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Der «iqrtgrnrcete beträgt fit den 10 gespalt. Zellenmilltmeter 6.08 «AL. kleine Baran-eigen 6.06 DSL, amtliche an» «e* teSrtige Anzeigen 0.10 SM. Bel schwierigem Satz sowie bei Platz- dorschrift 8Crtr Aufschlag. —

SmlW Sromte im Minim»

tu. Köln. 2. August. Der geschästs- führende Vorstand de» Landesverbandes Rheinland des Deutsche« Beamtenbundes hat fich mit der Verhaftung zweier Reichs- bankbeamten und eines dentschen Polizei­beamten in Maximilians«« und Zwei­brücken befahl und einstimmig beschlossen, die Reichsregierung zu bitten, dem Vorfall ihr« besondere Aufmerksamreit zu schenken und durch Verhandlungen dahi« zu wir­ken, daß die deutschen Beamten im besetz­ten Gebiet endlich von der Unterstellung unter fremdes Militärrecht befreit werden, damit stch derartige unverständliche Vor­gänge wie in Maximilians«« und Zwei­brücken nicht wiederholen können.

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Gouverneur der Nationalbank Oramolu, den Abgesandten der rumänischen Negie­rung bei der Reparationskommission Estimie und und Antonescu und dem ehe­maligen Finanzminister, dem jetzigen Di­rektor der Nationalbank, Lapedatu, besteht. Diese Abordnung wird mit weitgehenden Vollmachten auSgestattet werden. Die deutsche Regierung wird weiterhin ersucht, den Sennin der Verhandlungen festzu­setzen zwecks ‘Beilegung der seit zehn Zähren schwebenden Streitfragen.

Wie von zuständiger Stelle verlautet, wurde diese Note von Bratianu persönlich redigiert, was ihr eine besondereVe- beutung verleiht. Gleichzeitig wird von maßgebender Seite mitgeteilt, daß die Vollmachten der Regierungsabordnung so­wohl vom Ministerpräsidenten Bratianu als auch vom Regentschastsrat unterzeich­net worden sind.

ÄbechMsche Zeitung

grtilog, ten 3. August 1928

darauf hin, daß die Truppen an die litauische Grenze weitergeleitet werden.

CU ^oberhesflsche Bettung" e* Ufttid sechsmal wöchentlich. Oe- Egspreis monatlich 2 SW. aus- ZustellungsgebLht, durch »iePostL2L SMLtir etwa infolge gtttiU. Maschinen defekte oder (Irtrtntatet Ereignisse ausfallende AWmnern wirt kein Ersatz ge­leistet. Verlag d. Vr. §. Kitzervch, Diwk der Untv.-Bnchdrnckerei v. geb. Ang- «och, Markt 21/23. gern sprechet: Rr. 64. ü. Kr. 65. Postscheckkonto: Amt Frankfurt

SL Rr. 6016. — Sprechzeit & Redaktion von 10—11 und

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Ar eolnilditn Snieetn- »kMgUNgtN

Major Franco umgekehrt.

Paris, 2. Aus- Wie die Mittagsblätter aus Madrid melden, ist Major Franco, der mit seinem Flugzeug zum Welttlug ge­startet "war, nach duelva rurückgekehrt. Man glaubt, daß er am Donnerstag einen neuen Start versuchen wird.

ein neuer Estenbahnunglülk

in letzter Minute verhindert.

Durch die Aufmerksamkeit eines Loko­motivführers ist, gestern abend auf dem Hauptbahnhof Würzburg ein neues Eisenbahnunglück verhütet worden. Der Vorzug des beschleunigten Personenzuges Frankfurt-Würzburg mutzte, weil alleEleise autzergewöhnlich besetzt waren, in ein sonst von ihm nicht benutztes Gleis einfahren. Dabei bemerkte der Lokomotivführer Hoferer aus Fraukfurt gerade noch rechtzeitig, datz auf diesem Gleise bereits eine Wagengruppe abgestellt war. Es ge­lang ihm zum Glück, seinen Zug noch etwa 100 Meter vor diesen Wagen zum Halten zu bringen. Eine Untersuchung ist eingeleitet

Das schwedische Königsvaar will nach Baden-Baden iabrea.

wb. Stockholm, 2. Aus. Die Königin Viktoria beabsichtigt, nach ihrem Geburtstag am 7. August zusammen mit dein König eine ■ Reise nach Baden-Baden zu unternehmen.

Rumänien wünW wieder freundschaftliche Beziehungen

be- ln ne- /on wir nes ber itte ner ing-

Ift .H.

Sie deutsche Unparteilichkeit

ff. London, 3. Aug. Die berichteten Truppenbewegungen an der pol­nisch-litauischen Grenze und andere An­zeichen einer sehr lebhaften Grenztätigkeit, sowie die von Warschau und Kowno aus­gehenden Beschuldigungen und Eegenbe- schuldigungen werden, dem diplomatischen Berichterstatter des »Daily Tele­graph" zufolge, in London nicht ernst genommen. Man steht in ihnen lediglich ein diplomatisches Manöver und ein letzter Versuch, bei dem Völkerbundsrat Eindruck zu machen, von dem die litauisch­polnische Frage in einem Monat erneut verhandelt werde. Die vermittelnden Schritte in Warschau und Kowno der friedlichen Beilegung des Streites seien er­folgt, um die deutsche Unparteilichkeit dar- zutun.

die angeblichen polnischen Maßnahmen, deren Zweck man noch nicht durchschauen kann. Ebensolche Erregung herrscht in der deutschen Bevölkerung in Pommerel­len; denn hier wirkt sich die innerpolnische Krise noch besonders aus.

Ueber den Zweck der Manöver sind fol­gende Versionen möglich:

1. Das Manöver richtet fich gegen

Deutschland und Danzig.

2. die Truppen werden verwandt, um Pilsudskis innerpolitische Machtpläne zu verwirklichen,

3. Die Manöver richten sich gegen Litauen.

Die erste Möglichkeit ist ganz unwahr­scheinlich. Es laufen zur Zeit sowohl in Marienburg, Deutsch-Ehlau usw. wie auch an der anderen Seite des Korridors, in der Grenzmark, Posen, Westgreußen Gerüchte um, polnische Gruppen bereits die Grenze überschritten hätten oder über­schreiten werden. Diese Meldungen ent­behren jeder Grundlage. Zm Gegenteil es scheint so, als Polen seine Truppen von der pommerschen Grenze fortzleht und an der anderen Seite des Korridors zu- sarnnrenballt. Dieser Umstand deutet eher

tu. Schneidemühl, 2. Ang. Zu den - beunruhigenden Meldungen über die —- Polnischen Truppenverschie» Bungen in Pommerellen kann noch jfl f folgendes mit geteilt werden: Eine amt» ' liche Erklärung ist bis jetzt weder von deutscher noch von polnischer Seite er* folgt. Don polnischer Seite werden nach wie vor die beunruhigenden Nachrichten, die zuerst von der „Weichselzeitung" ver­breitet wurden, gestrichen. Zn der De-

Die Maemnachnchfen aus -em Offen

Da» »(»teilte Litauen — Starke Erregung in »en ienischen Grenzbezirken

toS dölkerung. Marienwerders, Deutsch-Ehlaus Und der anderen deutschen Grenzorte herrscht nichtsdestoweniger eine außer­ordentlich starke Erregung über

Anzeiger für (bas frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Atz kveio.T-ere wird es aber darauf ankommen, Laß Frankreich auf 7-'iuen Verbündeten, k nämlich auf Polen, kräftig sinwkrken, um & eine Katastrophe im Osten zu vermeiven. " '*3n Polen wird es adhängen, ob der Friede gewahrt wird. Litauen lrnrd bei seiner bekannten Schwäche kaum der an-

Sie znsammtnknnft in Rat!»

fr. London, 3. Aug. Der Pariser Korrespondent der „M o r n i n g Po ft" hört von maßgebender Seite, daß Staats­sekretär Kellogg vom Quai d'Qrsey die Versicherung erhalten hat, daß während seines Aufenthalies in Paris anläßlich der Unterzeichnung des Kriegsächtungspaktes keine anderen Fragen ange- schnitten werden dürfen. Erst auf Grund döeser Versicherung habe Kellogg d» Einladung nach Paris angenommen. Diese Bindung gegenüber Amerika, die Re- paralwnS- und Schnldensrage nicht anzu- schneSden, wird, wie der Korrespondent, glaubt, dazu führen, daß auch mtt dem deutschen Außenmmister die Erörterung anderer weitgehender Fragen vermieden WN7d.

An» Sonnten will untetniMtn

London, 2. Aug. Der spanische Minister. Präsident General Primo de Rivera kündigt seine Abreise nach Paris zur Unter­zeichnung des Kelloggpaktes für den 25. Au­gust an. ,

ff. Washington, 3. Aug. Die Meldung aus Madrid, daß General Primo de Rivera am 25. d. M. nach Paris zur Unterzeichnung des Kriegsverzichtspaktes abreisen werde, bat bei den amtlichen Stellen des Wasbing- tonei' Staatsdepartements einiges Er staunen hervorgerufen. Soweit

greifende Leit lem. Dom Völkerbund ist so gut wie nichts zu erwarten, falls es wirklich zu kriegerischen Verwicklungen kommen sollte. Einstweilen muß man im* wer noch hoffen, daß die vorliegenden Meldungen aufgebauscht sind.

Aus dem nahen Osten liegen Alarm­meldungen vor, die nicht unberücksichtigt gelassen werden Tonnen. 'Znrmer be­stimmter taucht das Gerächt auf, Polen habe ernstliche Absichten, auf die Annek­tierung Litauens, und die Zusammenkunft der polnischen Legionäre, die am 12. August in Wilna stattfindet, sei der Auf­takt zu größeren Aktionen. Es heißt so­gar, Pilsudski wolle in der Hauptstadt Litauens in Kowno, einziehen, um auf diese Weise die litauische Regierung zum förmlichen Verzicht auf Wilna zu zwingen.

Ob alle diese Meldungen einen ernst­haften Hintergrund haben, läßt sich mit absoluter Gewißheit nicht feststellen, da zahlreichen Nachrichten, die aus dem Osten kommen, nur zu sehr die Absicht anzu­erkennen ist. Doch immerhin ist es not- loendig, die Augen offen zu halten. Die innerpolitischen Schwierigkeiten Polens sind bekannt. Pilsudski, der mächtigste Mann in Polen, wird nämlich wegen Krankheit in absehbarer Zeit aus dem politischen Leben ausscheiden müssen. Die Anhänger Pilsudskis stehen vor der Frage, wer Nachfolger werden soll und können das Problem nicht ohne weiteres lösen, da es in Polen sehr an führenden Per­sönlichkeiten mangelt.

Was sich, sofern die Legionäre tatsäch­lich den Marsch auf Kowno antreten soll­en, aus einem solchen Unternehmen ent­wickeln könnte, ist schwer zu sagen. Nur so viel steht fest, dah keine Macht in der Lage wäre, oen Litauern praktisch Hilfe zu leisten, wenn Polen die Absicht haben isollte, sich das Land mit Gewalt anzu­gliedern. Dagegen würde die Situation für Deutschland sehr unangrnchmwer­den, denn Polen hätte dann das deutsche Ostpreußen völlig umklammert. And da der Appetit bekanntlich beim Essen kommt, so wären die stärksten Befürchtungen am Platze, daß eines Tages von Polen auch der Marsch nach Königsberg ange treten werden könnte, um auf dem Wege „fried­licher Durchdringung" die Provinz vom Deutschen Reiche loszulösen.

Angesichts dieser Situation ist e8 zu verstehen, daß die Mächte sich die größte Mühe geben, auf die zwei in Betracht kommenden Regierungen begütigend ein* i zuwirken. Es ist bekannt, dah sich auch Deutschland in dieser Richtting sowohl bei Polen wie bei Litauen eine;* e^t hat. Zns-

Sos ersM-snmzSMt Sttab rAtunMmvromH

Die Mitteilungen Chamberlains int englischen Anterhause über ein englisch- französisches Flvttenkomprvmiß werden in der französischen Presse mit nicht ganz unverdächtiger Begeisterung begrüßt. Zm Grunde genommen hat man bisher ja immer erlebt, daß bei solchen Abrüstungs- kvmbinationen am Ende eine Aufrüstung herauskommt. Bis jetzt ist jedenfalls noch nicht zu erkennen, welcher Art das Marineabrüstungskompromih ist, das zwi­schen London und Paris zustande ge­kommen fein soll. Der Gegensatz zwi­schen England und Frankreich hinsichtlich der Frage einer beschränkten Rüstung zur See bestand darin, daß Frankreich nur eine Beschränkung der Tonnage annehmeq wollte unter Beibehaltung der Freiheit, die SchiffStype selbst zu wählen, während England darauf bestand, dah die Zahl der Einheiten in jeder Schiffskategorie genau festgelegt würden und die Einzelheiten des Marineprogramms im voraus den inter­essierten Marinemächten bekanntzugeben seien. Der „Mattn" bemerkt, wenn in dieser Hinsicht die Schwierigkeiten nunmehi behoben erschienen, so seien die Motiva hierfür in politischen Beweggründen vor besonderer Bedeutung zu. suchen. Cham- beilain habe bei seinen Ausführungen aus die Schwäche des englischen Landheeres hmgewiesen. ES sei daher anzunehmen, daß zwischen Frankreich und England eine Entente zustande gekommen sei, die der englischen Admiralität die Möglichkeit ein­räume, ihre Grundsätze durchzuführen, an­dererseits aber der französischen Armee die Freiheit gebe, ihre Bewaffnung zu regeln, wie sie es wünsche. (Also Aus­rüstung?) Nach dem Mißerfolge der Marinekonferenz zwischen Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Zapan sei zu erwarten, dah die Tatsache der Ver­ständigung zwischen Frankreich und Eng­land in hohem Maße die versöhnlichen Vorschläge gegenüber anderen Mächten, insbesondere gegenüber den Vereinigten Staaten in der Flottenfrage erleichtern werde. Auf alle Fälle sei in dem fran­zösisch-englischen Abkommen nur der Wunsch zu erblicken, das Abrüstungswerk des Völkerbundes zu erleichtern, für welches die vorstehende Anterzeichnung des Kelloggpaktes andererseits eine günstige Atmosphäre schasse.

Man wird mit der dringend gebotenen Vorsicht abzuwarten haben, ob dieses ver­dächtige Spiel mit Worten die Wahrheit nicht, wie wir das so häufig erlebt haben, wieder einmal auf den Kopf stellt.

tu. Bukarest. 2. Aug. Zn den letz­ten Tagen hat Ministerpräsident Bra­tianu den deutschen Geschäftsträger, Ge­sandtschaftsrat Dr. KirchhölteS. emp­fangen.

Den Verhandlungsgegenstand bildete« die schwebende« deutsch-rumansichen Streitfragen. Bratianu hat als stell­vertretender Autzenminister am 31. Zuli dem dentschen Geschäftsträger eine Rote übereicht, in der die Hoff» nung ans Wiederaufnahme der alten Vorkriegsbeziehungen zwischen Ru­mänien und Deutschland ausgesprochen wird.

Gleichzeittg wird die deutsche Regierung von der Ernennung einer Abordnung in Kenntnis gesetzt, die aus dem ehemaligen