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Brüssel, 1. April. Am späten Sonn­abend Abend ereignete sich in der Kohlen­grubeW a t e r s ch e i t" in der Nähe des G"nck in der Provinz Limburg, ein fol-

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genschwerer «rtterschlag, dem bisher 23 Bergleute als Tote zum Opfer fielen. Das Unglück geschah in 700 Meter Tiefe. Es ging eine gröyere Brücke zu

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hörigkeit ntr bolschewi! gung. Man glaubt, datz Getöteten unschuldig war.

Der Anzetgenprett beträgt f#e bett 10 gespalt. Sdlenmtdimetee 0.08 GM flehte Satanjetgea 0.06 ®Süt, amlllche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 GM. SM schwierigem Latz sowie bei Platz­dorschrist 50% Aufschlag. Gammelan zeigen 100 *1« Auf­schlag. Reklamen der Millim. 0,40 SM. Jeder Rabatt gilt als Barr abart. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet,ebenso Anoknnfl durch die Geschäftsstelle and Zusendung der Angebot». Er­füllungsort Marburg.

1 Geldmarkt =* '/«^Dollar.

Kattowitz, 30. März. Der Haftent­lassungsantrag des Vorsitzenden de« Deut­schen Volksbundes und Abgeordneten des schlesische» Sejm, ll l i tz, ist heute von der zuständigen Veschluhkammer geprüft wor­den mit dem Ergebnis, dass Ulitz, der sich nunmehr bereits seit sechs Wochen in Un­tersuchungshaft befunden hat, gegen eine Kaution von 70 000 Zloty auf freien Futz gesetzt worden ist. Der Zu­sammentritt der Beschluglammer, der schon vor Tagen erfolgen sollte, hat sich trotz reger Bemühungen des Verteidigers ans unaufgeklärten Gründen verzögert.

Ein deutscher Pfarrer ht Oft-Oberschlesien ohne Gründe entlassen.

Kattowitz, 1. April. Die bereits vor einigen Wochen angekündigte Amtsenthebung . des üch zum Deutschtum bekennendeu Pfar-

Me »Okxrhesfische Zeitung" er­scheint sechsmal wöchentlich. Be- zugspreis monatlich 2 GM. aus» schließt. Zustellungsgebühr, durch dl«Post2.25 GM.Für etwa Infolge Streik«, Maschinende fette oder elementarer Ereignisse ausfallende Nummern wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag v. Dr. §. Hltzeroth» Druck der Unid.-SSuchdruckere. b. Zvh. Aug. Roch, Martt 21 <3, Fernsprecher: Rr. 54. tu Sir. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt ,. M. Nr. 5015. Sprechzeit )e* Redaktion pon 1011 und %11 Uhr.

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Auch die AekimsÄelb-km SMMslM - 27 Sete

Paris, 1. April. Myron T. Herrick, Botschafter der Bereinigten Staaten in Paris, ist Sonntag Nachmittag »m fünf Uhr einem Herzschlag erlegen. Er stand im 72. Lebensjahre und war zwei­mal der diplomattsche Vertreter Amerikas ht Paris, darunter die letzten Zahre un­unterbrochen. Bei dem 3 Kilometer lau­ge« Weg hinter dem Sarge Marschall» Foch zog er sich eine Erkältung zu, an deren Folgen er durch Herzschlag am Sonntag verschied.

Schimm stampf am «fanaffc

»Daily Telegraph" meldet aus Schanghai vom 1. April: 60 Meilen nordöstlich von Hankau find am Nordnfer des Jangtse zwischen Truppen der Nanking, und H a n k a «-Streitkräfte schwere Kämpfe im Gange. Die Ranling-Negierung erwartet zu­versichtlich, dah General Fengjuhsiang Han- kau binnen zwei Wochen in seiner Hand ha­ben wird. Der Handelsverkehr im Jangtse­tal ist vollkommen lahmgelegt.

Hundette von Hinrichtungen in Kanton.

fk. London, 2. April. Im Verlaufe der letzten Tage sind in Kanton zahlreiche Hinrichtungen vorgenommen worden. Sie sollen nach verschiedenen Mitteilungen i n die Hunderte gehen. Die Hinrich­tungen erfolgten wegen angeblicher Zuge-

Bruch. Die Bergungsarbeiten find vollem Gange. Mehrere der bereits

fk. London, 2. April. Nach einer Reutermeldung aus D e l h i wird dott ange­nommen, datz die Nachricht von dem Beginn des Vormarsches Aman Allahs auf Kabul zutreffend ist.Daily Telegraph" mel­det aus Allahabad, der afghanisch« Ge­neralkonsul in Delhi hab« «in Telegramm des Außenministeriums in Kandahar erhalten, wonach Aman Allah am 27. März den Vormarsch gegen Kabul angetteten hat, Berichte aus Peschawar besag«», daß der Vormarsch exgen d«s schlechten Zustande« der Wege nur langsam vonftatten gehe.

zu räumen. Die Einstellung des bischöflichen Amtes gibt zu recht merkwürdigen Schlüssen Aniah und es wäre daher notwendig, die mahgebenden Stellen hierzu eine klärung abgeben.

Rcmer Zentrumsabgeordneter im Prentzifchen Landtag.

Berlin, 30. März. Für den nach längerer Krankheit im 42. Lebensjahr verstorbenen Zentrumsabgeordneten im Preußischen Landtag L e o n a r tz, der für Köln-Aachen seit 1921 dem Landtage angehörte, tritt der Syndikus des Mittel­standhauses in Düren Dr. Stahlhofer in die Zentrumsfrakljon des VreunilLen Landtages ein.

Smlfche, gedenkst des Soor» gedieles!

Ein Mahn, und Notruf.

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ÄberhMche

Zeitung

Botschafter Myron T.Hermck f

ein ergebener Freund Frankreichs - Einer der fähigsten Sivlemaien der Bereinigten Staaten

rers Buschmann, der fast zwei Jahr­zehnte in der Parochie Bielschowitz wirkte, ist nun Tatsache geworden. Trotz der Ver­wahrung der polnischen und deutschen Pfarrei-Angehörigen und der eingelegten Be­rufung beim Heiligen Vater in Rom ist vom bischöflichen Amt in Kattowitz ohne Angabe von Gründen Pfarrer Buschmarm ab 1. April jede Amtstätigkeit untersagt wor­den. Gleichzeitig wurde Pfarrer Buschmann aufgefordert, die Pfarrei bis zum 15. April

Und trotz all« dem! Diele deutsche Kreise wissen kaum noch etwas vom Schicksal des Saargebietes, obwohl es uns in ganz au 6er« ordentlichem, ja geradezu lebensnotwendigem Matze angeht. Darum sei Einiges, hauptsäch­lich die allerneuesten Vorgänge, berichtet.

Warum ist das Saargebiet von Deutschland durch den Versailler Vertrag zeitweilig ab- selöst und, unbeschadet der dem Namen nach sortbeftehenden Oberhoheit des Reiches, in Sonderverwaltung gegeben worden?

Der Ausschuß der sogenanntenSieger- machte", also der Feindbund, befahl, datz vom 10. Januar 1920 ab das Saargebiet auf 15 Jahre, unter eine besondere Regierung mit eigener Verwaltung gestellt wurde. Frank­reich erhielt die alleinige Nutznietzung der staatlichen Kohlenbergwerke und die Ausbeu- tuns der Saarindustri« durch französtsches Unternehmertum unter dem Vorwande, datz der Schaden gedeckt werden müsse, den der Staat Frankreich und die französische Grotz- und Schwerindustrie durch den Weltkrieg er­litten hätten, also neben den berüchtigten Revarationspahlunven herlaufend. Nach Ab­lauf der 15 Jahre bat eine Volksabstimmung stattzufinden, ob die Saarländer den jetzigen Zwischenzustand beibebalten, ob sic wieder deutsch, ob sie französisch werden wollen. Es ist ganz klar, daß die Saarbevölkerung kern­deutsch ist und zu 99 v. S. mit allen Fasern zu Deutschland zurückwill. Sollte die Wahl zugunsten Deutschlands ausfallen, so kann Deutschland die staatlichen Werke vom franzö- stschen Staat zurückkaufen.

Das ist der eine Grund gewesen, weshalb sich das 1919 unter den Ententemächten matz- gebende Frankreich die Nutznietzung des Saar­gebietes überschreiben ließ. Der andere Erund lag und liegt noch heute darin, datz Frankreich hofft, durch allerlei Schliche, Fall­stricke, Verlockungen die Saarländer mürbe »u machen, damit sie 1935 es vorziehen, lieber zu dem wirtschaftlich erstarkenden Frankreich »u gehen, als bei dembankerotten" Deutfch- laiA »u verharren. Die Franzosen werden sich gewaltig täuschen, allein sie sind gerade jetzt »n der »ollen Arbeit, die Saarländer durch Bedrängungen aller Art, verbunden mit Wer­bung, den französischen Zielen gefügig zu machen. Es wird ihnen nicht gelingen. Aber Frankreich läht nicht locker.

Es sei daran erinnert, datz dasSaar- abkommen" alle Einzelheiten der Verwaltung und Ausnutzung genau geregelt bat. Hiernach bat das Gebiet eine besondere Regierung aus 5 Mitgliedern, die der Völkerbund ernennt unter ihr nur ein Deutscher. Die Saarregie­rung arbeitet fast diktatorisch, denn die Volks­vertretung (der Landesrat) bat nur beratende, nicht aber gesetzgeberische Stimme. Eigenes Gericht (allerdings nach deutschem Recht), be­sondere Eisenbahn, Post, Zoll- und Steuer- wirtschafl, scheiden das Gebiet vom alten Vaterland. Die Frankenwäbrung ist einge- iührt worden und hat das Gebiet zu Zeiten der deutschen Inflation, später durch den Tief­stand des Franken schwer getroffen. Die starke französische Besetzung mutzte, da vertrags­widrig, auf Beschwerde beim Völkerbund zu­rückgezogen werden. Zurzeit stehen im Saar­gebiet eine eigene Gendarmerie und eine aus den Truppen der Feindstaaten zusammen­gesetzte Bahnschutzbesatzung. Das Saargebiet gehört runden alleiwertvollsten Teilen Deutsch­lands. Seine Koblenvorrätc sind schier un­erschöpflich, die Eisen-, Glas- und Ion* industrie hatten bis zum Weltkrieg in höchster Blüte gestanden. Die Namen der Werke von Neunkirchen, Dillingen, Webrden, Bürbach, Mettlach haben Weltruf genosien. Heut« ist es leider anders. Die' Franzosen , buben di« notleidende Industrie des Gebietes mit eigenem Kapital überschwemmt und sind

borgen«« Toten waren bis znr Unkennt­lichkeit verstümmelt. Das Schlagwetter- nnglück ging mit lautem Krachen vor sich «nd war weithin vernehmbar.

Asber die ll r s a ch e der Katastrophe, die sich vorgestern abend in einer Kohlen­grube in der Nähe von Gonck (Provinz Limburg) ereignete, wird noch folgendes bekannt: Die 28 Mann starke Belegschaft wartete dicht gedrängt in einem Loch die Zündung einer Mine ab, durch die Ge­steinsmaste gesprengt werden sollten. Un­glücklicherweise ttaf der Sprengschutz aus eine mit schlagenden Wettern gefüllte Felsspalte. Das Feuer dehnte sich über eine Strecke von 55 Metern aus und er­reichte sämtliche in dem Loche hockenden Bergarbeiter. 25 von ihnen wurden ge­tötet und die drei anderen durch Brand­wunden schwer verletzt.

Gestern nachmittag ereignete sich ein neues Unglück. Eine 12 Mann starke Ret­tungskolonne wurde teilweise unter her­abstürzenden Gesteinsmasten begraben. Zwei Arbeiter wurden getötet und acht verwundet. In ganz Limburg yerrscht eine ungeheure Erregung.

Anzeiger für (bas frühere kurhefsifchej Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg,

Unter den schweren wirtschaftlichen Sorgen, die das deutsch« Volk in der Gegenwart be­drängen und unsere Zukunft verdüstern, liegt die Gefahr leider nicht fern, datz das Saar- gebiet in seiner hochgradigen Bedrohung durch franzö^sch« Hatz- und Raubsucht mehr und mehr übersehen und fast vergesten wird. Das kann und darf nicht fein! Hier steht allein di« Ehre Deutschlands, sondern eine der wesentlichsten Daseinsfragen ___

deutschen Volkes auf dem Spiel. In den letz­ten Tagen sind ernste Ruse aus dem Saar- sebiet zu uns berübergedrungen. Ebenso war Gelegenheit geboten, von Saarländern, die ins Reich gekommen find, persönlich recht beun­ruhigende Erscheinungen zu vernehmen.

, Myron T. Herrick ist am 9. Oktober 1854 geboren. Er studierte an der Universität von Ohio Rechtswistenschaft, promovierte an mehreren amerikanischen Universi­täten und erhielt 1921 den Ehrendoktor der Universität Nancy. Im Jahre 1878 wurde er Rechtsanwalt in Eleveland, um später verschiedene wichtige Posten in grotzen Gesellschaften zu übernehmen. Er wurde sechsmal zum Vertreter der Na- tionalkonoention ernannt und war Mit­glied des nattonalrepublikanischen Aus- schustes. Im Februar 1912 wurde Herrick i als Nachfolger Robert Bacons, zum Bot- r schafter in Frankreich ernannt und Ende

1914 durch einen Demokraten ersetzt. Nach Lmtsanttttt seines Freundes, des repu­blikanischen Präsidenten Harding, kehrte er aber wieder auf den Pariser Botschaf- Nrposten zurück.

Herrick war ein ergebener Freund Frankreichs

I tob der französischen Politik und leistete Krankreich nach seiner Rückkehr in die Ver­einigten Staaten im Jahre 1915 weit grö­ßere Dienste, als er es auf dem Pariser Posten hätte tun können. Er gehörte mit Roosevelt, Root, Beck, Manning, Hibben und anderen zu den Männern, die unter dem amerikanischen Volke und im Weitzen Hause am eifrigsten

für den Beitritt der Vereinigten Staaten in den Weltkrieg stegen Deutschland arbeiteten.

.Der Tod des amerikanischen Botschafters m Paris, Herrick, kam auch in amtlichen Kreisen in Washington vollkommen über- wschend. Man erinnert daran, datz Serrirf wiederholt davon sprach, datz er en Wunsch habe auf seinem Posten zu sterben. Die englischen Morgenblätter be­schränken sich vorläufig aus die Wieder­stabe der Todesnachricht.

Wie die Pariser Preste aus Was hing- Ivn meldet, hat das Ableben Hcrr-.cks einen Men Eindruck auf tie amt.ichen Washingtoner «eife gemacht, in denen er als der fähigste Diplomat der Vereinigten Staaten angesehen vurde. Präsident Hoover drückte sofort i Erhalt der Trauerkunde dem Sohne des : Botschafters, Parmely Herrick, telegraphisch Äsern Verleid aus. Einer Privatmeldung des ?ß-^«tvhvrk Herald" zufolge, hält man Mr den aussichtsreichsten D a ch f o l ge r IDerricks in Paris den gegenwärtigen amerikanischen Botschafter in Brüssel und persönlichen 'Freund des Präsidenten Hoover, ^rgh G i b s o n. Doch rechnen dessen Freunde J*rit einer Ablehnung, da Gibson über fein Privatvermögen verfügt und daher die ^nderausgaben, die dem Pariser Botschafter ver Bereinigten Staaten durch den alljähr- Uchen Besuch einer grotzen Anzahl von ^rneriumern erwachsen, für untragbar hält. 2"$ der frühere Vizepräsident, der vor «rrzem als Nachfolger Houghtons in London Benannt wurde, wird als aussichtsreicher ^mdidat für den Pariser Posten benannt. Wenfalls nennt man den gegenwärtigen Dot- ^fter in Vom Fletcher, der schon früher ^Wunsch bekundete, entweder nach Paris *ver nach London zu gehen.