MarvurgLÜM
Egglaad und der Aanaltaaml
WKtige poSWKe Fragen
bereit, «ach Paris z« gehen, am dort Fra------
Aber da er
nur
Der ümWwnns Mg
II
interfraktionellen Ausschusses der Regie- rungsparteien. 3n diesem Ausschuß sollen alle zur Abstimmung gelangenden Fragen vorher erörtert werden, um in einhell- licher Haltung vor das Parlament treten zu können. Dieser interfraktionelle Ausschuß soll also eine Einigung von Fall zu Fall herbeiführen. Augenblicklich würde seine Aufgabe vor allem darin bestehen, den Haiähalt durchzusprechen und sich über die Deckungsfragen und Steuerprobleme zu einigen, soweit dies überhaupt möglich ist. Di« Lage hat eine gewisse Aehnlichkeit mit den Verhältnissen vor der Auflösung des letzten Reichstages, wo man sich ebenfalls chne feste Koalitionsbildung auf ein Ar- beitsnotprvgramm geeinigt hat.
Angesichts der für die KoalitionSbildung bestehenden Schwierigkeiten wird in parlamentarischen Kreisen ein etwas elastischeres System der KoalitionSbildung er-
®tt ^0Stitimg* «• schrdtt sechsmal v-chkittlich. Br- zogSprti« monatlich 2 GM. ans- schlleßl. ZufkllmlgSgebichr, durch dt«Poy2.25 GM^ür etwa Infolge CtttRe, Maschiurndefektr oder
„Herald und Tribüne" schreibt: Owen de Young hat durch Parker Gilbert inoffiziell die Alliierten und Deutschland darüber verständigt, imß seine oder Morgans Wahl als Borsitzender des Sachverständigenausschusses zur Regelung der Reparationsfrage« ausge- schlofse» sei. Es verlautet, diese Ablehnung durch die amerikanische« Delegierte« erfolge auf ausdrücklichen Wunsch Eoolidges, der bei einer Herabsetzung der deutschen Schuld entsprechende Forderungen der Alliierten auf Herabsetzung ihrer Schulde« a« Amerika zur Folge haben. Der Vorschlag, einem Amerikaner den Vorsitz der Sachverständi- genkonfereuz zu übertragen, sei hier von Parker Gilbert im Auftrag der Alliierten und Deutschlands unterbreitet wordon. Gilbert habe kurz vor seiner Abreise bemerkt, er wisse nicht, was nun hinsichtlich des Vorsttzes geschehe« werde. Wetter erklärte er, er halte sich lediglich i« Berlin
«Ruwmttn wird kein Ersatz ge- leistet. Verlag d.Dr.§.»itzerv». Druck der Unw.-Suchdruckerei d. Ioh. Aug. Koch, Markt 21/23, Fernsprecher: Rr. 54. «. Rr. 55, Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Rr. 6015. — Sprechzeit der Redaktion ton 10—11 und »,,1—1 Uhr.
Ronws, -en 28. Sanuar 1929
de» lo gefpalt. 3
0.08 GM, Vein« Saranzeig« 0.06 69R, amtliche und e* »&ttge »njelgt« 0.10 CfflL W» schwierigem Satz sowie bei Pwch» Vorschrift 50*1, «afschlag. — Cammela*)eige# 100 *1« tM* schlag. Reklame» der MMm» 0,40 SM. Jeder Rabatt gtt* Varrabatt. Ziel 6 Tage. Belege werde« berechnet, ebenso Auskmeft durch die Seschäst-stelle «nd Zusendung der Anqeboee. Erfüllungsort Marburg.
t Goldmark = »/^.Dollar.
ändert. Das lehnt ab.
Amm WIM
Der Korrespondent der „Daily Mai l" in Lahore meldet, es werde allgemein als sehr wünschenswert erachtet, den britischen Gesandten Sir Francis Hemphrqs aus Kabul abzub e- rufen. Es fei so gut wie sicher, daß es mit der Herrschaft Emir Habbit Ullah (Bachs Sakao) in kürzester Zeit zu Ende sein wirb. Es sei unsicher, wie die Lage des Gesandten sich gestalten würde, wenn der Emir, mit dem er auf gutem Fuße stehe, gestürzt werden sollte. Von den Einwohnern werde ganz offen die Rückkehr Aman Allahs gefordert, nachdem sie die Leistungen seines Nachfolgers ge
sehen hätten. Der Umschwung der Stimmung zugunsten Aman Ullahs könne leicht auf den brittschen Gesandten zurückwirken, der, um Menschenleben zu retten, dem augenblicklich stärksten Mann zur Herrschaft verhalfen hätte.
*
Oberst. Lawrence auf der Rückreise «ach Land»«.
Marseille, 26. Jan. Unter den Passagieren des aus Indien kommenden, gegen- roartig vor der Rede von Marseille liegenden Dampfers „Rajfutana" befindet sich ein Passagier 3. Klasse namens Shaw, der aus Afghanistan kommt. Es soll sich um den in der letzten Zeit berühmt gewordenen Obersten Lawrence vom Intelligence Service handeln, der nach Gerüchten eine Rolle ersten Ranges bei den kürzlichen Ereignissen in Afghanistan gespielt hat. Shaw soll seine Reise an Bord dieses Schiffes nach London fortfstzen.
ge« der Sachverständige« über die deutsche Wirtschaftsentwicklung zu beautworten.
Zu der Meldung, Owen D. Young habe die Allierten und Deutschland davon verständigt, daß sowohl er wie auch Morgan den Vorsitz im Sachoerständigenausschutz ablehnen würden, und zwar auf Wunsch des Präsidenten, der befürchte, datz man die Vereinigteg Staaten für die Entschlüße des Ausschußes, wie immer sie auch ausfallen mögen, verantwortlich halten könne, wird dem Vertreter des WTV. in Regie- rungskreisen auf das Bestimmteste versichert, daß Präsident Coolidge weder den Reparattonsagenten Parker Gilbert noch die erwählten amerikanischen Sachverständigen Young und Morgan irgendwie instruiert oder beraten habe. Der Präsident sei vielmehr auch hier in seinem wiederholt betonten Grundsatz der Nichteinmischung treu geblieben und habe es ganz Youngs Ermeßen überlaßen, ob er den Vorsitz übernehmen wolle oder nicht. Es sei natürlich möglich, daß Young Bedenken trage, als Vorsitzender des Ausschußes seinen Namen mit der künftigen Gestaltung der Reparationsfrage identifiziert zu [eben, aber so weit man wiße, sei die Frage der Vorsitzes nicht entschieden.
Berlin, 27. Ian. Auf einem demo- kratischen Parteitag des Wahlkreisverbandes Potsdam II sprach heute Reichsernährungsminister Dietrich über polifische Fragen. Hinsichtlich der Frage der Regierungsumbildung gab der Minister der Meinung Ausdruck, datz das Provisorium auch weiter« !>in andauern werde. In Bezug auf die ommenden Reparationsverhandlungen äußerte sich der Minister skeptisch. Eingehend setzte er die falschen Voraussetzungen des letzten Gilbert-Berichtes auseinander. Die größte Schwierigkeit der deutschen Wirtschaft liege in der Kapitalnot. Die deutsche Kapitalbildung sei leider übertrieben hingestellt worden. Tatsächlich sei ein großer Teil dieser Kapitalbildung einschließlich der 12 Milliarden geborgten Auslandskapitals in der deutschen Wirtschaft ergebnislos verschwunden.
Den acht Milliarden Schulden der Landwirtschaft stünde« als Gegenwert höchstens noch 2 bis 2,5 Milliarden gegenüber.
Der Minister betonte den Standpunkt der Regierung, daß die Reparationsfrage mit der internationalen Verschuldung nichts zu tun habe und beleuchtete insbesondere die Gefahr einer Kommerzialisierung der deutschen Schuld und einer Aufhebung des Transferschutzes. Zu dem von der Regierung oor- gelegten Steuerbudget erklärte er, daß die vorgeschlagene Biersteuererh ö h ung den halben Liter Bier nur mit zwei Pfennigen belaste. Die Biersteuererhöhung sei durchaus tragbar, wenn man sich m Deutschland wieder an die Pfermig-Rechnung
Am den BeM del der SachmMdlgenkonlenaz
Die amerikanischen Berireier lehnen ab - Amerika fürchtet Rückwirkungen auf die Schuldenverhandlungen
Wünschen des Zentrums zu einem Ministerium der Grenzprovinzen erweitert werden. Als Derkehrsminister würde Herr von Derart im Kabinett verbleiben. Auch wenn die Große Koalition nicht zustande kommen sollte, wünscht daS Zentrum die Zuteilung von zwei weiteren Ministern.
DaS Zentrum hat inzwischen durch die Wahl Dr. Stegerwaldts zum Führer seiner Reichstagsfraktion die anläßlich der 'Wahl des Prälaten Kaas zum Harteivorfitzenden entstandenen Spannung beseitigt. Dr. Stegerwaldt hat den Vorsitz der Ehrist- lichen Gewerkschaften niedergelegt, um dadurch zu zeigen, daß er sein Parteiamt nicht als Vertreter einer Gruppe ausübt. So besteht in der Zentrumspartei tatsächlich nunmehr ein Duumvirat Kaas—Steger- waldt, da die Stellung des Vorsitzenden der Reichstagsfrattion natürlich sehr wichtig und einflußreich ist. Der weitere Frak- ttonsvorstand ist durch Hinzuwahl des Abg. Dr. Wirch ergänzt worden.
Das Projett einer Untertunnelierung des Aermelkanals spukt schon seit nahezu einem Jahrhundert in den Köpfen der Menschen. Stimmen und Wünsche, die diesen Plan verwirklichen wollten, sind zu den verschiedensten Zeiten immer und immer wieder laut geworden. Aber stets wenn die Idee einer ernsthafte« Aussprache zugeleitet wurde, verschwand sie wieder. Frankreich und sein Volk waren zwar stets für die Ausführung des großzügigen Planes zu haben. Aber in England sagte man nein. Man begründete dort die Ablehnung dieses Gedankens mit Notwendigkeiten der Reichsverteidigung und mit den Gefahren, die England durch das Schwinden seiner insularen Abge- schloßenheit entstehen müßten. Der Wunsch Frankreichs, den Kanaltunnel zu bautzN, ist ein Jahrhundert alt. Genau so alt wie das stete Nein der Engländer. Bis zum heutigen Tage hat sich an der Grundeinstellung dieser beiden Völker nichts ge- eine fordert, das andere
KVMmVNMMtkyülMN
Der schon für den Herbst des vergangenen Jahres vorgesehene Umbau der Reichsregierung, der mit einem Ausbau Her preußischen Regierung auf gleicher Grundlage zusammen erfolgen sollte, wird angesichts der wichtigen außen- und innenpolitischen Entscheidungen immer dringlicher. Die Notwendigbeit, die Kriegsent- schädigun^politik und die Erledigung des Relch^au^altes und der Steuerfragen durch eine einheilliche Regierung tragen zu lassen, ist einleuchtend. Der Reichskanzler hat in Besprechungen mit Vertretern des Zentrums, der Deutschen VcllkS- partei und den Demokraten die Wögllch- keiten sondiert.
Die Deutsche Vollspartei legt nach wie bor Wert auf die gleichzeitige Ausgestaltung des preußischen Kabinetts.
. Das Zentrum wünscht entsprechend feinet Stärke mit drei Ministern in der Aeichs- regierung vertiefen zu sein, wie es bei Der Bildung der Regierung ursprünglich in ^Aussicht genommen war. Es kommen in Frage das Ernährungsministerum oder das Zustizministetium und das Ministerium der besetzten Gebiete. Letzteres soll nach den
In jüngster Zett ist das Projekt des Kanaltunnels wieder einmal in den Mittelpunkt einer ernsthaften Aussprache des englischen Unterhauses gestellt worden. Verschiedene Abgeordnete haben aus die wirtschaftliche Zweckmäßigkeit eines solchen Tunnelbaues hingewiesen, man hat Berechnungen angestellt, die eine Rentabilität des Tunnels bejahen, man hat die Mehrheit des Unterhauses von den Vorteilen zu überzeugen versucht, die die englische Industrie aus der Verwirklichung des Projektes gewinnen könnte. Das Unterhaus hörte sich diese Darlegungen ruhig an, verzichtete auf die Stellungnahme und begrub schließlich wie so oft die ganze Angelegenheit in den Ausschuß- sitzungen. Baldwin, der Ministerpräsident selbst, fand sich zwar zu einer Erklärung.
gewöhnen würde. Es sei ein trauriges Kapitel, daß ein Liter Bier in Deutschland bis zu 1,40 Mark im Ausschank koste, während der Landwirt für den Stier Milch nur 16 bis 20 Pfennige erhalte. Gewiße Bedenken äußerte der Minister gegen die Erhöhung der Vermögenssteuer; sie werde aber nicht zu umgehen [ein.
Die Vorschläge, ohne Steuererhöhung den Etat auszugleichen, halte er nicht für durchführbar.
Eingehende Ausführungen widmete her Minister sodann der Landwirtschaft, deren Rot heute im Vordergrund stehe. Die Größe der Gefahr eines Erliegens der Landwirtschaft ergebe sich aus der Tatsache, daß eine Verminderung der landwirtschaftlichen Produktion um 20 Prozent für Deutschland einen Verlust von 21/z Milliarden, also, der gleichen Summe der jährlichen Reparationslasten, bedeuten würde. Der Minister bat, den notwendigen agrarpoltiischen Maßnahmen der nächsten Zeit nicht mti Voreingenommenheit, sondern mit Verständnis und Vertrauen entgegenzusehen. Zum Schluß ging der Minister auf Fragen der Außenpolitik ein und erklärte, der polnische Handelsvertrag dürfe nicht an 200 000 Schweinen scheitern. Die durch eine Auffangorganisation abzunehmenden polnischen Schweine könnten Zwecken zugeführt werden, die eine Schädigung der Landwirtschaft ausschlössen. Wenn erst mti Polen eine Verständigung erzielt fei, dann werde e» auch gelingen, die schwebenden Fragen mit Frankreich zu bereinigen.
iDbcthcWc
= Fettung
Anzeiger für (bas frühere kurhessische) Oberhessen
Anzeiger der amtliche« Bekanntmachangen Mr Stadt »«d Kreis Marburg
durch rein wirtschaftliche Erwägungen gelöst werden könnte, sondern auch durch Er- kenntniße, zu denen sich der Landesverteidigungsausschuß finden würde, so hat die Rede Baldwins die Sache in keiner Weise gefördert. Immerhin läßt sich aus bestimmten Steuerungen der englischen Preße, auch aus Stimmen, die aus englischen Wirtschaftskreisen ertönen, erkennen, daß der Gedanke des Kanal- tunnels im englischen Volke doch sehr stark an Kraft gewonnen hat. Das wird schon daraus ersichtlich, daß zurzeit zwei ganz ernsthafte Projekte vorliegen, die von englischen Ingenieuren ausgearbeitet wurden und heute ganz ernsthaft von vielen englischen Zeitungen besprochen werden. Das eine Projekt begnügt sich lediglich mit dem Bau eines Kanals, der gewissermaßen das fehlende Stück der Eisenbahnstrecke London—Paris ergänzen soll. Durch die lln- tertunnelung könnte die heute siebenstündige Fahrzeit London—Paris um anderthalb Stunden verringert werden. Das Hauptargument, das gegen dieses Projekt eingewendet wird, behauptet, daß diese geringe Zeitersparnis die großen Kosten des Baus nicht rechtfertigen würde. Der zweite englische Plan will neben dem Bau des Kanaltunnels eine breitspurige elektrische Eisenbahn auf der ganzen Strecke London—Paris errichten, wodurch es sich ermöglichen ließe, die Fahrzeit zwischen London und Paris auf rund 2% Stunden zu ermäßigen. Dieser Plan ist sehr großzügig gedacht, er erfordert aber auch sehr großzügige Mittel. Während das erste Projekt, das sich mit dem Kanaltunnel selbst begnügt, einen Aufwand von ungefähr 30 Millionen Pfund erfordern würde, beansprucht der zweite Plan ungefähr 190 Millionen Pfund. Die Befürworter beider Projekte betonen, daß durch den Bau des Tunnels der Paßagierver- kehr zwischen England und Frankreich sich vervielfältigen würde, das allein schon genügen könnte, die Rentabilität des Tun- ncls zu gewährleisten.