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Volle Autonomie schließe Verwaltungslegislative Autonomie in sich, überlasse die Behandlung aller Zentralfragen der tralgewalt.
Auf die Frage der Verteidigung, was
noch geändert worden, um jeden falschen Schein zu vermeiden. Was die deutsche Sprache anbetrifft, so habe man anfänglich im Entwurf von der Muttersprache als Unterrichtssprache gesprochen, aber um jebe Miß- deutung zu vermeiden, habe man in dem richtigen Entwurf präzisiert, die deutsche Sprache müsse in der Schule den Ausgangspunkt bilden und ständiges Unterrichtsmittel und Un.
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terrichtsfach mit anschließender Prüfung sein.
Das Wort „Autonomie" habe bei den Elsäsiern nur die Bedeutung „Selbständigkeit innerhalb Frankreichs, aber keine
Trennung".
Bon einem Komplott könne keine Rede sein, denn die Angeklagten verträten ja ganz verschiedene Richtungen. Man habe in seiner Umgebung behauptet, daß die Verfolgungen gegen die Autonomisten nur ein Wahlmanö- ver gewesen seien und er, Brogly, glaube dies persönlich auch. Er sei traurig darüber,
Regierung geschaffen worden. Die amerikanische Deklaration ist keine Alternative für die Völkerbundssitzung, sondern wird nur erfolgreich funktionieren im Zusammenhang mit der Völkerbundsatzung. Unter der Völkerbunds-Aegide, aber nicht im Geiste der Satzung, find besondere Nebengruppen in Europa entstanden. Defensiv- Mkte, die Kriegsverpflichtungen umfassen, find zwischen Frankreich und verschiedenen Heineren Staaten abgeschlossen worden. Unter dem Locarnosystem ist die deutsch- französische Grenze der Gegenstand eines Derficherungssystems geworden, at dem alle Großmächte Europas, außer Rußland, telnebmen.
Der Ausweg aus dieser Schwierigkeit ist nach der Ansicht des General Smuts, daß alle Unterzeichner nicht nur Locarnos, sondern auch der anderen Defensivpakte, die ame.'.kanische Deklaration unterzeichnen. Es sei auch wesentlich, daß Rußland die Deklarataion unterschreibt. Die amerikanische Deklaration bildet, so erflärte Smuts. die notwendige Einleitung zur Abrüstung.
daß das Elsaß in Frankreich so wenig verstanden werde.
Ansicht Haegys, die Bevölkerung im allgemeinen von dem Prozeß denke, antwortete Haegy: Die Wahl Rick lins und Rossos zu Abgeordneten sei das Ergebnis dieses Komplottprozesies.
Das »olk glaubt nicht an dieses Komplott, es fleht mit Entrüstung, daß Leute, es für unschuldig hält, im Gefängnis sitzen.
Auf Wunsch der Verteidigung äußerte sich Haegy zu der Frage, ob Dalot, der Leiter der Abteilung für elsaß-lothringische Angelegenheiten im jtc/rinett Poinearö, und Poinearo selbst schlecht über den Prozeß unterrichtet gewesen seien. Haegy erklärte, so viel er wisse, habe Valot zu Parlamentariern und Beamten gesagt, daß folgende Tatsachen die Grundlagen des Prozesses bildeten: Man habe bei
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füllungsort Marburg.
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General Smuts über die Kellogg, Vorschläge.
General Smuts hat dem „Times"- Vertreter in Kapstadt eine längere Erklärung zur Kellogg-Note abgegeben Darin heißt es u. a.: Ein vollkommen solcher Eindruck ist von der französischen Presse durch ihre Kritik der Kellogg-Vor- chläge und auch bis zu einem gewissen Grade auf die Vorbehalte der franz-, ist
glaubt, daß das deutsche Geld gerade durch diese Gerichtsverhandlungen entdeckt werden würde."
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Seimabend, len 19. Riü 1928
l y erklärte bei seiner Derneh- ^8 als Zeuge, daß er an der vorbereitenden £ an der Hauptversammlung, die zur Suf= litng des Heimatbundmanifestes führten, genommen habe und daß dabei „der Rah- * Frankreichs" nicht Diskussionsgegenstand ftfen sei. Auch sei der ursprüngliche Ent- »f s Heimatbundmanifestes zwischen der breitenden Sitzung und der Hauptsitzung
ft Washington, 19. Mai. Das Staatsdepartement wurde vom amerikanischen Botschafter in London benachrichtigt, daß es heute die englische Antwort auf die Kelloegicken Kriegsverzichtsvorschläge erhalten werde.
Laut „Daily T e le g r a p h" stellt die britische Antwort auf die Vorschläge Kelloggs, die gestern nach Washington übermittelt wurde und heute veröffentlicht werden soll, soweit ersichtlich ist, eine Annahme der amerikanischen Vorschläge dar. Es werde angenommen, daß weder von London noch den Dominien irgend welche Vorbehalte gemacht worden find.
Haussuchungen eine Korrespondenz zwischen Ricklin und Dr. Ernst, sowie eine Korrespondenz mit dem wissenschaftlichen Institut in Frankfurt a. M. entdeckt.
Rechtsanwalt Berthon erklärte mit starker Betonung, Poinearo habe selbst erkannt, daß er falsch unterrichtet worden sei. Dieses niedrige Polizeiverfahren müsse aufgedeckt werden.
Es müsse festgestellt werden, auf wessen
Veranlassung dieser Prozeß entfesselt worden sei.
Wenn diese Klärung hier nicht erfolge, dann "erde sie wo anders herbeigeführt werden.
Die Weitervett,andlung wurde auf Sonnabend vormittag vertagt.
Grubenunglück in Oberschlefien.
Hinde^nburg, 18. Mai. Auf den Delbrück-Schächten brach Mittwoch abend ein Pfeiler beim Hochtreiben zusammen, wodurch zwei Männer verschüttet wurden. -Le. dmigungsarbeiten dauerten bis in die spat" Nachr und brachten nur die Leichen der beiden Bergleute zu Tage.
prache. das Heiligste, was man habe, berichten.
i$ie auf der Anklagebank sitzenden Au' - .»»misten feien keine Unruhestifter, sie feien nichts anderes als Pazifisten.
Ms die Forderung nach einer Derwaltungs- tfonomie anbetreffe, so sei sie der Ruf nach «r Reform, wie er durch ganz Frankreich alle. „Ich schließe mit dem Wunsche", so dloß Abbe Müller, „daß dieser Prozeß für
?uf Fragen der Verteidigung erklärt» uiotor Abbe Müller dann noch, er halte i ck l i n für einen ehrenwerten Mann den Angeklagten früheren Pastor Heil ir eien Idealisten, der ihm einmal «en Regionalisierungsplan vorgelegt habe, n r, Zeuge Müller, wohl hätte billigen imen. Auf eine Frage des Rechtsanwaltes Turnier, ob der Zeuge die auf der Anklage- sitzenden Persönlichkeiten als im Solde küschlands stehend betrachie, antwortet der luge, er könne hierauf nur das eine er» Kern, was er auch er.oibert habe, als man 3 in einem Dentschenprozetz einmal gefragt
ob er glaube, daß Abbö Wetterlß von k französischen Regierung Geld erhalten k Er habe damals auf diese Frage nur “ den Achseln gezuckt. Etwas anderes "^e er auch in diesem Prozeß nicht zur $-e Weiterverhandlung wurde darauf auf ^wort geben.
Nun gibt es Wähler, die sich durch die 31 Parteien nicht hindurch f' also nicht genau mehr wis
Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhesfen
Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg
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Die größte Gefahr für einen guten Ausgang der morgigen Wahlen bilden die Splitterparteien. Das muß, mag die Ver- stimmung über die bisherige Arbeit des Parlaments noch so berechtigt sein, immer wieder gesagt werden. Wenn viele Wünsche unbefriedigt geblieben sind, dann lag das vor allem daran, daß wir im letzten Reichstag und im letzten Landtag schon zuviel Parteien hatten, daß schon damals verschiedene Parteien keine Fraktionsstärke hatten, also für die praktische Arbeit völlig ausfielen. Augefähr 560 000 bürgerliche Stimmen, dagegen nur etwa 100 000 sozialistische Stimmen sind bei der letzten Wahl durch Zerspitterung verloren gegangen. Diese 9 verlorenen bürgerlichen Mandate hätten int Reichstag stetigere Verhältnisse, in Preußen aber eine ganz andere, nämlich eine bürgerliche Regierung gebracht.
Denn, um es nochmals zu wiederholen: Eine Partei kann durch die Reichsliste nur soviel« Mandate erhalten, als sie an Ab- gevrdneten in allen Wahlkreisen zusammen durchgebracht hat. Bringt also eine Splitterpartei, was sehr wohl möglich ist, in 20 Wahlkreisen je 30 000 Stimmen, und nur in einem Wahlkreis 60 000, d. h. einen Abgeordneten auf, so erhält sie insgesamt zwei Abgeordnete, während die 540 000 restlichen Stimmen der Reichsliste verloren sind. Und selbst wenn eine Splitterpartei insgesamt 12 oder 14 Sitze erringt, hat sie noch keine Fraktionsstärke, sie darf also keine Anträge stellen, kommt in keinen Ausschuß und kann nicht die geringste po-> ' sitive Arbeit leisten. Diese Abgeordneten dürfen nur bei Gelegenheit im Plenum eine Rede halten, die zeigt, daß sie noch da sind, aber Mitarbeiten können sie nicht.
In Beantwortung einer Anfrage des Angeklagten Faßhauer bestätigte der Zeuge, daß das Programm der Kommunisten, die eine Volksabstimmung fordern und eine Trennung des Elsaß von Frankreich anstreben, viel weiter gehe als das der 15 jetzt feit einem halben Jahr im Gefängnis sitzenden Autonomisten.
Alsdann wurde Zeuge Abb 6 Haegy auf- gerufen, der erklärte, er habe nie von einem Komplott etwas gemerkt, bevor die Gerichte ihr Verfahren gegen die jetzt auf der Anklagebank sitzenden Autono- miften eingeleitet hätten. Man habe unter feinen Freunden den Eindruck gehabt, daß die Strafverfolgungen ein Wahlmanöver gewesen seien. Zeuge Abbö Haegy erklärte bann, als man ihn fragte, ob er glaube, daß deutsches Geld in der Heimat- I beroegung zu finden sei: „Ich habe ge«
großen Parteien sind und wo die neuen Splitter. In Wirklichkeit ist das aber nicht so schwer. Die Ziffern, die die Parteien auf den Stimmzetteln haben, entsprechen der Stärke der Parteien im Reichstag. Die größte Partei (S.P.D.) hat Rr. 1, die zweitgrößte (Deutschnationale Volkspartei) hat Rr. 2, di« viertgrößtc (Deutsche Volkspartei) hat Rr. 4. Dann kommen die Kommunisten usw. Wer also für eine nationale Regiening stimmen will, stimmt für Liste 2 oder 4. Er hat dann in einem Augenblick mit zwei kleinen Dleistiftkreuzen getan, was er als Staatsbürger tun muß, um 4 Jahre lang eine Vertretung der christlichen und nationalen Interessen sicher zu stellen.
Darauf aber kommt es in allererster Linie an. Was manch« der Splitterparteien zu tun versprechen, das wollen diese großen bürgerlichen Parteien ebensogut. Sie können es aber weit eher erreichen, weil sie nicht nur das Augenmerk auf die kleineren Fragen richten, sondern die großen Dinge mit entscheiden helfen, von denen das Schicksal der kleineren erst abhängt. Daß die großen .Fragen der christlichen Jugenderziehung, der Pfleg« deutschen Geistes und deutscher Kulturgüter, der Wahrung großer geschichtlicher Aeberlieferung bei den Sozialdemokraten und Demokraten nicht gut aufgehoben sind, das weih jeder Wähler, der sich Gedanken darüber gemacht hat, warum in 'Berliner Krankenhäusern das christliche Gebet und die christliche Andacht abgeschafft worden sind und der Schulrat Kurz im Religionsunterricht Christus als Lump bezeichnen konnte.
Aber nun gibt es noch viele andere Fragen, sehr viele wirtschaftlicher Ratur, die der Wähler auch in seinem Sinne gelöst sehen will. Hier gibt es 8 oder 10 Splitterparteien, die nur den Splitter im Auge der großen Parteien sehen und nicht den Balken im eigenen. Sie versprechen und versprechen, aber sie vergessen, daß alle Fragen dieser Att letzten Endes ab-
t die - - - -
bl467 ® ganze Elsaß nicht den Ausgangspunkt für impfe Zwietracht bilden möge, sond.rn er die Atmosphäre reinige, in der man ftt mehr atmen könnte."
gtn Sitzung im Kalmarer Prozeß erklärte der Angeklagte Abgeordnete R o f f 6 gegenüber Behauptungen seines früheren Vorgesetzten, »es Zeugen Schulnspektors Bourgoin, er habe niemals einen deutschen Paß be- feffen und sich niemals pofttogernbe Briefe «uh Bern in ber Zeit kommen lassen. Stoff6 pies weiter bie Behauptung Bourgoins zurück, baß er bie Streikbewegung der Lehrer angestiftet habe. Mit Zeuge Bourgoin ist das Verhör der Belastungszeugen abgeschlossen.
Als erster Entlastungszeuge
«scheint Senator Abbe ML Iler an ber Zeugenschranke Er erklärt, eine gewisse treffe habe ihn ben geistigen Vater des Auto- wmismus genannt. Er habe dieser Bewegung jedoch fern gestanden, verteidige aber tie elsässische Freiheit und werde das fein Leien lang tun. Die Ursache der auto- »emistifchen Bewegung fei in dieser heftigen 9Le a h t i o n des elsaß - loth - ringischen Gewissens zu fuchen. Es ßüde einen elsässischen Partikularismus, bet W aber nicht gegen Frankreich wende, sondern gegen bie übertriebene Assimilierung, fegen die Verständnislosigkeit gegenüber elsäs- sschen Fragen und Problemen, und gegen den fcngfamen Verwaltungsgang. Zeuge Senator
Müller spricht alsdann von den elsässi- Forderungen und von der Nichte! n - iltung ber dem Elsaß gewährten Verspre- bezüglich der Aufrechterhaltung der reli- fen Schule. Das offizielle Frankreich Hot
Kirche vor die Tür gesetzt. Er erklärt daß alles deutsch .spreche und gern ch lerne, um so als Organ zwischen Völkern zu dienen. Das Elsaß üsse zweisprachig bleiben. Es Me die französische Kultur nicht antasten, 9iffe aber auch was an ber beutschen Kultur totes sei. Am meisten sei ber Eläs- tt verletzt durch bie Ironie, mit ber iroiffe Franzosen feine Mutter-