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Marburg und Umgebung
Bom Juli.
Des Jahres Höhe ist Meder einmal Wer- schritten der Monat Just hat seinen Anfang glommen. Die bekanntesten deutschen Namen sind Wärmemvnat. Heumonat oder Heuet, die auf die Eigenschaften des Monats in treffot» der Weise hrnzeigen. denn der ^usi. der zweite Sommermonat, gilt als der heiyefte Monat des Jahres und in ihm, am 23., be» .innen die als besonders heih verschrieenen Kunbstage, die bis zum 24. August dau«n. OiT Namen Hemnvnat und Heuet haben ryre D^erechtigung, tocil int 3ult bie Heuerrrte, hie im Juni begonnen wurde, zu Ende ge- Lihrt Mrd. Heber den Lauf und Stand der Könne im Juli sei hier auch einiges gesagt: »eit der sommerlichen Sonnenwende (dem 29. fluni) befindet sich die Sonne auf ihrem Marsche nach dem Süden. Am 2. 3ulr befindet sich die Sonne in der Erdferne, steht (rie Evde im sonnenfernsten Punkt ihrer Bahn. Jhr Abstand von der Sonne, bettagt 152 Millionen Kilometer gegen 147 Mittionen Kilometer an ihrem sonnennachsten Punkte Anfangs Januar. Nun ist zu wünschen, daß 5er Juli was das Wetter anbelangt, das Meder güt macht, was Mr an seinem Dor- ganger vielfach auszusetzen hatten.
• Admiral Scheer spricht in Marburg. Ls ist dem Seeverein (früher Zlottenverein) und dem Marineverein gelungen, den Sieger in der Skagerrak-Schlacht für einen öffentlichen Vortrag zu gewinnen. Admiral Scheer spricht am Dienstag, dem (0. Juli, 8% Uhr im großen Stadtsaal über „Skagerrak-Schlacht und die Notwendigkeit deutscher Seegeltung". Auf besonderen Wunsch des Admirals ist der ursprünglich früher geplante Vortrag in das Semester verlegt worden. Der Admiral ist seit Zitat (9(7 Lhren-Doktor der Univer- fität Marburg. Näheres durch Anzeige und Anschläge.
. * Universität. Der durch die Emeritierung des prof. h. Aöppe an der Universität Marburg erledigte Lehrstuhl der Staatswiffenschast ist dem ordentlichen Professor Dr. Wilhelm Röpke in Iena angeboten worden. Prof. Röpke, der vor einiger Zeit einen Ruf an die Universität Graz als Nachfolger von <E. Lukas angenommen und bereits feine Ernennung zum Grdinarius in Graz erhalten hat, ist aus Schwarmstedt (Hannover) gebürtig. Seine Lehrer waren w. Troeltsch in Marburg und L. Stephinger in Tübingen.
• Für Gteuerpflichtige. Aus bre gestrige Bekanntmachung ixS Finanzamts, betreffs Abrechnung der Umsatzsteuerhefte sei noch einmal besonders aufmerksam gemacht.
* Die Platzmusik auf dem Kasernenhof fällt morgen, Mittwoch, aus. Dafür konzertiert das Musikkorps von 5—6 Ahr auf der Ketzervach.
/ * Dritte volkstümliche Rhein- fahrt. Auch des Reisebüro Loeb (Gie- hen) veranstaltet am 15. Juli eine Sonderfahrt nach dem Rhein und zwar ab Gießen. Siehe heutige Anzeige.
• Sregerehrung. Testern abend wurden die siegreichen Turner den Marburger Turnerschaft mit Musik am Bahnhof abgeholt. Mit klingendem Svtel wurde zum Marktplatz marschiert und BezirkS- turnwart A. Heberlein würdigte tn einer kurzen Rede die Leistungen der Turner in Butzbach. Mt dem Liede Deutschland, Deutschland über alles, nahm dK Feier ihren Abschluß.
• Neuerungen bei der Post. Driefpäckchen führte, wie schon kurz milgeteilt, die Post am 1. Juli ein. Sie dürfen 25:15:10 oder 30:20:5, als Rolle 30:15 Zentimeter groß und 1 Kilogramm schwer sein. Sie werden mit der Briespost befördert und ausgetragen und kosten 60 Pfg. Das Päckchen für 40 Pkg. geht mit her Paketpost. Es darf 40:25:10 oder 50:20:10, als Rolle 75:10 Zentimeter groß und 2 Kilogramm schwer sein. Driefpäckchen oder Päckchen muß auf die Sendung geschrieben werden. Zulässig ist Einschreiben, Einlieferungsbescheinigung, Nachnahme, Rückschein und Postlagerbehandlung, aber nicht Wertangabe. Drucksachen, GeschästSpapiere und Mischsendungen dürfen nur noch 500 Gramm schwer sein. Angemeldete Festzeitgespräche gibt es mit dem Ausland. Sie kosten ein Drittel mehr als dringende, mindestens 40 Pfg. Zulässig sind sie mit Belgien, Däne- fnart, Danzig, Frankreich, Jugoslawen, Lettland, Lttauen, Luxemburg, den Nie- derlanden, Norwegen, Oesterreich, Polen, Schweden, der Schweiz, der Tschechoslowakei und Angarn.
Die Travelling Moris in Marburg.
Letzten Mittwoch haben wir einen Artikel »Srösfentticht, der das Wesen und die Geschichte deS englischen Singkreffes kennzeichne!. Wie auS dem Vorverkauf für die Vorfüh- antgen am Mittwoch in den Stadtsälen und am Donnerstag auf der Freilichtbühne her- «rgeht. zeigen alle Marburger Kre.se reges Interesse str den kommenden Besuch des Travelling Morris. Hebet die Grundsätze
vberhossisch« Zeitunz, Marburg a. L. Tt'euStag, den 3. Jult 1928.
9Jr. im
dieser deutsch-englischen Beziehungen schreibt Georg Götsch, der die englische Tanzgruppe begleitet und die musikalische Leitung übernommen hat, in der kleinen Broschüre: .Englandfahrt 1926“ (Georg Kallmeyer, Verlag Wolsenbüttel) folgendes:
.Jede Zellschicht hat das Recht, ihr Verhältnis zu den Nachbarvölkern aus eigener Anschauung zu bestimmen und nicht bloß auf überkommene Arteile zu stützen: sonst würde ja keine Geschichte möglich fein. Wikinger- fahrt en. Kreuzzüge, Hanseniederlafsungen, HandweckSburfchenwanderungen deuten den Wandel der DegegnungSform zwischen den Völkern an, und Mr haben diese Form für unsere Zeit auszuprägen. Run ist es ohne Zweifel dem ManneSalter Vorbehalten, politische Folgerungen aus solchen Begegnungen zu ziehen: aber die Begegnung selbst kann schon zwischen der jungen Mannschaft der Völker im spielenden Sichmefsen und im ahnungsvollen Aufspüren von Derwandtheit oder Fremdheit geschehen: ja, jede lebendige Heranwachsende Jungmannschast hat bisher Wege dazu erstürmt, wenn sie ihr nicht freigemacht worden sind."
Am 4. und 9. Juli werden diese Engländer aus Cambridge die Gäste Marburgs fern. Am Mittwoch nachmittag findet ein Vortrag von Rolf Gardener über die Beziehungen der englischen und deutschen Jugend im Hörsaal 6 des Landgrafenhauses statt. Am Donnerstag während eines Mittagessens auf der Burse werden die Körperschaften der Stadt die Engländer offiziell als Gäste willkommen heißen. Rach englischer Sitte Planen die Cambridger Studenten Donnerstag gegen Mittag auf dem Marktplatz einige ihrer Tänze zu tanzen. ES Mrd ratsam sein, sich sofort Eintrittskarten für die beiden Vorstellungen, die verschiedenes bieten, zu sichern.
Billige Sonntags-Sonderfahrt am Rhein.
Die Reichsbahndirektion Kassel hat, wie schon kurz gemeldet, für Sonntag, den 15. Juli, eine billige Sonderfahrt zum Rhein in Aussicht genommen. Der Sonderzug beginnt in Arolsen und nimmt Teilnehmer von den Stationen der Strecke Frankenberg bis Marburg (Lahn) auf. Um die Fahrt zu beschleunigen, fährt der Sonderzug von Frankenberg big Marburg (Lahn) ohne Verkehrsaufenthalt durch, Teilnehmer von den Zwischenstationen erreichen den Sonderzug in Marburg. Plätze für sie werden freigehalten. Näheres über den Verlauf der Sonderfahrt ist aus den mit allen Bildern versehenen Programm zu ersehen, die an den Fahrkartenschaltern kostenlos an Interessenten abgegeben werden.
Heber die Naturschönheiten und die herrlichen Eindrücke, die ein Ausflug zum Rhein bietet, braucht nichts gesagt zu werden, sie sind vielmehr in unzähligen Liedern und Gedichten besungen und gepriesen. An dieser Stelle seien kurz die Vorzüge genannt, die die Sonderfahrt für die Bewohner der an der Sonderzugstrecke gelegenen Ortschaften bedeutet. Bei Benutzung planmäßiger Züge wird nämlich eine Fahrt nach Rüdesheim und Koblenz für Anwohner des Ausgangsgebietes der Sonderfahrt nicht nur erheblich teurer, sondern fast unmöglich, da man bei Durchführung der Fahrt nach dem vorgesehenen Programm mindestens zwei Tage benötigen würde: hierdurch würde aber eine Beteiligung für weite Kreise unmöglich werden. Wir möchten daher nicht versäumen, auf diese billige Rheinfahrt hinzuweisen und eine Teilnahme dringend zu empfehlen. Auch taten wir, zum recht baldigen Kauf der Teilnehmerkarten, denn nur dann wird man sich einen Platz bei der zu erwartenden starken Nachfrage sichern können.
Kreis Marburg
Wetter. 2. Juli. Einen Anfall, der leicht verhängnisvolle Folgen haben konnte, erlitt der hiesige Eleftromonteur Peter Pfeiffer. Beim Besteigen eines Leitungs- mastes, dessen Aeußeres nicht darauf fchlleßen ließ, daß er morsch war, brach derselbe und stürzte um. Nur dem Amstand, daß das abgebrochene Ende auf einen stabilen Zaun fiel, der stand hielt, ist es zu verdanken, daß Pfeifer nur mit Quetschungen davon kam.
m. Weipoltshausen, 2.Juli. Am Sonntag hatten di« dem Sängerbund „Heimatland“ angehörenden Männer-Gesangvereine aus dem Salzböde- und Lahn- tal ein Wertungssingen veranstaltet, welches bekundete, daß der Wille auf dem Betätigungsfeld« der Pflege des deutschen Volksliedes als erstes Prinzip gilt. And gerade die Auffassung und Ausdeutung des Textinhaltes bewies, wie tief die Wurzel echt vollstümlichen Empfindens gerade in den ländlichen Vereinen kraftvolle Fasern angesetzt hat. Je nach Stimmzahl der Gruppen der einzelnen Vereine wirkte sich di« geistig-seelisch« Auffassung und di« technisch« Ausführung entsprechend aus. Doch war im allgemeinen der Eindruck idealen Strebens und Hingeben zur Sache bemerkbar, wenn auch in musikalisch-tech- nifcher Hinsicht den kleineren, noch in der ersten Schulung begriffenen Vereinen noch in vokalischer und tonbildlicher Hinsicht noch manches mangelt, was den auf höherem musikalischem Stand stehenden Vereinen in der Ausführung geläufiger war.
Aufgegeben waren ein Pflichtchor: „So leb’ denn wohl, du alte Gasse“ und ein vom Preisrichter von drei vorgeschlagenen Liedern bestimmtes Lied. Vorbildlich waren die Vvrttäge der Vereine: Lohra (Dirigent Kurz), Frvnhaufen (Schick), Niederwalgern (Dräute), KirchverS (Groß). An dem Wertungssingen nahmen 11 von vorher 17 angesagten Vereinen teil. Auf dem vor dem Dorfe hergerichteten Festplatze, zu welchem aus der Amgebung viele Vereine gekommen waren, gaben noch etwa 10 weitere Sängervereinigungen gute Proben ihrer Gesangskunst ab. ,
Kreis KirMaln
- Neustadt, 2. Juli. Im vollen Gange ist hier die Heuernte, die erste Ernte des Landwirts, während unsere Nachbargememd en bereits dieselbe beendet haben. Infolge unserer Höhenlage an der Wasserscheide tritt hier die Zett der Reife immer 8—10 Tage später bei allen Ernten ein. Der diesjährige Heuertrag bleibt gegen den vorjährigen wesentlich zurück, was mit der kalten, fast Winterfichen Temperatur der Monate Mai und Anfangs Juni zusammen hängt.
- Neustadt, 2. Juli. Am 29. Juni fand auf dem vchießstand deS Sportvereins ^Horrido" ein Aebungsschießen der Oberlandsäger des KreiseS Kirchhain statt. Das Schießen erstreckte sich auf feste und bewegliche Ziele mit Karabiner und Pistole, wobei gute Schiehresultate erzielt wurden. — Der 1920 gegründete Schießsportverein »Horrido“ hielt gestern auf seinem Schießstand im Distrikt Wagenberg sein satzungsgemätz vorgeschrrebe- neS KönigSschTeßen ab. Als bester Schütze ging Metzger Eduard Rmnert mit 51 Dingen hervor, welcher damit zum drttten Male die Würde des Schützenkönigs errang und außerdem einen silbernen Ehrenbecher mtt Keiler erhielt. Anschließend fand ein Preisschiehen statt.
- Momberg, 2. Juli. Die Zusammenlegung unserer Gemarkung ist in ein werteres Stadium getreten. Nachdem die Donitterung der Feldlage beendet ist. nimmt das Kulturamt VI Marburg jetzt die Planwünsche der Grundstücksbesitzer entgegen, wozu tägfiche Termine in der Gasttvirtschast Schmidt an» beraumt sind. Man hofft bestimmt, daß die Aeberweisuna der neuen Pläne spätestens am , 1. Oktober 1930 stattfinden wird, zumal ein Teil der Gemarkung bereits mit der Verkopplung der Nachbargemeind« Neustadt zusam- _ mengelegt worden ist.
KrelS ffronkenderg
Frankenberg, 1. Infi. An den Obst- bäumen unseres Kreises treten viele Krankheiten auf, Darunter die gefürchtete Sprtzen- bürre. Die besten Bäume gehen nach und nach ein. Wie nun Herr Lehrer Mang mUrteilte, war es auch lm Kreise Homberg, wo er amtlich tätig rst, so. ES hat daraufhin der KreiS drei Baumspttktzen beschafft, die nun in allen Orten in Tätigkeit traten. Der Erfolg war ein großartiger, und man hat seitdem auch wieder Vollernten. Es wäre sehr zu empfehlen, daß man auch tn unserem Kreis diesem Beispiel folgte. ! i
KreiS Slevenkovt
Wilhelm Sh ütte, 30. Juni. Durch das Einlegen des Zuges 3172 auf der Strecke Biedenkopf—Buchenau an Werktagen endigt vom 1. Juli an die Nachmittagsfahrt des Gladenbacher Kraftwagens bereits in Wil- helmshütte. Dort wartet er die Ankunft dieses Zuges um 15,51 Ahr ab und fährt un bestehenden Plane zurück.
M W im M
Obwohl der Sommer bisher einen wenig sommerlichen Verlauf genommen und die Temperatur besonders in der Nacht weit unter der normalen lag — hatten wir doch sogar im Juli empfindliche Nachtftöste — ist die- in den meisten Revieren für unser Wild nicht schädigend gewesen, ausgenommen natürlich solche Gegenden, die von Wollenbrüchen. Sturmverheerungen und Aeberschwemmungen heimgesucht wurden.
Nach den vorliegenden Berichten ist deshalb das Drutgeschäft unseres Flugwildes und das Setzgeschäft des Haarwildes, wie die in Köthen (Anhalt) erscheinende Jagdzeitschrift St. Hu- bertuS — Der Heger mitteilt. im großen und ganzen befriedigend verlausen und eröffnet für die Jagdzeit keine schlechten Aussichten, soweit von solchen bei der allgemeinen Lage des WildstandeS überhaupt gesprochen werden kann.
Mtt dem 1. Juli wird in vielen Ländern die Schußzeit auf den Edelhirsch eröffnet. Doch Mrd ihm der waidgerechte Jäger auch da, wo dieses der Fall ist, noch eine freiwillige Schonzeit zuerkennen, wenn nicht ganz besonders liegende Fälle den Abschluß gebieten. Denn des Hirsches Hauptfchmuck ist zwar normalerweise bereits fertig geschoben, trägt jedoch noch den Bast und ist mit dem Dastgeweih als Trophäe keine Ehre einzulegen. Erst mit Ende des Monats, und da noch nicht mal allgemein, haben die Hirsche fertig verfegt.
Der R e h b v ck in feinem roten Rock ist nun völlig schu' eif und tritt in die Feistzeit. Doch ist er sehr heimlich geworden und daS hohe Getreide bietet ihm willkommenen Schutz un5 R'.che vor der ^i«g«nplage. Er- fot<e auf Pürsch und Ansitz sind deshalb gering. (Ic)t mit Beginn der Brunft, Ende de« Monats, werden ihm wieder mehr Aussichten geboten. Mit dem Blatten ist vorerst jedoch noch ein wenig Zurückhaltung geboten, einmal, um nicht die besten Böcke vorzeitig zu vergrämen, dann aber auch, um nicht durch voreiligen Abschluß den Beschlag der Dicken zu unterbinden.
Außer der Dockjagd ist die Jagd auf Enten frei. Soweit junge Enten flügge sind steht ihrer Dejagung nichts im Wege. Doch sind noch nicht völlig beflogene Schafe zu schonen, ebenso die alten führenden Mutter- Enten. Der Erpel tritt Mitte des Monats in die Mauserzeft, die ihn flugunfähig macht. Seinem Abschuß steht nichts im Wege, obgleich seine jetzt leichte Erbeutung gerade fcin großes Jagdvergnügen bereitet.
Auch alles übrige Sumpf- und Wassergeflügel darf im Juli erlegt werden. Cs empfiehlt sich jedoch, in Berücksichtigung deS Amstandes zweiter Bruten auch bei Wildtauben alte Vögel zu schonen und tunlichst nud junge Vögel abzuschießen.
Der Aeberwachung des Raubwildes ist in diesem Monat der allgemeinen Entwicklung ganze Aufmerssamkeit zu schenken. Besonders ist auf das Treiben streunender Hunde und Katzen der Waldbummler und vor allem der Wilderer zu passen, die zur Zeit der Rehbrunft besonders gern ihr Wesen treiben und sich nicht scheuen, mit Hilfe der Kitzblatter die säugende Ricke heranzulocken und zu schießen.
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Volkspreisschießen.
Auch gestern erfreute sich das vorn Schützenverein auf den Schietzständen im Gefälle veranstaltete Preisschietzen regster Teilnahme. Bei der Preisverteilung konn- tn etwa 60 Preise verliehen werden, von denen wir heute di« 15 ersten veröffentlichen. Die übrigen folgen in morgiger Nummer.
1. Preis Oskar Wiegand, Marburg, 35 Ringe. 2. Georg Kaletsch, Niederwalgern, 35 Ringe. 3. Karl Binzer, Marburg, 35 Ring«. 4. Heide, Bracht, 35 Ringe. 5» August Bauer, Marburg, 34 Ringe. 6. Kohlhase, z. 3t. Iägerheim, 34 Ringe. 7, Sommerkamp. Schüler, Marburg, 34 Ringe. 8. Gottlieb Klein, Marburg, 34 Ringe. 9. Salowski, Marburg, 34 Ring«. 10. Pfarrer Korff, Gemünden, 34 Ringe« 11. Heinr. Schneider, Marburg, 34 Ringe« 12. I. Sälzer, Marburg, 34 Ringe. 13. Paul, Reichsw.-Regt. 15, 16. Komp., 34 Ring«. 14. Schlitt, Seibelsdorf, 34 Rtnge. 15. August Scherer, Dagobertshausen, 34 Ringe.
Den für die beste Ringzahl einer Dame ausgesetzten Preis erhielt Frau Sohl, Marburg, mit 27 Ringen.
Den für den jüngsten Schützen ausgesetzten Preis erhielt Wilhelm Braun, Sohn des Senators Braun in Marburg, mit 26 Ringen.
Letzte MtjchasiSmel-ungeir
r. Frankfurt, 3. Juli. Die hiesige Effektenbörse verkehrt weiter in sehr kleinem Geschäft und starker Zurückhaltung der Spekulation in schwacher Haltung. Das Hauptversteifungsmoment ist wohl in der anhaltenden Versteifung Les Geldmarktes zu suchen. Farbenindustri« 270, Siemens 366.
r. Frankfurt, 3. Juli. Der hiesig« Produktenmarkt verkehrt in ruhiger Hak tung. Die Händler üben nach wie vor große Zurückhaltung. Aus diesem Grund« kommen Geschäfte nicht zustande. Preisveränderungen liegen nicht vor.
r. Berlin, 3. Juli. Der Berliners Vroduktenmarkt verkehrt in stiller Haltung. Da keine Anregung vorkiegt, waren Umsätze und Preisveränderungen nicht festzu- stellen. ।
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Stü-t. Bekanntmachung
Wegen Kanakisierungsarbeiten wird die Schützenstraße zwischen Lothringer- und Ortenbecgstraße von heute ab bis auf Weiteres für allen Fährverkehr und der Trofedamm zwischen dem Verbindungssteg Weide-Stadion und dem Sommerbad vorn 3. d. Mts. ab bis einschl. 13. Juli 1928 für den Verkehr polizeilich gesperrt.
Marburg, 2. Juli 1928. 4385
Die Polizeiverwaltung.
I. V. Potz.
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Geschäftliche Mitte lungen.
Ein Probewaschen
findet Mittwoch, den 4. und Donnerstag, den 5. Juli, im Saale Hotel Freidhof, nachmittags 3,30 und abends 8 Ahr, statt. Alle Hausfrauen, die nicht mehr 10 bis 12 Stunden am Waschfaß stehen, sondern in 2 bis 3 Stunden ihre Wäsche reinigen wollen, werden zu einer Besichtigung emgeladen. Bisher war maschinelles Wäschereinigen nur eine Einrichtung für begüterte Kreise. Der vorgeführte billige Wäscheapparat macht eS auch der minderbemittelten Hausfrau möglich, sich von den Plagen des Waschtages zu befreien. Wir können den Besuch der beiden Dorsüh- führungen allen Hausfrauen empfehlen. (Näheres siehe Anzeige.)
Kirchliche Nachrichten.
Mittwoch, 4. Juli.
Pfarrkirche. 10 Ahr: Senior Dr. Schmidt-Preßburg; 2 Ahr: Nachftttr: 8 Ahr abends: Gemeinde bcnd m Phisipps- haus.
Reform. Stadt- und AniversitätS- kirche. 8V2 Ahr: Abendandacht.