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femmens zu fordern. Dazu käme, daß der letzte Rest von Vertrauen in eine deutsche Unterschrift zerstört wäre. .Das besetzte Gebiet habe wiederholt zum Ausdruck gebracht,
vision von der Gegenseite angeboten worden, und nun verlangt Herr öugenbeig, wir hät
ten solche Reoistonsverhandlungen ablehnen müssen. Hätten wir solche Verhandlungen abgelehnt, dann hätte die Gegenseite uns nachsagen können, wir wollten nur durch finanzielle Manöver die llnhaltbarkeit des Dawes- vlanes zeigen. Hugenders und die von ihm geführten Deutschnationaleu sagen nicht, was bei Ablehnung des Boungvlanes bleibt, fie
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tnne des Parlaments.
Bor der endgültigen Entscheidung wird der Reichstag dazu Stellung nehmen muficm D>e Deutschnationalen haben seinerzeit durch ihre 48 Ja-Stimmen die Annahme der Dawes-Gesetze ermöglicht. Der deutschnationaie Führer Hugenberg bat dann 1926 in einer langen Serie von Artikeln über „die Auszehrung
Das große Rededuell Graf Westarp-Strese- mann wird von der Berliner Abendpresse ausführlich besprochen. Es Kommt aber deutlich zum Ausdruck, daß die Rede des Reichsautzen- mimsters vorzugsweise polemischen Charakter trug, da sich der Minister an einen Kabinetts- beschlutz gebunden fühlte, wonach im gegenwärtigen Augenblick über den Noungplan selbst, seine Borgeschichte und seine Folgen unter Hinweis aus die bevorstehende Konferenz der beteiligten Mächte nicht gesprochen werden soll. Gerade dieser Punkt wird von einer Reihe von Zeitungen besonders scharf kritisiert.
Die „D. A.Z." macht darauf aufmerksam, daß es der wie immer äußerst geschickt geleiteten Pariser Presseregie gelungen sei, in der Welt den Anschein zu erwecken, als sei die deutsche Politik an einer Durchpeitschung des Doungplanes aufs Stärkste interessiert. „Es scheint uns ganz und gar ausgeschlossen", so erklärt das Blatt, „Hals über Kopf auf eine Konferenz zu gehen, deren Programm unklar und verworren ist. Wir müsien wissen, was wir wollen. Der deutsche Standpunkt muß der sein, daß die bedingungslose und sofortige Räumung eine selbstverständliche Boraussetzung der Ratifizierung des Aoungplanes ist, datz darüber hinaus über die Rückgabe des Saargebietes Einverständnis erzielt werden muß."
Schärfer noch bemerkt der „Lokalanzeiger" zu den fachlich enthaltsamen Ausführungen Strefemanns: „lieber fein Thema, über die Räumung, kein Wörtlein, das erraten ließe, wieviel Stresemann da zu hoffen wagt und das erkennen ließe, daß er Grund zu fester Zuversicht glaubt unter den Füßen zu haben. Immerhin geht auch aus seinen Worten hervor, daß auch er wenigstens die Räumung für eine Selbstverständlichkeit hält und von einer Kontrollkommission nicht wissen will. Er versichert, daran noch in letzter Stunde alles wollen scheitern zu lassen, als hier nachgeben. Das einzige Work in feiner Rede, das Klang hat."
Die „Deutsche Zeitung" bemerkt, es fei also verboten, auf die Stimme Frankreichs zu hören, verboten, wahrheitsgemäß festzu- stellen, daß Poincarö gar nicht daran denke, die etwaige Annahme des ungeheuerlichen Tributplanes durch das deutsche Reichsparlament als dos Signal für den Beginn der allgemeinen Räumung des Rheinlcmdes und der Saar anzuerkennen.
Immerhin wird die eindrucksvolle Erklärung Stresemanns, daß die deutsche Regierung ihre Unterschrift verweigern werde, wenn von der Gegenseite bie Forderung nach einer KontraMwmmission hn Rheinland, in welcher Form auch immer gestellt werden sollte, stark beachtet. Die „Dass. Zeitung" unterstreicht, datz weder für unbegrenzte noch für begrenzte Dauer bis 1988 eine solche Kommission z»gestanden werden würde, und daß mit der endgültigen Reparationsregelung das Deutsche Reich die volle Souveränität über die setzt noch besetzten Gebiete gewinnen müsse. Die entsprechenden Erklärungen Stresemanns werden auch in allen übrigen Dtättem gebührend hervorgehoben.
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erinnert an die zehnjährige Wiederkehr der Unterzeichnung des Versailler Beitrages unb fragte, ob es richtig sei, hab sich das Kabinett von allen Kundgebun- len und Mabnahmen aus Anlah dieses Tages fernhalten und die Beteiligung amtlicher Dienststellen und Persönlichketen, verbieten volle. (Hört, hört! rechts.) Seine Partei «hebe feierlichen Einspruch gegen diesen er» Deuten Gewilienszrvang. „Die Entscheidung", fc fuhr der Redner fort, „vor der wir stehen, «benagt alle bisher in ähnlicher Lage ge=
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Berlin, 24. Ium punfte, von *- ' Dawesvlanes gefordert Nun ist uns die Re- der Krise, mit der sie dem deutschen Volke an-
Im Reichstag wurde Montag vormittag die ortenem Markte bekannizug - Don btI Gegenseite angeboten worden, geblich den ®eg zur Freiheit zeigen wollem
Die gestrige Rede Stresemanns wird von der Pariser und Londoner Morgenpresse an hervorragender Stelle her- vorgehvben, ohne daß vorläufig dazu kritisch Stellung genommen wird. Es ist jedoch sicher, datz ihr Inhalt, foroeit er sich auf die bevorstehenden Räumungsverhandlungen und die von Frankreich angestrebte Einsetzung einer Kontrollkommisfion bezieht, in London Zustimmung findet unb vielleicht sogar ans diplomatischen Gründen begrüßt wird. Allein in einem sehr ausführlichen Berliner Bericht der „Times" wird die Rede Stresemanns kritisch untersucht und darauf hibge- wiesen, daß die Bemerkungen Dr. Strese- mcmns über die künftige Kontrolle widerspruchsvoll seien. Der erste Satz hierüber habe den Eindruck erweckt, als ob keine Erörterung über die Einsetzung einer Feststellungskommission in Frage komme, während bet folgende Satz sich auf eine ständige Kommission bezogen habe. Der Berliner „Times"-Korrespondent legt dann bie deutsche Haltung näher dar und weist darauf hin, bah eine ständige Kontrolle über das Jahr 1935 hinaus unter keinen Umständen in Frage komme. Diese schon lange eingenommene Haltung bet deutschen Regierung bleibe grundsätzlich unverändert, ober in zuständigen Kreisen würde außerdem bie Ansicht vertreten, datz bie Aufrollung dieser Frage umvahrschein- lich sei, da sich bie Einsetzung einer solchen Kommission vom französischen Standpunkt aus kaum lohnen würde. Abgesehen davon weise man darauf hin, daß die Einrichtung einer Kommission selbst für eine solche k rze Zeit im Gegensatz stehen würde zu der ganzen, in Locarno beschlossenen Politik. Eine solche Kommission könnte nicht em Instrument des Ausgleichs fein, sondern werde notwendiger Weise eine Quelle des Aergers darstellen. Rach fo vielen praktischen Erfahrungen mit Kon- trollkommiffionen sei man auf deutscher Seite unbedingt davon überzeugt, datz alle derartigen Körperschaften dazu neigten, ihre Daseinsberechtigung zu beweisen. Es könne daher mit Gewißheit gesagt werden, datz die gegenwärtige deutsche Regierung es ablehnen werde, dem gegenwärtig sehr gemäßigt e'°>ge- stellte-n Reichstag ein Abkommen vorzuschlagen, in dem irgend eine Form einer ständigen Kontrolle vorgesehen würde.
Die gegenteilige Ansicht wirb bereits in einem Bericht von Pertinax im „Daily Telegraph" bargelegt, der gegenteilige Auslegungen französischer politischer Kreise über bie deutschen Erklärungen feststellt. Pertinax beruft sich im klebrigen darauf, datz gelegentlich des Genfer Abkommens im September vorigen Jahres Dr i a n b gegenüber dem Reichskanzler Müller keinen Zweifel gelassen habe, daß Frankreich der PLumung nur unter der Bedingung der Einsetzung einer Kontrollkommission zjustimmen würde. Es scheint, daß in der Haltung der französischen Regierung seit jener Zeit nur eine Versteifung ein« getreten ist. Poinearä wie Briand nehmen eine sehr feste Haltung ein. Unter diesen Umständen erwartet man für die kommenden Berhandlunyon m diesem Punkte Schwierig- keilen.
Me ^Vberhessffche Zeitung" er- sechsmal wöchentlich. Be ; monatlich 2.10 SM^wS.
' Aießl. Zustellung-«gebübr, durch ^Post2.35 DM.Für etwa infolge Kteeik«, Malchin en defekte »der (jyeentOTet Sreiguiffe au»sak!ende jammern wird kein Ersatz ge- Verlag v. Dr. §. Hitze roth.
HMlk der Univ.-Buchdr»<ke«i d. M). Aus,- Koch, Marti 21/23, Mmsprecher: Rr.5chu.Rr.bb- Postscheckkonto: Amt Frankfurt jJR. Nr. 6016. — Sprechzeit Kt Redaktion txxi K—11 und
nur bestärkt. Kein Wort findet sich über die Zahlungen, die Deutschland bereits geleistet bat kein Wort auch darüber, datz der Versailler Vertrag den 1. Mai 1951 als Endtermin der Kontribution zusagt. Deutschland soll wiederum eine Vervflichtung übernehmen, von der es weitz, datz sie sich in absehbarer Leif als undurchführbar Herausstellen
wtg mit.
Zum Etat des Auswärtigen ist von Kom- «unisten ein Mitztrauensantrag legen den Reichsautzenminister Dr. Stresr- nann eingegangen.
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Es Iaht sich aber doch nicht bestreiten, datz et dem Dawesvlan gegenüber Erleichterungen bringt. Für die Annahme könnte natürlich nicht die Frage entscheidend sein, ob bamtt die “ ’ Kassenschwierigkeiten bes
Reiches beseitigt werden.
die Räumungssrage
betrifft, so bin ich nicht in der Lage, hier über die in Madrid gepflogenen Besprechungen etwas zu erklären. Es wäre das Ende solcher Besprechungen, wenn sie 3um Gegenstand von Erklärungen in den Parlamenten gemacht würden. Mit aller Bestimmtheit kann ich aber erklären, datz
für die deutsche Regierung die Annahme irgendeiner Versöhimngs- oder Aus» Sfeichskommifsion nach erfolgter RS»
nmng außerhalb jeder Diskussion
steht. (Beifall.) Wir würden dte ganz« Verhandlung scheitern lassen, wenn man uns Zumutet, irgendeine ständige Kommission noch im Rheinland wirken $u lassen. (Lebhafter Beifall.)
Der Minister ging dann auf
bie Fühlungnahme zwischen SachoersiSm digen und Regierung
während der Pariser Verhandlungen em und erklärte, es gäbe selbstverständlich nicht nur einen, sondern sogar viele Briefe des Reichskanzlers an die Sachverständigen, denn diese hätten der Regierung Gelegenheit geben wollen, ihnen ihre Auffassung mitzuteilen, und das habe dte Regierung dann auch getan, die Entscheidung aber den Sachverständigen anhermgestttlt. (Zuruf rechts: Das genügte!) „Einer Der- öffentlichung des gesamten Materials", so erklärte der Minister, „werde ich mich aufs entschiedenste widersetzen, da es unmöglich wäre, dann in die politische Konferenz zu gehen."
Die beotschuationalen Anträge gegen bie Kriegsschulblüge
rennen offene Türen ein. Es gibt feinen, der bie Lüge von der Allein schuld Deutschlands am Kriege im englischen _ ober fron- zöfischen Parlament aufstellen konnte,, ohne den lebhaften Widerspruch seiner ebenen Landsleute zu finden. Warum wollen Sie cüs die Folge eines emsigen Vertrag spar«- graphen das hinstellen, was die F o l g e eines verlorenen Krieges ist? Lassen Sie uns doch den Kampf ttm ke Befreiung unseres Volkes mit moralischen Mitteln fuhren! (Lebhafter Beffall bet den Regierungsparteien.)
Zu der Frage der Zuudgebungen, d« am 28. Ium statffiuden sollen, bemerkte Dr. Stresemann, datz die bedeutsamste Kundgebung wohl die des Reichspräsidenten und des Reichskabinetts sein wurde und datz beide hierbei Veranlassnug nehmen werden, in einer Weise, über ine sich der Reichspräsident schon einmal auf diese Frage geäußert hat, zu der Frage StMnng zu nehmen. „Ich habe niemals em Hehl daraus gemacht, datz ick es als eine rem für politische Zwecke zurechtgemachte Fassung des FriedensvertrageL gehalten ha«, wenn man davon gesproch« hat, datz auf Deutschland
Diese Krise würbe dienen rum Untergang des »»samten industriellen Mittelstanbe«.
Die groben Konzerne würden die Krise über- stehen, aber der gesunde Mittelstand unserer Wirtschaft würde den Mangel jeglicken Kre- drts nicht aushalten. Der Erfolg dieser von Hugenberg in Marburg empfohlenen Knfe als Weg zur Freiheit wäre der, datz den übermächtigen industtiellen Konzernen nur noch abhängige Eriftenzen gegenüberständen. (Abg. Dr. Quaatz, Dtnl., widerspricht.) Wenn btt Bounglan abgelehnt wird, so bleibt doch immer noch der unsemilderte Dawesvlan bestehen. (Abg. Dr. Quaatz, Dntl., ruft: „Das ist nicht wahr, er bleibt nicht!" Dr. Quaatz verläßt dann mit den Warten „Es lohnt nicht" den Saal.)
Es gibt natürlich kein Regierunssmit- glieb, bas in dem Varmgulan etwas Ideales sehe unb die Garantie für seine Durchführbaakeit übernehmen wollte.
Anzeiger für (das frühere knrheMche) OSerheffe«
Anzeiger bet aMtiichem Veka««tRTKchrrMgsrs für Stadt mrd Kveis MavSAVg.
«eite Beratung des Saushalls des -uswärtigen Amtes fortgesetzt. Dor Eintritt in die Tagesordnung teilte Präsident Lobe die Mandatsniederlegung des fo»ial= demokratischen Aboeordneten Krüger-Merse-
sofssi I Unan»e-«b«keit bet Pariser Berem- barungen
betonte, bei der Erörterung der Pariser Verhandlungen sei der Kamps zwischen Regierung Und Opposition nicht mit gleichen Waffen aus- iaiechten und führte ungefähr aus: „Die Opposition befindet sich dabei ht viel günstigerer Lage. Wir stehen noch v o r den ent- »scheidenden ovlitischen Verhandlungen. Rie-
aratr. *: Mals wird sich aber ein günstiges Arrangement treffen lassen, wenn der eine der beiden Teile gezwungen wird, »arher bi« Gesichts-
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datz es feine
vorzeitige Vefreiung nicht durch Daner- in für sot belostnng des gesamten Vaterlandes ■r aefudit ttkauft sehen wolle. .Mir halten es für selbst- • . ,7. vefftändlich", so erklärte der Redner, „dan 1 „* diejenigen, die den Pariser Plan an sich für
____22 möglich halten, ibn unter gar keinen llmstan- " den annehmen können, wenn nicht gleichzeitig die Räumung von Rhein und Saar binnen kürzester Frist und bedingungslos bindend zu- gesichert ist" Der Redner begründete einen dewa«4 Antrag, der die Regierung auffordert, den -----Widerruf des deutschen Schuldbekenntnisses an e B'-schÄ die Spitze der Tributverhandlungen zu stellen. . Am Regierungstisch hatten inzwischen
• neben dem Autzenminster Dr. Stresemann '--- noch die Minister Dr. Curtius, Dr.
) . Wirth, Dr Hilf erding und Seoe-
Hguhen soll. Freiwillig soll sich Deutsch-' .... Sld bis 7V Jahre nach dem Kriegsende be- .a«, fr I Men Der tiefste Grund des Scheiterns der Et>eutschen Autzenpolitik liegt in dem 3usam- . ttengeben mit der Linken, in der Illusion, t atz c- **■ * kas Zeitalter des Machfftaates vorüber und eine Aera des ewigen Friedens berausgekom- «cn sei. Unsere Autzenpolitik hat bisher von Mißerfolg zu Mißerfolg geführt. Im letzten Herbst hatte man die nötigen Folgerungen ziehen und erklären I müssen: Schluss mit der Politik deutscher Vorleistung, mit der Rücksicht auf den Phrasennebel der Genfer Atmosphäre und mit der Vorstellung, man müsse unter allen Umständen gerade mit Herrn Briand im Einklang «««eiben, (ßujtmmnng rechts.) Der inzwischen «l, cm «folgte Abschluss hat uns in unserem Urteil ft*1- von der
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ibnhof »ird Schon bald werden wir vor der Noi- 7-1 »enbigteit sfehen, die Revision auch dieses Ab-