Seife 5
Woyzeck — Leonce und Lena
in gutem öauie parterre mögt. Südviertel.
Angeb. u. Z 430 a. d. Geschit. 22<a
Wetterbericht.
Witterungsaussichten Kr Smmabend: Me- derschlagstätigkeit wieder nachlas,end. noch nteift bedeckt, kühl, östliche Winde.__
Mir MMaitsmewungW
i Frankfurt. 4. April. Im heutigen Vormittagsverkehr war dre SttM. muna an der Börse infolge bet $e- Sjigung in der innerpolitischen Lage freundlich. Die Kurse vorgestern Abend konnten sich behaupten üarbenmdustne 1791/2, Schlickert 196ya Siemens 260, Gel senkirchen 142.
, Berlin. 4. April. Die Offerten von Nord- und Südamerika find beträchtlich erhöht. Die Lieferungspreise für Jnlandswerzen und -roggen sind 3—ö M erhöht. Das Angebot ist sehrminimal. Das Geschäft
wickelt Hafer liegt auch 5 M hoher. Auch Die übrigen Futtermittelpreise find wesentlich erhöht- _______________________
bt «in Mann der Tat Weitblick und Energy ihn schnell an fahrend. Stell« S-^d-t. Er .t«dct voller Ideen, seine Entscheidungen sind schnell und bestimmt. So kOhn seine PIJne, so sicher ihre Durchführung.
Ideen und Nerven, meine Herr«» - sagt er hSafig - sind da, Wesentliche. Die Okono"'« der Kräfte verlangt, daß wir den Fluß der Gedanken fördern und die Nerven ^oner^S« werden gesehen haben, daß ich stets den coR«J freien Kaffee Hag trinke. Er regt an, aber nicht «rf, schont Herz und Nerven und schrnedct vorzüglich.
Stöbt. Bekanntmachung
Müllabfuhr.
Ab Donnerstag, den 10. April 1930, wird Etratzenkehricht und, Hausmull auch ht na* stehenden Ettatzen wöchentlich einmal abgeholt.
Donnerstag: Ortenbergstrahe, Eeorg'Voigt. swrttÄrew strage ab Haus Nr. 35.
Sonnabend: Auf der Weide.
Es wird besonders darauf hingewiesen, daß die Bereitstellung des Hausmulls zur Abfuhr in den vorschriftsmäßigen Gefäßen zu erfolgen
“”SÄnÄ «r« W
Stadtbanam».
Hilmer.
etwas zu stark — wenigstens in feinem ersten Auftreten — markiert.
Aus »et Umgtetnb
Kreis Smnkenderg
Frankenberg, 3 April
mittag versammelten sich die Lehrer des Bezirks Frankenbevg in ihrem ^rernslokal. mn das 25jährige Dienstiubilaum ihr^ Mitgliedes, des Lehrers an der hiesigen ©tobt» schule Glößner, festlich zu begehen nachdem am Abend des 1. April das Lehrerkollegium in seiner Wohnung den Subito beglückwünscht und Rektor Mauschud im 'Kamen des Kreis- lehrervereins eine prächtige Hangelampe als Geschenk überreicht hatte. Rektor Mauschud hielt eine tiefgefühlte Festrede in welcher n betonte, datz der Subito in kurzer Zeit ftch das Vertrauen und die Liebe seiner Mitarbm- ter seiner Schüler und deren Eltern rn groy- tem Matze erworben habe. Auch noch andere Kollegen feierten ihn in Ansprachen aö guter Klassenkameraden, als erfahrenen Ratgeber und als unterhaltenden Familiengast. Tref- gerührt dankte Herr Glötzner und gab m humorvollen Knittelversen einen Aeberblick über sein seitheriges Leben.
KreiS Btedenkvvr
Lfrfeld, 3. April. Der am 25. März auf der Grube »Königszug" verunglückte •-Bergmann Wilhelm Schwarz ist seinen Verletzungen erlegen. Unter großer Beteiligung der hiesigen Bevölkerung und der Grubenbelegschaft fand gestern die Beerdigung statt. Der Witwe mit ihren S Kindern bringt man allseits herzliche Teilnahme entgegen. — Die Gemüter unseres sonst so stilter LMes sind teilweise in Aufregung versetzt worden durch einen Beschluß der Gemeindevertretung, dre Schafe abzuschaffen. Seit Generationen hat Lixfeld eine Schafherde gehabt. Heute ist nun die Schafhaltung nicht mehr rentabel genug, datz sich der hohe Rat diesem Beschluß gezwungen sah. Die Schafe sind nun teil« berfauft worden, teils werden s« mit anderen Herden gehen. Die Gemeinde plant die Verpachtung, der Weideflachen an einen auswärtigen Schäfer.
Aus dem Divttrtt
Dillenburg, 2. April. Der Haushaltsplan der Stadt D111 enburg wurde in einer vierstündigen Stadtverord- netensitzuna verabfchiebe t. Unter Ablehnung einer Reihe von Abanderungsantra- qen wurde der ordentliche Etat kn der vom Haushaltsausschuß empfohlenen Faffuna mit 9 gegen 6 Stimmen angenommen. Drsr Stavt- v«ordnete waren bei der Abstrmmung nicht zugegen. Im außerordentlichen Eto wurde die vorgesehene Errichtung eines stadtiichen Wohnauses am Laufenden Örtlichen und der (üejamtetat dadurch um 3- 000 M entlastet.
Krieger« und Landwedeverein
Arn Sonnabend, 5. Avril. 20-/2 Uhr
Monats- versammlung im HausFreidbof.
Zahlreiche Beteiligungerwartet
Der Vorstand.
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Leone« »nd Lena.
Nach diesem düsteren Spiel, demiedergern den Rücken drehte, kam das 'n Goldglanz und Azur gekleidete Lustspiel ,.Le0nce u"b Lena" Hier war die Darstellung prachtvoll, dazu auch die Bühnenbilder (Karl Löffler). Eines immer köstlicher wie das andere und alle so innig aus dem finnigen Eedicht geboren daß völlige Einheit herrschte zwischen der Stn. nenlust und der Eeistesfreude und der phan- tastische Traum wie eine neue, nur zartere Wirklichkeit vor uns schwebte.
Alle Rollen hatten die geeignete Besetzung gefunden. Prinz Leonce (Eduard Wesen et) idgte sich ganz im Element seines Fachs, immer Lieder eine sympathische, ltebensroer e Erscheinung, in ungezwungenem Spiel und so natürlicher Vermittler seines Seelenleben^ Ihm sekundierte Hans Hais als vertrauter Valerio restlos in seiner Rolle aufgehend, er-
VS ?
ihm Beifall auf offener Szene einbrachten Prinzessin Lena, ganz rm Lichte der Marchen- ftgur, strahlend in Sprache. Geste und Gebaren, war Ingeborg Scherer. Maria Koch als Gouvernante gefiel, wie immer. Der König von Karl Volck strahlte rm Lichte der ihm eigenen Behaglichkeit feiner Wurde und Einfalt Ludwig Linkmanns Hofmeister war tn der äußeren Aufmachung wiederum etE stark untersttichen, aber im Spiel recht dem Geist der Dichtung angepaßt. Auch die anderen M spielet machten ihre Sache recht gut.
Dem Spielleiter Hans Tannert gebührte vollauf den Hervorruf, der ihn am Schluffe des Abends mehrfach in Gemeinschaft derDar- steller auf die Bretter bat.
Aus -em Genchtssaal
Ein hiesiger Einwohner, der sein Grundstück beefauft. aber nachträglich noch einige Obstbäume entfernt hatte, wurde wegen Diebstahlstn eine Geldstrafe von 20 Mark ober 5 Tage Gefängnis genommen. Der Mitangeklagte, der ihm bei ber Arbeit geholfen hatte, erzielte Freisprechung. — anderer Angeklagter, der sich einer 11 n ter- schlagung schuldig gemacht hatte, muv 10 Mark Strafe bezahlen, oder 2 Tage Gefängnis verbüßen. — Wegen Heber tre* tung der Feierabendstunde erkarmtz bas Gericht gegen drei Gäste auf je.3 Mark und den Wirt auf 20 Mark Gelbstrafe. — Widerstand gegen die P 01tzet gs- a e w a l t. es handelt sich um ein Vorkommnis iauf dem Rudolphsplatz. wurde mit je 30 Mark Geldstrafe geahndet. — Ein ©anbgruwn- besitzet. der die Sicherheitsvvrfchrrf- ten unbeachtet gelassen hatte, muß 20 Mark Strafe bezahlen. — Eine Heber- tretung der Stratzenverkehrsord- nung brachte dem Beklagtet 30 Mark Mld- ftrafe ober 5 Tage Hast ein. —
bar war der Entschuldigung eines AngMagten. der sich fälschlicherweise des Di eb st ahls eines Fahrrades beschuldigt hatte.,Er wollte das schöne Marburg kennen lernen und deshalb Aufenthalt im Gefäumtis wo er ftch zur Zeit des angeblichen Diebstahls befand, nehmen. Sein Wunsch wurde nicht erftmt. — Zum Schluß wurde ein hiesiger Emwohmr, der einen beleidigenden Brl«l m die Post geschrieben hatte, zu 80 Mark Geldstrafe ober 8 Tagen Gefängnis verurteilt.
FUmschau
Capital. Schon der Film »2ch lebe für Dich". den wir kürzlich im Capitol sahen, lieh erkennen, daß Wilhelm ®te- terle als Regisseur und Schauspieler ferne eigenen Wege geht. Das Kltschische leM er ab und scheint in seiner Art bemüht Aufbauarbeit am deutschen Mm zu letften So war der jüngst hier geschaute Film für da» Publikum eine Ausspannung und Mgtech^ Erlebnis, das abweigt von dem Alltäglichen und ganz besonder« in der Lauterkeit bet Knchlung und in dem fein abgewagten Spiel begründet ist.
Auch der Film .Das Schweigen im Walde nach dem bekannten Roman Ludwig Ganghofers nimmt eine Sonderstellung ein. Dieterle in der Rolle des Fürsten zeigt wiederum ein vollendetes Spiel und hat in Sin« Marsa, P«"a Frederick imb Franz Renner vorzügliche Gegenspieler. Und mit von ausschlaggebender ‘.Be- beutung für die Gesamtwirkung des Fiüns ist die herrliche Landschaft Oberbayerns sind die kernigen Ganghofe rschen Gestalten nut all- ihren Vorzügen, Schwächen und Leidenschaften Oft find es Kleinigkeiten, die besonders gefallen, die aber geschaut sein wollen «m jemanden, der mit der Ratur und seinen Wtt- menschen verbunden ist. __ K.
Aus dem 'Beiprogramm seien besonder« me schönen Aufnahmen von Bud a p e st, Ungarns Hauptstadt, erwähnt. r-
Tagesanzeiger.
Freitag, den 4. April.
Kergnügungsanzeiger.
Lase Markee«, Rettgasf«: Ab 20 ügt- Konzert.
Stadtkeller: 20 Ahr: Künstlerkonzett.
Schützenhof. Wehrdaer Weg 2: Ab 20 Ahr.
Tanzabend. ... .
Capitol, Biegenstrahe: Ab pO.lo Ahr.
Schweigen im Walde".
• Bachs Matth aus-Paff ton recht in ihrer Wirkung weit über das rem Musikalische hinaus. Sie ist das letzte lebendige Zeugnis eines Empfindens, tn dem Kunst und Religion noch eins waren und dem höchsten Ziele ethisch-religiöser Volkserziehung dienten. Ohne je den1, volkstümlichen Boden zu verlassen, führt die Matthaus-Pa!! °n hinab zu den letzten Tiefen kunstlertlchen Erlebens. Es ist em Stück .reltg10ieir Volkskunst, rote fte tn gleicher Vollkommenheit die Welt nur einmal vorher erlebt hat, in der antiken Tragödie. Auch diese war kein Drama im modernen Sinne, sondern em mit höchster Kunst ausgestaltetes Stuck Gottesdienst. Bachs Kantaten rote Passtonen find für die Liturgie geschrieben. Für Luther war die Musik Dienerin der Religion, für Bach ist sie ihr unmittelbarer .Ausdruck <Her- mann Abert). — Die heutige Chorprobe fällt aus. Die Aufführungen des gewaltt- gen Werkes finden am Eründonnerstaa und Karfreitag in der Lutherischen Pfarrkirche ftatt
* Stabtfäle. Das sechste Gastspiel der grankfurter Operettenbühne bringt uns am üttwoch, dem 9. April, 8.15 Uhr, das deutsche Singspiel Aennchen von Tharau. Es behandelt die Liebesgeschichte des bekannten Dichters Simon Dach, Magister der freien Künste in Königsberg, mit der Pfarrerstochter Aennchen Neander aus Tharau. Zur Zeit 6es Dreißigjähriges Krieges. Ganz reizende toe= sangsnummern und alte Volksweisen durchziehen das Stück und umrahmen die Handlung gleich einem Liederkranz. Die Spielleitung liegt in den bewährten Händen des Obersptel- leiters Fritz Beyer, die mufikalische Leitung Hai Kapellmeister Ernst Z. Texitz. Kostüm- ausstctttung stellt die Firma Low, Frankfurt (Main). Rachmittags 4 Uhr große Märchen- uorstellung: .Öfterzauber" in vier Akten.
* Reformierte Gemeinde. Sonnabend, den 5. April, 8 Uhr abends Vorberet- tungsgottesbienft auf das Heilige Abendmahl. Pfarrer Dr. Fraykenberg.
Kamera, Kasernenstrahe: Ab 20.15 Uhr: „®ie Kosaken-.
Lichtspiele, Bahnhofstr.: Ab 20.15 Ahr.
.Sündig und Süß". r „
Lafe-Restaurant Steinebach, Dtsselk«rg«r
Straße: 20.30 Ahr: Künstler-, Stun- mungSkonzert und Tanzabend.
Versammlungen. Borträge «I®- ..
Verein für Heima^chuh in Kurhessen: 20-30 Llhr im Hotel Freidhof: Witgltederver- sammlung. „ __ ..
Sonnabend, den 5. Ap^il- ®afe Markees, Rettgasse: Ad 16 Ahr: - Et^itoü Biegenstraße: M ^16.30 Ahr: .Das Schweigen im Walde .
Kamera, Kasernenstraße: Ab 16.3^ Ahr: Lick^piele. ^Bahnhofstraße: Ab 16.30 Ahr: ^Sündig und Süß".
Lehrling ofort gesucht. 2271 Dptiler Böhler Wettergaffe 30.
Einfache 2283
MM &. I Sommoöe 1S liM preisroert zu verk. zu erfragen bei Adorf
Auf dem Wehr 3
Woyzeck.
Man hat kaum ein Schauspiel gesehen, das in so viel durch den Vorhang zerflatterte Bühnenbilder zerfällt. Manchmal sind es kurze Szenen Momentbilder, — stark, zu stark naturalistisch gezeichnet. - Dazu gehört naturltch eine besondere Schauspielkunst. Ste war ntajt s 0 vorhanden, wie man voraussetzen sollte.
Man nannte einstmals dies Büchnerschc Fragment die zeitlich erste naturalistische Dtch- tung der Deutschen als Drama des genialen, tn einem rasenden Tempo durchs Leben geflogenen Jünglings: daß er den künstlerischen Forderungen der Bühne nachkäme, bewiese nur, daß ein lebendiger Geist stark genug sei. dte Mechanik des Bühnenapparats zu zwingen, ihm zu dienen. Aber die gestrige Ausführung ließ diesen gestaltenden Geist vermissen.
Schon vor Jahren wurde bas Stück hier (Direktion Henning) trotz guter Etnzellet- stungen sehr mißfällig vom Publikum ausgenommen. Dieser s. Zt. auf den Treppen tote tn öffentlichen Aeutzerungen laut gewordene Protest wiederholte sich auch gestern tn v e r - ft ar tt em Maße int Meinungsaustausch des Publikums.
Peter Faffott als Hauptfigur vermochte den zerflatternden Szenen Büchners ntcht dte seelische Einheit zu sichern, die Ballade loste sich in einzelne Sprüche auf.
Kaum glaubt man, daß die stramme Marie sich mit ihm eingelassen bat. Und wie stramm und dabei wie heiß aufroallend war dte Marte. Liselotte Fuhrmann, dte aus der Sunde, dte keine war, in die andere Sunde, dte nun stet- lich eine ist gleitet, das Madel, das das Volkslied kennt, tst in aller Ursprünglichkeit und Frische verkörpert. — Der fistelnde Hokuspukus den Hans Hais als Doktor treibt^ roar ta wohl artistisch reizvoll. Die anderen Mttspteler fttg- ten sich dem Ganzen in thren episodischen Stollen gut ein. Der Idiot von Linkmann war
rbcrbemw Zeitung. Marburg Freitag, den 4. April 1930
Marburger Stadttheater
Rr. 80
§je KeMrsumbung an der Lahn
Unter dem Vorsitz von Landrat Scheuern- Diez hielt Mittwoch nachmittag der Berkehrsverband der Lahn in Bad Ems seine Zahreshauptvermmm- I,ma ab. Nus dem vom Geschäftsführer Rausch- Limburg erstatteten Jahresbericht ging hervor, datz der Verkehr an der Lahn in den letzten Jahren stark gestte- aen ist. Die Bestrebungen der oberen aahnftädte Eietzen, Marburgnnd Biedenkopf, in einem Jntereffenver- hand die Bestrebungen des Verkehrsverbandes der Lahn sich zu nutze zu machen, seien zu begrüßen. Wenn auch diese ZN- teresiengemeinschaft nicht in allen Fragen mit dem Verband zusammengehen wurde, so sei doch ein Schritt zur wetteren Forderung der Verbandsbestrebungen erreicht worden. Der Voranschlag für 1930 wurde in Einnahme und Ausgabe gletch- lautend auf 13 000 Mark festgesetzt. Als Werbematznahmen für 1930 wurden fest- aelcqt: Werbeanzeigen tn allen maßgebenden Tageszeitungen, dte für den Zuzug der Fremden in das Lahngebiet bürgen. Stärkung des Wochenend- verkehrs, Vertrieb des E a st st arten v e rz e i'ch n i f f e s, derWerbeplakate und der Lahnfuhrer, sowie Vertrieb des Films „Das schöne..Lahntal" in 2000 deutschen Lichtspielhäusern, Ausbau des Eisenbahn- und Schiffahrtverkehrs, Aufstellung einer Verkehrssta- ttstik durch die einzelnen Mitglieder des Verbandes und restlose Zusammenarbeit aller interessierten Kreise mit dem Verband.
* Von der Universität. Der Direktor der Staats- und Universitätsbibliothek in Breslau Profesior Dr. Karl Christ ist zum Honorarprofeffor tn der Philosophischen Fakultät der dortigen Universität ernannt worden. Seine bibliothekarische Laufbahn führte ihn an di« Landesbibliothek in Kassel, an die Universitätsbibliotheken in Marburg, Göttingen und Münster.
• Unfall. 3n der Zuckerfabrik Wabern erlitt ein Arbeiter dadurch eine Wirbelfraktur, daß ihm ein schwerer Sack nut Zucker auf den Rücken siel. Der Arbeiter wurde in die hiesige Chirurgische Klmik em- geliefert.
* Zur Umgestaltung der Schloß- enlagen. Die vor dem Wohngebäude links des Schlosses befindlichen Anlagen sind tn den letzten Tagen beseitigt worden. Dte ganze Flache rortb mit sogen. Katzenkopfpflaster per« - sehen werden. Außerdem wird der seither stark nach rechts neigende Beginn der Straße, welche nach der Schloßterrasse führt, durch eine neu errichtete Mauer abgefangen und die Ecktreppe geändert.
- 1826 Fremde mit 2956 Aeber- nachtungen wurden im Monat März in den hiesigen Gaststätten und Hotels verzeichnet, gegen 2 202 Fremde mit 3 502 Aebernachtungen im gleichen Monat des Dorjahres.
* Kommunistische Dersamm» sang. Die gestern abend von der hiesigen Ortsgruppe der Kommunistischen Partei in der Festhalle abgehaltene Versammlung war nur schwach besucht. Ein kommunistischer Redner verbreitete sich über die be» kannten Ziele der Partei, zur Aussprache meldete sich niemand.