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Nachfolger des in Ruhestand versetzten , Staatsekretärs Hoffmann ins Reichs- >

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Der Szeanflieger v. Sünefeld t

ft. Berlin, 6. Febr. Der Ozean- und Asienflieger Freiherr v. Hünefeld ist am Dienstag Abend 21,15 Uhr in Berlin nach einer Magenoperation ge» ftorben.

Wie derLokal Anzeiger" hört, find nunmehr alle für den Beginn der Sachverständiqenkonferenz erforderlichen Vorarbeiten der deutschen Regierung rm wesentlichen abgeschlossen. Als Nachfolger des Staatssekretärs Heukamp, der als

Zum Beginn der Sachverständigen-' konferenz.

Verhaftung Deoaleras.

fk. B e l f o r d , 6. Febr. Der Führer der irischen Republik, Devalera, wurde beim Uebers-breiten der Grenze nach Ulster, dessen Betreten ihm untersagt war verhaftet.

g)k ^Vberhessische Zeitung" er­scheint sechsmal wöchentlich. Ve- MSpret« monatlich 2 GM. auf. schließ!. ZustellunqSgebühi, durch diePost2.25 DM.Für etwa infolge Etreiks, Maschinendefekte oder elementarer Ereignisse auffallende Nummern wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag b. Dr. §. Hitzeroth. Druck der Unib.-Duchdruckerei b. Job. Dug. Koch, Markt 21/23, Fernsprecher: Nr. 54. u. Nr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Nr. 5015. Spreckzeit H* Redaktion von 1011 und »/,11 Uhr.

Eorial-emokratie und Wchrvroblem SeMiwttonalo ZiiIrrvÄatim argen die Propagierung des Landeseerralö

Der Nachfolger des Reichsgerichtsuräfideute« Simon».

Das Reichskabinett hat, wie die ,9Mf. Ztg." meldet, beschlossen. dem Reichspräsiden­ten als Dachfolger des Reichsgerichtsprasrden- ten Simons den Ministerialdirektor Dumke vom Reichsjustizministerium vorzuschlagen.

Rr.A 64.3*6. Marburg a. Lahn

Der Ametgcnprew detrckq, s«r den 10 qespalt. Zeilenmilltmete« 0.08 GM kleine Daranieigen 0.08 ®5S. amtliche und an«- vtirttqe Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platz» dvrschrift 50°I. Aufschlag. Sammelanzeiqen 100 *1» Auf­schlag. Reklamen der Milli«. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt al« Varrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet.ebrnso Auekuaft durch die Geschäftssteil» and Zusendung der Angebot». Er- füllunqfort Marburg.

t Doldmark = »/»»Dollar.

Arbeiten Tincis seien ebenfalls verhaftet worden. Schließlich besagt die Meldung noch, daß 18 Regimenter ihre Beteiligung an dem Aufstand zugesagt hatten.

Rückkehr des Generals San Znrgo nach Madrid.

fk. Madrid, 6. Febr. General San Zurgo ist gestern abend aus Valencia kommend wieder in Madrid eingetroffen. Er begab sich unmittelbar darauf. ins Kriegsmiiiifteritkm, wo er mit P r i m o de Rivera eine 2stündige Besprechung hatte.

Der interfraktionelle Ausschuß der preußi­schen Regierungsparteien trat am Dienstag 2.30 Uhr zu einer Sitzung zusammen. Mi­nisterpräsident Braun gab eine Darlegung des Standes der Verhandlungen in der Koa­litionsfrage und der Besprechungen mit dem «ührer der Landtagsfraktion der Deutschen

Der Borwurf des Landesverrats ist nichts gegenüber einer Partei, die keine Pflich­ten gegenüber Land und Ration, di« Pflichten lediglich gegenüber der Klaffe des Proletariats bat/"

Danach steht also fest, daß in Räumlichkeiten des Reichstages von Mitgliedern der Partei, die den amtierenden Reichskanzler Hermann Müller und die amtierenden Minister Seve­rins Dr. Hilferding und Wisiell gestellt hat, das' Bekenntnis zum Landesverrat, zur Kriegsdienstverweigerung auch rm Verteidi­gungskrieg und zur Sabotage der Verteidl- gungsmitel des deutschen Volkes beurkundet und von dort als Druckschrift vorbereitet wor­den ist."

Wir fragen die Reichsregierung:

1 Hält sie es mit der Würde und der Selbstachtung des deutschen Volkes und seiner Vertretung vereinbar, daß Reichskanzler und Reichsminister ihren Auftrag von einer Partei erhalten, in der führende Abgeordnete den Landesverrat propagieren und öffentlich die Auftastung vertreten, daß die Partei keine Pflichten gegen Land und Ration habe.-'

2 . Was gedenkt die Reichsregierung gegen­über der hiernach planmäßig betriebenen Sa­botage der Landesverteidigung »u tun?

3 Was gedenkt die Reichsregierung gegen­über der unter Mißbrauch der Immunität be­triebenen Organisation des Landesverrats zu tun?

Mittwoch, ton 6. Februar 1929

«Mo sorwirrma In Spanien

Nach einer imEcho de Paris" ver­öffentlichten Agenturmeldung aus CSret besagen die in der vergangenen Nacht ein­getroffenen Nachrichten au^ Spanien, daß dort noch weiter größte Verwirrung herrsche. Der Sohn des verstorbenen spanischen Dichters Blasco Ibanez, der vornehmlich in Frankreich gelebt har, sei gestern vormittag, als er aus Mentons nach Valencia zurückkehrte, ebenfalls ver­haftet worden. General Sanjurja habe Weisung erteilt, den früheren Minister­präsidenten Sanchez Guerra unverzüglich an Bord eines Kriegsschiffes zu bringen, das ihn nach einem nicht bekanntgegebe­nen Bestimmungsort bringen solle. Der frühere Kriegsministe: Quetpo de Llano und der frühere Minimer für öffentliche

SewnlipolM »er RoWWMktton tos Wimms fordert sofort 3 RintsierW im MM, übernimmt aber keine Bürgschaft für die Große Koalition in Preußen Endgültige Entscheidung teilte mittng

Volkspartei, Abg. Stendel. Die m Aus­sicht gestellte gemeinsame Besprechung der Regierungsparteien mrt der Deutschen Volks Partei wirddem­nächst" statffinden. Ein bestimmter Zeit­punkt ist noch nicht festgelegt. Inzwischen werden die Verhandlungen weitergeführt.

Eine vom Grafen Westarp eingcreichke In­terpellation der Deutschnationalen Reichstass- fraklkon hat folgenden Wortlaut:

Am 24 Januar 1929 ist eine Denffchrfft unter dem Titel .Sozialdemokratie und Webr- problem' erschienen. Als Herausgeber zeichnen die der Sozialdemokratischen Partei angebo- renden Reichstagsabgeordneten Dr. Paul Levi Dr. Kurt Rosenfeld, Max Seydewitz, Heinrich Ströbel. Die Broschüre ist erschienen im .Selbstverlag der Herausgeber unter be­sonderer Benennung des Abgeordneten Seude- witz. Als Verlags- und Vertriebsort ist an­gegeben .Berlin NW 7, Reichstag. In dieser Druckschrift befinden sich u. a. folgende Fest­stellungen: .Solange die klasienlose Gesellschaft nicht erkämpft ist, gibt es kein Vaterland aller Volksgenossen, gibt es nur das Vaterland der Reichen, das die Armen mit Gut und Blut verteidigen sollen.

Die Sozialdemokratie kämpft nicht für die Selbstbestimmung des deutschen......

Bottes, sie kämpft kür die Befreiung des Proletariats.

Die deutschen Proletarier haben die Verpflich­tung, . . der Kavitalistenklasie das Instru­ment der Kriegführung durch Eeldverwerge- ntng und jedes sonst geeignete Mitel zu neh­men. Die deutsche Sozialdemokratie wird sich dabei auch, wenn die historische Situation es erfordert, vor dem Nichts zu Mochten haben, was das Strafgesetzbuch und die Rechtspre­chung der Bourgeoisie Hoch- und Landesverrat nennt

Trotzki in Moskau

fk. Moskau, 6. Febr. Trotzki ist gestern, Dienstag, unter scharfer Be­wachung in Moskau eingetroffen, wo er bis zu seiner Auslandsreise verbleiben wird.

-Nachdem gestern vormittag m den Be­sprechungen des Reichskanzlers mit den Fuh- rem der Deutschen Volkspartei und des Zen­trums eine sog.

Zwischenlösung

erörtert worden war, daß vorläufig, das Zentrum neben seinem bisherigen Minister im Reichskabinett noch einen zweiten Minister posten besetzt und die Deutsche Volkspartei nn preußischen Kabinett einen Mimstersitz erhält, dieser Gedanken aber keinen Anklang gefunden hatte, fand zur Mittagsstunde eme gemeinsame Besprechung zwischen dem Reichs­kanzler Müller und den Zentrumsvertre­tern Kaas und Steg erwald und den Vettretern der Deutschen Volkspartei Sch o I z und Kemples statt. In dieser Be­sprechung kam der Wunsch des Zentrums zur Aussprache, die Lösung darin zu suchen, daß

das Zentrum ohne koalitionsmäßig« Bindung zwei weitere Minister hn

Reiche

stellt, und zwar für das Iustizressott (Bell) und das Ministerium für die besetzten Ge­biete (Ersing). Bei Erfüllung dieses Wun­sches glaubte die Zentrumsfrattion sich m der Lage, den Frattionsbeschluß auf Zurück- ziehuna des Herrn von Guerard aus dem Reichskabinett rückgängig zu machen. Außer­dem wollte die Zentrumsfraktion sich bei den Zentrumsfraktion des preußischen Landtages dafür einsetzen, daß die Deutsche Volks­partei in das Preußenkabrnett ausgenommen wurde. Es blieb aber unausgesprochen, zu welchem Zeitpunkt dies geschehen könne. Die Deutsche Volks- xartei im Reichstag trat auf Wunsch des Reichskanzlers alsbald am Nachmittag zu einer Fraktionssitzung zusammen. Es ergab sich die volle Einmütigkeit der Fraktion m der

glatten Ablehnung des Zentrumsvor­schlags.

Die Frattion der Deutschen Volkspartei steht, wie VDZ. hört, nach wie vor auf ihrem seit langem vertretenen Standpunkt, daß die Regierungsumbildung im Reiche und in Preußen gleichzeitig erfolgen muß.

Nachdem dieser Beschluß der oolkspartei- lichen Reichstagsfraktton bekannt geworden war .begab sich

Reichsverkehrsminifter von Guörard zum Reichskanzler,

um ihm mitzuteilen, daß er während der Regierungsverhandlungen stets den Stand­punkt vertreten habe, daß er im Kabinett nicht verbleiben könne, wenn den Wünschen des Zentrums nicht stattgegeben werde. Da dieser Tatbestand jetzt eingetreten sei, sehe er e genötigt, die Zentrumsfraktion zu bitten, den

Austritt aus der Reichsregierung

zu gestatten. Reichskanzler Müller bat aber den Reichsoerkehrsminister, seine end- gültige Entschließung vorerst noch zurückzu- stellen, da er noch einen letzten SB er» iuittlungs - Vorschlag unternehmen wolle. Reichsminister von Eusrard hat da­her seiner Fraktion von dem Wunsch des Reichskanzlers Kenntnis gegeben. Diese hat beschlossen,

die endgültige Entscheidung bis heute

12 Uhr mittags zu verschieben,

um auf diese Weise dem Reichskanzler nicht die Möglichkeit zu nehmen, seinen letzten Ver­mittlungsvorschlag durchzuführen.

Der Reichskanzler hat für heute Vor­mittag das Reichskabinett zusam­menberufen. Er will ihm einen Vorschlag unterbreiten, der die Brücke sein könnte, auf der sich das Zentrum wieder in die Regierung zurückfindet.

Scnttltzor McitbSlas

Berlin, 5. Febr. Die Not der Arbeits­losen bildete den Gegenstand der Debatte in der heutigen Reichsiagssitzung. Von den verschiedensten Parteien lagen Anträge zu diesem Thema vor, dazu eine kommunistische Interpellation, die dem Reichsarbeitsmimster Wissell Gelegenheit gab, in einer Ant­wortrede den Standpunkt der Regierung dar­zulegen. Der Minister ging zunächst auf die gegenwärtig so außerordentlich gesteigerte Ar­beitslosigkeit ein, die er in der Hauptsache darauf zurückführte, daß durch den starken Frost die Bau- und Außenberufe stillgelegt seien. Die Reichsanstalt für Arbettslosen- versicherung habe in ihren Berichten die Aus­sichten etwas zu pessimisttsch geschildert,

von einem drohenden Zusammenbruch der Arbeitslosenversicherung könne keine Rede sein, wenn freilich der starke Frost noch lange anhalte, werde man vielleicht die finanzielle Grundlage der Versiche­rung ändern müssen.

Jetzt sei zu einer Aenderung des Arbeits­losenoersicherungsgesetzes die Zeit noch nicht gekommen. Dagegen könne durch wetteren Ausbau der Krisenfürsorge die Not der ausgesteuerten Erwerbslosen gelinbert werden. Die Bezugsdauer der Krisenfür­sorge könnte vielleicht bis zum Mai ausge­dehnt werden.

3n der Aussprache beklagten die Redner der bürgerlichen Parteien besonders die Ji o t- lage der älteren Ange st e Ute n, bei denen die Erwerbslosigkeit eine so lange

ernährungsministerium gekommen ist, ist lautVossischer Zeitung" der dem Z en» trum angehörende Ministerialdirektor Wolfkamp in Aussicht genommen.

fk. Washington, 6. Febr. Präsi­dent Coolidge hat sich endgültig gegen die Wahl eines Amerikaners als Vorsitzenden des Sachverständigen-Ausschusfes ausge­sprochen.

Sie Finanttase der MeWveft

Berlin, 5. Febr. Zn der heutigen Sitzung des Verwaltungsrates der Reichs- post teilt der Reichspostminister Dr. Schätz! mit, daß trotz der schlechten allgemeinen Konjunktur das verflossene Jahr für die Reichspost sehr befriedigend ver­laufen sei. Es sei eine Mehreinnahme von 20 Millionen Mark erzielt wor­den, die zum Teil dazu verwendet werden könne, weiter für Beschaffung von Fern­sprechapparaten, für weitere Automatisie­rung des Fernsprechwesens, für die Be­schaffung von Bahnpostwagen und für an­dere BerkehrSverbefserungen zu sorgen. An das Reich könnten 10 Millionen mehr ab­geliefert werden. In der lebhaften Aus­sprache wurde die Frage erörtert, ob nicht eine Gebührenermäßigung vorge­nommen werden könnte. Bon der Reichs- postverwaltung wurde dazu erklärt, dieser Gedanke könne erst ins Auge gefaßt wer­den, wenn sich die Finanzlage der Post weiter so günstig entwickele wie im letzten Jahre. Es werde auch die Frage geprüft, ob die Löhne der Arbeiter nicht verbessert werden könnten. Der Postminister erklärte weiter, daß Erhebungen darüber im Gange seien, ob eine Ermäßigung der Rundfunkgebühren eintteten könne. Die gesamte Wirffchaftslage des Rundfunks werde geprüft. Der Derwaltungsrat der Deutschen Reichspost genehmigte Jo« dann nach längerer Aussprache den zweiten Nachtrag zum Voranschlag für 1928 und nahm Mitteilungen über die Landpostver- kraftung und einige Betriebsangelegenhei­ten entgegen.

SbechMche

Anzeiger für (bas frühere knrheffische) Oberhesfen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg