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Gemahlin während zweier Tage die Gäste der belgischen Regierung sein werden.

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ÄbechMsche Zeitung

SM über die Regierungsbildung schon zu einem Teil gefördert zu sein. Die Verband- iungen sollen morgen fortgesetzt und durch diejenigen mit den anderen in Betracht kom­menden Parteien ergänzt werden. Ueber gestrigen Verhandlungen wurde das Kommunique ausgegeben: Am Nackmit- As fanden die Verhandlungen zwischen Vertretern der sozialdemokratischen und der dotttums'^raftion statt, die der Schaffung °er sachlichen Voraussetzungen für die Re- ^rungsbildung galten.

Die deutschnationale Reichstagsfraktion gestern ihre erste Sitzung ab. Auf Vor­tag -es Grafen Westarp wurde die Wahl £ Fraktionsvorstandes bis zum Beginn ? Parlamentarischen Arbeiten ausgesetzt.

ein Referat des Grafen Westarp über politische Lage schloß sich eine ausge- M^te Aussprache über die bisherige und ästige parlamentarische Arbeit.

Fraktionssitzung der Bayerischen z°nLpartei im Reichstag war nur von für« Dauer. Der Fraktionsvorstand wurde Meiner bisherigen Zusammensetzung wie- ^Zewählt. Abg. Leicht ist wieder Vor-

einem Bericht des Abg. Guerard kurz über die Lage, die durch den Regierungswechsel gegeben ist und beschäftigte sich dann mit wirtschaftlichen Fragen, über die der Abg. Lammers referierte. Zm Ansästuß an die Verhandlungen zwischen Sozialdemokraten und Zentrum hielt die Zentrumsfraktion des Reichstages noch eine Sitzung ab, in der jbg. v. Guerard über die stattgefundenen Verhandlungen Beriet erstattete. Wie das Nachrichtenbüro des Vdz. erfährt, hat der Abg. Müller-Franken an den Reiebsarbeits- minister Dr. Brauns bezw. an die Zen­trumsfraktion das dringende Ersuchen ge­richtet, daß Minister Dr. Brauns in seinem Amte verbleiben möge. Dr. Brauns und die Zentrumsfraktion haben diesem Er­suchen zugestimmt, allerdings unter der Voraussetzung, daß Dr. Brauns alsbald zur Wiederherstellung seiner Gesundheit einen längeren Erholungsurlaub antritt.

Die demokratische Reichstagsfraktion hat zu ihrem Vorsitzenden den Abg. Rock-Weser wiedergewählt. Die übrige Vorflandswahl wurde noch aufgeschoben.

Zu den Besprechungen zwischen Za- leski, Briand und P oincar6 am Dienstag erklärt der offiziöse „Petit Parisien", Zaleski habe vor seiner Rückreise nach Warichau Wert darauf ge­legt, die Aufmerksamkeit der politischen französischen Kreise auf die beunruhi­gende Haltung Litauens und

dir Rückwirkung einer Räumung des Rhsinlandes auf das Gleichge­wicht in Osteuropa

zu lenken. Diese Unruhe seines Landes kleidete er bei dem Empfang der Pariser Pressevertreter in folgende Worte: „Die Rheinlandfrage ist äußerst ernst und wich­tig. Man müsse sie nach allen Richtun­gen hin betrachten, bevor man handelt. Es ist sehr leicht, eine Zone zu räumen, aber man mutz vorher formelle und

bestimmte Garantien besitzen.

Zaleski, so schreibt der „Petit Pari- sien", scheint im Lause der Unterhaltung mit den französischen Staatsmännern die Ueberzeugung gewonnen zu haben, daß das Problem der Rheinlandräumung in Paris mit gleicher Umsicht wie in War­schau betrachtet werde und daß

diese Frage an finanzielle Ab­machungen gebunden

sein werde, was auf die Berliner Regie­rung mindestens einen ebenso maßgeben­den Einfluß ausüben könnte, wie eine militärische Besetzung, lieber die Dan­ziger Frage erklärte Zaleski der Presse u. a., daß die Beziehungen besser geworden seien. Die Bewohner würden allmählich begreifen, was sie dadurch ge­wonnen hätten. Der Handelsverkehr von Danzig habe bedeutend zugenommen. Die polnisch-russischen Beziehungen be­zeichnete der polnische Außenminister als normal.

Zaleski wird am heutigen Mittwoch nack Brüssel reisen, wo er und. seine

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's,1-1 Uhr.

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Wie in seiner Rede vor der französisch­polnischen Bereinigung, zeigt sich der polnische Außenminister auch hier als getreuer Diener Poincarös. Wenn er hier sogar direkt auf die Frage der Rheinlandräumung eingeht, so kann ihm nur gesagt werden, daß Deutschland mit Polen' über diese Frage über­haupt nicht zu verhandeln hat.

Die sozialdemokratische Fraktion des Reichstages beschloß in ihrer Fraktions­sitzung, für den Präsidentenposten wieder den Abg. Lobe vorzuschlagen und der Wahl eines Mitgliedes der kommunistischen Frak­tion zum dritten Vizepräsidenten zuzustim­men, wenn diese Fraktion sich verpflichtet, die Bestimmungen der Geschäftsordnung zu beachten und den übrigen Wahlen in das Präsidium, gemäß der Stärke der Frak­tionen zuzustimmen.

♦

Wie wir von bestunterrichteter Seite er» fahren, sind die von uns oben wiedergege­benen Weidlingen über die Forderung der Deutschen Voikspartei, die grundsätzliche Bereitwilligkeit des Zentrums und die Nichtbeteiligung der Wirtschaftspartei die einzig positiven Tatsachen, die sich bei den gestrigen Besprechungen ergeben haben. Alle Mitteilungen über Einzelfor­derungen des Zentrums und über die mut­maßliche Verteilung der Winistersike sind nichts weiter als müßige Ao mbina» t i o n e n.

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Die entschsi-snöe Foröemng öer Bolksparter

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Knder -er Fraktion, Abg. Lang zweiter «Ersitzender, Schriftführer ist Abg. Dr. Junger. Zn einer zweiten Sitzung, die stattfand, erstattete Abg. Leicht einen seicht über die politische Lage.

i Zentrumsfraktion des Reichstags *t<kb in ihrer Sitzuna am Vormittaa nach

Die ®aM In Amerika

Wenn auch der eigentliche Termin für die entscheidende Wahl des kommenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Nordamerika erst auf Anfang November d. Is. festgesetzt ist, so wird doch schon ein in den nächsten Tagen stattfindendes Er­eignis in Amerika ein die kommenden Wahlen bestimmendes Moment schaffen. Am 12. Juni treten in Kansas City die von den republikanischen Parteikonven­ten in allen Einzelstaaten gewählten Dele­gierten zusammen, um ihre Stimme für die von der Partei zur Diskussion ge­stellten Präsidentschaftskandidaten abzu­geben. Da die eigentliche Präsidentschafts­mahl im November nur zwischen zwei Kandidaten zu entscheiden hat, zwischen einem Republikaner und einem Demo­kraten. so wird das Ergebnis von Kansas City zum mindesten den einen von den in der Hauptwahl präsentierten zwei Kandidaten festlegen. Da schon jetzt auf Grund der verschiedenen Entscheidungen auf den Parteikonventen der Demokra­ten die Nominierung des Gouverneurs des Staates Newyork, Alfred Smith, im Volksmund kurz genannt „Al", zum demokratischen Präsidentschaftskandida­ten feststeht, so wird am 12. Juni die Welt­öffentlichkeit erfahren, um welche zwei Persönlichkeiten in den Vereinigten Staa­ten von Nordamerika sich der Wahlkampf beweaen wird.

„Asti Smith, der von einer Mehrheit der Parteikonvente ausersehene demo­kratische Präsidentschaftskandidat ist eine der volkstümlichsten Persönlichkeiten der Vereinigten Staaten. Er ist das Kind kleiner Leute, sein Vater war ein deut­scher Einwanderer, seine Mutter ist eine Irin, er ist katholisch inoch niemals wurde ein katholischer Präsident in den Ver­einigten Staaten von Nordamerika ge­wählt), schließlich ist er „naß", d. h. ein Gegner der „Trockenlegung". Der demo­kratische Konvent der Parteidelegierten hat zwar noch nicht stattgefunden. Aber beute steht schon fest, daß von den 1100 Delegierten, die über die endgültige Aus­stellung des demokratischen Kandidaten zu entscheiden haben, 500 sich „Al" Smith auf Ehrenwort verschrieben haben. Wenn auch die Kandidatur des Gouverneurs von Newyork durch eine Zweidrittelmehr­heit seiner demokratischen Wahlmänner gesichert sein muß, so besteht doch schon beute kein Zweifel mehr darüber, daß er diese notwendige Stimmenmehrheit auf dem kommenden demokratischen Partei- Konvent finden wird. Dies kann man schon deshalb als eine feststehende Tat­sache bezeichnen, weil innerhalb der demokratischen Reihen sogut wie kein Gegenkandidat vorhanden ist.

Für die Republikaner ist die Lage ent­schieden etwas schwieriger. Zwar ist die republikanische Partei in den Vereinig­ten Staaten die nominell stärkere von den beiden großen Parteien. Aber die Wahl des Staatsoberhauptes ist letzten Endes in den Vereinigten Staaten die Wahl einer Persönlichkeit, nicht die Stim­menabgabe für eine Partei oder eine poli­tische Weltanschauung. Für die Repu­blikaner kommt es daher darauf an, einen Mann als offiziellen Präsidentschaftskan­didaten zu nominieren, der an Volks­tümlichkeit und Beliebtheit mit dem Demokraten „Al" Smith Konkurieren kann. Diese schwere Frage nach dem Ge­eignetsten ist von den Parteikonventen der Republikaner in den Einzelstaaten bis jetzt noch nicht entscheidend gelöst wor­den. Als „heißer Favorit" für die Nomi­nierung gilt zwar der Handelsminister Herbert Hoover. Ihm sind von den tau­send Stimmen seiner Wahlmänner unge­fähr 350 ziemlich sicher. Man spricht da­von, daß weitere hundert ihm wohlwol­lend gesinnt wären. Ein starker Prozent­satz der republikanischen Wahlmänner be­absichtigt aber für den Kandidaten der Farmer, Lowden, zu stimmen. Don rund 400 Wahlmännern weiß man so gut wie

Anzeige» für (das frühere kurhessische) Oberheffen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg,

Die gestern nqckrnittag um 5 Uhr begon­nenen Verhandlungen zwischen den Unter­händlern der Sozialdemokratischen Reicks- taasfraftion unter Führung des Abg. Wül- ^-Franken und den Unterhändlern des Zentrums unter Führung des Abg. Gue- ttrd nahmen ziemlich zwei Stunden in An­spruch. Zwischen diesen Parteien wurde .zunächst verhandelt, weil beide Fraktionen U schon über ihre Forderung im klaren sßnd, während z. B. bei der Deutschen Delk-partei erst nach der Fraktionssitzung abzuwarten ist. Zn den Verhandlungen Zwischen Sozialdemokraten und Zentrum Kiang es schon, in gewissen Punkten eine Verständigung zu erzielen. Zm Ganzen scheinen dadurch die Verhandlun-

Scout?

Kansas Lith, 12. Juni. Das Rätsel­raten über bie Haltung der Abordnung Pennshlvaniens zum republikanischen Par­teikongreß, deren Entscheidung größte Be­deutung für den Ausgang des Kongresses zugeschrieben tvird, hat heute damit sein Ende gefunden, daß Mellon, der Führer der Delegation, sein bisheriges Schweigen gebrochen und erklärt hat, daß die Dele­gation füst Hoover als Präsident­schaftskandidaten stimmen werde. Diese Erklärung ist das Ergebnis einer Be­sprechung der Delegation, in der unter großer Begeisterung der Entschluß gefaßt wurde, für Hoover zu stimmen, nachdem Mellon vorher festgestellt hatte, eS sei jetzt klar, daß Coolidge als Kandidat nicht in Betracht kommen werde.

P u t l e r, der Vorsitzender des Ratto- nalkomitees der Republikanischen Partei und ein intimer Freund Präsident Coolidges ist, hat gleichfalls erklärt, daß er für Hoover stimmen werde. Man rechnet jetzt damit, daß angesichts des Eindrucks, den diese beiden Erklärungen auf die übrigen Delegationen machen wird, HooverS Auf­stellung als Kandidat im ersten Wahlgang am Donnerstag gesichert ist, zumal auch die Delegation von Idaho erklärt hat, daß sie im ersten Wahlgang ebenfalls für ihn stimmen werde. Bis jetzt hatten starke Zweifel darüber bestanden, daß die nötige Stimmenzahl für Hoover sich bereits im ersten Wahlgang ergeben würde und man hatte dabei ausgerechnet, daß ihm etwa 45 Stimmen fehlen wurden.

fk. B e r I i n, 13. Juni. Die Reichstags- uttb die Landtagsfraktion der Deutschen Lolkspartei werden heute vormittag in gemeinschaftlicher Sitzung tagen und bei dieser Gelegenheit wohl auch die sach­lichen Voraussetzungen bei der künftigen Regierungsbildung in den Kreis ihrer Besprechung ziehen. Wenn die beiden Fraktionen zusammen tagen, so beweist das, wie es in der „Täglichen Rund­schau" heißt, allein schon, daß V die Deutsche Volkspartei auf die

Gleichartigkeit der Entwicklung im d i Reich und in Preußen entschei­denden Wert legt.

Rach ihrer Ansicht muß die Große Koalition auch tn Preußen durchgeführt werden, wenn sie im Reiche zur Tat werden soll, und zwar unmittelbar im Anschluß an die Regierungsbildung im Reich.

Keine Beteiligung der Wirts kastspartei an der Regierungsbildung.

Die „Voss. Zeitung" meldet: Die Kitetijaltung zwischen Müller- ranken und dem Fraktionssührer r Wirtschaftspartei, Abg. Drewitz 4®or nach wenigen Minuten im negativen Sinne abgeschlossen.