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Freiherr von Hünefeld nahm dann, sichtlich stark bewegt, Wort zu einer kurzen Ansprache, in er ausführte:

„Freundschaft" mit Frl. Earhart und dem Piloten Stutz ist um 1 Uhr 40 Minuten im Hafen von LlaneSq (Erafschaft Wales) । niedergangen. Die Landung erfolgte in der Carmarthen-Lucht. Nachdem das Flugzeug auf das Waffe, niedergegangen war. wurden die Flieger von Fischern an Land gebracht.

Zur Landung de« Flugzeuges „Freund­schaft" melden die Blätter: Nachdem das Wasserflugzeug an einer Bose verankert war. begab fich der Chefpilot William Etulz an Bord eines Küstenwachtbootes an Land, um frischen Brennstoff zu be­stellen. Miß Earhart und der Mechaniker Sordon blieben an Bord, Stulz erklärte, sie wollten sobald wie möglich nach Sout­hampton weiterfliegen. Er bestätigte, daß Mangel an Benzin die Landung notwen­dig gemacht hätte.

In einem Interview m:t dem „Gvening Standard" berichtete Stulz: „Ich habe das Flugzeug während des ganzen Fluges ge­steuert und ba'tr infolge Nebel, und Re, gens grobe Schwierigkeiten, meinen Kurs einzuhalten. Ich hatte schon seit einiger Zeit wahrgenommen, dah der Benzinvor- rat knapp wurde und beschlossen, bei der

KN jDberbeffitoe Zeitung" et» Aetnt fetbetnal wöchentlich. 8«» psrttet« monatlich 2 GM. an«* eyiegl ZufteUung«gebübr, durch GM.sfür etwa infolge Streik«. flRaftbinenbefette oder (jnaentarer Ereignisse anafaCatbt jtaemtere wird teilt Ersan g«- jttftd. Verlag d. Dr. 5 -itzeroth, W der Uni».-Duchdru«terei K 5»b. Sog. Koch. Marti 21/28, gernsptecher: Nr. 54. o. Nr. 55. Postschecttont«: Amt ^tanffntt M. Nr 6016. — Sprechzeit 1# gledattion von 10—11 und *1,1-1 Uhr.

Haven aber haben das Glück, als erste Ver­treter einer deutschen Stadt Ihnen diesen, vom ganzen deutschen Volk mitgenommenen Mllkommensgvnh pe iöniich auszusprechen.

Wir gedenken in dieser Stunde dank­bar der festlichen Aufnahme, d'e Ihnen drüben Amerikas grobes Volk und Land bereitet haben und erkennen mit jenem Volk die Größe und den höchsten Wert ihrer siegreichen Fahrt in der Zuversicht, dah aus ihr erneut der Quell der Erkenntnis und des Willens zu engerer verLundenheit aller Völker sich erschliehen wird.

Als Tegtoincec der Elemente, als Sieger über alle Fährnisse und He mm.isse SO westslug s über das Meer, a'.s Pioniere deutsche.: Geistes und deutscher Arbeit und als Wegbereiter der immer tieferen Versöhnung und Verbindung der Völker grüßen wir Sie. Bremerhavens

Einwohnerschaft sagt Ihnen durch meinen Mund noch einmal ein herzliches Willkommen in Deutschland und bittet Sie, zur Erinne­rung an diese Stunde der Heimkehr kleines Erinnerungsgeschenk in diesen bernen Tellern annehmen zu wollen."

die erste offizielle Begrübungsfeier, 8U tor sich mit den Fliegern und deren An­gehörigen die Herren der Reederei, in Vertretung der Reichsregierung Mini­sterialdirektor Brandenburg, für den Bremer Senat Staatsrat Dr. D u ck w i tz. der Bremer amer.kanische und englisch: KoNjUi, sow.e zahlieiche Pressever r.ter aus

ganzen Reiche eingefunden hatten. Ais die Flieger die Halle betraten, wurden cmpfa^^ lebhaften Beifallskundgebungen

Geheimrat St'mming

$‘c Sieger und Ilöerr ichte ihnen a.S Gabe der Erinnerung an die Aeber- fayrl auf dem „Columbus" eins Medaille, die der Lloyd, der mit dem Flug ja innig verbunden sei, hat prägen lassen. Er brauche nicht herdorzuheben, was die Flie­ger Mit ihrem Fluge geleistet hätten, aber er danke für den Idealismus, für chren

„Alle für einen, einer für alle, das ist der Wahlspruch unseres „Bremen"-FlugeS gewesen und > soll'eS auch bleiben, nach­dem wir mit Gottes gnädiger Hilfe in die Heimat zurückgekehrt find. In diesem Augenblick, da der „Columbus" die deutsche Muttererde wieder berührt hat, möchte ich Ihnen, zugleich auch im Ramen meiner Kameraden, tiefbewegten Dank sagen für den so herzlichen Empfang. Als ich heute früh beim Erwachen hinaussah aus dem kleinen Fenster meiner Kabine

remen. 18. Gant Ganz Rordwest- 'land erwartete am Montag früh mit i Spannung das Eintreffen der deutschen flieger. In den festlich geschmückten Bremerhavens, wo die ,'Bremen"- zuerst wieder deutschen Boden be- , herrschte reges Leben und Treiben, dem frühen Morgen pilgerten die Massen Eolumbuskai, dem Anlegeplatz des fers. Der zur Verfügung stehende freie reichte bei weitem nicht aus, die nach ausenden zählende Menschenmenge auf- en. Die Hottls hatten seit Sonnabend tttag einen riesigen Fremdenzustrvm zu tigen. Auf der Landstraße von Bremen der ttnterweser wimmelte es schon in den Morgenstunden von Tausenden von ahrzeugen aller Art. Leichte Aegen- am Vormittag konnten die Menschen- von ihrer frohen Feststimmung nicht

erst«« günstig«» Gelegenheit zu lande«. Mein« Gefährten sind gesund und froh, aber wir find all« müde. Miß Earhart hat sich in dem Flugzeuge zur Ruhe gelegt. Das Benzin würde nur noch für einige Meilen gereicht haben. Der Flug war nicht ange, nehm, da ich ausschließlich mit Hilfe meiner Instrumente gesteuert habe. Glück­licherweise hat keine« von ihnen versagt." Einem Bertreter der „Evening News" sagte Mih Earhart: „Ich bin sehr froh und sehr glücklich, aber ich bin zu müde, um mehr zu sage«.

Ein Zeppelin-Flug Friegrichshafen— Californien geplant.

fk New york, 19. Juni. „Associated Preß" meldet aus Lang Beach (Cali­fornien): Bürgermeister Hauge kündigt heute an. er habe von Dr. Eckener die Nachricht erhalten, dah der neue Zeppelin, der in Friedrichshafen seiner Vollendung entgegen geht, im Juli einen direkten Fernflug von Friedrichshofen nach Lena Beach versuchen werde. Die Ankunft des Luftschiffes werde während der in Lang Mach stattfindenden Ausstellung der pazi­fischen Südweststaaten erfolgen. Die Be­amten der Ausstellung erklärten, sie wür­den die Washingtoner Regierung er­suchen, den in Panama befindlichen trans­portablen Verankerungsmast nach Song Deach schaffen zu lassen.

| so glanzend«« Willen zur Tat ' I Ar *lne neue Drücke zu dem großen I Volke jenseits des Ozeans geschagen habe. I Ministerialdirektor Brandenburg I vom Reichsministerium erklärte, die Reichsregierung habe den Wunsch gehabt, die drei Flieger beim Betreten deutschen Bodens willkommen zu Heißen, ehe die offizielle Begrüßung in Berlin stattfinden werde. In Ausführung dieses Wunsches habe er sich herzlich gern hier­herbegeben und heiße die Ozeanüber- winder im Ramen der Reichsregierung und im Ramen der Lustfahtt herzlich will- kommen. Staatsrat Dr. Duckwitz über- bra'chte die Trutze Bremens, das eifrig füi den morgigen Empfang rüste.

Im Namen der Presse richtet« dann Direktor Gustav Richter, geschäftsführender Vorsitzender des Reichs- verbandeS der deutschen Presse, folgend« Wor.e der SSegrü6ung an die Flüeger: „Im Namen des Reichsverbandes der deutschen Presse habe ich die Ehre, Sie bet Ihrer Rückkehr in die Heimat herzlichst zu 6t« grüßen und Ihnen auch namens der deut­schen Presse zu danken für Ihre kühne und große Tat. Mit Ihnen begrüße ich Herrn Fitzmaurice, der Ihnen bet dem . Lzeanslug als. treuer Kamerad zur Sette gestanden hat. Auch'er ist uns herzlich willkommen in Deutschland. Ihnen urtt» ihre: bewundernswerten Leistung gegenüber ist die deutsche Presse in der gkückkkchen Lage gewesen, von der Kritik, die ja auch ihres Amtes ist, zur reinen Be­wunderung zurückzukehren. Wieder ein­mal hat sich unser Volk bewundernd um eine große deutsche Kultur tat ge» schaart und ist trotz aller leidigen Zerklüf­tung und Zerrissenheit

zum Dewußisein seiner unverbrüchliches Einheit gekommen.

Das danken wir Ihnen und Ihrer hsv, vorragenden Leistung. Ihrem sachliche« und schlich en Willen, meine Herren, würde es nicht entsprechen, wenn tch hier allzu viel Rühmens und Aufhebens von Ihne« und Ihrer Tat machen würde. Sie Jütb durch die Tar selbst am höchsten geehrt, Sie werden gefühlt haben, daß Ste

Lei ihrem Flug nach Amerika begleitet und getragen waren von den heiße« Wünschen und Energien vo« Milli.

onen deutscher Herzen.

Eia Mttlüiflttnflrg MttWhasen-EMornka n. 18. Juni. Das Flugzeug

und das deutsche Land vor mir lag, zum ersten Male nach den Monaten, die für uns so Anerhörtes an Geschehen und Er­leben gebracht haben, wie wir uns es nie­mals erträumt hatten, da habe ich erst einen Begriff von dem bekommen, was der alte Dichter Homer feinen Odysseus er­leben läßt, da dieser bei seiner Heimkehr niederkniet und

den heiligen Boden des Mutterlandes küßt. Mehr zu sagen vermag ich im Augenblick nicht, und so lassen Sie mich für die Teilnehmer des „Bremen"-FluaeS Dank sagen."

Die „Bremen"-Flieger wurden durch er­neuten herzlichen Beifall lebhaft gefeiert und dann sp.ette die Kapelle das „Deutsch-' landlied", das die Anwesenden m.tsanasn. und die irische Rationalhymne.

3uf dem schmucksten Dampfer des Rorb- deutschen Lloyds, dem „Columbus", sind die tattoen Flieger Köhl und v. Hünefeld, be­gleitet von ihrem Kameraden Fitzmaur.ce nach Jeutschland zurückgekehrt. Man hat ihnen « der Heimat einen Empfang bereitet, der sicherlich nicht so pompös und so demonstrativ W wie in den Vereinigten Staaten von M| Mdamerika, der aber, weil er der Empfang, ite Begrüßung, das Willkommen des deut- ■Wi !Hnt Volkes ist, viel herzlicher fern muß, «Niger, persönlicher. Am P-.er in Bremen landen keine Regimenter in Paradeauf- fftllung, keine Kundgebung von H mderten von «l Auszeugen konnte die Heimgekehrten ehren.

' .toaS das deutsche Volk geben konnte, das «W vor seine ehrliche Freude, sein aufrichtiger kiolz auf die Leistung feiner Flieger, die ganz Amerika monatelang in Atem hielt. Wenn « .Columbus", noch bevor er in den Hafen «lief, ein kleiner Dampfer längs vorbeilief. ‘ Hunderte von deutschen Jungens mit ent- » Häuptern das Deutschlandlied den auf der Kommandvb'ücke zur Ehrung

. so wird dieser erste Trutz in der t Köhl und v. Hünefeld eine leite g. gegeben haben, welch tiefe Empfin- ihr großes Werk überall dort geweckt wo deutsche Herzen schlagen und deutsch wird.

öbechMsche Zeitung

Anzeiger für (das frühere kurhessische) OSerhesfen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

j E«-dte Bremerhaven und Weser-

V5 Er führte u. a. auS:

^Ukvmmen, von Herzen willkommen in i"Wnb! — Das ist der Gruß, der Lhne.r, ^xrten Köhl, Fitzmaurice und von don btefem Augenblick Sh.e: glück- ^dttmkehr an mill.onenfach aus Dem von sJLk~ciminDerung und Begeisterung über- Herzen Deutschlands entgegen-

itoirb. Wir hier an der üntertoefer, | Kurz nach 1 Uhr begann in der aroßen Tochter- und Hafenstadt Bremer» I Sesellschaftshalle des „Columbus"

Und wo immer Sie hinkommen werden, nachdem Sie den Boden der Heimat be­treten haben, werden Sie fühlen, daß unser Dank,und un e e Anerk.mnung aus tiefstem Empfinden deutschen Herzens kommen, und daß, wie Ihre Tat auf uns alle neue Energien zur Weiterarbeit an Deutschlands Wiederaufbau ausgestrahlt hat, auch echte deutsche Dankbarkeit Ihnen selber neue Energien zu weiterer glückhafter Arbeit geben wird. Ich bin fest überzeugt, daß Ihr weltverbindender Flug zu allen Zeiten als friedliche Pionierarbeit ge­wertet werden wird, an die die Menschheit wei.e, schwer auszudenkende Hoffnungen und Ausblicke knüpfen darf. In diesem Sinne grüßt Sie der Reichsverband der deutschen Presse und widmet Ihnen diese Lorbeerkränze."

Nach Begrüßungsansprachen durch den amerikanischen und den englischen Konsul in Bremen ergriff

Hauptmann Köhl,

von stürmischem Beifall begrüßt, das Wort, nm namens der F.'ieger den Dank für bte herzliche Bewillkommnung zum Ausdruck zu bringen. „Wir bringen Ihnen", so erklärte Köhl, „die Grütze unseren LandS- leu-e aus Amerika. Wir haben zahlreiche amerikanische Großstädte besucht und über, all sind uns unter den begeisterten Be- grützungen die Worte entgegengerufen wor-

e •: „Hoch Deutschland! Grüßt mir die eutfFie Heimat." Hierauf stellteKöhk de.i neuen Kampfgenossen der beiden deut­schen Flieger, Major Fitzmaurice, unter herzlichem Jubel der Anwesenden vor. Er schloß seine Dankrede mit einem Gruß an die teure, deutsche Hermat.

«°Ache Betriebe hatte« für den be­deutungsvollen Tag all« ihr« Ange» stellten unb Arbeiter burlaubt.

Sa Der „Columbus" bereits am zeitigen eingetroffen war, entfielen Die aus Schaven zur Einholung des Schiffes nach ^.Hvheweg-Leuchtturrn geplanten Dampfer» S*”; vuch aus Dem Dinnenlande , ‘n Don Verzügen eingetroffen waren.

^,ch9elaDenen Gäste und Preffevertreter raen um 9 tthr von dem Dampfer „Ro- c, unmittelbar auf den „Columbus", der l,21'; anberen im Hafen liegenden Schifte die Toppen geflaggt hatte, gebracht "ach Ankunft auf dem „Cofurnbus" er-

u!5 v"^aer x o y i, Slyrnaurice e ü n e f e I b mit ihren Dirretö i^en , Kommandobrücke, wo fie zunächst in Jweujfcuer der zahlreichen Pressephoto- genommen würben. Die drei Flieger Sl oas von der amerikanischen Regierung Flieger-Ehrenkreuz. Fitzmaurice b-f*ö ie?^run;'orm- AlSbald begannen mit hLj? dicht besetzte Dampfer den „®o-

5U umkreisen, die den Fliegern be* iuiubelten.

i^Muggeschwaber vo« über 30 Flug- entboten ben Heimkehrenben.

sk durch lebhaftes Tücherschwenk«« die erst«« Grüße aus der Lust.

12 Ahr begrüßte

t Oberbürgermeister BeckF.

s^i-rfTnen‘‘«5IiegeT im Ramen der Unter-