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liche Antwort ans das Memorandum der Kläubigerdelegationen vom 21. Mai nicht

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zugesichert, von diesen auch nicht gefordert Z »ordea ist.

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klärungen seien hinreichen klar und deutlich, daß sich die Gläubiger ein Bild machen könnten, läßt sich im Augen­blick nicht nachpriifen. Dem gleichen Blatte zufolge bat Dr. Schacht weiterhin erklärt, er sei nach wie vor bereit, die Beratungen wieder aufzunehmen oder alle Verminde­rungsvorschläge zu prüfen, die ihm die Gläubiger überreichen könnten.

Ueber die Sondersitzung der Vertreter der Elüubigermächte weiß derExcelsior" zu berichten, sie hätten die Haltung ge­prüft, die sie einzunehmen hätten, um nicht erneut von Dr. Schachthineingelegt" zu werden. Anscheinend seien die Festigkeit Und Zusammenarbeit das Einzige, das den Cläubigermächd r bliebe, um die Konfe-

ferenzkreisen pessimistisch sei, aber so lange noch Besprechungen dauern, sei noch nicht alle Hoffnung auf Einigung verloren. DasJournal" spricht von einem letz­ten Mannöver" Deutschlands", um ein früheres Inkrafttreten des Young-Planes und damit die Möglichkeit einer früheren Rheinlandräumung zu erlangen. Wenn die Deutschen wirklich die Befreiung ihres Bodens zu beschleunigen wünschten, dann müßten sie die Regelung der Finanzfrage und die Ratifizierung der Beschlüsse durch die Regierungen beschleunigen, sowie die Kontrolle der entmilitarisierten Rhein­landzone sicher stellen.

Neue Note Amerikas an Frankreich

fk. P a r i s, 27. Mai. Der Vertreter der Agentur Havas in Washington will aus autorisierter Quelle erfahren ha­ben, datz die französische Botschaft in Washington vom amerikanischen Schatzamt eine Note erhalten habe, in der die

Befriedigung der amerikanische« Ne­gierung über die Antwort der französischen Regierung anf die An­frage wegen Ratifizierung des Schuldenabkommens zum Aus­druck gebracht wird.

Da das amerikanische Parlament sich für unbestimmte Zeit vertagen wolle, habe der Botschafter die Versicherung erhalten, daß die amerikanische Regierung die dem Kon- tjieß vorgeschlagene Entschließung unter­stützen werde,

den Fälligkeitstermin für die Be­zahlung der übernommenen Hseresbe-

Stands der Verhandlungen

Die Generalratswahlen im Seine- Departement.

fk. Paris, 27. Mai. Von den 120 Generalräten des Seine-Departements waren gestern 40 zu wählen. Die übrigen 80 Sitze find bereits auf die Gemeinde­wahl vom 5. bezw. 12. Mai vergeben worden, da die Pariser Gemeinderäte automatisch auch Generalräte werden. Von den 40 Mandaten sind für 17 Stich­wahlen notwendig. Die übrigen 23 Sitze verteilen sich wie folgt: Kommunisten 5, Sozialisten 7, Unabhängige Sozialisten 2, Radikale 1, Rechtsradikale 5, Links­republikaner 2, Anhänger der Marin­gruppe 1.

stände bis z«m 1.Mai 1930 hi«- auszuschieben,

falls das französische Parlament das Schuldcnregelungsabkommen vor dem 1. August d. I. ratifizieren werde.

D-r Anzeigenpreis beträgt für ben 10 gestalt. Seilenmidimeter 0.08 GM., kleine Baranzeigen 0.06 GM amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Sah sowie bei Platz­borschrift 50°!, Aufschlag. Eammelanzeigen 100 °!« Auf­schlag. Reklamen der Willim. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt als Darrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Ev- füllungSort Marburg.

1 Goldmark 0«,,Dollar.

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^Sberhessische Zeitung" er- rßtlitt sechsmal wöchentlich. Be I^preiS monatlich 2.10 SM. aus. A-cßl. Zustellungsgebübr, durch iiePost2.8S EM.Für etwa infolge Streiks, Maschinendefekte oder tlttnenkwrr Ereignisse ausfallende Ammnern wird kein Ersatz ge- yfitt. Verlag v. Dr. §. Hitzeroth. Druck der Unib.-Buchdruckerei b. goh. Aug- Koch, Markt 21/23, atrnsprecher: Rr. 54. u. Rr. 55. ^stscheckkonto: Amt Frankfurt

M. Rr. 5015. Sprechzeit bet Redaktion von 1011 und

ächte sind gestern vormittag unter dem Korsttz von Owen Young zusammenge- txeten. Sie haben von der Erklärung -euutnis genommen, die Dr. Schacht fo- «whl Owen Young als auch gewiffen Dele­gierte« als Antwort auf das alli­ierte Memorandum vom 21. 5. ab­gegeben hat. Da Dr. Schacht noch k e i n e schriftliche Antwort überreicht hat, haben die Vertreter der alliierten Mächte zur Kenntnis genommen, datz die Ber- i Handlung zwischen Dr. Schacht und Owen ' Young fortgesetzt werden wird. Owen i Young wird eine letzte Anstrengung f machen, um von Dr. Schacht eine weni- v ger negative Antwort zu erhalten, i Ma« hofft, datz der Führer der deutschen i Delegation morgen ein schriftliches [ Memorandum überreichen wird. Erst ! dann würden die Delegierten der Eläubi- ! germächte ihre Haltung feftlegen können.

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Z« dieser H ä v a s auslassung ist deut- £ fcherseits zu erklären, datz seitens der v u deutschen Delegierten bisher eine schrift-

Dr. Gchschtt «egatise Anttveet

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zur Gendarmerie gebracht worden. Rach einem dreiviertelstündigen Verhör wurde er wieder entlassen. Es handelt sich da­bei, wie es heißt, um die Wahlplakate der Partei, die drei Kirchtürme mit einer aus­gehenden Sonne zeigen und die Worte enthmien:Heimattreue! Wählt Liste Rr. 4 Christliche Volkspartei." Diese Plakate sind in Eupen und Malmedy von Gendar­men entfernt worden. Das bei Gierets gefundene Propagandamaterial wurde beschlagnahmt. Vier junge Leute, Ver­wandte von Gierets, die seit einiger Zeit bei diesem zu Besuch weilten, sind, nach­dem ihr Gepäck untersucht worden war, wie es heißt, zwangsweise über die Grenze abgeschoben worden. Das Vorgehen der Behörden soll sich daraus stützen, daß auf den beschriebenen Plaka­ten die Angabe der Druckerei fehlte.

Aman W will na» Rom

London, 25. Mai. Wie R e u t e r aus S i m l a meldet, nimmt man dort an, daß der ehemalige König von Afghanistan, Aman U l l a h, dem die indische Regie­rung Begünstigungen für die Reise von Tschaman nach Bombay gewährte, sich nach Rom begeben wird. Rach den letz­ten Nachrichten wurde vor der Abreise Aman Ullahs der Rest seiner Truppen von Kräften des Königs von Kabul, Habith Allah, angegriffen. Ein schwerer Kampf entspann sich, der mit der Nieder­lage der Truppen Aman Ullahs endete. Dieser verließ in der folgenden Nacht Kandahar und flüchtete.

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sk. Brüssel, 27.Mai. Nach den bis­her vorliegenden Ergebnissen haben die Sozialisten bereits 4 Sitze ver­loren und zwar in Thuin, Charleroi, Nivelles und Verviers, die alle die Libera­len gewonnen haben. Die katholische Partei hat schon 4 Sitze an die flämi­schen Nationalisten verloren, da alle flämischen Wahlkreise starke Fortschritte machen. Die Kom- muniften haben die 2 Sitze verlo­ren, die sie bisher besaßen. Im Bezirk Eupen-Malmedy erhielt der Kan­didat der christlichen Volkspartei 7000 Stimmen, wurde aber nicht ge­wählt. Der liberale Forthomme, der ehemalige belgische Kommissar bei der internationalen Rheinlandkommission in Koblenz, wird den Wahlkreis Veroiers, zu dem Eupen-Malmedy gehört, in der Kammer vertreten. Aus den vorläufigen, wenn auch unvollständigen Ergebnissen geht hervor, daß die bisherigen Re­gierungsparteien, die Liberalen und Katholiken, auch weiterhin die Re­gierung bilden können, und daß das Kabinett Ja spar nicht zum Rück­tritt gezwungen sein wird. Die Regie­rung wird allerdings mit dem starken Fortschritt der flämischen Nationalisten rechnen müssen.

Zwischenfälle in Eupen-Malmedy.

Wie aus Eupen gemeldet wird, ist der Generalsekretär der Deutschen Christ­lichen Volkspartei in Eupen-Malmedy, Stefan Gierets, mittags in feiner Wohnung in Eupen von belgischen Gendarmen se st genommen und

Seine $teWe DeuW-MftM!

(Zur Ankunft WilsonS tn Dar-eS-Salam.) Don Clemens Franz Grünefeld.

Der englische AnterstaatSfekretär des Kolonialamtes, Sir Samuel Wilson, ist kürzlich in Dar°eS°Salam zu einer Be­reisung der Kolonie Deutsch-Ostafrika und der benachbarten Britischen Kolonialländer eingetroffen. Er will seinem Ministerium und der englischen Regierung endgültige Vorschläge über die Zukunft des Tanganjika » Gebietes machen. Erstrebt wird unter dem Druck der Südafrikanischen Anion der Zusammenschluß der deutschen Kolonie mit Kenia und Aganda zu einem einheitlichen Zoll- und Derwaltungsgebiet Endziel ist die Derbindung aller englischen Besitzungen in Ost- und Südafrika zu einem ganz großen englischen Dominion unter Führung der Südafrikanischen Anion.

Hinter diesen Plänen steht eine so kraft­volle Persönlichkeit wie der General Smuts. Er nimmt damit für ein südostafrikanisches Weltreich die Gedankengänge von Cecil Rhodes wieder auf, dem er an weitem Blick vielleicht nachsteht, an Zähigkeit des Willens und feurigem Schwung aber gleich- kommt. Downing Street hat er zu raschem Handeln mit sich gerissen. Die Haupt­widerstände gegen seine Pläne wurzeln nicht im englischen Kabinett sondern in Ostafrika selbst. Die Aganda, Tangjika und besonders Kenia bestehenden starken englischen Siedlergruppen wollen die riesenhaften Möglichkeiten einer Beteili­gung an der Herrschaft über die gewaltigen Reiche Ostafrikas nicht in die Hand der südafrikanischen Verwaltung legen, sondern Herr im eigenen Hause bleiben, das sie mit ihrer Anternehmungslust und ihrem Wage­mut erschließen. Die stärkste persönliche Stütze der oppositionellen Kolonialenglän­der ist Lord Delaware, ein ostafrikanischer Großunternehmer. Er hat mit seinen Grün­dungen auch in Deutsch-Ostafrika festen Fuß gefaßt und zunächst mit rund 150 000 Mark Kapital eine Speck- und Schinken­fabrik errichtet, die ausschließlich eng­lischen Siedlern zum Absatz ihrer tierischen Erzeugnisse verhilft; ein neuer Beweis für die planmäßige Anterdrückung des deut­schen Elements. In der Sicherung der Kolonie für England gibt es also keinen Gegensatz zwischen allen irgendwelchem Einfluß nehmenden englischen Faktoren.

Diese Stimmung wird auch bei den Dele­giertenberatungen mit Samuel Wilson in Dar-es-Salam unzweideutig und vielleicht sogar herausfordernd gegen uns zum Aus­druck kommen und dem Anterstaatssekretär zur die Kolonien auch in Tanga und Mashi und Arusha, wohin immer er reisen wird, schon ans taktischen Gründen begegnen. Er wird damit rechnen und hat Kundgebungen für England vielleicht schon vorausbestellt, weil er bei feiner Rückkehr im Juli oder August nach Europa in einem neugewähl­ten Parlament mit einem möglichst tat­sachenreichen, überzeugenden Bericht gegen­über treten muh.

Jetzt ist also Deutsch-Ostafrika wirk­lich in Gefahr! Das heißt, wir haben in zwölfter Stunde die deutsche Kolonie zu gewinnen oder zu verlieren, die als einzige Auhenbesitzung für die Aufnahme un­seres Bevölkerungszuwachses in Frage kommen kann. Sie ist mit 967 371 Quadratkilometern doppelt so groß wie das gegenwärtige Deutsche Reich, mit nur 4,3 Millionen Einwohnern bevölkert, und bietet in den weiten Hochländern günstige Wohn­gebiete für eine weihe Bevölkerung. Diese sich selberhaltende deutsche Kolonie ist das einzige deutsche Kolonialgebiet, das mit sofortiger Wirkung unserem Lande für Baumwolle und Gummi sowie für andere unentbehrliche Kolonialerzeugnisse tote Fette als Rohstvf f grundlage dienen

Die deutsche Auhenpolitik hat feit fast fünf Jahren keine Hand mehr gerührt, um unsere wenigstens auf dem Papier stehen­den Rechte an der Kolonie wahr^unehmen.

Anzeiger für (das frühere kürheffifche) Lberheffen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen f«r Stadt nnd Kreis Marburg

renz zu retten. Man könne jedoch nicht zu sehr darauf hoffen, daß die Alliierten am Sonntag die Bande der Solidarität und Festigkeit enger geknüpft hätten. Es gebe Anzeichen für ein Nach- geben Englands. Jtalienifcherfeits fei Ungeduld bemerkbar und auch bei den Japanern fei eine gewiße Unlust zu verzeichnen.

DerMattn" vertritt die Auffassung, daß man noch weit von einem Bruch ent­fernt fei. Der gesunde Menschenverstand habe vielleicht noch nicht alle seine Rechte verloren. DerPetit P a r i s i e n" stellt zwar fest, daß der Eindruck in Kon-

Ken Sachverständigen geäußert, jedege­riebene Dokumentatton" sei im gegen-

®teläy l am Sonntag gegenüber den amerikani- ngb.a ---------

iutern

b,t y sättigen

eI S Zwecklos und seine mündlichen Er -

Abschwächung des starken Pessimismus zu verzeichnen. Jedenfalls sagt man nicht mehr so unbedingt den nahen Abbruch vor­her, wie dies noch am Sonntag Abend all­gemein der Fall war. Diese etwas hoff- -. nilngsvollere Beurteilung leitet sich keines- [Thur. i Negs etwa aus Fortschritten her, die am --- Sonntag in den Doppelbesprechungen zwi­schen Dr. Schacht und Owen Young oder in der Sitzung der Eläubigermächte zutage getreten sind, sondern ausschließlich linehtii : aus der Tatsache, daß überhaupt «och verhandelt wird. Es ist be- zeichnet, daß in der französischen Presse ge- 14 1 itau dasselbe Spiel beginnt, wie vor kur­zem, als Dr. Schacht seine mündlichen Vor­behalte zur Annahme des Owen Young- Planes aufstellte. Seit Sonnabend spricht die französische Presse von der bevorstehen­den Ueberreichung einer deutschen Denk­schrift, die die Antwort auf die erhöhten Zahlungsansprüche der Alliierten und die Eegenvorbehalte enthalte, während in keinem Augenblick hiervon die Rebe war. Ob allerdings die Feststellung desExcelsior" zutrifft, Dr. Schacht habe

en soweit sich aus der heutigen Pariser Korgenpresse ein Schluß aus die französi­sche Beurteilung der Lage im Sachverstän- digen-Ausschuß ziehen läßt, ist eine leichte