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Stag. Koch, Markt 21/23. g«kS sprech er: Sir. 54. n. für. 55. ^stscheckkonlo: Amt Frankfurt t V. Nr. 5015. — Sprechzeit mc Atdaktion von 10—11 und

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Anzeiger für (das frühere kurhesfische) Oberhessen

Marburger rage-aWjgtt

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«k.m 61 Mrs. Marburg a.8abn

Der Auzetgenprets beträgt ffc den lO gespalt. Zelleumillimeter 0.08 698. kleine Varanzeige» 0.00 698. amtlich« et» aus­wärtig« Anzeigen 0.10 6Ak. Cd schwiertzem Satz sowts bd PUch- dorschrtft 50X Aufschlag. - eammdan teigen 100% «efr schlag. SleName» der AND«, 0,40 698. Zeder «Rabatt gtodo «arrabatt. Ziel I Sage. Beleg« werden berechnet,ebenso Auskunft durch die 6eschäft«lleII« and Zusendung her Angebote. Cf füllungsort Marburg,

I G»ldmark - '/^Dollar

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Sie togienmgSttHfirimg les tointlis Heintate

Sie Furcht rot einet Revision bet Verträge — Reine Besprechung bet elsässischen Snterveilntion

V

Paris, 7. Juni. Dir Kammer war am heutigen Lwnnerstag nachmittag in Erwartung der programmatischen Erkla- nmg der Regierung bis auf den letzten Pfcch besetzt. Auf der Regierungsbank hatten sämtliche Minister Platz genommen. Sie Sitzung wurde von dem wiedergewähl- Wt Kammerpräsidenten Bouisson mit einer kurzen Begrüßungsansprache eröff­net Darauf nahm

Ministerpräsident PoinearS

das Wort zur Verlesung der Regierungs- rMrung. Als Danzes wirkte die Rede ctwaS matt, obwohl sie wiederholt von Arkem Beifall unterbrochen wurde. Sie gehört jedoch sicherlich nicht zu den besten viatorischen Leistungen Poincares. Ein­leitend weist Poincare darauf hin, daß das Mei "Jahre bestehende Kabinett nach Auf­fassung der Regierung die Billigung der Döhler gefunden habe, sodaß sie eS für Ke Pflicht halten, auf dem Posten zu köleiben. In feinen weiteren Ausführungen kstnicht Poincare den industriellen und ’Landwirtschaftlichen Arbeitgeber- und Mrbeitnehmerverbänden zwar Mcht das Recht zur Meinungsäußerung ab, kkrivahrt sich aber

I gegen jede Einmischung in die Auf- | gaben von Regierung und Parlament, ipit besonderer Schärfe läßt sich Poin- Icate über die Beamtenverbände kwlS, die ihre Autorität gegen den Staat Mißbrauchten. Die Regierung könne nicht k beiden, daß sie bei Nichtanerkennung ihrer i Dünsche mit Streik oder Arbeitsverminde- |r$ng drohten.

l Im Anschluß daran wird in der Regie- fklmgserklärung die Einbringung eines kHrundgesetzeS über die Rechte und Pflich- iwl der Staatsbeamten angekündigt. Als kwesentlicher Punkt der republikanischen r^rsetzgebung wird die Ausrechterhal- ßtllng der Neutralität der Schu- tlen und die Weltlichkeitdes ©taa* hervorgehoben. In diesem Zu- simmenhang kommt die RegierungSerklä- wng auch aus

die Frage der Anwendung der Gesetz.

gebung in Elsatz-Lothringen

sprechen. „Diesen drei Departements", s» wurde ausgeführt „die an ihrer kon- Mvnellen Schule festgehalten haben, und «e neben dem Französisch oder dem Deut- Mn stets einen besonderen Dialekt ge- Mvcken haben, kann unter keinen «mständen eine Regelung auf- ktzwungen werden, die sie nie- Wels gekannt haben." Die Regie-

belasse ihnen das Recht, solange als i"* es wünschen, ihre bisherigen Schulen

Kirchen beizubehalten. Als Be­rgungen einer unerschütterlichen Grund­ige der französischen Wahrung werden vwähnt:

Lufrechterhaltung des Budgetgleich.

gewichtes, Erfparnispolitik, Verwal- tdngsvereinfachung und eine dauernde

Ueberwachung des Preismarktes.

EAahmen der beschränkten finanziellen des Staate^ werde eine Politik der Allmählichen Reform, insbesondere ?f dem Gebiet der Staatseinnahmen, der ^oduktion und der sozialen Gefetzgeb"ng -rieben werden. Die RegierungSer^ä- Wg geht im einzelnen auf die Aufgaben, -? sicb auf diesen drei Gebieten ergeben,

un5 hebt dabei u. a. die W i ch t i g - -Eit der Sachlieserungen hervor, W in Frankreich und in den Kolonien oie ^duktionsmittel verstärken und das Ber- 'MSwesen verbessern sollen.

militärischem Gebiet dürften die -Ausgaben nicht eingeschränkt werden.

die Vorbereitung des einjährigen ^iutärdienstes seien bedeutende Kredite

notwendig. „Wir dürfen," so fährt Poin­care fort, „nicht vergessen, daß in einem noch beunruhigten Europa die friedfertig­sten Nationen sich nicht der Pflicht ent­ziehen können, an ihre ständige Sicherheit zu denken. Niemand in der Welt kann die Loyalität unserer friedlichen Absichten in Zweifel ziehen. Den Frieden im Innern sieht Poincarö besonders bedroht durch die

Umtriebe der Kommunisten, denen er scharfen Kamps ansagt.

Er fährt dann fort: „Wir wollen zum Wohle des Vaterlandes, zum Wohle Eu- ropas, zum Wohle der Menschheit arbei­ten. Der Krieg ist vorbei. Wir sind als Sieger, aber hart mitgenommen, her­vorgegangen. Nach jedem blutige» Kon­flikt ist es Sache des Siegers, dem Besiegten die Hand zu reichen, wenn diese bereit sind, ehrlich die Verträge zu beobachten, und wenn sie nicht die peinliche Erinnerung an die Feindseligkei­

ten verewigen wollen, aber außerdem ist es Sache sämtlicher geprüfter Völker, der Sieger wie der Besiegten, ja sogar der Neutralen, einzusehen, daß keines von ihnen sich vollkommen wieder erholen kann, wenn nicht alle sich gegenseitig durch eine pro­gressive wirlschaftliche, intellektuelle und moralische Verständigung helfen. Frank­reich hat keine Gelegenheit vorübergehciu lassen, zu zeigen, daß es gewaltsamen Lö­sungen die schiedsgerichtlich« Regelung vor- ziehr und daß es außerdem zu jeder An­näherung bereit ist, vorausgesetzt, daß kein Hintergedanke an eine Revision der Verträge die Rück­kehr zv freundschaftlichen Beziehungen stö­ren oder beeinträchtigen würde. Frank­reich verlangt von niemand etwas, es sei denn die

Einhaltung der ihm gegenüber einge­gangenen Verpflichtungen.

Wir haben immer bet verschiedenen Ge­legenheiten bewiesen, daß wir zu einer

Funkverbindung nut Ser „Naira"?

„emo bi Milane“ empfing Mlmnl AimkstMe

ft. Oslo. 8. Zuni. Wie au« Kings- baq gemeldet wird, hat die Funkerstation auf der „Cit ta bi Milano" am Don­nerstag früh ganz schwache Funk- spräche aufgefangen, die nach dem Ur­teil der Sachverständigen, unbedingt von dem Funker an Bord der „Italia stammen müssen. Allem Anschein nach gehen die Funksprüche vom Franz Zosefland aus, doch waren fie so schwach, daß eine genaue Entzif­ferung nicht möglich war. Die „Titta di Milano" bat daher, die Funk» spräche um 17 Uhr zu wiederholen. Tatsächlich wurde» dann auch am Donners­tag nachmittag um 5 Uhr erneute Funksprüche aufgefange«, doch waren di« atmosphärischen Berhältnisse wieder so ungünstig, daß eine Entziffe­rung wieder unmöglich war. von „Citta di Malano" wurden alle Anstren- gungen gemacht, «m di« Verbindung wie­

der herzustellen. Man glaubt jetzt fest da­mit rechnen zu können, dah Nobile und sein« Mannschaft sich noch am Lebe» befinden.

Am Donnerstag nachmittag traf Riis, ser Larsen mit seinem Wasserflugzeug in Kingsbay ei». Ein vo» ihm noch für den Nachmittag veabfichtigter Flug zur „Hobby" mußte infolge heftigen Schnee, sturm« unterbleiben. Sowohl die „Hobby" wie auch die „Broganza", die augenblick­lich westlich und östlich von Verlegen Rook liegen, sind ins Eis geraten und be- finden sich in Gefahr, vollkommen einge­schlossen zu werden. Das schlechte Wetter, der Schnee und der Rebel sind den weite­ren Unternehmungen ungünstig. Doch hofft man, daß eine Besserung eintreten wird.

Die italienische Hilfsmannschaft in Vadsö hat Befehl erhalten, nach Italien zurückzukehren.

wohlwollenden Prüfung und entgegenkom­menden Lösung bereit sind, wenn man von uns etwas verlangt, was weder u n « fffre Sicherheit noch unser Recht auf Reparationen berühr t."

Die Kammer hat nach Verlesung der Regierungserklärung die Sitzung unter­brochen. Nach Wiedereröffnung schlägt Kammerpräsident Bouisson vor, die Er­örterung der allgemeinen Politik der Re­gierung und die der

Anträge der Abg. Walter und Uhry über die Freilaflung der verhafteten Autonomisten und über die Frage der vollkommenen Amnestierung aller wegen politischen Vergehen Verur­teilten, auf kommenden Donnerstag zu vertagen. Hiergegen erhebt sich Wider­spruch. Zunächst wendet sich gegen die­sen Antrag der sozialistische Abg. Vincent A u r i o l, hierauf der kommunistische Abg. Bert hon und schließlich der katholische elsässische Abg. Michel Walter. Als dieser das Wort ergreifen will, entsteht ein solcher Lärm, daß es dem Vorsitzenden der Kammer nicht gelingt, dem Abgeord­neten Gehör zu verschaffen. ES mußte des­halb die Sitzung unterbrochen werden. Nach Wiederaufnahme der Sitzung fordert der

Abg. Walter die sofortige Beratung seiner Anträge, da über die Tätigkeit der Abg. Dr. R i ck l i n und R o s s ö nur in bereit Gegenwart verhandelt werden könne. Auch der lothringische kommunistische Abg. Ber- ron fordert die sofortige Beratung der Anträge auf Freilassung der verhafteten Abgeordneten, und schließlich auch der Aba. Uhry, der aber 5 Minuten warten muß, ehe er sich Gehör verschaffen kann.

Hierauf wird über den Antrag des Kammerpräsidenten, der die Zusicherung gibt, daß an der Spitze der Tagesordnung der DonnerStags-Sitzung die Anträge Wal­ter und Uhry stehen würden, in die na­mentliche Abstimmung eingetreten. Die Kammer hat entsprechend dem Vorschlag des Kammerpräsidenten mit 427 gegen 169 die Diskussion über die Resolution des katholischen Abg. Michel Walter und des sozialistischen Abg. Uhry auf kommende» Donnerstag be.tagt.

Vor der Abstimmung kam es zu einer außerordentlich lärmenden Sze ne, da Uhry versuchte zu erreichen, daß die Dis­kussion seines Antrages und des Antrages Walter morgen stattsinde» solle, und, als sich lärmender Widerspruch geltend machte, auSries: „Sie haben es eilig, wieder zu Ihren Maitressen zu kommen."

Sie Loge In Peking

ff. London, 8. Juni. Nach einer Meldung der „Times" aus Tientsin sind die letzten Nordtruppen gestern aus Peking abgerückt, das heute von den Südtruppen besetzt wer­den wird. Dasselbe Blatt meldet aus Peking: Hier herrscht das St and recht. Die Stadtmauern sind geschloffen. Seit fünf Tagen sind keine Züge und keine Post eingetroffen. Die Telegraphen und Tele­phonverbindungen find unterbrochen. Eine Gruppe Ausländer, die aus Tiensin im Kraftwagen eingetroffen ist. wurde unter­wegs beschaffen. Sie entkam mit knapper Not. Ihr Wagen wurde mit Schüssen durchsiebt. Die Stadt und Umgebung ist ruhig.

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BrrMeib In Nuris

ff- Paris, 8. Ium. ReichsiagSabge- ordneler Breitscheidt, der sich in den letzten Tagen in Parts aufhielt, erklärte einem Vertreter des „Oeuvre": „Ich habe meine sozialistischen Freunde besucht, um mich über ihre Eindrücke aus de» deutschen Wahlen zu unterrichten. Alle ha­ben den gewaltigen Fortschritt der re­publikanischen und FriedenS-Jdee, wie er in den deutschen Wahlen zum Ausdruck kam, anerkannt. Wenn die öffentliche Meinung in Frankreich dieser Tatsache Rechnung trage» will, werden gewisse zwi­schen Frankreich und Deutschland schwe­bende Fragen schneller und mit mehr Aus­sicht auf Erfolg geregelt werden können. Wir werden tm neuen Reichskabinett fünf Mimsterposten fordern, darunter den Reichskanzlerposten. DaS Finanzministe­rium gehört zu denen, auf die wir einen Anspruch zu haben glauben." Breitscheid gab zu, mit Staatsmännern bon Frank­reich (JDeitbre" pennt Poincare und Briand) verhandelt zu haben.

Tie Pariser Morgenpresfe zur Regier««-»» «Ernng.

Zur programmatischem Erklärung der Re­gierung und ihrer Aufnahme durch bi* neu gewählte Kammer verhält sich die Morgenpresse int großen und ganzen ab­wartend.

„Matin" erklärt: AIS PotncarS die Rednertribüne verließ, machte sich eine re­publikanische Konzentration bemerkbar, während die beiden äußersten Flügel der Versammlung eine schmollende Haltung ein­nahmen.

„O e u v r e" schreibt: „Ist es nicht eigen­artig, daß die erste Geste dieser Kammer, die doch eine Kammer der Arbeit und Re­alität sein soll, gewesen ist, sich auf den kommenden Donnerstag zu vertagen?"

„Gaulois" meint: Man kann nicht bezweifeln, daß der Ministerpräsident nnS ein schönes und verführerisches Programm vorgelegt hat, aber die hervorragendsten Geister fragen sich mit Recht, wie die Re­gierung ihre großmütigen Versprechungen alle verwirklichen kann.

„Victoire" äußert sich: „Die unend­lich lange Regierungserklärung, die den Senat und die Kammer zum Gähnen ge­bracht hat, und auch ganz Frankreich zum Gähnen bringen wird, ist nur ein« An­ordnung von Banalitäten und Gemein- Plätzen, wie man sie seit einem halbem Jahrhundert in alle» Regierungserklärun­gen findet.

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s-k REmMlm kommt

R e w q o r k, 7. Juni. Die «tue sprechende automatische Maschine, die sich i» vieler Hinsicht de» Fähigkeiten de« Menschen nähert, so z. B. Kunden i« einem Geschäft bedie « ea «nd ganze Sätze wiederhole« kann, ist von der Romingto« Arms Company kon. struiert worden. Man will eine Gesell­schaft mit einem Kapital von 25 Millionen « Dollar bilden, diedieseMaschineanf den Markt bringe» soll.