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Oderhesiiiche Zeftun«, Marburg e. Freitag. btn 2. Mai 1930

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Taftloiel der Aerliver Kammerover

Die Gärtnerin aus Liebe.

Die musikalisch wertvolle Arbeit Mozarts ist in den meisten Fällen früher an dem unzu­länglichen Textbuch gescheitert, und ein rechtes Büynenleben wollte sich kaum einstellen. Der in der Breitkopf u. Hartel'schen Ausgabe über­lieferte Text ist ein Chaos, und es ist der Ver­such gemacht worden, das Mosaik von sinnlich unverbundenen Gesangsstücken der Partitur gemäß aufzuarbeiten und zu binden. Der der hiesigen Aufführung zugrunde liegenden Bear­beitung von Zahn Eottwot und H. Knapstein. die Beides vereint und welche der Iugend- oper neuen Lebensgeist einhaucht, darf man alle Anerkennung zollen. Knapstein schaltet frei, aber mit Pietät. Ihm kam es darauf an, die Splitter unter einen gesammelten Gesichts­punkt zu bringen. Er verfahrt auch dramatisch. Es ist aufsteigende Linie, Verwirrung, Leiden­schaft^ Lösung und schöner Abstieg. Es steigt ein Pathos bis an die Oberfläche der Hand­lung, wo sie mit zarter Verschleierung von der Musik angenommen und weitergetrieben wird.

Der Kapellmeister, Generalmusikdirektor H. Knapstein, fand bei seinem starken Ein­fühlungsvermögen seine Aufgabe, ein Hervor­heben dramatischer Belebung (Eewitterszene «. a.), die einzelnen Instrumentengruppen seinem persönlichen Gefühl gemäß gegenein­ander abzuwägen, hier etwas hervorzüheben, dort etwas auszulöschen und durch diese den Augenblick der Stimmung ausnutzende Beweg­lichkeit immer neue Tonschattierüngen zu er­reichen, den Sinn der Klänge zu enthüllen. Allerdings pfuschte ihm die Laune des aus­führenden Orchesters des Frankfurter Eewerk- fchastsbundes manchmal zu robust und steif da­zwischen. Doch durfte man bei einiger Modi­fizierung seiner Ansprüche mit Freude der mit seltener Kühnheit, Rhythmik und H.ermonik geschriebenen Musik folgen.

An die Aufführung war viel Liebe und Fleiß verwendet worden. Die Darstellung war aufs kleinste ausgearbeitet. Im Rahmen der Stilbühne hielt sich die dekorative Ausstat­tung, der allerdings die Tiefenwirkung man­gelte. Die gesanglichen Leistungen entsprachen durchaus den an sie gestellten Erwartungen und Ansprüchen.

So war Hella Stork (in der Hosenrolle des Ritters Ta-ro-mi) eine volle profunde Altstimme beschieden, deren prächtige Klang­farbe in jeder Tonlage ungemein wohltuend berührte. Dabei ist bei vollentwickeltem Mu­siksinn ihre Teriaussprache musterhaft. Ger­trud Buß (Prinzessin) gab Beweise kulti­vierter Eesangskunst. Sie zeigt sich im Besitze eines feinen Koloratursoprans, der bis in die hohe Lage hinein die Töne mit Schmelz her­vorzubringen weiß. Dieweil die Stimme bei wundervollen Ansätzen und Heben der Kops­stimme zur Höhe schwingt, gewinnt auch die vortragliche Gestaltung des Ausdrucks. Ju­lia S ü h r s (Mädchen für alles) verftigt über eine sehr saubere, auch geschulte, gut aus­sprechende Sopranstimme, die jedoch zuweilen etwas halt klang, aber im Ense mblegesang sich vorteilhaft auswirkte. Else Osters (Edelfräulein) Mezzosopran stand etwas unter dem aesangstechnischen Niveau der Kollegin­nen, schon weil guturale Hemmungen die an sich feste Stimme beeinträchtigten. Josef Hattemer (Edelmann) weist die helle, schmiegsame, auch in der Höhe nicht forziertcn Timbre des lyrischen Tenors auf und offen­barte sich als prachtvoller Partner im Duett mit der Koloratursängerin. Henry Alf (Parkwächter) wirkte ungemein sympathisch mit weicher, wohlklingender, in allen Teilen woylgepflegter Baritonstimme. Alex H e l f - mann (Zauberer) vereint mit einem warmen Organ in heller Baritonlage eine modula­tionsfähige Stimme und ausgezeichnete Tech- nikt der Eesangskunst.

Die verschiedenen Ensemblegesänge waren harmonisch klangschön abgestimmt, prachtvoll

Aus der Umgegend

«reis Rorvurs

Betziesdorf, 1. Mai. Die vergan­gene Woche war für unser stilles Dörfchen eine F e st w o ch e. Am Sonntag fanden gleichzeitig zwei Hochzeiten statt, und am Donnerstag ebenfalls zwei Silberhochzeiten. Die Jubelpaare waren der Obettnspektor Flor und Frau und die Eheleute Bahnwärter Wiegand Peter. Der Gesangverein unter Leitung seines bewährten Dirigenten, Lehrer Dole, brachte beiden ein Ständchen und ehtte den Oberinspektor Flor, als den Mit­begründer und ersten Dirigenten des Ver­eins unter Ueberreichung einer Ehrenursimde und durch Ernennung zu seinem Ebrenmit- gliede. Eine fröhliche Nachfeier im Verems- lokal schloß sich an. Am Freitag bot sich un­serem Auge das prächtige Bild einer Bauern­hochzeit. Wenn auch der eigentliche Braut­wagen durch einen modernen Möbelwagen ersetzt wurde, so entschädigte hierfür ein großer Leiterwagen voll Drautmädchen durch die schmucke und reiche Tracht mit den bun­ten Kränzchen. Der stolze, farbenreiche Soch- zeitszug ging nach Wehrda.

streiS KlrMatn

Rauschenberg, 1. Mai. Allgemein wird begrüßt, daß dank des Entgegenkom­mens der Reichsbahndirektion die Zugver­bindung auf der Wohratalbahn an Sonntagen vom 15. Mai an um ein Zug­paar vermehrt worden ist. Damit ist zwei- fellos einem bringenden Bedürfnis abgehol­fen. Es wird nun Aufgabe der Bevölke­rung fein, diese Verbesserung durch ausge­dehnte Benutzung der Sonntagszüge dauernd zu erhalten. Die Züge fahren Sonntags vom genannten Zeitpunkt an hier ab 8.22 und 12.41 Uhr, dazu kommt der bisherige Abendzug. Es treffen Sonntags hier «m folgende Züge 11.39 und 14.14 Uhr, außer­

dem der bisher verkehrende Abendzug. Sämt­liche hier eintreffenden Züge haben an Sonn- und Feiertagen in Kirchhain unmittelbar An­schluß an die aus der Richtung Marburg kommenden Züge.

Schweinsberg, 1. Mai. Unser Städt­chen ist in letzter Zeit das Ziel zahlreicher Wanderer und Schulen gewesen. Die länd­liche Berufsschule aus Neustadt, die dortige Mittelschule, Schulklassen aus Kirchhain und Klassen höherer Schulen aus Marburg lenk» trn ihre Schritte hierher, um unsere selten schöne gotische Kirche zu sehen und die alte, noch wohlerhaltene Burg der Schenken zu Schweinsberg mit ihren Altertümern und schönen Anlagen zu besuchen. Alle sind ent­zückt von der Schönheit, die sich ihnen hier bietet, und dem herrlichen Rundblick über unsere gesegnete Ohmebene.

KretS Diedenkvoi

Biedenkopf, 1. Mai. Durch Beschluß der 36. ordentlichen Vollversammlung vom 21. März 1930 sind die Beiträge zur Landwirtschaftskammer für das Rechnungsjahr 1930 wieder auf 5 v. £l des Grundsteuerreinertrages der beitragspflichti­gen Grundstücke in Reichsmark, also auf 15 Reichspfennige für jeden Taler des Grund­steuerreinertrages festgesetzt worden. Diesen Beschluß hat der Herr Minister für £anb« wirtßhaft, Domänen und Forsten durch Erlaß vom 31. 3. 1930, Nr. 36 019, genehmigt. Die Beiträge sind It. Beschluß der Vollver­sammlung spätestens bis zum 1. August d. 3s. direft an die Kasse der Landwittschafts- kammer abzuführen. Für Abgaberückstände, d. h. nach dem 1. August eingehende Ver­träge, sind Verzugszinsen nach -den ministe­riellen Bestimmungen, evtl, die bankmäßigen Zinsen, zu zahlen.

Weidenhausen, 1. Mai. Heute konnte der hier wohnhafte Schreiner P eter Kkin-

g e I h ö f e r auf eine 50jährige Tätigkeit aus der Iustushülte zurückblicken.

Hommerkshaulen.l. Mai. Im be­nachbarten Mornsbaulen suchte ein'an der Dezirksstraße mit Steineklopfen beschäftigen Stellmacher sich die Arbeit dadurch zu er­leichtern, daß er oorüberiahrenden Fuhrwer­ken die zum Zerkleinern bestimmten Stein­blöcke aiitiub. Ein Bäckermeister lieferte die Steine bei der Wegemeisterei ab und erhob Beschwerde. ' Der Stellmacher wurde Jofort entlassen und Strafantrag wegen Verschlep­pung von Kommunalcigentum gegen thn ge stellt.

Wetterbeobachtungen am 1. 2. Mai

Höchste Temoerattzr am 1. M a i 14.8 Kelliut Niedrigste Temperatur lebte Nacht 5.4 Celsius

PHOTO-BÖHLER - BRILLEN-BÖHLER

Fernruf 248 Marburg-L. Wettergasse

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Wetterbericht.

Witterungsaussichten für Samstag: Nei­gung zu ganz vereinzelten schauerattigen Niederschlagen, sonst wenig Aenderung.

Unverlangte Beiträge werd« bin wriM* gesandt, wenn ein freigemachter Briefumschlag bellleat. Für Aufbewahrung unverlangt ein« gesandter Bettrikge wird nicht GewSbr nefriftef

u. a. das Duett zwischen Gerttud Butz und Hella Stork.

Die Gesamtaufführuna zählt mit zu den schönsten Gastspielen dieser Art, die wir hier genießen bitften und möge hoffentlicht nicht eins der letzten der Berliner Gäste sein. Man kann nur bedauern, daß sich im Zu­schauerraum Lücken zeigten, welche die lei­stungsfähige Künstlergemeinschast gewiß nicht erwartet hatte. Das kann einem leid tun!

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7,9 Milliarden SeMeiudeschuldru.

In her ZeitschriftWirtschaft und Stattstik" werden nunmehr auch die Schulden der Gemeinden von 10100 006 Einwohnern und der Gemeindeverbände, die bisher 'von der Statistik nicht erfaßt worden sind, für den 30. September v. I. bekanntgegeben. Mit den bereits veröffentlichten Zahlen für die Groß­städte ergibt sich eine Gesamtverschuldung der deutschen Gemeinden von 7,9 Milliarden Rttk, d. h. 2,6 Milliarden mehr als am 31. März 1928. Die gesamte Neuverschuldung, die am 31. März 1928 3,7 Milliarden R./l Betragen hatte, stieg bis zum 30. September 1929 um 2,3 Milliarden auf 6 Milliarden 5XM. Zum größten Teil besteht sie aus Verpflichtungen an inländische Gläubiger. Der Anteil der Aus­landsschulden beträgt nur noch 11,9 Prozent der gesamten Neuverschuldung. Den stärksten Zugang hatten unter den Znlandsschulden die mittel- und kurzftistigen Schulden aufzuwei­sen, die um 84,6 Prozent auf 2,3 Milliarden gestiegen find.

SUNUCHT GESELLSCHAFT A.G. MANNHEIM

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Nachdruck verboten.

raust Wer Danzig

Roman von Leontine von Winterfeld-Platen. 14. Fortsetzung.

Als die Frauen ihr Körbchen gefüllt hatten, ging die Ratsherrin zu einem der großmächtizen Tore und wollte Antje gerade Namen und Himmelsrichtung er­klären, als ein jähes, lautes Schreien sie aufhorchen ließ. Immer stärker wurde das Geschrei, und jetzt sah man vom Kloster- berge Rauch und Flammen emporschlagen. Und nun hoben sich auch schwarze Rauch­wolken unmittelbar vor den Toren der Stadt. Sie reckten sich wie Fäuste in den sonnenklaren, blauenden Herbstmorgeen.

Bei allen Heiligen! Was soll das be­deuten?" rief Frau Katharina und griff mit beiden Händen entsetzt in die Luft. Ihre Knie zitterten so, daß sie kaum wei- teraehen konnte. Auf bet* Markt war ein wildes Durcheinander entstanden, alles hastete den lodernden Flammenzeichen und dunklen Rauchwolken zu. Vom Grünen Tor her kam mit verhängten Zügeln bar­haupt ein Mann gejagt. Kurz vor den beiden Frauen brachte er sein Pferd zum Stehen und beugte sich tief aus dem Sat­tel.

Ihr müßt eilend nach Hause Frau Mutter. Ich würde Euch gern das Ge­leit geben, habe aber keine Zeit. Die Polen sind im Anmarsch und zünden über- all unter Plünderungen bte Danziger Dörfer an. Stephan Bathory hat uns zur Uebergabe aufgefordert. Nun find die Danziger Bürg«: empört und die Volks­wut ist losgebrochen. Man hat die drei Klöster der Stadt gestürmt, weil man glaubt, daß ihre Znfaffen es mit den Po­len halten."

Frau Katharina lehnte sich gegen eine Hauswand und rang die Hände.

O, mein Gott, Unser armes Danzig!" Kerzengrade stand Klaus Veldecke in den Bügeln. Er hatte die Augen mit der Hand beschattet und spähte scharf in die Ferne.

Jetzt, da er die Worte der Mutterhörte, wandte er jäh den Kopf.

Danzig ist stark, Fran Mutter. Und bietet jedem Feinde Trutz. Wir haben keine Furcht. Der Pole soll nut kommen. Der Löwe »on Danzig hat starke Klauen.

Oho! Jetzt haben sie auch die bischöf­lichen Güter in Schottland und Stolzen­berg angezündet. Ich kann nicht länger bleiben. Gehabt Euch wohl!"

Und Rotz und Reiter verschwanden int Gewühl der Straße.

Mit großen, frohen Augen hatte Antje zu ihm emporgesehen. Wie klar und voll Kraft war fein Blick! Wie voll Zuver­sicht und Stolz sein Wort! Wo hatte er beim raschen Jagen seine Kappe gelassen? Und wie hing ihm das blonoe Haar so naß um die kantige, hohe Stirn. Wie rauchgeschwärzt war sein Gesicht, aber voll unterdrückter Freude. War es, weil nun endlich der Würfel gefallen war und das Wagen und Wagen ein Ende hatte?

Sie reckte sich auf den Fußspitzen und strengte sich an, um ihm nachzusehen.

Aber da packte sie schon Frau Katha­rinas weiße, fleischige Hand.

Hm Gott. Kind, was träumst Du hier? Wir müssen eilends nach Hause, denn das Getümmel wird ja immer ärger."

Antje lächelte und atmete tief.

Wie schön, daß ich solches just erleben darf in Danzig. Aber ich will Euch schützen, Frau Katharina, Ihr zittert ja am ganzen Leibe."

Und sie faßte die Ratsherrin unter den Arm und geleitete sie sorglich durch das Gewirr der Gaffen und Gäßchen. Frau Katharina schalt unwillig vor sich hin:

.^Törichtes Kind! Schön nennst du solche Zeit? Es kann böse werden, sage ich dir, bitterböse für uns alle hier. Weißt du, was eine Belagerung bedeutet? Und womöglich Hungersnot später im Winter? Ach, daß die Männer auch alleweil so schroff denken muffen in allem! Warum besteht Danzig so auf seinen alten Pri­vilegien und auf der Religionsfreiheit? Mir ist es einerlei, ob ich katholisch oder protestantisch bin. Nur in Frieden sollen sie mich laffen. Mit einem Male muffen die Pfaffen schuld sein an allem, und ihre Klöster werden gebrandschatzt. Das läßt Polen' nicht ungestraft hingehen. Ach Gott, ach Gott, nun bin ich ganz außer Atem, so schnell find wir gegangen. Aber da ist ja auch schon das Veldekehaus, Antje. Und die Mägde vor der Tür, als gäbs nichts zu schaffen im Haus."

Am Beischlag stand Bertie und kam jetzt der Mutter entgegen.

Schlimme Zeiten, Frau Mutter. Weiß nimmer, was man dazu sagen soll. Soll au Euch, Frau Mutter, und die Jungfrau Antje, noch gar viele Grüße bestellen vom Ritter Gerold und seinen Mannen. Eie sind alle heraufgebrochen und jetzt schon oavongeritten statt am Abend, wie erst geglaubt. Der großen Unsicherheit der Straßen halber, und weil später womög­lich kein Durchkommen mehr nach Leba zu."

Antje war die Stufen hochgeeilt und sah suchend nach allen Seiten.

«Sind sie schon wirklich fort? Ist nichts mehr zu sehen von ihnen? Ach, und ich wollte dem alten Gerold noch jo viele,

viele Grüße entbieten für bett Later und die Kinder und..."

Jetzt wurde ihre Stimme leiser, und ihre Augen füllten sich langsam mtt Trä­nen.

Fran Katharina krauste di« Stirn.

,Laß dies kindische Gebaren ans der Gaffe, Antje. Was sollen die Leute denken. Du sollt» nun eine Bürgerin aus Danzig werden und darfst nimmer so viel zurück- denken nach Leba. Es ist ganz gescheit von Herrn Gerold, daß er also handelte. Man weiß nimmer, was in der Luft liegt. Aber nup Korne mit mir in die Vorrats­kammer. Wir muffen zählen, wägen und beraten, ob wir auch für die nächste Zeit reichlich Nahrung ausgespeichert haben. Wenn der Pole uns wirklich belagern sollte, dann fanns noch knapp werden in Danzig."

Und Antje und die Mägde mußten der ängstlichen Frau Kath Tina helfen, Schin­ken und Würste zu zählen und zu ver­stecken, Säcke mit Mehl und Grütze abzu­wiegen und in dunklen, winkligen Bo­denkammern zu verbergen. Damit ging der ganze Vormittag hin, und zur Effens- zeit hatten alle tüchtigen Hunger von der vielen Arbeit treppauf und treppab. Nur Klaus Veldeke war nicht zu Tisch gekom­men, sein Platz blieb wieder leer wie am ersten Abend.

Sollte man Eurem Sohn, der in der Stadt i». nicht das Effen warm stellen, Frau Katharina? Er hat heute früh auch nur wenige Bissen genommen. Und die Mittagsstunde ist längst vorüber."

Bertie lachte.

Der hat sich nie lange beim Effen auf- gehalten. Ging allweit früher schon in Hast bei ihm. Auch weiß man nie, wann er vorspricht unb wie lange Zeit er hat."

.Sotzksetzuna Mgt.,