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te,i 19. Otlotor 1928

Sie jDbetbefitto« Bettung" et- .chetnl fei«mal wLchentlUL De- ,ugsptei« monatlich 2 GM. au«, schließt. 8ufle(lung«gebübt, durch viePost2.25 GM.Kür etwa Infolge Streik«, Maschinen defekte oder elementarer Ereigniste ausfallende Rmnmern Wird kei» Ersa» ge­leistet. Verlag v. Dr. §. HtKerotb- Drnck der Univ.-Buchdruckerei v» Zob- Bug- Koch, Markt 21/23, Fernsprecher: Nr. 54. n. Nr. 65. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Nr 5015. Sprechzeit d« Redaktion von 1011 und kl1 Ubr.

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Anzeiger für (das frühere knrhesfische) Oberhesse«

Äe. 247 K.M«. Marburg a.2abn

Der Anzeigenpreis beträgt für den 10 gespalt. ZeilemnMimeter 0.08 GM., kleine Baran,eigen 0.06 SM., amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 EM. Bei schwierigem Satz sowie bei Plah- dorschrist 50»|, Aufschlag. Sammelanzeigen 100 *1« Auf­schlag. Reklamen der Milli«. 0,40 SM. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet.ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

1 Soldmark V«,,Dollar.

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen sirr Stadt und Kreis Marburg.

Me-es ems fchweee NeAhMkÄZssMsphe

Ein ieWMigks W bet Paris tingtiürM Bisher 7 rote geborgen

Paris 18. CiL In dem Pariser Borort Bincennes ereignete sich am Donnerstag nachmittag um 16.15 Ubr eine entsetzliche Kata­strophe, der. wie zu* 1 befürchten ist, mehr als 20 Menschenleben zum Opfer fielen. Ein sieben Stockwerk höbet Neubau, der kurz vor der Vollendung stand, stürzte mit er­schreckender Geschwindigkeit zusammen, sodan die darin beschäftigten etwa 30 Bauarbeiter nicht mehr die Zeit fanden, sich zu retten und ixtet dem Neben Meter hohen Stein- Haufen begraben wurden. Da aus dem Schutthaufen unbestimmte Hilferufe zu hören sind, ist anzunehmen, daß nicht alle Arbeiter getötet wurden, sodan noch einige unter den Trümmern am Leben find. Die Feuerwehr von Paris und das sechste Dragoner-Regiment find an der Unglücksstelle, die von dichten Men­schenmassen umzingelt ist. mit Aufräumungs- arbeiten beschäftigt, um die noch lebenden Ber- nnglückten so schnell wie möglich aus ihrer schrecklichen Lage zu befreien. Die Straße und da» umliegende Gelände wurden von den Steintrümmern überschüttet. Bon dem einge- stürzten Hau» ist nur noch das erste Stockwerk Heben geblieben.

Der Feaerwehr gelang es nach einer Stunde, sechs Arbeiter zu berge», non denen zwei tot waren. Die vier anderen wurde« schwer verletzt in ein Krankenhaus Lberge- ffibet. Pioniere und Polizei beteiligen sich an bett Rettungsarbeiten. Die Bergungsarbeiten habe» später eine weeitere Leiche zn- tage gefördert, was die Zahl der bisher ge­borgenen Todesopfer auf drei erhöht, die sämt­lich. wie die Mehrzahl der dort beschäftigten Arbeiter. Italiener find. Ueber die Ursache des llnglück» ist noch nichts bekannt.

ff. Paris, 19 Oft. An der Unglücksstätte in Vincennes wurden im Laufe der Nacht lveitere vier Tote geborgen, was die Zahl der bis jetzt zu Tage geförderten Todes­opfer auf sieben erhöbt. Unter den Toten befindet sich auch jener Arbeiter/ mit dem die Rettungsmannschaften gestern abend sprachen und dem sie Rum zur Stärkung ein« klötzen konnten Während der Aufräumvngs- arbeiien sind noch fünf Böden einge­stürzt. Die Rettungsmannschaften hörten 'm Laufe der Nacht noch die Stimmen von zwei Personen, die aber noch nicht befreit werden konnten, Man glaubt, daß nunmehr

»och etwa 12 Arbeiter unter den Trümmern liegen, da nach Angabe des Bauherrn Provini im Augenblick des Unglücks 29 Leute im Häufe beschäftigt gewesen sein müßten Provini. der der Eigentüme des eingestürzten Hauses ist bat übrigens als er stch einen Augenblick un­beaufsichtigt glaubte, einen Selbstmord­versuch unternommen. Der Stadtrat von Bincennes hat die Hergabe von Krediten zur Unterstützung der Familien der Opfer sowie bk Beerdigung der Verunglückten auf Kosten der Stadtverwaltung beschlossen.

Rach demSonina l hat der Bauherr und Hausetgentümer, der Italiener Provini, anscheinend aus Ersoarnisrücksichten die Pläne des Neubaues nicht durch einen Archi­tekten, sondern durch einen einfachen Vau- lei ch n e r Herstellen lasten. Außerdem soll

der Neubau zu schnell durchgeführt worden sein. Nach demPetit Journal" batte das Cebäude trotz seiner sechs Stockwerke

nur 80 Zentimeter starke Grundmauern.

Vor 14 Tagen soll man einen Nist und sogar ein leichtes Nachrutschen auf dem lin­ken Flügel nach dem ©arten hin bemerkt ha­ben und ein Maurermeister der am Bau be­schäftigt war, erklärte, Provini habe, als er con ihm darauf aufmerksam gemacht worden war, befohlen, das Loch mit Zement I u z u st o p s e n.

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Bisher 44 Opfer der Prager Katastrophe geborgen

Die Bergungsarbeiten auf dem Trüm- merfelde der Baukatastrophe am Poris gehen nunmehr, da man mit Sicherheit damit rechnen kann, keine Menschen mehr lebend zu bergen, in Ruhe vor sich. Die Militärmannschaften sind abberufen

worden. Nur noch die Arbeiter der Bau­firma und Feuerwehrleute räumen die Trümmerstätte auf. Im Laufe des Diens­tag und Mittwoch wurden vier weitere Leichen geborgen, sodaß sich die Zahl der Toten nunmehr auf 44 erhöht.

Die MMM Parker Gilberts

3orlit6ung btt StfoMimgtn in Rmlß

Petit Journal" berichtet, daß der Generalagent für die ReparakionSzah- lungen, Parker Gilbert, gestern abend aus London kommend inPariSeinge- troffen ist. Das Blatt glaubt zu tvissen, daß er heute eine Unterredung mit Po -

i n c a re haben wird, die sich auf die Mög­lichkeit einer Revision des Datvesplanes beziehen lvird. Bon Paris aus wird Par­ker Gilbert nach Rom und dann wahr­scheinlich nach Brüssel fahren, um dort Besprechungen über das gleiche Thema zu führen. Alsdann wird er nach Berlin zurückkehren, um die Berhandlungen mit der Reichsregierung fortzusetzen.

Times" zur Reparationsfrage.

fk. L o n d o n, 19. Okt. In ihrem offen­bar inspirierten Artikel zu den Londoner Besprechungen Parkr Gilberts ver­breiten sich dieTimes" über die Rhein- landfräge und die ReparationSfrag« und erklärt, die jetzt erwähnten Besprechungen hätten zum Ziel, die der deutschen Souver­änität auferlegten Einschränkungen zu li­quidieren. Das Blatt sagt dann: In der Frage der Ernennung des in Aussicht ge­nommenen Sachverständigen - Ausschusses Mtd bereits gute Vorarbeiten geleistet wor- Inzwischen ist noch eine diplomatische Frage zu regeln, nämlich welche Re­gierung die Initiative ergrei- f e n und offiziell die Bildung des Sachver- ständigen-AuSschusses beantragen soll. Der Standpunkt der britischen Regieruna ist -

der. daß dem britischen Steuerzahler keine neuen Lasten auferlegt werden. Die An­sicht der Schatzamts-Sachverständigen über die Möglichkeit einer Lkegelung innerhalb der nächsten 6 Monate ist nicht so op­timistisch, wie die ihrer ffanzösischen, deutschen und sogar amerikanischen Kol­legen. Die Hauptfrage ist, ob es ange­bracht ist, die Festsetzung der deutschen Ae- parationssumme im gegenwärtigen Augen­blick zu erörtern.

Pause in den deutsch-polnischen Ver­handlungen.

fk. Berlin, 19. Oft. Dr. Hermes erstattete gestern dem Reichskabinett Be­richt über die Ergebnisse der deuffch-pvl- nischen Verhandlungen. Danach ist in ten, da trotz deutschen Entgegenkommens len, da tro tzdeutschen Entgegenkommens von polnischer Seite namentlich in der Zollkommission keinerlei nennenswerte Zu­geständnisse gemacht worden sind.

Truppsnverschiebungen im Rheinland.

D H die Presse geht die Nachricht, daß die rnzösischen Truppen aus der zweiten in die dritte Zone zurückverlegt worden wären. Das hat lautGermania" den zuständigen deutschen Stellen Veranlassung gegeben, sich beim französischen Oberkom­mando im Rheinland zu erkundigen. Die­ses "It mit, es sei nicht beabsichtigt. Trusten aus der zweiten in die dritte Zone zu verlegen. Das französische Ober­kommando teilt jedoch nicht mit. ob in­zwischen bereits Truppenverschirbungrn staügefunden haben. Eine Aufklärung hierüber, so sagt das Blatt, wäre sehr wesentlich.

Skk SzeanslisM Mai SonÄd uSMllig

London. 18. Oft. Trotz günMgei Witterung ist der Flieger Macüonald, der im Leichtgleitflug von Neufundland «ach England gestartet war, an der Westküste von Irland, die er gegen Mittag erreicht haben müßte, nicht e i » g e t r o f s e n.

fk. London, 19. Okt. Non dem eng­lischen Atlantikflieger Mac Donald fehlen noch immer bestimmte Nachrichten. Ein holländischer Dampfer hatte das Flugzeug Donnerstag in den frühen Morgenstunden etwa 600 Meilen östlich Neu­fundland gesichtet. Seitdem ist keine Nachricht von dem Verlauf des Fluges eingegangen. An der irischen Küste ist ein verstärkter Wachdienst eingerichtet worden. Man hatte damit gerechnet, daß Mac Donald die 1900 Meilen lange Strecke von Neufundland nach der irischen Küste in et­wa 17 Stunden zurücklegen würde, sodaß er bereits am Donnerstag um die Mit­tagszeit an der irischen Küste hätte ein­treffen muffen. D-a er nicht der Damps- schiffahrtslinie folgt und das Flugzeug keine drahtlose Einrichtung an Bord hat, hat man noch nicht alle Hoffnung aufgegeben.

Rollaudims ton SümsM

Tokio. 18. Okt. Frhr. v. Hünefeld und Lindner mußte« heute um 14.30 Uhr japanischer Zeit eine Notlandung i« einem südlichen Vorort v»n Tokio vorneh« men. Hunefclds Flugzeug, das sich seit Schanghai in rinunterbrochenem Flug be­fand. war durch ein Gewitter schwer beschädigt worden. Di- Flieger sind unverletzt.

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Neuer Fund ton tot .Warn'

Oslo, 18. Okt. Am Mittwoch abend ist tn Daldersund der norwegische Motor­schonerLeif" mit einem Benzintank derLatham" an Bord eingetroffen. Der Behälter 'wurde am Sonnabend etwa auf der Höhe von Drontheim gefunden. Der Tank, auf dem der Name des Flug­zeuges angegeben ist, und der 600 Liter Benzin faßt, enthielt noch etwa 30 Liter Benzin, wies jedoch kleine Beulen und Schrammen auf. Ans dem Tank fand man einige Bleistiftaufzetchnungen, die jedoch so stark verwischt sind, daß man sie bisher noch nicht entziffern konnte. Kapitän Riiser Larsen erklärte, daß dieser Fund die Annahme bestätige, daß dieLatham" nicht weit von der norwegischen Küste ins Meei gestürzt sein müsse; auf das Eis könnt die Maschine nicht aufgeschiagen sein, da der Tank sonst zweifellos zertrümmer worden wäre.

Die norwegische Regierung hat den 14. Dezember, an welchem Tage Amundscm seiner Zeil südpol erreichte, zum Gedenktag ,ut den Polarforscher au?^ ersehen.

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z» ton WÜMN 9t. ßtet.1

In seinen bereits kurz gemeldeten Ae.- ßerungen über Aussichten und Einrich­tungen eines transatlantischen Luftschiff­verkehrs bezeichnete Dr. Eckener Balti­more oder Washington als geeigneter sich die Einrichtung des Endpunktes der Lusi- schifflinie, da in der Nachbarschaft von Lakehurst dauernd mit dem Auftreten ge­fährlicher Windströmungen gerechnet wer­den müsse. Der deutsche AusgangSflug- platz würdtz im Rheintal irgendwo Inder Rahe von Basel statt in Friedrichs­hafen einzurichten sein. Wieviel Passa­giere er auf die Kreuzfahrt nach dem mitt­leren Westen der Vereiniaten StaaLvn mit-