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ein englisches Ka­den französischen Rheinland teil«

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Ein Kolonialskandal in Cayenne.

Berlin, 10. Aug. Nach einer Mel­dung Berliner Blätter aus Paris hat die gerichtliche Untersuchung ergeben, daß der Tod des früheren Abgeordneten Galmot in Cayenne aller Wahrscheinlichkeit nach auf Vergiftung zurückzuführen ist. Infolge dieses gerichtlichen Befundes hat es in Cayenne Zusammenstütze zwischen Anhängern und Gegnern Galmots ge­geben, bei denen vier Personen, darunter ein Generalmitglied getötet wurden.

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fk. Berlin, 10. Aug. Das Reichs- kabiuett beschlotz in seiner heutigen, unter dem Vorsitz des Reichskanzlers abgehalte­nen Sitzung den Bau des Panzerschiffes in Angviff zu nehmen. Zu diesem Beschluß ist die Reichsregierung gelangt, nachdem feftgeftellt wurde, daß durch de« Bau des Panzerschiffes entstehenden Mehrausgaben, die in den folgenden Zähren durch ent- fprechende Ersparnisse bei sonstigen Ersatz- bauten wieder aingebracht werden.

Das Reichskabinett erhöhte ferner die verstcherungspflichtgrenze der Angestellten- verstcherung von Mk. 6000 auf Mk. 8400 und beschloß u. a., dem Reichstag die Ra­tifizierung der Gesetze über drei inter- uaiionale Abkommen betreffend die See­schiffahrt vorzulegen.

SenimbM teil 11. Augujl ISA

nehmen fall, wird bestätigt. Ange­sichts der vor kurzem bekannt gewordenen Abmachungen zwischen England und Frankreich muß die Tatsache als hoch­politisches Ereignis betrachtet werden. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob es wirk­lich zu diesem gemeinsamen Manöver kommt.

Eine Meldung, daß vallerie-Regiment an Herbstmanövern im

ft Superior (Wisconfiin), 11. Aug. Präsident Coolidge gab eine Erklärung über die Wirkung ab, die der Kelloggpakt möglicherweise auf die amerikanische Ma­rine ausüben werde.. Er erklärte nachdrück­lich, er beabsichtige nicht zuzulassen, daß die Stärke ober Leistungsfähigkeit der amerikanischen Marine oder Armee auf Grund des Kellogg-Bertrages herabgesetzt werde.. Der Vertrag verpflichte die Sig­natarmächte sich gegen einen Angriff zu schützen, habe deshalb kaum mit Dingen etwas zu tun, die lediglich der nationale» Verteidigung dienen. Coolidge ist der Ansicht, daß der Vertrag auf Bestimmun­gen beruhe, deren Ziele noch erörtert würden. Auch nach der Unterzeichnung des Kellogg-Paktes und feiner Ratifizie­rung durch den Senat, sei Zeit genug zu erwägen, ob irgend welche bestimmte ge­setzgeberischen Schritte abgewartet werden sollen. Coolidge vertrat die Auffassung, daß der Vertrag in keiner Waise zu irgend einer der von der Völkerbundssatzuyg den Völkerbundsmitgliedern auferlegten Ver­pflichtungen in Gegensatz treten werde. Der Völkerbund sei stets für ein Instru­ment des Friedens bezeichnet worden und deshalb könne er sich nicht denken, daß irgend eines seiner Mitglieder gegen irgend einen Schritt, gleich viel von wel­cher Seite Widerspruch erhoben werden könnte, der geeignet sei, die Sache zu för­dern.

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Leolldge über den KeAsggHllkt

Außer Belgien und Man Hai bisher niemand geanliseriel

Ser der Anwtti der MeW- regiernng

tu. Berlin. 10. Aug. Wie dieTele- graphen-Union an unterrichteter Stelle er­fährt, steht die Antwort der deutschen Reichsregierung auf die Einladung zur Unterzeichnung des Kelloggpaktes unmit­telbar bevor. Die Meldung Pariser Blät­ter. daß die französische Regierung den in­teressierten Mähren neue Einladungen zur Unterzeichnung des Kriegsächtungspaktes habe zugehen lassen, scheint sich nicht zu be­stätigen, wenigstens liegt an den deutschen amtlichen Stellen eine solche Einladung nicht vor.

engiiicht ÄneaDttlt bei smuMAtu Mcmömn

London. 10. Aug. Amtlich wird die Mitteilung desDaily Tclegrapl" bestä­tigt, daß bei den kommenden französischen Manöver» im Rheinland ein britischen Kavallerie-Regiment mitwirken wird. Dies geschehe auf Grund einer Einladung der französischen Behörden, die England angenommen habe.

iMchchlschk Zeitung

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fk. Paris, 11. Aug. Nach dem halb­amtlichenPetit Parisien" sind auf die Einladung des Quai d'Orsay zur Unter­zeichnungsfeier des Kelloggpaktes mit Ausnahme von Belgien und Japan, dessen Vertreter sich schon auf dem Wege nach Europa befinden, noch keine Antworten der interessierten Regierungen in Paris eingelaufen. In Pariser politischen Krei­sen hält man es für sicher, daß Reichs- außenminister Dr. Stresemann persönlich die Unterzeichnung vollzieht und daß im Laufe dieser diplomatischen Zusammen­kunft von der Räumung des Rhcinlandes nicht gesprochen werde. Staatssekretär Kellogg werde mit einem großen Gefolge in Paris eintreffen, dem drei der bedeu­tendsten Beamten seiner Abteilung ange­hören.

um Abkommen von Genua vom Jahre . 1926, von Genf vom Jahre 1921 und von

Genf vom Jahre 1926. Diese Abkomme» beziehen sich auf die Beschäftigung von Jugendlichen und auf die ärztliche Unter­suchung. Diese AngelegenheitSn sind in der Deutschen SeemannSordnuna berüitS geregelt. Trotzdem bedürfen die ent­sprechenden internationalen Abkommen noch | der Ratifizierung.

Richter sich zusammensetzten, wurde von Staatssekretär Dr. Lammers das Ergeb­nis des Wettbewerbs verkündet. Es er­hielt den ersten Preis (eine Amerikareise) Barth-Steglitz, den 2. Preis (eine Geld­spende von 200 M) Hahn-Berlin, den 3. Preis ebenfalls eine Geldspende von 200 M) Frank-Berlin, den 4. Preis (100 Mark) Behrends-Harburg.

Botschafter Dr. S h u r m a n richtete darauf eine kurze Ansprache an die Sie­ger, in der ausführte, daß er die Reden sehr lehrreich gefunden habe. Sie seien eine Quelle großen Vergnügens und nütz­licher Belehrung gewesen. Er dankte allen Rednern und beglückwünschte insbe­sondere den Träger des ersten Preises zu keinem Erfolge, der sich eine nationale Ehre errungen habe und den er als euro­päischen Vertreter der deutschen Jugend begrüßte. In Amerika erwarte den Sie­ger in Kürze ein internationaler Rede­wettstreit, in dem feder in feiner Landes- Wracke reden dürfe. Er, der Botschafter^ wünsche dem Sieger glückliche Reise und guten Erfolg.

Mit dem allgemeinen Gesang der dritten Strophe des Deutschlandliedes wurde die Feier beendet.

Anzeiger für (bas frühere knrheffifche) Oberhesfen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburgs

Berlin, 10. Aug. In der Deutschen Hochschule für Politik wurde heute der von der Leitung dieser Schule veranstaltete, seit vier Jahren dauernde Schüler- Redewettbewerb über das Thema Einigkeit und Recht und Freiheit in der deutschen Verfassungsentwickelung" in Anwesenheit von Vertretern von Reich und Ländern, des amerikanischen Bot­schafters Dr. Shurmann und einer zahl­reichen Zuhörerschaft feierlich zu Ende geführt.

Professor Dr. Iäckh, der Leiter der Leiter der Hochschule, führte in seinen ein­leitenden Worten aus, daß es sich bei dem heutigen Schlutztage auch um eine Art Verfassungsfeier handele, die wohl eine der eigenartigsten sei, dadie kommende Generation, die nicht mehr be­lastet sei von der Vorkriegszeit, das Wort haben" werde. Man könne über Pri­manerpolitik denken wie man wolle, müsse sie aber in höherem, ernstem, ur­sprünglichem Sinne bejahen. Es gebe neben der Kunst der Politik auch eine Wissenschaft der Politik.

Staatssekretär Dr. Lammers be­leuchtete in seiner Begrüßungsansprache kurz die Ziele staatsbürgerlicher Bildung und Erziehung der Jugend.

Studienrat Dr. Strunz, der Leiter der Vorprüfungskommission und des Iugendseminars der Hochschule, führte darauf die aus den Vorkämpfen herans- gesiebten sieben Bewerber um die ersten Preise ein. Es folgten darauf die sieben Reden der Preisträger aus der Dor- vrüfung. Rach einer Pause, in der die

Stngapore soU »ock Flottenstützpunkt werden. **

London, 10. Aug. Die Meldung der Daily News", daß der Plan der Errich­tung eines Flottenstützpunktes in Slnga- pore abgeändert oder aufgegeben worden sei, wird von der britischen Admiralität für unrichtig erklärt.

eine Mttttttmig mit St. Met

Berlin, 10. Aug. Im Zusammen­hang mit der Veröffentlichung der R i ch t» l in ien des Bundes zur Er­neuerung des Reiches gewährte der ehemalige Reichskanzler Dr. Luther einem Vertreter der Telegraphen-Union eins längere Unterredung.

Frage 1 lautete: Die Bildung eines großen, fast die gesamten Gebiete nördlich des Mains umfassenden Reichslandes in zahlreiche Provinzen weitgehender Selb­ständigkeit, legt die Frage nahe, wie und in welcher Form sich die Eigenverwaltung der süddeutschen Länder und des Frei­staates Sachsen gleichzeitig mit dteser Bildung eines Reichslandes ändern oder ck in den neuen Reichsplan einfügen läßt.

Antwort 1: Vorweg muß ich hierzu bemerken, daß die Vorschläge des Bundes hinsichtlich der Länder, die in das Reichs­land einbezogen werden sollen, nur in Erwägungsform aufgestellt sind. Dieser Umstand ist bisher in der öffentlichen Kri­tik nirgends zur Geltung gebracht. Die Leitsätze des Bundes würden also bei einer Veränderung in der Aufzählung der mit dem Kernländ Preußen zu ver­bindenden Länder in ihrem Wesen unbe­rührt bleiben. Dies vorausgeschickt, be­antworte ich Ihre Frage wegen der vier von Ihnen genannten Länder folgender­maßen:

Verwaltungsmäßig sind die Verhältnisse in diesen Ländern übersichtlicher als in weiten Teilen Norddeutschlands, weil sich die Bezirke der großen Reichsverwaltun­gen, wie Finanzverwaltunq und Landes- nrbeitsamt, in der Hauptsache mit den Ländergrenzen decken oder sich ihnen ein­fügen. Ein Fall wie der des Landes- akbeitsamtes Nordmark, zu dem sechs Staaten gehören, nämlich außer Preußen Hamburg, Mecklenburg-Schwerin, Meck- lenburg-Strelitz, Lübeck und Oldenburg mit seiner Exklave Eutin besteht in Süd­deutschland nicht.

Verfassungsmäßig sieht der Vorschlag des Bundes davon ab, für die von Ihnen genannten Länder die Umwandlung in Provinzen des Reichslandes zu empfehlen, sondern stellt diesen Entschluß ganz in das freie Ermessen dieser Länder. Uebrigens baut der Bund auch sonst in seinen der Oeffentlichkeit noch unbekannten, Einzel­arbeiten grundsätzlich auf dem freien Ent­schluß aller beteiligten Länder, besonders Preußen vor, auf, so wenig der Augen­schein der Stunde für solche Bereitwillig­keit spricht.

Die wenigen unmittelbaren Rück­wirkungen des Reformplanes auf die außerhalb des Reichslandes bleibenden Länder wird die fein, daß es erst nach Ueberwindung des Dualismus, zwischen Reich und Preußen überhaupt möglich ist, eine planmäßige Zuständigkeitsverteilung zwischen dem Reich einerseits und den Ländern oder dem Reichsland mit seinen Provinzen andererseits herbeizusühren. In einer solchen klaren und ungeachtet der natürlich dem Reich verbleibenden Abänderungsbefugnis doch grundsätzlich stabilen Zuständigkeitsregelung hat die Bevölkerung ganz Deutschlands das aller­größte Interesse. Staatsgefühl kann nur in einem durchsichtigen Staatswesen er­wachsen, das dem Reich gibt, was des Reiches ist, in diesem Rahmen aber auch das heimatliche Eigenleben in Ländern und Provinzen und alle Selbstverwaltung sorgfältig pflegt.

Frage 2: Fordert die Einbeziehung der Hansestädte als Provinzen in das Reichsland nicht eine Verbreiterung der verwaltungsmäßigen Basis dieser Hanse- '^'dte, um die Reibungen an den jetzigen Verwaltungsgrenzen (z. D. Wilhelmsburg oder Wesermünde) zu verringern?

Antwort 2: Die in der Oeffentlich­keit bereits bekanntgewordenen Leitsätze

Wie die ©ermania hört, ist im Kabinett tzer Beschluß, bett Bau des Panzerkreuzers in Angriff zu nehmen, einmütig gefaßt ____ worden. Dem Lokalanzeiger zufolge nahm die Beratung über die Erhöhung der Ver-

. - sicherungsgrenze in dec Angestellten-Ver- f" stcherung längere Zeit in Anspruch. Rach > dem § 3 des Angestellten-VersichMungs- tzesetzeS ist bet Reichsarbeitsnnnistor mächtig!, biefe Grenze festzusetzen, sodaß das Kabinett heute einen entsprachenden 127 Beschluß fassen konnte. Hierzu ist nur -n klne Verordnung notwendig. Bel dem in 8 dem Communlqus erwähnten internatw- nale» Abkommen über die Seeschiffahrt handelt es sich, wie das Blatt schreibt,