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3«Wmm. Marburg t. C., Donnerstag, Ben i. Mai 1930

Str. 101

Stollen unter einen Stefortomn, der hvn- dert Meter entfernt liegt, graben, aber sie wurden entdeckt, als die Riesenarbeit noch im ersten Mertel steckte. And da wieder­holte sich das Spiel von neuem. Die Drü­ber schwiegen und man ließ sie frei.

Das letzte Unternehmen, bei dem sie besaßt wurden, ist wohl das interessanteste, obwohl es nur einem kleinen Zigarrenladen gegolten hat. Gerade dieser Arnstand macht SS so rätselhaft. Niemand glaubt, daß diese Verbrecher von Weltruf einen kleinen Zigarrenladen berauben wollten. And man zerbricht sich die Köpfe, was für Pläne sie mit diesem kleinen Einbruch, nach dem sie sich auf geradezu stümperhafte Art fangen liehen, verfolgt haben.

GS gibt unter vielen anderen zwei 'Mut­maßungen. die am ehesten glaubwürdig erscheinen. Die eine besagt, die Brüder Saß hätten ein Interesse daran, als Reine Verbrecher zu erscheinen, damit man sie nicht mehr für große Verbrecher hält. Die andere nimmt an, die Brüder würden sich ein Alibi schassen wollen. Sie hätten einen neuen großen Einbruch bis in alle Einzel­heiten vorbereitet und würden nun, wäh­rend sie in Hast säßen, die Vollendung

einem Dritten überlassen, damit sie dann als Gefängnisinsassen das allerschönste Alibi Hütten, da« man sich denken kann.

Die nächsten Tage werden entscheiden, wer recht behält. Ob die Verbrecher eine VetteidigungS- oder eine neue Angriffs- schlacht schlagen wollten ...

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ömVorwärts" verbreitet der Der- liner Gauvorstand des Reichsbanners eine Verfügung, wonach die Angehörigen des Reichsbanners für die Züge und die Kundgebungen der Sozialdemokraten am 1. Mai den Sicherungsschutz übernehmen müs­sen. Diese Bekanntmachung gibt dem Pressedienst des deutschen Zentrums An­laß, die Frage zu erheben, ob dies viel­leicht die sogenannte politische Neutralität des Reichsbanners bekunden solle. ES wird festgestellt, daß der Bund als solcher wahrhafttg nichts mst den sozialistischen Maifeiern zu tun habe. Hierzu schreibt die Germania" u. a.:Wir haben dieses un­mögliche zweizüngige Verhalten Les Reichs­banners gründlich satt, und sehen die Be­denken, die wir in der letzten Woche be­reits zum Ausdruck gebracht Hecken, in jeder Weise bestätigt."

Dr. Luthers AMie-sre-e

An Ne Mündlichen Mitglieder des Senerolm»

Berlin, 80. April. Im Anschluß an die heutige Generalratssitzung der Reichsbank hatte Reichsbank­präsident Dr. Luther die Mitglieder des Generalrates zu einer kleinen Ab­schied s s e i e r in der Reichsbank einge­laden, an der neben Mitgliedern des Reichsbankdirektoriums auch der Reichs­kanzler teilnahm. Dr. Luther hielt eine Ansprache, in der er u.a. darlegte, von wie großer Bedeutung das Vertrauen ist, das dem Geldwesen eines andes entgegen- gebracht wird. Weiter führte

De. Luther

a«: Für ein Land wie Deutschland mit seiner Reparationslast haben die Bezieh­ungen nach außen eine große Bedeutung. Das Vertrauen, das die Arbeit des Gene- ratrats erfüllt hat, hat einstmals seinen Einzug in die Reichsbank durch das Tor des Mißtrauens gehalten. Bei den Er­örterungen, die zu dem später sogenann­ten Dawesplan geführt haben, hat vorübergehend sogar die Gefahr bejtan« den, daß ein ganzes Gebäude des Miß­trauens errichtet wurde, das zu groß und !X wuchtig war, als daß das zarte Pflänz- ein jungen Verstauens neben ihm hätte gedeihen können. Wer die damaligen Er­wägungen beobachtet hat ich war in jener Zeit Reichsschatzminister weiß, daß sogar der Gedanke aufgetaucht ist, die Emissionsabteilung der neu zu gründen­den Notenbank im Auslande zu errichten, »nb daß das Sachverständigenkomitee dem Generalrat die Möglichkeit überlassen wollte, den Metallbestand der Bank und die Notendruckstelle in das neutrale Aus­land zu verlegen. Daß das dann einge­setzte Oraanisationskomitee sich entschlos­sen hat, die neue Bank als eine Fortset­zung der alten Reichsbank ins Leben zu rufen, war solchen Plänen gegenüber ein Zeichen beginnenden Verstauens.

Wenn wir in Erwartung der bevor­stehenden Rattfikation des Aoungplanes durch die erforderliche Anzahl von ver­tragschließenden Staaten uns heute von Ihnen, meine sehr verehrten Herren, ver- abschieden, so wollen wir nicht gleichzeitig von der aufbauenden Kraft des Ver­trauens Abschied nehmen, die Sie uns ge­schenkt haben. Wir Deutschen empfinden es als eine

Erlösung von schwerer Last, daß durch die Annahme des youngplanes die ausla »discheu Kontrollbefugnisse weg. fallen.

Wir geben uns sogar der Hoffnung hin, daß Eie, nachdem Sie durch Ihre Tätig- ke t in der Reichsbank so manches Jahr mst dem deusschen Volke mitgelebt haben, auch dieses Befreiungsgefühl innerlich miterleben. Ich möchte wünschen, daß, nachdem aus dem Mißtrauen des Dawes- planes einstmals das Vertrauen geborkn worden ist, nun aus dem Vertrauen des Aoungplanes auch Ihr Vertrauen auf Deutschlands Zukunst einen neuen Antrieb erfährt, die durch die tatsächliche Entwick­lung gerechtfertigt werden möge.

Auch mst der Bank für Interna­tionalen Zahlungsausgleich verbundenen Absichten einer wachsenden Zusammenarbeit der Notenbanken und Bewältigung großer Probleme der Welt- wirtschaft durch Zusammenarbeit hab»» einen Teil ihres Ursprungs ohne Zweifel s" den Erfahrungen des Generalrates. Es ^sscker für alle Mitglieder des General-

Freude, daß unser sehr verehrtes Mitglied, Herr M a e G a r-. rah, sich entschlossen hat, das Präsidium

der Bank für internationalen Zahlungs­ausgleich anzunehmen.

Wenn der Geldstrom heute wieder mit einiger Leichtigkeit über die Erde fließt, so ist der Kapitalstrom an manchen Stellen noch oufgeftaut, und an­dere Flächen entbehren der Befruchtung durch jenen fruchtbar wirkenden Nil­schlamm, den im Wirtschaftsleben das für produktive Zwecke und zu günstigen Be­dingungen geliehene Kapital darstellt. Daß Deutschland dieses Nilschlammes be­sonders bedarf, brauche ich vor Ihnen, die Sie alle genaue Kenner der deutschen wirtschaftlichn Wirklichkeiten und Mög­lichkeiten geworden sind, nicht näher zu erläutern. Daß hier im Vordergrund Umwandlung des kurzfristtgen Kredits in langfristigen Kredits steht, ist Ihnen genau so bekannt wie mir.

Sind er einmal die Süßeren und inneren Schranken niedergelegt, die der Verteilung des Kapitals über alle Länder nach den Grundsätze« ver» nnnftgemaßer Wirtfchastsgestaltung i» Wege stehen, so roitb damit ein großer Schritt vorangetan sein, nm auch den Austausch von Waren und wittschaft- lichen Leistungen zwischen den natio- milen Wirtschaftskörpern zu erleichtern.

Dann wird sich zeigen, daß freier Geld- und freier Kapitalverkehr die Vorläufer eines wirtschaftlichen Zusammenlebens der Menschheit sind, das die größte Wohl- fahrt für alle bedeutet.

Immer wird Ihnen, meine sehr ver­ehrten Herren, die Sie jetzt aus dem Or­ganismus der Reichsbank ausscheiden, bas deutsche Land mit seinen großen sozialen und wirtschaftlichen Problemen lebendig im Gedächtnis bleiben. Gerade Sie wissen aus das genaueste, daß auf die Dauer das deutsche Wirtschaftsleben und damit die Fähigkeit Deutschlands, seine internatio­nalen Verpflichtungen zu erfüllen, von nichts mehr abhängt, als von der Bereit­willigkeit der ausländischen Märkte, deutsche Waren und Leistungen aufzuneh­men.

äterWnwn wegen ter Wert Bluttaten

Leipzig, 30. April. (WTB.) Wegen der Vorkommnisse an den Öfter» feiertagen in Leipzig wurde auf Ersuchen der Leipziger Staatsanwaltschaft der Arbeitet Mathey in Berlin, der eine Schuhverletzung erhalten hatte, unter dem dringenden Verdacht der Beteiligung an dem Beamtenmord nach seiner Entlassung ans dem Krankenhaus verhaftet. Er wttd der Leipziger Staatsanwaltschaft zu» geführt werden. Wetter wurde ein Ar­beiter aus Düsseldorf, der sich an der Demonstration in Leipzig beteiligt und Verletzungen erlitten hatte, in Braun­schweig verhaftet. Er wird ebenfalls nach Leipzig übergesühtt werden. Auch gegen einen jungen Kommunisten au« Annaberg in Sachsen ist das Straf­verfahren wegen akttver Beteiligung an einer Menschenzusammenrottung eingelei­tet worden. Die Arbeiter Prätonus und Bahre aus Burg, die am Sonnabend ver­haftet wurden, sind jetzt der Staatsanwalt­schaft in Leipzig zugeführt und Bereits ver­nommen worden. Sie leugnen, an der Mordtat beteiligt gewesen zu sein, gehen aber zu, sich in unmittelbarer Nähe der Vorkommnisse befunden zu haben.

200000 Matt Krovillon!

Strafte SeMfte ratt Lehrmitteln

36. Apnk. Zu bet bereits ge- welbeten Verschlungen Bet her Berliner SajuioerroaTtung, die gegenwärtig von der Staatsanwaltschaft und vom Odervräsi- denten untersucht werden, wird noch gemel- dei: Stadtoberinspektor Albett Borchert batte schon seit Jahren das Dezernat der Lehrmtltelbeschaffung für die De- ztrke 16 unter sich. Er hatte es nach und naÄ verstand, die Zahl der Schulbücher- ueferanten bis auf zwet zu verringern. Mst dtesen beiden Geschäften schloß Borchert Liefe- rungsoerträge ab, bei denen er sich

Eine Provision ausmachte, bk zwischen

5 und 10 Prozent schwankte.

Die betben Finnen gingen auf diese an sich erheblichen Forderungen Borchetts ein, da dteser thnen als Entschädigung die Allein- Iteferung zusicherte. Hm die Ausgaben für die Provision wettzumachen, sollen die beiden Buchhandlungen dafür die Bücher, die ste an die Schulverwaltung lieferten, in un­gewöhnlich schlechter Aufmachung ber« ausgebracht, minderwertiges Papier und Ein- bände benutzt haben, dte schon nach kurzer 3eit sich nn wahrsten Sinne des Wortes auflösten.

Klagen, die von etngefren Schulleitern we­gen der schlechten Beschaffenheit des geliefer- ten Materials einliefen, gingen immer wieder an Borchert, der die Beschwerden in den Pa- pterkorb warf. Tie Stadt Berlin bezw. der Magistrat erfuhren von dem Treiben Bor- chetts zum ersten Male im Januar d. Js., als $ riefe an die Schulverwaltung gelang­tem in denengute Freunde" Borcherts dar­aus hinwiesen, daß der Stadtoberinspeftor Ausgaben mache, die sich mit seinem Ein­kommen als Beamter unmöglich vereinen

ließen. Daraufhin wurde sofott eine Prü­fung der Angelegenheit vorgenommen und es ergab sich der bringende Verdacht, daß

der Stadtobettnspettor st» der Tal stch

Provisionen in Höhe von MO 000 Mark von den beide» Lieferanten habe zahlen lassen.

Der Magistrat übergab diese Angelegenheit daraus dem Oberprästdenten, der em Diszi- vlinarversahren gegen Dorchett ein­leitete und schon nach mehreren Vernehmun­gen die Angelegenheit der Staatsanwaltschaft zur weiteren Verfolgung übertrug.

Bei den Vernehmungen hat ein Zeuge be­kundet, daß Stadtschulrat Nydahl um die Provisionen Borchetts gewußt habe, aber nicht dagegen eingeschtttteu sei. Die Staatsanwaltschaft hat Nydahl daraufhin vernommen, der jedoch ausdrücklich betritt, von den Dingen etwas gewußt zu haben.

Ein Beschluß der gestrigen Stadtverordne- ten-Dersammlung, die Vorgänge in der städü- schen Schulverwaltung nachzuprüsen, die zur Suspendierung des Stadtoberinspektors Dor­chett geführt haben, wird derB. Z." zu- folge, zur sofortigen Vernehmung des Stadt­schulrats Nydahl führen. Nydahl, der sich infolge einer Gallensteinoperation in einem Sanatorium befindet, wird beschuldigt, nicht nur davon gewußt zu haben, sondern auch nicht dagegen eingeschtttteu zu sein, daß der Stadtoberinspektor Provisionen nahm.

Die Angelegenheit geht bald ein Jahr zurück, ist vom Magistrat aber geheim gehalten worden. Sowohl der Stadt­oberinspektor als auch Stadtschulrat Nydahl Bestreiten, sich strafbar gemacht zu haben.

Dle Brüder Goß fint dle Treserrüuber eine Crflünmg ter SterrraimmMM Sepp

Oberregierungsrat Dr. Kopp, der stell- vertretende Leiter der Kttminalpolizei, teilte emem Mitarbeiter derD. A. Z." über die neue fteitnabme der Brüder Saß u. a. mit: ».Nach Ansicht der Berliner Kriminalpolizei haben die Brüder Franz und Erich Saß ein Versteck im Keller unter dem Zigarren­laden in der Flemmingstraße anzulegen ver­sucht, um hier ihre Beute von dem Tresor­raub in der Filiale der Discontogesellschaft am Wittenbergplatz zu verbergen. Es muß angenommen werden, daß die Brüder Saß tatsächlich mit den Tresorräubern identisch sind. In der Schornsteinllappe konnten sie ihre Beute nicht verstecken, da für eine Kassette hier zu wenig Platz war. Sie bemühten sich daher, ein sicheres Versteck oberhalb der Klappe in dem Luftschacht zu schaffen. Zu diesem Zweck mußte die Wand des Lustschachtes durchbrochen werden.

Ein Einbruchsversuch in den Zigarrenladen kommt nicht in Frage, denn hier in dem kleinen Laden hätten sie mir Ware von geringem Wett gefunden. Und dazu be­durfte es nicht der Dusschachtungsarbeiten im Keller.

.Set ihrer Vernehmung im Polizeipräsi- bium haben die Brüder Saß ihre alte Me­thode, die zweifellos als sehr geschickt ange­sehen werden muß, angewandt und jede Aussage verweigert. Sie beschränk- ten sich lediglich auf boshafte Aeußerungen gegenüber den Kommissaren. Vorläufig wer­den die Brüder in der llntecsuchungshaft des Polizeipräsidiums bleiben. Strafrechtlich ton­nen sie, wie die Dinge zur Zeit liegen, nur wegen Sachbeschädigung und Haus­friedensbruch, da sie ohne Erlaubnis des Sausetgentümers oder der Mieter in die Kellerräume eingedrungen sind, verantwort­lich gemacht werben."

Jiim muß ich so zahlen"

Hamburg, 30. April, liebet den Raub­mord im Juwelierladen in der Theater­straße, dessen Inhaber Teller, wie seiner­zeit sein Vorgänger Neuner, einem Ver­brechen zum Opfer fiel, gibt die Verkäuferin, Frau Peters, einem Mitarbeiter des Hamburger Fremdenblattes" eine Schilde­rung, der folgendes zu entnehmen ist:

Der Mörder,, der keinen auffallenden Ein­druck erweckte, ist schon Jett einigen Tagen, da er angeblich Interesse für einen Ring hatte, auf jeweils kurze Zeit in das Geschäft gekommen. Dm Montag verhandelte er über den Ankauf zweier billigerer Ringe. Ein Smaragbrtng int Werte von 56000 Mark schien eine große Anziehungskraft auf ihn öU53Uüben. Die Kaufentschsießung über die drei Ringe sollte am Dienstag fallen. Als ich vom Mittagessen zurückkam, sagte mir Herr Teller freudig erregt:Der Kunde wartet drüben m der Eckwittschaft; et will den Ring für 3000 Matt kaufen."

Kurz vor 4 Uhr erschien der Shinbe in Be- glettung von Herrn Teller an der Ladentüt. hatte sofott den Eindruck, daß der Käufer unter Alkoholwttkung stand: er faßte sich an den Stopf und murmelte unverständliches Zeug. Er sietz sich den einen Ring nochmals zeigen und streifte den teuren Smaragdring ebenfalls üb« dte ungepflegte, fleischige Hand. Mit den Wotten:N u n muß i ch zahlen"

zog der Mörder plötzlich aus der Brust» lasche einen Revolver und gab auf Herrn

Teller, der hinter dem Ladenfisch stand, hintereinander drei Schüsse ab.

Schon nach dem ersten Schuß brach mein Ehef zusammen. In meiner Angst kroch ich in die Ecke, um hinter dem Schaukasten Deckung ;u finden. Die beiden anderen Schüsse, die mir galten, haben ihr Ziel ver­fehlt. Der Mörder verließ dann ohne Hast den Laden. Ich stürzte über den Ermordeten, der kein Lebenszeichen mehr von sich gab, auf die Straße und rief um Hilfe. Wenige Augen- blicke später liefen Vorübergehende und Schutz- leute hinter dem Mörder her. -

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MM Reich

Kein Austritt Hellpachs «ms der Demokrafischen Pattei.

Professor Hellpach bezeichnet, wie die Vossische Zeitung" schreibt, auf Anfrage die Meldung, er sei der Volkskonservati­ven Vereinigung beigetreten, als frei erfunden. Er gehöre nach wie vor zur Demokrafischen Partei.

Um die Aufhebung des Stohlhelmverboter.

Berlin, 30. April. Die vom Reichs­kanzler Brüning wegen bet Aufhebung des Stahlhelmverbotes für Rheinland und Westfalen gewünschte Besprechung zwischen Ressotts des Reiches und dem preußischen Innenministettum ist, lautBörsenkurier", vom Reichsinnenminister Dr. Wirth zum 9. Mai einberufen worden.

Die Deutsche Volkspattei für Amnestie.

Jyr Rechtsausschuß des Preußischen Landtages hat am Dienstag, wie ergän­zend zu bettchten ist, auch die Deutsch« Dolkspattei für den Antrag der Witt- schaftspartei auf Erlaß einer allgemeinen Amnestie aus Anlaß der Rheinlandräu- mung gestimmt.

Zusammenstoß am Vorabend des 1. Mai

Berlin, 1. Mai. In den einzelnen Stadtteilen Berlins fanden bereits gestern, am Vorabend des 1. Mai, Versammlungen und Demonstrationsrüge statt. In Köpenick stießen Nationalsozialisten mit Kommunisten zusammen. Dabei schoß ein Kommunist in die Gruppe der Nationalsozialisten und ver­letzte einen Nationalsozialisten durch einen Drustschuß. Der Kommunist entzog sich seiner Festnahme durch die Flucht und gab auf seine Verfolger noch mehrere schaffe Schüsse ab, die aber ihr Ziel verfehlten.

In der Sprengelstraße im Norden Ber­lins kam es gestern abend zwischen einet Gruppe der Hitlerjugend, die mit Musik­instrumenten von enter Veranstaltung kam, und Rofironileuten zu einer Schlägerei. Die Kommunisten zerschlugen die Musikinstrumente der Hitleffugend.

AMergtz nicht renmgMitt

ft. Co Ion, 1. Mai. Oberst Lindbergh, der vorige Woche einen Rekordflug durch Dte Vereinigten Staaten ausgeführt Hatto, flog heute von hier nach Panama, um dem Gouverneur seine Aufwartung zu machen- Oberst Lindbergh beabsichtigt, heute den Rück- flug nach den Vereinigten Staaten anzutre­ten. Das Gerücht, Oberst Lindbergh sei m Panama tödlich abgestürzt, bestätigt sich nutzt-