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Ser Empfang der „Bremen"-Flikger in Washington

MÄM“ W a» M3?

Bader an dem Unternehmen teilneh.

Dir „Stalia" heute früh 3.25 Ahr gestartet

I

Das Rotfrontverbot abgelehnt

eren deutschen Flieger, woraus

Neger" für den herrlichen Empfang und "ie Hilfeleistung sagte. Der im Anschluß

Marburger

ZageÄMAjgrr

SMche Lan-Mitung

und des ge-

Rr. 104 63. Mkg Marburg a. Lahn

Der Anzeigenprel« beträgt für den 10 gespalt. Zeilenmillimrter 0.08 SM., kleine Baranzeige« 0.06 SM., amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Sah sowie bei Plah- horschrift SO-/. Aufschlag. - Sammelanzeigen 100 •/» Auf­schlag. Reklamen der Mlllim. 0,40 SM. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Tag«. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

1 Soldmark — V«,»Dollar.

Zentralbehörde», de« Ersuche« des Reichsinnenministers »am 18. April 1928 a»f Verbot nah Auflösung des Slate» FrontkSmpferbnndes, der Roten Marine nnd der Roten Znngfront nebst fSe* liehen Ortsgruppen »achzukomme», ist bearSndet.

2. Di« Kosten bee Verfahre», werden de» Dentschen Reiche auferlegt.

Der Senat HSlt die Voraussetzungen des 8 129 StGB, für den gefantt«» Roten FrontOSmpferbund und fSmtliche roten Ortsgruppen nicht für erwiesen. Zn Frag« kämen nnr einzelne Ver­bote für bcftimmte Ortsgruppen oder Gaue, bei denen feder Beweis norl'egt. Solche Verbot« stehen heute nicht zur Ent­scheidung des Gerichtes. Die nähere Be- grSudung wird in einige» Tagen erfolge».

SberheMche Zeitung

b. Hünefeld den Bereinigten Staaten und Kanada den Dank der „Bremen"-

igte. Der im zmichiuß das Essen im Hotel Hayflower statt- lindende Empfang vereinigte die gesamte

Washingtoner Gesellschaft.

:t 200 Mitglieder des diplomatischen cps, Mitglieder des Kabinetts und der forte. Hunderte von Personen dräng-

; selmersmg.

kN Z. Mat 1928

fit- ^0brrb«sflsch« Zeitung" er- zchchU sechsmal wLchentlich. Be- ^jgSpreis monatlich 2 SM. aus- schlleßl. ZustellungSgebühr, durch ^gPost2.25 SM.Für etwa infolge gtttiU. Maschinen defekte oder «iementarer Ereignisse ausfallend« ztmnme« wird kein Ersah ge- W- Verlag b. Dr. §. Htheroth. 9wt der Univ.-Buchdruckerei d. ZS. Auq. Koch, Markt 21/23, Aspsprecher: Rr. 54. u. Rr. 55. PMcheckkonto: Amt Frankfurt «. SR. Rr. 5015. — Sprechzeit W Ardaktton von 10—11 und r, ‘/,1-1 Uhr.

Dke Verhandlungen über den neuen deut- schen Ozeanflug abgeschlossen.

Wie wir erfahren, sind die Verhandlun­gen über einen

zweiten deutschen Flug nach Amerika nunmehr zum Abschluß gekommen. Die Maschine wird von dem Piloten 9t i ft i c geführt werden und als zweiter Pilot wird voraussichtlich der Flugzeugführer

Leipzig, 2. Mai. I» Sache» de« Roten Frontkämpferbundes hat das Reichs, gericht (Strafsenat) heute nachmittag be­schlossen:

gelegt: Am 9. Mai Empfang ^Phila­delphia, am 10. Mai Flug nach , ........

Chicago, am 10. Mai Empfang dort, mäßigem am 13. Mai Besuch Milwaukees, am | Ruvolst

für Stadt zurück, wo abends das Festbankett

^r Köhl und Freiherrn von Hünefeld aus

Btr deutschen Botschaft stattfand. Hierzu

tot, die einzeln an den Fliegern vorbei iestlierten und ihnen die Hand schüttelten, iben sich die Flieger, der Bot- der Gesandte in das Reprä-

vo« Flug der „Ztalia".

«. Berlin. 3.Mai. Wie dkeFlugfiche, rungsstelle mitteilt, versucht di« „Italia" drahtlosen Verkehr mit Karlskron« auf­zunehmen. Das Schiff gibt um 4.45 Uhr folgende Standortsmeldung: „Italia" 90 Kilometer nordöstlich Stolp." Um 6.11 Uhr war der Standort der „Ztalia" 220 Kilometer nordöstlich Stolp.

ff. Stockholm, 3. Mai. Das Luft­schiff „Ztalia" hat um 5.45 Uhr die Stadt Karlkrona sSüdschweden) und um 7.30 Uhr die Stadt Oskarshamm in Höhe von 150—300 Metern überflogen.

Die Berliner Blätter nehmen zu der Entscheidung des 4. Strafsenats, die das Ersuchen des ReichSministers des Innern an die Länderregierungen, den Roten Frontkämpferbund zu verbieten, für unbe­gründet erklärt, eingehend Stellung. Mit Ausnahme der Rechtsblätter weisen fast alle Zeitungen darauf hin, daß bereits im Kabinett keine allgemeine Zustimmung zu

14. Mai Flug nach St. Louis, am 15. Mai Empfang dort, am 17. Mai Empfang in Detroit, am 18. Mai Flug nach Boston, am 18. Mai Empfang in Bo­ston. Der Flug soll entweder mit der „Bremen" oder mit „F. 13" ausgeführt werden.

fk. Stolp, 3. Rai. U» 3.25 Uhr heute früh ist b«, italienisch« Luftschiff „Ztalia" unter Führung von General Nobile zn seinem Rordpolflug gestartet.

Gegen 12 Uhr erschien General Nobile in Begleitung seiner Gemahlin auf dem Flugplatz und gab die letzten Anwe.sun- gen. Vor der Hall« war etwa ein Dutzend Scheinwerfer aufgestellt, die das Schaff be­leuchteten. Die letzte halbe Stund« war mit dem Fe st stellen des Gewich­tes der Gondeln ausgefüllt. Es wuro« u. a. nötig, einen Wasserfilter der das Luftschiff zu stark belastete, zu ent­fernen. Nobile, der in Uniform war und ein Käppi trug, sah blaß und ernst aus. Wahrend Nobile seine Anweisungen gab, verabschiedete sich di« Besatzung von den zahlreichen Freunden, die sie in Stolp gewonnen hatte. Frau Nobile verabschie­det« sich von dem kleinen Foxterrier, der immer wieder versuchte, aus der Gon­del heraus zu schlüpfen. Mittlerweile, um 3.05 Uhr. waren die Vorbereitungen soweit gediehen, daß General Nobile Herrn von Kleist von der Luftfahrzeug-Gesellschaft die Mitteilung machen konnte, daß sie fertig seien. Die Haltemannschaften be­kamen die letzten Instruktionen und das Luftschiff wurde kurz darauf aus der Halle gezogen. Der Wcnd war ver­hältnismäßig schwach. Etwa 5 Minuten vor dem Start wurde General Nobile noch eine Wettermeldung übergeben, mit dem Rat. eine südwestliche Flugrichtung einzuschlagen, da über Nordschweden schlechtes Wetter sei. Kurz vor dem Start richtete Oberbürgermeister Hasenjäger von Stolv im Namen der Stadt Stolp und Re- gierungsasseffor von Wangenheim namens der preußischen Regierung Abschiedsworte an den General, wofür dieser herzlich dantte. Von der Reichsregierung war nie­mand erschienen. Etwa um 3.20 Uhr Uhr wurden die Motors angelassen und um 3.25 Uhr erfolgte der Start. Das Luftschiff erhob sich langsam und flog in nordwestlicher Richtung davon.

Abschiedsansprache des Generals Nobile.

Während der Vorbereitung zum Start der „Ztalia" hielt General Nobile eins Rundfunkansprcche, in der er sagte: „Ich freue mich über die Anteilnahme der deut­schen Bevölkerung an meinem Unterneh­men und die Unterstützung, die ich bei allen Kreisen der Bevölkerung gefunden habe und hoffe, daß ich mit reicher wissen­schaftlicher Ausbeute Deutschland wieder erreichen kann." _

Rach Genera! Robile sprach der zweite Kommanadant und erste Navigationsoffi­zier.

tor außer den amerikanischen Spitzen- fnd Abteilungsleitern der Luftschiffe der «anodische Gesandte geladen. Ein ent­brechendes Essen fand für Fitzmaurice <uf der irischen Gesandtschaft statt.

, Beim Bankett für die „Bremen"-Flie-

I“ Hauses waren schwarz gestikulierenden, laut jubelnden Amerika- nem, als die deutschen Flieger und ihr Mcher Kamerad, geschmückt mit dem Kauen Ehrenfliegerkreuz, das Präsident Loplidge ihnen soeben an die Brust ge-

men. Bader versieht zur Zeit den regel- mäßigen Luftverkehr auf der Strecke Rudolstadt—Nürnbe^. Die Initiative zu diesem neuen Ozeanflug geht bekanntlich von der Wiener Schauspielerin Frau Dille ng aus, die bereits im vorigen Jahre den Azoren-Flug mitgemacht hat. Als Startort ist der Flugplatz Rudol -

Der afghankfche König auf ruffifchem Loden.

Moskau, 2. Mai. Der König von Afghanistan ist am Mittwoch abend auf der Sowjetgrenzstation Degorelvje einge- troffen und wurde von einer Ehrenwache und den Klängen der afghanischen Hymne begrüßt. Karachan hieß den König will­kommen und überreichte ihm ein Begrü­ßungstelegramm Kalinins. Nach einer An­sprache des Königs, der feiner Freude über die Ankunft auf dem Boden der Sowjetunion Ausdruck verlieh, ging der äS nach Minsk ab, wo der König von itgliedern der weißrussischen Regierung empfangen wurde. Er setzte dann die Fahtt nach Moskau fort.

Grabe des unbekannten Soldaten, qo Freiherr v. Hünefeld und Köhl «nen Kranz mit einer Schlefie in den Heichsfarben, Fitzmauriee einen Kranz ' mit irischen Farben niederlegte. Die stumme Ehrenbezeugung der „Bremen"- Tesatzung vor dem toten amerikanischen Kameraden machte aus alle Anwesenden nnen tiefen Einddruck. Die Flieger wur­sten sodann durch die Stadtparks gefah­ren und trafen um >/s4 Uhr, von einer paßen Menschenmenge begrüßt, int

Kapitol

kn, wo sie in Begleitung des deutschen Dotschafters und des irischen Gesandten in den Senat geführt wurden. Hier stellte Vizepräsident D a w e s sie den Senatoren

fyimuf bega! »Hafter und skktantenhaus, wo der Sprecher Lang- vyrth sofort die Sitzung aufhob und stie Flieger vorstellte, sie in kurzer, sehr herzlicher Ansprache willkommen hieß too ihnen zu ihrer mutigen Tat unter ge- toltiqem Beifall des Hauses und der dicht ^letzten Tribünen gratuliert- Daraus traten die Abgeordneten einzeln vor, schüttelten allen drei Fliegern die Hand, tos bei der großen Zahl der Kongreß- nstqlieder geraume Zeit dauerte. Unter bochrufen und Beifallsklatschen verließen •ie Flieger, der Botschafter und der Ge- «tzdte das Unterhaus und begaben sich

Anzeiger fSr (das frühere knrheffifche) Oberhessen

Anzeiger der amtliche« Bekanntmachungen für Stadt «nd Kreis Marburg

läge v. Keudells. Die Entscheidung sei auch ein Schlag für die Kommunisten, die den preußischen Einspruch als einen Protest der Phrase bezeichneten. Ihre Absicht, das Verbot im Wahlkampf zu be­nutzen, ist ebenso kläglich zusammenge­brochen, wie ihre Hoffnung auf die Ent­scheidung des Staatsgerichtshofes.

Das „SerL Tageblatt" schreibt: Nach der empfindlichen Niederlage, die Herr von Keudell erlitten hat, sollte er das Amt verlassen, dem er zweifellos nicht zur Zierde gereicht. Er hätte das Ergeb­nis voraussehen können, wenn ihm ein staatspolitisches und nicht parteipolitisches Motiv geleitet hätte.

Die „Vossische Zeitung" siehst in der Entscheidung des Staatsgerichtshofes nicht nur eine Niederlage für Keudell, son­dern auch für seine deutschnationalen Mi» nisterkollegen und Parteiführer, die sich mit ihm solidarisch erflärten. Die Aktion und ihr Mißerfolg belaste die ganze deutschnationale Partei. Der Zeitpunkt des Verbotes sei für die Länderregierungen bei ihren Einsprüchen entscheidend gewesen.

Die Stellungnahme der politischen In­stanzen, die das Verbot ablehnten, war, wie die „Germania" schreibt, auf die Aeberzeugung begründet, daß der vom Reichsminister beschrittene Weg, ganz ab­gesehen von allen juristischen Erwägungen, zu einem Ergebnis führen mußte, das den staatlichen Interessen stark zuwiderlief.

Die Rote Fahne" spricht von einer Vertagung des Verbotes bis nach Den Wahlen. Die Gefahr sei nicht abgeschwächk,

nach Newyork

zurückbringen. Die „Bremen"-Flieger teilten gestern mit, daß sie eine große An­zahl Einladungen von Bürgermeistern, Stadtverwaltungen und Privatorganisa­tionen zahlreicher Städte Amerikas er­halten haben, daß aber die Annahme aller dieser Einladungen praktisch un­möglich sei, da ihnen daran liege,

bald in dl« Heimat zurückzukehren und den Willkomm Deutschlands und Ir­lands entgegenzunehmen. Aus diesem Grunde wurde folgender Flugplan feft»

ren sich stundenlang um die Flieger, um ihnen die Hand schütteln zu können. Um ‘/212 Uhr zogen sich die Flieger voll­kommen erschöpft zurück.

Junkersflugzeug,,F. 13" ist gestern, Mittwoch abend, in Washington einge­troffen und wird die „Bremen"-Flieger heute

stadt-Saalfeld (Schwarzatal) in Aussicht genommen. Bon hier aus acht der Flug bis Baldonnel, wo eine Zwi­schenlandung vorgenommen wird. Auf eine Anfrage wird uns von dem Vertreter der Frau Dillenz bestätigt, daß die Ver­handlungen über diesen Ozeanflug tat­sächlich perfekt geworden find, und über den Zeitpunkt des Startes läßt sich noch nichts sagen, da er naturgemäß vom Wetter und den technischen BorbereituN' gen abhängig ist.

heftet hatte, stolz strahlend aus dem Tor des Präfidentenpalais traten. Die Schutz­leute hatten größte Mühe, den Weg für die Autos zu bahnen. Die Flieger kamen iw den vom Weißen Haufe gestellten Wa­gen nur langsam vorwärts. Ihr Ziel ntar der Nationale Presse-Club, wo ihnen ein feierlicher Empfang durch führende «merikanische Journalisten bereitet Vurde. Sodann kehrten sie zum Weißen Hause zurück, wo der Präsident ihnen «fat Ehrenfrühstück gab.

Die Bremenflieger, vom deutschen Bot- ichafter und irischen Gesandten geleitet, sichren gestern nachmittag zum Arungton- fiational-Friedhof, wo sie am Eingang mm kommandierenden General Washing­tons begrüßt wurden. Sie begaben sich mit einer Ehren-Eskorie zum

dem Erlaß Keudells bestanden habe auch im AeberwachungSausfchuß Reichstages scharf dagegen Stellung nommen worden ist. Der „Vorwärts" spricht von einer vollkommenen Nieder-

loanneu jur uie „öreme» «H. dem auch der Hnterftaatsfelretär Al d s beiwohnte, brachte der deutsche Botschafter von Prittwitz einen Toast tuf Präsident Coolidge aus, in dem h dankbar der überaus herzlichen Auf­nahme, die die Flieger "in Amerika gefun- N hätten, gedachte. Senator Johnson California) antwortete mit einem Toast