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Sette 4

Dberbtflildx Setteng, Marburg a. L, Dienstag, den 8. April 1930

Rr. 83

Marburger Slabkzeiluug

Ein EhkMift

»Latz ihn Kind fein!"

Eine kleine Szene beobachtete ich dieser Lage. Ein Ehepaar ging mit seinem etwa sechsjährigen Jungen vor die Stadt. Ein Spaziergang in den Frühling hinein. Der Junge hüpfte links und rechts, jetzt weit voran, dann blieb er zurück. Für alles am Wege hatte er ein Auge, hier für einen wind­schiefen Baum, jetzt für ein Starenhaus und dann für ein schüchtern aus dem Boden sprießendes Blümchen. Da rief ihn die Mut­ter:Wenn du jetzt nicht artig neben uns gehst, wirst du sehen!" Der Vater aber sagte halblaut:Latz ihn doch. Er stört niemand. Wenn er zehn Jahre älter ist..

Die Frau erwiderte nichts ,sie sah ihren Mann nur von der Seite an, und in dem Blicke stand es wie: So bist du nun. Immer nachgiebig dem Jungen gegenüber: wenn du nur in anderen Dingen auch manchmal so wärst!

Ich will hier nicht Schiedsrichter sein, glaube aber doch, daß der Mann nicht Un­recht hatte. Es ist der Fehler vieler Müt­ter, dah sie ihr Kind nicht schnell' genug reif haben können. Ihr Stolz ist,ein früh­reifes Kind zu haben. Wenn es naseweise Antworten gibt, so lacht man darüber, wenn es eitel dahinstelzt .dann ist es ein kluges Kind, das einmal seinen Weg machen wird.

Wenn man aber nur ein wenig an die eigne Kindheit denken wollte, würde man dem kindlichen Wesen viel gerechter werden. Damals war es uns doch auch ganz gleich, ob es eine schöne gerade Straße gab oder nicht. Wir sprangen über die holprigen Steine .übten unsere Kräfte und waren glück­lich dabei. Und sahen wir einmal ein so artiges Zierpüppchen .so lachten wir über das Aeffchen oder bedauerten es .weil es nicht mit uns springen konnte. Aber Neid? Nein, Neid haben wir wohl nie empfunden. Denn unsere Welt war ja so reich und schön, wir brauchten ja nur die Hände auszustrecken und hatten die Fülle des Schönen. Dort einen Weidenstecken, aus dem man Pfeifen schneiden konnte, da war etwas, um das sich eine kleine Keilerei lohnte, und hier ein Baum, von dem man eine prächtige Aussicht hatte. Freilich, die Hosen wurden nicht besser davon, aber danach fragte man nicht lange. War sie zerrissen, so wurde sie geflickt. Und eine ge­flickte war besonders fein, denn da brauchte man erst recht keine Sorgfalt darauf zu ver­wenden!

Möglich, daß solche Gedanken durch den Kopf des Mannes gingen, der für daS Recht seines Jungen eintrat, Kind sein zu dürfen. Möglich, daß er sich auch sagt«:'Solche Aus­bunde vonZuchtlosigkeit" waven wir und gar keine Musterknaben und haben es doch zu etwas gebracht. Ob die Zierpüppchm das­selbe geleistet haben, weih ich nicht. Wer das weih ich, daß sie keine richtige Jugend hatten.

I-r.

Marburgs schöne Gaststätten

Eine Terrasse am Bahnhofshotel. Aus­bau der Bopp-Bierhalle.

Unser heimisches Hotel- und Eastwirts- gewerbe ist immer bemüht, Schritt zu hal­ten mit den Anforderungen der heutigen Zeit. Und gerade bei den Bemühungen um den Fremdenverkehr ist die Frage der Unterbringung und Verpflegung von ent­scheidender Bedeutung ist die Fremden­pflege der beste Dienst am Kunden!

Das Bahnhofshotel, das bereits in den letzten Jahren durch einen Er­weiterungsbau seine Bettenzahl wesentlich erhöhte und gleichzeittg die Zimmer mit allen Einrichtungen der Neuzeit versah, plant jetzt noch den Anbau einer Terrasse, die an die Stelle des bis­herigen Gartens treten soll. Der Bau, der bereits in wenigen Wochen beendet sein soll, ist zu begrüßen, denn das Ge­samtbild, das sich dem Fremden beim Ver­lassen des Bahnhofs bietet, kann durch diese Anlage nur gewinnen.

Gleichzeittg erfahren wir, daß der ge­plante Ausbau der Bopp-Bier- halle (zuerst am1. April" mitgeteilt) nun tatsächlich Wirklichkeit wird. Das Lokal soll bis zur Straße durchgeführt werden und Küche und Toiletten unter die Terraffe zu liegen kommen. Nach dem Fortfall der Hannibalschen Bierterrasse er­scheint dieser Ausbau notwendig und wird von der Allgemeinheit nur begrüßt wer­den können.

Langsame Entlastung des Arbeit-« Marktes

Die Lage de« Arbeitsmarkte« im Arbeits­amtsbezirk Marburg.

Die Entlastung des Arbeitsmarktes schreitet nur in sehr langsamen Tempo vor­wärts. Während Ende März des Vor­jahres 5528 Arbeitsuchende bei dem hiesi­gen Arbeitsamt gemeldet waren, wurden am 31. März d. I. 5660 geMlt. Die llnterbringungsmöglichkeiten waren in unserem Bezirk sehr schlecht. Besonders konnte beobachtet werden, daß bei den Unternehmern der Außenberufe zur Zeit noch großer Auftragsmangel besteht und infolgedessen Einstellungen vorerst nicht oorgenommen werden können. Arbeits­losenunterstützung beziehen 3858 und Kri- senfürsorge 115 Personen. Bei Notstands­arbeiten find 139 Personen beschäftigt

so Fahre im Dienste der Feuerwehr

Die freiwillige Feuerwehr hielt gestern jeder Zug für sich Hebungen ab. Großes Interesse fand die Vorführung einer sog. Feuerwehrkarawane der Firma Magirus, bestehend aus einer automatischen Hochdrehleiter, einem Mannschaftswagen, zwei kleinen Motorspritzen und einer Mon­tageleiter. Eine Kleinmotorspritze mit 400 Liter Minutenleistung wurde im Betrieb vor­geführt. Auf Wunsch der aus Marbach anwesenden Vertreter (Bürgermeister und Brandmeister) wurde die Spntze anschließend auch in Marbach vorgeführt.

Nach Beendigung der Hebungen versam­melten sich sämtliche Züge der Wehr in der mit Tannengrün und Fahnen festlich ge­schmückten städtischen Festhalke auf der Bür- gerwrese zu einem

Ehrungsabend,

zu dem sich auch die Spitzen der städtischen Behörden und viele inakttve Mitglieder der Wehr eingefunden hatten. Der Ehrungsabend galt dem 69 jährigen Töpfermeister Karl Schneider, der im Jahre 1880 in den Steigerzug der freiwilligen Feuerwehr eintrat und sich seitdem ununterbrochen aktiv an fast allen Hebungen beteiligte, bezw. an der Bekämpfung der größeren und kleineren Brände in Marburg terlnahm. Er diente un­ter vier Kommandanten der Wehr, nämlich Bäckermeister Schott, BuchbindermesiterSchaaf, Sattlermeister Heuser und dem jetzigen Kom­mandanten, Töpfermeister Eckhardt. Aus An­laß seiner 25jährigen Zugehörigkeit zur Wehr wurde dem Jubilar das im Jahre 1908 von der Stadt gestiftete Diplom am 14. 10. 1908 überreicht. Am 22. 5. 1909 wurde ihm das Erinnerungszeichen für Verdienste um das Feuerlöschwesen vom Minister des Innern und am 10. 1. 1925 dar Erinnerungszeichen des Preußischen Landesfeuerwehrverbandes für 40jähnge und längere Dienstzeit ver­liehen. Kamerad Schneider war 46 Jahre Steiger und zwar lange Jahre Rotten­führer der Steiger. Seit vier Jahren ist er stellvertretender Zugführer des 3. Zuges der freiwilligen Feuerwehr. Außerdem be­

neidete Herr Schneider feit 10 Jahren em Ehrenamt und zwar das des Bizirks- vorstehers des VIII. Bezirks.

Nach Begrüßung der zahlreichen Anwesen­den durch den Kommandanten, Töpfermeister Eckhardt, Musikstücken einer Kapelle und ge­meinsam gesungenen Liedern entbot Stadt­baurat Slimer die Glückwünsche der Stadt­verwaltung, wobei er auf die Verdienste der Marburger fteiwilligen Feuerwehr hinwies. Das Feuerlöschwesen in Marburg habe in den letzten Jahren durch Anschaffung der Motor­spritze und des Motorsprengwagens sowie Einrichtung der Feuermekdearckage wertvolle Bereicherungen erfahren, so daß man sagen könne, daß jetzt Marburg mit dem Not­wendigsten auf dem Gebiete des Feuerkösch- wesens versehen sei. Die Einrichtung von Brandwachen in den Sommermonaten sichere Marburg auch an den Sonntagen, wo ge­wöhnlich alles ausgeflogen sei, vor Feuers- ®hr. Stadtbaurat Hilmer hob ferner die agferttgkeit und Tüchtigkeit der Wehr hervor, die sie ja oftmals bei Bränden m den letzten Jahren bewiesen habe. Er über­brachte dem Jubilar, Töpfermeister Schnei­der, die Glückwünsche der Stadt und über­reichte in deren Auttrag einen R u h e s e s f e I mit dem Wunsche, daß es dem Jubilar ver- Äsein möge, auch das 60jähttge Dienst- m feiern zu können.

Der Verbandsausschuß des Kurhessischen Feuerwehrverbandes ließ durch Bürgermeister a. D. Grün-Kirchhain dem Jubilar eine lobende Anerkennung in Form einer handge­malten Urkunde überreichen. Der 3. Zug der Wehr überreichte dem Jubllar ein Ehrenbeik, während Herr Kuhn im Na­men der Sanitätskolonne, Herr E. W. Schneider im Namen des Hausbesitzer- Vereins und Herr Wick im Namen der in- attiven Mitglieder der Wehr ihre Glück­wünsche überbrachten.

Bei Muiik, gemeinsam gesungenen Liedern und fröhlicher Unterhaltung blieben die Feuer­wehrleute noch lange beisammen.

Aus dem Kreisausschuß

Gm Antrag auf Genehmigung brr Gast- wirtfchaftskonzesfivn aus Schwarzenborn wurde mangels Bedürfnisses abgelehnt. Einem Anträge aus Münchhausen auf Erweiterung 6er Wirtschaft auf einen neu erbauten Saal wurde entsprochen. Der Tarif für die Vorausleistungen zur Wege- Unterhaltung wurde auch für das Aechnungs- iähr 1930 auf 4 Apfg. je Tonnenkilometer festgesetzt. Der Gemeind: Reddehausen wurde zum Ausbau der restlichen Wegestvecke Reddehausen ObcrrvSphe die Walzkosten bewilligt. Im Interesse der Kraftpostlienir Marburg G ladenbachsolleine Land­wegkurve in Elnhausen verbreitert werden. Don der Erledigung der im Zusammenle- gungsverfähren von Reimer-Hausen er­örterten Wegeproj ekte nahm dr Kre j saus schuh zustimmend Kenntnis. Don einer Verlegung des durch den Ort führenden Landweges wird danach abgesehen, dagegen soll eine Verbreite­rung erfolgen. Der in Richtung Salzböden führende Fußweg soll zu einem Radfahrweg verbreitert werden. Dem Dullenhalter in Argenstein wurde zu den Kosten der An­schaffung eines neuen Dullen eine Beihilfe bewilligt. Der Antrag der Gemeinde

Marbach auf Bewilligung einer Beihilfe zur Anschaffung einer Motorspritze wurde nicht entsprochen, da sich in nächster Rühe die Motorspritze der Stadt Marburg befindet, die guf Grund vertraglicher Abmachungen zwischen Stabt und Kreis, auch für die Land- aemeinden des Kreises zur Verfügung steht. Von einer Mitteilung des Herrn Regierungs­präsidenten. nach der sich der Herr Regie­rungspräsident vorzugsweise für die Er­richtung einer Genossenschafts- mvlkerei in Marburg einsehm wird, nahm der Kreisausschuß mit dem Ausdruck des Dankes Kenntnis. Einem Anträge des Herrn LanbeshauptmamrsXKriegsbeschädigten- und Kriegerhinterbliebenenfürsorge) folgend be­schloß der Kreisausschuh, bei der Vergebung öffentlicher Aufträge in Zukunft nur solche Arbeitgeber zu berücksichtigen, die ihren Der- pflichttmgen aus dem Schwerbeschädigtengesctz nachkommen. Hinsichtlich der Beachtung der bestehenden Tarifverträge hat bereits der Kreistag früher ähnliches beschlossen. Zu Mitgliedern des KveiSwohlfahrtsauSschusses (Jugendamt) wählte der Kreisausschuh die von den zuständigen Organisationen vorge- fchlagenen Personen.

AuS -em Geeichtsfaal

Ein junger Mann aus Frankenberg hatte die Vertretung einer Firma übernommen. Als er trotz aller Bemühungen keine Aufträge erhielt, füllte er selbst Auftragszettel mit fin­gierten Unterschriften aus und erhielt darauf­hin von der Firma 50 Jl Provision. Natür­lich kam der Schwindel bald heraus. Das Schöffengericht erkannte auf 3 Monate Ge­fängnis. Da der Verurteilte sich schon früher ein gleiches Vergehen zuschulden kommen ließ, wurde von der Zubilligung einer Bewäh­rungsfrist Abstand genommen. Weiter stand ein aus Seesen (Prov. Hannover) stammender Mann wegen Diebstahls vor dem Strafrichter. Trotzdem er erst 28 Jahre alt war wies das Strafregister schon acht Vorstrafen wegen Diebstahls, Unterschlagung und Hausfriedens­bruchs auf. Der Angeklagte hatte zuletzt in Borken gearbeitet und im Ledigenheim bei Trockenerfurth gewohnt, wo er zu nächtlicher Stunde den Schrank eines Arbeitskollegen aufbrach und einen Eonntagsanzug, Geld usw., einem anderen Lebensmittel entwen­dete. Da» Gericht erkannte wegen schweren Rückfalldiebstahls auf 15 Monate Gefängnis und 3 Jahre Ehrverlust. Eine weitere An­klage wegen gewinnsüchtiger Urkun­denfälschung endete damit, daß der Be­tteffende ju einer Woche Gefängnis verurteilt wurde. Man billigte Bewährungsfrist zu.

Unfall. (Sinern hiesigen Polizei­beamten fiel gestern nach Beendigung sei­nes Dienstes da« Koppel, an dem die Dienstpistole befestigt war, zur Erde. Im gleichen Augenblick löste sich ein Schuß aus und traf den Beamten ins Knie. Man nimmt an, dah sich der Sicherungs­hebel der Pistol« beim Hineinschi^en in das Etui verschoben hatte. Der Verletzte wurde in die Minik gebracht.

* Schwerverletzt. In ter Aacht zum Montag wurde der Schneidermeister K v ch aus Münchhausen auf dem Wege von Simtshausen nach Münchhausen von einem Auto über­fahren und schwer verletzt. Koch wurde in eine Marburger Klinik eingeliefert.

Fe st genommen. Der frühere Flnanz- beomte Befand vom hiesigen Finanzamt, der, wie bereits gemeldet, hier und in umlie­genden Kreisen zahlreiche Scheckbetrüge­reien verübt hatte, konnte gestern in Gießen festgenommen werden.

'Erwischter Dieb. Gin im hiesigen Zoo an der Cappeler Straße beschäftigter junger Mann hatte dort zwei lebendige Marder gestohlen und bereits in einem Käfig zum Versand nach Auswärts verpackt. 3m letzten Augenblick konnte jedoch der eigenartige Diebstahl aufgeklätt und die Tiere ihrem Besitzer wieder zurückgebracht werden.

* Der Marburger Schwimm­verein hat Herrn Geheimrat Dr phil. h. c. Dr. ing. h. c. Dr. med. h. c. A. H a e u- f e i in Frankfurt (Main)-Höchst, der wie bekannt, zum Bau unseres schönen Hallen» schwimmbades große Summen gestiftet hat, zum Ehrenmitglied des Vereins er­nannt. Geheimrat Haeuser hat die Mit­gliedschaftmit Freuden" angenommen.

Dr. 3. Müllers Pridatlehr- anftalten am Drienberg haben soeben ein neues Erfolge Verzeichnis erscheinen las­sen. Darnach haben im ab gelaufenen Schuljahr 20 Oberprimaner (dar­unter 7 Schülerinnen) das Abitur und 1 3 Schüler die Aufnahmeprüfungen in öf­fentliche Schulen bestanden. Die Schule zählte am Schlüsse des Schuljahres 198 Schüler und 56 Schülerinnen, davon be­suchten die Handelsschule 67.

* Osterferien! Morgen beginnen bei den hiesigen Schulen die Osterferien: sie dauern bis zum 22. April. Das neue Schul­jahr beginnt Mittwoch, den 23. April.

Der Deutsche Seeverein hält vom 29. bis 31. Mai eine größere Tagung in Bre­men ab. Fahrten nach Bremerhaven und Hel­goland Besichtigungen der Bremer Häfen, des NiesendampfersBremen", der neuen mäch­tigen Schleusen und Dockanlagen, sowie des Äieiuers »Köln" sind vorgesehen. S. Anzeige.

* Film-Vortrag:Erziehung zu Kraft und Gesundheit*' im Capitol. Wir machen nochmals auf den im Inseraten­teil bekannt gegebenen Vortrag aufmerksam, der morgen (Mittwoch) nachmittag auf Ver­anlassung des Vereins für Gesund­heitspflege unter Unterstützung des hie­sigen Jugend, und Wohlfahrts­amtes stattfindet. Um den Schulen, den Jugend- und Sportverbanden den dem Film vorausgehenden Vortrag zu ermög­lichen, ist das Eintrittsgeld herabgesetzt. Aber auch die Frauenvereine laden wir fteundlichst ein. Ist doch die Frau die Hüterin der Gesundheit in der Familie, und es hängen Gesundheit und Familienglück innig zusam­men. Der Film führt uns durch einen Jung­born, durch Licht-, Lust- und Sonnenbäder, durch stohes Treiben in den Schwimmbädern, zeigt Heiterkeit auslösende Schaumbäder und dürste bei dem großen Jnteresie, das durch die Eröffnung des Hallenbades der Körperkultur entaegegngebracht wird, willkommen fein. Die Volksgesundheit ist^ das größte Nationalver­mögen. Diese zu pflegen, die Jugend vor Krankheit zu schützen, die Wohlfahrtspflege durch Hebung der Gesundheit zu entiasten, Ist der Zweck der Veranstaltung, wozu wir die Behörden und weite Kreise nochmals freund- ltchst einladen.

/Reformierte Gemeinde. Morgen Mittwoch, abends 8 Ahr findet ein Pafsiontl- gottesdienst statt, Vikar Bork.

lagesanseiger.

Dienstag, den 8. April. Sergnügungsan,leiget.

Gase Markees, Reitgasse: Ab 20 Uhr: Konzert.

Dafö Detter, Reitgasse: 20 Ahr: Künstler- Konzert.

Stadtkeller: 20 Ahr: Künstlerkonzert.

Schützenhof, Wehrdaer Weg 2: Ab 20 Ahr: Tanzabend.

Dapitol, Diegenstrahe: M 20.15 Ahr: Das Schweigen stn Walde".

Kamera, Kasernensttatze: Ab 20.15 Ahr: Die Zirkusprinzessin".

Lichtspiele, Dahnhofstt.: Ab 20.15 Ahr: Der Hund von DaSkerdille".

Easö-Restaurant Steinebach, Disselberger Straße: 20.30 Ahr: Künstler-, Stirn- mungskonzert und Tanzabend.

Versammlungen. Vorträge ui».

Tierschutzverein: 20 Ahr im Hotel Freid- hof (Vorsaal) Hauptversammlung.

Mittwoch, den 9. April.

Stadtsäle: 16 Ahr: Märchenvorstellung: Oster zauber".

Verein für Gesundheitspflege: 16.30 Ahr im Capitol. Biegenstraße: Filmvorfüh­rung und Dorttag .Erziehung zu Kraft und Gesundheit".

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Stabt. Bekanntmachung

Oessentliche Mahnung!

Die noch rückständigen, am 1. April 1930 fällig gewesenen Zinsen und Abträge für die aus dem Hauszinssteueraufkommen, aus städt. Anleihemitteln und aus dem Hauptinstand- fetzungsstock gewährten Hypotheken find bis spätestens 15. April 1930 zu zahlen.

Dom 16. April 1930 ab erfolgt die zwangs- weise Einziehung der Rückstände unter Hinzu­rechnung des erhöhten Prozentsatzes und der Kosten.

Marburg, den 7. April 1930. (2373

Stadthauptkaffe.

Bekanntmachung

Abdruck au« dem amtlichen Kreisblatt, Tarif

des Kreises Marburg für die Erhebung von Vorausleistungen zur Wegeunterhaltung auf Gründ der vom Kreistag des Kreises Mar­burg am 10. Mai 1928 beschlossenen sowie voni Bezirksausschuß in Kassel genehmigten und von dem Herrn Oberprasidenten mit Zu­stimmungsvermerk versehenen Abgabenord­nung.

Es werden im Rechnungsjahr 1930 also für die Zeit vom 1. April 1930 bis 81. März 1931 für jeden Bruttotonnenkilometer für tierischen Zugverkehr, wie seither, 4 Reichs­pfennig erhoben.

Marburg, den 3. April 1930.

Der Kreisausschuß des Landkreise» Marburg.

gez. Schwebe!, Kaiser, Kaufmann, Lauer, Waldschmid, Erb.

Wird veröffentlicht.

Marburg, den 4. April 1930. (16

Der Borfitzende des Kreisausfchufie»..

Schwebe!, Landrat.

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Verlag von Dr. G. H i tz e r o t h. BeranrworUlch für die Schriftleitung und denpolittschen Teil: Dr. ErnstScheklar:- für Kommunalpolitik und Feuilleton: Loch. Schneider; für den lokalen und pro­vinziellen Teil: Wilhelm Dihner; sämtlich in Marburg.