Einzelbild herunterladen
 

sa

Bank wird vorausficht- der kleinere» Länder eine geeignete Rechts-

LandrsZeiUM

währleisten.

Der Sitz der lich in einem liege», wo

Mmkmm

Montag, den U.MvrzMS

Finanzlage geleistet hat.

Hinsichtlich der Direktion läßt der Plan klar erkennen, datz die Bank u n p o l r -

ÄbeehMschk Zeitung

gil, ^Obrrhessischr Zeitung" et- fcfeeint sechsmal wöchentlich. Br- «gspreis monatlich 2 GM. aus- schließt. Zustellangsgebühr, durch -sePost2.25 EM.Für etwa infolge Streiks. Maschtncndefekte »der elementarer Treignisie ausfallende Rummern wird kein Ersan ge­leistet. Verlag v. Dr. 5- Hltzeroth. Druck der tinib.-Buchdruckerei b. Aoh. Aua- Koch, Markt 21/23, Fernsprecher: Nr. 54. n. Nr. 55. Postscheckkonto: Ami Frankfurt a. M. Nr. 5015. Sprechzeit 6te Redaktion von 1011 und st,l1 Uhr.

to.59 64. stahrg. Marburg a. Lahn

Der An,eigenprett beträgt fflt den 10 gespalt. Aeilenmillimeter 0.08 ®9R, kleine Baran,»tg« 0.06 amtliche und aus- VLrtlqe Anzeigen 0.10 ®M.

schwierigem Sa» sowie bet Platz» Vorschrift 5O°I, Aufschlag. Sammelanzeiqen 100 *1» schlag. Reklamen der Mtllt«. 0,40 ®M. Jeder Rabatt güt al« »arrabatt. Ziel 5 Tage. Beleg« werden berechnet, ebenso Auskunft durch die «eschLftsstelle «md Zusendung der Angebot«.

füllunqsvrt Marburg.

i Doldmark = '/^»Dollar.

Giro- wie Anlagedepositen annehmen. Der große Beitrag fremder Devisen, über die sie normalerweise verfügen würde, läßt sie für die

Tätigkeit als Ausgleichsstelle besonders geeignet erscheinen, ebenso wie sie als Reservoir für fremde Devisen von besonderer Bedeutung für die bestehenden Zentralbanken sein dürfte.

Diese Grundprinzipien zeigen deutlich, datz, wenn der Plan endgültig angenom­men werden sollte, die zu schaffende neue Organisation jede Konkurrenz mit den bestehenden Handels- und Emmissions- banken vermeiden und vielmehr in erster

Bor -er EnkWidunsWlacht in Mexiko Amerika liefert Wen, Shinton mit Flugzeuge

Wie aus Mexiko-Stadt gemeldet wird, erwartet man dort, nachdem die Re­gierungstruppe» Benitos eingenom­men haben, die Entscheidungs­schlacht in der Nähe von Torreon» wo etwa 10 000 Aufständige stehen. Ge­neral Calles marschiert von Süden mit 18 000 Mann, General Almazo« von Osten mit 6000 Mann gegen Torreon vor. Bon Sinaloa aus versuchen Abteilungen der Aufständigen, den Truppen Calles in den Rücken zu fallen. Wie weiter ge­meldet wird, hat sich ein Teil der Bevöl­kerung von Boja California (Halbinsel Nord-Calisornien) der Aufstandsbewegung angeschlosien.

Große amerikanische Waffenlieferungen für die mexikanischen Regierungstruppen.

fk. L o n 0 o n, 11. März. Die Unter­stützung oer mexikanischen Regierungs­truppen in ihrem Kampfe gegen Oie Auf­ständischen durch die Vereinigten Staaten ist für das Schicksal der mexi­kanischen Aufstandsbewegung ent­scheidend. Wie aus Rew York ge­meldet wird, hat die mexikanische Regie­rung am Sonntag den Verkauf von 10 000 Gewehren, 10 Millionen Schuß Maschinen­gewehrmunition, Flugzeugbomben und einer großen Menge anderen Kriegsma-

gtftfttimg btt LnbfmmM M bis ReMimgm?

M «Ermin in Ssm über bis Rwif« NManb-Mgsn tttor - As Gnmdzüsr btt AnsglEbank

sächlich würde die Bank ihre Tätigkeit in einem bestimmten Lande der Politik der Notenbank des Landes unterordnen und mit dieser Bank zusammenarbeiten. Die neue Bank würde in keiner Weise eineUeberbank" sein, um einen beherr­schenden Einfluß auf bereits bestehende Organisationen auszuüben. Die Väter des Vorschlages glauben vielmehr, daß die Operationen der neuen Organisation da­zu beitragen werden, eine Stärkung der Zusammenarbeit herbeizuführen, die sich zwischen den Zentralbanken bereits ent­wickelt hat, und die während der letzten Fahre so bedeutende Dienste für die Wie­derherstellung des Goldstandards in der Welt und auch zur Stabilisierung der

grundlage und Steuerbesrei- u«g gewährt wird.

Es wird erwartet, datz die Tätigkeit der Bank für die Schuldner- und Gläubiger­staaten in gleicher Weise Vorteile bringen wird. Mit der Errichtung einer solchen finanziellen Organisation würde Deutsch­land finanziell auf eigenen Füßen stehen, die Verantwortung für die Aufrechterhal­

tung seines eigenen Kredites haben und auf einer geschäftlichen Grundlage mit einer internationalen Finanzorganisation, die gemätz gesunden geschäftlichen Grund­sätzen vorgeht, zu verhandeln haben. Ne­ben diesen Vorteilen würde die Bank in der Lage sein, die Reichsbank und andere Zentralbanken bei der Aufrechterhaltung ihrer Währung zu unterstützen und da­durch ganz allgemein das Eeschäftsleben auf eine sichere Grundlage zu stellen. Die neue Bank kann dazu dienen, die Lücken auszufüllen, die zur Zeit in der Bankor­ganisation der Welt bestehen, insbesondere die Lücken, die sich infolge der durch die Reparationen und die Kriegsschuld neuge­schaffenen Situation ergeben haben.

Es wird erwartet, datz die Diskussionen des Komitees in der nächsten Woche das Projekt klären und dem Komitee die Mög­lichkeit zur Entscheidung geben werden, ob dieser Plan weiterverfolgt oder ob die Diskussion hierüber vertagt werden soll.

Z» einer Genfer Meldung erklärt der Berichterstatter desMatiu", Sauer- wein er habe bte in Frage kommenden Minister über ihre Besprechungen über Kie Reparationen und die Räu- »uugsfrage befragt. Sie hätten übereinstimmend erklärt, man habe hier­über noch nicht gesprochen.

Man glaubt nicht, datz vor drei Wochen mit einem Ergebnis der Sachverständigen-Konferenz gerechnet werden kann, und es sei auch nicht sicher, datz dieses Ergebnis ein Erfolg ) sei.

Wenig wahrscheinlich sei aber, datz die Sachverständigen den Beratungen den Anschein eines Mißerfolges geben wür­de», weil Re keinen Ausgleich der Zahlen für die Einnahmen herbeifüh­ren könnten, die von Deutschland ange­boten und von den Allierten g e for­dert wurden. Die Sachverständigen würden zweifellos in ihrem Entwurf den Regierungen mitteilen, bis zu welchem üutzersten Punkte beiderseits gegangen fei.

Die Regierungen würde» selbst die Aufgabe habe», die Wege eines Aus- .. gleiches fortzujetzen.

Hin gut unterrichteter Minister habe ihm gesagt, datz die Berhandlungen darüber Mitte April eröffnet werden sollen.

Der Vorschlag des Planes einer Bank für internationale Zahlungen.

, Wie bereits mitgeteilt, ist ei» rein ver­suchsweiser Plan für die Organisation einer neuen internationalen Bank dem Sachverständigenkomitee in seiner Voll­sitzung vom 6. März mitgeteilt worden. Hierüber wird jetzt dem W. T. V. aus Paris folgendes gemeldet:

Besonderes Gewicht ist darauf zu legen, daß der gesamte, dem Sachverständigen- Komitee vorgelegte Plan vorläufig einen reinen Versuchscharakter hat und bei weiterer Prüfung vielleicht ganz oder teilweise abgelehnt werden kann. Als das Sachverständigenkomitee sich ent­schieden hat, die Möglichkeiten einer sol­chen internationalen Bank zu untersuchen, hat es sich naturgemäß leiten lassen von dem Gedanken, datz, um eine endgültige Regelung des Reparationsproblems zu erzielen, es notwendig sein wird, allmäh­lich einen großen Teil der Kriegsorgani­sationen zur Empfangnahme der Repara­tionszahlungen durch dauernde Frie­densorganisationen zu ersetzen.

Wenn eine solche Neueinrichtung geschaf­fen werden soll, würde ihre Hauptauf­gabe zunächst in ihrer

Stellung als Treuhänderin zu suchen sein, indem sie die zu vereinba­renden Annuitäten von Deutschland in Empfang nimmt und sie an die Eläu- bigernationen verteilt. So würde sie als Bindeglied zwischen Schuldner und Gläu­biger den Transfer erleichtern. Es, ist ferner ins Auge gefaßt, daß sie S a ch l i e - ferungen und sogar unter bestimmten Caratien für große Projekte, die unter den Eeneralbegriff der Sachliefe­rungen fallen, den rechtlichen Teil der Arbeiten finanzieren würde. Sie sollte ferner als Vermittlerin den betei­ligten Regierungen und den Emissions­banken bei der Auflegung der zur Mobi­lisierung der deutschen Annuitäten

zu emittierenden Bonds behilflich sein. Sie könnte mit den bereits bestehenden Notenbanken zusammenarbei- tgn und auf.Wunsch von diesen sowohl

tisch international und frei von beherrschenden finanziellen Beziehungen sein muß. In dem Direktorium sollten lediglich Männer von Erfahrung und in­ternationalem Ruf sitzen. In Ergänzung des Direktoriums sind beratende Komitees vorgesehen, die so zusammengesetzt sein müssen, daß sie vernünftige Ratfchlage über die zu behandelnden Probleme ge-

Sto oon Amerika?

Von Prof. HeinrichBröker.

Man sollte es kaum für möglich halten: Anläßlich der Heimkehr Schmelings beton­ten grotze deutsche Zeitungen ganz ernst­haft, datzSchmeling zur Zeit wirklich ein Aktivposten in unserer Außenpolitik sei. Denn Boxen wäre in Amerika ein so volkstümlicher Berufssport, daß durch Schmelings Erfolge drüben die Stim­mung weitester Kreise zugunsten Deutsch­lands beeinflußt worden sei.

Wann lernt der deutschePolitiker" endlich unterscheiden zwischen Illusion und Wirklichkeit? Weder Eckner's und Köhl's Flüge noch Schmelings Fäuste könne» und werden die Außenpolitik nennens­wert beeinflusien. Nie war die Stimmung der amerikanischen Bevölkerung deutsch­freundlicher als vor dem Kriege; eine oft betonte und gepflegte Freundschaft ver­band beide Länder. Und doch: Sobald die Drahtzieher des Krieges ihre Stunde für gekommen erachteten, galt die Volks- stimmung nur noch als Mittel zum Zweck. Amerikas Machthaber gingen eigene, gegen Deutschland gerichtete Wege; ihre Geschäftssucht zerschnitt innerhalb weniger Monate die in Jahrhunderten entstande­nen Freundschaftsbande. Die Bevölke­rung stürzte sich in den deutschfeindlichen Taumel und duldete sogar Wilsons Wort­bruch, den unerhörtesten Schwindel der Weltgeschichte, der ein tapferes und ar­beitsames Volk der Ausbeutung preisgab.

An dieser Ausbeutung Deutschlands nimmt Amerika heute den Hauptanteil. Das klingt hart, ist aber ungeschminkte Wahrheit. Mit dem Diebstahl deutscher Schiffe und Patente fing es an. Die erst nach einem Jahrzehnt und nur teilweise erfolgte Freigabe des beschlagnahmten deutschen Eigentums kennzeichnete die Yankeetaktik ebenso wie die systematische Unterbindung unseres wirtschaftlichen Einflusies. eine Haltung, die der neueste Senatsbeschlutz bekräftigte: Herabsetzung der deutschen Einwandererzahl von 51227 auf 24 908 (zugunsten der Engländer, von denen künftig 65 894, statt 34 000, ein­wandern dürfen.) Je weniger Deutsche nach drüben kommen, um so geringer wirb unser Einfluß in kultureller und auch in wirtschaftlicher Hinsicht sein!

Umgekehrt aber bringt kein Volk so dreist und großzügig gegen Deutschland vor wie das amerikanische. Der in Wort, Schrift und Film massenhaft angebotene amerikanische Kitsch ist nur eine Begleit­erscheinung des Hauptzieles, unser Volk von üblen Geschäftemachern abhängig zu machen. Immer zahlreicher werden hier die von drüben kommenden Nieder- lasiungen, die unsere Eigenwirtschaft lah­men und schließlich ausschalten sollen. Ver­schiedene deutsche Industriezweige stehen schon jetzt hilflos diesen gewaltigen Ein- flüssen gegenüber. Hinzu kommt die finan­zielle Benachteiligung, über die Spenden wie die der Universität Heidelberg ge­botene nicht hinweg täuschen können. Der Dawespakt der ohne Wilsons Wort­bruch und ohne Kriegsschuldlüge unmög­lich gewesen wäre vermittelte der amerikanischen Hochfinanz das größte Geldgeschäft dieses Jahrhunderts. Was aus Deutschland durch übermäßige Steuern usw. herausgepretzt wird, fließt auf dem Umwege über Frankreich, England usw. in die Taschen deseuropäischen Gläu­bigers", um von dort aus alsnutzbrin­gende amerikanische Anleihen gegen hohe Zinslasten wieder nach Deutschland zu ge­langen und bann abermals und immer wieder diesen Kreislauf anzutreten, wobei jedesmal wichttge deutsche Werte als Pfänder u. dgl. verloren gehen. Daher auch das außergewöhnliche Interesse der Nutznießer anläßlich der gegenwärtigen Sachverständigen-Konferenr, deren Ergeb­nisse vornehmlich durch Amerikas Vertre­ter bestimmt werden.

Unter solchen UmstLill>en können also , technische, wörtliche und ähnliche Erfolge

Anzeiger für (bas frühere kurhessische) Oberhefsen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburgs

terials zugestimmt. Gleichzellig hat oas Staatsministerium angekündigt, daß die Ausfuhr von Flugzeugen nach Mexiko ge­sperrt wird, um zu verhindern, daß Flug­zeuge in die Hände der Aufstänoischen fallen. Die 300 mexikanischen Soldaten, Oie nach dem Gefecht bei Fuarez auf amerikanisches Gebiet flüchteten, sollen freigegeben werden, sobald sich ihnen eine Möglicl keit bietet, wieder zur Truppe zu gelangen.

Des mexikanische Kriegsministerium kün­digt an, daß in den letzten Tagen 20 Flugzeuge von den Vereinigten Staa­ten in Mexiko eingetroffen seien, 5 toüroen iwch erwartet. Aus dem amerikanischen Flugplatz in Washington werden für mexi­kanische Flieger besondere Ausbildungs­kurse gegeben.

lieber die militärische Lage m Mexiko wird berichtet, daß General Cal­les nunmehr für den Angriff im Norden 18 000 Mann zur Verfügung hat, die aus­gezeichnet ausgerüstet sind. Der mexi­kanische Arbeiterführer Moganes hat demDaily Herald" einen Funkspruch übermittelt, in dem es heißt, daß die Führer der mexikanischen Arbeiterverbände den Aufstand verurteilen und der Regie­rung ihre volle Unterstützung angeoeihen lassen. Aus Mexiko-Stadt wird weiter berichtet, daß General Villareal, ein Füh­rer der Aufständischen, gefangen genom­men und hingerichtet worden sell

Linie danach streben würde, in enger i Zusammenarbeit mit den bestehenden Notenbanken zu arbeiten, Tat- I