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Heilung

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TageZanzeiger

Flugzeug vom Sofioter Flugplatz nach Angora gestartet, das die nächste Etappe auf dem Ostafienflug der «Europa" darstellt. Herr von HünefrLd erklärte vor Pressevertretern u. a.. daß sein Aufenthalt kn Sofia vor allem dazu bestimmt gewesen sei, seiner Sympathie für Bulgarien Aus­druck zu geben. Ueber den Weg, den er bei der Rückkehr aus Tokio Anschlägen werde, könne er noch nichts sagen, es könne fein, datz er für die Heimkehr dieselbe Route wähle wie für den Hinflug, es könne aber auch (ein, datz er quer über den pazifischen und atlantischen Ozean zurück­kehre.

Angora, 19. Sept. Frhr. v. Hüne» eld ist mit dem FlugzeugEuropa" um 15.40 Uhr hier eingetrosfen.

Graf ZevveNn" iiber Freiburg L Br.

kl. Freiburg i. Br« 20. Sept« 10.18 Mr. Das Luftschiff «Graf Zevveli«- erschien »« 10.20 Mr in langsamer Fabrt «ad mähi. «r Höh« über den Lorettoberg kommend, tber der Stadt deren westliche

Etadtteile es vassterte, um nach etwa 10 Mi- d»ten in nordwestlicher Richtung mit Kurs auf Offenburg »u verschwinden.

vmmrriag, Wi 20. Sept. ISA

DU «Söerhesslsche Jeitnug- et- scheint sechsmal tvichenllich. Be- MspreiS monatlich 2 GM. aus- schließ!. Zustellungsgebühr, durch ^t«Post2.25 GM.Für etwa infolge Streiks. Majchinendefekte »der «lewentarer Ereignisse ausfallend« Kummern wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag v. Dr. $. Hitzeroth. Druck der Unib.-Buchdruckerei v. Zod. Aug- Koch. Markt 21/23, Kernsprecher: Nr. 54. «. Nr. SS. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Rr 5016. Sprechzeit der Redaktion von 1011 und

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! Goldmark --- V«^Dollar.

öbechMche Zettum

Der WlderstMd gegen öle Abrüstung ein neun Sotto 8ta Bern!l»M

St. 222 63.tot6.

Marburg iMn

ft Friedrichshafen, 20. Sept. Das LuftschiffGraf Zeppelin" wurde um 3^8 Uhr aus der Halle gezogen und ist soeben um 8 Uhr in Fahrtrichtung aus das württembergische Oberland ge­startet. Die Ausfahrt ans der Halle voll- zog sich reibungslos. Die Fahrt geht über Siiddeutschland. Das Wetter ist schön.

ft. Friedrichshafen, 20. Sept« 10 Uhr vor«.Graf Zeppelin" kreuzte nach seinem Aufstieg kurze Zeit über dem Bodensee Mld flog dann in die Schwei, hinüber. Hm 8.50 Uhr war er über Zürich, um 9.05 flog rr von Zürich mit nördlichem Kurs «ei­ter und war um 9.22 über Basel, 9.55 Ar über Lörrach. Er fliegt jetzt über dem Badeuer Land in Richtung Frei-

Die zweite Fahrt -esGraf Zeppelin

eiofltt Statt beutr früh S Mr Mer $üti», Nase!, Lörrach nach Fretdurg

renz für die Beschränkung und Herabsetzung der Rüstungen ist, die Fragen, die jetzt noch ungelöst sind, endgültig zu regeln. Zum Schlich ersucht die Dölkerbundsversammlung den Rat. das Datum für di« erste allgemeine Abrüstungs-Konferenz festzusetzen, die jedoch noch tat Laufe des Jahres 1929 zusammen- treten muß. wöbet es dem Präsidenten in der Abrüstungskommission überlassen bleibt, die Koimmssion rechtzeitig zu der Vorbereitung des Programms für die allgemeine Konferenz emzuberufen."

Graf Bernstorff

hebt ta der Begründung hervor, daß er nicht die Absicht habe, die Abrüstungsfrage als solche zu erörtern. Der Reichskanzler habe diese Frage bereits in seiner Rede in der Vollversammlung eingehend behandelt, seine Rede sei viel beachtet worden. Man werde auf der nächsten Tagung der AbrüstungS- kommission und insbesondere während der ersten allgemeinen Abrüstungskonfe enz, ge­nügend Gelegenheit haben, zur Äbrüstungs- frage Stellung zu nehmen. Zu dem gestern von Paul Dvncour eingereichten Vorschlag er­klärte Graf Vernstorsf. daß der franzö­sische Antrag weder die durch den Völ­kerbundspakt geschaffenen Slcherhci Sgarantten, noch den Pakt von Paris erwähne. An diesen beiden Tatsachen könne man aber nicht mehr vorbei, und sie würden daher in dem deutschen Vorschlag erwähnt. Ferner sei es yj-m

nicht möglich, wie es in dem französi- fche« Borschlag vorgesehen werde, sein« Eenugtuung über den Abschluß des englisch-französsschen Flottenab- kommeas auszudriicken.

da er eS nicht kenne. Es wäre für alle die, die bisher von dem Abkommen noch nicht Kenntnis erhalten hätten, sehr schwer, jetzt bereits ihrer Zufriedenheit mit dem Abkommen Ausdruck zu verleihen. Ferner würden in dem französischen Vorschlag die Gegen­sätze in der Frage der Landab­rüstung nicht erwähnt. Graf Bernstorff schloß, er stimm« mit Paul Doncour völlig darin überein man seit zwei Jahre:: im Rahmen deS Dölkerbun es zwar von Ab­rüstung fprcazr. tatsächlich aber nut Polin,che Fragen entscheidend und bedeutsam wären.

Auf Vorschlag von Änden-Schweden. Gar­ton de Wiard-Velgien und Dene'ch wurde ein Dedaktionskomilee eingesetzt, bestehend aus Denesch, Graf Dernsstorff, Lord Cushendun, Paul Doncour, Loudon. Guerrero und Sokal, das versuchen soll,

die beiden Entschliehnngsentwiirfe Graf Bernstorfs und Paul Boneour

in einen einzige» zu verschmelzen.

Sie nächste-Sitzung deS Vollausschusses wurde auf Donnerstaa nachmittag festgesetzt.

Genf, 19. Sept. In der 3. Komrmssion der Dölkerbundsversammlung bracht« am Mittwoch Graf Bernstorfs gegenüber dem gestern von Paul Doncour vorgelegten Entschließungsentwurf einen deutschen Gegenantrag über die Weiter­führung der Abrüstungsarbeiten und Einberufung der allgemeinen Abrüstungs­konferenz ein. der der Vollversammlung zur Annahme vorgelegt werden soll.

Der deutsche Antrag

hat folgenden Inhalt:

Sie Völkerbunksversammlung stellt fest, daß jetzt bereits die allgemeinen Bedingungen der Sicherheit, wie sie durch die Herabsetzung der Rüstungen nach den Friedensverträgen und nach dem Ver­trag von Locarno und dem Kellogg-Pakt ge­schaffen sind, es erlauben,

die erste Etappe in der Abrüstung vorzunehmen,

indem eine erste allgemeine Konferenz für tir Beschränkung unö Herabsetzung der Rü­stungen einberufen wird, wodurch daS gegen­wärtige Mißverhältnis zwischen den Rüstun­gen der Staaten gemildert werden könnte. Sie Dölkerbundsversammlung ist der Ansicht, daß di« Arbeiten der vorbereitenden Ab- rüstunaskommisfion unö des Sicherheitsaus­schuftes ta einer Weise fortgesetzet werden sollen, di« in weiteren Etappen eine progressive Herabsetzung der Rü­stungen erleichtert. Die VöllerbundSver» sammlung erinnert daran, dah diejenigen Re­gierungen. die über die gegenwär ig be­stehenden Garantien der Sicherheit hi aus und neben den Sicherhei s Garantien, die durch tue erste allgemeine Abrüstungskonvention ge­schaffen werden sollen, noch besondere Ga­rantien suchen, nunmehr auf Grund der Ar­beiten deS Sicherheitsausschusses neue Mittel für die Sicherheit be'itzen. woben es an ihnen liegt, diese Mittel ta die Tat umzusetzen. Die Dölkerbundsversammlung drückt die Üeberzeu- gung aus, daß alle technischen Fragen hin­sichtlich der Beschränkung und der Herab­setzung der Rüstungen bereits gründlich inner­halb der vorbereitenden AbrüstungSlommission geprüft worden sind und ein Abrüstungs­abkommen bisher nur im Hinblick auf Gegen­sätze rein politischer Art nicht zustande ge­kommen ist. Sie Völkerbund Soersammlung fordert den Rat auf, einen

dringenden Appell an alle Regierungen Graf Bernstorff

zu richten, damit diejenigen, tarM>en denen noch Gegen'ätze in den A ffasfungen beste' en, nunmehr in llirzester F.ist und un Sinne der Verständigung und der internalionalen Soll- darität gewisse Lösungen suchen, die geeignet find, eine möglichst vollständige Vereinbarung über die Abrüstung .herbeizuführen. Der Völlerbund ist der An­sicht, daß es Aufgabe der allgemeinen Konse-

Wie der Vertreter bevTeklegraphen-llnion ton Dr. Eckener erfährt,

erübrigt sich eine zweite Werkstätten, fahrt.

An der heutigen Fahrt nehmen außer der Besatzung etwa 20 Gäste, vor allem Ver­treter der Presse, sowie ben Versuchsanstalt für Luftfahrt, vielleicht auch des Reichs- verkehrsministeriums, teil. Außerdem wlvd der amerikanische Commander Rosenthal als Gast an Bord sein. Diese zweite Fahrt desGraf Zeppelm" wird als erste offentllche Fahrt voraussichtlich 8 vls 9 Stunden dauern und

im Zickzack über Süddeutschland führen. Eine bestimmte Linie ist mcht torgesehen, da es sich nicht um eine ZM- fahrr, sondern wieder in ersten Linie um «ine Probefahrt handelt. So läßt sich «icht sagen, welch« Städte berührt werden; toa> ist anzunehmen, daß man in allen süddeutschen Großstädten oas Luftschiff im Laufe des Tages zu sehen be­kommen wird. Die Fahrt dürfte bis zum Nachmittag dauern. Auch über

die «iichften Fahrten

stnd entgegen den immer wreder auftauchen- ton angeblichen Re.seplänen d«S Luft- fchlfffes leine Pläne vorhanden. Man wird ton Fall zu Fall entscheiden, wohin die Fohrt gehen soll. Ter große Aktionsradius to- Schiffes gestattet eS, sich einige tausend »l.ometer von der Basis in FriedmchS- toien zu entfernen, sodaß

Fahrten innerhalb Europas oder auch über das Mittelmeer und die angren­zenden Länder ohne weiteres möglich ^nd. Nur für ganz große Fahrten ist di« srage der Unterbringung und Tliebgasver- wrgung entscheidend, da solche Fahrten vor- "Negeno mit Triebgasverwendung durch- -«luhrr werden müßten. Deshalb kommen 'ne Bereinigten Staaten zunächst fir eine Fernfahrt alle n in Betracht, alle übrigen Luftschiffhäfen entweder toch nicht fertiggestellt oder aber nicht für <rieogasversorgung eingerichtet sind.

Zur vorgestrigen Werkstättenfahit be- wnie Dr. Eckener noch, daß sich bei den ^brauonsfeststellungen eine a u ß e r o r - «Stabilität gezeigt habe.

Lchtf; liege

noch ruhiger in der Luft als der

3. R. 3.

x-- Eckener hob erneut hervor, daß die ««- .i aiionsanlage sich als außerordentlich »ark bewiesen habe. Im Laufgang habe ein Lufistrom von IV» Sekundenmetern g? »«rrfcht. Trotz dieses starken Zuges yat

Anzeiger für (das frühere kurheffifche) Oberheffen

Anzeiger der amtlichen Betanntmachnnge« für Stadt und Kreis Marburg.

Die KarltltMtaht

Die Umgestaltung des Kartellrechts Hal die Reichsregierung in ihr Programm aus­genommen. Ein Gesetz, das an die Stelle der Kartellverordnung von 1923 treten soll, ist in Vorbereitung. Um Einfluß auf die Ärt der Reform zu gewinnen, haben sich die Gewerkschaften und jetzt auch der Sätz- burger Iuristentag mit dieser Frage ein­gehend beschäftigt. Auheroern sind hier­über zahlreiche Arbeiten in der Oeffent« lichkeit erschienen, die freilich alle darauf angesehen werden sollen, ob sie von inter­essierter oder von wissenschaftlicher Seite ausgehen. Der Streitpunkt ist das Maß von Staatsaufsicht. Me Kartellvertreter wünschen so frei wie möglich zu schalten; die Gegner wollen Einschränkungen zum Schutz Des Einzelnen und der Verbraucher.

Der Zweck der Kartelle und der kartell­ähnlichen Konventionen besteht in der Marktbeherrschung, in der Sicherung des Absatzes zu guten Preisen. Die dazu an­gewandten Mittel können sehr verschieden sein, in dem angegebenen Zweck aber be­gegnen sie sich alle. Je straffer di« Or­ganisation, je rücksichtsloser die Methoden, desto größer der Einfluß. Zuletzt wird eine Monopolstellung erreicht, die jeden Wett­bewerb erdrückt und einer Willkür in der Preisbildung Raum gibt. Die Zahl der­artiger Verbände ist bedrohlich angewach- Sn, und ihr entspricht der Anstieg der reiskurven. Fast jeder Gewerbetreibende beruft sich heute darauf, daß ihm sein Verband die Preise vorschreibt. DaS el­ftem Der freien Konkurrenz ist ausgeschal­tet; es gibt nur noch gebundene Wirtschaft. Diese Entwicklung vermochte weder daS Kartellgericht noch das Reichswirtschafts­ministerium mit den ihm übertragenen Befugnissen aufzuhalten. Dah man nach anderen Wegen sucht, ist deshalb nur na­türlich. Der einzelne Produzent muß vor übermäßigem Druck, die Gesamtheit vor volkswirtschaftlich ungerechtfertigten Preis­erhöhungen geschützt werden.

Die Gewerkschaften wollen nicht nur die eigentlichen Kartelle, sondern im Sinn« des Regierungsprogramms auch die den Markt beherrschenden Sroßunternehnmngen der Kontrolle eines Reichsamts für Mono­polverwaltung unterwerfen. Außerdem verlangen sie ein Kartellregister und eine Ausdehnung der Befugnisse des jetzigen Kartellgerichts. Zn das Kartellregister sol­len alle Kartellverträge und die wichtigeren Kartellbeschlüsse ausgenommen werden, schon um dem Kartellgericht die nötigen Handhaben für seine Entscheidungen zu bieten. Einer ähnlich strengen Auffassung scheint der jetzige Reichsminister Koch- Weser zuzuneigen, der in Salzburg er­klärte: «Wenn wir die Kontrolle und Trusts nicht kontrollieren, so kann es dahin kommen, daß die Kartelle und Trusts uns kontrollieren."

In der Tat, es muß eine Stelle geben, die die Kartellverträge sammell und die Mög­lichkeit hat, beim Kartellgericht oder beim Reichswirtschaftsgericht enftprechende An- träge zu stellen. Dah diese Gerichtsbe­hörden nach rein sachlichen Gesichtspunkten und nicht etwa nach parteipolitischen Wün­schen zu entscheiden haben, ist selbstver­ständlich.

Was die Einzelheiten des neuen Ge­setzes betrifft, so muß jedes Kartellmitglied berechtigt bleiben, sich von seinem Kar­tell zu trennen, wenn ihm die Zugehörigkeit nicht länger zugemutet werden kann. Die Paragraphen 8 bis 10 der Kartellver­sammlung sind demgemäß zu verschärfen, wie auch darauf zu achten bleibt, daß der Einzelne den ihm gewährten und gesetz­lichen Schutz nicht mißbraucht. Seine In­teressen und diejenigen des Kartells sind gegeneinander abzuwägen. Der Rechts­schutz wird verstärk, wenn der Reichswirr­schaftsminister erstinstanzlich« Besch: che er­lassen darf, gegen die dann allerdings di« Anrufung des Kartellgerichts zuzulassen wäre.

Noch wirksamer wird einem Mißbrauch der Kartellmacht dadurch vorgebeugt, daß

sich aber gezeigt, daß die Brenngaszell«n durchaus nicht gegeneinander schlagen, son­dern vollkommen fest liegen. Dte starke Durchlüftung ist überhaupt nicht wegen der Brenngefahr, sondern nur zum Schutze den Mannschaft gegen Vergiftungen angelegt worden. Das Festliegen der BrenngaSzel- len ist deshalb wichtig, weil von der Deut­schen Versuchsanstalt für Luftfahrt auch befürchtet worden war, daß durch ein An­einanderreiben der Zellenflächen Ver­mischungen der beiden Gassorten eintreten könnten. Auch die Versuche mit Rückschlägen bet künftigen Fehlzündungen haben die Ungefcihrltchkeit des neuen Ga­ses bewiesen. Die nächste Fahrt wird jedoch nochmals mit flüssigem Brennstoff, seiner vorzüglich bewährten Mischung aus 80 Prozent Benzol und 20 Prozent Ben­zin durchgeführt.

v. Umfeld in Angern

Sofia. 19. Sept. Die Besatzung der «Europa" ist heute vormittag mit ihrem