Einzelbild herunterladen
 

SsiMkSlag

6tn 18. Mt 1-A

Die ^dberhesflsch« Zeitung" «- scheint sechsmal wöchentlich. Be» zngSpreiS monatlich 2 GM. aus» schließ!. Zustellungsgebühr. durch dt«Post2.2L GM.Für etwa infolge Streik«, Maschinen defekte »der elementarer Lreigniffe ausfallend« Nummern wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag v. Dr. §. Hitzeroth» Druck der Univ.-Buchdruckerei 6. Zob. Aug. Koch, Markt 21/23, Kernsprecher: Nr. 54. u. Nr. 55, Postscheckkonto: Amt Frankfurt «. M. Nr. 6015. Sprechzeit >«r Redaktion von 1011 und M1 Uhr.

SbevhMsche

* /iAiTitftft

lagtiwigtt N S7 I H A A I | h Ktmtosituna

Anzeiger für (bas frühere kurhcssischej Oberhessen

St. $46 63. Wft Marburg a.Sabn

Der Anzeigenpreis beträgt fti den Ivgespalt. Zeilenmillimeter 0.08 GM., kleine Baranzeige« 0.06 GM amtlich« und au»4 WLrtige Anzeigen 0.10 GM. Bek schwierigem Satz sowie bei Platz» Vorschrift 50°,. Aufschlag. Sammelanzeigen 100 °l« Auf­schlag. Reklamen der Milli«»' 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebot«. O füllungSort Marburg.

1 Goldmark V»,,Dollar.

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

bschaffun

klau

rine mit den Passagieren des Zeppelins nicht in Berührung gekommen seien. Die Kritik der Presse könne sich also nicht gegen die Marine richten. Die Verzögerung der Zollinspektion erkläre sich aus dem Um­stand, daß in Lakehurst keine dafür geeig­neten Räume vorgesehen seien, und daß es ch überhaupt um ganz neue Verhältnisse handele.

Reue Piäne Dr. Eckeners

6t Mt 14 Millionen Soll« für vier neue größere LuflWsse und Zwei Sollen

London gegen die Revision?

VefeiügMg ter Lrankferkiaure! ohne FMrtzrrrrg ter Sesamtjchuld

Das Marineamt über die Zwischenfälle in Lakehurst.

Washington, 17. Cft. Das Ma­rineamt erklärt, es seien ihm keine Klagen über das Benehmen der zum Hilfsdienst bei der Landung kommandierten Matrosen oder Marinesoldaten zugegargen. Der Untersekretär im Marineamt, Warner, der bei der Landung zugegen war, wies darauf hin. datz die Angehörigen der Ma-

Dem diplomatischen Mitarbeiter des ,^Daily Telegraph" zufolge haben sich die Besprechungen Zwischen dem Re­parationsagenten Parker Gilbert und dem Schatzsekretär Churchill um die in den Berichten des Reparations-

binenfchiff beschädigen kann. Wir haben es erst vor kurzem erlebt, daß eines der größten deutschen Ozeandampfer bei einer Äordlandfahrt ernstliche Beschädigungen durch die Witterung und Eisverhältnisse erlitt. Es ist niemals laut geworden, datz man aus dieser zufälligen Havarie eines großen Dampfers negierende Rückschlüsse auf die Brauchbarkeit der Wasserschiffe ge­zogen hat. DaS Zeppelinlustschiff bewäl­tigt, wie dies auch auf seiner letzten gro- sten europäischen Fahrt nachgewiefen wurde, eine Stundengeschwindigkeit von durchschnittlich 120 Kilometern, also kann derGraf Zeppelin" die Reise von Europa nach Amerika unter normalen Verhältnis­sen in rund 70 Stunden zurücklegen. Da das schnellste Schiff der Welt, unseres

Wissens dieMauretania", für die Fahrt LiverpoolRewyork 106 Stunden benö­tigt, so heißt dies, daß das Zeppelinluft­schiff, wenn man bei dieser Berechnung noch die Distanz FriedrichshafenLider- Pool berücksichttgt, die beiden Kontinente rund zwei Lage schneller verbindet als das rascheste Schiff der Erde. Wenn man ferner bedenkt, daß die Luftschiffahrt sich noch in einem Anfangsstadium befindet, und berücksichtigt, daß der Dampferverkehr in den dielen Menschenaltern seines Be­stehens die größten Entwicklungen zeigte, so wird man auch bei der größten Zurück­haltung zugeben müssen, daß der Gesamt­verlauf der letzten Luftreise desGraf Zeppelin" auch die kühnsten Hoffnungen erfüllt hat.

eine Festsetzung der deutschen Ge- samtverpflichtungen, die gleichbedeu­tend mit einer Verminderung der jetzt aus den Dawesverpflichtun­gen sich ergebenden Kapitalsumme wäre, nicht nur im Interesse Deutsch­lands, sondern auch seiner alliierten Gläubiger liege.

Gilbert bezeichnet es als wesentlich, von Deutschland ein feierliches Zahlungsver­sprechen für eine bestimmte verminderte Gesamtschuld zu erhalten. In diesem Falle würden etwaige spätere Zah­lungsverpflichtungen den Zu­sammenbruch des deutschen Wirtschafts­kredits und des deutschen Geldwesens be­deuten, den weder die Regierung noch die Geschäftswelt je riskieren könnte. Damit würde aber die Beibehaltung der Transferklausel unnötig wer­den.

Der

britische Standpunkt gehe demgegenüber unverändert dahin, daß eine Revision des Dawes-Planes gegenwärtig nicht dringlich sei. Deutschland sei bisher seinen Verpflich­tungen unter dem Dawes-Plan ohne Mühe nachgekommen und es scheine kem Grund zu der Annahme vorhanden zu sein, daß es die im laufenden Jahr zum erstenmal fällig werdenden hohen Sum-

agenten verschiedentlich erwähnten Fra­gen der Festsetzung der deutschen Ge­samtverpflichtungen und der hasfung der Transfer­se l des Dawesplanes gedreht. Der

Generalagent vertritt die Ansicht, daß

men nicht werde zahlen können. Da­gegen würde

jede Verminderung der Gesamtlei­stung, ebenfalls eine gleichzeitige Ver­minderung der alliierten Schulden an die Vereinigten Staaten für Groß­britannien eine besonders schwere

Belastung

darstellen, da die europäischen Alliierten Großbritanniens nicht versäumen wür­den, den Löwenanteil der Reparationen für den Wiederaufbau ihrer verwüsteten Gebiete zu beanspruchen. Parker Gil­bert gab selbst zu, daß keine Aus­sicht auf eine sofortige Revision der verschiedenen Schuldenab­kommen zwischen den Alliierten und Amerika bestehe. Also teile er die An- sich britischer Sachverständiger, daß im gegenwärtigen Augenblick nur ein sehr geringer Teil der Dawesleistungen durch Anleihen auf dem internationalen Geld­markt mobilisiert werden könnte und laß selbst eine solche kleine Anleihe einem hohen Diskont unterliegen würde. Das britische Schatzamt stimmt auf der ande­ren Seite mit dem Generalagenten über­ein, daß

die Beseitigung der Transferklausel des Dawesplanes wünschenswert

sei, wenn Deutschland durch Kommerziali­sierung seiner Schuld oder auf andere Weise eine gleichwertige Garan- t i e geben könne.

Diese Möglichkeit sei aber vorläufig noch nicht gegeben.

Eine eingehende Erörterung. der ganzen Frage zwischen dem Reparationsagenten und den Finanzministerien der verschie­denen alliierten Länder bezeichnet der diplomatische Mitarbeiter desDaily Telegraph" zum Schluß erst nach den amerikanis chen Präsidentschaftswahlen für wahrscheinlich.

fk. N e w y o r k, 18. Okt. Dr. Eckener erklärte in einem Interview, der Flug habe gezeigt, datz für einen regulären Transatlantik-Luftverkehr schneller« Luftschiffe und ein festerer Stoff für die Stabilifierungssläch« er­forderlich seien. Wenn es gelinge, das neue Kapital von 14. Millionen Dollar zum Bau von vier Zeppelinen und zwei Lufthallen aufzubringen, könne der regu­läre Luftverkehr in drei oder vier Jahren eingerichtet werden.

Wie die Blätter aus Newyork melden, hat Dr. Eckener die Absicht, bei dem geplan­ten Flur über die Staaten des mittleern Westens soviel Passagiere wie möglich mitzunehmen. Man wird zwei Tage über dem Gebiet zwischen New- yoek und Detroit kreuzen. Dr. Eckener be­absichtigt, diese Luftreise in der ersten Hälfte der nächsten Woche zu un­ternehmen und hofft dann unmittelbar darauf nach Deutschland zurück­kehren zu können. Während seines Auf­enthaltes werde Dr. Eckener Besprechun­gen mit einer Anzahl amerikanischer Kapi­talisten haben. Es handelt sich um die Ge­währung von Krediten. Von den 14 Milli­onen Dollar, die als wünschenswerte Summe genannt worden sei, seien

8 Millionen für den Bau von 4 neuen, noch grötzeren Luftschiffen und die übrigen 6 Millionen für den Bau von Landungsplätzen i« Amerika und Europa

bestimmt. Man glaubt, datz bei einer regelmäßigen Unterhaltung eines trans­atlantischen Lustdienstes die Zahl der Passagiere verhältnismäßig gering sein werde, da errechnet worden sei, daß es viel vorteilhafter wäre. Briefe zu 50 Lent (2 Marks das Stück zu befördern als Passagiere zu einem Fahrpreis von je 3000 Dollar.

*

Die Tatsache, daß derGraf Zeppelin" zu einem Fluge von Friedrichshafen nach Lakehurst 110 Stunden benötigte, kann gewiß nicht als ttifftige Begründung für die Brauchbarkeit des Luftschiffs als Transozeantransportmittel herangeholt werden. Es ist richtig, daß die modernen Schnelldampfer die Ueberfahrl von Europa nach den Vereinigten Staaten in fast der gleichen Zeit bewältigen, wie es auch nicht zu leugnen ist, daß eine Passagierfahrt auf einem der neuen Ozeanriesen 'entschieden bequemer und vielleicht auch sicherer ist. Würde man also die Tatsache des 110» Stunden-Fluges des Zeppelins allein zum AuSgangspunft der Frage über die Brauchbarkett des DranSozeanlustschiffes machen, so wäre eine Kritik oder sogar ein Zweifel an dem plastischen Nutzen des Luftschiffes als Verkehrsmittel berechttgt. Aber es ist hier festzustellen, daß die lange Dauer des Zeppelin-Fluges nach Amerika nicht auf einen Mangel an den Grundprinzipien der Luftschiffskonsttustion zurückzuführen ist, sondern auf einen Zu­fall. und, wenn man ganz scharf urteilen will, vielleicht auch auf steine Unvollkom­menheiten des Zeppelin, die aber leicht behoben werden können. Das deutsche Luftschiff hatte mitten auf dem Ozean eine Havarie. Diese Havarie entstand nicht aus technischen Mängel des Luftschiffes, sie wurde hervorgerusen durch andere und hier ganz besondere äußere Mächte. ES wuroe beschädigt dar cheinen Sturm, das auch ein erprobtes und nach menschlichen Anschau­ungen durchaus sicheres modernes Tur-

Ä-

Lord Birkenhead,

der energischste Mann im englischen Ka­binett, in dem er der Minister für In- dien ist, scheidet aus dem Staatsdienst aus, um einen Führerposten im Wirt­schaftsleben zu übernehmen.

zur Stimm M SckMuiM wesens

Berlin, 17. Okt. Die Bereinigung Der Deutschen Arbeitgeberver­bände teilt mit: Die bisher über die gestrig« Besprechung im Reichsarbeitsrninisterium ver­öffentlichten Mitteilungen können zum Teil den Eindruck aufkornmen lassen, als wenn auch die Arbeitgeberkreise mit der vorn Reichs» arbeitsrninister am Schluß der Sitzung abge­gebenen Erklärung im vollen Umfange einver­standen gewesen seien, daß eine Aenderung der geltenden Schlichtungsverordnung dusch Gesetz nicht erfolgen, sondern lediglich im Ver­waltungswege eine Einschränkung der Hand­habung des staatlichen Zwangseingriffes in die Gestaltung der Arbeitsbedingungen statt­finden solle. Demgegenüber ist festzustellen, daß der Vertreter der Arbeitgeber auf die diesbezüglichen Ausführungen deS Deichsarbeitsministers ausdrücklich _ die Er­klärung abgegeben hat, daß, so begrüßenswert auch einem im Rahmen des geltenden Rechtes erfolgende Einschränkung der DerbindlichkettS- erklärung von Schiedssprüchen sei, doch dar­über hinaus gesetzgeberische Maßnahmen, d. h. die

Aenderung der geltenden Schlichtungs- verordnnng durch Reichsgesetz

zur Erfüllung der Reformwünsche der Arbeit­geber erforderlich fei. Dementsprechende Gegenvorschläge würden dem Ministerium in nächster Zeit unt rrbreitet werden. Die Arbeitgeber sehen mithin die Frage einer Reform unseres heutigen Schlichtungswesens durch die Besprechung vom 16. Oktober niÄt als erledigt an.

9« «fall Sorm

Paris, 17. Okt. Das französisch« Außenministerrum läßt durch die Agentur rlvas eine längere Auslassung zum Falle o r a n verbreiten, die den Inhalt der protokollarischen Aussage enthält, die Ho- ran bei seiner Vernehmung auf der Poli- zeipräfektur am 8. Oktober gemacht und unterzeichnet hat. Danach hat Horan er­klärt, daß er den s r a n z ö s i s chen I ou r- nalisten Deleplanque beauftragt habe, sich den Wortlaut des englisch-fran­zösischen Flottenkompromisses zu beschaffen, nachdem er selbst vergeblich versucht hatte» sie zu erhalten. Deleplanque fei ein# SM* lohnung versprochen worden, deren Höhe nicht festaestellt werden konnte, aber Dele­planque habe eine Summevon 1 0 0 0 0 Franc erhofft. Deleplanque habe ihm dann durch den Konsul de Nobiet die beiden Dokumente über da? Flottem-- kompromiß nicht den Wortlaut deS Ab­kommens selbst beschafft, und Horan habe beide Schriftstücke Hearst der seiner Anwesenheit in Paris Borge- leg t, mit der Angabe, unter welcher» Umständen er sich diese beschafft hab«^ Hearst habe ihn beauftragt, die Zirkulär-