen — Wetzlar 0:0, Marbach — Ockershausen 4:2
Hier in Marburg hatte der VfB.-Kurhessen den Sportverein Wetzlar verpflichtet. Allgemein rechntte man mit einem Hoheen Siege der Einheimischen, denn vor einiger Zeit hatte Germania den Gegner schon hoch abgefertigt. Da gleichzeitig durch eine von der Firma Wied & Werner gestellte Lautsprecheranlage bas Länderspiel Deutschland — Schweiz übertragen wurde, hatten sich einige hundett Zuschauer eingefunden. Sie wurden aber alle bitter enttäuscht. Marburg lieferte wohl bas schlechteste Spiel der letzten Zeit. Trotzdem die Partie von Anfang bis Ende überlegen durchgeführt wurde — Wetzlars Vorstöße waren nur auf Durchbruchtaktik eingestellt —, brachte es der Sturm nicht fertig, Tore zu erzielen. Keiner des ganzen Angtiffs- auintett wagte es, einen Schutz loszulassen. Selbst freistehend vor dem Tor wurde der Ball noch abgegeben und natürlich versiebt. Es versagte gestern alles, vom Rechts- bis zum Linksautzen. Dabei fehlte in der Mannschaft eigentlich nur Fischer. Die Läuferreihe arbeitete zufriedenstellend, wenn auch nicht überragend: die Verteidigung hatte nicht viel zu tun. In der zweiten Hälfte schien es, als ob die Mannschaft sich doch noch besinnen wollte. Ms aber der Lautsprecher ertönte, war es wieder vorbei.
In Marbach erwartete man Breidenbach, aber vergeblich. Am Vormittag sagten die Gäste das Spiel ab. In letzter Minute sprang in liebenswürdiger Weise der FV. Ockershausen ein. Es fehlten aber einige Leute der eigentlichen Ligamannschaft, für bte Ersatz aus der Jugend und aus der zweiten Mannschaft gestellt wurde. Bis zum Wechsel stand die Partie noch 1:1. Dann ging Ockershausen in Führung, muhte sich bann aber den Ausgleich und noch zwei weitere Treffer gefallen lassen. Bei etwas mehr Zusammenhang im Marbacher Sturm hätte das Resultat noch höher ausfallen können, da Ockershausen auch noch einen Mann durch Platzverweis verloren hatte.
Weitere Ergebnisse:
Germania 2. — Breidenbach 2. 4:8 Germania 3. — Michelbach 1. 7:1 VfB. Wetter 1. — Biedenkopf 1. 2:5 DfB.-Kurh. 2.. Igd. — D2K. Jgd. 6:1 Oberwalgern 1. — Sassenhausen 1. 3:2 > Oberwalgern 2. — Hassenhausen 2. 3:1
Rodenhausen — Weipoltshausen 3:0
VfB. Gietzen — Union Niederrod 1:9 (SaJ 03 Kassel — Union Niederrad 2:4
Fortuna Düsseldorf — Preutzen Krefeld 2:1
VfB. Leipzig — SC. Dresden 1:2
FC. Nürnberg — FSV. Frankfurt 1:0 Hamburger Sportverein — Arminia Han
nover 1:5 (Hamburg ausgeschaltet)
Hertha BSC. — Tennis-Borussia Berlin 2:0
VfB. Stuttgart — Slavia Prag 2:1
Karlsruher FV. — Slavia Prag 2:2
Red Star/Olympique Paris — Wormatia
Worms 5:4
Hockey.
Turn- u. Sportverein 1860 — Ballspielklub
Oberrad 4:1 (4:0)
LeichtaWettk.
Bei schönstem Frühlingswetter wurde gestern die Saison eröffnet. Rund 100 Läufer hatten sich eingefunden, um sich um den Sieg zu bewerben. Nach vorangegangenem Vortrag und Uebungen unter der Leitung von Herrn Turn- und Sportlehrer Klemm starteten die einzelnen Klassen. Wie im Vorjahre konnte sich Herr Happel von Sinkershausen in überlegener Weise den 1. Sieg sichern. In den beiden Jugendklassen errangen Zimmermann- Ockershausen und Hoffmann DfB.-Kurh. die ersten Plätze. Wie die Siegerliste ergibt, hat Marburg die Vorherrschaft abgeben müssen: die auswärtigen Vereine, darunter besonders der VfL. Biedenkopf, haben die meisten Siege errungen. Die genauen Ergebnisse sind:
Rund 4 Kilometer: 1. Sieger: Karl Happel, SV. Sinkershausen, 12,22,15 Min., 2. Kurt Keller, VfL. Biedenkopf. 13,2,5 Min., 3. Paul Maser, RSV. Wommelshausen, 13,10 Mn.. 4. Ludw. Herrmann, FV. Marbach.
1. Mannschaftssieg FV. Marbach. 2. RSV. Wommelshausen, 3. SV. Feudingen. 4. FD. Breidenstein.
Jugendklasse 12/13: 1,5 Kilometer: 1. Sieger W. Zimmermann. FV- Ockershausen, 6,50,6 Min., 2. Rud. Weigel. VfL. Biedenkopf, 6,57 Min., 3. Kd. Sommer, TSV. Erksdorf, 7 Min., 4. Ferd. Wehm, VfL. Biedenkopf.
Jugendklasse 14/15: ^Kilometer: 1. Sieger Fritz Hoffmann. DfB.-Kurh. Marburg, 5,10 Min., 2. Hans Laukel, VfL.. Biedenkopf, 5,25 Min., 3. Ernst Hört, VfL.. Biedenkopf, 5,25 Min.
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Karte der 2494,5 km langen Fahrt, I Berlin. Gemeldet haben 5 Fabrrkmann- die in 10 Etappen vom 4.-25. Mai zum schäften mit 63 Fahrern. Am 20. Mai Austrag gelangt. Start und Ziel sind in I wird Marburg durchfahren.
König. In seiner Begrüßungsansprache führte Herr Rauch aus, daß der Verein sich die Aufgabe gestellt habe, unter seinen Mitgliedern die Liebe für das Laienspiel zu wecken. Nach dem schön gesprochenen Gedicht ,Zrühlingsfeier" durch Frl. E. T h ü r n e r, gaben die Mitglieder in dem Lustspiel „Familie K u l i e k c“ von Earl Schiller eine Probe ihres Könnens. In der Tat, man muß den Laienspielern alle Achtung aussprechen, denn sie hatten sich fast alle in ihre Rollen gefunden und gaben alles aus sich heraus, um dem Spiel zu einem Erfolge zu verhrtfen. In Herrn Skirl hatte Gustav Külieke eine würdige Vertretung gefunden und nicht weniger Frau E. Müller, seine Gattin. Herr Holz und Frl. Horn als Kinder waren auch in ihrem Spiel gut. In Frl. K. Thürner und Herr Heinrich Triesch hatten deren Rollen die richtige Besetzung gefunden und lieferten ein flottes Spiel. Die übrigen Teil- nehmer fanden sich gut ins Spiel ein. Der Abend wurde durch einen gemütlichen Tanz beschlossen.
• Neuer Komet entdeckt. Auf der Hamburger Sternwarte in Bergedorf wurde in der Nacht zum 2. Mai von Prof. Schwaß- mann und Dr. Bachmann am Lippert-Ästro- graphen wieder ein neuer Komet, Größenklasse 10, im Sternbild der Krone photographisch entdeckt. Der Komet, der die Bezeichnung „1930 d" erhält, bewegt sich am Himmel etwa V« Grad täglich nach Ost-Nord- ost. Der Komet ist nicht mit freiem Auge zu sehen. Auf der photographischen Platte zeigt er eine sternartige Verdichtung mit Schweifansatz.
* Zehn Gebote für Wanderer. Der Rhein-Main Gau der Deutschen Bergwacht, die ihren Sitz in Frankfurt a. Main hat, wendet sich mit „zehn Geboten" an die deutsche wandernde Jugend^ um den Schäden vorzubeugen, die durch die Scharen von Wanderern aus Nachlässigkeit verursacht werden. Es heißt in diesem Aufruf u. a., der im ganzen Reich verbreitet werden soll: „Zündet kein Feuer im Wald an, der Schaden kann unermeßlich werden! Meidet die Schonungen! Beschädigt nicht die Schutzhütten und Aussichtsstätten! Schützt die Wegmarkierungen, laßt mutwillige Zerstörung nicht geschehen haltet Wald und wie ein großes Heiligtum!" Hoffentlich nehmen nicht nur die Jugendorganisationen von dieser dringenden Bitte Kenntnis, sondern auch die Spaziergänger, die, oft wenig diszipliniert, auf ihrer Feiertagsexkurfio- nen Verwüstungen anrichten.
Filmschau
Lichtspiele. Der Film „Der rasende Ritt" spiett in Wildwest, wo das Pferd noch in großen Herden in Freiheit lebt. Zm Vordergrund stehen der Hengst „Rex" und die Stute „Datier". Zwei Farmbesitzer hatten eine Wette abgeschlossen. Zn dieser Wette hatte der eine Farmer neben 5000 Dollars auch seine Tochter aufs Spiel gesetzt, daß er das nächste Pferderennen gewinnen werde. In der ganzen Gegend war man aber der Ansicht, daß nur mit dem wilden „Rex" das Rennen zu gewinnen sei. Der Tag des
Rennens kommt, Rex setzt am Schluß seinen Retter ab und läßt die Stute „Äalier" das Rennen gewinnen. — Das Beiprogrmm führt uns an den Bodensee und zeigt herrliche Naturaufnahmen. Das Lautsprecherkonzert, dürste doch noch eine Heine Verbesserung erfahren, denn es störte zeil- weise bte Vorführungen auf der Leinwand. —a—
Personalien — Inbiläe».
* Treue Mieter. Heute sind es 25 Jahre, daß die Geschwister Heldmann bei P. Eeidt, Grün 34Vs, wohnen.
Tagesanzeiger.
Montag, den 5. Mai.
Bergnügnngsanzeiger.
Stadtkeller: 20 Ahr: Künstlerkonzert.
Schützenhof, Wehrdaer Weg2: 21b 20 Ahr: Künstler- und Stimmungskonzert.
Eapitol, Biegensttaße: Ab 20.15 Ahr: JSenbiner Revue „Schah, muß Liebe schön fein“.
Kamera, Kasernenstrahe: Ab 20.15 Ahr: „Der Narr seiner Liebe".
Lichtspiele, Bahnhofstraße: Ab 20.15 Ahr: „Der rasende Ritt". ,
Versammlungen. Vorträge ufro.
Konzertvereinschor: Chorprobe für die Kasseler Aufführung von Bruckners Tedeum.
Marburger Schwimmverein: 20.30 Ahr im Dereinslokal Restaurant Meher, Kafer- nenstraße: Monatsversammlung.
Raucherzähne. Die Spezialkonstruktton bet Chlorodont-Zahnbürste ermöglicht bas Reinigen und Wcißputzen bet Zähne auch an den Seitenflächen. Nur echt in blau-weih-grüner Originalpackung in allen Chlorobont- Verkaufsstellen.
Letzte WirtMaftsmelbungen '
r. Frankfurt, 5. Mai. Im Vormittagsverkehr ist die Tendenz am Produktenmarkt schwächer veranlagt, sodaß man fast gar keine Preise hört. In den Mittagsstunden wurde die Stimmung aber freundlicher.
r. Frankfurt a.M., 5. Mai. Die Börse ist heute sehr still, aber die Tendenz trotzdem freundlich und vereinzelte Spezialwerte zogen an. Farbenindustrie 186, Schlickert 193, Siemens 275.
r. Berlin, 5. Mai. Die Offerten für Auslandsweizen liegen unverändert mit den Sonnabendnotierungen. Roggen dagegen ift 1—2 Mark hoher genannt. Verschiedentlich wird über das anhaltende trockene Wetter geklagt. Die Lieferungspreise für Brotgetreide sind leicht erhöht. Die Spekulation ist zurückhaltend. Der Marti ist wenig entwickelt.
tzchlachwietzmattt Frankfurt a. M.
5. Mai mittags 12 Ubr.
1. Rinder:
Ochsen, vollfleischige ausgemästete Ztr. Lbg. höchsten Schlachtwerts jüngere Mt. 55—59
altere „ 51—54 sonstige vollfleischige jüngere „ 45—50
gering genährte " —
Bullen.jüngere, vollfleischige höchsten Schlachtwerts . „ 53—56
sonstige vollfleischige ob. ausgemästete „ 48—52
fleischige . „ —
gering genährte . „ —
Kühe, jüngere, vollfleischige höchsten Schlachtwerts „ 46—50
sonstige vollfleischige ob. ausgemästete 42—45 fleischige . . " 37-41
gering genährte . . „ 28—36
Färsen (Kalbinnen, Jungrinder) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwerts . „ 57—60
vollfleischige . . _ 53—56
fleischige . . " 48-52
2. Halber:
Doppellenber bester Mast Mk. —
beste Mast- und SaugkAber „ 80—82 mittlere Mast- und Saugkälber „ 74—79
geringe Kälber . _ 65—73
3. Schafe:
Mastlämmer und jüngere
Majchämmel üßetbemau „ —
Stallmast „ —
mittlere Mastlämmer, altere Mast- hämmel und gut genährte Schase „ —
fleischiges Schafvieh . „ —
gering genährtes Schasvieh „ —
4. Schweine:
Fettschweine über 300Psd. Lebendgewicht „ —
vollfleisch.Schweine v. ca.240—300 Pf.Lbdg. .. CO—63 oollflestch.Schweine v. ca.200—240Pfchtddg. „ 61—63 oollfleijch.Schweine v. ca.160—200Ps.l!bdg. „ 61—63 fleischige Schweine o. ca.120—160 Ps.Ubdg. „ 58—60 fleischige Schweine unter 120 Pfd.Ldbg. „ —
Sauen —
«uftrie»: Rinder 1186. Ochsen 345 Lullen 7L Kühe 486. Färsen 256. kälber 503 Schafe 18. Schweine 5108.
Marktverkauf: Rinder ruhig, nahezu geräumt, Kälber und Schafe, ruhig, mäßig, ausoertauft; Schweine schleppend, Ueberstand.
Sefchaftiiche Mitteilung.
Da» Deutsch« Frischei" als fRewrung im Lebensmittelhandel.
Bereits in absehbarer Zett werden all« deutschen Hühnereier, welche den Bestimmun- aen des Deutschen Landwirtschaftsrares entsprechen, mit einem Garantiesiempel „Deutsches Frischei" versehen zum Verkauf gelangen. Aehnlich liegen die Dinge auch bei anderen Lebensrnitteln. Die vereinigten Rama- und Blauband-Werke haben dem Rechnung getragen und versehen heute schon jedes einzelne Stück „Rama im Blauband" mit einem Garantievermerk, der dem Käufer frische Qualität gewährleistet.