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Fußball.
R Aach den langen Punktkämpfen trat am »ergangenen Sonntag BsB.-Kurh. erstmalig in einem größeren Gesellschaitssp ei auf den Plan und zwar gegen Hanau 60/94, eine bekannte süddeutsche Ligaclf. Dille hatte aber zwei Fehler an sich. Der erste und größte war, daß sie in Marburg keinen ernsten Gegner erwartete, sondern hierher nur einen kleinen Abstecher machte und dabei einen hohen sicheren Sieg erringen wollte, dann der zweite, daß die Mannschaft am Qt'enö vorher ein größeres Spiel austrug, infolgedessen bei 6er Hitze nicht durchhielt. Beide Mann»
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Kongresse und Tagungen
Stauttg der hessischen und bessisch-uassaolschen Fleischermeister.
Bad Wildungen, 7. Mai. Der Be- »irksoerein „Beide Hessen und Nassau" im Deutschen Fleischer-Derband wurde hier im Mrbaus" in Gegenwart zahlreicher Vertreter l »on Behörden und des Verbandsvorsitzenden gerb. Lamertz-Köln in Anwesenheit von über 700 Fleischermeistern abgehalten; die Veranstaltungen nahmen zwei Tage in Anspruch. Lus dem vom Ehrenobernveistcr Karl Schnell- Kaffel vorgetragenen Jahresbericht war zu entnehmen, daß dem Bezirksverein 66F,eischer- innungen mit 3765 Mitgliedern und 5 Einzelmeistern angehören. Längere Auseinandersetzungen fanden drei Anträge der Fleischer- Innung zu Frankfurt, die durch Fleischer- l «eiltet Matthiae-Frankfurt temperamentvoll vertreten wurden und verschärfte polizeiliche Maßnahmen gegen die Nichtmetzgereien forderten,, die in regelmäßigen Abständen sogen. Hausschlachtungen durchführen, zu diesem Zwecke in regelmäßigen Abständen Wurst Herstellen und zum Zwecke des Erwerbs an kben mann verkaufen. Es wurde gefordert, daß der Deutsche Fleischer-Derband, die Soitzenorga- nisation des Fleischergewerbes, es bei den zuständigen Regierungsstellen durchsetze, daß diese Betriebe genau so zu behandeln sind, wie die gewerblichen Schlachtungen. Auch hinsichtlich der Verkaufsräume wurde in diesem Zusammenhänge gefordert, baß diele Hausschlachtun- gen für den Verkauf von Wurst und Frischfleisch einen gesonderten Raum haben müssen, der sowohl den gewerbepolizeilichen wie insbesondere den hygienischen Vorschriften entspreche, wie solche ja auch für b;e Metzgereien und die Spezialgeschäfte in Geltung sind. Diese Anträge der Fleischer-Innung zu Frankfurt a. M. fanden einstimmige Annahme. Syndikus Dr. Hartmann von der Handwerkskammer in Kassel hielt sodann einen längeren Lor trag über die Notwendigkeit erhöhter Anforderungen bei den Mcisterprüfungen. Es :rgab sich eine sehr lange Aussprache, an der wohl die Vertreter von über 30 Innungen das Wort nahmen. Schließlich wurde mit großer Mehrheit beschlossen, einheitlich für große wie kleine Innungen die Lehrzeit der Lehrling« •on 3 Jahren auf 3% Jahre zu erböh-n, und ferner, keinen Fleischergesellen zur Meisterprüfung zuzulasien, der nicht mindestens 5 Jahre als Geselle gearbeitet habe, während er jetzt schon nach 2—3iä6rtger Gesellenzeit zur Meisterprüfung zugelassen werden konnte. Es wurde bann beschlossen, bie Meisterprüfungen im engsten Zusammenarbeiten mit den Handwerkskammern durchzuführen. Ehrenobermeister Karl Sck>nell-Kaffel wurde einstimmig wieder zum Mitglieds des Vorstandes des i Deutschen Fleischerverbandes gewählt. Zu Mitgliedern des Vorstandes de? Dezirksver- rins „Beide Hessen und Nassau" wurden Threnobermeister Karl Schnell-Kallel, Obermeister Schwöbel-Mainz unj) Obermeister Stahl-Limburg gewählt; zu Delegierten für : »en Verbandstag des Deutschen Fleischer-Verbandes, in Breslau wurden Obermeister Ed. Strarfein Bad Windungen, Obermeister Schwöbel-Mainz und Obermeister Helfer-Bensheim , gewählt. Zum Ort des nächstjährigen Bezirkstages wurde auf Vorschlag des Obermeisters Fritz Stern-Düdingen bestimmt.
DArrheffifch« Geltung, Rarturg e. t- »?* 8. Ma» 1928
schäften traten mit Ersatz an. Bei den Gästen fehlte der Mittelläufer und ein Verteidiger. Marburg mußte einige Kräfte aus der zweiten Mannschaft einstellen; daher rechnete man auch allgemein mit keinem Sieg der Einheimischen. Es tarn aber anders. Ungefähr eine halbe Stunde lang blieb das Spiel offen; die Hanauer formten durch ihre Ballbehandlung sehr gut gefallen, b.sonders das Qnnentrio; aber auch die Marburger Derteidigung war auf der Höhe, so daß Erfolge nicht erzielt wurden. Auf der Gegenseite war es der Torhüter, der feinen Torerfolg zuließ; er meisterte manchen Schuß in ausgezeichneter Weise. Ein Etfme'er. in diesem Fall vielleicht eine etwas harte Entscheidung. brachte die Hanauer in Führung. Sie sollten sich dieses Erfolges aber nicht lange erfreuen, denn Schneider nutzt eine knappe Abwehr aus und lenkt den Ball über die Linie. Mit 1 :1 wird gewechselt. Aach der Pause ließen dann die Gäste bedenklich nach. Marburg geht durch Adorf in Füh- rung; kurz danach läßt Fischer einen Elfmeter aus, trenn er schießt gegen den Pfosten. Die Hanauer Verteidigung kann weitere Erfolge zunächst noch verhüten. Als bann aber Marburg ungefähr eine Viertelstunde vor Schluß daS dritte Tor schießt, gibt auch sie da» Aennen langsam auf. Aach dem vierten Treffer nimmt sich die ganze Mannschaft noch einmal zusammen, Warburgs Hintermannschaft tarnt aber die noch so gut gemeinten Angriffe abstopven. Auf der Gegenseite fällt dann noch em fünftes Tor, womit daS Endergebnis feststeht, da furz darnach der Schiedsrichter abpse'st. Dies war Herr Setter aus Wetzlar, der etwa» sehr kleinlich bei dem allgemein fairen Spiel war.
Vor dem Spiel zeigten sich die beiden 1. Jugendmannschasten von 1900 Gießen und dem Platzverein. Marburg war im allgemeinen durchweg fünfer und dadurch dem Gegner immer leicht Überlegen. Der 3 : 0=6:eg ist vollauf verdient. Besonders erwähnenswert sind die Le stunden des Gießener Hüters, der eine Aeihe der schärfsten Schüsse meisterte. Aach der Liga spielte die neu zusammen- gestellte 5. Jugend gegen die 2. Schüler von VfB. Gießen. Beide Mannschaften ließen in Punkto Technik noch zu wünschen übrig; bei den Marburger Jungen zeigte sich aber ein großer Eifer und dadurch errangen sie auch den Sieg. Am Vormittag sp.e'te die 3. Jugend gegen VfD. Gießen 1 Schüler. Technisch beide Mannschaften gleich gut. körperlich war Marburg ba-'e'en überlegen und errang dadurch auch den 6 eg. Auch hier verdient der Gießener Hüter em besonderes Lob. Dies farm man aber nicht dem Torhüter der fombinierten Seniorenelf zollen, die vor dieser Jugend gegen Eapvel l spielte. Er war anscheinend sehr aufgeregt, denn manchen haltbaren Ball ließ er passieren. Aach einer längeren Spielpause, wie es bei ihm der Fall ist, kann man das verstehen.
Bei Marbach 1. Jugend freite die 2. Jugend von TfD.=K V s zum Wech'el stand die Partie 1 :1. Als der Platzverein dann bergab spielte, hatten die Marburger Begleiter feinerlei Hoffnung auf einen 6 eg. Die Marburger verteidigten aber ihr Tor gegen die nun überlegen spielenden Mar- bacher. De en Dertndigung rückt etwas auf, ein schneller Vorstoß und schon führt Marburg 2 :1. Die Verteidiger des Platzverems mit Torwächter wollen den Ausgleich ffa'fen. sie gehen in den Sturm, was zum Verhängnis wurde, denn Marburg kann bei der geschwächten Hintermannschaft e n dritte» Tor erzielen Kurz vor dem Schlußpf.ss holt Marbach wohl durch Elfmeter ein Tor noch auf, zum Ausgleich langt es nicht mehr. H. H.
Beim Bericht vom 1. Mai über den Früh- sahrswaldlauf ist zu berichtigen:
In der Kla'fe Jahrgang 12/13 war Heinzer dritter und Banker vierter.
»iolor'ettf
Straßenbilfsdienst und Rettungswesen.
Am 4. Mat sand in Koblenz auf Veranlassung des Herrn Preußischen Ministers
für Vollsfrohlsahrt eine Besprechung aller Behörden und Verbände statt, die am Ausbau des Dcttungstresens micreffiert smd. Der Letter des Terliner Bettungswe'ens, San.- Aat Dr. Frank, referierte im Auftrage des Herrn Wohlfahrtsmmifiers über dessen Organisationsplan zum Ausbau kes Bellungs- wesenS und zur Zusammensassrng aller zur Mitarbeit gce greint Stellen. Er betonte die Wichtigkell des Ausbaues des Tllefond.enste?, damit jederzeit die für den Dettungsdienst in Betracht kommenden Stellen schnellstens benachrichtigt werden können. Aus den in der Versammlung auSüegenben Eremplaren des ^BeichsverkrhrLführer des ADAll“ wurde erstchllich. wie große am Verkehrswesen in’er- effterte Verbände praktische Mitarbeit leisten können. Allerdings ist organisatorisch noch nachzuholen, daß in jeder Stadt möglichst eine Zentralstelle, z. B. Polizeidireltion, Gen- darmeriestation oder auch Feuerwehr-Meldestelle damit beauftragt wird, auf Anruf diejenige Stelle zu benachrichtigen, die für den betreffenden Einzelfall am praktischsten zum Einsatz gelangt Die vom ADAT gekennzeichneten SanitätStoIonnen verfügen nicht immer über eigene Krankenwagen, um auf der Landstraße Hill« brincen zu können. Es wird sich deshalb der Ausbau des Hilfsdienstes auch darauf erstrecken müsfen. daß möglichst viele Privatpersonen und Firmen, die Geschäfts» und Lastwagen besitzen, stch Vorrichtungen anschasfen. die es im Ernstfälle ermöglichen, in wenigen Minuten einen solchen Wagen zum Krankentransport geeignet zu machen. Sanitätsrat Dr. Frank gab bekannt. daß solche Vorrichtungen mit einer Tragbare schon für zirka 150 Ml. geliefert werden. Der ADAC, der für den Kaia- strophen-Dienst der Technischen Avthilfe über 40 000 seiner Mitglieder zur Verfügung stellt, hätte hier ein wichtiges neues Betätigungsfeld. Auch die von Herrn Sanitätsrat Dr. Frank aufgestellte Forderung, daß jedes Kraftfahrzeug eine Apotheke für die erste Hilfe mit sich führen solle, ist vorn ADAC, der schon seit Jahren an seine Mitglieder eine für die Mitsührung im Kraftfahrzeug geeignete Apotheke vermittelt (dieselbe muß gepen Eindringung von Staub besonders geschützt fein), berücksichtigt worden. Den K aftfahrzeugbesitzem, die die gelbe ADAC» Hilfsdienstflagge führen, ist bekanntlich die Mitsührung der Apotheke zur Pflicht gemacht. Entgegen den Ausführungen des Herrn Sanitätsrats Dr. Frank war die Mehrheit der Der'ammlung re;en eine Verau ckuug der für den H'lfsd'enst verwendeten Schiller mit Geschäftsrellatre die UBe s chtl chke t und praktische Formgebung dieser Schilder wird durch Beklamezusähe geschäkixt.
Da in der Bheinprovinz bereits eine gut organisierte Zusammenfassung der für daS Bettnngsfre'en in Betracht kommen den S'ellen besteht, ist hier eine Aeuorganisation nicht erforderlich. Lediglich noch einige Dienststellen und Grupfen s'nd zur Mllarbeit auf- zufordem. - Um den De-fralluna^appa-at zu vereinfachen, soll in der nächsten Sitzung ein Arbeits-Ausschuß ce^äblt und gleichzeitig die finanzielle Mitwirkung der Beteiligten geregelt werden.
Der Auftakt zum Deutsche« Turnfest.
Dei herrlichem Sonnenschein und wunderbarer Dlütenpracht waren am Sonntag, dem 6. Mai, in der allen Turnerstadt Mainz etwa 1200 Turnerinnen und Turnrr, die besten der Gaue, zu den Ausscheidungskümpfen. für das Ende Juli in Köln statt» kindende Deutsche Turnfest, an getreten. Diesmal galt es für den Einzelnen, zu zeigen, ob er geübt und recht schnell er»
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faßt hatte, ob er zähe war, einen Sieg und letzten Endes einen Platz auf der Teilnehmerliste zu erringen.
trendig begrüßten sich die jungen unb alten Freunde am Sonntag vormittag in der großen Stadthalle, sowie auf dem Turnplatz des Turnvereins 1817 vor dem Gautor. Die Mainzer hatten in der kurzen l^eit. die ihnen zur Borbereitung der Kümpfe gegeben war und ttvh der anderen noch ffattfinbenben Beranfialtunien, alle Maßnahmen für gute älnlerbrinonng und schnellen Verlauf des Turnens gesorgt.
Der kO-KamPs für Männer und 7-Kampf für Turnerinnen fanden in der Sladttzalle, der S-Kamvf der 2el«eren, 4-Kampf der Turnerinnen und die Bolkstüml. Hebungen des 12-Kamvfes am Tomittag auf dem Turnplatz ihre Erledigung. Am Na-r-mit- tag turnten die S-Kämpfer auf dem Turn- vlatz und die 12-Kümvker ihre Geräte- Übungen in der Stadthalle.
Es war dem Schreiber leider nicht der« gönnt, durch feine Tät'akeit beide Pfütze am Bor- oder Nachmittag zu besuchen. Auf dem Turnplatz k'tten d'e Ausführungen kehr unter dem augenblicklichen Stand der Sonne und dem Wind, der über die Hügel des ehem. Fortsgeländes wetzte. Mancher Turner hatte schon bessere Leistungen vollbracht und so kam es. daß die 12-Kümpfer mit etwa 50 Prozent der Teilnehmenden kaum 30 Punkte in 3 Aebunoen erlangt hatten. Einzelne ßeiftunaen und was uns besonders freut, fast alle Turner de» Hessen-Gaues konnten 40 und mehr Punkte verzeichnen.
Mit keinen großen Hoffnungen ging man zum Mittagessen, das sehr gut, reichlich und besonders billig war.
Am 2 Ahr füllte sich der Saal der Stadthalle fast bis zum letzten Platz. Eine Biertelstunde später zogen 4 Säulen zu 80 Mann hintereinander mit dem Lied „Turner auf zum Streite" an die Derüte. Schwüle Suft drückte, mehrere Anfälle durch Fehlgriffe und naffe Hände hervor- gerufen, machten zaghaft und die strenge Wertung der Kampfrichter ließen hier und da den Mut der Turner ins Sinken kommen.
Doch wozu noch mehr turnen, es galt ja die Auslese des Kreises zu suchen. Nach und nach bildete sich aus der fieberhaften Arbeft ruhiges, sicheres Turnen. Hocherfreut nahmen die Turner ihren Abschnitt entgegen, wenn es auch 128 oder einige Dünkte mehr nur waren. Noch größere Freude zeigte sich aber, als man einen Aeberblick hatte von den Siegern des Daues Hessen, nur 2 oder 3 von den etwa 30 Teilnehmern waren ohne Kranz unter der erreichbaren Punktzahl aber doch noch auf der Teilnehmerliste geblieben.
Marburgs Bertreter wie O. Textor. Keil, Deaupin und Frl. Decker standen unter den Kranzsiegern. Leider vermissen wir die Drudervereine. ES würde noch größere Freude bereiten, wenn in den noch auszutragenden • Kämpfen des Turnen» weitere Sieger auf dem Plan stünden für Marburg. An der Spitze stehen als 1. Sieger Reuter (Gießen) und 4. Sieger Dinnwell (Bad Nauheim) usw.
Nun eifrig ans Werk, geübt, gespart und geworben für das große Fest der deutschen Einheit in Köln.
Verlag von Dr. 6. Hitzero» h. Beraniworilich für bie kchnMenung unb btn Oflittfdjen Teil: Dr. Ernst Scheller; für ben lokalen unb provinziellen Teil: Wilhelm W'ßner kämilich in Marburg.
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wälzte sich die ganze Menge durch daS Tor auf die Straße. Das Weib lief voran. Gin breiter Strom schreiender, tobender Menschen schob sich auf den Columbus Circle zu. Hier war man durch Laufschrift schon über alles orientiert. Als die schwarze Wenschenmasse sich wie ein unheimlicher Lavastrom über den Platz ergoß, wurden auch sie mitgerissen.
Man hörte die kreischende Stimme des DeibeS: »Kommt, wir wollen Singer fra»
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gen---kommt mit mir!“
Dann das Schreien und Toben der an- gesteckten, rasenden Menge:
l. Schnell zogen einige ihre Jacken aus und warfen sie auf die mit Dlassplittern be» t säte Mauer. Ein Schuß krachte. Das spornte - )ie Draußenstehenden noch mehr an.
n — ärger trup«
„Ausräuchern wollen wir ihn — — [ schlagt ihn tot--an den Laiernenpfahl
_ pj «it dem Schuft--lyncht ihn!!"
Am Plaza-Hotel vorbei raste die Menge auf die Werft der „Singer Screwing Company“ zu, rücffichtSloS alles im Wege Liegende zertrampelnd.
Die Tore der Werft waren verrammelt.
„Lyncht ihn---schlagt ihn tot!!!“
Immer mehr kletterten über die steile Wand und verliefen sich im Werftgelände.
Dann trat Singer ihnen in der Tür des Werftgebäudes entgegen.
'Die großen Scheinwerfer gingen an. Singer erhob die Hand, um zu sprechen. Nur Pose und Lüge konnten ihn retten.
Dann flog ein Stein und traf ihn am Kopf, so daß er an den Türpfosten sank.
DaS Weib sprang auf ihn zu und schüttelte ihn: „Kannst du meinen Mann wieder gesund machen, den Schuft?!“
Don einem plötzlichen Schreck erholt, sah er sie an:
„Was wollt ihr von mir!?“
Die Menge heulte ihm eine Antwort zu. Wieder flog ein Stein und fiel splitternd und klirrend in eine Scheibe neben der Tür. Singer begriff sofort die Situation. Es gab nur einen Ausweg vor dem Mob: das Wasser!
Es gab dem Weib einen Stoß vor die Brust, daß sie taumelte und sprang mit
langen Sätzen dem East River zu. Geduckt rannte er zwischen den Amstehenden durch, die im ersten Augenblick verblüfft waren. Dann holte einer mit einem Stoa aus und schlug fehl. Der Nächste hatte eine fchwere eiferne Niete aufgelesen und schleuderte sie nach Singers Kopf. Sie traf ihn Hinterm Ohr, er taumelte, rannte aber weiter — ein paar Meter vor der Aferrnauer stolperte er über eine Schiene, er sprang ermattet wieder auf und griff nach einer Stahltrosse, mit der das im Wasser liegende Schraubenboot vertäut war. Ein schwerer Stein traf ihn im Genick — ihm wurde schwarz vor den Augen — er griff fehl. Sein Fuß verfing sich in dem am Boden liegenden Tauenden und er stürzte kopfüber die Deton- mauer hinab. Das Seil, das sich um seinen Fuß geschlungen hatte, lief einige Meter mit, dann verhakte eS sich. Singer blieb etwa einen Meter über der Wasseroberfläche kopfüber hängen. Sein Kopf pendelte gegen die Aferrnauer.
Das Weib kam gelaufen und lachte gellend und irr. Als die Leute heruntersahen.
I hatte das Schlagen des Körpers an die | Aferrnauer den Kopf des "Betäubten zerschmettert. Die Menschen schauerten vor dem entsetzlichen Anblick.
Man schlug das Seil los, das schnell mit seiner Last in die Tiefe glitt. — Die Mordlust war gekühll — man sah sich um. Durch die Scheiben des Werftgebäudes leuchtete ein roter Schein. Im Der« waltungsgebäude züngelten die Flammen schon aus den offenen Fenstern. Eine plötzliche Ernüchterung kam über die Menge. Polizeikommandos hallten über den Platz. In panischem Schrecken liefen die Menschen dem Ausgang zu, kletterten über die Mauer, aber nur um der Polizei In die Hände zu fallen, die das ganze Grundstück umstellt hatte. Alle, die auf dem Werftplatz waren, wurden in Lastkraftwagen geladen und dem Anter- suchungsrichter zugeführt. Die Polizisten suchten Singer — — — die Feuerwehr löschte von den Gebäuden, was noch zu löschen war---
(Fortsetzung folgt.)
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Wei odek indek -ßlich