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Entfernung abgegeben worden, erklärt sich auch, datz der Schädel

kurzer

Daraus erklä

S.

Marbureer LaseSaWistt

imb die Bereinigten Staaten einbarung dulden würden, die Gefahr eine« Zusammenbruchs lchen Kredits mit sich bringt.

Andererseits würde ein Fehlschlag nach so langen Arbeiten sicher derart ernste Ver­wicklungen nicht nur in Deutschland aus­löse«, daß Gründ zu der Hoffnung bestehe, datz die Nationen in ihrem eigenen Inter- esie eine Regelung zustande bringen wer-

Die Londoner Presse meldet kinstimmend aus Paris, dah die zierten jetzt zur Erörterung Reparationszahlungen

Nr. 67 64. Mr» Marburg n. Laba

über- Dele- der «ber­

schen Dolkspartei sich zogen hab« auf die Stresemann, hier Hier Stresemann

nicht so sehr be- Alternative: Hier Scholz, sondern: und hier Sten-

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Itwtojtilung

keine Ver­eine ernste des deut-

Mittwoch, km Ai. MM) ISA

Graf Stolberg Wernlgerode ermordet

Ser Sohu unter dem B.-rtacht des BatermorkeS verhnttet

eine viel gröbere Zahlung seitens Deutschlands erfordern würde, als irgend eine Summe, die bisher die deutsche Dele­gation ins Auge zu fassen geneigt schien. Der Korrespondent sagt:

Frankreich würde durch einen Fehl­schlag der Verhandlungen und durch eiue Rückkehr zum Dawesplan weni­ger zu verlieren haben, als irgend ei« anderes Land, wen« aach alle Alliierte« es sich leiste« könnte«, sich mit einem solchen Ergebnis abzufinden. Die Meinungsverschiedenheit zwischen dem französischen und dem deut­schen Standpunkt scheine augenblicklich die heikelste Seite der Verhandlungen zu sein.

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den 10 qespalr. Zellenmtlltmet«« 0.08 SM klein« Daran,«tg« 0.06 SM, amtlich« and a«s- wäriiq« Anzeigen 0.10 SM. M schwierigem Satz fotol« bet Platz» dorschr'f« 50°l. Aufschlag. Sammeian,eigen 100/, Auf­schlag. Reklamen der Milli«. 0,40 DM. Jeder Rabatt gl« als Parrabatt. Ziel 5 Tag«. Delkg« werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle wnb Zusendung der Angebot«. Er­füllungsort Marburg,

t Goldmark = '/«^Dollar.

eine deutsche Annuität von 1,240 Milliarden Mark bis 1,5 Milliarden Mark erfordern.

Es bestehen Anzeichen, dah Deutschland es ablehnen wird, die Zahlung einer derarti- gen Summe zu erwägen.

Der Newyorker Korrespondent des Daily Telegraph" berichtet: Wenn die Pariser Meldungen über den vom Sach- verständigen-Ausschuh erläuterten Repara­tionsplan zutreffen, wird dieser Plan wenig nach dem Geschmack der amt­lichen Stellen in Washington sein.

Es heiht, dah die amerikanische Re­gierung im dem Plan einen Versuch erblickt, die Alliierten aus demRe- parationsgemälde" zu entfernen, so­weit nicht der Empfang der Entschä- diguna für die zerstörten Gebiete in (Fvrrsedung f.eje Lecke 2.)

Die bisher vo« de« deutschen Delegierten genannten Zahle« haben geschwankt zwi- sche« einer Gesamtsumme, die offenbar «nannehmbar für die Alliierte« ist, n«d einer Summe, die sich mehr dem nähert, was zum mindesten die britisch« Re­gierung für eie vernünftiges An- gebot halten würde. Aber in Erwar­tung des Beginns des entscheidende« Sta­diums sind

Anzeichen für eine Versteifung in der französischen Haltung bemerkbar. Man glaubt, dah Moreau in einer Unterredung mit Owen Young eine Mindest summe genannt hat, un­ter die Frankreich nicht gehen könne, die

«Obrrhrsslsch« Zeitung" «fr Print sechsmal wichenllich. Bfr ^ngsprri« monatlich 2 GM. aus- schließ!- Zustrllunqsgebühe, durch hs«Post2.2S GM.Für etwa tnfolg« Streik«, Maschtnendefekte »der rlewenlarer Lrrtgntsse ausfallend« Nummern wird kein Srsa» pe* Nistet. Verlag 6. Dr. §. Htkerolh. Druck der Unib.-Vuchdruckerei d. 3»b. «ua. Noch, Markt 21/23, gttnspreche«: Nr. 64. e. Nr: 65. Postscheckkonto: Amt flrankfurt g. M. Rr. 6015. Sprechzeit bet Redaktion von 1011 u»d

1,1-1 Uhr.

ÄbechMche Zeitung

eint neue Partei ? ,

DieDeutsche Allgemeine Zeitung" hat in ihrer Hummer 130 einen sehr bemerkens­werten Artikel unter dem Titel:Strese­mann" veröffentlicht. ES wird da zu- nächst geschildert, daß sich hinsichtlich der Haltung der Deutschen Volkspartei gegen­über den politischen Dingen nichts geändert habe und daß die optimistische Auffassung derer, di« da meinen, die Deutsche Volks- Partei würde nun eine neueFühlung­nahme mit dem Zentrum zum Zwecke der Bildung der Großen Koalition aufnehmen" irrig sei. Es wird weiter gesagt, daß der Gegensatz im Zentralvorstand der Deut-

Aber es find Forderungen vo« a«de->«r Seite möglich, deren A««ch«re für Deutschland sehr schwierig sein würde.

Der Kampf um -ie Höhe -er Tribute

Anmikn fürchtet als jiOtinigtr Rntznteßtf ins Acht gttfttt zu »erben

Eberhard zu Stolberg-Wernigerode erschos­sen wurde. Es handelt sich um ein Dum - Durn-Geschotz mit abgeplatteter Blei­spitze. Der Schuh ist offenbar aus ganz

Dem Pariser Korrespondenten der Financial » Times" zufolge nannte Moreau als Summe, die Frankreich von der Mobilisierung der deutsche« Schuld erwartet, 10 Milliarde« Mark; Großbri­tannien soll 4 Milliarde« u«d Belgien 3 Milliarde« Mark erwarten.

Die gesamte Summe der voraebrachte« Lllllvrüche würde

Begangen sind. Der Pariser Korrespon­dent derTimes" sagt: Nach bisheriger zemeinsamer Beratung teile« jetzt die Führer der alliierten Delegationen geson­dert dem Vorsitzenden Owen Young ihren Standpunkt mit. Es muh betont werden, dah die Möglichkeit einer so ernsten Meinungsverschiedenheit, dah die ganze Arbeit des Ausschusses gefährdet werden würde, nicht ausgeschlosie« er­scheint. Es ist wahr, dah die geplante Denkschrift Deutschland wertvolle Sicherungen bietet, und es ist Deutsch­land auch während der Berhandlu«ge« klar gemacht worden, dah Erohbritannie«

Mit dieser Verpflichtung einer kommenden Generation zugunsten der gegenwärtig leben­den scheint sich die Linkspresse m bedenklichem Mähe zu befreunden. Schon liegen Mel­dungen aus Paris vor. dahdurch diese Haltung der deutschen Linkspresse die Stel­lung Dr. Schachts sehr erschwert wird. Nichts aber wäre gefährlicher, als wenn die deutsche Delegation in Paris sich nach zwei Seiten iu verteidigen hätte, wobei die eine dem Feinde Vorschub leistet. S.

del. der Vorsitzende der Preußischen Lanbtagsfraktion. Es wird weiter aus­drücklich folgendes ausgesprochen:

Der tiefere Grund für die Haltung des Zentralvorstandes liegt in der mit außerordentlicher Kraft zum Ausdruck gekommenen Abneigung gegen die wirt­schaftlichen und sozialpolitischen Experi­ment« ter Sozialdemokratie, von denen di« Volkspartei sich zu distanzieren wünschte."

Es wird weiter die Taktik des Zentral­vorstandes deswegen als angreifbar be­zeichnet.

weil das Odium für das Mchtzustande- kommen einer Wehrheitsregierung nun nach außen, hin auf der Volkspartei liegt, während vorher die Verantwortlichkeiten mindestens geteilt waren, da das Zen­trum sich aus der Regierung zurück­gezogen hatte."

Und dann wird die Frag« aufgeworfen, was Stresemann nun eigentlich tun wird. Darüber heißt es folgendermaßen:

So glauben wir. daß Dr. Strese­mann. der sicher entschlossen ist, im April an den innerpolitischen Entschei­dungen mitzuwirken, seine künftige Stel­lungnahme noch nicht festgelegt hat. Er kann versuchen, die Deutsche Volks­partei wieder vollständig in die Hand zu bekommen, und wir glauben, dah er das auch versuchen wird. Er kann an­dererseits zwischen dem Amt des Partei­vorsitzenden und des Ministers wählen und parteipolitisch neutral bleiben. Er kann schließlich einen neuen Weg be­schreiten, der ganz gewiß nicht der eines Eintritts in die Demokratische Partei sein würde. Vielmehr der Ver­such der Gründung einer neuen, eben der Stresemann- Partei. wie dieKölnische Zeitung" sre propagiert."

Hier wird also der Boden vorbereitet für ein« neue und zwar eine Sttesemann- Pattei. Hier trifft sich dieD. A. Z." mit der Forderung, die vor ihr schon eine Reih« größerer demokratischer Blätter, so nament­lich dieVossische Zeitung", erhoben hat­ten, daß Stresemann unbekümmert um seine eigene Partei nun selber initiativ die Zü­gel in die Hand nehmen solle. Und in dem Berliner Tageblatt" ist Stresemann direkt aufgeforderl worden, sich zum Führer einer Republikanischen Staatspartei" zu machen.

Dies« Auseinandersetzungen sind pon außerordentlichem Interesse. Sie geben ein Bild von den Gärungen im Lager der Parteien und man wird auf die weitere Entwicklung dLr. Dmg« sehr gespannt sein müssen.

Li eg n itz, 19. März. Die Landeskrimi­nalpolizeistelle in Lieanitz teilt mit: In Jannowitz (Ar. Schönau) ist der Graf zu Stolberg-Wernigerode heute vormittag in seinem Schloh ermordet aufgefunben worden. Raubmord liegt an­scheinend nicht vor. Die Mordkommission aus Liegnitz hat sich an den Tatort begeben.

Zu der Mordtat werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Graf Eberhard von Stolberg-Wernigerode befand sich am Mon­tag abend zusammen mit seinem Sohne Christian-Friedrich, dem jetzigen Majorats- Herrn^ in seinem Zimmer. Der junge Graf verlietz kurze Zeit darauf das Zimmer. Bald darauf hörte er einen Schutz fallen. Bei der Rückkehr fühlte er sich von einem Un­bekannten umschlungen und verlor das Be- wutztsein. Als er wieder zu sich kam und das 3immer betrat, fand er den Grafen Eberhard auf dem Sofa sitzend tot auf. Auf dem Fußboden lag ein altes Jagdgewehr. Die tödliche Kugel hatte den Kopf von hinten durchdrungen und war an der Vorder­seite am Hals wieder herausgekommen. Es wird angenommen, datz zwei Unbe­kannte versucht haben, einen Raub im Schloß vorzunehmen, datz sie dabei in das verlassen geglaubte Zimmer gekommen und dort auf den Majoratsherrn gestoßen sind, den sie sofort niederschossen. 3m Schutz der Dunkelheit sind die Unbekannten entkommen. Einer der beiden hat anscheinend vor dem Zimmer Wache gestanden und den Grafen Fritz bei seiner Rückkehr überfallen.

Das Rätsel um den Mörder.

Zu dem Aufsehen erregenden Mord auf Schloß Jannowitz meldet dieVoss. Zta.", datz nunmehr auch das Geschah gefunden worden ist, mit dem der 56jährige Graf

Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg

.Noch gestern hielt es em großer Teil der Kresse für angebracht, die m oen Pariser tnd Londoner Blättern genannten französt- chen Forderungen alsVersuchsballons und Leeinflussungsoersuche" abzutun und die Mahnung daran zu knüpfen, das deutsche Volk solle sich durch solch' unsinnige Zahlen flicht mürbe machen lassen.

Heute, ober boch. spätestens morgen wird Ki bie Oeffentlichkeit boch mit bieten Zahlen fassen müssen, benn nachbem bereits gestern bekannt würbe, baß Owen Poung sowohl mit Moreau wie auch mit Dr Schacht eine Aussprache über die Tributzahlungen gehabt batte, wird nunmehr auch die von Moreau genannte Mindestforderung bekannt, die mit den früheren Angaben der Pariser Blatter völlig übereinstimmt. Es ist allerbmas nicht möglich, auf Grund dieser Teilangaben den Gegenwatts- oder Endwert sicher zu berech- nen da es sich bei den Forderungen, die sich'auf 58 Jahre erstrecken sollen, um pro­gressive Zahlen handelt und das Matz der Progression nicht bekannt geworden ist. Im­merhin gewinnt man einen Begriff von der gewaltigen Spanne zwischen Forderung und Angebot, wenn man das von denFinan­cial Times" genannte Angebot Dr. Schachts für die Kriegsschäden (kommerzialisierter Teil m Bonds, rückzahlbar in 37 Jahren) mit 6,72 Milliarden der Mindestforderung Ma­naus von 10 Milliarden gegenubLlstellt. Stimmt man hinzu, daß die von Frankreich zwar noch nicht offiziell, jedoch von der Presse ohne Widerspruch einheitlich gefor- derte Annuität im Durchschnitt 2 Milliarden betragen soll, so ergäbe sich bei Berechnung der erhöhten Laufzeit (58 Jahre) eme Ge­samtsumme, deren Eegenwarisweri 50 Mil­liarden weit übersteigt.

Es ist Sutzerst bedenklich, datz die Gefahr der Teilung der Annuität m einen kurzfristi­gen und langfristigen Teil.so wenig erkannt wird, denn auf diese Welse konnte es ge­lingen, uns über die Tatsache Hinwegzutau­schen, datz wir bei gleichbleibenden ober nur wenig herabgesetzten Annuitäten tatsächlich eine höhere Summe zahlen als tm Dawes- Obiommen vorgesehen war, lNdem wir 21 Jahre länger tributpflichtig bleiben.

bes Ermorbeten fast völlig zerschmettert würbe. Der Sohn des Ermorbeten unb jetzige Maioratsbesitzer Christian Friebrich zu Stolberg gab, wie basTempo" berichtet, neuerbings an, er habe nach bem Weggang ber Damen mit seinem Vater noch geplau- bert unb beibe hätten gelesen. Als er, der Sohn, einmal austreten mutzte, sei er auf bem Hausflur von zwei Leuten, bie er aber nicht gesehen habe, überfallen, gewürgt unb bewutztlos gemacht worben. Als er roieber zu sich kam, sei er in seiner Angst zu bem etwa hundert Meter entfernten Wirtschafts­gebäude gelaufen und habe dort bei einer Kutscherfamilie Schutz gesucht. Von dem Schutz habe er nichts gehört. Der Arzt konnte an dem jungen Grafen weder Würgemale noch irgendwelche Spuren eines betäubenden Mit­tels feststellen. Der Schutz ist von der im oberen Stockwerk schlafenden erwachsenen Tochter des Ermordeten gehört worden, die dann um Hilfe rief und das Schlotzpersonal alarmierte.

Der Sohn unter Mordverdacht verhaftet.

H i r s ch b e r g, 19. März. Der Sohn des ermordeten Grafen zu Stolberg-Wer­nigerode auf Jannowitz, Graf Christian Friedrich zu Stoiberg-Wernige- rode, ist unter dem Verdacht, seinen Vater ermordet zu haben, verhaftet und ins Hirschberger Untersuchungsgefängnis einge- liefert worden.