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Oberheffische Zeituna. Marburg ». L. Mittwoch, beit 2. April 1930

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Personalien Znvilae«.

Eeschäftsjubiläum. Gestern war« es 30 Jahre, seitdem die Firma Eeschp Keßler, Kasernenstraße 10, ihre Dame« schneidere! betreibt.

Marburger ötabtzeitung

Lin Kaldbrand

Aeben dem Personenverkehr dient die Dahn hauptsächlich der Verfrachtung von Holz, Dasalt und landwirtschaftlichen Produkten. Die Ausbeutung der mächtigen Tonlager des 668- dorfer Grundes dfe damals ins Auge gefaßt war, konnte noch nicht verwirklicht werdm.

Dom Tage der Eröffnung ab leitet bis heute noch Herr Direktor Köhler die Dahn. Außerdem können folgende Beamte, Be­dienstete und Arbeiter ihr 25jährigeS Dienstjubiläum mitfeiern: Bahnhofsvor­steher Lemmer, Assistent Kraul, Assistent Fischer, Oberschaffner Baumann. Rot­tenführer Decker. Str^kenläufer Rau­mann und di« Streckenarbeiter Wank, Weber und Claar.

Der Weltkrieg hat auch auS dem Kreisbahn- personal seine Opfer gefordert. <38 fielen im Kriege bezw. starben an dm Folgen desselben: Bahnhofsvorsteher Schröder. Dahnaufseher Kaletsch. Lokomotivführer Heck, Schlosser Seim, Schlosser Höning. Heizer Wank,

Trotzdem die Dahn verschiedentlich schwere Erschütterungen durchmachen mußte, fei es durch wirtschaftliche Krisen. Krieg oder In­flation, hat sie denrwch immer noch den fe- we'ligen Dcrhältnissm Rechnung tragen können und wird hoffentlich auch in den nächsten 25 Jahren segensreich weiterbestehen.

Wer nicht den Rückmarsch nach Srnsthaust unternimmt, fährt mit dem Zügle üb, Frankenberg. Hinaus in die herrlich: Frü lingsweltl Frisch auf! A. Dbr.

* Tarnung vor einem Sch eck- s ch w indler. Gewarnt wird vor dem früheren Finanzbeamten B, der sich wieder­holt Scheckschwtndeleien zuschulden kommen lieh.

25 jähriges Jubiläum der Marburger Kreisbahn

Am 5. Aprfl 1905 wurde in Gegenwart Behörden tron Kassel und Marburg und nn Deisein der Dürgermeister der beteiligten Gemeinden die Teilstrecke Marburg« Süd Ebsdorf der Marburger Kreis­bahn feierlich eröffnet. Die Reststrrcke Ebs­dorf Dreihausen wurde dann am 20. Sep­tember desselben Jahres dem Betrieb über­geben.

Die Kleinbahn wurde nach der Genehmi­gungsurkunde vom 17. Juni 1903 als neben- bahn ähnlich« Kleinbahn erbaut. Der damalige Bauleiter war der von der Königlichm Eisen- bahn-Derwaltung abkommandi-rte Regirunas- baumeister Plagge.

Große Verdienste um bas Zustandekommen des seit vielen Jahren gewünschten Dahnunter« nehmens hat sich Herr Landrat Geheimer Rat von Regelein erworben, welche leider viel sch'^en ift * Un^er -^"ternehmen von uns ge»

Die erste Kreisbahn-Kommission setzte sich zusammen aus den Herren Rcgie- rungsbaumeister Da-bemann, Gutsbesitzer Eduard Hoffmann. Marburg, Bürgermeister Pitz Schönstadt und Dürgermeister Rauch. Wittelsberg.

Die Dahn wurde mit einem Kostenauf­wand von 1 666 000 Mark erbaut Die aufgenommenen Darlehen wurden in den In­flationszeit abgetragen.

Tagesanzeiger.

Mittwoch, den 2. April.

Vergnügungsanzeiger.

Cafe Markees, Reitgasse: Ab 16 und 20 Ahr: Konzert.

Stadtkeller: 20 Ahr: Künstlerkonzert.

Schützenhof, Wehrdaer Weg 2: Ab 20 Ahr: Tanzabend.

Capitol, Liegenstraße: Ab 20.15 Ahr: Dr. Mabuse, der Spieler", 2. Teil.

Kamera, Kasernenstraße: Ab 20.15 Ahr: »Lach, Clown lach".

Lichtspiele, Bahnhofttr.: W 20.15 Ahr: Sündig und Süß".

Cafe-Resraurant Sielnebach, Disfelberger Straße: 20.30 Ahr: Künstler-, Stim- mlmgstongert und Tanzabend.

Bersammlunge». Vorträge ihn.

Technikerverein: 20.30 Ahr, Bopps Ter­rasse: Monatsversammlung.

Platzmusik. Am Freitag, 4. April - die Kapelle, des Ausbtldungs-Bataillons e,n Konzert für die Kranken der chirurgischen Kllmk.

»andmmgra des S.S.V.S.

Die 4. Wanderung am Sonntag zeitigte dem herrlichen Wanderwetter eine große $ nehmerschar, der sich die Zweigvereine Di den köpf und Steinperf anschlos Unser alter Wanderfveund Fuler geleitete aus'herrlichen Pfaden auf die imposanten s terländer Berge. Der Rundblick e Wartholzkippel war einzigartig , allein schon der Anstrengungen des Aufsti« wert. Dazu der schöne Frühlingssonnenfch nnd die fröhlichen Menschen. Der Ah lert berg bietet nur eine beschränkte Aussicht, a bei dem Wartholzkippel wird das auffchteße, Unterholz die Fernsicht schon in ein« Jahren beseitigen.

Durch die Ostertage und sonstige Fei« mußten die Wanderungen 4 und 5 dicht 1 fmmnengelegt werden. So müssen wir Sonntag, 6. April, wiederum zum Wand stab greifen. Das Ziel ist Dattenberg. A wandern von Buchenau aus über den Ra

Hinterländer Berge: über Sbenh« Gngelbach. Frohnhausen, Laisa, Dattente, Auf der herrlichen Rvhde'schen Terrasse tot ter wir Einkehr halten und den Blick üj bas Sauerland schweifen lassen, das wir «

Filmfchaa

Kamera. Der Zirkus war immer be­liebt und bei seinem Ausstrrben scheint man ihm wenigstens im Film ein Denkmal setzen zu wollen. So gibt es heute schon eine ganze Reihe von Zirkusfilmen, bei d.nen meist ein Clown mit seiner starren Maske im Mittel­punkt steht. So auch bei dem Film »Lach, Clown, lachl" Eine gute Schöpfung, in der Lon Chaneh das Rarrenkleid trägt. Sn der er lacht, wenn ihm auch das Herz zu brechen droht in feiner Liebe zu einem Zirkus- mädel, das, weil es sein Findling, in dem alternden Mann »nur" den Dator und nicht den Geliebten sehen will. So wird die Hand­lung zur Tragödie, indem sich der Clown von dem Todesseil fallen läßt, um dem Mädel, das einen Grafen geheiratet, nicht im W:ge zu stehen. Lon Chaneh trägt eine vorzüg­liche Maske, und zeigt ein vollendetes Spiel, ähnlich Emil Jannings ,dem großen Tragöden.

Erstklassig aus dem Beiprogramm ist ein Film über die Ausbildung unserer D e r - kehrsflieger, die in besonderen Schulen für ihren verantwortungsvollen Beruf her­angebildet werden. fr

Bescheide für den Monat März 1930 mit dem Ziele der Niederschlagung gestundet wor­den ist. Die in Frage kommenden Mieter können die ihnen für März d. Is. ge­stundeten Beträge auch für April und Mai d. Is. von der Miete in Abzug bringen. Voraussetzung hierfür ist jedoch unter allen Umständen, daß ein ausführlich begründeter Antrag nebst Unterlagen für das neue Rech- nungsiahr dem städtischen Steueramt einge- reicht ist.

*Wvchenmarktpreise. Butter 140bis 150, Käsematte 25, Kochkäse 65, Karotten 15, Kartoffeln 6, Wirsing 2530, Weißkohl 15 bis 20, Rotkohl 25-30, Spinat 2530, Mohr- rüben 15, Zwiebeln 15, Rosenkohl 4050, Schwarzwurzeln 4050, Grünkohl 2025, rote Rüben 2025, Aepsel 1525, Meerrettich 30 bis 50, Rosenkohl 4550, Hühner 90 bis 110, Ziegenlämmer 5060 Pfg. das Pfd., Eier 910, große Handkäse 20. Handwäschen 7, Endivien 2025, Blumenkohl 30100, gr. Salat 2535, Oberkohlrabi 1015, Rettich 1520, Sellerie 3040, Knoblauch 510, Lauch 10, Tauben 6080 Pfg. das Stück. Feldsalat 20, Brunnenkresse 20 Pfg. die Schale.

* Aufbrauchsfrist für Fracht« briesformulare. Di« nach dem 31. März 1930 tu> chvorhandenen Frachtbriefe im Ausmaße von 420 mal 297 Millimeter mit altem Aufdruck dürfen auch wenn sie nicht aus Rormalpapier 4a her- gestellt find bis zum 31. März 1931 als Frachtbriefdoppel verwendet werden, sofern hinter der Aufschrift Frachtbrief "das WortDoppel" hand­schriftlich oder in anderer Weise hinzuge- sugt wird.

Dos Franklurttt Mio-RWaouu

Donnerstag, de« 3. April.

6.30: Wetterbericht und Zeitangabe. Anschliehend: Morgengymnastik. 12.30: Schallplatten-Konzert. 13.30: Werbe- Konzert. 15.00: Stunde der Jugend. 16.00: Konzert des Rundfunkorchesters Stutt- gart. 18.05: Zeitfragen. 18.35: Leo Lama, Vorlesung aus eigenen Werken. J9-05: Französischer Sprachunterricht. 19-30: Opern-Konzert des Rundfunkorchesters.

2L00: Walter von Molo liest aus eige­nen Werken. 21.30: Unterhaltungs-Kon­zert- 22.30: Nachrichten. 22.45: Tanz­musik.

8ur letzten Ruße...

Flimmernder Sonnenglanz ein Früh­lingstag so hell und klar, Lebenslust und Frohsinn weckend, und daneben still und stumm eine Kopf an Kopf stehende Trauer­versammlung in und vor der Friedhofs­kapelle, in der man den nach längerem Lei­den verstorbenen Malermeister Adam Deiner! unter einen Berg von Blumen und Kränzen aufgebahrt hatte.

Zunächst eine kurze von den Trauer­weisen eines Eeigertrros und dem Chor des Männergesangvereins Liederverein umrahmte Andacht des Geistlichen Kaplan Werner, in der Friedhofskapelle.' Ehren- träger der Malerinnung brachten dann den Sarg mit der irdischen Hülle des Ver­storbenen hinaus auf den stillen Berg­friedhof, wohin sich unter Voranftitt einer Musikkapelle und zahlreicher Fahnenab­ordnungen ein Trauerzug in Bewegung setzte, wie man ihn nur selten gesehen. Ern Beweis, welch großer Beliebtheit und Verehrung sich der Verblichene in allen Kreisen der Bürgerschaft erfreute. Am Grabe zeichnete Kaplan Werner in tief­angelegter Gedenkrede ein Lebensbild des Verstorbenen, mit dem ein Mann von musterhaftem Charakter und seltener Opferfreudigkeit dahingegangen sei, ein treuer Freund seiner Derufsgenossen und Arbeiter. Verehrung und Dankbarkeit klang auch aus den Eedenkworten der Vereinsvertreter, die ihrem stummen Ka­meraden als letzten Gruß Blumenspenden am Grabe niederlegten. Chöre der Musik­kapelle und der Eesangsabteilung des Turn- und Sportvereins 1860 umrahmten die Feier am Grabe. Eine Ehrensalve der Eewehrsektion der Kriegerkamerad­schaft krachte donnernd über die Gruft, über der sich dann die Erde wölbte. I

Gottesdienst.

Reformierte Gemeinde. Heute Mitt- wvch, 20 Uhr: Passionsgottesdienst. Pfr. Dr. D. Frankeuberg.___________

~ Verlag von Dr. C. Hitzer 0 t h. : Verantwortlich für die Schnfrleilung unte den politischen Tetl: Dr.CrnstScheller; für Kommunalpolitik und Feuilleton: Loch. Schneider; für den lokalen und pro­vinziellen Teil: Wilhelm Witzner;

sämtlich in Marburg.

Letten Sie nn Stuhlverstopsung?

Dann schaffen Sie rechtzeitig Abhilfe und unterschätzen Sie die Folgen ungenügenden Stuhlganges nicht! Häufig ruft die Ver­stopfung nur Beschwerden allgemeiner Natur, wie Unbehagen, Verstimmung, Mattigkeit, Gereiztheit und Kopfschmerzen hervor, doch kann sie auch weit unangenehmere Erscheinun­gen und sogar ernsthafte Erkrankungen ver- ursachen. Deshalb gebrauchen Sie am zweck­mäßigsten nach dem Urteil zahlreicher Aerzte und erster medizinischer Autoritäten zur Be­seitigung der Stuhlträgheit ein unschädliches pflanzliches Abführmittel, wie es die welt­bekannten Apotheker Richard Brandt'? Schweizerpillen find. Diese bestehen aus- schließlich aus pflanzlichen Auszügen und Stoffen und enthalten keine scharfen chemi­schen Bestandteile. Sie regen die träge ge­wordenen Verdauungsorgane zu erhöhter- tigkeit an, beseitigen die Verstopfung und te» geln den Stuhlgang zuverläsfig und schmerzlos.

Gestern abend 8.13 Uhr wurde die Feuer- wehr alarmiert. Die Nachricht lautete: ..Maldbrand im Gefälle". Dadurch, daß fast zu gleicher Zeit von drei Feuer- Meldern der Brand gemeldet wurde, mußten der 1. und 3. Zug der Feuerwehr in Marsch gesetzt werden, was nicht nötig gewesen wäre, penn bet dem Feuer zunächst liegende Mel- der Nr. 11 Ecke Schühen-Lothringerstratze ~ allem m Tätigkeit gesetzt worden wäre. Der Brand ist durch einen unglücklichen Zu­fall hervorgerufen worden. Das Reichs­wehrbataillon hatte eine Blinkübung Spiegelslust 3m Gefälle. Bei dieser Hebung würben auch Leuchtkugeln ab­geschossen. Eine biefer Leuchtkugeln würbe durch starken Windzug seitwärts abge- rrttben und fiel brennend m eine Tannenscho­nung im Gefälle und verursachte in dem dür­ren und trockenen Holze den Brand. Die Feuerwehr war schnell zur Stelle, brauchte aber nicht mehr einzugreifen, da Angehörige des Brüderhauses ,,Tabor" und Angehö­rige des Reichswehrbataillons selbst das Feuer bis auf geringen Bodenbrand abge- lofdjt ljatten. Nach Angabe des an der Brandstelle erschienenen Forstbeamten ist brandbeschädigt etwa V» Hektar Wald. Bei dieser Gelegenheit, wird die Bevöllerung noch­mals und ganz eindringlich gebeten, fern ab »om.jyeuer liegende Feuermelder nicht in Tä­tigkeit zu setzen. 3m vorliegenden Falle wurde sogar der Melder Nr. 4 am Hause Klee gegenüber der Elisabethkirche in Tätigkeit gesetzt. Hierdurch sind nicht nur Irrtümer auf der Feuermeldezentrale, son­dern auch bei den Führern der Feuerwehr hervorgerufen worden, auch sind dadurch er­hebliche Kosten durch Gestellung von Fahr­zeugen zum Transport der Feuerwehrleute

* Staatliche Musikberatung. Die privaten wie die Schul-Musiktohrkräfto treten am Sonnabend, 5. April 3,30 Uhr in der Aula tes OberlhceuTns zu einem erneuten Aus­tausch von Lehrerfahrungen und Erörterung musikerzieherischer Probleme zusammen, wo» wei eine Lphrprobe gehalten werden wird: »Heber Rhythmus und Takt zur Melodie." , * Heber 1 v. H. Rückgang der Le- L.?"shaltungsk0sten im März 1930. Die Reichsnchtzahl für die Lebenshaltungs­kosten (Ernährung, Heizung. Wohnung, Be- leuchtuna, Bekleidung undsonstiger Bedarf") °.e^nft sich nach den Feststellungen des Sta- tlstlschen Reichsamts für den Durchschnitt des Monats März auf 148,7 gegenüber 150,3 rm Vormonat. Sie ist somit um 1,1 v. H. zurückgegangen. Dieser Rückgang ist haupt­sächlich auf eine weitere Senkung ber Ernäh­rungsausgaben zurückzuführen. Die Preise für Bekleidung haben ebenfalls wieder etwas nachgegeben.

."Haus zin s ft euer. Dom Magistrat ".rdutis geschrieben: Die auf Antrag ge- wahrten Stundungen der Hauszinssteuer ge­mäß § 9 der Hauszinssteuerverordnung sind mit dem 31. März 1930 abgelaufen. So­weit die wirtschaftlichen Verhältnisse der in Frage kommenden Personen sich inzwischen nicht verändert haben, kann auf Antrag auch für das am 1. April d. 3s. begonnene neue Rechnungsiahr 1930 Stundung der Hauszinssteuer mit dem Ziele der Nieder­schlagung gewährt werden. Die Anträge sind schriftlich zu stellen und zwar nach einem Vor­druck, welcher beim städtischen Steueramt an­gefordert werden kann. Bis zum Empfang des Bescheides auf die für das Rechnungs­iahr 1930 gestellten Stundungsanträge Sin­nen dte Grundstückseigentümer Vorbehalt» "ch ber Nachiorderuna bei Stundungsableh. nung ober bei Herabsetzung des Stundungs» beriages an den für bie Monate April unb Mar b. 3s. fällig werdenden monat­lichen Steuern den gleichen Betrag an Steuer ms gestundet abziehen, der nach dem letzten

Verbot von Versammlungen und Umzügen unter freiem Him­mel aufgehoben. Der Preußische Mi­nister des Innern hat mit Erlaß vom 29. 3. oqs unterm 16. 1. 1930 ausgesprochene 93erbot von Versammlungen und Umzügen unter fretem Himmel aufgehoben. Diese Anordnung befreit auch die Kriegervereine von allen Beschränkungen dieser Art, auf welche kürzlich an dieser Stelle aufmerksam gemacht worden ist.

* Ein Kompressor explodiert. In Hemfurth ereignete sich auf ber Baustelle ber Betongesellschaft am Fuße des Peterskopfes ein schwerer Unfall. Der Schlößer Gustav Neubert wurde durch das Eisenstück eines explodierenden Kom­pressors so schwer an der rechten Kopfseite verletzt, daß ihm Oberkiefer, Unterliefet und Jochbein zertrümmert wurden. In sehr bedenklichem Zustand wurde er tn die Marburger chirurgische Klinik iiber- fuhrL

Letzte MWaftsirWungen

r. Berlin, 2. April. Die Offerten cor Ausland sind am Produktenmarkt wesentlic erhöht und auch Plata ist fester. Die Liefe, rungspreise am Jnlandsmarkt find für Wei< gen um 4 JZ und für Roggen um 37 J höher gesprochen. Hafer ist gleichfalls um 6 M erhöht. Hafer und Roggen find kaum offeriert und auch schwer zu erhalten. Es tf mit einer starken Belebung des Pro. duktenmarttes zu rechnen.

r. Frankfurt, 2. April. Auf dem Frankfurter Produktenmarkt ist die Sen« denz sehr fest. Das Geschäft ist lebhaft Die Preise sind infolge der höheren Aus» landSnotierungen und des knappen Jnlads- angebotes bedeutend erhöht. '

r. Frankfurt, 2. April. Am heutigen Vormittagsverkehr an der Börse war die Tendenz weiter fest gegenüber gestern. Die Unternehmungslust hält an unb bie Kurse lie­gen 2i/2 Prozent höher. Das Geschäft ist aber noch nicht sehr rege, hoch wird mit einer Belebung am Spezialmarkt gerechnet. Far- benindustrie 178,50, Schlickert 196, Siemens 261.

sechs Wochen wurden bei Einern in einem hiesigen Garten- Häuschen nachbenannte Sachen gestohlen: 2 braune Kamelhaardecken, 2 viereckige Sofa» kisien, 5 kleine Bilder, 1 Bürstentasche mit Kleiderbürste, 1 Kleiderleiste mit vier Haken 2 kleine Blumenvasen, 1 mittelgroße Rosen- fpere und 1 Spiegel mit schmalem braunen Rahmen (etwa 40 x 25 cm groß).

Ein anscheinend gestohlenes Her­renfahrrad wurde hier abgegeben Der Eigentümer kann seine Rechte hier gel­tend machen.

Am 21 v. Mts. hat ein Schwindler, der sich als Student Wagner bezw. Koch aus­gab hier die Ferienvertreter von studentischen " Verbindungen aufgesucht und sich unter Vor- .3. spregelung falscher Tatsachen GeldbetrSqe erschwindelt. Fasts noch Fälle vor- liegen, die der Polizei noch nicht gemeldet find, wird um baldige Mitteilung an die hie­sige Kriminalpolizei ersucht.

Verloren gegangen sind am 1. b. M. tn bei Zeit von 6 .bis 8 Uhr folgende Gegen­stände: 1 Cover koatmantel, 1 dunkelgrauer Velourhut, 1 braune Hornbrille mit Steg 1 schwarzbraune Brieftasche mit etwa 200 M unb Papiere, auf ben Namen des Eigen­tümers lautend. Es wird gebeten, die Sachen bei der Kriminalpolizei abzuliefern, da an­dernfalls eine strafbare Handlung angenom­men werden muß.

Die SraaenNinik Marburg im Landtag

Im preußischen Landtag ist folgender Antrag zur/zweiten Beratung d«S Haus­halts des Ministeriums für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung für das Rech­nungsjahr 1930 von den Abg. Stendel, Schwarzhaupt, Meier -Wiesbaden und den übrigen Mitglieoern oer DVP. eingebracht worden:Der Landtag wolle beschließen, tn Kapitel 19 der einmaligen Ausgaben (Universität Marburg) für einen Reubau der Frauenklinik einen ersten Teilbetrag von 400 000 RM. ?inzu-- setzen."

werden. Dem Dattenberger neuermurrtertz Ztoe-gverein gilt unter Dsuch. dem sich au em Wiedersehen mit den Frankenberger Wo, terfreinrben anschließt. Mögen dieselben m stärken und durch Austausch der Gedanh neuen Mut zum Dienste an ter Heimat gebe Damit dieselbe immer weiter dem Dolle e