Nachfolger des in Ruhestand versetzten , Staatsekretärs Hoffmann ins Reichs- >
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Der Szeanflieger v. Sünefeld t
ft. Berlin, 6. Febr. Der Ozean- und Asienflieger Freiherr v. Hünefeld ist am Dienstag Abend 21,15 Uhr in Berlin nach einer Magenoperation ge» ftorben.
Wie der „Lokal Anzeiger" hört, find nunmehr alle für den Beginn der Sachverständiqenkonferenz erforderlichen Vorarbeiten der deutschen Regierung rm wesentlichen abgeschlossen. Als Nachfolger des Staatssekretärs Heukamp, der als
Zum Beginn der Sachverständigen-' konferenz.
Verhaftung Deoaleras.
fk. B e l f o r d , 6. Febr. Der Führer der irischen Republik, Devalera, wurde beim Uebers-breiten der Grenze nach Ulster, dessen Betreten ihm untersagt war verhaftet.
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Eorial-emokratie und Wchrvroblem SeMiwttonalo ZiiIrrvÄatim argen die Propagierung des Landeseerralö
Der Nachfolger des Reichsgerichtsuräfideute« Simon».
Das Reichskabinett hat, wie die ,9Mf. Ztg." meldet, beschlossen. dem Reichspräsidenten als Dachfolger des Reichsgerichtsprasrden- ten Simons den Ministerialdirektor Dumke vom Reichsjustizministerium vorzuschlagen.
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Der Ametgcnprew detrckq, s«r den 10 qespalt. Zeilenmilltmete« 0.08 GM„ kleine Daranieigen 0.08 ®5S. amtliche und an«- vtirttqe Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platz» dvrschrift 50°I. Aufschlag. — Sammelanzeiqen 100 *1» Aufschlag. Reklamen der Milli«. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt al« Varrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet.ebrnso Auekuaft durch die Geschäftssteil» and Zusendung der Angebot». Er- füllunqfort Marburg.
t Doldmark = »/»»Dollar.
Arbeiten Tincis seien ebenfalls verhaftet worden. Schließlich besagt die Meldung noch, daß 18 Regimenter ihre Beteiligung an dem Aufstand zugesagt hatten.
Rückkehr des Generals San Znrgo nach Madrid.
fk. Madrid, 6. Febr. General San Zurgo ist gestern abend aus Valencia kommend wieder in Madrid eingetroffen. Er begab sich unmittelbar darauf. ins Kriegsmiiiifteritkm, wo er mit P r i m o de Rivera eine 2stündige Besprechung hatte.
Der interfraktionelle Ausschuß der preußischen Regierungsparteien trat am Dienstag 2.30 Uhr zu einer Sitzung zusammen. Ministerpräsident Braun gab eine Darlegung des Standes der Verhandlungen in der Koalitionsfrage und der Besprechungen mit dem «ührer der Landtagsfraktion der Deutschen
Der Borwurf des Landesverrats ist nichts gegenüber einer Partei, die keine Pflichten gegenüber Land und Ration, di« Pflichten lediglich gegenüber der Klaffe des Proletariats bat/"
Danach steht also fest, daß in Räumlichkeiten des Reichstages von Mitgliedern der Partei, die den amtierenden Reichskanzler Hermann Müller und die amtierenden Minister Severins Dr. Hilferding und Wisiell gestellt hat, das' Bekenntnis zum Landesverrat, zur Kriegsdienstverweigerung auch rm Verteidigungskrieg und zur Sabotage der Verteidl- gungsmitel des deutschen Volkes beurkundet und von dort als Druckschrift vorbereitet worden ist."
Wir fragen die Reichsregierung:
1 Hält sie es mit der Würde und der Selbstachtung des deutschen Volkes und seiner Vertretung vereinbar, daß Reichskanzler und Reichsminister ihren Auftrag von einer Partei erhalten, in der führende Abgeordnete den Landesverrat propagieren und öffentlich die Auftastung vertreten, daß die Partei keine Pflichten gegen Land und Ration habe.-'
2 . Was gedenkt die Reichsregierung gegenüber der hiernach planmäßig betriebenen Sabotage der Landesverteidigung »u tun?
3 Was gedenkt die Reichsregierung gegenüber der unter Mißbrauch der Immunität betriebenen Organisation des Landesverrats zu tun?“
Mittwoch, ton 6. Februar 1929
«Mo sorwirrma In Spanien
Nach einer im „Echo de Paris" veröffentlichten Agenturmeldung aus CSret besagen die in der vergangenen Nacht eingetroffenen Nachrichten au^ Spanien, daß dort noch weiter größte Verwirrung herrsche. Der Sohn des verstorbenen spanischen Dichters Blasco Ibanez, der vornehmlich in Frankreich gelebt har, sei gestern vormittag, als er aus Mentons nach Valencia zurückkehrte, ebenfalls verhaftet worden. General Sanjurja habe Weisung erteilt, den früheren Ministerpräsidenten Sanchez Guerra unverzüglich an Bord eines Kriegsschiffes zu bringen, das ihn nach einem nicht bekanntgegebenen Bestimmungsort bringen solle. Der frühere Kriegsministe: Quetpo de Llano und der frühere Minimer für öffentliche
SewnlipolM »er RoWWMktton tos Wimms fordert sofort 3 RintsierW im MM, übernimmt aber keine Bürgschaft für die Große Koalition in Preußen — Endgültige Entscheidung teilte mittng
Volkspartei, Abg. Stendel. Die m Aussicht gestellte gemeinsame Besprechung der Regierungsparteien mrt der Deutschen Volks Partei wird „demnächst" statffinden. Ein bestimmter Zeitpunkt ist noch nicht festgelegt. Inzwischen werden die Verhandlungen weitergeführt.
Eine vom Grafen Westarp eingcreichke Interpellation der Deutschnationalen Reichstass- fraklkon hat folgenden Wortlaut:
„Am 24 Januar 1929 ist eine Denffchrfft unter dem Titel .Sozialdemokratie und Webr- problem' erschienen. Als Herausgeber zeichnen die der Sozialdemokratischen Partei angebo- renden Reichstagsabgeordneten Dr. Paul Levi Dr. Kurt Rosenfeld, Max Seydewitz, Heinrich Ströbel. Die Broschüre ist erschienen im .Selbstverlag der Herausgeber unter besonderer Benennung des Abgeordneten Seude- witz. Als Verlags- und Vertriebsort ist angegeben .Berlin NW 7, Reichstag. In dieser Druckschrift befinden sich u. a. folgende Feststellungen: .Solange die klasienlose Gesellschaft nicht erkämpft ist, gibt es kein Vaterland aller Volksgenossen, gibt es nur das Vaterland der Reichen, das die Armen mit Gut und Blut verteidigen sollen.
Die Sozialdemokratie kämpft nicht für die Selbstbestimmung des deutschen......
Bottes, sie kämpft kür die Befreiung des Proletariats.
Die deutschen Proletarier haben die Verpflichtung, . . der Kavitalistenklasie das Instrument der Kriegführung durch Eeldverwerge- ntng und jedes sonst geeignete Mitel zu nehmen. Die deutsche Sozialdemokratie wird sich dabei auch, wenn die historische Situation es erfordert, vor dem Nichts zu Mochten haben, was das Strafgesetzbuch und die Rechtsprechung der Bourgeoisie Hoch- und Landesverrat nennt
Trotzki in Moskau
fk. Moskau, 6. Febr. Trotzki ist gestern, Dienstag, unter scharfer Bewachung in Moskau eingetroffen, wo er bis zu seiner Auslandsreise verbleiben wird.
-Nachdem gestern vormittag m den Besprechungen des Reichskanzlers mit den Fuh- rem der Deutschen Volkspartei und des Zentrums eine sog.
Zwischenlösung
erörtert worden war, daß vorläufig, das Zentrum neben seinem bisherigen Minister im Reichskabinett noch einen zweiten Minister posten besetzt und die Deutsche Volkspartei nn preußischen Kabinett einen Mimstersitz erhält, dieser Gedanken aber keinen Anklang gefunden hatte, fand zur Mittagsstunde eme gemeinsame Besprechung zwischen dem Reichskanzler Müller und den Zentrumsvertretern Kaas und Steg erwald und den Vettretern der Deutschen Volkspartei Sch o I z und Kemples statt. In dieser Besprechung kam der Wunsch des Zentrums zur Aussprache, die Lösung darin zu suchen, daß
das Zentrum ohne koalitionsmäßig« Bindung zwei weitere Minister hn
Reiche
stellt, und zwar für das Iustizressott (Bell) und das Ministerium für die besetzten Gebiete (Ersing). Bei Erfüllung dieses Wunsches glaubte die Zentrumsfrattion sich m der Lage, den Frattionsbeschluß auf Zurück- ziehuna des Herrn von Guerard aus dem Reichskabinett rückgängig zu machen. Außerdem wollte die Zentrumsfraktion sich bei den Zentrumsfraktion des preußischen Landtages dafür einsetzen, daß die Deutsche Volkspartei in das Preußenkabrnett ausgenommen wurde. Es blieb aber unausgesprochen, zu welchem Zeitpunkt dies geschehen könne. Die Deutsche Volks- xartei im Reichstag trat auf Wunsch des Reichskanzlers alsbald am Nachmittag zu einer Fraktionssitzung zusammen. Es ergab sich die volle Einmütigkeit der Fraktion m der
glatten Ablehnung des Zentrumsvorschlags.
Die Frattion der Deutschen Volkspartei steht, wie VDZ. hört, nach wie vor auf ihrem seit langem vertretenen Standpunkt, daß die Regierungsumbildung im Reiche und in Preußen gleichzeitig erfolgen muß.
Nachdem dieser Beschluß der oolkspartei- lichen Reichstagsfraktton bekannt geworden war .begab sich
Reichsverkehrsminifter von Guörard zum Reichskanzler,
um ihm mitzuteilen, daß er während der Regierungsverhandlungen stets den Standpunkt vertreten habe, daß er im Kabinett nicht verbleiben könne, wenn den Wünschen des Zentrums nicht stattgegeben werde. Da dieser Tatbestand jetzt eingetreten sei, sehe er e genötigt, die Zentrumsfraktion zu bitten, den
Austritt aus der Reichsregierung
zu gestatten. Reichskanzler Müller bat aber den Reichsoerkehrsminister, seine end- gültige Entschließung vorerst noch zurückzu- stellen, da er noch einen letzten SB er» iuittlungs - Vorschlag unternehmen wolle. Reichsminister von Eusrard hat daher seiner Fraktion von dem Wunsch des Reichskanzlers Kenntnis gegeben. Diese hat beschlossen,
die endgültige Entscheidung bis heute
12 Uhr mittags zu verschieben,
um auf diese Weise dem Reichskanzler nicht die Möglichkeit zu nehmen, seinen letzten Vermittlungsvorschlag durchzuführen.
Der Reichskanzler hat für heute Vormittag das Reichskabinett zusammenberufen. Er will ihm einen Vorschlag unterbreiten, der die Brücke sein könnte, auf der sich das Zentrum wieder in die Regierung zurückfindet.
Scnttltzor McitbSlas
Berlin, 5. Febr. Die Not der Arbeitslosen bildete den Gegenstand der Debatte in der heutigen Reichsiagssitzung. Von den verschiedensten Parteien lagen Anträge zu diesem Thema vor, dazu eine kommunistische Interpellation, die dem Reichsarbeitsmimster Wissell Gelegenheit gab, in einer Antwortrede den Standpunkt der Regierung darzulegen. Der Minister ging zunächst auf die gegenwärtig so außerordentlich gesteigerte Arbeitslosigkeit ein, die er in der Hauptsache darauf zurückführte, daß durch den starken Frost die Bau- und Außenberufe stillgelegt seien. Die Reichsanstalt für Arbettslosen- versicherung habe in ihren Berichten die Aussichten etwas zu pessimisttsch geschildert,
von einem drohenden Zusammenbruch der Arbeitslosenversicherung könne keine Rede sein, wenn freilich der starke Frost noch lange anhalte, werde man vielleicht die finanzielle Grundlage der Versicherung ändern müssen.
Jetzt sei zu einer Aenderung des Arbeitslosenoersicherungsgesetzes die Zeit noch nicht gekommen. Dagegen könne durch wetteren Ausbau der Krisenfürsorge die Not der ausgesteuerten Erwerbslosen gelinbert werden. Die Bezugsdauer der Krisenfürsorge könnte vielleicht bis zum Mai ausgedehnt werden.
3n der Aussprache beklagten die Redner der bürgerlichen Parteien besonders die Ji o t- lage der älteren Ange st e Ute n, bei denen die Erwerbslosigkeit eine so lange
ernährungsministerium gekommen ist, ist laut „Vossischer Zeitung" der dem Z en» trum angehörende Ministerialdirektor Wolfkamp in Aussicht genommen.
fk. Washington, 6. Febr. Präsident Coolidge hat sich endgültig gegen die Wahl eines Amerikaners als Vorsitzenden des Sachverständigen-Ausschusfes ausgesprochen.
Sie Finanttase der MeWveft
Berlin, 5. Febr. Zn der heutigen Sitzung des Verwaltungsrates der Reichs- post teilt der Reichspostminister Dr. Schätz! mit, daß trotz der schlechten allgemeinen Konjunktur das verflossene Jahr für die Reichspost sehr befriedigend verlaufen sei. Es sei eine Mehreinnahme von 20 Millionen Mark erzielt worden, die zum Teil dazu verwendet werden könne, weiter für Beschaffung von Fernsprechapparaten, für weitere Automatisierung des Fernsprechwesens, für die Beschaffung von Bahnpostwagen und für andere BerkehrSverbefserungen zu sorgen. An das Reich könnten 10 Millionen mehr abgeliefert werden. In der lebhaften Aussprache wurde die Frage erörtert, ob nicht eine Gebührenermäßigung vorgenommen werden könnte. Bon der Reichs- postverwaltung wurde dazu erklärt, dieser Gedanke könne erst ins Auge gefaßt werden, wenn sich die Finanzlage der Post weiter so günstig entwickele wie im letzten Jahre. Es werde auch die Frage geprüft, ob die Löhne der Arbeiter nicht verbessert werden könnten. Der Postminister erklärte weiter, daß Erhebungen darüber im Gange seien, ob eine Ermäßigung der Rundfunkgebühren eintteten könne. Die gesamte Wirffchaftslage des Rundfunks werde geprüft. Der Derwaltungsrat der Deutschen Reichspost genehmigte Jo« dann nach längerer Aussprache den zweiten Nachtrag zum Voranschlag für 1928 und nahm Mitteilungen über die Landpostver- kraftung und einige Betriebsangelegenheiten entgegen.
SbechMche
Anzeiger für (bas frühere knrheffische) Oberhesfen
Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg