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daß das Bankprojekt sich als eine

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Mittwoch, ten 13. Mürz 1329

meinen Parteien.

Die Wahl hatte dann auch das Ergeb­nis, daß der Einheitskandidat sämtlicher politischer Parteien nur 13 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen aus sich vereinigte, während die Bürgerschaft, die eine andere Persönlichkeit Dr. Haller aus Langenau, durch einen Wahlausschuß auf­gestellt hatte, 85 Prozent aller abgegebe­nen gültigen Stimmen auf sich vereinigte und damit nahezu 87 Prozent aller Wahl­berechtigten für sich verbuchen konnte.

I Dieser Vorgang zeigt, daß die Macht der Parteien über ihre Wähler schnell ihre Grenzen finden kann.

in Höhe von 13 557 Mark und 1175 Fran. Ken. Nicht mitgerechnet sind dabei die Gerichtskosten, die von den Ver­urteilten zu bezahlen sind und die ge­rade neuerdings von den französischen

nehmen.

Das Problem ist, die Gelder in der geforderten Höhe einzunehmen. Hier liegt die Schwierigkeit.

Das ®ommumqu6 der Sachverständigen läßt noch diele Zweifel und Fragen offen. Selbst wenn sie schon mehr wissen sollten, -i - - *- Haupt»

Militärgerichten unter Androhung von Ersatzgefängnisstrafen mit aller Schärfe selbst bei völlig mittellosen deutschen Staatsbürgern eingetrieben werden.

zösischen Militärpolizeigerichten in Lan­dau und Kaiserslautern, gegen deutsche Staatsbürger verhängten Strafen hervor, die Gesamtzahl der im Jahre 1928 gegen deutsche Staatsangehörige ausge­sprochenen Gefängnis st rasen be-

6enf, 12. März. Die neuen englischen Vorschläge zur Revision des Washingtoner Abkommens über de« Achtstundentag sind heute abend vom Verwaltungsrat des Zn« ternationalen Arbeitsamtes in der Weise abgelehnt worden, daß sie für keinen der vier vorliegenden Anträge über die Ver­tagung der Entscheidung oder die Einlei- tung des Revisionsverfahrens eine Mehr­heit fand.

Die Arbeitergruppe lehnte alle vier An­träge geschlossen ab. Sie tjatte Dpt bet Abulmmung durch Jouhaux-Frankreich sich noch einmal gegen jede Revlsion und gegen jede direkte oder indirekte Einleitung des Revisionsverfahrens ausgesprochen, da da­durch nur ein Stillstand in der in Deutsch­land und anderwärts im Gange befind­lichen Ratifikation eintreten wurde. Der italienische und der belgische Regierungs- Vertreter lehnten gleichfalls alle vier Vor­schläge ab. Die übrigen Regierungsver­treter stimmten zwar gegen die von der Unternehmergruppe beantragte Einleitung des Revisionsverfahrens, konnten aber andererseits wegen der Stimmenthaltung der Unternehmergruppe auch ihre eigenen Anträge auf Vertagung der Entscheidung und Vorprüfung durch ein Unterkomitee des Verwaltungsrates nicht durchbringen. Albert Thomas, der Direktor des Inter­nationalen Arbeitsamtes, hatte vor der Schlußabstimmung vergebens versucht, die Arbeitergruppe für dieses Kompromiß zu gewinnen.

französischem Militärrecht stehenden pfälzischen Bevölkerung geht am besten aus einer jetzt bekanntgegebenen Statistik über die im letzten Jahr von den sran-

weift, sehr besorgt über die Zustände ja der Rheiulandarmee. Es «scheu sich in den letzten Tagen Bestre- bangeu bemerkbar, einen „V e r e i n d e r Eltern von Soldaten" zu bilden, der unter Außerachtlassung der politischen Gesichtspunkte sich den Schutz der franzö- Meu Rheinsoldaten angelegen sein lasten will. Der „P o p u l a i r e" veröffent­licht in diesem Zusammenhang Erklärun- gen des Vorsitzenden der Trierer Orts­gruppe der französischen Liga für Men­schenrechte. Dieser erklärt u. a., daß nur Mannschaften der Grippe zum Opfer gefallen seien, dagegen unter Offizieren and Unteroffizieren kein einziger

jjbetWßf*« Leitung" re 7. int seck-wal wichentli». Te- .^rei« monatlich 2 EM. aus- Ujeßl. Zusikvunqsgrbübr, durch diePost2-25 SM.Füi etwa infolge

Maschinendesekte et et eleocenlaredEreignisse ausiattend« «ummem wird kein Ersan re- Ie|(let. Derlaav. Dr E. HiNerelh. Druck der Untb.-25ucfcbruderc v. geh. Aua. Koch. Markt 21/23, «erniprecher: Rr. 54 u. Nr. 55. Postscheckkonto: Amt ^ranksurt M. Nr. 5015. — Evrech-eit

Redaktion von 10—11 ‘1,1-1 Uhr.

HnmmhM Proben französischer Kultur

Reichspräsident v. Hindenburg empfing den Präsidenten der Reichsbank Dr. Schacht, der ihm über den Stand der Pariser Reparationsoerhandlungen berichtete. -• •

Wie der „Berliner Dörsen-Courier" be­richtet, steht, entgegen anderslautenden Meldungen, die Rückkehr Schachts nach Paris noch nicht fest, da Reichsbankprast- dent Schacht auch dem Reichskanzler Mul­ler, dem Reichsfinanzminister Dr. Hllfer^ ding und dem Reichswtrtschaftsmmister Curtius Mitteilungen über die Dorschlaae »u machen gedenkt, über die man m Ejaris jetzt entscheiden will. Die Bespre­chungen Schachts mit den einzelnen Re ­sortministern werden rein informatori­scher Natur sein. *

All dem Plan der Pariser Sachverstän» öiaen, eine Ausgleichsbank für internatio­nale Zahlungen zu schaffen, nehmen die großen Zeitungen im Reich ausfu^lich Stellung. Gegenüber dem Plan der Dank erllärt die „Frankfurter Zeiltuntg, . einstweilen möchten wir vor Aeberschätzung warnen. Man soll die Technik k^r Kassen» führung wirllich nicht für die Hauptsache

T o t e r zu beklagen sei. Man habe Ana- «iten zu Krankenpfleger« gemacht, ob­wohl sie kein Wort französisch verständen.

Zm Militärhospital vo« Trier leie« 2 Aerzte für 265 Kranke vorhanden.

Weiterhin wird der Ausspruch eines mit der Untersuchung beauftragten Generals verzeichnet, wonach sich die Kleider der «ranken in einem Zu st and absto­ßenden Schmutzes befanden.

60 Todesopfer unter der Trierer Besatzung

Trier, 12. März. Wie verlautet, soll eine mit französischen Truppen belegte Kaserne in Trier infolge der mangelhaf­ten sanitären Verhältnisse und, wie von dem Untersuchungsausschuß unter Mar­schall Pätain ebenfalls festgestellt wurde, wegen übergroßer Unsauberkeit in den Männschaftsräumen von der Besatzung aufgegeben und nach erfolgter Reinigung geräumt werden. Don dem Ausschuß wurde weiter festgestellt, daß französische Offiziere die Mannschaften bei 17 Grad Kälte im Freien Kartoffel schälen ließen. Allein im Februar wurden 38 tote Solda­ten nach Frankreich überführt, denen bis hum 7. März weitere 10 Leichentrans­porte folgten. Auf dem Trierer Friedhof wurden ebenfalls 10 an der Grippe ver­storbene Soldaten beigesetzt, so daß also insgesamt 60 Todesopfer in der Trierer Garnison als sicher gelten können.

Kammerdebatte über die Todesfälle.

Die Kammer hat gestern nachmittag auf Antrag des Kriegsministers Pain- I e a e beschlossen, die vorliegenden Inter­pellationen über die Mißstände bei der Rheinlandarmee, die zum Tode zahlrei­cher französischer Soldaten geführt haben, am Freitag nachmittag zu beraten, zm diesem Tage werde er in der Lage sein, die Ergebnisse der verschiedenen an Ort und Stelle angestellten Untersuchungen mitzuteilen. Außer der militärischen Untersuchungskommission des Marschalls Petain und den parlamentarischen Untersuchungsausschüssen seien fettens der Reaierung zwei zivile Ausschüsse entsandt worden. Die Aussprache nahm gelegentlich heftigen Charakter an, als der Borgende des Heeresausschusses, Fabry, der ebenfalls im Rheinland weilte, und heute aus Worms zurückgs- kshrt ist, die Vorkommnisse gewisser- tnaßen

mit der außergewöhnlichen Tempera- ) tut zu entschuldigen suchte.

Er behauptete, eine Anzahl von Berich­ten über die Borfälle fei tendenziös und haih übertrieben.

Dor kurzer Zeit machte durch die Presse eine Nachricht die Runde, welche daraus hinwies, daß sich in Reutlingen aus An- t der Wahl eines Bürgermeisters mtliche Parteien einschließlich uet Sozialdemokratie auf einen Kandida­ten geeinigt hätten. Dieses Wahl- bündnis der Parteien wurde je nach der besonderen Parteihaltung verschieden kom­mentiert, wobei insbesondere die gegen- seitiaen Vorhaltungen zwischen der sozialdemokratischen und der kommun,sti- schen Presse der Angelegenheit ein etwas humoristisches Gepräge gaben. Keinerlei Notiz ist aber, abgesehen von den direkt beteiligten Zeitungen, über den Ausgang der Wahl allgemein veröffentlicht worden. Dies hat seine Ursache darin, daß die Reutlinger Wähler der Parole ihrer Par- teien nicht Folge leisteten. Sre sahen in dem Vorgehen der großen polttt- chen Parteien eine Bevormundung, zu dem Zwecke, ihre freie Willensbestimmung in einer der wichtigsten Fragen der Stadt­verwaltung zu einem guten Teile auszu­schalten. Oyne irgendwelche Einwirkun­gen von außen war die Bürgerschaft Reutlingens der Ansicht, daß die Um­stände, welche zu einer Einheitskandlda- tur geführt hatten, die Freiheit des Wahl­rechts doch ganz wesentlich beeinträchtig ten, und aus dieser Empfindung löste sich Trotz und Verbitterung aus gegen die ein-

to.61 «4. Mrs. Marburg a. ton

vor an|dqtn»td< Wtlfl, W Den 10 qefoatt SdlenmiUlmdet 0.08 SM., klein« Saran,dqea 0.08 SM„ amtlich« 4U*‘ wSrtlqe Anzdqen 0.10 DM. ®d schwierigem Sa» fo»t« bei Pia* Vorschrift 50°l, Aufschlag- — 6ammelan,tia«n 100 *1» sch taz. Reklamen der Milli». 0,40 SM. Zeder Rabatt allt al« Barradatt. Ziel 5 Tage, »«leg« »erden berechnet, ebenso Auskunft durch »ii S-schLftsttell« «Md Zusendung der Anqebota. 6fr füllunaSort Marburq.

t Soldmark — ‘/«^Dollar.

Selbst wenn sie schon mehr wissen Jo als sie unS sagen, so bleibt doch die H sache - nämlich, daß dieses Sonderpro­jekt für unS keine Hauptsache ist. Erst von der Höhe der Zahlungen, die die deutsche Gesamtleistungen festsetzen, bekommen alle Einzelfragen, wie die Sachlieferungen, die Anleihe-Mobilisierung und selbst der Transferschutz, ihr reales Gesicht. DaS ist immer wieoer zu betonen.

Die „Kölnisch« Zeitung" bemerkt gleichfalls, daß man sich über den Dank- plan keinen Illusionen hingeben dürfe. Der Plan ersttahlt in vollem Glanze., ES macht sich hier eine Form von ZoealiSmuS be­merkbar, oer sehr stark von amerikanischem Geiste geprägt ist. DaS Publikum, das den Verlauf dieser Konferenz mit großer An­teilnahme folgt, da von ihrem Ausfall in weiterem Sinne je ein soziales LvS ab­hängig ist, darf sich jedoch nicht darüber täuschen lassen, daß das Dankprvjekt keine Lösung, sondern nur eine Etappe, die augenblicklich hauptsächlich den Zweck er­füllt, vor zudringlichen Augen die schweren Kämpfe zu verhüllen, die um die Höhe der Annuitäten gefühtt werden. Wir glau­ben nicht, daß wir den deutschen Delegier­ten Schwierigkeiten bereiten, wenn Wr

Fassade ausnimmt, hinter der um die Höhe der von Deutschland zu zahlenden Iahressumme ge­kämpft wird.' |

Die „Leipziger Neuesten Nach­richt e n" schreiben in ihrer Dienstag» I Ausgabe zu den Pariser Derhandlangen:

Eine Tributbank, wenn sie vernünftig eingerichtet würde, wäre vielleicht sehr ge­eignet dazu, die organischen Zusammen­hänge deS deutschen Ausbeutegeschäftes auch den Ausbeutern nach und nach not zu machen. Insofern haben wir schwerlich Anlaß, den Gedanken grundsätzlich abzu­lehnen. Die Hauptsache für und ist und bleibt aber die Festsetzung der Jahresraten und der Zahlungsdauer. Die Erörte­rungen, zu denen die Tributbank Anlaß I gegeben hat, sind eine neue scharfe War» nung für und, keiner Rate und keiner End­summe zuzustimmen, die wir nicht mit gutem Gewissen glauben übernehmen zu können. |

Unsere Abwehrwasse eines ehrlichen Rein ist immer noch stärker als die meisten Deutschen zu glauben ge­neigt sind.

Einige Pariser Morgenblätter berichten, daß die Diskussion über die geplante Zen­tralbank in der Vollsitzung der Repara­tionsfachverständigen dahin führte, dem Unterausschuß Revelstoke auch den Auf­trag zu erteilen, die Frage zu erörtern, ob die Zentralbank über den Rahmen einer Treuhänder-Organisation, die die Reparationszahlung in Empfang nehmen und verteilen soll, hinaus Befugnisse er­halten soll.

Das „Journal" schreibt, es sei nur richtig, darauf hinzuweisen, daß die Ar­beit des Unterausschusses Revelstoke sich nicht auf die Prüfung des Planes der Bank für internationale Zahlungen be­schränken dürfe, er muff« vielmehr auch endgültig den Plan für einen zentralen Organismus, der streng aus die Repara­tionen zu beschränken sei, fertigstellen. Daraus müsse man schließen, daß man heute weniger als am Samstag daran denke, auf das Zurückgreifen auf diesen begrenzten Organismus Zu verzichten. Folgende Stellungen seien eingenommen worden:

Frankreich und Belgien unter­stütze« den amerikanischen Plan einer Bank für internationale Zah­lungen,

um hohe, möglichst gut garantierte Zah­lungen zu erhalten; Frankreich fei unbe­dingt entschlossen, sich an den von Pom- carv in den Reden von Ehamböro und .(Fortsetzung f.e^e Se.le 2.)

Anzeiger für (bas frühere knrhessifche) Oberhesfen Anzeiger d-r amtlichen Bekanntmachung«« siir Stadt und Kreis Marburg