Einzelbild herunterladen
 

Seit,

fLllunqsoa Warburg.

Ci«

M gtrtrigtn WxrMngm in EM Me Ergednk

ch

— Briand Met nach Mels — Neue Wyrechlumn am Sonntag

«troff«»:

Mik an der Genfer Arfonalpolitik

trage 9,

MS

■ ?

32‘U,

französische Außenminister ie Verbindung der Der-

.»Ä* Br.and, auf die Verbindur ISE' Handlungen über Räumung

’ i tfltinnpn nicht moRr mit hiof.

■ Füii«!

91.

en

en

Nk. 217 62. Mrs. Marburg a.Labn

raufe«-, toiiche"

i.

estr.»

Marburger rasttameiser

ücklinz» irff«!«, hstr. !9 uf 558.

i«n tsttge heit 5718

tats- 22.

Wb»

LünteözeUuua

»ktotfl# aiqetgee 0.10 SM. VH fefctofttigem Sah fetoU M Plgtz- »erftbtlft 00% Aufschlag. -

r

'9

len.

gttitog, den 14. SM. ISA

Die Sonderberichterstatter der Pariser Presse in Genf stellen glerchlauteed fest, daß im Sinne der gestrigen Räumungsbe­sprechungen die .Verhandlung Fortchritte gemacht habe. Nach ihrer Veröffentlichung stehen die Dinge folgendermaßen:

Der Reichskanzler habe unter bem

Vorbehalt der Zustimmung seiner Kollegen zugestimmt. daß Sachverstän­dige die Möglichkeit der Mobilisierung und Kommerzialisierung eines Teiles der Dawes-Obligationen prüfen.

Der Reichskanzler soll jedoch die Versiche­rung erhalten haben, daß die Arbeiten einer Konferenz, an der auch deutsche Sach­verständige teilneymen würden, sich rasch vollziehen, damit die Entscheidung über das Ende der Rheinlandbesetzung nicht verzögert werde.

GberheMche Mtung

Briand hat die Erklärung des Reichs­kanzlers. daß die deutsch« Regierung an und für sich bereit sei, mit den Westmächte» über Reparationen zu diskutiere», aufgegriffen und hat — wenn man hier zutreffend informiert ist — den Vorschlag gemacht, daß Ex­pertenkommissionen eingesetzt werden sollen, di« nach der Bölkerbundstagung Vorschläge für die endgültige Rege­lung der Reparation«-« ausarbeiten sollen.

In zweiter Linie, so wird erklärt, ver, handele man über die Kontrolle und plane die Einsetzung eines Aus­schußes, der eine«} »interlocarnistischen«

Charakter tragen solle.

Es sei nicht mehr die Rede von Elements stables. von einer einseitigen Kontrolle. Der Sitz dieses geplanten Ausschusses sei nicht mehr int Rheinland sondern in Genf.

„Petit Puristen" berichtet, wenn man über die Mobilisierung eines Teiles der Dawes-Obligationen sich einige oder eine Verständigung über die Regelung der Sicherheitsfrage erzielen werde, würden Frankreich und seine Alliierten, die Räu­mung der zweiten Zone schon Ende die­ses Jahres ins Auge fasten. Was die gesamte Räumung anbetreffe, so könne sie erst durchgeführt werden, wenn die ins

die Tschechoslowakei gegeben würden, so nähme diese Forderung eine Gestalt an, die den Locarnovertrag und den Wert des Paktes von Paris abschwäche und nicht nur vor dem Völkerbund, sondern auch vor einer internationalen Konferenz unhalt­bar sei.

Die französische Regierung könne nicht die Tatsache außer Acht lasten, daß die militärische Kontrollkommission sich aus Berlin und anderen Städten des Reiches auf Grund eines günstigen Berichts des Generals Rollet zurückge­zogen habe, und daß Parker Gilbert stets die reguläre Durchführung des Dawes- Planes festgeftellt habe.

Der Havasvertreter in Senf rät jur Vorsicht gegenüber Nachrichten, die bereits von einer Kompromißlösung m der Frage finanzieller Kompensationen un­ter Errichtung eines Sonderkontrollsystems für die 2cheinlande berichten wollen. Er will in der Lage sein mitzuteilen, daß hin­sichtlich des Sicherheilsproblems in Ver- lLortieMlna ftebe Seite 2J

ON ^Odrrh-ssische Zeitung- et» weint sechsmal wSchentlich De» zugspreis monatlich 2 GM. cm*, schließt. Zustellungsgebübr. durch bt«PostL25 GM.ffür etwa Infolge Streik«, Maschinen defekte oder elementarer Ereignisse -uosallende Nummern wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag d. Dr. §. Httzrroch, Druck der U»tb.-Buchdruckerei 6. Zob. Sug. «och, Markt 21/23. tzernstzrecher: Rr. 54. u. Rr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. W. Rr. 5015. — Sprechzeit der Redaktion von 10—11 und %1-1 Uhr.

MdeMMmöt Vermutungen

Heber die gestern vormittag abgehaltene gemeinsame Besprechung in der Räu­mungsfrage ist folgendes Communiqus ausgegeben worden:

„Heute vormittag fand die in Aussicht genommene gemeinsame Besprechung statt, in welcher die Diskussion fort­gesetzt wurde. Dabei ergab sich, daß einige Punkte iwc weiterer lleber- legung bedürfen. Die Besprechungen werden daher Sonntag vormittag

10.30 Uhr festgesetzt."

Heu» rgen: eisG u. 8u w hes | cktech 1 M | tret

j und Repa­rationen nicht mehr mit diesem Rachdruck besteht, wie am Dienstag.

darum nicht nur allein strategische oder tak­tische sein. Unsere deutsche Heeresleitung nun legt auf die Erprobung größerer Kavalleriemasten im Zusammenwirken mit der Artillerie und Jnfantrie verstärk­ten Wert. Zum ersten Male im Manöver

210

Wie weiter verlautet, kommt eine Reise des Reichskanzlers nach Berlin nicht in Betracht da die Delegation in ständiger Fühlung mit dem Reichskabinett ist. Nähe­res über die Besprechungen, in deren Ver- lauf der deutsch- Standpunkt unverändert blieb und formulierte Vorschläge nicht ein­gebracht wurden, ist int jetzigen Zeitpunkt nicht zu erfahren. Wenngleich die Tatsche der Fortsetzung der Besprechungen . am Sonntag irgendwelche Schlüffe nicht zu- laßt, wird sie doch als ein im allgemeinen befriedigendes Anzeichen ausgenommen.

«3? liner Kreisen glaubt man, die Genfer Verhandlungen nach den Ergeb­nissen der Desprechung zwischen Deutsch- land und den Besatzungsmächten etwas freundlicher und hoffnungsvoller beurteilen zu dürfen. Die Besprechungen haben ein weiteres Gebiet umfaßt, als die vom Diens­tag und haben in einzelnen Punkten eine Sewisse Annäherung der gegenseitigen Auf­fassungen möglich gemacht.

Mit unt Ausgabe der militärischen SerbMungen

Von Major a. D. Rudolf Ableiter» , Stuttgart.

Die Felder sind abgeerntet, die Garben geborgen, lieber die kahlen Stoppeln klingt wieder mal das alte deutsche An­griffssignal „Kartoffelsupp, Kartoffelsupp! und alle Tag Kartoffelsupp!" Dasselbe Signal, von dem einst der draufgängerische Liliencron gewünscht hatte, daß man es ihm am Grabe blasen sollte, damit er den Ring der ihm den Himmel wehrenden Engel sprenge. Von der er aber auch ein­mal gesagt hat „daß dir, mein Vaterland, es Gott bewahre, bann bist du sicher vor Franzosen und Baschkiren". Dasselbe Signal wird auch unserem deutschen Reichsheere in den kommenden Wochen wieder Ziel und Richtung weisen.

Der Zweck der jetzigen Manöver, dieser bedeutsamen Truppenübungen des Jahres dürfte wohl fein, die Verwendung größerer Kavalleriemassen für das moderne Gefecht zu erproben und neue Erfahrungen in dem Zusammenarbeiten von Schütze und Reiter zu sammeln. Es ist nun ein merkwürdiges Zusammentreffen, daß zu gleicher Zeit auch die Franzosen offenbar solche Erfahrungen sammeln wollen, indem sie ihre in Trier liegende 4. Kavalleriedivision (6 Regi­menter) mtl den zu ihr gehörigen Spezial­truppen und verstärkt durch bas 8. irische Husarenregiment des englischen Besatzungs korps zwischen bem Saargebiet und der luxemburgischen Grenze große Kaoallerie- manöcer abhalten lasten. Hier spielt be­kanntlich bereits auch die Politik stark her­ein und die Erfahrungen, die an der Mosel gesammelt werden sollen, dürsten

Genf, 13. Sept. Im Ausschuß für Budgetfragen wurde heute auf Antrag des norwegischen Delegierten Hambro der Ge­neralsekretär beauftragt, die Kosten zu überprüfen, bte dem Völkerbund entstehen würden, wenn er die Reisekosten für die drei Hauptdelegierten zur Bundesversamm­lung sämtlich übernimmt. Hierauf übte Hambro

ciugshenv« Kritik an der Zusammen­setzung dcs Personals des »älter« bundssekv tnriates.

und beklagte besonders, daß der interrutio- nale Charakter des Sekretariats gelitten habe, zumal, da zahlreiche Stellen, die früher von Akademikern bekleidet wurden, nunmehr mit Diplomaten besetzt seien. Hambro trat für eine Aenderung d es Personalreglements ein, die er­möglichen soll, daß freiwerdende Posten von Mitgliedern verschiedener Nattonalli- täten in einem gewissen Turnus besetzt werden. Er erinnerte daran, daß zahl­reiche norwegische Parlamentarier kn einer Entschließung für den Austritt Norwe­gens aus dem Völkerbund mit der Be­gründung eingetreten sind, daß die Haupt­grundsätze des Bundes nicht eingehalten worden sind. Angesichts solcher Strömun­gen müßten die Anhänger des Völkerbun­des die Möglichkeit haben, zu erklären, daß alles Nötige zur Behebung gewisser Miß­stände geschehe.

Der holländische Delegierte van Ehsinga setzte die Kritik des Dorred-

Auge gefaßten finanzieellen Operationen festgelcgt seien.

Recht bedeutungsvoll sind die Ausfüh­rungen des Genfer Vertreters des „M a- tin". Zur Frage der Gesamträu­mung vor dem festgesetzten Termin schreibt da- Blatt, baß sie

an bfe Regelung bet Reparationsfrage gebunden

sei. Französische Sachverständige hätten Studien von großem Wert über die Mög­lichkeit der Beschleunigung der Zahlungen gemacht.

Ma» muffe sich auf eine längere n«® schwierige Debatte über diese Probleme im Laufe des kommenden Winters ge­faßt mache».

In Genfer Kreisen bet Alliierten Frank­reichs höre man die Meinung vertreten, die französische Regierung müffe große Weitherzigkeit bekunden. Wenn die Kom­mission des französisl^n Senats fordere, daß eine Räumung nur erfolgen dürfe, wenn Sicherheitsgarantien nicht nur an Frankreich, sondern auch an Polen und an

ners fort und wandte sich mit großer Enev- gie dagegen, daß dis großen Mächte die, Büros der Generalselretäie sozusagen als Botschaften ihrer Länder betrachten.

van Eyfinza beantragte «ine Ab- i änderung des Personalstatuts.

Der nächsten Völkerbundsllersammlüng soll über die getroffenen Maßnahmen und d«n Personalwechsel Bericht erstattet werden.

Ter französische Vertreten Reveillaud wies die kritischen Ausführungen der Vor­redner in längeren Ausführungen zurück, erklärte sich aber mit dem Antrag ein­verstanden. Auch Generalsekretär <5tu Erie Drummond ergriff das Wort zu Aus­führungen in ähnlichem Sinne. Er wies den kritischen Aeußerungen gegenüber dar­aufhin, daß sich England und Frankreich verpflichtet haben, auf weitere Posten im Sekretariat solange zu verzichten, bis die übrigen Staaten eine ausreichende Ver­tretung darin erhalten haben. Schon heute könne er sagen, daß Italien und Deutsch­land eine gleiche Verpflichtung über neh­men. Schließlich erklärte Sir Erke Duum- mond, er würde sofort zurücktieten, wenn die Regierung seines Hekmatlandes ver­suchen sollte, feine Tätigkeit als General­sekretär zu beeinflussen. Er werde sein Amt nicht behalten, wenn er nicht die Versicherung erhalte, daß er das Ver­trauen der Mitglieder des Vök- bundes in ihrer Gesamtheit besitze.

Eine Entscheidung über den holländi­schen Antrag ist noch nicht gefallem

Die deutsch« Delegation hat an ihrem Standpunkt festgehalten, daß die Räu­mungsfrage nicht mit der endgültigen Rege­lung der Reparation in Verbindung ge­bracht werde. Auch die Gleichzeitigkeit der Verhandlungen über Räumung und Repa- rationen hat der Reichskanzler ebenso wie am Dienstag nicht zugestanden. Es hat aber den Anschein, daß die Gegenseite, vor allem der französische Außenminister

wird die Reiterei ohne die bewimpelte Lanze fechten, die bekanntlich am 1. Ok­tober letzten Jahres versuchsweise abge, schafft wurde.

Was ist nun überhaupt Zweck und Auf­gabe unserer Herbstübungen? Sie sind die große Prüfung von Führer und Man», Roß und Material. Gerät unb Vorschriften auf das im abgelaufenen Jahre im Kleinen und Kleinsten Gelernte und Vor­bereitete und auf die Frage, ob unb in­wieweit sich Theorie mit bet Praxis ver­einen läßt, welche Anstänbe unb Mängel r.u Tage treten und wodurch etwa solche be­hoben werden können. Unbekanntes Ee- lanbe eine dem Kriegsfall möglichst ähn­liche Kriegslage, Kriegsglieberug und An­nahme sie etwa bestimmender Begleitum­stände sollen vor allem der Führung Ge­legenheit geben, eingehende Meldungen auf ihre Verwendbarkeit und Vollständig­keit zu prüfen, eine ungeklärte Eefechts- lage richtig beurteilen zu können und vor allem zu einem Entschluß zu kommen. Letzteres ist bas Entscheibende. Denn immer noch gilt der Grundsatz unserer alten Felbdienstordnung als oberstes beut- -ches Führergesetz, baß Unterlasten u. Ber­äumen mehr belasten als ein Fehlgreifen in der Wahl ber Mittel. Das Heran- bilben von verantwortungsfreudigen Führernaturen kann darum im Manöver aufs Wertvollste gefördert werden. Hier hat der Regimentskommanbeur feine Ba­taillone tagtäglich beisammen, kann der Infanterieführer in der Verwendung von ^usammengefaßten gemischten Eefechtsab- teilungen sich selbst prüfen, ob er sein Wissen auch in Können umsetzen kann und aus, dem sichtbaren Schlüffe ziehen. — SlHein nicht nur die oberen Führer nehmen Wertvolles mit, auch die Unterführer sehen sich tagtäglich und stündlich in kriegsmä- Bige Lagen versetzt, zu deren Lösung sie weder bekanntes Gelände noch ein einge- Übter „Eefechtstürke" verleiten können, sondern allein das eigene Sehen, die eigene

abend versammeln, um zu den in der Dächtekonferenz gemachten neuen Vor­schlägen Stellung zu nehmen. Da der Reichskanzler in Genf, Dr. Stresemann auf Urlaub ist, wäre Reichswehrminister Eroener als dienstältester Reichsminister aistk Stellvertreter des Reichskanzlers, und die

Kabinettssitzung würde unter seinem Vor- 8' sitz stattfinden.

Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberheffen

Anzeiger der Etlichen Bekanntmachung,« für Stadt und Kreis Marburg

—< schon eine Verständigung über eine frühere ojnej Räumung der zweiten Zone erstrebt wer- Ä den soll.

bitt«’” Wie in Paris, wird auch in Berlin das L-I-5, Reichskabinett sich am Freitag ober Sonn- Sf cbeno versammeln, um zu den in der

1, a briand soll auch die Frage einer früheren MM Räumung der zweiten Zone angeschnitten d.« haben. Briand scheint sich die weitere .i» Entwickelung so zu denken, daß die Ver- answ Handlungen über die Räumung der bitt» !t, pl«H ten Zone nach Genf von Kabinett zu Kabinett im diplomatischen Rotenaustausch fortgesetzt uiu »zu Ende geführt werden

• ollen, daß aber in Genf selbst möglichst