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O bethessisch« Zeitung, Marburg «. L Montag, d«n 29. Oktober 1928.
Nr. 253
Ausland
Rückreise Chamberlains.
fk. San Francisco. 29. Ott. Sir Austen Chamberlain, der gestern die Reise nach Quebeck angetreten hat, vcn wo er sich nach England begeben wird, hat eine Erklärung veröffentlicht, in der er ausführt, er verlasse Kalifornien mit völlig wieder hergestellter Gesundheit, um in London die schwere und verantwortungsvolle Arbeit toieder aufzunehmen, die ihn dort erwarte. Außerdem sprach Chamberlain seine Hoffnung auf weiteres freundliches Zusammenarbeiten zwischen Amerika und England zur Förderung des Friedens und der Wohlfahrt der Welt aus.
Seuche in der Provinz Schanfi.
fk. London, 29. Okt. Nach Meldungen aus Peking sind dort Berichte eingegangen, wonach in über 20 Städten der Provinz Schonst eine Seuche ausgebrochen ist. Bisher seien 200 Personen der Seuche zum Opfer gefallen. Die Eegenmahnah- men hätten stch als unwirksam erwiesen.
Drei britische Soldaten durch Blitzschlag getötet.
E v l o m b o. 27. Okt. Auf dem Schießplatz von Dihatalawa auf Ceylon wurden gestern drei britische Artilleristen durch einen Blitzschlag auf der Stelle getötet. Denn andere, die ebenfalls getroffen waren, erholten sich wieder von dem Schlag.
Ein sensationeller Mordprozeh in Tonlnse.
ParrS, 27. Okt. An Toulouse ist heute nach dreitägiger Verhandlung ein Mordprozeh zu Ende gegangen, der wegen der Persönlichkeit des Täters und der näheren Umstände, unter denen die Tat geschah, eine gewisse Sensation erregte. Pierre de Rays- fac, Angehöriger einer der ältesten Grund« oesitzerfamilien der Gegend von Toulouse, war zu einer Angestellten des Hauses in nähere Beziehungen getreten, die nicht ohne Folgen geblieben Waren. Als Aahssac eine standesgemäße Heirat einging, ließ er seine frühere Geliebte vollkommen fallen und, um die Spuren der Vergangenheit zu löschen, ging er sogar so weit, seinen aus dieser Verbindung stammenden zweijährigen Sohn in einer Winternacht zu ertränken. Die Dchwurge- richtsverhandlung, bei der nicht nur psychologische Momente, sondern auch soziale und gesellschaftliche Anschauungen eine gewisse Rolle spielten, endete heute abend mit der Verurteilung des Angeklagten zu nur zehn Jahren Zwangsarbeit, obwohl man allgemein, wenn nicht mit einem Todesurteil, so doch mit lebenslänglichem Zuchthaus gerechnet hatte. Der als Rebenklägerin auftret en freit früheren Geliebten wurde der tradionelle Einfranc-Schadenersatz zugebilligt.
Deutsches AM
Zuviel Kartoffeln in Berlin.
Berlin, 27. Okt. Der Kartoffeleingang in Berlin ist, wie die Deichsbahndirektion rnitteilt, so groß, daß die Ware nicht mehr untergebracht werden kann. Die Eingänge Sngen über das hinaus, was die Bahnhöfe ssen können. Die Lage wird dadurch noch verschlimmert, daß sich unter den Eingängen viel Kommissionsware befindet, die ohne Bestellung nach Berlin kommt. Z. B. sind auf dem Ostbahnhof von 206 Wagen im ganzen 73 Wagen Kommissionsware. Wenn sich die Verhältnisse auf den Berliner Bahnhöfen käs zum Montag nicht Heftern, wird sich die Eisenbahnverwaltung genötigt sehen, das Standgeld fühlbar zu erhöhen, um dadurch die Entladung der standgeldpslichtigen Wagen zu erreichen.
Sieben Selbstmorde, 8 Selbstmordversuche.
Der Berliner Polizeibericht verzeichnet sieben Selbstmorde und acht Selbstmordversuche, die von Sonnabend abend bis Sonntag mittag verübt wurden.
Wund
Don Hellmuth Unger.")
Lin Polarschlttten mit zwei Männern be- spannt ist in der großen Einsamkeit Eislands rin so winziges Etwas daß es kaum Beachtung findet, wenn man es nicht mit aller Schärfe sucht.
Israel hatte sich eine niedere Kanzel aus Schnee gebaut, vor der er bequem kauern konnte, um durch das aufliegende Rohr nach Cap Sabine hinüber zu fpähn.
„Du, William?"
Croß lag am Boden, wieder im Pelz ver. hüllt, und rauchte.
„Was?"
„Da drüben bewegt sich was "
,,EH' sie nicht schießen, brauchen wir nicht zurück."
„Stein. Es könnte Rice sein."
„Wo?"
„Oder ein Tier."
Fern, fern stampften zwei Männer von Süden nach Camp Clog zurück, und nur die Hoffnung, noch vor Abend das Lager zu erreichen, trieb sie zu immer neuer Anstrengung.
„Mein Gott!"
„Rice und Edvard? Glaubst du?"
„Sie bringen Rettung."
•) Anmerkung der Schriftleitung: Hellmuth Unger hat soeben ein neues Werk „Eisland", Roman einer Expedition, vollendet, das dem. näckft im Verlag Earl Schünemann-Bremen erscheinen wird. Vorstehender Abschnitt ist aus diesem Roman, der dem Gedächtnis Roald Amundsens, des heldenmütigen Opfers der Nordpolexpedition, gewidmet ist, entnommen.
Der Kyritzer LanMe-ensbruKHrozeß
Kyritz 27. Okt. Bet Eröffnung der heutigen Sitzung teilt der Vorsitzende einen Gerichtsbeschluß mit, wonach am Dingtag eine ganze Reihe neuer Zeugen vernommen werden soll.
Der Landwirt Thiele, der alsZeuge vernommen wird, hat kurz nach der Demonstration den Angeklagten Lteberenz getroffen. Dieser habe ihm erzählt, daß er auch mit Steinen geworfen habe, weil die Beamten ihn beschimpft hätten. Der nächste Zeuge, Arbeiter Otto, hat gesehen, wie ein Schuvobe- amter auf einen Mann mit einem Gummiknüppel einschlug und wie dieser Mann aus der Menge herausgeholt wurde. Der Zeuge gibt an, das Protokoll seiner Vernehmung vor dem Untersuchungsrichter sei nicht ganz richtig, er habe tatsächlich nicht behaupten wollen, daß der berausgebolte Mann derjenige war, der den Wachtmeister Müller niedergeschlagen habe. Aus Antrag der Verteidigung wird diese Aussage protokolliert. Der Finanzbeamte Segermann schildert, wie der Angeklagte Staffebl immer wieder den Fi- nanzamtsleUer, Regierunssrat Reinhold, dringend aufgefordert habe, zur Menge zu sprechen, da er sonst die Menge nicht mehr halten könne. Darauf habe ein anderer Beamter zu Staffebl gesagt: „Warum führen Sie denn die Masten erst hierher, wenn Sie sie nicht halten können!" Daraus habe Staffehl in großer Wut seinen Stock gegen den Beamten erhoben und ihn angeschrieen: „Wie können Sie es wagen, so etwas zu mir zu sagen!" Die Beamten hätten stch dann dazwischen geworfen.
Ein Arbeiter G r i g a t bekundet, er habe gehört, wie Staffehl vor dem Finanzamt zunächst die Masse aufforderte, nach dem Katasteramt zu marschieren. Da sei aus der Menge der Rus gekommen: „Dort sind . ja auch die Grünen!" Nun habe Staffehl erwidert: „Dann stürmen wir sie!" Außerdem gibt der Zeuge an, daß der Angeklagte Wietz den Beamten Preußer beschimpft habe. Der Zeuge wird von einem Verteidiger gefragt, ob er von dem sozialdemokratischen Eewerkschafts- sekretär zu diesen Beobachtungen bestimmt worden sei. Er verneint dies. Dann tritt eine Mittagspause ein.
Steueramtmann G ö b r, der dann ols Zeuge vernommen wird, hat von einem Fenster des FinanzamtsgebSudes einen Teil der Ansammlung beobachten können. Er gibt an, vor seinen Fenstern sei es verhältnismäßig friedlich zugegangen. Die Landbundführer Cordes, Staffehl und v. Jena hätten sich offenbar bemüht, die Demonstranten zum Abzug zu veranlasten, aber damit wenig Erfolg gehabt.
Auf eine Frage des Verteidigers, Rechtsanwalt Bloch, weshalb gerade von dem Zeugen. der eine für den Landbund verhältnismäßig günftige Aussage mache,
Regieruugsrat Reinhold keinen Bericht «ingefordert habe, während die ungünstigen Berichte von anderen Beamten eingefordert wurden,
antwortet der Zeuge Göhr, er habe am 13. März in Gegenwart mehrerer Beamten seine Wahrnehmungen schriftlich niedergelegt. Der Bericht war bestimmt für die Fachzeitung „Die Steuerwarte", sei aber nachher mit dem Bemerken zurückgekommen, er wäre nicht scharf genug für die Steuerwarte. Später sei ihm gesagt worden,
Regierungsrat Reinhold ober auch Dr.
Hesel hätten geäußert, der Bericht sei z« landbundfreundlich.
Regierungsrat Reinhold erklärt hierzu, er habe überhaupt feinen Bericht von Beamten eingefordert. Er habe den Bericht Göhr gesehen und sei der Meinung, daß dieser Bericht Tatsachen enthält, die unmöglich sich so abgespielt haben konnten. Er habe aber keineswegs gesagt, der Bericht sei zu landbundfreundlich. Auf weiteres Befragen des Verteidigers bekundet Göhr, er habe als Referent für die Einheitsbewertung und mit Major Cordes Autofahrten in den Kreis gemacht. Dabei habe es natürlich Differenzen in der Schätzung zwischen ihm und Major Cordes gegeben. Detter sei die Bemerkung gefallen: Wenn es keine Einigung gäbe, dann müßte der Landbund wieder einmal vor das Finanzamt ziehen: aber diese Bemerkungen habe er scherzhaft aufgefaßt.
Die Verhandlung wird sodann auf Montag vertagt.
MrZmvZch Mntmn
Bis um 11 Uhr waren am Sonnabend sämtliche Zeugen, die für die Beweisaufnahme noch in Frage kamen, vernommen worden. Staatsanwalt und Verteidigung verzichteten auf eine große Anzahl von Zeugenvernehmungen, und das Gericht uu- terstell-t, daß alle diese Zeugen nicht aus- sagen können, daß sie an Hußmaun etwas Anormales festgestellt haben. Unter den wenigen Zeugen spielt eine Hauptrolle der Metzger Musketa. Er sagt, daß der O st e n d o r f, der später durch Selbstmord endete, ihm erklärt habe, er wolle sich das Leben nehmen, vorher müsse aber noch ein anderer daran glauben. Da durch andere Zeugen aber ziemlich einwandfrei nachgewiesen ist, daß Ostendorf mit der Angelegenheit kaum etwas zu tun hat, verzichten Staatsanwalt und Verteidigung auf weitere Beweisaufnahme.
Außerordentlich günstig spricht sich Pastor Heuer über Hußmann aus. Huß- mann sei ein besonders offener junger Mann gewesen, der sich als echter Junge gezeigt habe. Er habe durchaus den Eindruck, daH er wahr sei. Irgend etwas Nachteiliges hat er nicht über ihn gehört.
Pastor Boetting, der Daube beerdigte, gibt zu, daß er Hußmann von der Beteiligung an der Beerdigung abgeraten habe, lieber den Charakter Hußmanns sagt er, Hußmann und Daube seien unter seinen Augen groß geworden. Hußmann war eine aktive Natur, die immer beschäf
tigt sein wollte. Er habe nie etwas Uebles an ihm wahrgenommen.
Kriminalkommissar Jaap wird über seine Wahrnehmungen bezüglich Hußmann gefragt,. Er erklärt, daß er in den homosexuellen Kreisen nachgefragt habe, aber niemand habe Hußmann oder Daube gekannt. Beziehungen zu dielen Kreisen bestanden nicht. Auf seine Nachfrage, ob Hußmann als Täter in Frage kommen könne, habe er negative Antworten bekommen. Heber Feinde DaubeH in der Schulten-Kolonie wisse er nichts.
Nach Wiederzulassung der Presse wurde ein kurzes Resumö der Sachverständigen- Gutachten gegeben. Hußmanns Abweichungen von der Norm sind zwar nicht erheblich, aber es sind abweichungen da. Huß- manu ist nicht leicht zu Affekthandlungen zu bewegen; aber es läßt sich bet ihm eine Neigung zu Herrschsucht, zu Drohungen und auch zur Unwahrheit feststellen. Die Pubertät ist bet ihm noch nicht abgeschlossen. Geistig ist er allerdings stark entwickelt bet gleichzeitigem Borhandenfein gewisser naiver Züge. Alkoho- löst bei ihm nichts Krankhaftes aus. Auch zur Zeit der Tat stand er nicht unter einem besonderen alkoholischen Einfluß, wenn er die Tat begangen haben sollte.
Sadismus in streng wissenschaftlichem Sinne ist bei ihm nicht erwiesen. Verdachtsmomente sind vorhanden, aber nicht
Das optische Instrument verkürzte die Entfernung. Kein Zweifel, die längst erwarteten Kameraden kamen vom Cap zurück.
„Sagte ich dir nicht, William, daß heute Sonntag ist?"
„Du hast recht, Benjamin. Wir wollen das Lager alarmieren!"
Sergeant Croß schoß in regelmäßigen Zwischenräumen dreimal in die Luft.
Das war das verabredete Zeichen.
Rice und der Eskimo konnten den Knall der Schüsse noch nicht hören. Drunten im Eamo aber wurde es lebendig. Die Leute kugelten fast aus dem gehöhlten Eingang heraus.
Drei Schüsie vorn Lager als Antwort.
„Verstanden!"
Einer zog die Flagge an einem in den Schnee gesteckten Ruder auf.
Das war Brainard. Er hatte das Fahnen, tuch in Verwahrung Das geliebte Sternenbanner mit feinen roten und weißen Streifen und feinen achtundoierzig Sternen im blauen Viereck.
©reell) machte sich mit einigen Leuten sofort auf den Weg, den Erwarteten entgegen. Sie mochten schwer genug an den Lebensmittel- lasten aefchlevvt naben, die sie aus dem Depot vom Cap mitbrackten.
Der andere Teil der Mannschaft wartete vor den Baracken. Ungeduldig.
Rur Korporal Elison lag allein im Halbdunkel des niederen Raumes. Bleich unb mit gehöhlten Backen ruhte er auf feiner Prüfcke und konnte sich bewegen. Frostbrand wütete 'n den leblosen Füßen und reinigte den Hilflosen bei der kleinsten Bewegung.
Elison» lauschte und rief. Niemand beachtete ihn jetzt. Er hielt die froftrounben Hänbe um sein Evangelienbuch gefaltet unb betete.
„Laß sie gute Nachricht bringen, Gott, für UNS alle!“
Er wartete. Wartete auf den Jubel der Kameraden draußen. Dies war vielleicht der letzte, der allerletzte Tag im Camp Clay. Und morgen würde man aufbrechen zum Cay, wo der „Proteus" schon wartete. Die Stille wurde erschreckend
„Hallo. Doktor?"! m .
Doktor Pavy kam als erster wieder. Warf sich auf sein Lager in der Ecke und lachte grimmig.
„Ist Rice zurück?"
„3a."
„Nichts Gutes, Doktor?"
„Sckeinf nicht so."
„Haben Sie ihn gesprochen?"
„Er gibt eben dem Alten Rapport.“
„Die Wahrheit, Doktor! Die Wahrheit! stöhnte der Geauölte.
,,.<5aft du Gutes erwartet? Ich nicht.
„Öh!“ sagte Elison leise und schloß die Lider.
„Sie werden uns doch nicht im Stich gelassen haben! Mit den Vorräten von Cap Sabine werden wir ausreichen bis zu den Littleton-Inseln. Und von dort ist es nicht mehr weit bis nach Etah, wo uns die Eskimos helfen können. Sagen Sie doch, was geschehen ist, Doktor!"
„Littleton-Inseln!" grunzte Doktor Pony unb sah den Korporal lauernd an. „Glaubst du denn, daß du mitmarschieren kannst, Elison
„Wenn Sie mir helfen!"
„Ich müßte dir die Knochen absägen unterm Knie. Dann vielleicht.
Elison wurde bleich vor Entsetzen.
„Ihr wollt mich doch nicht zurücklassen? „Nein. Aber vorher krepieren wir alle.
Jetzt kam Sergeant Rice und hinter ihni Jens Edvard in die Hütte. Beide waren so erschöpft, daß sie nicht mehr reden konnten. ®reelq gab jedem einen Becher voll Rum, den sie gierig tranken.
„Hallo, George!"
Rice starrte den rufenden Kameraden an. Sein Blick war gebrochen. Er erkannte rh» nicht. Dann stürzte er nieder.
ausreichend. Das Katzentöten hat nach An, sicht der Sachverständigen eine relativ harmlose Erklärung gefunden.
Bezüglich der Homosexualität ist feftgeJ stellt worden, daß einige Akte Hutzmannz ihn verdächtig machen: aber genau wj< beim Sadismus genügen die verdächtigen Momente nicht. Verdächtig ist besonders der Vorfall mit Daube im Fahre 1926, bet feminine Zug in Hußmanns Wesen un» das Nachlassen des Interesses für Mädchen. Im Verhältnis zu Daube scheinen sexuelle Handlungen vorgekommen zu sein. Taube wollte sich anscheinend von Hußmann loslösen; aber Hußmann ließ da« nicht zu.
Hier macht der Verteidiger den Ern» Wurf, daß besonders betont werden müsse, nur falls Hußmann tatsächlich die Tat begangen hat, ließen sich aus diesem Test des Gutachtens Rückschlüsse auf eine Spannung zwischen Hußmann unb Daubr ziehen. Jedoch sei nicht erwiesen, daß Hußmann die Tat begangen hat.
Es sind bet Hußmann Momente vorhanden, die aus dem normalen Rahmen der Pubertäts-Sexualität herausfallen. In Bezug Huf die Tat wird festgestellt: Wenn Hußmann die Tat begangen hat, dann ist sie nicht aus dem Milieu zu erklären, sondern sind die Gründe in seiner Person zu suchen. Die Zustände in der Klasse waren nicht schlechter und nicht besser al4 bei Jugendlichen auf anderen Schulen und alS bei Jugendlichen in der Fabrik.
Die Aussagen der dann noch vernommenen Zeugen ergaben nichts Wesentliches. Dann wurde die-Verhandlung geschlossen.
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jlnpMWe MesnMWen
Der Münchener Aufenthalt der Gebrüder Heidger.
Die Raubmörder Heinrich und Johann Heidger und ihr Diebesgenosse Lindemann, der vorige Woche unverletzt festgenommen wurde, haben sich, wie bereits gemeldet, geraume Zeit auch in Bayern und München aufgehalten. Die drei kamen im Zuni nach Bayern, mieteten sich unter falschem Namen in Seehausen am Staffelsee ein und verblieben dort bis zum 19. Juli. Sie vertrieben sich die Zeit, wie Lindemann angibt, mit Gebirgstouren, Paddeln und Tanz. Am 19. Juli riefen sie in einer Wirtschaft einen Streit mit anderen Säften hervor, über di« sie hersielen. Ein Kaufmann erhielt einen Messerstich in den Rücken, Lindemann wurde damals nieder« geschlagen und erhielt eine Kopfverletzung. Am 23. Juli erklärten sie, sie mühten nach Hause zurückkehren, da sich ihre Eltern um sie sorgten. Sie fuhren auch im einer Kraftdroschke weg. Ob sie München damals wirklich verlassen haben, ist noch nicht bekannt. Jedenfalls waren sie am 29. August wieder in München, wo sie auf der Polizeidirektion halbfertig« Pässe, Paßformulare und Stempel stahlen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die drei auch bei den elf schweren Einbrüchen in der Zeit vom 31. August bis Mitte September in Bogenhausen und vor allem in Schwabing in Erdgefchoßwohnungen als Täter in Frage kommen.
Zugentgleisung in der Rhön.
Erfurt, 27. Okt. Bei der Einfahrt in den Bahnhof Unterbreizbach entgleister gegen Mittag des gestrigen Tages von einem Eüterzug die beiden Lokomotiven und elf Wagen. Personen kamen nicht zu Schaden. Der Personenverkehr wurde durch Umsteigen stufrechterhalten.
macht schönet Baar —•) *
,, «irhönpt Haar bringt Erfolg
*• „Unser Hausarzt“ Das neuejte Heft bleiet intereffanicn Zeitschrift für Ee- iunbheil unb Lebensfreube enthält wiebel eine Fülle anregender unb nützlickei Ausiane. So einen sehr aufschlußreichen Artikel über die Zuckerkrankheit, einen Artikel übet bas Zirnmetturnen, ferner „Erfrorene Hände unb Füße" „Von den Krankheiten" unb viele an- bete. Eine reiche Fülle lebenswichtiger Winke unb Anregungen finbet man in den ständigen Soezialtubtiken dieser fesselnd und interesiant geschriebenen Zeitschrift, wie: „Gesundste! ts- pflege“, „Hausarzt-Fingerzeige", „Aus der Krankenstube“. „Das gemütliche Heim „<yn- die Frau" „Schönheitspflege". „Frohsinn und Lebenskunst", „Gesunde Küche", .Erholung unb Retse^ usw. „Unser Hausarzt' snllie von allen gelesen werden, die ihre Gesundheit lieben Verlangen Sie Probeheft kostenlos nn** „Hausarzt Verlas“, Wien, 6 Dez.. Matia- bilserstraße 31, bet es ganz unverbindlich z»- fenbet.