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' Shanghai, 4. Mai. 3n Tsinanfu ift es infolge Plünderungen südchinesisa).- Srldateska im japanischen Viertel zu einem ernsten Zusammen st oß zwischen japanischen und südchinesischen Trup- >en gekommen. Es entwickelte sich ein «gelrechtes Gefecht, bei dem es auf bei« den Seiten schwere Verluste gab.
Dohrbünkt «ad MMn in DM'chlaud
id<l«t DeeIagv.Dr.§.L>itzerot^ Vmck der Untb.-Duckdrnckerei d. Jod. Bn». Soda. Marti 21/23. genisprecker: Rr. 64. tu Nr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt * 98. Mr 5C16. — Sprech,eit K* Viedaktwn von 10—11 and
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Ver «n,eiqen»ret« betrckgt für de» 10 gespalt. ZeNenmillimeter 0.08 ®9S. kleine Varanzetgeo 0.06 <8M. amtliche and ano» »Irttflf «n,eigen 0.10 SM. Sei
Seite und der Austausch der Gedanken der juristischen Sachverständigen in den verschiedenen Ländern sei aber keinesfalls als ein Vorschlag für eine internationale Iuristen- konferenz anzusehen. Es bestehe kein Zweifel darüber, dah ein solcher Vorschlag den ant= schiedensten Protest finden würde.
Nach amerikanisier Auffassung bestehe nicht der geringste Anlatz zu einer vorbereitenden Konferenz der Juristen. Eine solche Entwicklung in der Behandlung der Kellvggscken Kriegsverzichtsvorschläge würde in amerikanischen Negierungskreisen als hockst gefährlich und als eine Sabotage der amerikanischen Bemühungen angesehen werden. Man zweifelt nicht, daß die lange Pause vom Abschluß der franzöiisch-amerika- nischen Verhandlungen bis zur Uebersendung der amerikanischen Rote an die übrigen Mächte dazu benutzt würde, um die durch die Vorschläge aufgeworfenen Fragen zu klären.
Seite Leutsch-amerikanische Bertragsunter- zeichnmt« in Washington.
sk.^ London. 5. Mai. In Washington wird offiziell erklärt, daß die Unterzeichnung des deutich-amerikanischen Schiedsgerichts- und Freundschaftsvertrages heute im Staats*
6* ^vberbesfifche Zeitung" et- scheint sechsmal ivkchenllich. De- gogsprets monatlich 2 EM. ans- schließt. Zustellungsgebübr, durch tzieP»ss2^L EM.Für etwa infolge Maschinendefekte »der ckewenlarer Ereignisse ausfallend«
Di« Lage in China, besonders bte. japanischen Maßnahmen, stehen im Mittel« pnnkt de« öffentlichen Interesses. „Daily Mail- meldet, das britische Muttersch ff „Kermes- habe Befehl erhalte«, von Hongkong «ach dem Schantung-Hafen Tschif« zu fahre«. Ans Tokio meldet da, Batt, das japanische «abinaett die sofortige Sntsen- dnng einer gemischten Brigade ans der mandschurischen Garnison nach Echan- tnng angeordnet. Ferner würden sechs Fl ««zeuge der koreanischen Flieger, abteilnng dorthin geschickt. Drei Trans, s p o r t k ch i f f e werden in Kure bereit gehalten, «m, wenn nötig, weitere Truppe« von Japan abzvbeförder«. Cs verlautet, daß die Gesandten England», Amerikas
Berzögernng des Weiterfluges der „Italia-.
fk Badsö. 5. Mai. Da die Witte- rnngsnerhältnisse zwischen Badsö «nd Spitzbergen nicht günstig sind, wird sich der Aufenthalt der „Italia- über einen lön- aer«R Zeitraum als berechnet erftrrckev. General Nobile hat das Luftschiff noch nicht «erlasse«.
Der amerikanische Vorschlag auf Abschluß eines Kriegsverzichtvertrages ist gestern vom englischen Kabinett, wie der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" bestätigt, zum ersten Male eingehend behandelt worden. Der Charakter der britischen Antwort wurde besprochen. Die Antwort wird wahrscheinlich im Laufe der nach, ft en Woche in Washington übergeben werden. In britischen Kabinettskreisen werden die Vorschläge Kelloggs auf einer ziemlich breiten Grundlage behandelt, da sie als eine stärkere Möglichkeit angesehen werden, die allgemeine Abrüstung zu fördern.
Die allgemeinen britischen Vorschläge zu einer vorbereitenden Iuristenkonfe- renz der sechs Mächte habe in Washington eine ungünstige Aufnahme gefun. den. Die sowohl von Frankreich wie von Großbritannien gemachten Anregungen einer solchen Juristen Konferenz zeigen in der Form erheblicke Abweichungen. Die .Times" berichtet demgegenüber, in Bestätigung anderer Meldungen, daß von Großbritannien ein Vorschlag auf Einberufung einer Iuristenkonfe- renz nicht gemacht wurde. Im Verlaufe der Prüfung der amerikanischen Vorschläge feien naturgemäß neben anderen Fragen auch die rechtlicken Auswirkungen der amerikani-
Schiffszusammenstotz. — 12 Todesopfer.
fk. London, . Mai. Das englische Pro- mantschiss „B a ch u s“ ist gestern im englischen Kanas mit dem griechischen Damofer „Ioan n i g F a s a l i o s" zusammengestoken, der so. ort sank. Nach den lebten Meldungen und 10 Mann der Besatzung des griechischen Damviers ertrunken und zwei weitere Mitglieder der Besatzung nach ihrer Rettung g.eirorben. Der „Bachus" ist in Portland eineetroffen.
Tstnanfu fei äußerst »«gewiß, da die Rie- derlassungen unter dem Artilleriefener der Südtrnppen stehen. Die Konsul« 'eien Kit mehreren Tagen nicht in der Lage, Berichte abzusende«, weil die Japaner die militärische drahtlose Station für sich be- «ntzte«. I« Tflnanf« befanden sich zahlreiche Engländer, Amerikaner und D e «t s ch e.
„Dailh Telegraph" berichtet aus Peking: Die nationalistischen Streit- kräfte in Tsinanfu wurden zuletzt mit 60 000 Mann angegeben. Wenn daher Tschangkaischek, der persönlich dort sein soll, seine Mannschaft nicht in der Hand habe, so könne eine Tragödie mit Folgen eintreten, die so weitreichend sind, daß sie erörtert werden müßten, bevor die Lage vollständig unübersehbar ist. Laut „T i * mes" liegen keine Nachrichten von dem britischen Konsul Affleck in Tsinanfu vor.
Flngzeagabstnrz ix Ohio.
fk. Dayloh (Ohio), 5. Mai. E-n Flugzeug stürzre infolge Bruches einer Tragfläche aus 1500 Fuß Höhe über Iohnson- field ab. Drei Personen wurden durch den Absturz getötet. Tie In assen des Flugzeuges harten es von dem Besttzec des Flugzeuge» ausgeliehen.
Lor einer CisenpreiserhShung?
Die „Dost. Ztg." meldet auS Essen: 3n "^ssen der deutschen Eisenindustrie werden zurzeit umfangreiche Erhebungen über die Auswirkung des Lv.>fed fpr ch- im Ruhr- bergbau auf die Selbstkosten der eilen» schäftenden Industrie angestellt. d e offenbar der sslorberessung eines Preiserhöhungsantrages für Eisen dienen.
Die Reichstagswahlen haben besonders un Zusammenhang mit bestimmten Ereignissen wie dem Erlaß des Reichsrnnenministers . .. Keudell gegen den Roten Frontkämpserbund und der Selbstauslösung des W.kingbundes durch Kapitän Erhardt die Aufmerksamkeit auf die sogenannten Wehrbünde und dre hündische Bewegung in Deutschland überhaupt gelenft. Diese hündische Bewegung. wtll die Vertretung der jungen Menschen für ihre aus der Erkenntnis der Zeit gewonnenen Ziele und gegen bas nach Ansicht der Bünde überaltert« und mechanisierte Parteckoesen sein.
Aus zwei Quellen fließen dre Impulse dieser Bewegung, zwei große Gruppen von Bünden kann man unterscheiden. Jugendbewegung und Krie-eserl bnis sind die Ausgangspunkte der bündifchen Gruppierungen.
Schon vor dem Kriege hatte sich, zunächst weniger aus einer allgemeinen Idee als aus unmittelbarem Bedürfnis und Empfinden her- aus die 3ugenö in besonderen Gruppen zu» fantmen gefunden, um geneinsam aus den Wüsten und der zivilisatorischen Ueberfeine- rung und Zersetzung der Großstädte heraus- zukvmmen und wieder ein unmittelbar menschliches. durch die Gemeinsamkeit des Erlebens vertieftes Verhältnis zur Ratur, zur Heimat, ihrer Schönheit, Sigenart u-d Quellkraft zu gewinnen. Eine neue Roman ik ist aus dieser Wandervogelbewegurg h r.,^s ...entstanden. Man verzichtete bewußt auf die Dequemftch- leiten des Lebens, bewegte sich abseits von der großen Sttaße und ihres Koms-rts, fang Wander«, Bolls» und Schola-cknlieder, die man wieder aus alten Handschriften und Büchern ins Leben zurückrief, tanzte Dolks» tänze und Reigen und scharte sick um immer zahlreicher »r uftretende Führer. solange, bis man sich selbst als Führer fühlte und neue Gruppen um sich sammelte Weltanschaulich und politisch neigte man zur Absage gegen die Generation der Väter und der Schultyrannei, zu radllalen Anschauungen, die auf der einen Decke zu kommunistisch-anarchistischen Sdeo» logien. Menschheit-Verbrüderung und pazifistischen Zielen, auf der anderen Seite zu fanatischem Rassebewußtsein und völkichen Lebens- svrderungen hinüberschlug.
Diese jungen Menschen haben zu einem erheblichen Teile mit die Kriegsfreiwillige., von I9l4 gestellt. Ihr menschlich vollkommenster und reinster Typus ist wohl ein Walter Flex, oer feinem Freunde und sich selbst sowie der Schar feiner Gleichgesinnten ein leuch tt-n des Denkmal als .Wände er zwischen zwei Wel- tat setzte. Rach dem Kriege ist diese De- wegung, die auch die Rachkriegsgeneration noch stark in ihren Dann zog. als Jugendbewegung in zahllose Ströme, Bäche und Gerinnsel auseinandergeflossen, obne den breiten, wertvolle Lasten tragenden Strom der Gemeinsamkeit zu haben, den einst die Tagung auf dem Hohen Meißner verheißen hatte. Andere Bewegungen wie die mehr äußerlich militärische Pfadfinde'bewegung wurden durch den Geist der Jugendbewegung wenigstens in den Formen stark beeinflußt. Es ist wohl der bleibende Gewinn dieser Jugendbewegung, daß sie für die Jugend eigene stillbewußte Lebensformen geschaffen hat. Auch nach dem Kriege noch lebten trotz starker Zersplitterung, Individualisierung und Jntellektualis erung diese Jugendbünde verschiedener Dichtung und Zielsetzung. Wandervogel, Altwandervogel, Reue Pfadfinder. Jungnationaler Bund, Ouiclbo ner (latho isch), sozialistische und kommunistische Jugendverbände fühlen sich trotz aller Gegensätze doch innerlich als eine gewisse E.nhett. Alle diese Bünde wollen Lebensemeuerung, Lebensreform, Menschenbildung, ohne aktuelle tagespolitische Zielsetzung.
Die zweite Gruppe, die sogenannten Wehr» bünde. süh.'en sich als politische Kämpfer. Nis Kriegs- und Fronte lelmis hat fie geschaffen. Stahlhelm und Wehrwolf stehen etwa in gleicher Linie. Diese Bünde haben bewußt die Frontkämpfer mit dem Ziele nationaler Wachtstärkung zusammengefaßt und stattliche Scharen um ihre Fahnen gesammelt. Der Jungdeutsche Orden verlangt noch stärker den ganzen Menschen, er will, wie sein Dame sagt, sagt, den Ordensgedanken des Gehorsams der Hingabe und Brüderlichkeit pflegen. Diese Bünde sind nicht ausgesprochen aktiv revolutionär. Den Gedanken des demokratischen Staates mit Pazifist.fchem Einschlag vertritt das nicht spontan ins Leben getretene, sondern
_ Gegenbewegung geschaffene Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, das unter Mithilfe der sozialistischen Gewerkschaften
D 5 Paner befürchten daher, daß die mili- 1 "sche drahtlose Station in Tsinanfu zer- N i würde, obwohl die Handelsstation in U t japanischen Siedlung noch arbeitet. G 1 Drücke über den Gelben Fluß ist zer- S ft, sodaß die Japaner keine Derstär- 8 sgen mit Zügen nach Tsinanfu senden 1 »Ken.
Tefecht hat mehrere Stunden ge- ert.
Die Südchinesen stürmen von neuem!
London, 4. Mai. (WTB.) . Rach ichen Nachrichten aus Tsinanfu haben e südchinesischen Truppen heute früh
10 Ahr den Angriff wiederauf- n o m m e n, indem sie in die javani- «n Verteidigungslinien einzudrinaen «suchten. Die außerhalb der Stadt woh- Mden Japaner und anbei« Ausländer wen ermordet worden sein. Bei der Henwärtigen Lage ist es jedoch schwierig, ft Zahl anzugeben. Der Kampf dauette ftei Stunden und ließ dann nach. Teuter meldet aus Peking 6,10 Ahr chmittags: Die Nachricht, daß bei den vrgängen in Tsinanfu außer Japanern ftge Ausländer getötet worden seien,1 .nicht bestätigt worden. . Augenblicklich Winden sich ungefähr 3000 japanische «llvpen und 40 000 Südchinesen in Tsi- ftfu. Nach einer weiteren Neutermel- j tag aus Peking teilt die japanische Ge- todtschaft mit, daß die chinesischen Führer ‘ i Tsinanfu ein Abkommen mit den Ia- taern getroffen hätten, wonach sie bis Uhr heute morgen die japanische Sied- *g räumen würden, aber um 11 Ahr tanelten sich chinesische Trruppen an der uchen Grenze der Siedlung und ve r- schtensiezustiirmen. Der Kampf Sonn wieder und war noch um 12 Ahr I Üags im Gange. Ein japanischer Leut- I tot wurde durch Schrapnells verwundet. I ^drahtlose Botschaft von General Fu- I »a ist nicht beantwortet worden. Die
,, _ ,_ -i,.,,. beeartement durch Staatssekretär K e ll ogg
schen Dors^loge in Berucksichttgung gezogen und den deutschen Botschafter v. Prittwitz worden. Die Erörterung der technischen " erfolgen wird.
A ». P e k i n g, 5. Mai. Die hiesige Re- Z stung übersandte der japanischen Se- D ftüschafl eine Note, in der wegen der Z dsscheufälle von Tsinaufu Einspruch er- z und das Berhalten der Japaner
. es den chinesischen Truppen leicht,
l die Drahtsperren wegen des ruhigen I englanM Antwort mitte nütWrr $6o»e — steine 8nr ktenkonferem haltens der chinesischen Truppen am 1 0
®Se vorher weggenommen morgen war"«.
Don japanischer Seite wird erklärt, daß die Südtruppen in der Stadt Tsinanfu die Läden japanischer Staatsbürger geplündert und hundert japanische Einwohner getötet haben. Zehntausende nationalistischer Soldaten hatten sich über die Stadt er- zolsen und an den blutigen Plünderungen Beteiligt.
Reuter meldet aus Shanohai: Zwischne Japan und dem nationalistischen China Mteint sich infolge der Zusammenstöße zwi- Men japanischen und nationalistischen Truppen in Tsinanfu eine ernste Lage zu «twickeln. Die Verluste der japanischen rruvven _6ei diesen Zusammenstößen behagen fünf Tote und 20 Vermund-fte.
erbem wurden viele japanische Ein- whner getötet. Die Verluste der chinesi-
Truppen werden aus 8 0 0 M a n n tzt. Die Japaner haben 2300 Mann Verstärkung nach Tsingtan entsandt Wie aus Tsinanfu weiter gemeldet wird,
ÄberheMche
Zeitung
Anzeiger für (das frühere kurhefsifchej Oberheffen
Anzeiger der amtlichen Bekanntmachnngen für Stadt and Kreis Marbnrg,