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Der Kernpunkt der VarAr Verhandlungen Times" Wer den denijKen zahlmsd- und LeWngdvvriKlas

Der Unterausschuh der Sachverständi­gen hat gestern vormittag getagt und sich mit der Frage beschäftigt, wie die Durch­führung des Transferschutzes eines, Teiles der Annuitäten möglich ist. Der Sachlieferungsausschuh wurde endgültig konstitutiert und hat bereits seine erste Sitzung abgehalten. Der Sachlieferungs­ausschuh wird Donnerstag vormittag 11 Uhr zu einer neuen Sitzung zusammeutre- ten. Desgleichen fanden informelle Be­sprechungen über die Frage der Kom­merzialisierung bei Lord Reoel- stoke statt. Bei dieses Besprechungen war Deutschland durch Dr. Melchior vertreten. Es ist noch nicht abzusehen, wann die nächste Bollsttzung stattfiudeu wird.

No iordert weitorw glrlchMti'W Bildung drr Mitten im Lorichiodouo Auslegungen

-Odrrb-ssisch« Settang" cf ' schrtat fechomal wöchentlich. Ve- . zngspret« monatlich 2 GM. an«, schließt. Zustellungvgetühr. durch dtePvst2.25 GM.Für etwa infolge Streik». Maschinendefelte »der elementarer Greigntsir ausfallende Stummen, wird kein Erfa» ee» leiste«. Verlag d. Dr §. Hiteroth. Druck der Unib.-Suchdruckerei v. Job. «ug. Koch, Markt 21/23, Fernfprecher: Rr. 54. u. Rr. 50. Postscheckkonto: Amt Frankfurt «. M. Rr. 5015. Spreckzeit der Siedaklion von 1011 und

»1,11 Uhr.

Amerika hat wenig Neigung für Repara­tionsbonds.

Zur Frage der Ausgabe von Repara­tionsbonds zur Umbildung der deutschen Kriegsschuld in private Verpflichtungen erklärtNew York Herald", der in den Vereinigten Staaten unterzubrin­gende Anteil der Obligationen könne sich höchstens auf 25 vom Hundert des Gesamtbetrages belaufen. Selbst dieser Teil dürfte schwerlich vom amerikanischen Markte ausgenommen werden können. Der amerikanische Obligationenmarkt sei gegenwärtig nicht günstig, zum Teil we­gen der großen Billigkeit der Aktien. Die Reparationsbonds würden wahrscheinlich auf dem Kontinent mehr Anziehungs­kraft besitzen als auf dem amerikanischen Markte.

Rt.49 64. WO. Marburg o. Lahn

©rr «njetgenntd» Mt4gt ta» ben 10 gespult. SetlenmlUlmete« 0.08 ®9R-, kleine Daran,et gen 0.06 GM amtlich« and an<- wärtige Anzeigen 0.10 GM. Dei schwierigem Sa» sowie bei Platz­dorschrist 50°/, Aufschlag. Sammelanzeigen 100 'l, A«f» schlag. Reklamen bei Milli«. 0,40 DM. Zeder Rabatt gl» al« Darrabalt. Stet 5 Tage. Belege Werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Seschäfrsstetle and Iusendunq der Angebot«. Ct" fsttlung«orl Marburg.

I Goldmark '/«^Dollar.

verli«, 26. Febr. Der Zeutralvor- ftaud der Deutschen Bolkspartei nahm nach längerer Aussprache einstimmig fol­gende Eatschliehnng an:

Der Zentralverband der Deutschen Bolkspartei billigt die Haltung der preu- hischen Landtagsfraktion und der Reichs- tagsfraktion in der Koalisationsfrage. Der Zentralvorstand ist der Ansicht, dah eine fraktionell gebundene Regierung der «rohen Koalition nur daun erfolgreich wirken kann, wenn aus staatspolitischen «rüaden der gleiche Zustand in Preuhen geschaffen wird. Der Zentralvorstand wird insolgedesien nach Beendigung der Reparationsverhandlungen in Paris un­ter Aufrechterhaltung seines Beschlusies zur Koalitionsfrage vom November 1928 erneut Stellung zu der politische» Lage nehmen, nm die gleichartige Bildung der Koalition im Reich und in Preuhen zu erreiche«.

Der Zentralvorstand weih sich angesichts der Ueberlastung des deutschen Volkes mit Steuer« u«d andere« Lasten, die das Mah des Erträglichen bereits überschrit­te« haben, einig mit der Reichstagsfrak- tion, dah die Belastung aller Erwerbs­stände nicht weiter gesteigert werden darf, dann aber rasch und fühlbar gesenkt wer­den mnh. Ebenso notwendig ist die In­angriffnahme einer umfasiendeu Reichs- «nd Berwaltungsreform und die Weiter­verfolgung der verfassungsrechtlichen An­träge der Reichstagsfraktion.

Was bedeutet der Entschluß der Bolks­partei?

lieber die Bedeutung der Sitzung des Zen­tralvorstandes der Deutschen Volkspartei schreibt die Nationalliberale Kor- respondenz u.a.: Begreiflich, dah der Zentralvorstand in seiner einstimmig ange­nommenen Entschließung die sachlichen Vor­aussetzungen erneuert, an die seiner lieber» zeugung nach jetzt jede erfolgreiche Regierungs­arbeit gebunden ist. In der Koalitionsfrage billigt die Entschließung des Zentralvorstan­des die Haltung der Preußenfraktion und die Haltung der Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei. Er beschränkt sich aber nicht auf die Erklärung, daß eine fraktionell gebundene Regierung der Großen Koalition nur dann Erfolg versprechen kann, wenn der gleiche Zu­stand in Preußen geschaffen wird, sondern läßt aus dem Verantwortungsgefühl heraus, das ihn beseelt, der Reichstagsfraktion die Freiheit, die sie haben muß, um eine staatspolitische Reparations-, Steuer- und Finanzpolitik treiben zu können. Nach Be­endigung der Reparationsverhandlungen in Paris wird der Zentralvorstand unter Auf­rechterhaltung seines Beschlusses zur Koali­tionsfrage vom November 1928 erneut zur politischen Lage Stellung nehmen.

Der sozialistische Pressedienst sieht die durch die volksparteiliche Entschlie­ßung entstandene Lage sehr p e s s i m i st i s ch an. Einstweilen lasse sich nur feststellen, daß die Krise durch den Beschluß der Deutschen Volkspartei, soweit er vorliegt, m keiner Weise gemildert, sondern eher verschärft wor­den sei.

DerVorwärts" fordert die Schaffung vollständiger Klarheit, die nach seiner Mei­nung am besten zu erreichen sei, wenn die Parteien gezwungen werden, in freier Aus­sprache im Reichstag Farbe zu be­kennen.

Mittwoch, len N.Februar ISA

selbe« Anspruch auf ein Memo­randum von zwei Jahren, wie es den Gläubigerstaaten in ihrem Kriegsschuldabkommen mit de« Vereinigten Staaten gewährt sei.

2. Eine Summe, die dem T r a n s - ferschntz unterliegt und von der Wohlfahrt Deutschlands ab- hängen werde.

3. Sachlieferunge« und die Ge­samtsummen der Jahresraten werden etwa 2 Milliarden be­tragen, aber mit der Möglichkeit von zusätzlichen Leistungen in den Zähren, i« denen Deutschland eine günstige Handelsbi- lanz aufweise« werde. Flüssig ge- macht werde diese Schnld mit der Ausgabe von Bonds, wobei eine internationale Körperschaft das Recht erhalte, das deutsche Reich zur Ausgabe aufzufordern.

Damit sei nach Meinung derTime s" die Konferenz an den Kern ihrer Aufga­ben gelangt. Es sei klar, dah die deut che Regierung keiner Vereinbarung zustrm- men werde, die die Fortsetzung auch nur eines Teiles der RHeini andbe- s e tz u n g gestatten würde. Die deutsche Regierung erwartet daneben aber, auch eine gleichzeitige Regelung der Saarfraae und zwar so, dah Frank­reich das Gebiet zurückgebe.

Die ,A A. Z." sieht die Möglichkeit sachlicher Einigung bei neuen Ver­handlungen über die Regierungsbildung kaum mehr gegeben. Das Blatt rechnet eher mit einem sofortigen Scheitern der Großen Koalition.

Bezüglich der Entschließung des Zen­tralverbandes der Deutschen Volkspartet, soll, lautGermania", die Deutsche Volkspartei geneigt sein, schon heute ohne irgend einen Zusammenhang mit Preu­ßen eine koalitionsgebundene Regierung im Reiche hinzunehmen. Vor der Ver­wirklichung der koalitionsgebundenen Re-

Die EnlMchim des StiiMeetWtS der D B A

Reiche und in Mußen

In einem Pariser Bericht derTimes" wird darauf hingewiesen, daß die Ver­handlungen der Sachverständigen jetzt an einem Wendepunkt angelangt seien. In den ersten beiden Wochen hätten die Sachverständigen die wirtschaftliche L e i - stungsfähigkeit, die Möglichkeiten des Transfers und andere wichtige Fragen behandelt. Dr. Schacht habe die Schwierigkeiten des Transfers erfolgreich nachgewiesen. Außerdem habe Schacht die Fortsetzung der Sachleistungen als notwendig dargelegen. Die Sach- l e i st u n g e n, die im vergangenen Jahre 700 Millionen Mark erreicht hätten und in diesem Jahre wahrscheinlich auf 1 Milliarde Mark ansteigen würden, könn­ten nach seiner Ansicht nicht aufgege­ben werden. Alle diese Besprechungen seien nützlich gewesen, aber der Haupt­punkt sei die Summe, die Deutschland zahlen wolle. Dr. Schacht habe es nicht eilig gehabt, irgend eine Zahl zu nen­nen.

Er habe andeutungsweise eine Jah­resrate von 8 0 0 Millionen Mark genannt, aber k e in e r seiner Kollegen habe diese Summe ernst genommen.

Der Augenblick scheint nun gekommen, da Dr. Schacht ein wirkliches Angeb ot machen müsse. Denn dem zu erwarten­den deutschen Angebot unterliegenden Gedanken umschreibt die Presse wie folgt:

,T>ie von Deutschland zu zahlende Jah­resrate, die sich von Jahr zu Jahr ändern kann, werde in drei Teile eingeteilt:

L Eine in Gold zahlbare Summe ohne Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland, aber mit dem-

Seniroleotflaite

Die gestern vormittag im Hotel Esplande eröffnete Sitzung des Deichszeniralvorstandes der Deutschen Dosts Partei wurde eingeleitet durch einen ausführlichen Bericht des Partei­führers Dr. Etresemann über die politische Lage. Er führte u. a. auS:

Wir wollen einfach registrieren, dah sich nach den Neuwahlen das Zentrum gegen eine stärkere Vertretung im Kabinett gesttäubtz sie dann stürmisch gefordert hat, und auf Grund der letzten Verhandlungen auS der Regierung ausschied. Wir registrieren weiter, daß von preußischer Seite anfänglich jeder Zusammenhang der Bildung der preußischen Regierung mit den Vorgängen im Deiche mit Entschiedenheit zurückgewiesen, später aber da­von abhängig gemacht wurde. Lassen Sie uns weiter registrieren, daß der Führer der Zentrumsvartei sich selbst für eine der Be­deutung der Volkspartei entsprechende Ver­tretung im preußischen Kabinett eingesetzt hat. Ich habe weiter volles Verständnis dafür, daß die Preußenfraktton es nicht als wünfchrns- wert empfand,

daß iedesmal, wen« vo« der Bolksvartek die Rede ist. die Vertretung von Handels- und Wirtschaftsinteressen als das ihr Zu­kommende betrachtet wird.

Wir treten für die Wirtschaft ein, weil ihre Lebensfähigkeit eine Lebensfähigkeit des Staates und des Volkes ist. Wer wir wissen, daß die materiellen Fragen niemals allein die Lösung von Volkswagen bringen, and sind an den großen Fragen der kulturellen Entwicklung zum mindesten mit derselben Intensität beteiligt tote irgend eine andere Par« in Deutschland. Täuschen wir ttrfl Acht darüber:

Wir stehen in einer Krise des Parlament tarismus, die schon wehr als eine Ver­trauenskrise ist.

(Sehr wahr!). Diese Krisis hat zwei Ur­sachen:

Einmal das Zerrbild, das auS dem parlamentarischen System i« Deutschland geworden ist,

zweitens die völlig falsche @tn< stellung des Pari aments mbezugaus seine Verantwortlichkeit gegen­über der Dativ«.

,Parlamentarisches System" be< deutet die Verantwortlichkeit des Rerchs- ministers gegenüber dem Parlament, das ihm mit Mehrheit das Vertrauen entziehen und ihn zur Amtsniederlegung zwingen kann. Nirgends bedingt diese Destrmmung, daß der Minister Parteimann fein muß. Nirgend bedingt sie Verteilung der Ministersitze nach der Stärke der Fraktion. Nirgends bedingt sie weiter den Uebergana des Deckerens vom Kabinett auf die Fraktionen. Die Ernen­nung der Minister erfolgt durch den D»isss- präsidenten. Es ist klar, daß der Reichs­präsident mit Rücksicht daraul nehmen wird, dah die von ihm ernannten Dei^Sminister das Vertrauen der Mehrheit des Deichstages er­ringen.

Die Minister haben vor sich selbst die Frage zu beantworten, ob sie ihr Amt an« nehmen ober ob sie ihr Amt aufgeben. (Zu- stimmung.) Bewegungen im deutschen Volle sprechen von der Notwendigkeit. bie Rechte bes Reichspräsidenten zu verstärken. Es heißt aber bas Ansehen bes Reichspräfiben- ten tmb sein Verantwortungsgefühl herabzu- roürbigen unb ihn als einfache llnterzeich- nungsmafchine hinzustellen, wenn ohne jebe Diskussion über bie Auffassung bes Reichs- präsibenten erklärt wirb, baß biese ober jene Minister ernannt werben müßten.

Ich bin überzeugt, dah manche Krise in dem Augenblick zu Ende wäre, wo ein Machtwort des Reichspräsidenten erfolgte und die Kabinettsbildung aus den Ver­handlungen der Fraktionen herausgenom- men würde.

(Sehr richtig.) Die Reichsregierung hat, so­weit Angehörige von Fraktionen in ihr sind, heute keine Mehrheit im Reichstage. Das ist an sich kein Gründ, anzunehmen, baß sie nicht in ber Lage sei. zu regieren. Ms bie Dawesverhanblungen in Lonbon geführt würben, ftanb hinter ber Regierung ebenfalls keine Mehrheit. Trotzbem zwang bie Wucht ber Tatsachen bie Oppositionsparteien links unb rechts, bem Dawesabkommen zuzustim- men, bas ohne bie beutjchnationalen 2a-

öbechMsche 3eftuno

Anzeiger für (bas frühere kurhessische) OLerheffen

Anzeiger drr amtliche» Bekanntmachungen s8r Stadt und Kreis Marburg,

gierung müsse jedoch eine sachliche n i g u n g über wichtige prägen Finanzpolitik erfolgen. Um eine authenische Interpretation der schließung zu verschaffen, wird, dem Blatte zufolge, Reichskanzler Hermann Muller eine Unterredung mit Dr. Strese- mann haben. LautGermania steht für das Zentrum in etwaigen Verhand­lungen die Garantie fester und stabiler Negierungsverhältnisse im Vordergrund. Auf die sachliche Arbeitsfähigkeit und Ar- beitsmöglichkeit der Regierung komme es