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Dr. Strefemann in Köln
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Die „Times" zum Wahlsieg Poincares.
Die „Times", die lange vorher und nach» drücklicher als die meisten übrigen Blätter auf die Gründe hingewiesen hatte, die eine Beibehaltung der Macht in Frankreich durch Poinearö vom Standpunkt der englischen Politik erwünscht erscheinen ließen, befaßt sich heute in einem Leitartikel mit dem Wahl- sieg Poincarös. Das Blatt meint, die in einem Berliner Sonntagsblatt vertretene Auffassung sei unbedingt richtig, daß die große Mehrheit der französischen Wähler für den Frieden und für den^ Franken eintrete. Im Augenblick sei es noch zu früh, sich mit der Stärke und Dauerhaftigkeit ber Nationalen Union zu befassen.
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Der Anzrtgenprrt« beträgt für den 10 gefrolt SeUenrnflHmete* 0.08 GM. kleine Baranzeigen 0.06 GM. «nlliche an» an#- »drtta« Anzeigen 0.10 GM. Sei ftbtoirrtgea Satz sowie bei Ptech- dors-drift 60’1, Aufschlag. — Ganrmelan,eigen tOO ft, Aaf- schlaq. Oleklarnrn bei Millinr 0,40 GM Zeder Rabat! gilt alt Barrabatt 3td 5 Sage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung ber Angebote. <e ftlllnngsoa Marburg,
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Siegeszug im alten Rom
^ert. Anter einem eineinhalb- »djgen Geheul der Sirenen T mit Wimpeln geschmückten Fahrzeuge, den grüßenden Strahlen der Feuer- wDDte und unter einem ununterbroche- Regen von Papierschnitzeln, Papier- °llgen, Kurszetteln, Telegramm-- und fnungsformularen sowie Blättern aus ^hvnbüchern hielten die „Bremen"- ?9er ihren Einzug durch die von Hun». Düsenden besetzten, mit den deutschen, 'rischen und den amerikanischen Flag- ^Seschmückten Feststraßen. Ein Iubel- ™ begann, als das Empfangskomitee
Agtzvlen mlemtrft sich!
Bortagung des englisch-ägyptischen Ber» fammlungsgesehes bis November.
ff. Kairo. 1. Mai. In geheimer Sitzung beschlossen gestern abend Kammer und Senat die Vertagung der weiteren Diskussion über da- Bersammlungsgesetz bis zur Novembersttzung.
Die englische Prefle zum Streit mit Aegypten
Die heutigen Morgenblätter befassen sich in Leitartikeln mit der englisch-ägyptischen Krise, wobei die Berechtigung des englischen Ultimatums durchaus anerkannt wird.
Die regierungsamtliche' „Morning Post" vertritt die Ansicht, daß Großbritannien den Kreisen, die gegenwärtig die Geschicke Aegyptens leiten, niemals erlaubt haben sollte, verantwortliche Posten zu bekleiden. Die gegenwärtigen ägyptischen Machthaber seien selbst in hohem Grade ausländischer Abstammung, die Aegypten im Laufe der Zeit zu Chaos und Revolution führten und eine europäische Intervention heraufbeschwörten.
Die „Daily Mail" sagt, daß für Großbritannien der Suezkanal genau von der Bedeutung sei, wie der Panamalkanal für die Vereinigten Staaten.
Auch der „Daily Telegraph" kommt am Schlüsse feiner Betrachtung der gegen, wärtigen Lage zu dem Ergebnis, daß Nahas Pascha und seine Anhänger alle Folgen sich selbst zuzuschreiben haben, die unvermeidlich wären, wenn die ägyptische Regierung nicht einlenken sollte.
Der Reichsindex.
Berlin, 30. Avril. Die Rcichsindcxzifser für die Lebenshaltungskosten ((Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung lungen des Statistischen Reichsamts für den und „sonstiger Bedarf") ist nach den Feststel- Durckschnitt des Monats Avril mit 150.7 gegenüber dem Vormonat 150,6 nahezu unverändert geblieben. Die Indexziffern für die einzelnen Gruppen betrasen 1913/14 100: für Ernährung 151,0, für Wohnung 125,5, für Heizung und Beleuchtung 144,6, für Bekleidung 169,9, für den sonstigen Bedarf einschließlich Verkehr 186,4.
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den inoffiziellen Dorempfüngen knete gestern die Stadt Aewhork den ssmen"-Fliegern einen offiziellen 'Pfang, der fünf Stunden dau- 8 und nur die Einleitung zu dem mehr- gen Festprogramm bildete. Wie ofsi- k Festteilnehmer erklärten, habe der ‘fang mit dem gewaltigen Enthusias- 8 und der allgemeinen Beteiligung an
Die.Bezeichnung amerikanisch ist bereits er den eigentlichen Sinn hinaus ein i igenschaftswort geworden, das über- «öhnliche und aufsehenerregende Aus- i lße bedeutet. Das amerikanische Volk !, besonders großen Eportleistungen tgenüber, in denen sich Mut und Charak- r ausdrückt, begeisterungsfähig wie kaum n anderes und liebt es, gerade in der echanisierten Welt des Masienbetriebes St Mann und Helden mit leidenschaft- 6er Anerkennung zu krönen. Selbst mn man alle diese Voraussetzungen ab- cht, ist der Jubel, mit welchem bi# Be- llerunq von Newyork, die in diesem alle die Bevölkerung Amerikas ist, die »tschen Flieger gefeiert hat, ganz außer- wohnlich zu nennen. Die Begrüßung st das Gepräge einer so persönlichen Mchkeit getragen und hat dabei das Äsche Volk so warm einbezogen, dem i geehrten Flieger mit Stolz sich zurech- - 6. daß dieses Ereignis sicherlich auch ie innere weitere Annäherung der bei- 8 Völker mit sich bringen muß.
Die Newyorker Morgenblätter bringen iltenlange Schilderungen des Triumphes der „Bremen"-Flieger, der nicht nur vH den donnernden Enthusiasmus der »rufe der Hund er tausende, ibern auch durch die 13000 Tonnen »pierschnitzel bemerkenswert war, t von Battery bis zum Zentralpark über Flieger ausgeschüttet wurden. Zahl- i&e Bilder des Zuges machen den Ein- ck eines Schneesturmes, der nach «orvollen Karikaturen der Blatter in
Kundgebung bei einem Boxkampf.
Der Boxkampf Starky—Delaney ist zum Nachteil Delaneys ausgegangen. Es war von vornherein klar, daß die Zuschauermassen von 12 000 Personen offenbar mehr zu dem Zwecke gekommen waren, die Helden des atlantischen Ozeanfluges zu sehen, als wegen des Boxkampfes. Die beiden Kämpfer bestiegen den Ring beinahe unbemerkt, während die drei Flieger, Hauptmann Köhl, Baron von Hunefeld und Major Fitz Maurice mit einer überwältigenden Kundgebung empfangen wurden. Sie waren begleitet von Bürgermeister Walker und wurden mit stürmischem Beifall empfangen. Hauptmann Köhl und Baron von Hüneseld trugen Eesellschaftskleidung und Major Fitz Maurice seine irische Uniform. Nachdem der Kampf zu Ende war, mußten ,chie drei Unerschrockenen" auf Verlangen der Menge in den Ring kommen, wo sie mit erneuten Kundgebungen begrüßt wurden. Die drei Flieger schienen sich bei diesem Erlebnis ziemlich unbehaglch zu fühlen. Der Ankiindiger folgte den Fliegern und erhob gegen jeden der drei Flieger nach einander die Hand, um die Menge zu verstehen zu geben, daß ein jeder von ihnen als Sieger über den atlantischen Ozean zu betrachten fei. Die Kundgebung war so stürmisch, daß es mehrere Minuten dauerte, bevor die Flieger den Ring verlassen konnten.
schluß von Handelsverträgen werde immer auf Gegenieitigkeir beruhen. Unsere ganze Wirtschaftsstruttur zwingt uns dies einfach auf.
Das Gebiet der Innenpolitik leitete der Minister mit dem Kampf der Par- leien um die Erweiterung der Rechte des Reichspräsidenten ein und wandte sich sodann auf einen Zwischenruf gegen die Auffassung, daß seine Außenpolitik bisher keine Erfo.ge^ gezeitigt habe. Daß die letzten zehn ^ahre Fortschritte gebracht haben, musl< jeder einsehen. Aber mit der Kritik alle:n sei es nicht geian, die Hauptsache fei, zu zeigen, wie es besser zu machen fei. Zu der yrage des Berufsbeamtentums betonte der Minister die Notwendigkeit der Ausscheidung aller parteipolitischen Einflüsse. v
(Sottletzuna siebe Seite 2J
des Bürgermeisters Walker Generalmajor Haskell als Vertreter des verhinderte.". Gouverneurs Smith Staatsmedaillen für die Flugleistung der »‘Bremen“ im Interesse der Aviatik und des Fortschrittes der Zivilisation. Die Flieger, welche ferner städtische Ehrenurkunden erhielten, dankten bewegt. Die riesige Menschenmenge jubelte erneut den Fliegern zu, als sie von den Gattinnen Köhls und Fitzmaurices, Die durch ein Ehrenkomitee mit Frau Chambertin an der Spitze, eingeholt worden waren, begrüßt wurden. Frau Köhl umarmte ihren Gatten und dann den Bürgermeister Walker.
Nachdem der Festzug die Fisth Avenue passiert hatte, bewegte er sich weiter nach dem Modison Square, wo die Flieger am ewigen Licht zu Ehren der im Weltkrieg Gefallenen unter dem Klang des Deutschlandliedes. der amerikanischen unb der irischen Nationalhymne drei Kränze nieder le gten. Nach dem Vorbeimarsch der Truppen vor den Fliegern und Bürgermeister Walker erfolgte der Weitermarsch nach dem Zentralpark, wo sich der Festzug auflöste. Neben .den Frauen ber Flieger nahm auch der Konsul Dr. Heuer an dem Festzug teil.
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Anzeiger für (bas frühere kurhessische) Oberhessen
Anzeiger der amtlichen Bekanntmachunge« für Stadt und Kreis Marburg
In einer überfüllten Versammlung der I Deutschen Volkspartei in der großen Messe- > l/alle sprach gestern abend Reichsaußen miniftet Tr. Ltresemann. Er führte u. a. aus: In der Frage des Reichsschulgesetzes müssen die Borwürfe gegen die Parier, daß sie am Scheitern des Gesetzes schuldig sei, entschieden zurückgewiesen werden. Meine persönliche Auffassung ist, so erklärte der Minister, daß wir unbedingt Über den Kampf und Streit der Konfessionen Hinwegkommen müssen, denn wir sind in erster Lrnie Deutsche. Uebergehend zur Wirtschaftspolitik erklärte der Minister: @e.-abe für diese könne es keine Grundsakpo.itik c-eben. E'-ne Rot ber Landwirtschaft muß anerkannt werden. Die Erhaltung eines Berufsstandes, der in Not ist, ist eine Ltaarsnotwendig- keir und keine Liebesgabenpolitik. Der Ab-
Der Antonomistenführer Dr. Roos erklärt.
Basel, 13. Avril. Der nach der Schweiz geflüchtete Autonomistenführer Dr. Felix Roos übermittelte der Schweizerischen Depeschen- agentur eine Erklärung, in der es u. a. heißt: Angesehene schweizerische autonomsten haben mich daraus aufmerksam gemacht, daß mein verfönliches Erscheinen im Kalmarer Prozeß ganz unerwartete Folgen haben könnte. Es besteht vor allem die Wahrscheinlichkeit, daß mein Erscheinen für die Anklagevertretung ein willkommener Anlaß sein werde, den Prozeß zu vertagen mit der Begründung, daß nunmehr durch eine erneute Voruntersuchung sich gewisse Punkte des an« ge blichen Konflikts ausklären ließen, die infolge meiner bisherigen Abwesenheit nicht aufgeklärt worden feien. In einem solchen Falle würden natürlich auch meine seit Monaten eingekerkerten Freunde noch weitere Wochen oder Monate der Freiheit beraubt bleiben und das alles wegen einer haltlosen Anschuldigung. Mit Rücksicht auf eine beschleunigte Erledigung des Kolrnarer Prozesses habe ich mich daher entschlossen, zu der Verhandlung nicht zu erscheinen. Ich behalte mir jedwsi vor, für einen späteren Zeitpunkt eine Wiederaufnahme zu beantragen.
die Flieger am Morgen vom Hotel zu dem Stadtdampfer „Wacom" führte, welcher den Hudson verließ, als der Llohd- dampfer „Dresden" am Pier anlegte. Es folgte eine
Schiffsparade
unter Führung des Bundesmarinekutters „Seminole". Die am Pier liegenden Dampfer „Leviathan" und „Berengaria" sielen im das allgemeine Geheul der Sirenen ein. Die Mannschaften auf den Schiffen, die in einer meilenlangen Front im Hudson lagen, stimmten in den Jubel ein. An der Freiheitsstatue schwentte die Schiffsparade um, als die „Wacom" an der Datterh an der Südspitze Äewyorks anlegte. Es folgte wiederum ein 2 0 Mi - nuten langes Sirenengeheul. Während der Schiffsparade wurden die Flieger fortwährend von einer Riefenzahl von mitfahrenden Photographen und Zeitungsleuten geknipst. An der Bettery begann die
Landparade
der als Ehreneskotte dienenden 10000 Mann der Dundesarmee, der Dundesma- rine und der Staatsmiliz sowie anderer' militärischer Verbände. Die Flieger folgten in dem ersten der zahlreichen Autos der Ehreneskotte. Jubelnde Menschen» massen füllten die Fenster und die Dächer der Wolkenkratzer und anderer Gebäude entlang der ganzen, etwa fünf Meilen langen Einzugsstraße. Der Drodwah, durch den der Festzug sich nach der Cith- hall bewegte, glich einem stürmischen Menschenmeer. Immer wieder versuchte die begeisterte Menge, den Polizeikordön zu durchbrechen. Der Papierregen glich zeitweise einem Schneesturm. Diele Zuschauer vollfühtten halsbrecherisch« Kletter- kunstftücke, um sehen zu können. Die „Dre- men"-Flieger erklärten den Empfang für überwältigend.
Beim
Empfang der Flieger in der Citqhall
wies Bürgermeister Waller auf die Herzliche Aufnahme seitens aller Döllerschaf- ten Aewhork, ob Bürger oder Äicht- bürger, für die „Dremen"-Flieger hin, die um so größer sei, als kein Element der vielrassigen Wettopole mehr zu ihrer Entwicklung beigettagen hätten, als Deutsch« und Iren. Die Wahl Äewhorks als Ziel des Ostwestfluges über den Atlantik ,ei eine schöne Geste seitens Deutschlands und Irlands gewesen, die Amerika nicht vergessen werde.
Bei dem
Festakt
wo Riesentribünen erttchtet worden waren, überreichte nach den Begrüßungswotten
IH15000 Tonnen PnvieMMcl für »ie Mitten!
_ i Lindberg» bekam 18000, »et Wasf.MWmidSiag 17000, Byrd nut 700 Ein kri imobzag wie im ollen Som
»er Weise hinter dem arktischen t ü 5 a r b zuriickstand, den die „Bre- !»"-Flieger während ihres Ostwestfluges bestehen hatten. Nach dem Papierkon- « bemessen. der hier als guter Erad- e.lJ e t der allgemeinen Beists r u ng dient, haben die „Bremen"- ftker sehr gut abgeschnitten, lndbergh erhielt 18000 Tonnen, f W a ff e n st i ll st and s ta g wurden 000 Tonnen ausgestreut, Byrd »elt nu u r 7 0 0 und Gertrud Ederle 8 T o n n en, sodaß es in dem Kommen- kn der Blätter durchaus zutreffend der Empfang fei von äußerster Herz- * 'kit und Aufrichtigkeit getragen ge- en. Die Flieger erklärten, daß die wrücke des gestrigen Tages alles hinter fassen, was sie bereits an Begeisterung ch* ,"er ersten Ankunft am Pennfylvania- )t<_ Wiof erfahren hätten. Seit dem Tage
’ offen Rom dürfte kaum mehr ein so S31 ODältigender Anblick geboten worden tfg LK‘e ^er ’®nen von Newyork bereitete