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mittoo», - ten 11 Sun! 1928
ÄbechMsche Zeitung
SM über die Regierungsbildung schon zu einem Teil gefördert zu sein. Die Verband- iungen sollen morgen fortgesetzt und durch diejenigen mit den anderen in Betracht kommenden Parteien ergänzt werden. Ueber gestrigen Verhandlungen wurde das Kommunique ausgegeben: Am Nackmit- As fanden die Verhandlungen zwischen Vertretern der sozialdemokratischen und der dotttums'^raftion statt, die der Schaffung °er sachlichen Voraussetzungen für die Re- ^rungsbildung galten.
Die deutschnationale Reichstagsfraktion gestern ihre erste Sitzung ab. Auf Vortag -es Grafen Westarp wurde die Wahl £ Fraktionsvorstandes bis zum Beginn ? Parlamentarischen Arbeiten ausgesetzt.
ein Referat des Grafen Westarp über politische Lage schloß sich eine ausge- M^te Aussprache über die bisherige und ästige parlamentarische Arbeit.
Fraktionssitzung der Bayerischen z°nLpartei im Reichstag war nur von für« Dauer. Der Fraktionsvorstand wurde Meiner bisherigen Zusammensetzung wie- ^Zewählt. Abg. Leicht ist wieder Vor-
einem Bericht des Abg. Guerard kurz über die Lage, die durch den Regierungswechsel gegeben ist und beschäftigte sich dann mit wirtschaftlichen Fragen, über die der Abg. Lammers referierte. Zm Ansästuß an die Verhandlungen zwischen Sozialdemokraten und Zentrum hielt die Zentrumsfraktion des Reichstages noch eine Sitzung ab, in der jbg. v. Guerard über die stattgefundenen Verhandlungen Beriet erstattete. Wie das Nachrichtenbüro des Vdz. erfährt, hat der Abg. Müller-Franken an den Reiebsarbeits- minister Dr. Brauns bezw. an die Zentrumsfraktion das dringende Ersuchen gerichtet, daß Minister Dr. Brauns in seinem Amte verbleiben möge. Dr. Brauns und die Zentrumsfraktion haben diesem Ersuchen zugestimmt, allerdings unter der Voraussetzung, daß Dr. Brauns alsbald zur Wiederherstellung seiner Gesundheit einen längeren Erholungsurlaub antritt.
Die demokratische Reichstagsfraktion hat zu ihrem Vorsitzenden den Abg. Rock-Weser wiedergewählt. Die übrige Vorflandswahl wurde noch aufgeschoben.
Zu den Besprechungen zwischen Za- leski, Briand und P oincar6 am Dienstag erklärt der offiziöse „Petit Parisien", Zaleski habe vor seiner Rückreise nach Warichau Wert darauf gelegt, die Aufmerksamkeit der politischen französischen Kreise auf die beunruhigende Haltung Litauens und
dir Rückwirkung einer Räumung des Rhsinlandes auf das Gleichgewicht in Osteuropa
zu lenken. Diese Unruhe seines Landes kleidete er bei dem Empfang der Pariser Pressevertreter in folgende Worte: „Die Rheinlandfrage ist äußerst ernst und wichtig. Man müsse sie nach allen Richtungen hin betrachten, bevor man handelt. Es ist sehr leicht, eine Zone zu räumen, aber man mutz vorher formelle und
bestimmte Garantien besitzen.
Zaleski, so schreibt der „Petit Pari- sien", scheint im Lause der Unterhaltung mit den französischen Staatsmännern die Ueberzeugung gewonnen zu haben, daß das Problem der Rheinlandräumung in Paris mit gleicher Umsicht wie in Warschau betrachtet werde und daß
diese Frage an finanzielle Abmachungen gebunden
sein werde, was auf die Berliner Regierung mindestens einen ebenso maßgebenden Einfluß ausüben könnte, wie eine militärische Besetzung, lieber die Danziger Frage erklärte Zaleski der Presse u. a., daß die Beziehungen besser geworden seien. Die Bewohner würden allmählich begreifen, was sie dadurch gewonnen hätten. Der Handelsverkehr von Danzig habe bedeutend zugenommen. Die polnisch-russischen Beziehungen bezeichnete der polnische Außenminister als normal.
Zaleski wird am heutigen Mittwoch nack Brüssel reisen, wo er und. seine
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SM.Aür etwa infolge gtttfti, Maschinendefekte oder urmcnlarer Ereignisse ausfallend« •teerm wird kein Ersatz ge» Itt^ct Verlag d. Dr. 5. Hitzerottz, tygd der Univ.-Buchdruckerei d. a^, Sug- -och, Mark« 21/23. ^sprechet: Sir. 54. u. Mr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt * ggt Rr. 5015. — Sprech,eit Mi Redaktion von 10—11 und
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Wie in seiner Rede vor der französischpolnischen Bereinigung, zeigt sich der polnische Außenminister auch hier als getreuer Diener Poincarös. Wenn er hier sogar direkt auf die Frage der Rheinlandräumung eingeht, so kann ihm nur gesagt werden, daß Deutschland mit Polen' über diese Frage überhaupt nicht zu verhandeln hat.
Die sozialdemokratische Fraktion des Reichstages beschloß in ihrer Fraktionssitzung, für den Präsidentenposten wieder den Abg. Lobe vorzuschlagen und der Wahl eines Mitgliedes der kommunistischen Fraktion zum dritten Vizepräsidenten zuzustimmen, wenn diese Fraktion sich verpflichtet, die Bestimmungen der Geschäftsordnung zu beachten und den übrigen Wahlen in das Präsidium, gemäß der Stärke der Fraktionen zuzustimmen.
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Wie wir von bestunterrichteter Seite er» fahren, sind die von uns oben wiedergegebenen Weidlingen über die Forderung der Deutschen Voikspartei, die grundsätzliche Bereitwilligkeit des Zentrums und die Nichtbeteiligung der Wirtschaftspartei die einzig positiven Tatsachen, die sich bei den gestrigen Besprechungen ergeben haben. Alle Mitteilungen über Einzelforderungen des Zentrums und über die mutmaßliche Verteilung der Winistersike sind nichts weiter als müßige Ao mbina» t i o n e n.
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Die entschsi-snöe Foröemng öer Bolksparter
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Knder -er Fraktion, Abg. Lang zweiter «Ersitzender, Schriftführer ist Abg. Dr. Junger. Zn einer zweiten Sitzung, die stattfand, erstattete Abg. Leicht einen seicht über die politische Lage.
i Zentrumsfraktion des Reichstags *t<kb in ihrer Sitzuna am Vormittaa nach
Die ®aM In Amerika
Wenn auch der eigentliche Termin für die entscheidende Wahl des kommenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Nordamerika erst auf Anfang November d. Is. festgesetzt ist, so wird doch schon ein in den nächsten Tagen stattfindendes Ereignis in Amerika ein die kommenden Wahlen bestimmendes Moment schaffen. Am 12. Juni treten in Kansas City die von den republikanischen Parteikonventen in allen Einzelstaaten gewählten Delegierten zusammen, um ihre Stimme für die von der Partei zur Diskussion gestellten Präsidentschaftskandidaten abzugeben. Da die eigentliche Präsidentschaftsmahl im November nur zwischen zwei Kandidaten zu entscheiden hat, zwischen einem Republikaner und einem Demokraten. so wird das Ergebnis von Kansas City zum mindesten den einen von den in der Hauptwahl präsentierten zwei Kandidaten festlegen. Da schon jetzt auf Grund der verschiedenen Entscheidungen auf den Parteikonventen der Demokraten die Nominierung des Gouverneurs des Staates Newyork, Alfred Smith, im Volksmund kurz genannt „Al", zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten feststeht, so wird am 12. Juni die Weltöffentlichkeit erfahren, um welche zwei Persönlichkeiten in den Vereinigten Staaten von Nordamerika sich der Wahlkampf beweaen wird.
„Asti Smith, der von einer Mehrheit der Parteikonvente ausersehene demokratische Präsidentschaftskandidat ist eine der volkstümlichsten Persönlichkeiten der Vereinigten Staaten. Er ist das Kind kleiner Leute, sein Vater war ein deutscher Einwanderer, seine Mutter ist eine Irin, er ist katholisch inoch niemals wurde ein katholischer Präsident in den Vereinigten Staaten von Nordamerika gewählt), schließlich ist er „naß", d. h. ein Gegner der „Trockenlegung". Der demokratische Konvent der Parteidelegierten hat zwar noch nicht stattgefunden. Aber beute steht schon fest, daß von den 1100 Delegierten, die über die endgültige Ausstellung des demokratischen Kandidaten zu entscheiden haben, 500 sich „Al" Smith auf Ehrenwort verschrieben haben. Wenn auch die Kandidatur des Gouverneurs von Newyork durch eine Zweidrittelmehrheit seiner demokratischen Wahlmänner gesichert sein muß, so besteht doch schon beute kein Zweifel mehr darüber, daß er diese notwendige Stimmenmehrheit auf dem kommenden demokratischen Partei- Konvent finden wird. Dies kann man schon deshalb als eine feststehende Tatsache bezeichnen, weil innerhalb der demokratischen Reihen sogut wie kein Gegenkandidat vorhanden ist.
Für die Republikaner ist die Lage entschieden etwas schwieriger. Zwar ist die republikanische Partei in den Vereinigten Staaten die nominell stärkere von den beiden großen Parteien. Aber die Wahl des Staatsoberhauptes ist letzten Endes in den Vereinigten Staaten die Wahl einer Persönlichkeit, nicht die Stimmenabgabe für eine Partei oder eine politische Weltanschauung. Für die Republikaner kommt es daher darauf an, einen Mann als offiziellen Präsidentschaftskandidaten zu nominieren, der an Volkstümlichkeit und Beliebtheit mit dem Demokraten „Al" Smith Konkurieren kann. Diese schwere Frage nach dem Geeignetsten ist von den Parteikonventen der Republikaner in den Einzelstaaten bis jetzt noch nicht entscheidend gelöst worden. Als „heißer Favorit" für die Nominierung gilt zwar der Handelsminister Herbert Hoover. Ihm sind von den tausend Stimmen seiner Wahlmänner ungefähr 350 ziemlich sicher. Man spricht davon, daß weitere hundert ihm wohlwollend gesinnt wären. Ein starker Prozentsatz der republikanischen Wahlmänner beabsichtigt aber für den Kandidaten der Farmer, Lowden, zu stimmen. Don rund 400 Wahlmännern weiß man so gut wie
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Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg,
Die gestern nqckrnittag um 5 Uhr begonnenen Verhandlungen zwischen den Unterhändlern der Sozialdemokratischen Reicks- taasfraftion unter Führung des Abg. Wül- ^-Franken und den Unterhändlern des Zentrums unter Führung des Abg. Gue- ttrd nahmen ziemlich zwei Stunden in Anspruch. Zwischen diesen Parteien wurde .zunächst verhandelt, weil beide Fraktionen U schon über ihre Forderung im klaren sßnd, während z. B. bei der Deutschen Delk-partei erst nach der Fraktionssitzung abzuwarten ist. Zn den Verhandlungen Zwischen Sozialdemokraten und Zentrum Kiang es schon, in gewissen Punkten eine Verständigung zu erzielen. Zm Ganzen scheinen dadurch die Verhandlun-
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Kansas Lith, 12. Juni. Das Rätselraten über bie Haltung der Abordnung Pennshlvaniens zum republikanischen Parteikongreß, deren Entscheidung größte Bedeutung für den Ausgang des Kongresses zugeschrieben tvird, hat heute damit sein Ende gefunden, daß Mellon, der Führer der Delegation, sein bisheriges Schweigen gebrochen und erklärt hat, daß die Delegation füst Hoover als Präsidentschaftskandidaten stimmen werde. Diese Erklärung ist das Ergebnis einer Besprechung der Delegation, in der unter großer Begeisterung der Entschluß gefaßt wurde, für Hoover zu stimmen, nachdem Mellon vorher festgestellt hatte, eS sei jetzt klar, daß Coolidge als Kandidat nicht in Betracht kommen werde.
P u t l e r, der Vorsitzender des Ratto- nalkomitees der Republikanischen Partei und ein intimer Freund Präsident Coolidges ist, hat gleichfalls erklärt, daß er für Hoover stimmen werde. Man rechnet jetzt damit, daß angesichts des Eindrucks, den diese beiden Erklärungen auf die übrigen Delegationen machen wird, HooverS Aufstellung als Kandidat im ersten Wahlgang am Donnerstag gesichert ist, zumal auch die Delegation von Idaho erklärt hat, daß sie im ersten Wahlgang ebenfalls für ihn stimmen werde. Bis jetzt hatten starke Zweifel darüber bestanden, daß die nötige Stimmenzahl für Hoover sich bereits im ersten Wahlgang ergeben würde und man hatte dabei ausgerechnet, daß ihm etwa 45 Stimmen fehlen wurden.
fk. B e r I i n, 13. Juni. Die Reichstags- uttb die Landtagsfraktion der Deutschen Lolkspartei werden heute vormittag in gemeinschaftlicher Sitzung tagen und bei dieser Gelegenheit wohl auch die sachlichen Voraussetzungen bei der künftigen Regierungsbildung in den Kreis ihrer Besprechung ziehen. Wenn die beiden Fraktionen zusammen tagen, so beweist das, wie es in der „Täglichen Rundschau" heißt, allein schon, daß V die Deutsche Volkspartei auf die
Gleichartigkeit der Entwicklung im d i Reich und in Preußen entscheidenden Wert legt.
Rach ihrer Ansicht muß die Große Koalition auch tn Preußen durchgeführt werden, wenn sie im Reiche zur Tat werden soll, und zwar unmittelbar im Anschluß an die Regierungsbildung im Reich.
Keine Beteiligung der Wirts kastspartei an der Regierungsbildung.
Die „Voss. Zeitung" meldet: Die Kitetijaltung zwischen Müller- ranken und dem Fraktionssührer r Wirtschaftspartei, Abg. Drewitz 4®or nach wenigen Minuten im negativen Sinne abgeschlossen.