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Trotz»

Mittwoch, den 20. Februar ISA

deuten.

Englische Blätter über die Pariser Besprechungen.

Der Pariser Korrespondent derFi­nancial News" undM o r n e n g Post" meldet: Die Unterhandlungen sind endlich in ein kritisches Stadium getreten und

in den nächsten 24 Stunden wird sich vielleicht ihr Schicksal entscheiden.

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Der Pariser Korrespondent derFr- nancial Times" schreibt, es verlaw

WIrW-Wcho Hintergründe dr§ mMch-lMierikMijAm

to.B M.30R9. Marburg o. Lahn

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ben lOgespalt. SenenmiUi««** 0.08 GM, klein» Baranrrtg« 0.06 DM, amtlich« «da»», toättig» «nidgett 0.10 schwierigem Katz soww b«t Platz» Vorschrift 50°l, Aufschlag. - Gammelan,eigen 100 le «V schlag. Reklamen der Millwl. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt aw Varrabatt. Ziel 5 Tag,. werden berechnet,ebenso Auskunf! durch dir Geschäftsstelle «b Zusendung der Angebot». <Et- füllunqsorl Marburg.

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Nach verschiedenen persönlichen Bemerkun­gen wird die Entschließung der - Wirtschafts­partei gegen die Stimmen der Deutschnatto- nalen und der D.V.P. an S en o mm en. (Heiterkeit und Bewegung.) Die deutschnatio- nale Entschließung wird gegen die Deutsch- nationalen, die D.VP. und die Wirtschafts­

tet, datz die alliierten Sachverständigen sich noch immer im unklaren darüber sind, ob sie irgend etwas Endgültiges Vorbrin­gen sollen, wie Deutschland es getan habe, oder ob sie noch einige Tage mit der Ct- örterung von Einzelsragen sortsahren I len.

Dadurch ist einiger Pessimismus un­ter den deutschen Delegierten entstanden, die zum mindesten eine Antwort aus ihre deutlichen Vor­schläge erwartet hatten.

Der Pariser Korrespondent derTi­mes" sagt, ein Teil der deutschen Argu­mente scheint zu sein, datz der Dawes-Plan sich in verschiedenen wesentlichen Punk en sonders bezüglich des deutschen Produk­tions-Apparates als Irrtum erwiesen hat. Es war von Anfang an zu erwar­ten, dasi die abfällige Entscheidung Dr. Schachts bezüglich der Hohe d e r Anuitäten nicht leicht mit den An­sprüchen der Gegenseite zu versöhnen ictn würde.

ff Berlin 20. Febr. Eine Bestäti­gung des von Trotzki an die deutsche Ge­sandtschaft in Pera angekundlgten Ein­reisegesuches ist auch am Dienstag nicht in Berlin elngetroffen Zm Verlaufe des heutigen Tages durfte des­halb durch das Auswärtige Amr telegra­phisch in Pera Rückfrage gehalten wer­den, ob ein Einreisegesuch von Trotzki vorliegt oder nicht.

Frieders Entlasimmssesuch genehmigt.

Weimar, 19 Febr. Das Entlassungs­gesuch des Oberstaatsanwalrs Dr Frieders das heute abend eingeretcht wurde, ch von der Sraarsregierung genehmigt worden. ~e Zustizrat Dr. Loewenstem brachte bet der Re­gierung die Hoffnung »um Ausdruck das d.e Regierung auf Grund des 8 67 des. Becken befoldungsgesetzes der ®

Falle der Bedürftigkeit die Halste des Ruhe gebaltes zubilligen werde. Ueber dtese Frage ist noch keine Enscheidung getroffen.

PenftsRshöchftgrme vtm Rk.

Einfühma, einer ZuslaiwnSiieuer - Der RechtAnsvrintz anerkannt

lich waren. Die Tatsache, daß der Unter- ausschuß von 2 auf 5 Mitglieder vermehrt worden ist, ist an und für sich em un­glückliches Zeichen. Es wurde zwar verkehrt fein, in diesem Stadium der Be­ratungen eine allzu pesfimistische Auffas­sung zu vertreten. Es werden große An­strengungen unternommen werden um eine Stockung oder einen Abbruch der Unterhandlungen zu v erhin­dem Aber trotzdem ist es klar, daß die Aussichten auf Regelung weniger rosig sind als die Optimisten anfänglich annah-

mit der Aufstellung einer Art Programm betrauten 5 Delegierte« berichtet Havas, sie hätten sich über eine Anzahl der Punkte geeingt «nd würden dem heute vormittag zu einer Vollsitzung ziisammen- tretenden Ausschutz die Ergebnisie ihrer Arbeiten unterbreiten. Gestern abend habe man angekündigt, datz die Sachver­ständigen wahrscheinlich die Bildung von Unterausschüssen beschlietzen würden, die damit beauftragt würden, gewisie Punkte des gesamten Problems einem besonderen Studium zu unterziehen. Aus jeden Fall sei es wahrscheinlich, datz die private« Berhaadlungen und der Meinungs­austausch von Delegierten z« Delegierten bis Ende dieser Woche fortge­

setzt werde.

Reuter meldet aus Paris: Wenn auch strenges Stillschweigen bewahrt wird, ist es doch klar, datz der Sachver- ständigen-Ausschutz jetzt suj » « K.£in des Problems beschäftigt ist.

Die eigentlichen Schwierigkeiten I

,egen darin, die Gläubiger oder den I

Schuldner dazu zu bringen, un­verbindliche Vorschläge tzu machen, die als Ausgangspunkt für die Verhandlungen dienen könn­

ten.

Gegenwärtig find sie durch eine weite Kluft getrennt und ein Versuch ist worden, die Parteien in vertraulichen, privaten Besprechungen naher zu bringen. Hiermit waren gestern SirZosiah S t a m p und Dr. Schacht beschäftigt. Heute ist es der Unterausschutz der fünf Sachverständigen.

Der Pariser Korrespondent des »Daily Telegraph" schreibt: Die gestrigen Besprechungen zwischen Sir Josiah Stamp und Dr. Schacht haben, wie es. heitzt zu keinem einstimmigen Bericht geführt In- folgedesien hat der Ausschuh beschlo sen die drei Delegierten Frankreichs, Italiens und Belgiens hinzuzufugen. Falls heuie der Vertrauensausschutz Vorschläge machen könnte, die nicht einstimmig zu s«tn brauchen, dann wird der ganze Ausschutz sie unverzüglich prüfen können. Der heu­tige Tag wird daher eine gute Borstellung davon geben, wie die Arbeiten der Kon­ferenz fortschreiten.

Der Stand der Sachverständigen-Ver- handlungen wird von der Pariser Presse sehr verschieden beurteilt. DasE ch o d e P a r is" macht sich zum Wortführer der Pesiimisten und erklärt, feine Voraussage vom Sonnabend, daß die Konferenz m ihr kritisches Stadium emgetreten sei, sei durch die Ereignisie bestätigt wor­den. Die vielerlei Gerüchte, die am Diens­tag im Umlauf waren, seien von Leuten gekommen, die die Schwieriflotten unterschätzt hatten. Die jetzigen Schwierigkeiten zeigten, datz etn Erfolg nur mit Geduld zu erreichen sei.

New York Herald" meint, der fünfgliedrige Ausschutz werde vorschlagen, datz

die Transferfrage und die Frage des Wohlstandsindex an Sonderansfchüsie überwiesen

würden. Das deutsche Volk wolle seinen Zahlungszustand ändern, sei gleichzeitig aber nicht geneigt, den Transferschutz auf­zugeben, ohne eine ausgleichende Siche­rung zu erhalten. Die Transferklausel

Berlin, 19. Febr. Die Aussprache über die Kleinrentnerfürforge sand heute im Reichstag ihren Abschluß. Der Parteistreit, mit dem sie gestern begonnen hatte, steigerte sich heute noch an Heftigkeit und am Schluß gab es sehr

stürmische Auseinandersetzungen zwischen den Rednern der verschiedenen Par- teien, die durch den lärmenden Widerspruch der jeweiligen Gegner des Redners unter­strichen wurden. Jnteresiant war jedenfalls das Ergebnis der Abstimmungen, denn der Reichstag hat zum ThemaRentnerfürsorge" so ganz

nebenbei ent Penfionskürzungsgesetz und eine Jnflationsgewinnfteuer mit großer

Mehrheit beschlossen.

Er verlangt wenigstens die Einbringung sol­cher Vorlagen in die heute angenommenen Entschließungen. Don der Wirischafts- o artet war folgende Entschließung eingegangen:

i Die Reichsregterun« wird ersucht, unver- ztzglich einen Gesetzentwurf vorzulegen, wo­nach Pensionen über 12 000 -4t von Reich, Ländern und Gemeinden nicht mehr ge­zahlt werden. Die durch diese Pensions­kürzung erzielten Ersparnisse sind für die ^er­leidenden Rentner zu verwenden.' (Abg.

Quaatz-Dntl.:Das ist ja eine Verhöhnung! )

Partei abgelehnt.

Der sozialdemokratische Antrag auf Einfüh­rung einer Jnflationsgewinnsteuer wird gegen die Dntl., die D.V.P., die Wirt­schaftspartei und die Demokraten im Hammel­sprung mit 181 gegen 141 Stimmen ange­nommen. Mit diesem Zusatz wird dann ge­gen die Dntl. die volksparteiliche Entschlie- ßung angenommen, daß den Rentnern ein Rechtsanspruch auf eine bestimmte Rente gesichert werden soll.

Nach Ablehnung des kommun. Aenderungs- antrags wird dann die Ausschutzent- s ch l i e b u n g gegen die Dntl. und die D.V.P. angenommen.

Die Verlängerung des Meistbegunstigungs- antrages wird dann die Ausschußent- schließung in S. Lesung angenommen.

Um 7 Uhr vertagt sich das öaUs auf Mitt­woch 15 Uhr. Auf der Tagesordnung steht eine Regierungserklärung über die Betriebs- sicherheft der Reichsbahn.

Die Beziehungen zwischen England und Amerika sind in der letzten Zeit durch die heikle Auseinandersetzung über die Flor- tenbaupolitik wesentlich kompliziert wor­den. Die Unterzeichnung der vom amen- kanischen Senat mit grotzer Mehrheit an­genommene Kreuzervorlage, die Eenehmi- qung von 15 großen Kreuzern zu je 10 000 Tonnen hat zwischen beiden Staaten eine Spannung hervorgerufen, die umso schwerer zu beseitigen sein durfte als es sich nicht bloß um eine Prestigefrage han­delt, sondern um die prinzipielle Losung eines letzten Endes wirtschaftichen Pro­blems: in der Debatte über die Kreuzer­vorlage fiel die Bemerkung, datz der amerikanische Handel während des Krte- aes prakttsch unter britische und frai^o- sische Oberaufsicht gestellt worden se,. Die Hintergründe des englisch-amerikanischen Wettrüstens sind also wirtschatflicher Na­tur. Ein Ueberblick über die Entwicklung des englisch-amerikanischen Konkurrenz­kampfes zeigt, dah der amerikanische Han­del für die 'englische Vormachtstellung eine stetig wachsende Gefahr bedeutet, und es ist zu erwarten, datz die Engländer, die bisher Position auf Positton verloren haben, noch weitere verlieren werden. Auf allen Weltmärkten liegen die Vereinigten Staaten mit England in einem Kampf, in dem die Vereinigten Staaten immer mehr Raum gewinnen. Wenn es auch heute noch eine aktive englische Zahlungs­bilanz gibt, so ist die ttefe Depression des englischen Wirtschaftslebens dennoch un­verkennbar. Das absolute Uebergewicht der Engländer in ihren Kolonien und Do­minions wird in einem fortschreitenden Prozeß geringer. Einige Beispiele: am Import Indiens waren die Engländer 1913 mit 64,2 Prozent beteiligt, die Ver­engten Staaten mit 2,6, rm ^>ahre 1927/28 die Engländer mit 47,7, die Vereinigte« Staaten mit 8,2 Prozent. Am Import Südafrikas waren die Engländer 1913 mit 56,8 Prozent beteiligt, die Vereinig­ten Staaten mit 8,9, 1927 die Engländer mit 49,8, die Vereinigten Staate mit lo,4. Dieselbe Entwicklung zugunsten der Ver- einigten Staaten zeigt sich im australi­schen Import, ebenso hat sich in Neu,ee- land und Aegyten der amerikanische Ein­fluß auf Kosten der englischen verstärkt. Viel entscheidender als in den Gebieten, wo die Engländer Vorzugsposttonen haben, ist der englische Rückgang in den Staatengruppen, in denen der Konkur­renzkampf auf gleicher Basis erfolgt, wie in Kanada, Mexico, Japan und Süd­amerika. Ueberall ist eine wachsende Zu­nahme des amerikanischen Einflußes fest­zustellen, während England immer mehr Boden verliert. Am chinesischen Handel war 1913 England mit 16,5 Prozent be­teiligt, die Vereinigten Staaten mit 6,0 Prozent, 1926 England mit 10,2 Prozent, die Vereinigten Staaten mit 16,4 Prozent, -in Mexiko ist der Anteil der Vereinigten Staaten auf 70 Prozent gestiegen, der Englandsauf ein Zwölftel zurückgegangen. Auch in Japan fasten die Vereinigten Staaten in immer größerem Umfange Fuß! Japan bezieht heute aus den ll. S. A. mehr als dreimal soviel Waren als aus England. Dieselbe Entwicklung kann auch tri Südamerika festgestellt wer­den. das in der Vorkriegszeit die grötzte Anlagesphäre für das engilfche Kapital war.' In ganz Südamerika haben die Vereinigten Staaten die Engländer be­reits überholt; während in Südamerika der englische Kapitalexport (in Werten von 1913) von 40 Millionen Pfund itn Jahre 1913 auf 14 Millionen Pfund tm Jahre 1927 zurückgegangen ist, betrug im Jahre 1927 der amerikanische Kavttalex- port nach Südamerika 70 Millionen Pfund also das Fünffache des enguichen.

Wenn man sich diese Daten vor Augeft ,. Liölt, erscheint die Spannung in den eng»

Verschärf«« SrrGessnsätzemPans

«inißunn Sr öMihtS mit Stomp - »Meter Frankreichs, Wiens Md Belgiens Wragerogm äää i-WMZZIKWMZM vorhergesehene Umstande eintreten. Eine Unterbrechung der Schuldenzahlungen würde durch die ungeheuere Handels­schuld Rückwirkungen haben und für den deutschen Kredit einen harten Schlag be-

Anzeiger für (das frühere knrhessische) Overhessen Anzeiger der amtlich«« Beka»«tmach««g«« Mr Stadt ««d Krem Mar «rg