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as mißlungene Gegenmanöver Belgiens

Mm ist letzt «ft recht von tem Beiteben eines SetzetmabremmenS vom Satzre IM überzeugt

auskommen zukönnen. Das Blatt schreibt

,®a wir die Quellen kennen, aus

u. <t.:

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Sinne zweckbedingt. Wenn man so- die Aufdeckung des Schwindels mit belgischfranzösischen Geheimver- (?), wie auch die Aushebung der

scheu wohl dem trag

denen die Telegraphen-Anion im allge­meinen ihre Information bezieht, betrach­ten wir alles, was von dort aus als Alarnmachrtchten kommt, als im Nationalist!»

Berliner Fälscherzentrale betrachtet, so er­gibt sich eine sehr bedenkliche Parallele zu der Nachricht der Telegraphen-Anion. Man muh also abwarten, was die Telegraphen- Anion an beweiskräftigen Degengründen aufzubringen vermag.

DieDanziger Volksstimme" unterstützt also mit ihren zweckbedingten Verdächti­gungen und Andeutungen die Ablenkungs­versuche der nationalistischen polnischen Presse. Im Hörigen kann die Tele- Telegraphen-Anion di« Vermutung der DanzigerAllgemeinen Zeitung" bestäti­gen. Die polnische Denkschrift zur Er- örterung Danzigs trägt tatsächlich die An- terschrift des früheren ersten Mitarbeiters des Ministeriums Strahburger, Z a l e w k i. Der volle Wort laut der Denk­schrift gelangt nunmehr zur Der- öffentlichung.

A'Mag, den;. März M»

neuralen Vertretern zustrmrnensetzen. Aller Wahrscheinlichkeil Mlch wärt« den, Do.stand auch ein Amerikaner angehören.

DaS Tlatt berichtet auherrem, gestern abend sei daS Gerücht im Umlauf gewesen, Deichs- bankpräsidenl Dr. S cha cht werde eine V e r- Handlungspause beantragen, um nach Berlin zu fahren, und mit der Regierung zu sprechen, wenn die Dereinhei lichungs- vorfchläge in der Dollsttzung am Mittwoch vorliegen.

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lichung garantiert hat und auch sowoP nach dem ausländischen Dementi wie auch nach dem Bekanntwerben des sogenann­ten Bekenntnisses ihr (der Chefredaktion) gegenüber als absolut unantastbar aus die bestimmte Weise aufrechterhalten hat.

Die Chefredaktion hält ferner die Ver­öffentlichung für gerechtfertigt durch die Kenntnis der Tatsachen.

a. daß die befugte holländifche Behörde vor der Veröffentlichung Gelegenheit er­halten hat, sich, falls erwünscht, von der Authentizität des Dokumentes zu verge- wisiern oder vergewisiern zu lassen;

b. daß dem Erwerb dieses Dokumentes von sehr hochstehender offizieller Seite großer Wert beigemesien wurde;

c. daß vertrauenswürdige Organe der Obrigkeit, die in dieser Angelegenheit als vollständig befugt angesehen werden müs­sen, die Richtigkeit des Inhalts für sehr wahrscheinlich kennzeichneten und eines dieser Omans die unbedingte Autbentni- tät des Dokumentes vor der Veröffent-

to.54 64. Mkg. Marburg a. Sahn

v« «nidgen»td» betragt f* bat 10 gestalt. Zetlenmtlltmeter 0.08 «M klein» Baran,eigen 0.06 SM amtlich« und an<- VLrttq« An,eigen 0.10 SM- Tel schwierigem Satz sowie bei Platz­dorschrift 501, Aufschlag. Sammelanzetqe» 100I, schlag. Reklamen der Milli«. 0,40 SM. Jeder Rabatt a«t al« Varrabatt. Atel 5 Tag«. Beleg« werden b«r«chnet, ebenso Auskunft durch dw Seschäftsstell» und Zusendung der Angebote. 4» füllunq«ort Marburg.

I Soldmark sb '/^Dollar.

(Meldung der Telegraphen-llnion)

fk. Danzig, 5. März. Die von der Telegraphen-Anion veröffentlichte Pol­nische Gehe imdenkschrift über die Politik Polens gegenüber Danzig wird von den Danziger MontagMättern lebhaft kommentiert.

DieDanziger Neuesten Nach­richten" betonen, von welcher Seite die Denffchrift auch herrühre, sicher sei, daß ihr Verfasser mit den Danziger Verhält­nissen und den Danziger Vorgängen gut vertraut sein müsse.

Die DanzigerAllgemeine Zei­tung" bemerkt, daß man als Verfasser der Denffchrift, stark beweiskräftigen An- Haltspunkten zufolge, den polnischen Le- gationsrat Zalewki vermutet, der bis vor kurzem bei der polnischen diplomati­schen Vertretung in Danzig tätig war.

Die DanzigerLandeSzeitung", bas Organ des Zentrums, sagt, es sei überflüssig, der Meldung noch etwas hin- Fuzufügen, and meint, es gelte für Danzig, die Augen offen und den Nacken steif za zu halten.

Nur die sozialdemokratischeDanzi­ger Volksstimme" betrachtet die An­gelegenheit parteipolitisch und glaubt, mit ihrer Polimik gegen die Telegraphenunion

Ki«Ob-rhesstsch- Zeitung" er­scheint sechsmal wichenllich. Be­zugspreis monatlich 2 SM. aus- schließl. Zustellungsgebühr, durch di«Post2.25 SM.Für etwa infolge Ktmiks, Maschtnendefekte »der elementarer Ereigniste ausfallend« Kummern wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag v. Dr. §. Hitzereih. Druck der Unib.-Buchdrucker«' v. geb. Aug. Koch, Markt 21/23, Fernsprecher: Rr. 54. u. Rr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt <u M. Rr. 5015. Sprechzeit bet Redaktion von 1011 und j,l1 Uhr.

Im Hinblick auf die Brüsieler Meldun­gen, wonach der dort verhaftete Frank- Heine das Geständnis abgelegt habe, daß imUtrechtsch Dagblad" veröffentichte Geheimdokument von ihm herrühre, ver­öffentlicht dasUtrechtsch Dagblad in seiner Abendausgabe folgende Erklärung:

Die Thefredaktion desUtrechtsch Dag­blad" hat sich zur Veröffentlichung des in Frage stehenden Dokuments auf Grund einer Eröffnung entschlossen, die es von einer hochstehenden holländischen Persön­lichkeit, die wegen ihren Charakters und wegen ihrer offiziellen Stellung auf un­bedingte Vertrauenswürdigkeit Anspruch hatte, gemacht worden ist. Die Chefredak­tion hat, wie bereits von ihr am 26. Febr. mitgeteilt worden ist, das betreffende Do­kument miteigenen Augen" gesehen und cs eingehend untersucht, um sich nacheige­nem Gewissen" von der Authentizität zu überzeugen. Sie hat, ehe sie zur Veröf­fentlichung überging, mit Bezug auf die Echtheit der auf dem Dokument angebrach­ten Unterschrift

das Gutachten eines Haudfchriftken- ners von anerkannter Fachkenntnis eingeholt

und sich außerdem davon überzeugt, daß die Echtheit des Dokumentes durch hoch­stehende Kollegen von unantastbarem Ruf in einem so hohen Grade für wahrschein­lich angesehen wurde, dan diese, wenn ihnen das Dokument zur Verfügung ge­standen hätte, keine Bedenken getragen Ratten, es ihrerseits zu veröffentlichen.

Weiterhin veröffentlicht dasUtrechtsch Dagblad" eine Erklärung, derzufolge we­der die Direktion noch irgend ein Mit­glied der Redaktion oder des Personals des Blattes jemals unmittelbar oder mit­telbar irgendwelche Verbindung mit einer der in Brüsiel in der Angelegenheit der von dem Blatt veröffentlichten Geheim­dokumente verhafteten Personen gehabt hat. DasUtrechtsch Dagblad" habe außerdem für diese Dokumente niemals auch nur einen Cent bezahlt.

Die Absichten Trotzkis. Rückfragen der Reichsregirrnng in Konstenttnovrl.

Sm Zusammenbans mit dem Einrels-s-such Trotzkis nach Deutschland ba! die Rkichs- regierung lautVorwärts" in Konstanti­nopel »er|i)iei>ene Stürffragen gehalten. De bezieh?« sich u. a. darauf, ob er dauernd in Deutschland ru verbleiben gedenkt oder nur Aufenthalt zu einer Kur ru nehmen beab­sichtigt.

Reparaliensbank statt ReparatteMommlston

ft. PariS, 5. März. Zu einer gestern erfolgten Anregung des Vorfitzenden des Sach» r-elständigen-Ausschufles, Owen Pvung eine Treuhänder-Organisation zu schaffen, durch welche die Vorschläge, zu denen die drei Unterausschüf'e gelangt sind, ein» heitlich durchgeführt werden könnten, berichtet Chicago Tribüne", diese Or'antfatitm würde wahrscheinlich korporativ ge'tattct den Desetzen eines neutralen Landes, z. D. Holland oder dec Schweiz, uns. stellt werden. D.e Zusammensetzung der Organi­sation soll international sein. Oer Vorsitzende würde ein Staatsbürger der in­teressierten WäHte fein. Der Vorstand teile sich »aus Angehörigen der verschiedensten alliierten Länder und wahrscheinlich einiger

Die Brüsieler Meldungen über die dort in der Angelegenheit der Deröffentlichun- oen des Utrechtsch Dagblad erfolgten Ver­öffentlichungen haben in Holland beinahe in noch größerem Ausmaße sensationell gewirkt als die ersten Veröffentlichungen des Utrechtsch Dagblad. Alle Blätter brin­gen ausführliche Berichte aus Brüssel so­wie zahlreiche ausländische Blätterstim­men zu der ganzen Angelegenheit Die in den Kommentaren der holländischen Blätter zum Ausdruck kommenden Mei­nungen sind vollkommen geteilt. Mehrere Blätter, wie der Telegraaf, der seiner Zeit sehr entschieden gegen die in den Ent­hüllungen des Utrechtsch Dagblad er- wähntte militärische Bedrohung der hol­ländischen Neutralität Stellung nahm, xnb das sozialistische Parteiorgan Het Volk, das bereits vor mehreren Tagen traf Grund von Meinungsäußerungen belgischer Sozialisten an der Echtheit des Utrechtscher Dokumentes zu zweifeln be­gann,

zeige« sich «««mehr von der Echtheit der Utrechter Dokumente vollkommen überzeugt.

Die meisten anderen Blätter nehmen jedoch vorsichtig; eine andere Stellung ein, sie verhalten sich vollkommen abwartend. Im übrigen weichen die in den Blättern gebrachten Meldungen und Kommentare je weit von einander ab, daß es schwierig ist, alle auftauchenden Gerüchte auf ihren wirklichen Wert nachzuprüfen. So will der nach Brüsiel entsandte Sonderbericht­erstatter des Algemeen Handelsblad dort aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, daß die Dokumente, die Frank-Heine nach Holland verkauft haben will, mit Mittvir- ding belgischer Eeneralstabsoffiziere an- gefertigt worden seien. Ferner läßt sich Het Volk aus Brüsiel berichten, daß es nicht unwahrscheinlich sei, daß der nach Amsterdam entsandte Sonderberichterstat­ter des Brüsieler Soir niemand anders sei, als der in Brüsiel verhaftete Frank- Heine, so daß das sensationelle Interview des Soir mit Heine anscheinend vollstän­dig von Heine selbst verfaßt worden sei.

Anzeiger für (das frühere kurheffische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg

ÄbLvhMsche

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Die internationale Diskussion über die sensationellen Enthüllungen des Utrechter Tageblatts will nicht verstummen, im Ge- genteil, die ganze Angelegenheit wird von Tag zu Tag verwickelter. Sie hat durch die in Brüssel erfolgte Verhaftung des angeblichen Dokumentenfälschers Frank- Herne noch keineswegs ihre Klärung er­fahren. Vielmehr ist durch die unter höchst seltsamen Umständen, vollzogene Festnahme Frank-Heines das in weitesten Kreisen vorhandene Mißtrauen gegen die Dementis der beteiligten Regierungen nur noch verstärkt worden. Gerade vom deutschen Standpunkt aus hat man allen Grund, mißtrauisch zu sein, zumal es doch sehr naheliegend ist, daß zwischen Frankreich und Belgien Abmachungen be- stehen, die eine Sicherung gegen gemein­sameErbfeinde" bezwecken. Insofern konnten die Mitteilungen des Utrechter Blattes Deutschland nicht überraschend sein, als sie eine Bestätigung dessen sein konnten, was man schon immer vermutet hatte. Trotzdem ist es als ein Akt der Klugheit anzuerkennen, daß es die deut­sche Regierung bis zur Stunde vermieden hat, in dieser Sache von sich aus einen offiziellen Schritt zu unternehmen. So- lange das Auswärtige Amt nicht in der Lage ist, an Hand von konkretem Tat- sachenmaterial das Bestehen eines mili­tärischen Geheimpaktes zwischen Frank- reich und Belgien zu beweisen, wird sich die deutsche Regierung wohl oder übel an die offiziellen Dementis der Kabinette von Paris und Brüssel zu halten haoen. Sie wird es darüber hinaus auch unter» lassen müssen, die Feststellung einer Fälschung in Zweifel zu ziehen. Diese offizielle Einstellung des amtlichen Deutschlands hindert natürlich die deutsche Presse keineswegs daran, ihrer privaten Meinung Ausdruck zu geben.

Wir sprachen bereits von unserem Miß­trauen im Falle Frank-Heine, ein Miß­trauen, das in der gesamten französisch­belgischen Politik gegenüber Deutschland hinreichende Begründung findet. , Dabei ist es wohl überflüssig, noch auf einzelne Punkte hinzuweisen, die unsere Zurück­haltung besonders gerechtfertigt erscheinen lassen. In diesem Falle kommt aber noch erschwerend hinzu, daß das reichlich roman­hafte Austauchen des in der inter­nationalen Spitzbubenwelt nicht ganz un­bekannten Herrn Frank-Heine als Do­kumentenfälscher im In- und Auslands den Verdacht erregt hat, daß die an der Vertuschung der Angelegenheit inter­essierenden Mächte sich dieses offenbar zu eber Handlung fähige Subjekt ge­kauft haben, um die breite Öffentlich­keit mit Hilfe einer großangelegten Ver­haftungskomödie in die Irre zu führen. Sollte es sich bei Frank-Heine tatsächlich um einen Agenten des französischen ober belgischen Generalstabes hanbeln, dessen Aufgabe nun barin bestehen würbe, gegen entsprechendEntschädigung" alle Schuld auf sich zu nehmen, so müßte festgestellt werben, baß bie Regie nicht geklappt hat. Dor allem sinb es bie verschobenen Aus- sagen Frank-Heines, bie in sich berartige Widerspräche enthalten, baß es schwer wirb, sich ein genaues Bild darüber zu machen, was nun eigentlichlich der Zweck derFälschung" gewesen sein soll. Ein- mal erklärte Frank-Heine, daß er non Deutschland bestochen worden sei, bann bezeichnete er sich «lieber als einen Ver­trauensmann bes belgischen General- ftabes, von bem ein Dokument aufgesetzt worben sei, um es ben Deutschen in bie .<öänbe zu spielen und bas schließlich burch Vermittlung flämischer Rationalisten cn bas Utrechtsch Dagblab weitergegeben würbe. Damt aber noch nicht genug. <.«= zwischen hot bieser saubere Herr auch me Behauptung aufgestellt, mit deutschen Ossizierskreisen in Verbindung gestanden zu haben. Von Organisationen werden genannt der Stahlhelm, die Iungkon'er- vativen und der Werwolf. Man sieht, es