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Die SaLvrrstSnrlgeMonfmnz

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tiefes einzige Akten-

&sei, daß Deutsch- n .halte, datz.die

Rr.M^.8abrs. Marburg a. Lahn

Politik, die von den Sozialdemokraten und den Radikalen angeregt worden ist, an­genommen. Diese Debatte, der Poin- carö möglichst weitgehenden Umfang geben TDiU, wird — das ist zu hoffen und zu wünschen — zur Folge haben, daß die Lage der Regierung und der Parteien ent­wirrt wird. — Die Kabinettsmitglieder treten übrigens im Laufe des heutigen Tages unter Borsitz von Poincarö zu einem Kabinettsrat zusammen.

Montag, »mA. Irr. ISA

Mich den in der Berliner Wilhelmstrahe vorliegenden Informationen ist es noch einigermaßen zweifelhaft, ob, wie in einem 'fe behauptet

Januar eine Umbildung des Kabinetts erfolgen werde, weil der Minister des Innern zurücktreten würde.

-OtxrtxfN»« Settang' «• sthrtnl sechsmal wöchentlich. 8<- zuKSrreiS monatlich 2 SM. auS- schließl. ZuflellnngSgebühr, durch dt«PostL25 DM.Füi etwa tafolg« Streiks. Maschinendefette oder elementarer Sretgnisie ausfallend« Kummern wird kein Ersah ge­leistet. Verlag d. Dr. §. Hihervth. Druck der Unid.-Duchdruckeiri d. Zoh. Aug. Koch, Markt 21/23, Fernsprecher: Rr. 54. «. Rr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Rr. 5015. — Sprechzeit der Redaktton von 10—11 und

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I Goldmark — VurDollo»

Bolivien und Paraguay.

fk. Washington. 31. Dez. Die para- guanische Gesandtschaft gibt bekannt, dah Paraguay das von der panamerikanischen Konferenz entworfene Programm zur Bei­legung des Streites zwischen Bolivien und Paraguay im wesentlichen angenommen - hat.

Anzeiger fiir (bas frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen silr Stadt «nd Kreis Marburg.

Annahme bes dkiitslbrunmnischtn Nottrages

Bukarest, 29. Dez. Die Kammer nahm heute einstimmig den deutsch-rumäni­schen Vertrag an. In dem Bericht, der der Beratung vorausging, wurde festgeftellt, datz die 75 Millionen Mark, die Deutsch­land an Rumänien zahle, das Aeuherfte seien, was Deutschland unter den gegebenen Umstände« zu zahlen habe.

Poiruare bleibt Mimfterpeäfi-ent.

SaS Budget für 1929 endgültig angenommen — Allgemeine politische Aussprache im 8anum

jetzigen Grenzen Rumäniens mit Blut er­kämpft seien. Der Vertreter der Deutschen, Roth, erklärte, datz die deutsche Partei das Abkommen begrübe, da es.dre wirtschaft­lichen und kulturellen Bänder. Zwischen Deutschland und Rumänien befestige. Ab­schließend erklärte Finanzminister Popovm, Rumänien hätte schon vor Jahren ein Ab­kommen mit Deutschland haben können, was für Rumänien besser gewesen wäre, wenn die damalige Regierung nicht verabsäumt hatte, sich mit Deutschland zu verständigen.

einigermaßen zweifetyafl, oh, r Teil der ausländischen Presse wird, bereits eine Einigung der Alliier.en

ZahroSwcnde

Der Wert politischer Jahresbilanzen ist durchaus problematisch. Der überwie­gende Teil der deutschen Presse hat in der Rückschau aus das Jahr 1926 bereits von dem entscheidenden Wendepunkt zum Guten gesprochen. Der Eintritt Deutsch­lands in den Völkerbund, die gemein­same Bootsfahrt auf dem Lago Mag­giore, das Kaffeestündchen in Thoiry soll­ten die Erwartungen rechtfertigen, die vor allem die demokratischen Blätter mit bewährter Geschäftigkeit in die allzu hoff­nungsselige Masse posaunten. Optimis­mus war Trumpf. Warnungen verhall­ten ungehört, jeder Hinweis auf die har­ten unveränderten Tatsachen wurde als Zeichen bösen Willens oder hoffnungs­loser Rückständigkeit angesehen und be­lächelt. Und (-ich, als das Jahr 1927 den Silberstreifen am Horizont mit schweren Wolken zudeckte, standen Bilanz und Prognose unter der Parole „Locarno".

Es ist eine unerfreuliche Aufgabe, heute die gewundenen und unklaren Rückblicke jener Phantasten zu lesen, die mit ihrer Illusion in eine Sackgasse ge­raten sind und doch zum mannhaften Eingeständnis ihrer Mitverantwortung nicht den Mut aufbringen. Sie wagen zwar nicht, den Kellogg-Pakt als Krö­nung jener vagen Idee von Völkerver- föhnung ohne Abrüstung zu bezeichnen, aber sie klammern sich mit dem Mut der

/Paris, 30. Dez. In einer Rachtsitznng, die am Sonata« früh nm 3.30 zu Ende kam, hat die Kammer den Haushalt für 1929 mit 460 «ege» 112 Stimme« in Zwei­ter Lefun« angenommen.

1 Weiter wurde dem Gesetzentwurf über die Unvereinbarkeit von parlamentarischer Tätigkeit und der Bekleidung von Posten in Handel und Industrie mit 573 gegen z Stimme« «nd dem Gesetzentwurf über die Erhöhung der Diäte« mit 287 gegen 234 Stimme» zugestimmt, nachdem Finanz- ' Minister C h e r o n den letztgenannten Entwurf im Name» der Regierung befür­wortet hatte.

| Die endgültige Verabschiedung des Staatshaushalts wird voraussichtlich in der Nacht von Sonntag zum Montag er­folgen. Der Haushalt schließt mit einem Ueberschutz von 64113 853 Franken ab.

Die Annahme der Vorlage für die Diätenerhöhung und die Unvereinbarkeit von parlamentarischer Tätigkeit und der Bekleidung von Posten in Handel und In­dustrie durch den Staat hat in politischen Kreisen Erstaunen Hervorgrusen. Be­kanntlich wurden in der Senatsaussprache Aeutzerungen gegen diese Vorlage laut. In der Zustimmung des Senats, die durch Handerheben erfolgte, sieht man den Wil­len, mit zur Entspannung der Regierungs­krise beizutragen, die bereits recht scharfe Formen angenommen hatte. Die Lage im Schoß des Kabinetts hat sich allerdings kaum verändert. Selbst der „M a t i n" spricht davon, daß sich eine sehr ernste politische Lage ergeben werde, die zu be­dauerlichen Vorkommnissen führen könnte. Die Entscheidung dürfte allerdings erst im l Ministerrat am kommenden Mittwoch F fallen. Der „Excelsio r", .der meist die r amtliche oder wenigstens halbamtliche Auffassung vertritt, spricht davon, daß,sich die infolge der Meinungsverschiedenheiten im Kabinett entstandene Lage kaum ge­ändert habe und behauptet,

Poiaearö sei noch immer zum Rück­tritt eutschlosie».

Dem Blatt zufolge, haben mehrere Per­sönlichkeiten Poincarö ersucht, im Amt zu bleiben und dabei auf die Bedeutung der im Jahre 1929 zur Aussprache kommenden Faußerpolitischen Fragen hingewie- enx Staatspräsident Doumergue soll gleich­falls bei Poincarö dahin vorstellig gewor­den sein, daß er sein Vorhaben, am 2. Januar zurückzutreten, nicht durchführe und vor der voraussichtlich in der zweiten Januarwoche wieder zusammentretenden Kammer erscheine. Morcel Hutin, der journalistische Vertrauensmann Poin- carös, erklärt im „Echo d e Pari s", Voincarö werde seine Entscheidung erst im ■ Anschluß an die Interpellation über die allgemeine Politik in der ersten Januar­hälfte treffen.

Es sei durchaus sicher, dah das Kabi- | nett Poiacarä-Cherron-Tardiea ein

Vertrauensvotum der Kammer erhal­ten werde.

Endgültige Annahme des Budgets i» französische« Parlament.

fk. Paris, 31. Dez. Die Kammer hat Las Budget mit geringfügigen Abänderun- i gen im Text des Senats mit 450 gegen 112 s Stimmen angenommen. Der neue Text wurde alsdann vom Senat gebilligt, p ,/Petit Parisien" schreibt he»te: .Es scheint nunmehr, dah die K r i s e n g e- fahr beseitigt ist, denn Poiucars hat für den 10. Januar die Besprechung

Mussolinis Vertragsangebot an Jugoslawien.

fk. London, 31. Dez. . Das Angebot Mussolinis an die jugoslawische Regterung, nicht nur den Neutralitätsvertrag, von 1924 zu verlängern, sondern darüber hinaus Ver­handlungen über einen vollständig neuen Vertrag einzuleiten, hat in Londoner diplo­matischen Kreisen große Beachtung gefunden. Man sieht darin ein Anzeichen dafür, daß Mussolini bestrebt ist, zu einem endgültigen Ausgleich mit Jugoslawien zu kommen^Mus- solim würde, wie der diplomatische Mitar­beiter des „Daily Telegraph" meint, kaum einen so weitgehenden Schritt getan haben .wenn die französischen, und italieni­schen Verhandlungen nicht eine Wendung genommen hätten, die einen günstigen Ab­schluß erwarten ließen.

Der Vertreter der Nationalen Partei, 3oiga, erklärte, daß er für den Vertrag stimmen werde, da die wirtschaftlichen Be­ziehungen zu einer wirklichen Freundschaft sichren. Es sei zu hoffen, datz dies auch zwischen Deutschland und Rumänien der Fall sein werde. Voraussetzung sei, daß Deutsch­land jitb immer vor Augen chatte, datz.die

schließen mit der abgewetzten Weisheit, daß Versöhnung die politische Forderung des Tages bleibe. —

Die Politik läßt sich vom Kalender nicht regieren. Die Rede des deutschen Reichskanzlers Müller bei der Septem- bertaguna in Genf, das Echo, das sie bei den Alliierten weckte, die ungeheure, aber vielleicht heilsame Enttäuschung bei den Wählern der Mittelparteien sind -- eine schärfere Zäsur als gefühl- oder geistvolle Bilanzen auf dem Papier. Die Tatsache ferner, daß derselbe Reichskanz­ler Müller kurze Zeit daraus von seiner Partei gezwungen werden konnte, den Panzerkreuzerbeschluß seines eigenen Kabinetts im Reichstag zu desavouieren und trotz der mit Hilfe einer Oppositions- Partei erfolgten Bestätigung des wider­rufenen Beschlusses im Amte zu bleiben, unterstreicht schärfer als nachträgliche Re­flexion den verhängnisvollen Zwiespalt, der bei uns die politische Gesundung, die Konzentration auf große Ziele und den geschlossenen Kampf für sie verhindert.

Es sind nur geringe Anzeichen vor- Händen, daß innerhalb des Parlaments stärkere Kräfte für eine heilsame Reform tätig sind. Es ist nicht angängig, in die­sem Zusammenhang jene Reform- und Revisionsvorschläge zu nennen, die von Bünden, Verbänden und Parteien in einem wahren Wettlaufen eingebracht worden sind. Was nutzt ihre Zahl und ihr Radikalismus, wenn die letzte In­stanz, der Reichstag, sein Gesicht nicht wandelt? Es kann lediglich hingewie- sen werden auf den Versuch der stärksten bürgerlichen Partei, das Gewicht ihrer . Stimmen durch eine straffe Reorganisa­tion aller Instanzen künftig weniger als bisher zu verzetteln und, zunächst in der Opposition, mit aller. Rücksicht auf künf­tige Verantwortung in die Wagschale zu werfen. Und es kann ferner der Führer- wechfel im Zentrum nicht unbeachtet blei­ben, der einen Musterschüler des Kolle­gium Germanicum in Rom an die Spitze der Partei stellte, in der das Glaubens­band allein die auseinanderstrebenden

Vor einer Umbildung des belgische« Kabinetts?

P a r i s , 30. Dez. Rach einer Agentur­meldung aus Brüssel ist in gewißen Krei­sen das Gerücht verbreitet, daß vor Wie­derzusammentritt des Parlaments am 23.

öbLvtfkMche

aber sie klammem sich Verzweifln' g an dies stück des verflossenen Jahres, das man unter dem Stichwort „Verständigung" rubrizieren könnte, und vergessen, daß ansgerecknei Amerika, der Urheber die­ses Paktes, mit der Unterzeichnung noch im Verzüge ist, weil es erst seine See- rüstnngen sicherstellen will. Und sie

Mit großer Spannung sieht man in po­litischen Kreisen dem Diesjährigen

Jahresbericht des Reparationsagenten, dessen Veröffentlichung unmittelbar bevor­steht, entgegen. Man erinnert sich noch an das ungeheure Aufsehen, das der vor­jährige Rechenschaftsbericht Parker Gil- bertS nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Wett hervorgerufen hat. Eine der Hauptfolgerungen Parker Gilberts in seinem damaligen Bericht, Der sich äußerst kritisch mit der deutschen Fininzgebarung und der öffentlichen Ausgabewirtschaft be- schäftigte, war die Forderung einer Revi» sion des DawesplaneS und der endgültigen Festsetzung der Reparationsschuld. Wan will wissen, daß Parker Gilbert auch in fei­nem diesjährigen Bericht sich nicht darauf beschränkt, eine schematische IahreSüker- sicht zu geben, sondern daß er auch diesmal Kritik übt, dah diese Kritik aber mit Posi­tiven Anregungen für die Behandlung des Reparationsprvblems verbunden ist. Par­ker Gilbert befindet sich augenblicklich auf dem Wege nach den Bereinigten Staaten. Er hat sich vorher einige Tage in Paris und London aufgehalten und es besteht die Wahrscheinlichkeit, daß er den zuständigen Stellen in Paris und London bereits Mit­teilung von den Schlußfolgerungen, zu denen er seinem diesjährigen Bericht ge­kommen ist, Mitteilung gemacht hat. Am Samstag und Sonntag wurde der hand­schriftlich ausgestellte Schlußbericht in dem Berliner Büro des Reparationsagenten vervielfältigt.

über die Ernennung der Sachverständigen durch die Reparationskommission erfolgt ist. Die Ernennung der deutschen Sachver­ständigen für die Reparationsverhand­lungen wird voraussichtlich erfolgen, nach­dem der Termin über den Zusammentritt der Konferenz festgesetzt ist. ES ist anzu- nehmen, dah das Reichskabinett in der ersten Hälfte des Januar darüber Beschluß fassen wird. Die Abwesenheit des Reichs­kanzlers, der bekanntlich in diesen Sagen einen vierzehntätiaen Erholungsurlaub an­tritt, Dürfte eine Beschlußfassung über die Ctpertenernennung kein Hindernisgrund sein. Während seiner Abwesenheit wird zudem der für Die Reparationsfrage in erster Linie zuständige Ressortminister, Außen­minister Dr. Stresemann, Der DaS dienst- älteste MttglieD Des Kabinetts ist, die Stellverttetung des Kanzlers übernehmen. Es ist wahrscheinlich, daß Den offiziellen Deutschen Sachverständigen noch besondere mit Den zahlreichen Cinzelsragen Des Re- parationsproblems vertraute Fachleute bei­gegeben werden. Die Entscheidung dar­über liegt aber nicht bei Der Regierung, Die ihrer grundsätzlichen Auffassung ent­sprechend die Anabhängigkeit der Sachver­ständigen in keiner Weise behindern wlll, und die Darum es Den offiziellen Sachver- stänoigen selbst überläßt, welche besonderen Fachexperten »och hinzugezogen werden sollen.