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sechsmal wöchentlich. Ve- -g^prels monatlich 2 SW. aus- Ichließl. Zustellungsgebühr, durch y<8eft2e25 TM.Kür etwa infolge etwto, Waschinendefett« oder fcwstttct Ereignisse ausfallend« Nummer» wird kein Ersah go» Itifld. Verlag v. Dr. §. -ltzcroth. Druck der Unib.-Duchdruckerei d. -wh, Stag. Koch, Markt 21/23. Fernsprecherr Rr. 54. v. Nr. 65. «assscheckkonto: Amt Frankfurt *7®. Nr. 6016. — Sprechzeit I# «edaktion »on 10—11 ns»

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Anzeiger für (das frühere kurheffifche) Oberhessen

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Marburg a.8ato

Der Anzetgenprrt» beträgt für da, la gespalt. Jellenmillim-l-r 6.03 kltt« Varanzeigm 0.06 ®$Q?v Lüttich« und «u** »artig« Anzttg« 0.10 GM. Sei kchwierlgem Eay sowie bd W Vorschrift ««. Aufschlag. — e-nM-leaftdg« 100 «fc Ä* schlag. Reklame» der Milli» 6,40 SW. Jeder Rabatt gift aL Varrabatt. Ziel 6 Leg«. Beleg« »erden berechnet, ebenso Auskunft durch di» Geschäftsstell» «d Zusendung »er Angebot«. 9» füllungsorl Warburg.

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Anzeiger der amttichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

AmhM SemmstmMm um 27. August — MmrdkuMe Maßuntzmu bet smnMicheu Nvlizri

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Die ' kommunistische „Humanste" glaubt di« vorzeitige Ankunst des Sonder­zuges Kelloggs in Paris sei auf die Furcht der Polizei vor Arbeiterkundgebungen zu- kückzuführen und kündigt für den Tag der Paktunterzeichnung kommunistische Kundgebungen an. Die Vorsichts­maßnahmen der Polizei würden sie nicht verhindern. Die Arbeiter hätten sich am Donnerstag und Freitag verpflichtet, den Dag des 27. August nicht vorübergehen zu lassen, ohne den entschlossenen Schrei ihres Protestes hören zu lassen und zu bestäti­gen, daß die Arbeiter und Dauern Ruß­lands bereitständen, sie gegen ihre kapita­listischen und proletariatfeindlichen Anter- drücker zu verteidigen.

Starker Pokizeischutz für Kellogg.

„Chicago Tribüne" bestätigt, daß die Beschleunigung des Sonderzuges des amerikanischen Staatssekretärs und seine Äeberwachung auf der Fahrt von Le Havre nach Paris durch zahlreiche Polizeibeamte vlü Truppe» von der stanzösischen Regie­rung angeordnet war, da sie eine Wieder­holung der vorjährigen kommunistischen Kundgebungen anläßlich des Jahrestages der Hinrichtung von Saeco und V a n - zetti befürchtet«. Alle Brücken, Straßen, Übergänge und Sta- tivnenwarenüberwacht. Auf dem Pariser Bahnhof selbst waren mehrere hundert Polizeibeamte auf­gestellt.

Kn Interview des „Matin"-Vertreters mit Kellogg und Mackencie King.

Der Sonderberichterstatter des „Ma­lin, der mit Kellogg und Mackencie King im Sonderwagen des Staatssekretärs die Reise von Le Havre nach Paris mitmachte, gibt die Anterredung wieder, die er mit Kellogg führte. Der Journalist beglück­wünschte den Staatssekretär zu den Wor­ten, die dieser in seiner Ansprache an den Bürgermeister von Le Havre gebraucht hatte, „er hoffe, daß der Patt den Krieg schwieriger machen werde". „Ja", er­klärte Staatssekretär Kellogg, „ich habe diesen Ausdruck absichtlich gebraucht, weil er eine Hoffnung ausdrückt, die nicht un­erfüllbar ist. Ich habe aufrichtig die Acberzeugung, daß auch durch die Unter* zeichnung dieses Pattes die moralischen Kräfte vereinigt werden, die in der Welt Sgen den Krieg kämpfen. Gegenüber dem rdauern des Vertreters des „Matin", daß Spanien nicht zu der Pattunter­zeichnung zugelassen sei, antwortete Kel­logg: „Glauben Sie mir wohl, daß ich rbenso diese Abwesenheit bedauere, wie diejenige anderer amerikanischer Länder, die mit großen Rationen verbunden sind. Aber es sind Rotwendigkeiten prattischen Charatters, die uns bestimmt haben, die Zahl der ersten Signatäre zu beschränken. Das Beste düntte uns, zuerst diejenigen unterzeichnen zu lassen, unter denen die Einigung vollständig war, und dann Oie anderen aufzufvrdern, ihre Anterschrift zu geben."

Der kanadische Ministerpräsident Mackencie King erklärte dem Jour­nalisten, er habe durch die gleichzeitige Zu­rücklegung der Reise mit dem amerikani­schen Staatssettetär bartun wollen, daß Kanada und die Vereinigten Staaten eins seien in dem Werke des Wiederaufbaues des Friedens. Er habe in seiner Provinz Farmer und einfache Leute über den Patt befragt und die Antwort erhalten: „Das ist eine große Sache und nichts ist größer, als am Frieden zu arbeiten; fahren Sie »ach Paris und Gott segn« Sie auf Ihrer Reise." . .....

Die deutsche Delegation für Genf.

st. Berlin, 25. Ang. Zu dem Kabi­nettsbeschluß über die Reise des Reichs­kanzlers nach Genf wird von den Blättern betont, daß der Reichskanzler nur für die Vollversammlung des Völkerbundes die Führung der deutschen Delegation über­nehmen wird. Bei den vorher stattfin­denden Tagungen des Rates werde da­gegen der Staatssettetär im auswärtigen Amt, v. S ch u b e r t, der Wortführer der Delegation sein.

Pariser Berschleierungsversuche.

Das Kommunique, das die französische Regierung über die Ergebnisse ihres Mi­nisterrates am Donnerstag durch das offiziöse Havas-Büro verbreiten ließ, hat in Beriner maßgebenden politischen Krei­sen starkes Befremden hervorgerufen. Tas gilt vor allem für den Schlußpass uß des Kommuniques, in dem davon die Rede ist, daß Dr. Stresemann zwar seinerzeit in Thoirey gewisse deutsche Vorschläge ange-

fk. Rewyork, 25. Aug. Gestern abend entgleiste «in Zug der Rewyorker Unter­grundbahn, wobH 20 Personen getötet wurden. Die Zahl der Verletzten steht noch nicht fest.

fk. L o n d o », 25. Aug. Die Zahl der bei dem Rewyorker llntergrundbahnun- glück ums Leben gekommenen Personen wurde um 6 Uhr morgens mit 22 angege­ben, die Zahl der Verletzten mit 151. Die hohe Zahl derOpfer ist darauf zurückzu­führen, daß der letzte Wagen des Zuges durch die Gewalt des Zusammenstoßes in zwei Teile geteilt wurde.

Rewyork. 24. Aug. 5.30 Uhr nach­mittags. Der letzte Wagen eines Unter­grundbahnzuges entgleiste, als der Zug die Station Times-Square verließ. Eine Seite des Wagens wurde weggeriffen. So­fort wurden Polizeireserven, Krankenwa­gen und Feuerwehr alarmiert, die schnell­stens zur Unglücksstelle eilten. Der elek-

Die Ausdehnung der englische» Besatzungs­zone.

Zu der Meldung, daß zwischen der fran- zösischen und englischen Besatzung ein Ab­kommen getroffen worden sei, wonach die britische Besatzungszone im Bereich der Stadt Wiesbaden um 5 Kilometer nach Sudwesten erweitert und der neuangelegte Flughafen Wiesbaden-Erbach in die eng­lische Besatzungszone mit einbezogen wer­den solle, wird von zuständiger deutscher Stelle mitgeteilt, daß diese Angaben den Tatsachen vorauszeigen. Es ist noch keine Entscheidung getroffen, ob die Ausdehnung der englischen Besatzungszone erfolgen wird. Im übrigen muß darauf hingewie­sen werden, daß die Anregung zur Erwei­terung des englischen Besatzungsgebietes von der Stadt Wiesbaden ausgeht, die vor kurzem die Gemeinde Erbach eingemeindet hat und nun den begreiflichen Wunsch hegt, auch dieses neue Gebiet des Stadt­kreises wie die übrigen Teile der Stadt in die englische Besatzungszone mit einzube­ziehen. Auf diese Anregung der Stadt Wiesbaden hin ist die englische Besatzung mit der französischen in Verhandlungen

kündigt habe, um die vorzeitige Räumung der Rheinlands zu erreichen, daß aber seitdem em derartiger deutscher Vorschlag in Paris eingelaufen sei. Das ist eine glatte Verdrehung der Tatsachen. Es sei noch einmal festgestellt, daß die Realisie­rung des Thoiry-Gedankens nicht an der Haltung Deutschlands gescheitert ist, son­dern lediglich daran, daß die französische Regierung nach der Stabilisierung des Franken auf einmal jedes Interests an den sogenannten „Thoiry-Eeschäft verloren und es seitdem peinlich vermieden hat, auf die deutschen Vorschläge, die der ftanzösi- schen Regierung in ihren Erundzügen ja • schon in Thoiry übermittelt worden sind, zurückzukommen. Der französische Versuch, diesen überall bekannten Sachverhalt zu verschleiern, ja geradezu auf den Kopf zu stellen, hat in Berlin umsomehr versttmmt, als die Behauptungen des Havas-Büros unmittelbar vor der Parjser Reise des deutschen Außenministers in die Welt ge­setzt worden sind.

Irische Strom.wurde abgestellt, wodurch der gesamte Untergrundbahnverkehr im Westen Rewyorks lahmgelegt wurde. Da sich das Unglück in der verkehrsreichsten Nachmittagsstunde ereignete, entstand ein riesiges Gedränge auf allen anderen Stationen. Viele verließen di« stilliegen­den Züge wegen der in der Untergrund­bahn herrschenden ersttckenden Hitze und liefen an den Gleisen entlang zur näch­sten Station.

Englisch-russisch« Verhandln«««« weg«« der Ueberführnng der Leichen der englischen

Unterseebootbesatzung.

fk. London, 25. Aug. Die Admiralität teilt mit, daß gegenwärttg Verbandlungen mit der Sowjet-Regierung wegen Entsendung eines britischen Handelsschiffes nach Kron- tadt zur Abholung der lleberreste der Be* atzung des britischen U-Bootes 2.55 im Gange ind. Vor der Ankunft in England sollen die Leichen an Bord eines brittfchen Kriegs­schiffes übettührt werden. Bekanntlich hat die Sowjet-Regierung es abgelehnt, den Besuch eines britischen Kriegsschiffes in Kronstadt zur Abholung der Leichen zurulasten.

eingetreten, die aber, wie erwähnt, bisher noch keineswegs zu einem Abschluß geführt haben.

Einleitung des Volksentscheids gegen den Panzerkreuzer durch di« KPD.

Das Zentralkomitee der KPD. teilt in der „Roten Fahne" mit, daß es am Mitt­woch den Sesctzesantrag auf Einleitung eines Volksentscheides in der Panzer- tteuzerftage einreichen und zu diesem Zweck die Berliner Organisationen beauftragen werde, eine Anterschriftensammlung im Be­zirk Wedding zu veranstalten.

Der Wortlaut der jugoslawische« Antwortnote

fk. Rom, 25. Aug . Die „Agencia S t e v h a n i“ veröffentlicht die Antwort der jugoslawischen Regierung auf die beiden Ro­ten der italienischen Gesandtschaft in Belgrad über die Zwischenfälle in Svolato und Sebenico. Die Antwort lautet in allen Punkten der italienischen Forderungen (Ent­schuldigung, Bestrafung der Schuldigen und Schadenersatz) ■ genügend und betont den Wunsch Jugoslawiens, freundliche Beziehun­gen zu Italien aufrecht zu erhalten.

Die italienische Regierung' hat die Antwort der jugoslawischen Regierung mit Befriedi- aung zur Kenntnis genommen.

Drahtlose SctbiRbung mit btn GtMmbflftgctn

Rewyork, 24. Aug. Radiomateure in Chicago und Toredo melden, sie hätten gestern abend in direkter Verbindung ge­standen mit dem Flugzeug „Greater Rock­ford" der Flieger Kastell und Cramer. Der Amateur in Toledo erklärt, er habe 10 Minute« lang mit den Flieger« Nachrich­ten ausgetauscht auf einer Welle von 42 Meter Länge, obwohl die Wellenlänge des Apparates des verschollenen Flugzeu­ges 32,8 Meter beträgt. Nach diesen Nach­richten befinden sich die Flieger auf einer kleinen Insel 100 Meilen nördlich von Neufundland. Sie bäten dringend um jede mögliche Hilfe. Sie seien wohlauf. Auf die Frage nach näheren Einzelheiten seien die Mitteilungen der Flieger unHae geworden. Der Amateur habe nur die Sätze auffangen können: „Wjir haben seit gestern kein Fleisch gehabt. Wir habe« die ganze Nacht versucht, mit irgend einer Station in Verbindung zu treten. Wir bttten. die Hilfe zu beschleunigen." t

Wie später noch aus Rewyork gemeldet wird, soll der von 3 verschiedenen Privat­personen aufgefangene Funkspruch gelau­tet haben: Wir sind auf einer kleinen In­sel. nördlich von Neufundland. Bitte senden Sie Hilfe, wir sind die Reckord- Schweden-Flieger. Unser Oelvorrat ging zu Ende und wir mußten notlanden. Be­finden uns wohlbehalten in Sicherheit. Unser Nahrungsvorrat geht zu Ende. Wir besitzen Generator als Sender. Wenn ihr uns Hilfe schickt, kann das nur durch ein Schiff geschehen. Bitte benachrichtigt un­sere Familien".

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8er einem SMuuftug Lettner

Dessau, 24. Aug. Das Flugzeug „M. 33 ist mit Bert Aeosta, Levine, dem amerikanischen Piloten William Car - ney und dem Junkersmonteur Heyse um 15 Uhr 31 Mln. glücklich nach London ge­startet. Das Flugzeug wurde von Levine auf den Namen „Queen o f the a i r" getauft. Der Start der Junkersmaschine ging flott vonstatten. Bert Acosta, der die Diasch ine steuerte, bemerkte noch- vor dem Start, daß das Flugzeug zu schwer belastet war. Er entschloß sich zur Abgabe von 500 Litern Brennstoff. Danach erhob sich der Apparat in kürzester Frist glatt vom Boden und erreichte sofort eine große Hohe, in der er in nordwestlicher Richtung da­vonflog. Die amerikanischen Flieger hatten durch die Eintragungen in das Gästebuch der 'Junkerswerke ihren herzlichen Dank für die Gastfreundschaft in Dessau und ihre Hochachtung vor dem überragenden Werk von Professor Junkers zum Ausdruck ge­bracht. Ob sie ihre Absicht, heute noch London zu erreichen, verwirtlichen können, ist zweifelhaft, da sie vermutlich von der hereinbrechenden Nacht vorzeitig erreicht werden. In diesem Falle dürften sie in Amsterdam eine Zwischenlandung vorneh­men. Do» Croydon aus soll die Ueber- guerung des Atlantischen Ozeans versucht werden.

Borbereitnug«« in Croydon für den Start Steines.

ff. Croydon, 25. Aug. Auf dem Flug­platz Croydon wird gegenwärtig eine Start­bahn von reichlich 1,5 Kilometer Länge vor­bereitet, um den Abflug des amerikanischen Millionärs Levine nach Amerika zu ermög­lichen. Das Flugzeug, das in Amsterdam ge­landet ist, wird heute hier erwartet.

Ein« neue Bezwingerin des Kanals.

London, 24. Aug. Das 18 jährige Kinder­mädchen Laddie Sharv aus London hat den Aermelkanal durchschwommen. Laddie Sharp war heute nacht 12.55 Uhr bei Cap Erisnez ge- Sartet. Sie traf um 3.55 Uhr nachmittags in over ein.

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